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Zell am See-Kaprun: verborgene Schätze

Zell am See-Kaprun: verborgene Schätze

17.06.15 09:05 6.370Text: SalzburgerLand/World of MTBFotos: Salzburger Land/David SchultheissUmgeben von Dreitausendern, ist der ehemalige WM- und Weltcup-Ort heute eher ein MTB-Geheimtipp. Dabei haben die Kitzsteinhorn-Trails Suchtpotenzial ... 17.06.15 09:05 6.371

Zell am See-Kaprun: verborgene Schätze

17.06.15 09:05 6.3712 Kommentare SalzburgerLand/World of MTB Salzburger Land/David SchultheissUmgeben von Dreitausendern, ist der ehemalige WM- und Weltcup-Ort heute eher ein MTB-Geheimtipp. Dabei haben die Kitzsteinhorn-Trails Suchtpotenzial ... 17.06.15 09:05 6.371

Wir sind am höchsten Punkt unserer Reise angelangt. Nur wenige Meter unter dem Gipfel des Kitzsteinhorns betreten wir eine gläserne Brücke, die weit über das Nichts hinausragt und den Blick frei gibt auf die Weite der Hohen Tauern. Mitten unter ihnen: der Großglockner, mit 3.798 m der höchste Berg Österreichs.
Zu sehen ist absolut nichts außer Bergen, Gipfeln, Himmel. Beruhigend klein und unbedeutend erscheint auf einmal das gut ausgebaute Gondel- und Seilbahnnetz, das uns in kurzer Zeit auf diese Höhe befördert hat.

Kaprun – historischer MTB-Hotspot

Die Gemeinden Zell am See und Kaprun befinden sich dort, wo Saalach- und Salzachtal verschmelzen. In dem sich daraus ergebenden Talkessel liegt der Zeller See – eingebettet zwischen Hundsteingruppe im Osten, den Ausläufern der Kitzbüheler Alpen im Westen und den Hohen Tauern im Süden, in deren unzählige Täler nun unser Blick schweift.
Die idealen geografischen Bedingungen machten Kaprun lange Zeit zum Austragungsort des UCI Mountainbike Worldcups. Auch Worldchampionships wurden in Kaprun bereits bestritten, 2002 wurden hier Anne-Caroline Chausson und Nicolas Vouilloz zu Downhillweltmeistern gekrönt. So erklärt sich, weshalb beim Klang des Namens Kaprun allen „alten Hasen“ ein anerkennendes Lächeln über die Lippen huscht – Kaprun ist unbestritten fester Bestandteil der Mountainbikesport-Geschichte.

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Freeriden am Kitzsteinhorn

Heute bilden die beiden Gemeinden am Fuße der 3000er eine der bedeutendsten Wintersportdestinationen Österreichs. Umso erstaunlicher ist es, dass die Trails am Kitzsteinhorn offenbar noch zu echten Geheimtipps gehören. Denn was an diesem Vormittag auf unser Gipfelerlebnis folgt, erscheint uns wie das Heben eines verborgenen Schatzes.
Wir verlassen die Aussichtsplattform und kehren mit der Seilbahn zurück zur Mittelstation, an der wir die Bikes zurücklassen mussten. Um uns herum tummeln sich zahlreiche Familien, die die Fahrt mit der Bergbahn antreten, um die eindeutige Nummer eins unter den Sensationen dieses Ortes zu besichtigen: den Gletscher.
Wir in unseren kurzen Bikeshorts dagegen sind froh, dass der Einstieg in den Trail erst am Fuße der weißen Schneezunge auf 2.400 m beginnt. Wir bahnen uns unseren Weg an den Besuchern des Gletschers vorbei und finden schließlich das erste Hinweisschild mit der Aufschrift „Geissteintrail“. Den Tipp für die Abfahrt haben wir von Helmut Schneider von der Bikeschule Kaprun bekommen. Er empfahl uns den Geissteintrail in Kombination mit dem anschließenden Wüstlautrail und versprach uns so 1.500 Abfahrtsmeter auf 12 Kilometer.

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Wir biegen in den schmalen Pfad ein, das Getummel und geschäftige Treiben der Liftanlagen bleibt abrupt hinter uns zurück. Auf der Stelle ziehen uns Flow, Panorama und Geschwindigkeit in ihren Sog. Die ersten Meter winden sich in verspielten Kurven über vom Gletschereis geformte Felsformationen. Der Stein ist dabei so rau wie Schleifpapier und bietet die ideale Grundlage, um mit Speed durch die natürlichen Anlieger und Wallrides zu hämmern.
Es folgen engere Abschnitte, offene Wiesenkurven, kleinere Sprünge, stets begleitet von der Aussicht auf die in der Sonne glänzenden Schieferfelsen des Gipfelkamms. Auf den natürlichen Singletrail folgt unverhofft ein breit ausgebauter, mit traumhaft flowig geshapten Anliegern durchzogener Abschnitt. Über die Kante jeden Anliegers lässt sich tief in das Tal bis auf den Zeller See hinabblicken. Doch das Beste ist der Zustand der Strecke: keine einzige Bremswelle stört hier.
Breit grinsend und etwas ungläubig machen wir Halt: Was ist das denn?! Eine wie frisch gebaute Bikeparkstrecke, und das mitten im Gebirge, eingerahmt von Natursingletrails und Spitzkehrenabfahrten? Wir können es selbst kaum glauben, auf was für einen Schatz wir hier gestoßen sind.

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Auf einen Blick

Info & Buchung

Zell am See-Kaprun Tourismus GmbH
Brucker Bundesstraße 1a
A-5700 Zell am See
T.: +43 6542 770
E-Mail: welcome@zellamsee-kaprun.com

Gletscherbahnen Kaprun
A-5710 Kaprun
T.: +43 6547 8700
E-Mail: office@kitzsteinhorn.at

Meereshöhe

756 bis 3.203 m (Kitzsteinhorn)

Unterkommen

Das gesamte Unterkunftsverzeichnis gibt es auf: www.zellamsee-kaprun.com
Besonders interessant für Biker sind die Partnerbetriebe der Zell am See-Kaprun Sommerkarte.

Unsere Empfehlung
Hotel Active By Leitner´s
Kitzsteinhornstraße 10
5710 Kaprun
info@active-kaprun.at
www.active-kaprun.at

Rumkommen

Adventure Center Kaprun
Helmut Schneider
Augasse 5, 5710 Kaprun

Mehr erleben mit der Zell am See-Kaprun Sommerkarte!
Sämtliche Bergbahnen und viele weitere Ausflugsziele sind inklusive.

Tipp

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