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A Crossmax for every trail, every bike and every expectation. Mavic präsentiert die nagelneuen MTB-Crossmax-Laufräder der kommenden Saison für XC-Racing, Tour und Freeride.
Schon 2009 stellte Mavic den vielversprechenden Prototypen "Crossmax Pekin" vor - einen exklusiven High-End Laufradsatz mit Tracomp Carbon-Speichen inklusive einer "Pekin" Schlauchreifen-Version. In der Praxis waren diese Laufräder allerdings zu steif und zu wenig komfortabel. Sie konnten nur mit Fullys auf schnellen Strecken optimal eingesetzt werden. "Unkontrolliert steif, zu wenig Grip, aber sehr leicht", lautete das Feedback der Cannondale-Profis Paulissen und Fontana.
Während eines langen Meetings äußerten die Fahrer den Wunsch nach den herkömmlichen "Crossmax SLR" mit reduziertem Gewicht und verbesserter Dynamik - dies war der offizielle Start des Projekts "Crossmax 2012", bei dem die Laufräder in jedem nur erdenklichen Detail verbessert wurden, ohne den Blick auf das gesamte Laufradsystem zu verlieren.
Die Modellpflege wurde auf die komplette Crossmax Serie ausgedehnt; so erhielten auch die Laufradsätze Crossmax ST (das universellste MTB-Laufrad) und Crossmax SX (für Enduro und Freeride light) alle neuen Features, auf welche wir im folgenden Bericht näher eingehen möchten.
Alle Naben erhielten ein neues Design mit kompakterer Form und optimierter Wandstärke, um die rotierende Masse weiter zu reduzieren. Die Vorderradnabe der SLR ist mit 9 und 15mm Achsen, sowie 6-Loch und Center-Lock kompatibel - es wird auch eine Lefty-Version angeboten. Die Crossmax ST und SX sind zusätzlich mit 20mm Achsen kompatibel. Alle Naben besitzen die QRM+ Technologie, bei welcher das Lagerspiel mittels Spezialschlüssel schnell und einfach eingestellt werden kann, um eine hohe Laufleistung bei geringer Reibung zu garantieren.
Alle Hinterradnaben wurden mit dem neuen ITS-4 Freilaufsystem ausgestattet, welches zwei Jahre lange bei der Crossmax SX und Deemax eingesetzt und für die 2012er Modellpalette nochmals verbessert wurde. Vier Sperrklinken und größere Lager sorgen trotz optimaler Dichtung für einen 60% schnelleren Freilauf mit 30% weniger Reibung. Der Freilauf ist mit allen gängigen Steckachsen kompatibel und kann schnell und komfortabel samt Ritzelpaket getauscht werden.
Der einfachste Weg zur Gewichtsreduzierung ist die Einsparung von Bauteilen. Weniger Speichen bedeuten geringeres Gewicht, allerdings auf Kosten der Steifigkeit. Um den besten Kompromiss zu finden, initiierte Mavic gemeinsam mit den Absalon-Brüdern einen "Blind Test" von vier SLR-Laufradsätzen mit je zwei 20/20 und 24/24 Speichen. Nach mehreren langen Probefahrten in einem in Technik und Geschwindigkeit unterschiedlichen Gelände stellten sich die Versionen mit 20 Speichen eindeutig als Testsieger heraus. "Diese Laufräder besitzen ein besseres Handling, eine ausreichende Stabilität und sind deutlich komfortabler zu fahren.", fasste Julien Absalon zusammen. "Nicht das steifste oder das leichteste Laufrad ist das Beste, sondern das mit dem optimalen Kompromiss." Die 2012er Crosssmax SLR besitzen deshalb 20/20 Speichen.
Um dem härteren Einsatzzweck Rechnung zu tragen, erhielten die ST Laufräder 24/20 "Isopulse" Speichen (hinten an der Antriebsseite radial und gegenüber 2-fach gekreuzt), die SX 24/24 "Crossed 2" Speichen (hinten an der Antriebsseite einfach und gegenüber 2-fach gekreuzt).
Auch mit den Felgen wurde bis zum Exzess experimentiert, um eine Gewichtsreduzierung ohne Einbußen bei der Steifigkeit zu erreichen. So erhielten alle drei Modelle zwar ein breiteres UST Profil, aber es konnten dennoch bis zu 20 Gramm pro Felge eingespart werden, ohne laterale Steifigkeit zu verlieren. Die aktuelle Breite (intern) beträgt bei SLR und ST 19mm, bei den SX Laufrädern 21mm. Alle Felgen wurden asymmetrisch konstruiert, um gemeinsam mit dem individuellen Einspeichmuster die auftretenden Kräfte (Schreibenbremse, Stöße, Antrieb rechts hinten) bestmöglich zu kompensieren."Developing components as single elements and in the same time as part of a whole system." - Mavic System Approach
Wie die Profis bekamen auch wir Journalisten alle neuen Crossmax Laufradsätze zum Testen - zwecks Vergleichsmöglichkeit waren sie mit identen Maxxis Gummis bereift. So hantierten die Werksmechaniker permanent mit den Laufrädern, bekämpften die vielen Torxschrauben und Bremsscheiben, montierten diese um und steckten die Laufradsätze erneut in unsere Testräder, während wir schwatzten, Bier tranken und leckere Kekse verdrückten. Dazwischen wurde aber gefahren - so richtig... mit dem Lift rauf und per Pedes mit abgerissener Kette hinunter. Teilweise rutschten wir auch am Rücken talwärts und schlüpften danach in jeden Protektor, der uns unterkam - aber wenden wir uns wieder den Erfahrungen des Materialtests zu.
Die 2012er Crossmax SLR sind um 80 Gramm leichter und mindestens genauso steif wie die aktuelle Version. Ich muss gestehen, dass ich weder die aktuelle noch die vor-2009er Version jemals selbst gefahren bin, aber dieses Laufrad ging am Schotterweg ab, wie ich es nur vom Crosser mit Rennrad-Laufrädern kenne - angesichts der sensationellen 1.440 Gramm kein Wunder. Bergab im rauen Gelände wurde der Test dann durch meine eingeschränkten technischen Fähigkeiten etwas behindert; dennoch fand das Laufrad, trotz permanenter Vollbremsung, einen souveränen Weg zwischen den Felsbrocken hindurch.
Während sich meine Kollegen den Allrounder ST unter den Nagel rissen, stürzte ich mich mit den "bomb-proofed" Crossmax SX den Bikepark hinab. Zuvor fuhr ich allerdings zwei Turns mit dem Liteville 901 samt Mavic Deemax aus meinem Privatbestand. Bergab verzieh das Referenz-DH-Laufrad alle Fahrfehler und bereitete mir in jeder Lage pure Freude. Weniger Spaß hatte ich auf der zirka 300 Höhenmeter langen Bergauffahrt mit den 2.160 Gramm schweren Deemax-Laufrädern. Nach dem zweiten Mal war ich platt und stieg auf die 405 Gramm leichteren Crossmax SX Laufräder um. Der Gewichtsunterschied machte sich bergauf äußerst positiv bemerkbar, während ich bergab die Laufräder nicht einmal mit meiner "Ejector Airtime" in Bedrängnis bringen konnte. Federleichtes Enduro-Laufrad hin oder her, schlussendlich stieg ich auf den Lift um und meisterte mit den kokainweißen SX Laufrädern noch fünf flotte Downhills, bis uns der gemeine Franzose für immer von einander trennte.
Airtime ist ein englischsprachiger Begriff für das Gefühl der Schwerelosigkeit. Ist die vertikale Beschleunigung des Körpers dabei so groß wie die Erdschwerebeschleunigung, dann erfährt er Schwerelosigkeit; ist sie größer, resultiert daraus eine negative Kraft, auch genannt "Ejector Airtime".
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