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Bei seiner Einführung im Jahr 2001 rollte das erste Trek Fuel noch als 26“ Bike über die Trails; nach und nach wuchs es dann im Federweg und Laufradmaß zum Fuel EX heran. Mit dem jüngst vorgestellten Top Fuel und dessen auf 120 mm angewachsenen Federweg war klar, dass es auch für das Fuel EX mal wieder an der Zeit für einen Evolutionssprung war. Das 2020er Modell sollte, das war Trek in der Entwicklung äußerst wichtig, allem "länger, tiefer, flacher" zum Trotz kein Enduro werden, sondern ein echtes Trailbike, ein effizienter Kletterer und guter Downhiller bleiben.
Als letztes Fully aus dem Hause Trek ist ab sofort auch am Fuel EX kein Full Floater Hinterbau mehr zu finden. Dank moderner Dämpfertechnologien ist der schwimmend gelagerte Dämpfer nicht mehr nötig, um die gewünschte Performance zu erreichen. Stattdessen ist die untere Dämpferaufnahme nun fix montiert. Der Vorteil der Konstruktion? Mehr Reifenfreiheit und höhere Steifigkeitswerte durch schlichtweg mehr Volumen im Tretlagerbereich. Alle Modelle kommen nun ab Werk mit überarbeiteten RE:aktiv Thru Shaft Dämpfern. Die Technologie versucht, die Benefits von Piggyback-Dämpfern in ein kompakteres Paket zu verpacken. 130 mm Federweg geben die Dämpfer am Heck frei, an der Gabel setzt man nun durch die Bank auf 140 mm. Um Endkunden das Setup etwas zu erleichtern, ist der Drehknopf für den Rebound am Dämpfer künftig nummeriert. Im Online-Fahrwerkskalkulator werden dann entsprechende Nummern ausgespuckt, korrekter Luftdruck wie Rebound sind rasch gefunden.
Trek bietet das neue Fuel EX wie gehabt als Aluminium- oder Carbonvariante an. Neu ist, dass dort, wo Carbon draufsteht, nun auch immer das gesamte Paket aus Hauptrahmen, Umlenkhebel, Ketten- und Sitzstreben aus schwarzem Gold gefertigt ist. Beide Varianten profitieren von einer deutlich überarbeiteten Geometrie. Der Reach wuchs je nach Größe zwischen 10 und 20 mm, der Lenkwinkel ist nun mit 66° ein Grad flacher, der Sitzwinkel mit 75° ein Grad steiler. Ein etwas kürzeres Sitzrohr erlaubt mehr Freiraum für Dropper-Posts. Ausgeliefert wird mit 100 mm an XS und SM, 150 mm an MD und größeren Modellen sowie 170 mm an LG und XL 9.8 sowie 9.9 Modellen.
Doch bleiben wir beim Rahmen: hier haben die Ingenieure ein wirklich schlaues Feature im Straight Shot Unterrohr versteckt. Internal Frame Storage nennt Trek die kleine Klappe unter dem Flaschenhalter. Ein schlanker Hebel entriegelt den Verschluss und gibt ein recht geräumiges Staufach frei. An der Rückseite des Deckels kann ein Minitool montiert werden, in das Fach selbst passt entweder Bontragers Werkzeugrolle mit Schlauch, Co2 Patrone und Reifenhebern oder sonstiger Kleinkram wie Riegel für den Notfall oder auch eine klein verpackte Regenjacke. Zwar erhöht sich dadurch das Rahmengewicht um etwa 150 g (Storage Box ohne Inhalt), doch wenn dafür der Rucksack zu Hause bleiben kann, nur her mit dem Mehrgewicht in der Größenordnung eines kräftigen Schlucks Wasser. Leider findet sich das praktischer Feature nur am Carbonrahmen.Vom Vorgänger übernommen, durfte die ABP (Acitve Breaking Pivot) Technologie am Hinterbau auch ans neue Modell übersiedeln. Damit soll das Hinterrad von Bremseinflüssen unbeeindruckt Bodenkontakt halten und stempeln über Bodenwellen oder Wurzelteppiche verhindert werden. Treks Straight Shot Unterrohr verspricht höhere Steifigkeitswerte, ein Knock Block Steuersatz (Lenk-Endanschlag) schützt den Rahmen vor Kontakt mit Gabelkrone und Trigger. Der Mino-Link an den Sitzstreben manipuliert den Lenkwinkel von 66 auf etwas flachere 66,5°. Ebenfalls nicht zu verachten: sämtliche Aluminium- und Carbonrahmen kommen nun in den Genuss von Treks lebenslanger Garantie.
Was künftig entfällt, ist die grundsätzliche Wahl zwischen 29 und 27.5“+. Stattdessen rollen alle neuen Fuel EX ab Größe M mit Bontragers voluminösen XR4 Reifen in 29 x 2.6“ auf die Trails. 27.5“ finden sich nur an XS sowie auf Wunsch an S Rädern (29“ und 27.5“ stehen hier zur Wahl). An den beiden Topmodellen Fuel EX 9.8 und 9.9 verbaut Trek zusätzlich Fox 36 Gabeln anstelle der 34er Gabeln an den niedrigen Modellen.
Wo wir gerade bei den Modellen sind: auch hier hat sich bei Trek einiges getan. 2020 entfällt die gesamte WSD Palette, stattdessen gibt es nun alle Modelle und Farben von Größe XS bis XXL. Kleine Männer wie kleine Frauen profitieren so nun trotz etwas reduzierter Überstandshöhe gleichermaßen von der vollen Modell- und Farbauswahl. Von Fuel EX 5 bis Fuel EX 9.9 stehen jeweils drei Alu- und drei Carbon-Varianten zur Wahl. Preislich bewegt sich das neue Trek Fuel EX zwischen 2.999 und 9.099 Euro.
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