Moa Geschrieben 5. Februar Geschrieben 5. Februar Hi, ich überleg' mir tatsächlich ein Gravelbike zuzulegen. Mir würde der Ridley Kanzo Fast Rahmen taugen, aber habe gelesen dass dort maximal 42er Reifen Platz finden. Ich bin jetzt maximal auf 33er Reifen unterwegs, zahlt sich's da überhaupt aus auf 42 umzusteigen? Ich mein, für Mtb-Trails hab ich eh ein Mtb, aber das Rad sollte schon auch für rumpeligere Gravel-Strecken taugen. Hat jemand ein Kanzo und könnte kurz berichten ob/wie das etwas außerhalb von Schotterpisten taugt? Vielen Dank! Zitieren
GuajoloteReal Geschrieben 6. Februar Geschrieben 6. Februar Also gleich vorweg ich hab selbst kein Kanzo, aber zwei Nachbarn von mir fahren das Ding seit gut einem Jahr ziemlich konsequent – einer geht es eher sportlich an, der andere mehr „Abkürzungen über alles, was halt da ist“. Und ja, beide sind von 32/33 auf 40 bzw. 42 gegangen und sagen regelmäßig unisono: das fühlt sich nicht nach ein bissl mehr an, sondern ihres Erachtens nach einer anderen Welt. Als Gründe nennen sie vor allem dort, wo Schotter schon Richtung Feldweg kippt das weniger Durchschütteln und dementsprechend mehr Ruhe. Klar, es wird kein Trailmonster. Wurzeln, Stufen, richtig grober Kram bleiben Arbeit. Aber genau dieses Graubereich-Fahren geht plötzlich flüssiger. Einer meinte mal, das Rad verzeiht einfach mehr, ohne träge zu werden. Wenn du eh ein MTB hast, passt das Kanzo gut dazwischen. Zitieren
wolfi Geschrieben 6. Februar Geschrieben 6. Februar Du hast ja schon zwei Jahrzehnte Erfahrung als Crosser, was bringst du denn maximal in deinen aktuellen Crosser rein? Ich bring in meinen 40iger Reifen mit leichtem Profil rein und ehrlich gesagt finde ich das als Gravel zu wenig. Kommt aber immer darauf an, was du fahren willst. Ich persönlich würde mir mind. 45 (eher mehr) wünschen, das spielt sich derzeit aus familiären Gründen aber nicht. Die 40er sind super zum Schoderbläddern auf den Feldwegen im Wiener Becken, bei mir typisch im südl. Wienerwald (Parapluie, Anninger, etc.) sind sie mir manchmal zu wenig. Der Gravel Hohepriester im Forum @6.8_NoGravel meint hingegen, dass Breitreifen im Gravel nur Influenzer Schmafu ist. Zum konkreten Kanzo Fast kann ich dir nix sagen... Zitieren
6.8_NoGravel Geschrieben 6. Februar Geschrieben 6. Februar (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb wolfi: @6.8_NoGravel meint hingegen, dass Breitreifen im Gravel nur Influenzer Schmafu ist. Nachdem ich mich doch schon seit ein paar Tagen damit beschäftige: Es ist nicht nur Influenzer Schmafu, es ist ein von den maßgeblichen Herstellern vorgetriebener Trend der im Jahresschnitt immer neue Reifenbreiten einfordert. Die ersten 32iger Gravel Schwachsinnigkeiten sind schon im entstehen, werden demnächst für Entsetzten sorgen. Gravel deckt von Reiserad (Bikepacking für Nerds) über sportliches mixed surface, bis hin zum UCI Rennrad mit 35iger Reifen alles ab. Schwer hier eine generelle Aussage zu treffen. Man könnte sich als Käufer bezüglich Reifenbreite überlegen: was fahre ich denn zu 95% der Zeit und sollte dann nicht unbedingt für die restlichen 5% einkaufen. Die Nachteile in der Geometrie überwiegen dann oft den Vorteilen einer größeren Reifenbreite. Wenn heute Profis bei einem 10 Stunden Rennen mit MTB-Reifen unterwegs sind und sich die Lackierung vom Rahmen fräsen, dann verstehe ich das. Denn wenn ich mit knapp 50kmh auf groben Schotter im Paket durch den Staub auf nicht mehr ersichtlichen Untergrund fahre, dann würde ich auch die maximale Breite wählen. Auch im Hinblick darauf, dass es nicht mein Rad ist sondern einem Team gehört. Wenn ich 1 x im Jahr eine Gravel RTF fahre, dann würde ich mir deswegen kein de facto MTB mit Drop-Bar zulegen. Abgesehen davon kommt es meiner Ansicht nach mehr auf das Zusammenspiel zwischen Reifen und Felge an. Ein 50iger Reifen auf einer Felge mit 21 innen, traurigerweise machen das viele Hersteller, ist einfach ein Schmarrn. Mir ist bewusst "früher" ist man am MTB auch 17ener gefahren. Früher deswegen, weil das den Felgenbremsen geschuldet war, heute mit der Disc gibt es wesentlich bessere Möglichkeiten. 38 - 45 sind je nach Gelände für mich aktuell der sweet Spot. Innenweite bis 38iger Reifen 25mm. Ab den 40igern eine 30iger Innenweite. Auch da werden wieder viele Sagen, aber MTB und früher..... Ich sage da - früher war auch nicht alles nur besser. Bearbeitet 6. Februar von 6.8_NoGravel 1 Zitieren
6.8_NoGravel Geschrieben 6. Februar Geschrieben 6. Februar (bearbeitet) Am 5.2.2026 um 09:27 schrieb Moa: Ich bin jetzt maximal auf 33er Reifen unterwegs, zahlt sich's da überhaupt aus auf 42 umzusteigen? Ja das zahlt sich aus. Auch wenn mich ein Spezi mit seinen 35iger auf echtem Herrengravel bergab gerne mal herbrennt und ich mit 40igern froh bin seiner Line folgen zu können.. Der Unterschied ist, dass er als MTBker richtig Rad fahren kann und ich jahrzehnte lang fast nur auf der Straße Striche zählend unterwegs war. Nachteil ist, dass er mit den 35iger deutlich mehr Pannen hat als ich. Ein Fakt der mich über die Jahre von 33ig über 35ig zu 40ig geführt hat. Was er mit 40igern am Gravel machen könnte, das will ich gar nicht wissen. Ein MTB Ersatz ist es nicht, die Masse der z.B. SKT ist je nach Können und Risikofreude mit 35/40 flott fahrbar. Und wenn mal ein paar Meter nicht zu fahren sind, selbst MvP springt manchmal vom Rad und ist zu Fuß unterwegs😉 Bearbeitet 6. Februar von 6.8_NoGravel 6 2 Zitieren
Moa Geschrieben 9. Februar Autor Geschrieben 9. Februar Ha, vielen Dank für eure Expertise! Also in meinen Crosser bekomm ich genau 33er rein, keinen Milimeter mehr. Und das ist für so Gravel-Zeug (und meine Handgelenke) schon zu wenig. Super ist's jedenfalls zu hören dass ein deutlicher Unterschied zu merken ist. Ich glaub, genau danach suche ich, ohne gleich ein Mtb mit Rennlenker fahren zu müssen. Würde ich auch nur in der Dunkelheit, weil ich finde das ein bissl schirch. Das Ridley würde ich aber nur im Gelände fahren, Strassenrad habe ich ja. Als LRS hätte ich noch einen C50 mit 21er Innenweite. Da sind 40er schon sehr an der Obergrenze, geschweige denn 42er. Vielleicht verkaufe ich den, hole mir etwas breiteres beim CarlZ, und könnte dann auch eine SRAM XPLR montieren. UDH Montage macht schon einen merkbaren Unterschied, und ich denke nicht dass da Shimano so schnell nachziehen wird. Und noch eine Frage eines Unwissenden. Gravel mit RR-Pedalen, oder? Zitieren
whoknowsme Geschrieben 9. Februar Geschrieben 9. Februar vor einer Stunde schrieb Moa: Und noch eine Frage eines Unwissenden. Gravel mit RR-Pedalen, oder? Kommt ganz drauf an, wie oft Du im Gelände zu Fuß unterwegs sein wirst. Ich komme mehr vom MTB, also habe ich SPD drauf, kenne aber auch welche, die RR drauf haben. Liegt also nur an Dir - Nyx ist vorgeschrieben 😉 1 1 Zitieren
6.8_NoGravel Geschrieben 9. Februar Geschrieben 9. Februar (bearbeitet) vor 1 Stunde schrieb Moa: oder? und! *) *) idealerweise nicht zeitgleich sondern den Umfeldbedingungen angepasst. btw: Den oft gehörten "nur im Gelände" Anspruch finde ich in Österreich schwierig, es sei denn man empfindet Rad- oder Güterwege bereits als Gelände. Mixed Surface gefällt mir persönlich viel besser, als der den strukturschwachen US-Amerikanischen Straßen geschuldete Überbegriff Gravel. Zumindest in meiner Gegend finde ich bei einer 100km+ Runde mit Masse nur einen 50/50, bestenfalls 70/30 Surface Mix wenn ich nicht auf Schotter im Kreis fahren möchte. Bearbeitet 9. Februar von 6.8_NoGravel 1 Zitieren
Moa Geschrieben 9. Februar Autor Geschrieben 9. Februar vor einer Stunde schrieb 6.8_NoGravel: und! *) *) idealerweise nicht zeitgleich sondern den Umfeldbedingungen angepasst. btw: Den oft gehörten "nur im Gelände" Anspruch finde ich in Österreich schwierig, es sei denn man empfindet Rad- oder Güterwege bereits als Gelände. Mixed Surface gefällt mir persönlich viel besser, als der den strukturschwachen US-Amerikanischen Straßen geschuldete Überbegriff Gravel. Zumindest in meiner Gegend finde ich bei einer 100km+ Runde mit Masse nur einen 50/50, bestenfalls 70/30 Surface Mix wenn ich nicht auf Schotter im Kreis fahren möchte. Das stimmt natürlich. Gut, dann gibt's eine Entscheidung. Bezüglich Gruppe: spricht etwas gegen eine 12fach Shimano Road Gruppe? 50/34 vorne, hinten maximal 34. Damit sollte sich's ausgehen, weil eben für arg steiles Gelände gibt's eh das MTB. Oder lieber grx 2-fach? Zitieren
6.8_NoGravel Geschrieben 9. Februar Geschrieben 9. Februar vor 25 Minuten schrieb Moa: Das stimmt natürlich. Gut, dann gibt's eine Entscheidung. Bezüglich Gruppe: spricht etwas gegen eine 12fach Shimano Road Gruppe? 50/34 vorne, hinten maximal 34. Damit sollte sich's ausgehen, weil eben für arg steiles Gelände gibt's eh das MTB. Oder lieber grx 2-fach? Ein Mix aus Road Komponenten mit einem GRX Schaltwerk. Der Clutch wirkt schon ganz gut und du schonst die Kettenstrebe. 34/34 oder 34/36 weniger wirst kaum brauchen. 2 Zitieren
Empfohlene Beiträge
Dein Kommentar
Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.