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Von Mensch zu Mensch - eine Weltreise

Alles begann mit einem Engagement als Touren-Guide auf Mallorca bei Bicycle Holidays Max Hürzeler. Radfahren und Reisen als Lebensphilosophie. Kaum jemand verkörpert diese Eigenschaften besser als die Crew von BHMH.
Marcel Iseli und sein Team haben mich in dieser anspruchsvollen Zeit unterstützt, gefördert und zu höheren Aufgaben inspiriert. Die zehntausend harten Kilometer auf "Malle" - die optimale Vorbereitung für den Traum von der ganz großen Radreise!

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Worldbiketravel – ein Mann, ein Wort

Erfahrene Reisepartner zu finden ist eine Sache, aber um die halbe Welt mit jemanden zu bereisen, braucht es mehr. Mit Karol Voltemar war es fast ein Spaziergang.
Die Höhen und Tiefen einer solchen Reise gemeinsam zu durchwandern, schweißt wahrlich zusammen und als Team Länder wie den Iran, Turkmenistan, Usbekistan und Indien zu erforschen, war die größte menschliche Herausforderung meines Lebens.
Dank dem innovativen, humorvollen Umgang Karols bin ich noch heute in den Weiten der Mongolei unterwegs und strebe nach wie vor nach dem Neuen und Anderen, ohne auch nur einen Hauch von Selbstzweifel in mir aufkeimen zu lassen.

Stürze, Unfälle, Rückschläge

Reisen sei die beste Schule, heißt es im Volksmund, aber dennoch hat jedes Land seine eigenen Gesetze, und das Lernen und Verarbeiten von harschen Zeiten nimmt oft kein Ende.
Ein Anhängerfahrzeug, das katapultartig Karol unter sich begrub, brachte mich beinahe an den Rand der Verzweiflung und schien alle Hoffnungen und Wünsche mit einem Schlag auszulöschen. Wie durch ein Wunder konnten wir die Reise gemeinsam fortsetzen und selbst unüberwindbare Hürden wie kafkaeske Visa-Bürokratien, ironische Grenzoffiziere und schwere monetäre Engpässe in der Folge mit Leichtigkeit meistern.
Das Unvorhersehbare lauert hinter jeder Ecke, und obwohl Wachsamkeit die oberste Priorität hat, ist letzten Endes das Wohlergehen des Einzelnen vielfach lediglich ein Glücksfall. Tomáš Princzkel beispielsweise, ein Weggefährte unserer Türkei-Reise, ist bis heute in Nepal vermisst.

Von Istanbul nach Tashkent

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Die schier grenzenlose Gastfreundschaft, welche uns in der Türkei zuteil wurde, wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Die atemberaubenden Pässe und traumhaften Landschaften komplettierten das Bild von einem Land, welches so viele glauben zu kennen, aber kaum jemand zur Gänze bereist hat. Das hervorragend ausgebaute Straßennetz und das vielfältige Terrain machten es zu einer meiner Top-Destinationen.

Der Iran in all seinen Facetten schien wie ein Aquarium voll farbenfroher Fische, wobei keiner dem anderen glich und jeder seine eigene Geschichte und seinen eigenen Charakter hatte.
Entgegen vieler Reiseberichte sehe ich diese Station unserer Radreise als ein ständiges Auf und Ab, als Kampf mit Obrigkeiten und Absurditäten, wobei das starke Konkurrenzdenken und gegenseitige Messen in vielerlei Situationen unsere Reise erheblich erschwerte und unser Vorankommen und unsere Nerven auf unnötige Weise strapazierte. Den Menschen, die uns in dieser herausfordernden Zeit unterstützten, kann nicht genug Dank gesagt werden.
Die Teilnahme an der Raad-Charity in Teheran inspirierte uns dazu, eine eigene, Radreisenden gewidmete, Charity zu gründen.

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Der bedrohliche Verkehr, die visatechnisch stark verkürzte Aufenthaltszeit und die schwer in Mitleidenschaft gezogenen Straßen machten das Radfahren in Turkmenistan fast unmöglich. Die Weiterreise mit dem Bus zur usbekischen Grenze erschien als logische Konsequenz.
Ein Frontalzusammenstoß auf einer Kreuzung in Mary und halsbrecherische Fahrmanöver auf der verbleibenden Weiterreise machten aber selbst diese Alternative zu einem gefährlichen Unterfangen.

Die Seidenstraße mit all ihren imposanten Bauwerken in Bukhara und Samarkand im Spätherbst zu bereisen, war wirklich eines der großen Highlights im Jahr 2013; wohlbehalten in Taschkent anzukommen, auf jeden Fall ein weiteres.

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Von Delhi nach Beijing

Der indische Subkontinent, ein Magnet, der mich immer wieder aufs Neue anzieht. Mit Karol diesen Teil der Reise zu bestreiten, war ein kaum zu übertreffendes Abenteuer.
Ob mit dem Fahrrad, per Zug, Bus oder Autorikscha - die Vielfalt an Fortbewegungsmitteln schien kein Ende zu nehmen, und immer wieder öffnete uns jemand seine Türen und zeigte uns eine Welt, die ferner von der unseren kaum hätte sein können.

Myanmar, die Perle Südostasiens. Viele Reisende sprechen dich auf die Tempelanlagen in Bagan, den Inle-See oder abgelegene Bergdörfer wie Hsipaw an. Der wahre Unterhaltungswert liegt aber in all den Dörfern und Hütten entlang der Straßen, die zu diesen Orten führen.
David Tedone aus Texas begleitete mich in dieser Zeit, und sein positiver Geist und seine unbändige Willenskraft führten mich an Orte Myanmars, die ich selbst wohl kaum bereist hätte.

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Grundlagentraining in Thailand – ein Traum. Das zumeist flache, etwas hügelige Terrain in Zentral- und Südthailand, die traumhaften Straßenverhältnisse, die angenehmen Temperaturen in den Wintermonaten machten Thailand einfach zum perfekten Ort, um tagtäglich den „Hunderter“ voll zu machen!

Mit den Cameron und Genting Highlands bot Malaysia das perfekte Terrain zum Bergtraining. Die vielerorts ausgezeichnete indische Küche, die traumhaften Ausblicke über die Skyline in Kuala Lumpur und die Schiffsüberquerung im Sonnenuntergang nach Penang ließen mein Herz in diesem multikulturellen Schmelztiegel erst so richtig höher schlagen.
Im Zuge dieser Südostasienrundreise konnten auch das „Höhentrainingslager“ Laos, Kambodscha und Vietnam bereist werden.

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Die größte Unbekannte ist und bleibt aber China. Das Radreisen bereitete hier jedoch des öfteren Kopfschmerzen. Die Autobahnpolizei ist stets bestrebt, dich in Busse zu verfrachten, und kaum ein Tag vergeht, an dem nicht Asbest, Staub und Abgase inhaliert werden.
Mit der Tiger-Leaping-Gorge setzte die Yunnan-Provinz im Süden Chinas aber tatsächlich ein Highlight im Jahr 2014. Michael Harrell aus Georgia in den Vereinigten Staaten lebt seit zwei Jahren in China und leistete mir in dieser Zeit wertvolle Gesellschaft. Seine gute Kondition und seine hervorragenden Chinesisch-Kenntnisse führten uns sicher und wohlbehalten über diese von Höhenmetern gespickten Straßen.
Bei meiner eigenständigen Weiterreise in China kollidierten das allseits übliche Abbauen von Sprachbarrieren und die inzwischen gänzlich verinnerlichte Zeichensprache aber leider des öfteren mit Verblüffung, Ablehnung und Gleichgültigkeit. „Lao Wei’s“ sind nun einmal so, und oft, wenn man es am Nötigsten hat, verbaut einem diese chinesische Grundeinstellung jegliches gegenseitige Verständnis.

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Gobi, Mongolei und was noch kommt

Die Wüste Gobi zu beradeln, ist tatsächlich der Höhepunkt so mancher Radreise in diesem Teil der Erde. Und so vorbereitet man auch zu sein glaubt: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Plötzlich aufkommende sturmartige Westwinde machten es beinahe unmöglich, das Gefährt gerade auf der Straße zu halten, und so war ich gezwungen, mich mit Sack und Pack im Straßengraben hinter einem Mauerverschlag zu verkriechen. Um nur ein paar Stunden später festzustellen, dass diese eisigen Winde einen Temperatursturz von fast 30 Grad Celsius mitbrachten. Sämtliche Winterklamotten und Thermo-Überzieher mussten sie nun abwehren, und wäre ich nicht mit 12 km/h sieben Stunden lang gegen diese Naturkräfte gefahren, es hätten auch diese nichts geholfen.
Dennoch eröffnete sich mir ein Spektakel an Lichteffekten und Szenerien, das kaum zu übertreffen war. Die Bewohnerin eines Gers (der Wohnsitz der ländlichen mongolischen Bevölkerung) entlang dieser menschfeindlichen Strecke befreite mich letztlich von meinem nun grenzenlosen Appetit. Auf einem einfachen Kohleofen zauberte sie das beste Nudelfleisch, das ich jemals zu mir genommen hatte. Ich war sprachlos!

Von Ulan Bator geht es nun zur russischen Grenze, und die Menschen und Abenteuer, welche in Sibirien auf mich warten, sind die Geschichten von morgen.

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  • 2 Wochen später...

Impressionen aus der Mongolei

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Nach einigen Tagen Erholung in einem Homestay ging es weiter in Richtung Altay-Gebirge.

 

Atemberaubende und kaum bewohnte Landschaften, wohin das Auge blickte. An der mongolisch-russischen

Grenze erwarteten mich wiederum heftige Wetterkapriolen. Am 1. Juni staunte ich nicht schlecht, als mein Zelt

in den Morgenstunden mit Schnee bedeckt war. Trotzdem konnte ich einige harte Einheiten in der landesüblichen Tracht, dem "Deel" (traditioneller Mantel), absolvieren!

 

Ein Landsmann auf dem Motorrad hatte auch seinen Spaß mit den Grenzbeamten. Fast im Gleichschritt bestritten wir diese knackige Etappe !

http://pamir14.blogspot.de

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Russyia - rabotna, devochky, vodka !

 

 

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Von Tashanta aus sollten es nun fast 1000 km entlang des Chumsky Trakts nach Novosibirsk sein. Die angepeilten 150 km/Tag stellten sich sehr schnell als Illusion heraus. Ein alter Bekannter aus der Mongolei ließ auch grüßen: der Nordwest-Wind blies auch hier tagein und tagaus. Hinzu kam nun rauer Asphalt, welcher das Vorankommen auch nicht viel leichter machte. So hieß es wieder einmal Zähne zusammenbeißen und mitten durch. Jeder Tag war eine Plackerei und ich beneidete Motorradfahrer aus aller Herren Länder, die an den unzähligen Kuppen mit Leichtigkeit beschleunigen konnten.

 

Nach gut 100 km zeigte das Altay-Gebirge ein völlig neues Gesicht. Die kargen Steppen verwandelten sich nun in ein idyllisches Bild aus saftig grünen Bäumen und Weiden, gesäumt von Pferden, die ringsherum Straßen querten. Zudem lockte hinter jeder Kurve ein neuer Jausenplatz mit Aussichten über das gesamte Flussbett.

 

Die Überschwemmungen, welche in diesem Zeitraum die Region Gorno-Altaysk heimsuchten, gingen auch an mir nicht spurlos vorbei. Bis zum berühmten Seminsky Pass mussten einige Kilometer im Regen und bitterer Kälte absolviert werden. Aber dank der Witterung war wenigstens mein Rucksack ziemlich geleert, weil Regenbekleidung, Thermoüberzieher und Kopfbedeckung auf ein Neues hervorgekramt werden mussten.

 

Gorno-Altaysk war die erste Großstadt, die ich nach 500 km zu sehen bekam. Die weitestgehend sehr schlicht gehaltenen Dörfer entlang des Chumsky Trakts besitzen aber dennoch einfache Unterkünfte und Supermärkte. So konnten endlich Käse, Wurst, Brot und Joghurt in das tägliche Menü aufgenommen werden.

 

Die Strecke nach Barnaul war wieder sehr stark befahren und in Bysk fasste ich den Entschluss, bis nach Barnaul durchzuziehen. Es war ein langer Ritt und mit über 8000 Kalorien gestärkt, saß ich später bei meinen neuen Freunden in Barnaul! Nach kurzer Regeneration wollte ich noch eines draufsetzen und die Strecke nach Novosibirsk in einem Tag fahren.

 

Dima, den ich auf halber Strecke getroffen hatte, war wie ein Geschenk des Himmels. Gemeinsam konnten wir diesen "toughen" Parkour auf zum Teil sehr schmaler, brüchiger Straße absolvieren. Der unablässige Gegenwind und der aggressive Verkehr stellten meine Nerven für ein weiteres Mal auf eine harte Probe.

 

In Novosibirsk angekommen, hieß es erst einmal Akkus aufladen, Klamotten waschen und "tranquillo" Kaffee trinken!

 

 

The Road to Moscow

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Bearbeitet von jimmyadkins
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  • 3 Monate später...

Slava Ukrajina. Heroim Slava.​

Die Erinnerung an die Toten

 

Aufwendige Installation oder nur herbeigekarrte Mauerreste. Veteranen oder Penner. Keiner weiß es. Der Uringestank ist streng und den hübschen Pärchen, die über den Maidan (Unabhängigkeitsplatz) flanieren, ist das sicher auch nicht so recht.

 

In Zhytomyr hängen 100 Porträt-Bilder an einer Hauswand. Unterschiedliches Alter, unterschiedliche Herkunft, eine Frau ist auch dabei.

Im Weltraum-Museum bekomme ich eine englischsprachige Führung. Wenig überraschend war die erste Weltraumrakete der UdSSR ein Nachkömmling von Lang-Distanzraketen, die der Zerstörung dienten. Das Weltraum-Eroberungsrennen gegen die USA war somit eröffnet.

 

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“Glory Ukraine – Glory the Heroes!”

 

“Don't eat so late”, schimpft Alexandra.

„I am afraid that there will be a war!“ sagt Alexandras Mutter und nimmt sich noch einen Happen vom Geburtstagskuchen.

„Khuilo Putin“ sagt sie noch.

Auf Russia 1 brennt zuerst ein Kreuz. Danach weint ein altes Weiblein. Und zu guter Letzt eine blutüberströmte Ambulanztrage.

Die Nachrichten laufen im Minutentakt so laut, ich kann mich kaum auf den nächsten Satz konzentrieren, „Weltreise ...“

Auf dem Weg nach Kirillovka sagen sie an einem Cafe „Vojna“ zu mir.

„Vojna?“

Der Mann macht mit der Hand eine pistolenartige Bewegung und sogleich winke ich verständnisvoll ab.

Im Ortskern werden am Straßenrand Obst und Gemüse verkauft. Die Strandbesucher machen nun ihre Einkäufe für das Abendessen.

„Devochka, arbus sladky“, was soviel heißt wie „Mädchen, süße Wassermelonen ...“ „Seriozna rabotna“, ernsthafte Arbeit, sagt die Wassermelonen-Verkäuferin von der anderen Straßenseite, während das Mädchen meine Haare knüpft. Sie zieht und zupft, dass mir der Schmerz ins Mark fährt.

 

Inmitten von alle dem Autos, umfunktioniert zu Cabriolets und Fahrrad-Rikschas mit Jukebox und ukrainischer Flagge.

Auf einer Nebenstraße komme ich ins Gespräch. Von wo ich bin, fragen sie. „Österreich“, sage ich. „Kirillovka – why?“ fragt die eine ein bisschen verdutzt und wundert sich, wie es mich um Himmels willen hierher verschlagen hat.

 

Vlad spricht gutes Englisch für seine dreizehn Jahre. „Vom Computerspielen“, sagt er.

Er borgt mir sein Notebook und ich zeige ihm ein paar Fotos von meiner Reise. Mit Leichtigkeit übersetzt er für seinen Freund aus Melitopol, der gern ein iPhone S5 hätte und in Tschechien Medizin studieren will.

 

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Flaggen und Banderas

 

Auf Trukhaniv erkenne ich plötzlich Anton. Er singt traditionelle ukrainische Lieder auf einem Schlauchboot.

Er ist dem Chor erst kürzlich beigetreten und verbringt den Sonnabend in guter Gesellschaft, wie es scheint.

Später erzählt er, gemeinsam mit Freunden hätte er auch ein Musikvideo gedreht.

Der Titel lautet etwa wie „Alles wird gut!!“

3000 Views haben sie bereits.

 

 

Auch Pavel, mein neuer Bekannter von Cherkasy, er ist Animations- und Filmexperte, hat nach „Banderas“ im Westen gesucht.

„Flugzeugabsturz?“, frage ich ihn ungläubig an einem Supermarkt. Pavel erzählte mir davon kurz nach meiner Ankunft in Cherkasy.

 

Auf dem Weg nach Nikopol überholen mich reihenweise die Militärtanker.

Ein Beifahrer beschimpft mich wüst und ein dutzend Tankfahrzeuge rauschen an mir vorbei. Nastija erzählt mir von ihrem Stiefvater, der auch in Donbass kämpft, und vom verseuchten Wasser in der Bucht, das einen Jungen ins Krankenhaus befördert hat. Am nächsten Tag sehe ich beim Spaziergang aus der Ferne das Kernkraftwerk nahe der Stadt Enerhodar. Bedrohlich spiegeln sich die Kühltürme in der Mittagssonne an der Wasseroberfläche. „Das größte in Europa“, ergänzt Nastija.

 

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In Ternopil beobachte ich eine Gruppe beim Verteilen von Äpfeln. „Make a wish“, heißt es sogleich und mir wird auch ein Apfel gereicht.

“I wish ... that everything will be good”.

Bearbeitet von jimmyadkins
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WE ARE STILL HERE.

No Crimea. No Koktebel.

 

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It's been now two years since the sun set over the scintillating Nu Jazz stage to the sounds of Cinematic Orchestra and I was all smiles. This year there is no Jazz in Koktebel. There is no Rave at the sea in Popovka. No Metalheads headbangin in Evpatoria....

 

This year I am in Kirillovka. And the man on the mic is telling everyone to cheer on when their hometown is being announced.

Dnipro - Zaporishje - Kiev - Melitopol - Kharkiv - Donetsk – Lugansk-....

 

Somber moments in a place where every weekend DJ's gather to play the latest tunes to the young and beautiful, that want to have a good time.

 

"What do you think about having a festival when there is at the same time a war raging in the East?"

 

 

I take a look around...

 

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I see tents, lots of tents, 2 stages and many young people. "You can't just cancel every event due to planes crashing and people dying. There is tens of thousands young people in the country that have been waiting for the

summer. You gotta give them some sort of entertainment. Even when it is rough times."

 

"WE STAND AGAINST POLITICS AND BORDERS"

 

The frontman of Antiflag yells into the microphone. It is hard not to see that there is a significant change

going on in Ukraine. Flags are being waved and the national anthem is being sung. And it is not independence day...

 

It is Day 3 of Zachid Rock Fest in Rudaky, Western Ukraine.

 

Angela came also over from Saporishje. She does slackline back home. And I saw her group practicing the other day down by Kortysa island.

 

Shortly after a car almost run me over whilst crossing the road. It turned out to be a massive quarrel, where in the end the guy had to be compensated because part of his window was damaged.

 

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"So you are not dancing ?", I ask a girl standing almost at the very end of the Festival Zone.

"I do, but.." and all of a sudden a bald guy in a yellow T-shirts appears out of nowhere!

 

This is another face of Ukraine. The lost wishes, the hopeless longing for something else, for someone else.

But what to recall from this summer in Ukraine?

 

Even when half of Ukraine is almost standing still - the festivals and their unique spirit are still alive.

Bearbeitet von jimmyadkins
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