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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : V-Brake, Bremsversagen, Winter 2012/2013



xLink
24-02-2013, 23:57
Hi beisammen,

Ich fahr jetzt seit vielen Jahren den ganzen Winter durch mit dem Rad zum/vom Bahnhof.. und zwar bei mir daheim als auch in Wien. Es sind also zwei verschiedene Räder.
Und ja, klar is im Winter bei Schnee und Matsch die Bremsflanke immer etwas feucht und es bremst net gleich perfekt. Logisch.

Aber...
diesen Winter hab ich auf beiden Rädern den Effekt, dass hin und wieder ein Film auf der Bremsflanke ist, und die Bremse vielleicht noch 10% Leistung bringt. Und nach zwei Umdrehungen des Rades ist es nur um eine kleine, kleine Spur besser.. gefühlt bremsen die Räder so gut wie garnicht. Eine Reinigung der Flanken bringt natürlich Besserung.. aber nach ein paar Tagen is das ganze wieder so.
Komischerweise war das bisher im Winter nieee so extrem. Das fühlt sich an wie Öl.

Habt ihr das auch? Verwenden die das Jahr andere Streumittel oder is sonst was anderes? Oder hab ich einfach nur PEch, dass ich auch zwei Rädern gleichzeitig zum ersten Mal nach Jahren so ein Problem habe?

freu mich über Eure Meinung,
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ps: ja scheibenbremsen.. eh.. aber das sind Stadtradeln die einsam und allein.. Bahnhof.. Nachts.. die fürchten sich wenn sie fesche Scheibenbremsen drauf haben ;)

grey
25-02-2013, 01:46
Mir passiert auf den discs öfters, dass wenn sie aufgeheizt ist sich Schmelzwasser breitmacht welches nach kurzer Zeit einfriert -> 0 Bremskraft bis das Eis weg ist. Am Stadtrad bildet sich auch immer wieder ein rutschiger film, finds aber nicht unbedingt schlimmer als früher.. Die Unmengen an salz-schneematsch nerven aber gewaltig.

krull
25-02-2013, 07:01
Könnte auch nichts derartiges feststellen, wobei mein Radl im Trockenen übernachtet. Hast du die V-Brakes gut eingestellt? Toe in und so. Bremsbeläge für nasse Verhältnisse sollten auch Verbesserung bringen.

Siegfried
25-02-2013, 09:27
Als Streumittel ist, soweit mir bekannt, in Österreich nur Salz in trockener Form oder als Nass-Streumittel versetzt mit Sole (Salzlösung) erlaubt.
Einen Unterschied kann machen, ob es sich um gemahlenes Steinsalz (braun) oder ausgelaugtes "Bergsalz" (weiß) handelt. Ist zwar beides NaCl nach genauer Spezifikation (Trockenanteil, auftaufähige Masse,....) europaweit geregelt, aber Fakt ist, dass das braune Salz etwas schlechter in Lösung geht, sprich länger braucht um zu "greifen" als das Weiße.

In der Praxis macht das aber laut Studien im Realbetrieb keinen Unterschied, weshalb ich nicht davon ausgehe, dass dein Bremsenproblem auf das Streumittel selbst zurückzuführen ist, sondern dass es sich hierbei um ein witterungsbedingtes Phänomen handelt.

Ich gebe zu bedenken, dass das Salz deine Bremsflanken und auch die BRemsbeläge angreifen müsste. Rauere Bremsflanken und an"gefressene" Beläge sollten also aufgrund der Einwirkzeit eher zu einer Erhöhung der Bremsleistung führen, aber auch den Verschleiß voran treiben :D

Aber im Ernst: verwendest du viell. irgendein Reinigungsmittel zum Putzen, das sich schmieren könnte? Ich vermute da irgendwas systematisches, weil wenn du´s auf zwei Rädern zur selben Zeit hast, wird unterschiedliches Material verbaut sein, das unterschiedlich reagieren sollte, also viell. mal das Rundherum auch anschauen ;)

MalcolmX
25-02-2013, 10:05
Als Auftauende Streumittel kommen auch andere Salze zum Einsatz, aber höchstwahrscheinlich nicht in der Stadt. Mehr in Gebirgsregionen bei extrem tiefen Temperaturen.

Vielleicht sind die Bremsbeläge schon relativ kontaminiert mit Straßendreck - die würde ich mal tauschen...

shroeder
25-02-2013, 10:26
und die Bremse vielleicht noch 10% Leistung bringt. Und nach zwei Umdrehungen des Rades ist es nur um eine kleine, kleine Spur besser..


hab ich auch. je kälter und matschiger desto schlechter. wurscht ob alte/neue beläge.

xLink
25-02-2013, 11:09
Danke für die Ideen!

Am Putzmittel kann es nicht liegen. Ich verwende keines :)
Eis is es auch keines.. das is eher so ein schwarzer, schmieriger Film.
Es ist auf beiden Rädern total verschiednes Material verbaut und die Beläge sind auch gut eingestellt, auch mit dem Anstellwinkel zu Felge hin.
Mir fiel auf, dass es vorne stärker ist als hinten. Bei beiden Rädern.

Heute wiederum hatte ich es nur "daheim" und beim Wiener Radel nicht.
Habe bei geschätzten 15km/h die Bremse voll gezogen und bin 2 Autolängen (ca. 10m) gerollt.. Danach stand ich noch immer nicht, der Grund zum Bremsen war aber weg ;)
An der Kreuzung konnte ich später die vordere Bremse ziehen und mein Radl schieben :)
Der Reifen greift am nassen Boden gut.. es ist einfach die Felge die durchrutscht.

Heute brachte ein abwischen des schwarzen films nur bedingt Besserung, da offenbar die Beläge schon eingesaut waren. Nach einer Umdrehung mit gezogener Bremse war der Film wieder da. Ich werde testweise mal die Beläge auf dem Radl daheim tauschen.