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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Kein anderes Fahrrad repräsentiert die Marke Canyon und deren innovative Ansätze derart wie das Ultimate. Seit mittlerweile 18 Jahren steht es an der Spitze des Koblenzer Rennradportfolios und gehört zweifelsohne zu den besten Carbon-Rennern der Welt - die zahlreichen Testsiege und internationalen Pro-Tour-Erfolge sprechen für sich.Nun stellte Canyon die 5. Generation seiner Ultimate-Familie vor, mit drei Plattformen (CF SL, CF SLX & CFR) und insgesamt 11 Modellen, welche sich besonders mit ihrer perfekten Balance aus Komfort, Aerodynamik, modernster Integration, geringem Gewicht und klassischer Linienführung von den Vorgängern abheben sollen. Die felgengebremsten CF SLX Gen 2, Gen 3 und Gen 4, sowie die Disc-Varianten CF SLX Disc Gen 4 und CFR Disc Gen 4 hatten wir ja bereits in diversen Reviews auf Bikeboard. Dieser Tradition folgend erhielten wir noch rechtzeitig vor der Produkteinführung ein mattschwarzes (Yesss!) Ultimate CF SLX Di2 Testrad der 5. Generation für einen weiteren Langzeittest.
Drei Grand-Tour-Siege, zwei Weltmeisterschaftstitel und unzählige Etappen- und Gesamtsiege bei den bedeutendsten Rennen der Welt: Im Profisport überzeugt das Ultimate seit seiner Premiere im Jahr 2007.
Der erste Pro-Tour-Sieg: Baden Cooke vom Team Unibet siegt bei der Tour Down Under 2007.
Die erste Weltmeisterschaft: Cadel Evans holt 2009 in Mendrisio den WM-Titel.Das erste Monument: Philippe Gilbert siegt bei der Lombardei-Rundfahrt 2009.
Sprint-Erfolg: Andre Greipel siegt im Massensprint gegen Mark Cavendish bei der Tour de France 2011.
Die erste Grand Tour: Nairo Quintana holt gleich 2 Rundfahrt-Siege auf dem Ultimate: den Giro d’Italia 2014 und die Vuelta a España 2017.Das zweite Monument: Alex Kristoff sprintet 2014 bei Mailand-San Remo zum Sieg.
Die zweite Weltmeisterschaft: Alejandro Valverde kürt sich im Straßenrennen 2018 zum ältesten Weltmeister der Geschichte.
Die nächste Grand Tour: Richard Carapaz vom Team Movistar gewinnt den Giro d’Italia 2019.Spektakuläres Finale: Kasia Niewiadoma siegt 2019 beim Amstel Gold Race knapp vor Annemiek van Vleuten.
Der neueste Wurf der Koblenzer, das Ultimate Gen 5, ist bereits seit Beginn der diesjährigen Saison bei den Profi-Teams im Einsatz. Mit den beiden Etappensiegen bei der Vuelta a España durch Alpecin-Deceuninck-Profi Jay Vine schrieb das Bike seine beeindruckende Erfolgsgeschichte im Pro Peloton noch vor dem offiziellen Markteintritt weiter.
Canyon Ultimate Gen 5: zeitlose Balance aus Gewicht, Steifigkeit, Aerodynamik, Komfort und Robustheit.
Zugegeben, schon die Renner der vierten Ultimate-Generation waren nicht von schlechten Eltern. Bereits sie begeisterten mit ihrer cleanen Optik, einer durchwegs vernünftigen Ausstattung sowie der hohen Alltagstauglichkeit und besaßen obendrein einen gelungenen Mix aus Leichtbau, Komfort, Steifigkeit und Handling. Aber klar, jetzt im Nachhinein betrachtet wären natürlich eine vollständige Integration aller Kabel, etwas mehr Reifenfreiheit, eine bessere Aerodynamik und noch mehr Komfort fein gewesen...Voilà: Nach nahezu drei Jahren Entwicklungsarbeit präsentiert Canyon nun die 5. Ultimate-Generation mit all diesen Verbesserungen und noch einigen mehr. Unabhängig davon legten die Entwickler auch großes Augenmerk auf das Design. Und so erstrahlen alle 11 neuen Modelle mit einer noch klareren, markanteren DNA."Die Reduktion auf das Wesentliche und die logische, konsequente Anwendung von Gestaltungsprinzipien schaffen ein ehrliches, einfaches und stimmiges Design, das gleichzeitig frisch und vertraut wirkt“, sagt Lars Wagner, Canyon Senior Industrial Designer. "Es sieht scharf wie eine Rasierklinge aus. Und es ist Stealth", meint NoPain. Aber zurück zum Wesentlichen - der Performance.
Technik-Exkurs: "Komfort im Zusammenhang mit Rädern bezeichnet ganz allgemein die Abwesenheit starker Beschleunigungen, insbesondere derer, die vornehmlich in vertikale Richtung wirken, zum Beispiel beim Überfahren von Fahrbahn-Unebenheiten."Um dieses Entwicklungsziel zu erreichen, wurde einerseits am den Carbonfaser-Layup, den Rohrdimensionen und den eigens entwickelten Komponenten wie Gabel, Sattelstütze, Sitzstreben und Sitzknoten gefeilt, andererseits die Reifenfreiheit an Rahmen und Gabel erhöht.
"Der Luftwiderstand ist schon ab 14 km/h vor Gewicht und Rollwiderstand die größte Gegenkraft, die es zu überwinden gilt. Bei höheren Geschwindigkeiten steigt die dazu erforderliche Kraft exponentiell an."Gemeinsam mit den Aero-Experten von Swiss Side wurden zunächst in Simulationen die optimalen Parameter für das neue Ultimate ermittelt, um sie anschließend im GST Windkanal in Immenstadt zu bestätigen. Das Ergebnis: Weniger Luftwiderstand und eine gemessene Einsparung von 10 Watt am Rahmenset gegenüber dem Vorgänger, bei 45km/h mit den gleichen Laufrädern und Komponenten.
Das vom Aeroad bekannte CP0018 Aerocockpit mit voll integrierten Kabeln und Leitungen kommt serienmäßig bei allen Ultimate CFR und CF SLX Modellen sowie bei der CF SL Aero-Variante zum Einsatz. Dabei schafften es die Entwickler, die unsichtbare Kabelführung mit einem benutzerfreundlichen Setup zu vereinen.Im Endeffekt besteht das dreiteilige Cockpit aus dem T-Bar und zwei Seitenteilen, welche samt Schalt-/Bremshebeln am Oberlenker vom 230 mm breiten Mittelteil abmontiert werden können. So verschwindet der Lenker mühelos im Bike Guard oder im Radkoffer. Neben der verbesserten Transportfähigkeit ist das Cockpit in der Höhe und Breite verstellbar, ohne dass der Gabelschaft gekürzt werden muss.
"Geringes Gewicht ist eine Eigenschaft, die alle FahrerInnen wertschätzen. Schon beim ersten Anheben begeistert ein leichtgewichtiges Rennrad. Die Steifigkeit hingegen macht sich beim ersten Antritt, bei der ersten Beschleunigung am Berg oder im Wiegetritt bemerkbar."Ohne Kompromisse bei der Haltbarkeit setzt das Ultimate auch neue Maßstäbe in puncto Gewicht. Die Optimierungen an Rahmen, Gabel, Cockpit, Sattelstütze und am Klemmmechanismus können sich sehen lassen: 6,3 kg beim Ultimate CFR Di2 bzw. 6,8 kg beim Ultimate CF SLX Dura Ace Di2 in Größe Medium - und das, obwohl die Konstruktion in den Schlüsselbereichen verstärkt wurde.Trotzdem blieb - dank des neuen Designs und des überarbeiteten Layups - die hohe Steifigkeit erhalten und konnte im Lenkkopfbereich gegenüber dem Vorgänger sogar um 15% erhöht werden.
Kaum auf den ersten Blick zu erkennen, ist die harmonischere, jedoch sportlichere Passform, die das Ultimate vom hauseigenen Aeroad übernommen hat, um noch mehr Sicherheit zu vermitteln, ohne sich träge anzufühlen.Darüber hinaus verfügt das aktuelle Ultimate als erstes Canyon-Rennrad über "mitwachsende" Kettenstreben. Bei den Rahmengrößen L, XL und 2XL wird die Kettenstrebe proportional länger, damit auch Fahrer größerer Rahmen bei flotter Gangart in den Genuss einer höheren Laufrufe kommen.
Der Unterschied zwischen den Plattformen liegt vor allem im Carbon-Layup der Framesets, aber selbstverständlich auch bei der Auswahl der Komponenten. So zeichnen sich die günstigen Ultimate CF SL Modelle durch einen optimalen Materialmix und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus und setzen dank des Einsatzes entsprechender Fasertypen den hausinternen Benchmark in Sachen Robustheit.Keinesfalls alltäglich ist das enorme Größenspektrum mit 8 Rahmengrößen (3XS-2XL) für die SL- und SLX-Modelle. Angesichts der neu hinzugefügten 3XS-Rahmengröße können nun auch kleinere FahrerInnen von einer guten Fahrdynamik profitieren. SL Rahmen in den Größen 3XS und 2XS kommen zudem mit 650B-Laufrädern.
Das Ultimate CF SL läuft in Varianten mit sowohl integrierter als auch externer Leitungsführung von Band und ist (mit Ausnahme des Ultimate CF SL 7) mit einem integrierten Leistungsmesser ausgestattet. Abgesehen vom Ultimate CF SL 8 schalten alle Familienmitglieder elektronisch und besitzen 28 mm breite Reifen vorne und hinten für maximalen Komfort.Eine Ausnahme bildet das gruppenteuerste CF SL 8 AERO, das auf ein gemischtes Reifen-Setup mit einem schmäleren 25 mm-Reifen vorne für eine bessere Aero-Performance setzt und außerdem über das vom Aeroad bekannte CP0018 Aerocockpit mit voll integrierten Kabeln und Leitungen verfügt.
Beim CF SLX Carbon-Layup sorgen stark optimierte Wandstärkenverläufe sowie die durchdachte Auswahl der Fasern für eine optimale Balance aus Leichtbau und Festigkeit - ebenfalls in 8 Rahmengrößen, jedoch wurde nur die Größe 3XS mit 650B-Laufrädern spezifiziert.Wie auch die SL-Familie besitzen alle CF SLX Rennräder Canyons neue SP0055 Carbon-Sattelstütze mit 20 mm Setback für eine sportive Sitzposition.
Die Ultimate CF SLX Plattform verfügt über eine volle Systemintegration, ausschließlich elektronische Schaltungen, passende Leistungsmesser sowie ein gemischtes Reifen-Setup mit schmäleren 25 mm Reifen vorne und breiteren 28 mm Reifen hinten. Der breitere Hinterreifen hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Aero-Performance, während das zusätzliche Volumen den Komfort verbessert und eine bessere Traktion bietet.
Die auf den Profisport orientierten CFR Modelle verfügen ebenfalls über die komplette Systemintegration, ausschließlich elektronische Top-Gruppen, sowie schnelle Laufräder für maximale Performance und zeichnen sich darüberhinaus mit ihrem Highend-Carbon-Layup aus: Leichtbau, Robustheit und Steifigkeit befinden sich auf Grand-Tour-Niveau. Zudem sind sie mit der nur 70 Gramm leichten SP0064 Carbon-Sattelstütze mit 0 mm Setback für eine noch sportlichere Sitzposition ausgestattet. (Hinweis: die Sattelstütze passt selbstverständlich auch in die CF SL und CF SLX Bikes und ist als Zubehör erhältlich.)
Um den Teammechanikern das Handling zu erleichtern und den Race-Support sicherzustellen, wurden die 7 Rahmengrößen von 2XS bis 2XL durchwegs mit 700C-Laufrädern spezifiziert. Zur Bestimmung der passenden Rahmengröße empfiehlt Canyon das eigens entwickelte Perfect Positioning System (PPS) auf der Canyon Website.
Mit den drei Plattformen Ultimate CF SL, CF SLX und CFR, sowie einem breiten Größenspektrum wartet für jeden Rennrad-Typen bzw. das jeweilige Budget ein passendes Ultimate Modell.Den kostengünstigen Einstieg markiert das Ultimate CF SL 7 um 2.699 Euro, das es in fünf verschiedenen Varianten gibt.Ebenfalls erhältlich: drei Ultimate CF SLX Bikes mit einem Preis ab 6.299 Euro für das Ultimate CF SLX 8 eTap mit der SRAM Force eTap Schaltgruppe.
Am oberen Ende des Portfolios vereinen drei Ultimate CFR Flaggschiff-Modelle ab 10.499 Euro superleichte CFR Rahmen mit den marktbesten Komponenten. Alle CFR Framesets zeichnen sich durch ein High-End-Carbon-Layup aus, das sich in den Kategorien Leichtbau, Robustheit und Steifigkeit auf World-Tour-Niveau befindet und einen neuen Benchmark setzt.Das komplette 2023er Ultimate Produktportfolio wird seit dem 8. September 2022, exklusiv auf canyon.com zum Verkauf angeboten.
Canyons obere Mittelklasse bringt in Größe Medium, in Frozen Black und ohne Pedale echte 7,19 kg auf die Waage und wiegt fahrfertig inklusive Garmin Mount, Flaschenhaltern und Wahoo Speedplay Zero Pedalen vernünftige 7,47 kg. All jene, die es noch leichter wollen, greifen zur Dura-Ace Di2 Variante oder zu den CFR-Modellen.
* Herstellerangabe (gewogen 7,19 kg in Größe Medium ohne Pedale, ohne Garmin-Mount)** Sattelklemmung nur mit runden Rails kompatibel; Adapter für ovale gibts im Zubehör
Rund zwei Wochen vor der offiziellen Erscheinung erhielten wir ein Ultimate CF SLX Testbike, das für NoPain wie maßgeschneidert war. Erstens in Größe Medium und zweifarbig (mattschwarz mit glänzenden Akzenten) und zweitens mit der weltweit wohl (zweit-)besten Schaltgruppe, der Shimano Ultegra Di2 12-fach, welche nur mehr von einer Dura-Ace übertroffen werden kann.Auf die erste Begeisterung folgte gleich die nächste positive Überraschung. Denn der Zusammenbau ging rasch und locker flockig von der Hand: Kein Absägen des Gabelschafts, keine Traunviertler 86-Experimente beim Wickeln des Lenkerbands, nicht einmal der Steuersatz bedurfte der Einstellung, geschweige denn musste das Schaltauge geradegebogen oder die hintere Bremse entlüftet werden. Top!
Nach dem Indoor-Shooting und unserer üblich strengen Abwaage folgte sogleich der erste Ausritt, welcher mir spontan - ja, glaubt es oder nicht - ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Denn das Ultimate glitt förmlich über den Asphalt, wofür ich freilich auch meinen derzeitigen Lieblingsreifen, den Schwalbe Pro One Skin in 25 mm vorne und 28 mm hinten in Verdacht habe. Egal ob Sonnenschein, Kälte oder Regen - der Pneu rollt, der Pneu hält.Übers Rad selbst möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings gar nicht allzu viel verraten, da noch ein intensiver Langzeittest folgen wird. Nur soviel: Das Ultimate CF SLX mit der Ultegra Di2 besitzt in meinen Augen das derzeit bestmöglichste Preis-/Leistungsverhältnis im gesamten Rennrad-Universum. Es ist agil auf der einen Seite - komfortabel und laufruhig auf der anderen, kommt vollintegriert, großartig ausgestattet, besitzt serienmäßig einen Leistungsmesser, wiegt 7,2 Kilogramm in Größe Medium, ist steif ohne Ende, lässt bis zu 32 mm breite Reifen zu, ist wahrscheinlich recht aerodynamisch, sieht definitiv aerodynamisch aus, knaxt nicht und kostet nur 6.499 Euro. Ein feuchter Bubentraum.Also, jetzt einmal unter uns gesagt: In Wahrheit braucht ihr meinen Langzeittest gar nicht abwarten, denn mit der Feile könnt ihr rein gar nichts falsch machen. Laut Canyon Homepage ist das Ultimate CF SLX Ultegra Di2 derzeit sogar schon in Large auf Lager, die restlichen Größen folgen im November. Also: klicken, kaufen, abfahren. Ich würd’s tun, aber ich hab's ja schon.
Ein feuchter Bubentraum!
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