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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Das Alu-Modell ist bereits Ende letzten Jahres vorangegangen, nun zieht das Carbon-Pendant nach: Tschüss, IsoSpeed, servus, 120 mm!Treks Hardtail für die XC-Racer aller Niveaus, Schotterpistenflitzer und Weight Weenies verzichtet in seiner dritten Generation auf den Entkoppler am hinteren und den Knock Block am vorderen Knotenpunkt und kommt mit überarbeiteter Geometrie, 20 mm mehr Federweg und eindeutigen 2,4“ Reifenfreiheit – bisher gelang dieses Maß nur bei ausgesuchten Reifen-/Felgenkombis – auf 200 Gramm weniger Gewicht (1.150 statt 1.350 g für den bemalten Rahmen lt. Hersteller).Anders als das Alu-Procaliber präsentiert sich das neue Carbon-Hardtail jedoch nicht ganz frei vom Komfort-Anspruch, der einst mit dem IsoSpeed-Gelenk einherging. Vielmehr macht dieses etwas Neuem Platz, das auf den Namen IsoBow hört und im Grunde ein unmittelbar vor dem Sattelrohr platziertes Loch im Oberrohr ist.
Auf Speed getrimmt
Faktisch werden die an dieser Stelle zwecks ausreichend Flex sehr flach ausgestalteten Sitzstreben am Sattelrohr vorbei ins Oberrohr hinein verlängert, wobei vorm Sitzrohr eine Aussparung bleibt, um die Nachgiebigkeit noch weiter zu erhöhen. Frei von beweglichen Teilen, soll es IsoBow im Labor immer noch auf 80% jenes Wertes bringen, den bislang das Entkoppler-Gelenk geliefert hat. Bei Blindfahrten im Gelände sollen die Testpiloten keinen Unterschied bemerkt haben.Mehr Komfort im Sitzen als bei einem klassischen Hardtail ist und bleibt also ein Argument für das Procaliber; das Mehrgewicht und die strukturellen Nachteile wurden indes reduziert.
Was die Abmessungen betrifft, wurde mit der Zielsetzung, ein ruhigeres und vielseitigeres Handling zu erreichen, der Lenkwinkel von 68,8° auf 67° abgeflacht und der Reach um 10 mm auf 460 (Größe L) erhöht. Der effektive Sitzwinkel wurde um 0,5° steiler und beträgt nun 74,3°.Mit 120 mm-Federgabeln statt der bisherigen 100 mm erreichen die Änderungen schließlich Ausmaße, die das Procaliber Carbon Gen 3 nahe ans Supercaliber heranrücken - ein Argument vor allem für die Trek-Profis, welche bei ihren XC-Renneinsätzen zwischen diesen Modellen wechseln.Ebenfalls vom Supercaliber abgekupfert wurde die schwimmend gelagerte Bremsaufhängung, welche einerseits den Sitzstreben zu mehr Flex verhilft, und andererseits die Bremskräfte von ebendiesem isoliert. Ein konsistenteres Bremsverhalten soll die Folge sein.
Den vorrangigen Markt für das Procaliber sieht Trek in Europa, weshalb es hier auch zwei Ausstattungspakete mehr als in Nordamerika geben wird. Nichtsdestotrotz wird auch hier das Angebot gestrafft.Zu den beiden Alu-Rädern um aktuell 1.299 (Procaliber 6) bzw. 1.499 Euro (Procaliber 8) gesellen sich künftig nur mehr drei (zuvor vier) Carbon-Modelle in je zwei Farben, das 9.8 entfällt. Ein Rahmenset in Carbon Red Smoke um € 1.499,- befriedigt Individualisten, für die Profis gibt's Spezialaufbauten (vgl. Fotos).Neues, 10,58 kg in Gr. M wiegendes und für alle erwerbbares Flaggschiff ist das Procaliber 9.7 AXS um € 4.499,- mit elektronischer Sram GX Eagle-Schaltung und Level Bronze 4-Kolben-Bremsen, RockShox SID Gabel, Bontrager Kovee Elite 30 Carbonlaufrädern und dem feschen, integrierten Bontrager RSL-Cockpit als Eyecatcher.Um 2.000 Euro weniger ist das 0,5 kg mehr wiegende 9.6 mit RockShox Reba RL, Shimano SLX/XT-Mix, Deore-Bremsen und Bontrager Kovee Comp 25 Laufrädern zu haben. 1.999 Euro wird schließlich das Procaliber 9.5 auf Shimano Deore-Basis mit RockShox Judy Gold kosten. Als Sattelstütze wird bei allen Modellen Bontragers Line Dropper verschraubt, gerollt wird auf Sainte-Anne Pro bzw. RSL-Reifen in 2,4" Breite.
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