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Canyon Lux CF SLX und CF SL

Canyon Lux CF SLX und CF SL

26.06.18 10:00 11.875Text: PM, NoManFotos: CanyonWachablösung. Das erfolgreiche Racefully der Koblenzer geht ab sofort runderneuert auf die Piste. Es wird leichter, effizienter, noch belastbarer uvm.26.06.18 10:00 11.902

Canyon Lux CF SLX und CF SL

26.06.18 10:00 11.9021 Kommentare PM, NoMan CanyonWachablösung. Das erfolgreiche Racefully der Koblenzer geht ab sofort runderneuert auf die Piste. Es wird leichter, effizienter, noch belastbarer uvm.26.06.18 10:00 11.902

Den dreifachen Marathon-Weltmeister Alban Lakata trug es 2012 zum Sieg beim legendären Leadville 100, Kristian Hynek und Robert Mennen dominierten damit das Absa Cape Epic 2014, und Pauline Ferrand-Prévot sicherte sich regelmäßig Podestplatzierungen bei XCO World Cup Rennen ... Das Lux CF zählt also zweifelsfrei zu den weltweit erfolgreichsten Racefullys - nicht nur im Profieinsatz, trug es doch dereinst auch BB-Anwalt Klaus Hanten erfolgreich durch Südafrika.
Mit dem Modelljahr 2019 ist es nun Zeit für eine Wachablösung. Die Neuerungen in aller Kürze: ein laut Hersteller "super effizientes" Fahrwerkssetup mit liegendem Dämpfer, Platz für zwei große Trinkflaschen in allen Rahmengrößen, 100- und 110-Millimeter-Versionen, elegante Innenzugverlegung, Top-Level-Spec mit einem Rahmengewicht unter 2.000 Gramm (inkl. Dämpfer).

Vier grundlegende Entwicklungsziele galt es für das neue Lux CF zu erreichen: Es sollte eines der leichtesten Setups der Welt werden, sich dabei – um „Wechselbeschwerden“ zu vermeiden – geometrisch am Race-Hardtail Exceed orientieren, maximal effizienten Vortrieb offerieren, und somit unterm Strich eines der leistungsfähigsten modernen Racefullys werden – geeignet sowohl für die endlos langen Rumpelpisten bei Stage Races, als auch den brutalsten Rock Garden eines Weltcup-Kurses.
Wenig überraschend, behaupten die Koblenzer anlässlich des Verkaufsstarts des neuen Lux: Mission erfüllt! Doch was genau bietet der Nachfolger des preisgekrönten Rennpferdes?

Fahrwerk

Der größte und auf den ersten Blick erkennbare Unterschied zwischen dem neuen Lux und seinem Vorgänger ist das Fahrwerks-Setup mit nunmehr liegendem Dämpfer. Effektiv ein Viergelenker, holt diese Umsetzung laut Canyon das Maximum aus den 100 Millimetern Federweg heraus - nicht nur in Sachen Fahrkomfort, denn:
  • Die überarbeitete Kinematik bedeutet eine geringere Belastung für Lager und Gelenke, Gleichzeitig lässt sich das längere, metrische Federbein (210 x 55) mit weniger Druck fahren. Die daraus resultierende, niedrige Übersetzung, für XC-Bikes eher untypisch, dient ebenfalls der Haltbarkeit.
  • Die neue Anbindung kommt mit weniger Material aus, da die Belastung des Systems geringer ausfällt. Somit schlägt das neue Fahrwerkskonzept das vorherige Design auch gewichtsmäßig - konkret um 38 % (alte Anbindung 383 g, neue 239 g)
  • In Sachen Ansprechverhalten bringt die niedrige Hebelkurve eine bessere, sensiblere Ausnutzung des Federwegs. Außerdem reduziert eine horizontale Dämpfer-Anlenkung durch die optimierte Richtung der Krafteinleitung die Reibungsverluste.
Angenehmer Nebeneffekt dieser Bauweise: In sämtlichen Rahmengrößen haben - dank extra entwickelter Sideloader-Halterungen - zwei 800 ml-Flaschen Platz.
  • Die Hinterbau-Anbindung besteht aus einer kompakten, unterhalb des Dämpferarms versteckten Wippe und einem konzentrischen Gelenk mit zuverlässigen, leichten Gleitlagern. That's it.Die Hinterbau-Anbindung besteht aus einer kompakten, unterhalb des Dämpferarms versteckten Wippe und einem konzentrischen Gelenk mit zuverlässigen, leichten Gleitlagern. That's it.Die Hinterbau-Anbindung besteht aus einer kompakten, unterhalb des Dämpferarms versteckten Wippe und einem konzentrischen Gelenk mit zuverlässigen, leichten Gleitlagern. That's it.
    Die Hinterbau-Anbindung besteht aus einer kompakten, unterhalb des Dämpferarms versteckten Wippe und einem konzentrischen Gelenk mit zuverlässigen, leichten Gleitlagern. That's it.
    Die Hinterbau-Anbindung besteht aus einer kompakten, unterhalb des Dämpferarms versteckten Wippe und einem konzentrischen Gelenk mit zuverlässigen, leichten Gleitlagern. That's it.
  • Verwindungssteif und platzsparend: Die beiden Aluminiumseiten der Wippe sind durch eine Stahlbrücke verbunden. Die Lager sind vom Rahmen in die Wippe gewandert, um ersteren im Servicefall nicht zu beschädigen.Verwindungssteif und platzsparend: Die beiden Aluminiumseiten der Wippe sind durch eine Stahlbrücke verbunden. Die Lager sind vom Rahmen in die Wippe gewandert, um ersteren im Servicefall nicht zu beschädigen.Verwindungssteif und platzsparend: Die beiden Aluminiumseiten der Wippe sind durch eine Stahlbrücke verbunden. Die Lager sind vom Rahmen in die Wippe gewandert, um ersteren im Servicefall nicht zu beschädigen.
    Verwindungssteif und platzsparend: Die beiden Aluminiumseiten der Wippe sind durch eine Stahlbrücke verbunden. Die Lager sind vom Rahmen in die Wippe gewandert, um ersteren im Servicefall nicht zu beschädigen.
    Verwindungssteif und platzsparend: Die beiden Aluminiumseiten der Wippe sind durch eine Stahlbrücke verbunden. Die Lager sind vom Rahmen in die Wippe gewandert, um ersteren im Servicefall nicht zu beschädigen.
  • Die Sideloader-Halterungen bieten Platz für zwei große Trinkflaschen.Die Sideloader-Halterungen bieten Platz für zwei große Trinkflaschen.Die Sideloader-Halterungen bieten Platz für zwei große Trinkflaschen.
    Die Sideloader-Halterungen bieten Platz für zwei große Trinkflaschen.
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  • Drei Federungsphasen kitzeln das Optimum aus dem Fahrwerk.Drei Federungsphasen kitzeln das Optimum aus dem Fahrwerk.Drei Federungsphasen kitzeln das Optimum aus dem Fahrwerk.
    Drei Federungsphasen kitzeln das Optimum aus dem Fahrwerk.
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  • Hinten: Flex Pivot ...Hinten: Flex Pivot ...Hinten: Flex Pivot ...
    Hinten: Flex Pivot ...
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  • und Flat Mount Standard.und Flat Mount Standard.und Flat Mount Standard.
    und Flat Mount Standard.
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Um aus dem neuen Fahrwerk noch mehr herauszuholen, wurde das von den Longtravel-Modellen bereits bekannte „Triple Phase Suspension“-Konzept auf die 100 mm des Lux angepasst. Ergebnis laut Canyon: besseres Ansprechverhalten zu Beginn („sensitiv“), mehr Reserven am Ende („progressive“), dazwischen eine stabile Plattform („stable“), wie gemacht für effizientes Vorankommen in technischen Sektionen.
Vom Vorgänger übernommen wurde der Verzicht aufs hintere Gelenk. Ein paar Optimierungsmöglichkeiten an dieser „Flex Pivot“-Konstruktion haben die Entwickler trotzdem gefunden: Dank Flat Mount Standard konnten nicht nur 23 g Geiwcht eingespart werden. Die nunmehr von der Haltearbeit befreiten Sitzstreben können sich aufs Federn konzentrieren und tun dies auf so ausgefuchste Weise, dass am Ende des Tages eine geringere Faserbelastung und besseres Ansprechverhalten zu Buche stehen.

Was den Antrieb betrifft, haben sich in der Cross Country Welt mittlerweile Einfach-Lösungen durchgesetzt. Dementsprechend findet am neuen Lux kein Umwerfer mehr Platz. Im Gegenzug bieten die Ingenieure ein breiteres Tretlager mit direkter Anbindung der antriebsseitigen Kettenstrebe fürs womöglich entscheidende Quäntchen Leistungsplus.
Kann man darüber hinaus den Anti-Squat auf eine Kettenblattgröße definieren, fällt das Ergebnis deutlich effizienter aus als bei Zwei- oder gar Dreifach-Lösungen. Im Falle des Lux wurde der Sweetspot für 36 Zähne definiert. Aber auch mit 34-er bzw. 38-er Blatt soll die Kletterfähigkeit und Stabilität im Wiegetritt noch beeindruckend ausfallen.

Geometrie

Bezüglich Rahmengeometrie gleichen Lux neu und Exceed einander fast völlig – im Sag. Tatsächlich weist das 100-mm-Fully einen um 0,5° steileren Lenkwinkel als das Hardtail auf, um dessen Winkelveränderung beim Eintauchen quasi vorwegzunehmen. Sprich: Im Fahrbetrieb fühlen sich die beiden Räder möglichst ähnlich an, was den Canyon-Profis das Umsteigen vom einen aufs andere Modell erleichtern soll.
In Größe M kommt das neue Lux mit einem 20 mm längeren Reach als sein Vorgänger, gleichzeitig sind die Kettenstreben um 15 mm kürzer geworden (nunmehr 435). Der Vorbau misst bei allen Rahmengrößen lediglich 80 mm und trifft auf einen verringerten Stack.

Diese Daten machen deutlich: Auch das Lux ist ab sofort ein Vertreter moderner, progressiver XC-Race-Geometrien, bei denen mehr Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten auf viel Agilität und direktes Handling trifft.
Uneingeschränkt gilt dieser Umstand für die SLX-Versionen mit 100 mm Federweg. Die für mehr Trailspaß bzw. den speziellen Langstrecken-Trimm gedachten SL-Modelle weisen mit 10 mm mehr Travel und 0,5° flacherem Lenkwinkel ein weniger aggressives Setup auf.

Konstruktion

Das selbstgesteckte Gewichtsziel fürs Topmodell lautete: unter 2.000 Gramm für Rahmen plus Dämpfer. Demzufolge ließe die Entwickler kein Metallteil, keine Materialschicht und keine Verarbeitungstechnologie unhinterfragt. Von der Fahrwerkskonstruktion bis zu den Kabelführungen führten schlaue Lösungen und ausgereizter Materialeinsatz zu gravierenden Gewichtseinsparungen. Alleine an Metallteilen weist das neue Lux um 257 Gramm weniger auf. Der direkt aufs Carbon geklebte Kettenstreben-Protektor wiegt zarte 8,2 Gramm, und bei lediglich 4,6 Gramm extra ist sogar Potenzial für eine minimalistische Kettenführung. Der SLX-Rahmen kommt in Größe M auf 1.662 Gramm, das SL-Pendant auf 1.852 Gramm.

  • Weniger geht nicht. Der kleine, mit der Schraube des Hauptdrehpunktes verbundene Haken ist ein Chain Guide. Einfaches Drehen passt seine Position an die gewählte Kettenblattgröße an. Gewicht: 4,6 Gramm.Weniger geht nicht. Der kleine, mit der Schraube des Hauptdrehpunktes verbundene Haken ist ein Chain Guide. Einfaches Drehen passt seine Position an die gewählte Kettenblattgröße an. Gewicht: 4,6 Gramm.
    Weniger geht nicht. Der kleine, mit der Schraube des Hauptdrehpunktes verbundene Haken ist ein Chain Guide. Einfaches Drehen passt seine Position an die gewählte Kettenblattgröße an. Gewicht: 4,6 Gramm.
    Weniger geht nicht. Der kleine, mit der Schraube des Hauptdrehpunktes verbundene Haken ist ein Chain Guide. Einfaches Drehen passt seine Position an die gewählte Kettenblattgröße an. Gewicht: 4,6 Gramm.
  • Fixpunkt an jedem „einschlagsgefährdeten“ Canyon: die direkt hinterm Steuersatz platzierte IPU – Impact Protection Unit mit den beiden Hohlschrauben als austauschbare Sollbruchstelle.Fixpunkt an jedem „einschlagsgefährdeten“ Canyon: die direkt hinterm Steuersatz platzierte IPU – Impact Protection Unit mit den beiden Hohlschrauben als austauschbare Sollbruchstelle.
    Fixpunkt an jedem „einschlagsgefährdeten“ Canyon: die direkt hinterm Steuersatz platzierte IPU – Impact Protection Unit mit den beiden Hohlschrauben als austauschbare Sollbruchstelle.
    Fixpunkt an jedem „einschlagsgefährdeten“ Canyon: die direkt hinterm Steuersatz platzierte IPU – Impact Protection Unit mit den beiden Hohlschrauben als austauschbare Sollbruchstelle.
  • Auf die werkzeuglos bedienbare „Quixle“ sind die Koblenzer stolz. Ihr jederzeit erreichbarer Hebel verschwindet nahtlos im Inneren der Achse und ist somit sowohl aus der Schusslinie, als auch optisch ansprechend versteckt.Auf die werkzeuglos bedienbare „Quixle“ sind die Koblenzer stolz. Ihr jederzeit erreichbarer Hebel verschwindet nahtlos im Inneren der Achse und ist somit sowohl aus der Schusslinie, als auch optisch ansprechend versteckt.
    Auf die werkzeuglos bedienbare „Quixle“ sind die Koblenzer stolz. Ihr jederzeit erreichbarer Hebel verschwindet nahtlos im Inneren der Achse und ist somit sowohl aus der Schusslinie, als auch optisch ansprechend versteckt.
    Auf die werkzeuglos bedienbare „Quixle“ sind die Koblenzer stolz. Ihr jederzeit erreichbarer Hebel verschwindet nahtlos im Inneren der Achse und ist somit sowohl aus der Schusslinie, als auch optisch ansprechend versteckt.

Das Layup besteht aus unidirektionalen Carbonfasern (weniger anfällig für Faltenbildung als gewobene), die je nach nötiger Kraftaufnahme und Steifigkeit übereinandergelegt werden und somit über den ganzen Rahmen hinweg spezifische Anforderungen erfüllen.
Sämtliche Kabel und Liner sind selbstredend innen geführt, laut Canyon besonders wartungsfreundlich dank durchgehender Führungen, die - ergänzt durch extra dämpfende Schaumstofflagen - auch eventuelle Klappergeräusche unterbinden sollen.
Gepaart mit den geraden Linien und dem schnörkellosen Design des Lux ergibt das einen extrem cleanen, luftig-leichten Auftritt.

Zu haben ist das neue Lux CF ab 26. Juni online bei Canyon in vier CF SL-Varianten mit 110 Millimeter Front-Federweg sowie zwei CF SLX- Versionen mit 100 Millimetern (2.599 bis 5.999 Euro). Ergänzt wird das Racefully-Portfolio durch ein Frameset des CF SLX (2.499 Euro inkl. Dämpfer).


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