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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Werbefuzzi mit Hang zur Selbstüberschätzung. Alter: 43 Größe: 188 cm Schrittlänge: cm Gewicht: 80 kg Fahrkategorie: MTB-Enduro Fahrkönnen: 100% Wald- und Wiesenfahrer am Wochenende ohne Training und sportliche Ziele. Eher untalentiert.
Früher war alles anders. Nicht unbedingt besser. Aber anders. Bezogen auf das Zweirad, zum Beispiel: Da lärmte, was einen Motor hatte, und da schwitzte, wer keinen hatte.Seit in den 90er Jahren die ersten strombetriebenen City-Bikes auftauchten, wird diese grundlegende Unterscheidung immer brüchiger. Heute ist auch fast geräuschloses Fahren trotz Motor möglich. Oder Schwitzen, obwohl künstliche Watt mithelfen. Oder aber ausdünstungsfreies Cruisen mit Highspeed. Heute gibt's E-Bikes, und die (westliche) Zivilisation hat einen neuen Trend.
Ich kam zur Weltund habe festgestellt:Ohne Mobil geht man sehr viel.
Geist und Espritversprühte ich nie.Mein erstes Wort war E-Bike,das zweite war "Tütü".
Die große Liebe, die ich nie vergess',300 PS, 300 PS!Brnn tata brnn tat,brnn tata brnn
Franz fährt Ferrari,Sepp BMW.Ich nur Fahrrad,brrn, das tut mir weh!
Hätte ich ein E-Bike,dann wär' alles gut!Brnn tata brnn,Vollgas und "Tut-tut"!
Von innovativen Herstellern der Abteilung Stadtrad enthoben und von der Politik finanziell gefördert, erlebt die einstige "mobile Gehhilfe für Senioren" seit zwei, drei Jahren einen Boom, von dem die Fahrradindustrie insgesamt nur träumen kann. Ohne mit der Wimper zu zucken, blättern Kunden, die bis dato keine 500 Euro für ein Rad ausgegeben hätten, plötzlich ein, zwei Tausender auf den Tisch. Und ohne lange zu diskutieren, verlängern Landesregierungen ihre Fördermaßnahmen über jedes Budgetdefizit hinaus.
Vieles an diesem Trend ist kritisierenswert. Angefangen von der Frage, warum es das schnöde, ungleich umweltfreundlichere stromlose Fahrrad nie zu solch politischer Unterstützung gebracht hat über die Diskussion, inwieweit mäßig sportliche Menschen wirklich angehalten werden sollen, mit Low-end-bestückten Bikes per Knopfdruck in alpines oder zumindest unbefestigtes Gelände vorzudringen bis hin zu Fragen der Logistik, Infrastruktur oder tatsächlichen Nachhaltigkeit.Vieles an diesem Trend ist aber auch faszinierend. Es reicht, den verzückt aufjauchzenden Menschen beim Testfahren am Rathausplatzfestival zuzusehen, um zu verstehen: E-Bikes bringen ein Maß an Fun, Spieltrieb und freudigem Staunen in den beliebtesten Breitensport der Österreicher, den stromloses Radfahren vielen potenziellen Stramplern nicht zu bieten fähig ist. E-Bikes erweitern den Bewegungsradius vor allem älterer oder unfitterer Menschen enorm und ermöglichen gemeinsame Aktivitäten, wo Leistungs- oder Altersunterschiede diese bislang vereitelten oder zumindest trübten. Und E-Biken ist, nachdem die Fortbewegung prinzipiell und per definitionem an das Treten gebunden bleibt, nicht weniger gesund als Radfahren auf stromlosen Pendants, was die Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel u.ä. anbelangt.
So weit, so bekannt. Offen ist die Frage, wohin der Trend zur E-Mobilität noch führen wird. Einen ersten Ausblick - oder besser gesagt: Einblick in den Status quo - gab vergangene Woche E-Bike-Spezialist KTM. Der Pionier in Sachen Pedelecs mit aktuell 20 Pedal Electric Cycle-Modellen im Angebot präsentierte den bereits bei der Eurobike vielbestaunten Prototypen eGnition in Serienreife, und ein fahrbares Strom-Fully unter 20 kg obendrein.
Herr Onkel Doktor, verschreib'n sie mir Express,300 PS, 300 PS!E-Bike!Brnn tata brnn,300 PS!Fahren!Die Eckdaten des motorisierten Downhillers, mit dem KTM eine neue Klasse namens eSUC (eSportiveUtilityCycle) definieren will:
Weltneuheit, Studie, Erstauflage zum limitierten Kauf - wie immer KTM das nunmehr fahrbare eGnition auch tituliert - für den ersten Eindruck fehlen die Worte. Der Kaufpreis knapp unter 9.000 Euro, das Gewicht deutlich über 30 kg - die Zielgruppe für das martialisch designte Pedelec mit Downhiller-Qualitäten muss wohl erst gefunden werden. Angeblich sind drei Modelle bereits an wohlhabende Scheichs im arabischen Raum verkauft, sozusagen als Würdigung des mutigen Schrittes, den KTM gemeinsam mit Motoren-Hersteller Clean Mobile setzt. Auf jeden Fall bringt sich KTM mit dem eGnition erneut als E-Bike-Pionier ins Gespräch.
Der erste Fahreindruck war - trotz des nicht ganz repräsentativen Geländes - gut. Der tiefe Schwerpunkt des Motors, nahe der FSA-Kurbel in einem Kunststoff-Bugspitz verbaut, schafft extrem viel Vertrauen in Kurvenfahrten. Auch reißt der 30-kg-Plus-Bolide mit seinen bis zu 2 PS Leistungsunterstützung mächtig an. Das garantiert einen hohen Funfaktor und reduziert die (an sich ebenfalls beachtlichen) vier Unterstützungsstufen der anderen KTM-Modelle zu Kindereien. Umgekehrt ist das schnelle Lupfen des Vorderrades oder das mühelose Springen über Wurzeln aufgrund des Gewichts eher etwas für die Schwarzeneggers unter uns. Das eGnition bügelt lieber.Drei Assistenz-Stufen sorgen für die gewünschte Watt-Unterstützung, geschaltet wird per Grip-Shift mit Rohloff - die Bedienung ist in beiden Fällen kinderleicht.Etwas haarig ist die Abstimmung: Es gibt nämlich zwei Anlenkungspunkte bei der Schwinge. Je nach Positionen des Drehpunktes ändert sich die Kinematik, ergo Performance des Hinterbaus. Beim Testrad waren die Harmonien diesbezüglich nicht ganz stimmig, davon abgesehen, dass Gabel und Dämpfer ebenfalls noch jede Menge Feintuning zulassen, aber auch verlangen. Clean Mobile verspricht allerdings, dass im Falle eines Kaufes die Abstimmung in Zusammenarbeit mit dem Händler speziell für den Käufer optimiert werden soll. Sogar eine eigene Software zur individuellen Abstimmung des Setups - möglicherweise sogar als iPhone-App - ist im Gespräch.
Fazit: Wer drüber stehen kann, von den "Echten" geächtet zu werden oder es aufgrund seiner konditionellen Mankos einfach muss, wird mit diesem sehr sportlich ausgelegtem E-Modell von KTM sicher seine Freude haben - auch abseits von Bikeparks und dder Vergangenheit angehörenden Bergauf-Schindereien. Wenn dann noch der Preis erschwinglichere Dimensionen erreicht, werden's wohl auch die Zweifler und Nörgler mal ausprobieren und davon fasziniert sein.Bis dahin darf sich eher der sanfte Tourismus und der Berufsverkehr des Themas annehmen - wenn auch in Form gängigerer Pedelecs wie dem ebenfalls präsentierten eLycan (120-mm-Fully, 19 kg, Bionx PL250-HT 48V Superlight-Motor, Bionx Lithium-Mangan-Akku 48V, 317 Wh, Preis: 3.499,-).
DT Swiss M210
Ritchey Comp A-Head
Jetzt hab ich ein E-Bike,dafür hab ich gelebt.Ich lass' den Motor gurgeln,auf dass die Erde bebt.
Die Reifen müssen qualmen wie heißer Leberkäs',300 PS, 300 PS!
Brnn tata brnn tat,brnn tata brnn.
Ich brauch' keine Wohnung,ich schlaf in der Garage'.Wo ich am Abend niemals mich,doch stets mein E-Bike wasch'!
Dann küss ich meine Reifen,halt sie fest, bis in der Früh'!1 ½ Atü, 1 ½ Atü!
Zum Abschluss noch ein paar interessante Zahlen und Fakten zum Thema E-Bikes, zusammengetragen von KTM:
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