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  1. #9631
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    Wer misst, misst....

    So, das vordere Rahmendreieck ist gelötet (An ein zwei Stellen muss ich evtl. noch etwas nachlöten)
    Nun dachte ich, ich könnte mir ja schonmal anschauen wie gerade das Werk ist.
    In der Rahmenbaulehre wirkt das recht gut. Referenz ist dort die rechte Seite des Tretlagergehäuses. Steuerrohr leicht (1-2mm) nach links. Sitzrohr leicht nach rechts (1-2mm).

    Jetzt habe ich das Teil zu Hause mal auf meinen Granittisch gespannt und mit dem Höhenanreisser vermessen. Einmal linke, einmal rechte Seite des Tretlagers als Referenz. Die Ergebnisse siehe Fotos.
    Was sind da jetzt die Learnings?
    - Ohne plangefrästes Tretlagergehäuse messen ist Mumpitz? (Eigentlich wirkte das recht sauber)
    - In der horizontalen Messen ist Käse?
    - Der sich ergebende Tretlagerschiefstand merkt beim Fahren eh keine Sau?
    - Die Granitplatte ist schief?


    Wie richtet ihr eure Rahmen und v.a. mit welchen Hilfsmitteln? Der Pyttel richtet z.B. an einer selbstgebauten Vorrichtung kalt. Ideen für eine einfache Richtvorrichtung? Oder richtet ihr evtl durch gezieltes Erwärmen des Rohrs.

    Wann richtet ihr? Rahmendreieck? Rahmendreieck plus Kettenstreben? Oder im fertigen Zustand?
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    Geändert von bob600 (17-03-2019 um 11:01 Uhr)

  2. #9632
    willst du flicken? Avatar von ziller
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    Überleg mal: dein Tretlagergehäuse hat rund 40mm Durchmesser und du willst mit dem als Referenzkante in nem halben, dreiviertel Meter Entfernung irgendwelche Masse ermitteln?
    No way!
    Das geht beispielsweise, indem du ein Rohr parallel zur Messplatte auflegst und das gegenüberliegende misst, nachdem du sichergestellt hast, dass dessen Mittelachse (an einem Ende) den gleichen Abstand vom Tisch hat wie die von jenem, das aufliegt.

    Winkligkeit vom Tretlager kannste eher knicken dagegen. Da kannste sicher mit Konen ne Achse reinstecken und da den Winkle zum Sitzrohr ermitteln, aber das dürfte vom Ergebnis her immer noch eher im Bereich von Vodoo liegen.
    Geändert von ziller (17-03-2019 um 13:06 Uhr)
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  3. #9633
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    Wie Ziller schon sagte. Gut wäre, wenn Du messen willst, m.E. Sitzrohr und Steuerohr auf Parallelität checken zu können. Und dann später die Ausfallenden dazu. Ist das Steuerohr getapert?

    Ich messe meine Rahmen hinterher garnicht erst, sondern fahre sie einfach, solange sie sich freihändig fahren lassen.
    Das spart mir enorm viel Frust.

    Gruß,
    Eike

  4. #9634
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    Das ist natürlich auch eine Lösung ��. Das mit dem Tretlager auf die Granitplatte aufspannen war auch mehr so ein Versuch. Sieht man in den Weiten des www ja öfters so.

    Wenn man Steuerrohr oben und unten aufliegt (46mm mit Kragen oben und unten) und dazu das Tretlager auflegt (und nicht spannt) ist er an der Sattelrohrmuffe etwa 2mm aussermittig. Denke das ist ganz ok und da ich auch sicher noch einmal mit dem Brenner ran muss wird sich das wohl noch etwas ändern....

    Richtet ihr dann garnicht kalt? Bin nämlich noch am überlegen wie ich das am einfachsten mache. Habe da ja schon den Anspruch, dass das möglichst gerade wird. Die Rahmenlehre ist mir dafür ein bisschen zu wenig steif für...

  5. #9635
    willst du flicken? Avatar von ziller
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    Zitat Zitat von bob600 Beitrag anzeigen
    Das mit dem Tretlager auf die Granitplatte aufspannen war auch mehr so ein Versuch. Sieht man in den Weiten des www ja öfters so.
    Nur weils jeder macht, musses ja nicht richtiger sein dadurch...
    Der Punkt ist, man kannst zum Befestigen schon nehmen, bietet sich ja an.
    Man muss es halt so draufspannen, dass ein Rohr als Bezugs'kante' haargenau parallel zur Platte ist. Prinzipiell gingen auch zwei Rohre. Wennst Sitz- und Oberrohr parallel zur Platte hast, kannste UR und SR schon messen, prinzipiell auch den Hinterbau, dafür würd ich aber anders messen. Banal einfach, macht sich natürlich in ner Hightech-Schmiede nicht so gut wie ne Richtplatte: Ne Kordel von Ausfaller zu Ausfaller übers Steuerrohr. Und natürlich die Parallelität der Ausfaller zueinander messen.
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  6. #9636
    Levers are for flat tires Avatar von GEBLA
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    Moin Moin,

    meiner Meinung nach sind die Planflächen des Tretlagers keine gute Referenz. Und wenn überhaupt, dann erst nachdem der Rahmen gebaut ist und sie rechtwinklig zur Tretlagerachse plangefräst wurden.

    Ich erinnere mich an eine lebhafte Diskussion vor zig Jahren im frameforum, wo genau diese Problematik behandelt wurde. Während des Baus ist es ja praktisch unmöglich, die Planparallelität der Planflächen des Tretlagers und ihre Rechtwinkligkeit zur Achse sicherzustellen bzw. überhaupt schon zu prüfen. Richard Sachs hat diese Problematik damals gelöst, indem er die Tretlagergehäuse schon vor dem Löten plangefräst hat und dann von einer Fläche ausging. Die Frage, ob die Flächen nach dem Löten noch parallel sind, stellte sich für ihn nicht, da er einfach immer nur von einer Seite aus überprüfte. Auch eine Lösung, die Sinnhaftigkeit wurde aber schon damals bemängelt...:-) Die meisten Leute hatten natürlich unschöne Ergebnisse, wenn sie auf Umschlag prüften. Und was macht man dann mit den Ergebnissen? Man weiß ja nicht, ob die Ergebnisse das Resultat mangelnder Parallelität oder eines schiefen Gehäuses sind. Das sollte man erstmal herausfinden, bevor man richtet...

    Ich habe das für mich gelöst, indem meine Aufnahmen der Rahmenlehre keine Rücksicht auf Planflächen an Tretlager und Steuerrohr nehmen, sondern die Achsen als Referenzen. Das fertige vordere Rahmendreieck wird nie gerichtet, sondern wenn überhaupt während des Baus Ober- oder Unterrohr.
    Vorgehen:
    1. Das Sitzrohr an das Tretlager anschweißen oder -löten. Relativ einfach rechtwinklig hinzubekommen.
    2. Das Unterrohr wird an das Steuerrohr geschweißt. Oder natürlich gelötet. Das einzige, was hier zählt, ist der Winkel zum Steuerrohr, da das Steuerrohr in der Lehre frei drehbar ist.
    3. Das Oberrohr wird am Steuerrohr angebracht. Jetzt ist vor allem die Parallelität zum Unterrohr wichtig. Ob es 2mm höher oder tiefer am Sitzrohr anliegt, ist ja eher vernachlässigbar.
    4 Sollen jetzt Ober- und Unterrohr nicht parallel sein, was einfach zu ermitteln ist je nachdem wo sie an der Einheit Tretlager-Sitzrohr anstoßen, kann das Oberrohr nach recht oder links leicht gebogen werden. Wichtig ist, daß das nur eine Biegebelastung ist und sich dadurch die inneren Spannungen sehr in Grenzen halten.
    5. Jetzt werden die Verbindungen Oberrohr-Sitzrohr und Unterrohr-Tretlager erstellt. Da gibt es praktisch gar keine Möglichkeit mehr, daß Sitzrohr und Steuerrohr nicht parallel sind.

    Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Bearbeitung der Verbindungen nacheinander mit Abkühlenlassen sorgt für deutlich geringere innere Spannungen. Wird wie oft üblich alles geheftet, beeinflußt jede Verbindung beim weiteren Bearbeiten alle anderen. Das Resultat sind Verzüge oder innere Spannungen.

    Ich würde vom Richten eines kompletten vorderen Rahmendreiecks absehen. Dabei werden die Rohre nicht nur auf Biegung belastet, sonder auch auf Torsion. Dadurch erzeugt man zwangsläufig deutlich höhere innere Spannungen.

    Resultat des Geschriebenen: Ich würde da jetzt nicht mehr groß dran richten. Der nächste Rahmen kommt bestimmt. :-)

    Viele Grüße,
    Georg

  7. #9637
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    Danke für deine ausführliche Antwort!!! Den Thread dazu im velociped Salon habe ich in der Zwischenzeit auch gefunden.

    Nochmal zum Vorgehen beim Pyttel: Der hat die Anlötteile ja ganz am Schluss angebracht. Gerade beim Anlötteil für den Umwerfer kam da nochmal gut Verzug ins Sitzrohr. Das waren bei mir 4mm am Sitzrohr aussermittig zum Tretlager. Das hat der dann einfach kalt gerichtet am fertigen Rahmen. Da scheint es zumindest unterschiedliche Philosophien zu geben.

    Das hat mir aber auch nicht so recht gefallen. Deswegen habe ich die Anlötteile jetzt auch zuerst angebracht und die Arbeitsweise nicht überall übernommen.

    ich werde bei dem Rahmen jetzt einfach mal ohne Richten weitermachen. So schlecht ist das ja nicht und der ist eh für einen Kumpel der sich als Versuchskaninchen opfert
    Eventuell lass ich ihn auch am Ende gerade ziehen vom Pyttel. Ist ja nicht so weit von mir.

  8. #9638
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    Zitat Zitat von ziller Beitrag anzeigen
    ...Banal einfach, macht sich natürlich in ner Hightech-Schmiede nicht so gut wie ne Richtplatte: Ne Kordel von Ausfaller zu Ausfaller übers Steuerrohr. Und natürlich die Parallelität der Ausfaller zueinander messen.
    So mache ich das während des Bauens innerhalb der Lehre.

    Zu den Anlötteilen:
    Ich habe an meinem letzten Rad gerade den Umwerfersockel noch mal korrigiert, weil ich erst am fertigen (natürlich schon lackierten...) Rahmen festgestellt habe, dass der Umwerferkäfig nicht wirklich schön um das Kettenplatt herum liegt. Ich erinnere mich auch dunkel an ein Bild hier im Forum, wo dieser um ca. 30° verdreht am Sitzrohr saß.
    Will sagen, es hilft, den kompletten Rahmen vor sich zu sehen, um alle Anlötteile richtig zu positionieren. Es gibt aber bestimmt auch Leute, die da besser vorausschauend denken können als ich...

    Das es zur Vermeidung von Spannungen sinnvoller ist, die Anlötteile vorher anzulöten steht natürlich außer Frage!

    Das sich ein Sitzrohr um 4mm verzieht, wenn man den Umwerfersockel anlötet erstaunt mich. Ich würde den aber auch immer nur mit Silber anlöten, nicht mit Messing...

    Gruss,
    Eike
    Geändert von nemil_olde (19-03-2019 um 12:23 Uhr)

  9. #9639
    Levers are for flat tires Avatar von GEBLA
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    Zitat Zitat von bob600 Beitrag anzeigen
    Danke für deine ausführliche Antwort!!! Den Thread dazu im velociped Salon habe ich in der Zwischenzeit auch gefunden.

    Nochmal zum Vorgehen beim Pyttel: Der hat die Anlötteile ja ganz am Schluss angebracht. Gerade beim Anlötteil für den Umwerfer kam da nochmal gut Verzug ins Sitzrohr. Das waren bei mir 4mm am Sitzrohr aussermittig zum Tretlager. Das hat der dann einfach kalt gerichtet am fertigen Rahmen. Da scheint es zumindest unterschiedliche Philosophien zu geben.

    Das hat mir aber auch nicht so recht gefallen. Deswegen habe ich die Anlötteile jetzt auch zuerst angebracht und die Arbeitsweise nicht überall übernommen.

    ich werde bei dem Rahmen jetzt einfach mal ohne Richten weitermachen. So schlecht ist das ja nicht und der ist eh für einen Kumpel der sich als Versuchskaninchen opfert
    Eventuell lass ich ihn auch am Ende gerade ziehen vom Pyttel. Ist ja nicht so weit von mir.
    Im Velociped Salon? Ich hätte geschworen, das wäre noch im frameforum gewesen.Hast Du einen link? Muß ich mir auch noch mal durchlesen, nicht daß ich das was falsch in Erinnerung habe...

    Viele Grüße,
    Georg

  10. #9640
    langsam alt Avatar von hermes
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    Zitat Zitat von nemil_olde Beitrag anzeigen
    Ich erinnere mich auch dunkel an ein Bild hier im Forum, wo dieser um ca. 30° verdreht am Sitzrohr saß.
    ich erinnere mich auch ich weiß sogar, wers war.
    2RC°395

    www.selberbruzzler.at
    www.facebook.com/Selberbruzzler

    i tät gern so gscheit radlfahrn können, wie i deppat reden kann

  11. #9641
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    https://www.velocipedesalon.com/foru...ons-32344.html

    den da meinte ich...
    So richtig hat aber auch keiner vom Hocker gelassen was er nun wie genau akzeptiert...

    Zum Umwerfersockel und Verzug: war in meinem Fall auch mit Silber aber hat nicht richtig an den Edelstahlsockel angebunden, deswegen trotzdem recht viel Wärme im Spiel...

  12. #9642
    Levers are for flat tires Avatar von GEBLA
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    Moin Moin,

    in dem thread war noch ein anderer verlinkt und das war der, den ich tatsächlich meinte: https://www.velocipedesalon.com/foru...tml#post294158

    Teilweise schon hanebüchen, was geschrieben wird. Richtig ist, daß man schon sehr krumm bauen muß, daß das Rad merkbar schlecht fährt. Richtig ist aber auch, daß ein Rad umso besser fährt, je korrekter man baut.

    War schon im Salon, ich hätte geschworen, es wäre noch im frameforum gewesen. Daran merkt man, daß man alt wird. :-)

    Viele Grüße,
    Georg

  13. #9643
    willst du flicken? Avatar von ziller
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    Mal was VÖLLIG anderes, ich will nur nedd irgendwo nen Faden dazu aufmachen.
    Also: entfernte Bekannte sucht jemanden, der ihr nen 25€ iTunes-Gutschein abnehmen kann.
    Hat sie geschenkt bekommen, ihr Sohn hat ihn beim Hofer gekauft und sie ist der festen Überzeugung, da er in Österreich gekauft ist, könne sie ihn in Deutschland (wo sie lebt) nicht einlösen.
    Ich kann mir das aus mehrerlei Gründen gar nicht vorstellen, aber vielleicht hat ja jemand Verwendung dafür, der ihn in Österreich einlösen kann?
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