Weltcup La Bresse

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Julien Absalon ließ bei seinem Heimrennen - er wohnt 10 km von La Bresse entfernt - nichts anbrennen.

Alex Gehbauer holt sich mit Sieg U23-Führung zurück, Lisi Osl wird Elfte, Elite-Herren enttäuschen, Routiniers triumphieren.

"Old School" ist ein Begriff, der häufig fällt, wenn es um die Beschreibung des 4,8 km langen Weltcup-Kurses im französischen La Bresse geht: langer, steiler Singletrack-Uphill, der an die Substanz geht; gefinkelter, technischer Downhill, der permanente Konzentration erfordert, das Ganze naturbelassen und von nächtlichem Regen in eine recht rutschige, matschige Partie verwandelt, wiewohl sich die Hauptbewerbe am Sonntag zu durchaus sonnigen, sogar heißen Wettkämpfen entwickelten.
Speziell einige Veteranen des MTB-Zirkus schienen mit diesen Bedingungen ihre echte Freude zu haben: Gunn Rita Dahle-Flesjaa (NOR) feierte mit ihrem ersten Weltcup-Sieg seit 2008 den 27. insgesamt, Local Julien Absalon, dessen Bruder den Kurs mitgestaltet hat, holte sich vor tausenden frenetisch jubelnden Zusehern Weltcup-Gold Nr. 25.
Während es aus heimischer Sicht mit dem elften Platz von Lisi Osl durchaus ebenfalls Grund zur Freude gab - stellvertretend die Tirolerin selbst: "Ich hatte aufgrund des Sturzes in Nove Mesto eine schlechte Startposition und musste mich erst nach vorne kämpfen. Das ist mir aber ganz gut gelungen" - fuhren die Herren an ihren Zielsetzungen vorbei. Charly Markt kam zwar noch als Elfter aus der Startrunde und als 16. an den höchsten Punkt der Strecke, musste aber bald einem Sturz und schwindenden Kräften Tribut zollen und landete schließlich als bester Österreicher auf Rang 33. Hannes Metzler erkämpfte den 56. Platz, Uwe Hochenwarter finishte mangels Druck am Berg und Flow im Downhill als 60.

Gehbauer überragend
Wie immer begann Runde vier des UCI Mountainbike Weltcups allerdings mit den Junioren- und U23-Bewerben am Samstag. Und hier konnte rot-weiß-rot über einen echten Start-Ziel-Sieg jubeln. Alex Gehbauer bewies nach seinem Kettenklemmer beim Start samt fulminanter Aufholjagd am vergangenen Wochenende (von 128 auf Platz 3) erneut, dass er der stärkste U23-Athlet des Frühjahrs ist. Von Beginn an setzte sich der Kärntner an die Spitze des Feldes, baute seinen Vorsprung auf letztlich über eineinhalb Minuten aus und holte sich mit dem zweiten Weltcup-Sieg der Saison auch das Führungstrikot von Ondrej Cink wieder zurück.
Der Dominator im Ziel: "Ich bin wirklich überglücklich über diesen Sieg und auch sehr erleichtert! Von außen betrachtet ist es eine klare Sache gewesen, aber ich persönlich war mir vor dem Rennen nicht sicher ob ich meine sehr gute Form vom letzten Wochenende tatsächlich halten konnte. Denn aufgrund von Grippen-Symptomen konnte ich bis 2 Tage vor dem Wettkampf nicht trainieren. Dass es heute so gut und auch leicht läuft, hätte ich ehrlich gesagt nicht geglaubt!"
Gregor Raggl wurde 31., Lisa Mitterbauer 12., Tina Kindlhofer 22. Bei den Junioren wurden die beiden Muskekater Genesis-Racer Max Foidl und Elias Hagspiel 37. und 39., Franziska Hagen erkämpfte Platz 27 beim weiblichen Nachwuchs.

  • Lisi Osl und Karl Markt (re.) vor dichten ...Lisi Osl und Karl Markt (re.) vor dichten ...
    Lisi Osl und Karl Markt (re.) vor dichten ...
    Lisi Osl und Karl Markt (re.) vor dichten ...
  • ... Zuschauer-Reihen. Fotos: EGO Promotion... Zuschauer-Reihen. Fotos: EGO Promotion
    ... Zuschauer-Reihen. Fotos: EGO Promotion
    ... Zuschauer-Reihen. Fotos: EGO Promotion

Federspiel geschlagen
Den dritten und damit auch schon wieder letzten XC-Eliminator der Saison holte sich mit Patrick Lüthi erneut ein Schweizer. Daniel Federspiel verpatzte auf dem diesmal als City-Kriterium mit Rampen, Stiegen und vielen engen Kurven angelegten Asphalt-Kurs durch einen Vorderrad-Rutscher, anschließenden Durchhänger und zu spätem „Wiederaufrappeln“ auf der kurzen Ziel-Geraden um Reifenbreite das Finale und verzichtete daraufhin auf den Kampf um die Ränge 5 – 8. Nachdem Simon Gegenheimer es ihm gleich tat, wurde er letztlich Siebenter, Gregor Raggl kam im Viertelfinale bis Rang 11.