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Die Nummer 1 am Rennlenker war auch die Nummer eins im Ziel. Karl Markt unterstrich mit seinem Sieg beim ASVÖ Österreich Grand Prix in Windhhaag bei Perg seine derzeitige Vormachtstellung im (heimischen) Cross Country - wie überhaupt die Österreicher bei dem international besetzten C1-Bewerb ordentlich Flagge zeigten. Zum für heuer vorletzten Mal trafen sich in- und ausländische Biker, um Punkte für die Krone des heimischen XC-Sports, die MLA, zu sammeln. Und Windhaag im Mühlviertel war mit massig Publikum, Höllenloch, Ruinendownhill, Teufel uvm. einmal mehr bestens gerüstet. Mit seinem Triumph beim ASVÖ Österreich Grand Prix feierte Karl Markt auch seinen ersten Saisonsieg 2012. Und das bei Bedingungen, die dem Hitze-Fan wie auf den Leib geschneidert waren: 30 Grad plus, trockener Boden, schwieriger Kurs. Über fünf von acht Runden lieferte sich der Tiroler einen harten Kampf mit U23-Racer Alex Gehbauer, im letzten Viertel gingen die beiden Olympia-Teilnehmer "getrennter Wege": Der junge Kärntner, noch nicht wieder ganz am Damm nach kurzer Krankheit und fünf Tagen Trainingspause, konnte die Tempoverschärfung des Titelverteidigers nicht mitgehen. "Nach langer Zeit wieder ganz oben am Podium zu stehen, ist ein gutes Gefühl", konstatierte der siegreiche Felt Ötztal X-Bionic-Racer im Ziel. Am Ende trennten die beiden eine knappe Minute, mit weiteren 30 Sekunden Rückstand landete der Tscheche Milan Spesny auf Rang drei. Dahinter bewies sich Uwe Hohenwarter als Stehaufmännchen: Noch gezeichnet von der laufintensiven EM in Moskau, ignorierte der Muskelkater Genesis Teamfahrer seine müden Beine und kämpfte sich vom achten bis auf den vierten Platz vor. Matous Ulman (CZE) komplettierte das Podest. Eine weitere Talentprobe lieferte U23-Fahrer Gregor Raggl auf Platz 6 ab. Den Masters-Bewerb gewann Andreas Karner vom WSA Viperbike Kärnten Team. Das Damenrennen war - in Abwesenheit von Vorjahressiegerin Lisi Osl, die zugunsten eines Trainingswochenendes vor den Übersee-Weltcups auf den Start verzichtete - fest in ausländischer Hand. Anja Gradl feierte mit fast viereinhalb Minuten Vorsprung den ersten C1-Sieg ihrer Karriere. Die Deutsche distanzierte Janka Stevkova (SVK) und Zuzana Pirzkallova (CZE), Tina Kindlhofer wurde als beste Österreicherin Fünfte.
War das Rennen der Frauen eher dünn besetzt, ging es in den Nachwuchsklassen nicht nur ob der drückenden Temperaturen von Beginn an heiß her. Bereits am Samstag bevölkerten trotz des erstklassigen Badewetters 69 Teilnehmer in fünf Altersklassen den Rennkurs. Den Höhepunkt des Tages bildeten der U17-Bewerb, in dem u.a. Luca Hautz ihre Stärke eindrucksvoll zur Schau stellte. Die Muskelkater Genesis-Racerin baute ihren Vorsprung dermaßen kontinuierlich aus, dass sie am Ende sogar bei den Burschen auf Rang 6 gelandet wäre! Eben dort ließ Moritz Zoister nichts anbrennen und siegte vor Marvin Hammerschmid und Moritz Bscherer.Bei den Junioren ging es auch um den Landesmeistertitel. Anfänglich schien es, als ob diesen Florian Gruber in den Farben des oberösterreichischen Muskelkater Genesis Teams einheimsen würde. In der letzten Runde wurde der Steirer jedoch noch von Lukas Kaufmann abgefangen, Rang drei ging an Elias Tranninger. Vorne an der Spitze spulte derweilen Jan Vastl ein souveränes Rennen ab. Der Tscheche siegte mit zweieinhalb Minuten Vorsprung auf Elias Hagspiel, der wiederum Vastls Landsmann Martin Stosek auf Rang drei verweisen konnte. Fabian Costa und Philipp Wetzelberger komplettierten die Podiumsplätze.Erstmals zählte außerdem der zum bunten Rahmenprogramm des ASVÖ Österreich Grand Prix gehörige Alpine Marathon zur Ginner Hobby Trophy. Die Langstreckenfans dankten es den Organisatoren mit zahlreichem Erscheinen (186 Starter) und ließen über die wahlweise 16 oder 28 kurze, knackige Strecke nichts anbrennen: 1:13:48 zeigte die Uhr schließlich für den Gesamtsieger der Medium-Distanz, Benjamin Kromoser (RC Tretlager Amstetten). Nicht minder flott die Siegerzeit bei den Damen: Lisi Unterbuchschachner (ÖAMTC Hrinkow Steyr) benötigte 1:28:48.
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