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King of the Lake 2015 in Bildern

King of the Lake 2015 in Bildern

01.10.15 08:46 10.861Text: Luke BiketalkerFotos: Sportograf; Luke Biketalker; Ronald RadmoserDie fünfte Auflage des King of the Lake ist Geschichte - König und Königin haben sich gefunden.01.10.15 08:46 10.871

King of the Lake 2015 in Bildern

01.10.15 08:46 10.871 Luke Biketalker Sportograf; Luke Biketalker; Ronald RadmoserDie fünfte Auflage des King of the Lake ist Geschichte - König und Königin haben sich gefunden.01.10.15 08:46 10.871

Le roi est mort, vive le roi! Der König ist tot, lang lebe der neue König! Der King of the Lake 2015 ist geschlagen, die Krönungszeremonie vollendet. Bereits zum fünften Mal ritterten Einzelfahrer sowie Mannschaften in Seewalchen am Attersee um die Adelstitel. Doch nicht nur die Sieger durften sich an diesem Wochenende königlich fühlen. Denn wann kommt Otto-Normal-Fahrer schon in den Genuss, eine vollkomme gesperrte Strecke vorzufinden? Und das bei einem Zeitfahren? In Mitteleuropa wissen wir jedenfalls von keiner weiteren, solchen Gelegenheit.

  • Lang war die Schlange bei der Startnummernausgabe.Lang war die Schlange bei der Startnummernausgabe.
    Lang war die Schlange bei der Startnummernausgabe.
    Lang war die Schlange bei der Startnummernausgabe.
  • Chips waren aber ausreichend vorhanden.Chips waren aber ausreichend vorhanden.
    Chips waren aber ausreichend vorhanden.
    Chips waren aber ausreichend vorhanden.
  • Begleitmotorräder ready.Begleitmotorräder ready.Begleitmotorräder ready.
    Begleitmotorräder ready.
    Begleitmotorräder ready.

Der vorbildlichen Zusammenarbeit der Atterbiker mit Gemeinden, Behörden und Tourismusverband ist es zu verdanken, dass den mitunter gefährlichen Situationen der vergangenen Jahre mittels Streckensperre ein Ende gesetzt werden konnte. Damit wurde es den Startern 2015 auch erstmals möglich, den gesamten Attersee gewertet zu umrunden - womit sich die auf 47,4 Kilometer gewachsene Strecke erklärt. Ganz nebenbei war der King of the Lake mit insgesamt 581 Startern auch das größte Zeitfahrrennen in Mitteleuropa. Unübersehbar hat hier jemand seine Hausaufgaben gemacht. Wer gerade nicht am Rad saß, für den gab es auch abseits des Rundkurses im Festzelt mit allerlei Schmankerln und bei der kleine Expo, wo neben Boa Closure Systems und Panaceo auch Siga/ Nakita ihre limitierte Factory-Linie samt neuem Aerorenner Team CR Aero vorstellen konnten, allerlei zu sehen.

  • Als der King of the Lake mit dem Fahrermeeting offiziell eröffnet wurde...Als der King of the Lake mit dem Fahrermeeting offiziell eröffnet wurde...
    Als der King of the Lake mit dem Fahrermeeting offiziell eröffnet wurde...
    Als der King of the Lake mit dem Fahrermeeting offiziell eröffnet wurde...
  • ...waren alle Starter am Parkplatz des Seewalchener Strandbades versammelt....waren alle Starter am Parkplatz des Seewalchener Strandbades versammelt.
    ...waren alle Starter am Parkplatz des Seewalchener Strandbades versammelt.
    ...waren alle Starter am Parkplatz des Seewalchener Strandbades versammelt.
  • Der heiß umkämpfte Trohn für die schnellsten Beine am Attersee.
    Der heiß umkämpfte Trohn für die schnellsten Beine am Attersee.
    Der heiß umkämpfte Trohn für die schnellsten Beine am Attersee.

Dank der freien Straßen entwickelt das Rennen ein ganz besonderes Flair. Kurz nach der Startrampe in vermeintlich bester Aeropose an der ersten Straßensperre vorbeirollend, wähnte man sich, befeuert von Zurufen am Streckenrand, bereits im Profizirkus. Dass dem tatsächlich so nicht ist, machten einem auf den folgenden 47,4 Kilometern und 200 Höhenmetern nur Wattzahlen am Tacho und unbarmherzig vorbeisurrenden Konkurrenten klar. Aufmunternde Worte von Zuschauern auch abseits der errichteten Fanzonen mobilisierten Kräfte, zeugten aber auch von herannahenden Mitstreitern, wenn all der Jubel, die Zurufe und das Geklatsche plötzlich im Rücken hörbar werden.

  • Letzte Besprechungen kurz vor 13:30...Letzte Besprechungen kurz vor 13:30...
    Letzte Besprechungen kurz vor 13:30...
    Letzte Besprechungen kurz vor 13:30...
  • bevor pünklich der Startschuss für die erste Mannschaft erfolgte.bevor pünklich der Startschuss für die erste Mannschaft erfolgte.
    bevor pünklich der Startschuss für die erste Mannschaft erfolgte.
    bevor pünklich der Startschuss für die erste Mannschaft erfolgte.

Doch weder Profifeeling noch verbesserte Sicherheit - Aufmerksamkeit war dennoch gefordert, denn vor Einsatzkräften, Hausausfahrten und unwissenden Anrainern ist niemand gefeit - die solch eine Straßensperre mit sich bringt, konnten mit dem wunderbaren Gefühl der Einsamkeit konkurrieren, das den Einzelstartern zu Teil wurde. Kein taktisches Geplänkel mit Gegnern lenkte ab von brennenden Beinen, kein Teamkollege nahm einen in den Windschatten, niemand machte Tempo, ob der Rennsituation verständnislose Verkehrsteilnehmer in metallenen Käfigen gab es schlicht nicht. Was blieb, war der unbarmherzige Kampf gegen die tickende Uhr, vor allem aber gegen sich selbst.

Fallen jegliche externen Faktoren weg, reduziert sich das Endergebnis einzig und allein auf die persönliche Leistung. Fehler bezahlt man in Form von Sekunden, die eigenen Schwächen bekommt man eiskalt und unverblümt aufgezeigt. Niemand ist hier, um dir zu helfen - niemand ist da, um beschuldigt zu werden. Keine schnelle Gruppe rettet dich über die Distanz, kein Fahrfehler eines Konkurrenten reißt dich zu Boden.

Dein Pacing, deine Beine, deine Position am Rad ergeben deine Zielzeit, deinen Kilometerschnitt. Was man im Ziel auf der Uhr sah, hat man sich selbst erschaffen, Man konnte stolz darauf sein, oder beschließen, härter an sich zu arbeiten um im nächsten Jahr stärker zurückzukehren.

Rennen wie dieses strahlen einen gewissen Purismus, eine gewisse Unverfälschtheit aus, die mich Jahrelang auf der Laufbahn durch Schmerzen getragen hat und mich heute verstehen lässt, was NoPain so in den Bann dieser Disziplin ziehen konnte.

Dass der King of the Lake bereits Wochen vor dem Rennen komplett ausgebucht war, ist so nicht weiter verwunderlich. Bereits in den vergangen Jahren konnten die Atterbiker einen feinen Saisonabschluss organisieren. Die neue, gesperrte Strecke setzte dem Ganzen die - no na - "Krone" auf. Zeitfahrer, klassische Rennräder und - neu - auch Viererteams als Mannschaftszeitfahren auf Rennrädern bekamen eigene Wertungen und starteten pünktlich um 13:30 ins Rennen.

Bis 17:00 folgte so im 30 Sekunden Takt ein Start auf den nächsten. Durch die zeitlich befristete Straßensperre bot sich 46 Mannschaften und 327 Einzelstartern die Möglichkeit, den herbstlichen Attersee verkehrsfrei zu umrunden.

Am schnellsten gelang dies dem Elitefahrer Maximilian Kuen vom Team Amplatz-BMC in 1:00:23 mit einem Schnitt von 47,1 km/h. In der Wertung um den King und die Queen of the Lake durfte das Elitefeld aber selbstverständlich nicht eingreifen.

 "Was für ein Rennen, was für eine Strecke und was für eine Herausforderung. Die 47 Kilometer lange Strecke ist eine der Schönsten, auf der ich jemals fahren durfte. Mit einer komplett gesperrten Straße, mit Streckenrichtern, Photographen und Kamerateams in Begleitfahrzeugen - ein absoluter Hammer!" 

King of the Lake 2015 Igor Kopse
  • Kleiner Mannschaftsstau? Dank der Straßensperre gefahrlos.
    Kleiner Mannschaftsstau? Dank der Straßensperre gefahrlos.
    Kleiner Mannschaftsstau? Dank der Straßensperre gefahrlos.

In der Damenwertung war die deutsche Vorjahressiegerin Adelheid Schütz auch heuer nicht zu biegen. Mit einem Vorsprung von über vier Minuten kürte sie sich in der Zeit von 1:07:29 vor Sylvia Gehnböck und der Drittplatzierten Ilse Schneckenleitner zur Queen of the Lake 2015.

Zum wahren Sekundenkrimi wurde das Finish der Herren. Nach über 47 Kilometern lagen die Zielzeiten der ersten Vier weniger als eine Minute auseinander. Der Vorjahreszweite Igor Kopse ließ seinen Worten aus dem letzten Jahr Taten folgen, und krönte sich in einer Zeit von 1:00:59 zum King of the Lake 2015. Dahinter folgten der nun entthronte Vorjahreskönig Helmut Pitzl und der Wiener Christian Lengyel auf den Rängen zwei und drei.

Im erstmals ausgetragenen Mannschaftszeitfahren powered by Boa Closure System konnte sich das Gmundner Team Melasan Sport den Titel der schnellsten Seenumrunder sichern. Die Zeit von 1:02:07 reichte für 1 min. 46 sek. Vorsprung vor dem Team ESIN-Cycling und dem schnellen Nachwuchs des RC Felbermayr Wels.

Strava-Nutzer bekamen darüber hinaus die Gelegenheit sich bei der ASVÖ King of the Lake Strava Challange eine, gemeinsam mit den Atterbikern entworfene, digitale Trophäe zu erkämpfen. Wer auf Strava registriert ist, sowie die abgefahrene Strecke hochgeladen hat, war automatisch für die Challange qualifiziert und scheint nun im Leaderboard unter https://www.strava.com/challenges/kingofthelake auf.

Nach den Krönungszeremonien luden die Atterbiker noch zum Saisonausklang in Form ihres Oktoberfestes mit Weißwurst und dem einen oder anderen Bierchen. Gerüchten zufolge dauerten die Feierlichkeiten bis in die frühen Morgenstunden an.

Beflügelt durch den Erfolg der Veranstaltung steht nun bereits der Termin für die Austragung im nächsten Jahr fest. Am 24. September 2016 gilt es wieder, mit Bestform nach Seewalchen anzureisen. Denn König Kopse und Königin Schütz warten schon...

 "So ein Sch****, die Stunde hätt I knacken wolln" 

Erste Worte des Tagesschnellsten Maximilian Kuen

Der King of the Lake im Bewegtbild-Schnelldurchlauf *klick*


Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
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    Ort
    krieglach
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    99

    King of the Lake 2015 in Bildern

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  2. #2
    2RadChaot #1016 Avatar von exotec
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    sehr geil wars und der Bericht auch!

    Zitat Zitat von lukiss
    Fallen jegliche externen Faktoren weg, reduziert sich das Endergebnis einzig und allein auf die persönliche Leistung. Fehler bezahlt man in Form von Sekunden, die eigenen Schwächen bekommt man eiskalt und unverblümt aufgezeigt. Niemand ist hier, um dir zu helfen - niemand ist da, um beschuldigt zu werden. Keine schnelle Gruppe rettet dich über die Distanz, kein Fahrfehler eines Konkurrenten reißt dich zu Boden.
    dem ist leider nichts hinzuzufügen
    Geändert von exotec (01-10-2015 um 11:14 Uhr)

  3. #3
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    Maximilian Kuen nicht Kühn...