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Größe: 180 cm Schrittlänge: 85 cm Gewicht: 73 kg Fahrstil/-können: Gemütlicher Allround-Mountainbiker, gerne auch knackig bergab
Rennrad & Gravel: Das Abenteuer steht im Vordergrund
Rose bringt mit dem Shave eine komplett neue Rennrad-Plattform, die nicht mehr in sauber getrennte Schubladen wie "Aero" oder "Lightweight" passen soll. Stattdessen setzt die Marke, ähnlich wie beim Erfolgsmodell Backroad, auf eine gemeinsame DNA von Einstieg bis Topmodell: Aerodynamik, niedriges Gewicht, Agilität und eine direkte Kraftübertragung sollen - je nach Aufbau - unterschiedlich stark betont werden, ohne dass das Rad vollständig seinen Charakter (und Namen) wechselt.Im Zentrum, als gemeinsame Basis, steht das von Rose so genannte AergoConcept: Aero-Performance trifft auf eine Geometrie mit Endurance-Touch. Unterm Strich: sportlich genug fürs Tempo, aber g'schmeidig genug, damit auch lange Tage im Sattel nicht gleich zur Strafarbeit werden.
Boah is des schorf
Plattformweit setzt Rose auf ein vollintegriertes, überarbeitetes Cockpit mit 13° Flare und texturierter Oberseite - gedacht für mehr Kontrolle, wenn's in schnellen Kurven unruhig wird. Geschaltet wird bei allen Shave-Modellen ausschließlich elektronisch (Shimano oder SRAM). Dazu kommt eine Carbon-Sattelstütze mit 14 mm Setback, die Vibrationen dämpfen soll, sowie eine großzügige Reifenfreiheit: beim Shave bis 36 mm, bei den UCI-konformen Fast-Forward-Varianten bis 35 mm, was vor allem jene freuen wird, die gerne etwas komfortablere Gummis fahren und trotzdem nicht auf eine echte Rennrad-Plattform verzichten wollen.
Das Shave und seine Entwicklung sind für uns ein neuer Meilenstein. Nicht nur, weil wir nach Jahren unser Portfolio grundlegend neu gedacht haben, sondern weil wir erstmals all unsere Möglichkeiten konsequent genutzt haben, um ein Rennrad auf ein neues Niveau zu heben. Für unser Engineering-Team war es eine große Herausforderung, die ambitionierten Ziele zu erreichen. Umso größer waren Erleichterung und Stolz als wir gesehen haben, dass das Shave nicht nur in der Theorie, sondern auch unter realen Bedingungen unsere Erwartungen deutlich übertroffen hat.
Basis moderner Rennrad-Entwicklung sind heutzutage ausgeklügelte CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics), mit denen vereinfacht gesagt, simuliert wird, wie sich Objekte in Strömungen (Luft, Wasser, ...) verhalten. Im Rennradsport weiß man mittlerweile, dass sich der Anströmwinkel der Luft meist zwischen 0 und 20 Grad bewegt (Fahrt- und Windgeschwindigkeit und deren Richtung). Auf Basis dieser Erkenntnisse optimieren die meisten Rennrad-, Laufrad- und Komponentenhersteller ihre Teile, weil es kaum einen Teil am Rennad gibt, das nicht dem Fahrtwind ausgesetzt ist.Rose hat diese CFD-Entwicklung fürs Shave "in-house” geholt, um den gesamten Entwicklungsprozess zu optimieren. Der große Vorteil dabei liegt auf der Hand: Viel mehr Möglichkeiten diverse Ansätze zu testen und damit auch eine massive Beschleunigung der gesamten Entwicklung. Wie sehr diese Optimierungen ins Detail gehen, könnt ihr auszugsweise anhand der unten stehenden Grafiken erahnen. Alle, die im Detail interessiert sind, können hier im Whitepaper in die Tiefe tauchen.Rose Shave WhitepaperDatenblatt und Modellpalette Rose Shave
Am Ende zählt das Ergebnis und das wird in zwei weiteren Stufen der Entwicklung auf die Probe gestellt. Auf Prüfständen und im Windkanal wird gemessen, ob die in den CFD-Simulationen errechneten Werte sich auch im realen Modell widerspiegeln. Die finale Bestätigung bringen am Ende die Fahrerinnen und Fahrer, im konkreten Fall von Team Unibet Rose Rockets, die Shave schon vorab unter ihrem geeichten Hintern hatten.
Das Shave (ohne FF und FFX) markiert den Einstieg in die neue Familie - mit klarer Ausrichtung auf ein breites Einsatzfeld: Trainingsrunden, schnelle Ausfahrten, aber auch lange Distanzen. Preislich startet das Shave bei 3.600 Euro (105 Di2) und reicht je nach Aufbau bis 5.200 Euro (Force AXS) und das in den Farben supersonic grey, sage und slate. Bereits in der Einstiegsvariante gehören elektronische Schaltgruppen zur Serienausstattung.
Schaltung
Shimano Ultegra Di2
Gänge
2x12
Kurbelgarnitur
Shimano FC-R8100
Kettenblätter
50/34T
Kurbelarme
XS, S 165 mm // M 170 mm // M/L 172,5 mm // L , XL 175 mm
Powermeter
4iiii Precision 3+ einseitig
Zahnkranz/Abstufung
Shimano CS -R8101 / 11-34T
Bremsscheiben/Durchmesser
Shimano RT-CL700 / 160 mm/160 mm
Laufräder
Newmen Advanced A .50
Felgen Material
Carbon
Reifen
Continental Grand Prix
Breite
32 mm
Cockpit
ROSE Shave Cockpit
Sattel
Selle Italia Novus Boost
Sattelstütze/Offset
ROSE Shave Sattelstütze / 14 mm
Gewicht
7,8 kg +/- 5 %, supersonic grey, Größe M, ohne Pedal
Beim Cockpit setzt Rose auf Vollintegration und Ergonomie-Feinschliff: 13° Flare und eine strukturierte Oberseite sollen mehr Griff und Präzision bringen, während das Carbon-Layup Steifigkeit und Dämpfung verbinden soll. Ergänzend nennt Rose kompatibles Zubehör wie aero-optimierte Flaschenhalter sowie Cockpit-Mounts für Computer und Actioncam. Fürs Shave-Cockpit gibt's außerdem einen Deda Elementi TT 314-Aufsatz, der Aero-Extensions ermöglicht - interessant für alle, die am Rennrad auch Zeitfahr-Setups fahren wollen.
Rose beschreibt das Shave als Mischung aus Aero-Anspruch und Endurance-Ergonomie. Gemeint ist: eine Position, die tief genug für Geschwindigkeit bleibt, aber nicht so kompromisslos ausfällt, dass der Chiropraktiker nach jeder zweistüngien Ausfahrt sämtliche Wirbeln neu ausrichten muss. Gerade für ambitionierte Fahrer, die viel und lang unterwegs sind, klingt das jedenfalls nach einer pragmatischen Richtung.
Mit Shave FF und Shave FFX schiebt Rose innerhalb derselben Familie klar Richtung Renneinsatz. Das Shave FF liegt preislich bei 5.600 Euro (Ultegra Di2) bzw. 5.900 Euro (Force AXS) und soll mit einem "Aerodynamic First"-Ansatz vor allem Tempo und Effizienz priorisieren. Als Aero-Claim nennt Rose im Windkanal eine Ersparnis von 10 Watt bei 45 km/h gegenüber dem Vorgänger.Optisch betont Rose die fließende Rahmensilhouette und kombiniert sie mit einer markanten Gabel, die eine UCI-konforme Reifenfreiheit bis 35 mm ermöglichen soll.
Zum FF gehört ein klar definiertes Laufrad-/Reifen-Setup: Rose nennt seine RC55 Carbon-Laufräder (55 mm Felgenhöhe, 23 mm Innenweite) in Kombination mit Schwalbe Pro One Aero in 28 mm. Das Paket zielt auf aerodynamisch saubere Strömung und gleichzeitig moderne Reifenabstützung - also nicht nur "hoch und schmal", sondern auf aktuelle Standards abgestimmt. Im Tour Standardtest kamen die neuen RC55 auf top Werte und lagen bei 205 Watt Widerstand des Gesamtsystems nur 1 Watt hinter dem Vergleichs-Laufradsatz ZIP 404 (204 Watt) und das trotz niedrigerem Profil: RC55 mit 55 mm Profil und Schwalbe Pro One Aero 28mm vs. ZIP 404 mit 58 mm Profil und Continental GP5000 25 mm).
Die Fast-Forward-Modelle zeichnen sich durch eine etwas aggressivere Ausrichtung mit kurzen Kettenstreben aus. So sollen Shave FF und Shave FFX etwas spritziger in der Beschleunigung und wendiger bei schnellen Richtungswechseln sein als das Shave in der Basis. Der Sitzwinkel von 74,5° und Lenkwinkel von 73,25° sind klar auf eine tiefe, race-orientierte Position ausgelegt.
Das Shave FFX setzt als Speerspitze auf Leichtbau und maximale Effizienz. Rose verwendet dafür Torayca® M40X und spricht von einer Rahmengewichtsreduktion um "fast zehn Prozent" im Vergleich zum Vorgänger.Als Serienausstattung gibt's dazu Rose RC55CS-Laufräder mit Carbon-Speichen. Im renomierten Tour-Windkanal kommt das Shave FFX bei 45 km/h, in dem das Shave FFX mit 205 Watt gegenüber 215 Watt beim Vorgänger angegeben wird (jeweils mit unterschiedlichem Laufrad-/Reifen-Setup). Solche Werte sind naturgemäß stark vom Testaufbau abhängig - als Richtungspfeil sind sie dennoch spannend. (TOUR-Windkanaltest bei 45 km/h: ROSE Shave FFX (205 W) mit RC55 Laufrädern und Schwalbe Pro One Aero, 28 mm sowie ROSE Xlite 06 (215 W) mit RC60 Laufrädern und Continental GP5000 28 mm.)
"I am very pleased with the rocket speed that this bike already has. It's great that the Shave will also be available to all our fans"
Technisch dreht sich beim FFX vieles um Materialwahl und Laufrad-Setup: M40X-Carbon als Leichtbau-Basis, dazu die RC55CS mit Carbon-Speichen für Steifigkeit bei geringem Gewicht. In Summe soll das vor allem bei Attacken bergauf und im Sprint die direkte Umsetzung von Leistung unterstützen – dort, wo sich „leicht“ und „aero“ in der Praxis tatsächlich auszahlen müssen.
Rose positioniert das FFX klar als Race-Variante innerhalb der Plattform. Wer hier zugreift, wird eher ein kompromissloseres Fahrgefühl suchen als beim Basis-Shave. Im Idealfall bietet die Shave Plattform trotzdem genügend Einstellbereich, um die Bandbreite vom Marathon-Racer bis zum Gelegenheits-Zeitfahrer alles abdecken zu können. Letztlich ist es gerade im Amateur-Bereich, in dem sich die meisten von uns bewegen, wichtig, dass die Räder komfortabel genug sind um eine Aero-Position über längere Renndistanzen stabil halten zu können.
Mit dem Shave zieht Rose die Plattform-Idee aus dem Gravel-Bereich konsequent ins Rennradprogramm: ein Grundcharakter, drei klar getrennte Leistungsstufen. Damit trifft Rose meiner Meinung nach auch ganz gut den Nerv der Zeit, wo man im aktuellen Modellwirrwarr vieler Hersteller schon mal verloren gehen kann. Im Gegensatz zu auf einen einzigen, speziellen Einsatzzweck zugeschnittenen Modellen versucht die Shave-Plattform ein möglichst breites Spektrum abzudecken. Und wenn das Backroad so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau der Abenteurer ist, könnte das neue Rose Shave die dazu passende Universalklinge im Fuhrpark sein - für all jene, die gerne etwas weniger Wolle und mehr Aerodynamik schätzen.
Eine Universalklinge für die eierlegende Wollmilchsau
Ob das AergoConcept in der Praxis wirklich den Spagat aus Aero-Position und Langstrecken-Tauglichkeit trifft, werden wir für euch in Kürze im Praxistest herausfinden. Die spannendste Frage zum Schluss bleibt für euch wie für uns, welches der drei Modelle der große Favorit unter den Universalklingen ist.
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