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SRM Powermeter mit Cannondale Hollowgramm SL Kurbel

Der wahrscheinlich leichteste Powermeter der Welt mit nur 583 Gramm Gesamtgewicht inklusive Kurbeln und Kettenblättern.
Text: NoPain Fotos: Erwin Haiden, NoPain

SRM Powermeter mit Cannondale Hollowgramm SL Kurbel

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Das von SRM im Jahr 1986 entwickelte und patentierte Powermeter-System machte es zum ersten Mal möglich, die tatsächlich erbrachte Leistung in Watt beim Radfahren zu messen. Seitdem sind viele Jahre der Entwicklung vergangen, und auch die Konkurrenz brachte gut funktionierende Produkte auf den Markt.

Nach wie vor steht allerdings der Marktführer SRM für den "Goldstandard der Leistungsmessung am Fahrrad" und besitzt die größte Palette an Powermetern, um der zunehmenden Nachfrage aus dem Profi-, ambitionierten Amateur- und Hobbysportler-Umfeld gerecht zu werden. Ob auf der Straße, im Gelände oder auf der Bahn - für jeden Bereich entwickeln die Ingenieure und Techniker bei SRM effiziente Lösungen.

Open Source.
Obwohl sich im SRM Portfolio ein eigener Fahrradcomputer mit dem wissenschaftlichen Daten-Analyse-Programm befindet, können alle Powermeter auch mit anderen ANT+ Radcomputern (z.B. Garmin Edge 500, 705, 800, etc.) und Analyseprogrammen (z.B. Trainingpeaks, WKO 3.0, Powercoach, 2Peak, Trainingstagebuch.org, Golden Cheetah, etc.) kommunizieren.

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Allen Anwendern, die ausschließlich mit SRM-Powermetern arbeiten, sei der aktuelle Radcomputer "SRM-PowerControl 7" ans Herz gelegt. Die Watt-Daten sowie Herzfrequenz und Geschwindigkeit werden kabellos in Echtzeit übermittelt und gespeichert. Neben Leistung und Trittfrequenz sind das auch Geschwindigkeit, Distanz, Herzfrequenz, Energieverbrauch, Höhe und Temperatur.

Über die integrierte USB-Schnittstelle können die gespeicherten Daten heruntergeladen, Einstellungen geändert und der Akku aufgeladen werden. Die Montage an Zeitfahrlenkern ist dank der geringen Abmessung einfach und die längere Batterielaufzeit von 120 Betriebsstunden ermöglicht auch Trainingslager-Aufenthalte ohne Mitschleppen des PCs. Ein neues Feature ist der Bewegungssensor: sobald das Rad bzw. der PC 7 bewegt wird, schaltet er sich automatisch ein und beginnt, die Daten zu speichern.

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Ein wichtiger Bestandteil des SRM Training Systems ist die Analyse-Software, die durch jahrelange Erfahrung in tausenden von Profi-Einsätzen immer weiter optimiert wurde. Erst eine genaue Auswertung von Trainingseinheiten und Wettkämpfen gibt Aufschlüsse über die tatsächliche Performance und wo die Stärken und Schwächen eines Sportlers liegen.

Mac OS.
Da immer mehr Kunden Apple Computer nutzen, wurde vor kurzem eine native Softwarelösung für Mac OS ab X 10.5 entwickelt. Inbegriffen sind die Treiber für das PowerControl VI und 7, sowie integrierte Firmware-Upgrades und neue Software-Features.Die Software für PC und Mac ist für alle Besitzer eines SRM-Leistungsmessers kostenlos.

SRM Powermeter Specs

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Achtung: Kurbeln, Kettenblätter und Innenlager sind nicht im Lieferumfang enthalten und müssen vom Kunden gestellt werden!
KurbelCannondale Si / SL Hollowgram (im Test mit 175mm)
Kettenblätter130mm Lochkreisdurchmesser, Standard 39/53
InnenlagerBB30 SI-Hollowgram, Ceramic
Gewicht718 Gramm mit PowerMeter, Kurbeln, Kettenblättern und Ceramic Innenlager
Anzahl der Dehnmessstreifen8
Messbare Trittfrequenzen30 - 255 U/min
Messbare Wattleistung0 - 4.096 Watt
Datenübertragungkabellos ANT+ Sport
Messgenauigkeit+/- 2%
Lebensdauer Batterieca. 700 Stunden Benutzung
Q-Faktor141 mm
Dekor

Standard Schwarz/Silber

Preis€ 1.951,60 (Powermeter only)

Weg mit dem Speck: komplette SRM-Systemeinheit mit 718 Gramm

  • der Original-Spider (51g) einer Cannondale Hollowgramm SL Kurbel mit 130mm Lochkreis wird gegen den SRM Powermeter getauschtder Original-Spider (51g) einer Cannondale Hollowgramm SL Kurbel mit 130mm Lochkreis wird gegen den SRM Powermeter getauscht
    der Original-Spider (51g) einer Cannondale Hollowgramm SL Kurbel mit 130mm Lochkreis wird gegen den SRM Powermeter getauscht
    der Original-Spider (51g) einer Cannondale Hollowgramm SL Kurbel mit 130mm Lochkreis wird gegen den SRM Powermeter getauscht
  • genau 583 Gramm bringen Powermeter, die Kurbeln und Kettenblätter auf die Waagegenau 583 Gramm bringen Powermeter, die Kurbeln und Kettenblätter auf die Waage
    genau 583 Gramm bringen Powermeter, die Kurbeln und Kettenblätter auf die Waage
    genau 583 Gramm bringen Powermeter, die Kurbeln und Kettenblätter auf die Waage
  • das Innenlager, die Lagerabdeckungen,  Achse, Kurbelschrauben und der Trittfrequenz-Magnet wiegen nochmal 135 Grammdas Innenlager, die Lagerabdeckungen,  Achse, Kurbelschrauben und der Trittfrequenz-Magnet wiegen nochmal 135 Gramm
    das Innenlager, die Lagerabdeckungen, Achse, Kurbelschrauben und der Trittfrequenz-Magnet wiegen nochmal 135 Gramm
    das Innenlager, die Lagerabdeckungen, Achse, Kurbelschrauben und der Trittfrequenz-Magnet wiegen nochmal 135 Gramm
  • Keine Mogelpackung: macht zusammen genau 718 Gramm, ein sensationell niedriger Wert... das System wiegt weniger als die meisten am Markt erhältlichen Kurbeln ohne Leistungsmesser ;-)Keine Mogelpackung: macht zusammen genau 718 Gramm, ein sensationell niedriger Wert... das System wiegt weniger als die meisten am Markt erhältlichen Kurbeln ohne Leistungsmesser ;-)
    Keine Mogelpackung: macht zusammen genau 718 Gramm, ein sensationell niedriger Wert... das System wiegt weniger als die meisten am Markt erhältlichen Kurbeln ohne Leistungsmesser ;-)
    Keine Mogelpackung: macht zusammen genau 718 Gramm, ein sensationell niedriger Wert... das System wiegt weniger als die meisten am Markt erhältlichen Kurbeln ohne Leistungsmesser ;-)

Genauigkeit

In punkto Genauigkeit ist das SRM System dank jahrelanger Erfahrung und den 8 integrierten Dehnmessstreifen über jeden Zweifel erhaben. Wir machten dennoch den Test am Cyclus2 Hochleistungsergometer und stellten den Leistungsmesser knapp unterhalb der 250 Watt-Grenze auf die Probe.

Anmerkungen:
* Unterhalb von 250 Watt besitzen fast alle Powermeter konstruktionsbedingt die "höchste Ungenauigkeit", dennoch ist gerade dieser Bereich beim Grundlagen-Training oder bei extensiven Intervallen wichtig.

* Jedes gut geeichte Messsystem an der Kurbel sollte in etwa 5 Watt mehr als ein kalibrierter Cyclus2 Hochleistungsergometer anzeigen. Die Differenz geht bei der Kraftübertragung an der Kette verloren. Die gleichen Erfahrungen konnten wir während unserer Tests mit zwei power2max Geräten machen.

Das Ergebnis: Der SRM Powermeter zeigt während des Intervalls die aktuell getretenen Watt ohne irritierende Schwankungen an, und auch das Endergebnis kann sich sehen lassen. Der Watt-Schnitt des SRM Powermeters liegt bei jedem Intervall um exakt 4 Watt über der Cyclus2-Vorgabe - perfekt.

  • Cyclus2 Referenz-VorgabeI1: 240 WattI2: 240 WattI3: 240 WattCyclus2 Referenz-VorgabeI1: 240 WattI2: 240 WattI3: 240 Watt
    Cyclus2 Referenz-Vorgabe
    I1: 240 Watt
    I2: 240 Watt
    I3: 240 Watt
    Cyclus2 Referenz-Vorgabe
    I1: 240 Watt
    I2: 240 Watt
    I3: 240 Watt
  • SRM Messung (Watt-Schnitt)I1: 244 WattI2: 244 WattI3: 244 WattSRM Messung (Watt-Schnitt)I1: 244 WattI2: 244 WattI3: 244 Watt
    SRM Messung (Watt-Schnitt)
    I1: 244 Watt
    I2: 244 Watt
    I3: 244 Watt
    SRM Messung (Watt-Schnitt)
    I1: 244 Watt
    I2: 244 Watt
    I3: 244 Watt

Einbau des Powermeters

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SRM + Standardachse (KA019) = sehr knappe Angelegenheit

Cannondales "Hollogram SL" Kurbel ist Produktdesign auf höchstem Niveau. Keine Standard-Kurbel ist leichter oder steifer und erreicht einen derart niedrigen Q-Faktor. Sogar die Achse ist bis ins letzte optimiert und spielt perfekt mit dem BB30 Standard und den Rahmen von Cannondale zusammen.

Never change a running system. Durch den Austausch des Standard-Kurbelsterns gegen den Powermeter-Sensor wächst der Kurbel-Durchmesser um einen Millimeter an. Das ist exakt um einen Millimeter zuviel.

Abgesehen davon, dass mehr Spacer als gewöhnlich benötigt werden, was die Wellenscheibe recht platt drückt, kann die Kurbel antriebsseitig auch nicht mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment befestigt werden. Außerdem besteht bei manchen Rahmen die Gefahr, dass die Kettenblätter an den Kettenstreben streifen.

Cannondale und SRM bieten allerdings eine Lösung für diese Kombination an. Anstatt der Standard-Achse mit BB30-Ceramic-Lagern und Abdeckungen (Produkt# KA019) gibt es eine spezielle SRM-Version.

Die modifizierte Achse (siehe Grafik unten) wird mit BB30 Stahl-Lagerschalen und einer weiter ausgefrästen linken Lagerabdeckung geliefert (Produkt# SIBB/104SRM). Dadurch kann antriebsseitig zirka ein Millimeter gewonnen und die Kurbel samt Spacer und Wellenscheibe mit korrektem Anzugsmoment befestigt werden.

  • Standard Cannondale 104mm Spindle (KA019) mit linker LagerabdeckungStandard Cannondale 104mm Spindle (KA019) mit linker Lagerabdeckung
    Standard Cannondale 104mm Spindle (KA019) mit linker Lagerabdeckung
    Standard Cannondale 104mm Spindle (KA019) mit linker Lagerabdeckung
  • diese Grafik erläutert den minimalen aber wichtigen Unterschieddiese Grafik erläutert den minimalen aber wichtigen Unterschied
    diese Grafik erläutert den minimalen aber wichtigen Unterschied
    diese Grafik erläutert den minimalen aber wichtigen Unterschied
  • SRM 104mm Spindle (SIBB/104SRM) mit ZubehörSRM 104mm Spindle (SIBB/104SRM) mit Zubehör
    SRM 104mm Spindle (SIBB/104SRM) mit Zubehör
    SRM 104mm Spindle (SIBB/104SRM) mit Zubehör
  • die bereits verbaute SRM Achse mit reduzierter Lagerabdeckung (SIBB/104SRM)die bereits verbaute SRM Achse mit reduzierter Lagerabdeckung (SIBB/104SRM)
    die bereits verbaute SRM Achse mit reduzierter Lagerabdeckung (SIBB/104SRM)
    die bereits verbaute SRM Achse mit reduzierter Lagerabdeckung (SIBB/104SRM)
  • Gewinn eines zusätzlichen Millimeters nach außen, außerdem schont das korrekte Anzugsmoment der Kurbelschraube die (teilweise sichtbare) Wellenscheibe rechtsGewinn eines zusätzlichen Millimeters nach außen, außerdem schont das korrekte Anzugsmoment der Kurbelschraube die (teilweise sichtbare) Wellenscheibe rechts
    Gewinn eines zusätzlichen Millimeters nach außen, außerdem schont das korrekte Anzugsmoment der Kurbelschraube die (teilweise sichtbare) Wellenscheibe rechts
    Gewinn eines zusätzlichen Millimeters nach außen, außerdem schont das korrekte Anzugsmoment der Kurbelschraube die (teilweise sichtbare) Wellenscheibe rechts

Testfazit: SRM Powermeter mit Cannondale Hollowgramm SL Kurbel

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Keine ist leichter. Keine ist steifer. Cannondale zeigt, was mit dem Werkstoff Serie-2000-Aluminimun (doppelte Lebensdauer vom 7000er-Alu) technisch möglich ist. In Kombination mit dem speziell dafür entwickelten SRM-Powermeter-Sensor erhält der Kunde ein "wissenschaftliches" High-End Produkt ohne wenn und aber.

Abgesehen von der besten "stiffness-to-weight-ratio" auf diesem Planeten und dem niedrigen Q-Faktor besticht der Powermeter dank seiner 8 Dehnmessstreifen mit höchster Genauigkeit und großer Ausfallsicherheit. Beim Ein-/Ausbau hilft eine exzellente Cannondale-Anleitung, in der ebenfalls die beiden Achs-Varianten (Cannondale Standard und SRM-Version) genau beschrieben sind.

Seit Beginn des SRM-Langzeittests funktionieren die Datenaufzeichnungen wie am Schnürchen, und mehrere Vergleichs-Messungen am Cyclus2 Hochleistungsergometer bestätigten die Genauigkeit des Systems. Während der Fahrt glänzt der Powermeter mit einer sehr "stabilen" Wattanzeige, d.h. die aktuell geleisteten Watt unterliegen geringeren Schwankungen, als ich es von anderen Leistungsmessern gewohnt bin. Ob dies an der Mehrzahl an Dehnmessstreifen oder an einer internen Glättung liegt, weiß ich nicht - unterm Strich kommt aber natürlich das gleiche raus: ein zu schwacher Fahrer!

BB-Testurteil: voi supa


Hallo,

 

Danke für den Bericht.

 

Eine Frage: Warum gibt SRM die Genauigkeit mit +/- 2% an, wenn es in Wirklichkeit eh genauer ist? Soweit ich das mitbekommen habe, gibt Powertap die Genauigkeit mit +/- 1.5% an, was irreführend sein kann, weil SRM wohl genauer ist.

 

Das SRM ist in vielen Bereichen konstruktionsbedingt genauer als das Powertap. Gerade bei schnellen Sprints, Wiegetritt, plötzlichen Belastungsänderungen, schräger Kette usw. Da kommt beim PT schon mal ein 6% zu hoher Wert heraus. In der Praxis sind diese seltenen hohen Messtoleranzen bei einer gut kalibrierten Nabe zu vernachlässigen. Die Durchschnittswerte passen auch bei Powertap ziemlich genau.

 

Die 2% beziehen sich eher auf den größt möglichen Offset der unter den schlechtesten Bedingungen möglich ist. Wenn du einen Powermeter erwischen würdest der 1.4% gegenüber der TÜV-Realität falsch anzeigt, dann zeigt er immer 1.4% falsch an, da die "Nullstelle" bei richtiger Konfiguration ständig neu gesetzt wird. Vergleichst du diese Werte dann immer mit Werten des gleichen Powermeters, hat der Offset auf den Trainingserfolg überhaupt keinen Einfluss.

Bearbeitet von NoPain
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Hallo,

 

super Bericht.

Die 2011er Specialized Kurbel samt SRM Modul ist jedoch leichter. Meine wiegt in der Kompaktversion 624 gr inklusive Lager!

 

Du hast natürlich vollkommen recht. Die Compact-Varianten sind noch mal ein Äutzerl leichter. Auch die Cannondale Compact wiegt 625 g mit PowerMeter, Kurbeln, Kettenblättern und Innenlager.

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  • 5 Monate später...
Hello, super Bericht! Eine Frage aber noch zum SRM mit Garmin Edge 800: Ich habe in den Einstellungen keine Möglichkeit gefunden, die Nullstelle während der Fahrt automatisch einstellen zu lassen so wie es das PC7 von SRM kann? Scheinbar gibt es diese Option für die PowerTap Nabe. Ist es bei einem SRM im Zusammenspiel mit den Garmin Edge 800 wirklich so, dass man während der Fahrt immer wieder mal stehen bleiben muss, damit man die Nullstelle einstellen kann um so nicht verfälschte Aufzeichnungen zu machen, wenn man z.B. eine Pass hoch fährt? Danke!
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Hello, super Bericht! Eine Frage aber noch zum SRM mit Garmin Edge 800: Ich habe in den Einstellungen keine Möglichkeit gefunden, die Nullstelle während der Fahrt automatisch einstellen zu lassen so wie es das PC7 von SRM kann? Scheinbar gibt es diese Option für die PowerTap Nabe. Ist es bei einem SRM im Zusammenspiel mit den Garmin Edge 800 wirklich so, dass man während der Fahrt immer wieder mal stehen bleiben muss, damit man die Nullstelle einstellen kann um so nicht verfälschte Aufzeichnungen zu machen, wenn man z.B. eine Pass hoch fährt? Danke!

 

Nein, du brauchst wie auch beim Powertap und P2M nur kurz zu Treten aufhören und die Nullstelle wird neu gesetzt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, warte die 2-3 Sekunden, bis die Wattanzeige am Garmin kurz erlischt. Dann hast du definitiv abgenullt. Das geschieht aber normalerweise "automatisch", da du ohnehin regelmäßig mal zu treten aufhörst. Ausnahme könnte am Rollentrainer sein, da müsste man halt öfters kurz absichtlich aufhören zu treten. Aber auch nur wenn die Temperatur im Raum kräftig steigt.

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So, nach umfangreicher Analyse eines SRM MTB 2x10 PM mittels ANT+ Logger steht folgendes fest: Das SRM PM ist ein sogenanntes Crank Torque Frequency Powermeter. Bei Pedalumdrehnungen werden Steigung, ein Zeitstempel und (indirekt) das Drehmoment übertragen. Diese Daten werden genau zu jenem Zeitpunkt aktualisiert, da eine vollständige Umdrehung festgestellt wurde. Bei höherer Trittfrequenz also öfter als bei niedriger, der Timestamp wird mit einer Auflösung von 0.5ms übertragen. Sobald ca. 3sec keine Pedalumdrehung vom PM festgestellt wird, sendet das PM den Nullabgleichoffset für einige Minuten, dann schaltet es ab. Zwischen dem Nullabgleichoffset werden SRM proprietäre Daten gesendet, die nicht offiziell in dem ANT+ Power Profile dokumentiert sind. Die eigentliche Power Berechnung muss die Headunit durchführen, also z.B. der Edge 800. Mittels diesem Verfahren werden die Daten also genau dann übertragen, wenn es eine Aktualisierung gibt, d.h. bei einer Trittfrequenz von genau 120 gibts genau 2 Datenaktualisierungen pro Sekunde. Der Edge 800 zeichnet mit einer Samplingrate von 1Hz auf, also 1x pro Sekunde, damit werden vom Edge 800 bei Trittfrequenzen größer 60 weniger Daten aufgezeichnet, als vom SRM Powermeter geliefert werden.

 

Nachdem das PM bei Stillstand aber nur den Nullabgleichoffset sendet, ist es für eine ANT+ Power Profile kompatible Headunit wie den Edge 800 nicht möglich, ein statisches Drehmoment auszuwerten um somit die Kalibrierung zu überprüfen, wie es z.B. mit einem PowerTap möglich ist (siehe http://blog.jpansy.at/2011/04/18/wie-genau-ist-mein-powertap-2/). Ich vermute mal, dass diese Informationen in den öffentlich nicht dokumentierten SRM proprietären Datenpaketen gesendet werden, die das PC7 natürlich auswerten kann.

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So, nach umfangreicher Analyse eines SRM MTB 2x10 PM mittels ANT+ Logger steht folgendes fest: Das SRM PM ist ein sogenanntes Crank Torque Frequency Powermeter. Bei Pedalumdrehnungen werden Steigung, ein Zeitstempel und (indirekt) das Drehmoment übertragen. Diese Daten werden genau zu jenem Zeitpunkt aktualisiert, da eine vollständige Umdrehung festgestellt wurde. Bei höherer Trittfrequenz also öfter als bei niedriger, der Timestamp wird mit einer Auflösung von 0.5ms übertragen. Sobald ca. 3sec keine Pedalumdrehung vom PM festgestellt wird, sendet das PM den Nullabgleichoffset für einige Minuten, dann schaltet es ab. Zwischen dem Nullabgleichoffset werden SRM proprietäre Daten gesendet, die nicht offiziell in dem ANT+ Power Profile dokumentiert sind. Die eigentliche Power Berechnung muss die Headunit durchführen, also z.B. der Edge 800. Mittels diesem Verfahren werden die Daten also genau dann übertragen, wenn es eine Aktualisierung gibt, d.h. bei einer Trittfrequenz von genau 120 gibts genau 2 Datenaktualisierungen pro Sekunde. Der Edge 800 zeichnet mit einer Samplingrate von 1Hz auf, also 1x pro Sekunde, damit werden vom Edge 800 bei Trittfrequenzen größer 60 weniger Daten aufgezeichnet, als vom SRM Powermeter geliefert werden.

 

Nachdem das PM bei Stillstand aber nur den Nullabgleichoffset sendet, ist es für eine ANT+ Power Profile kompatible Headunit wie den Edge 800 nicht möglich, ein statisches Drehmoment auszuwerten um somit die Kalibrierung zu überprüfen, wie es z.B. mit einem PowerTap möglich ist (siehe http://blog.jpansy.at/2011/04/18/wie-genau-ist-mein-powertap-2/). Ich vermute mal, dass diese Informationen in den öffentlich nicht dokumentierten SRM proprietären Datenpaketen gesendet werden, die das PC7 natürlich auswerten kann.

 

Das ist eine sehr "wissenschaftliche" Analyse. Kannst du mir bitte in einigen einfachen Worten erklären, was dir im Endeffekt vom Garmin Edge im Vergleich zum SRM Computer genau abgeht? Ich kann mich erinnern, dass man am SRM auch in 0,5 Sekunden Abständen speichern kann, aber ist das in der Praxis wirklich wichtig?

 

Die "Nullstellenkalibrierung" kannst du dir im Edge 800 und 500 schon anzeigen lassen. Allerdings steht dort kein Drehmoment sondern ein Wert zirka zwischen 300 und 900. Im Prinzip kannst du dort das Autonull durchführen und vergleichen um wieviel sich der Wert verändert. Ist allerdings in der Praxis nicht praktikabel um zu prüfen wann und wie oft er abnullt. Außer du möchtest bei sehr wichtigen Intervallen auf absolute Nummer sicher gehen.

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Ich habe mich einfach nur gefragt, warum der Garmin z.B. beim Powertap das statische Drehmoment anzeigt und beim SRM nicht. Mit dem statischen Drehmoment kann man diesen Kalibrierungstest durchführen was ich aus reiner Neugierde bei meinem SRM gerne gemacht hätte. Das ist aber nicht möglich, weil das SRM im offiziellen Protokoll die Daten schlicht und einfach nicht anbietet und der Garmin das statische Drehmoment somit nicht anzeigen kann. Deshalb die Frage, ob das PC7 das statische Drehmoment vielleicht anzeigen kann - ich selber habe kein PC7, die Antwort darauf ist aber wie immer RTF - read the fucking manual.

 

Weiters habe ich bei meinen ersten Aufzeichnungen bei der Auswertung mittels WKO+ festgestellt, dass es immer wieder diese "Nullpeaks" gibt, bei denen die TF einbricht und Leistung 0 wird, obwohl ich ganz sicher bin, dass ich an diesen Stellen keine Pausen hatte:

log1.png

 

Und dann gibt es immer wieder diese Lücken in der Datenaufzeichnung:

log2.png

 

Von diesen Lücken habe ich ziemlich viele im File. Daher wollte ich rausfinden, ob mein TF Magnet falsch montiert ist, das SRM die Daten falsch sendet, es Datenübertragungsfehler gibt oder ob der Garmin die Daten lückenhaft aufzeichnet. Erstere zwei kann ich nach den Analysen mit dem ANT+ Daten Logger ausschließen, für letztere zwei muss ich noch ein wenig Software schreiben, damit ich das feststellen kann.

 

Mit dem Edge 800 bin ich ansonsten super zufrieden. Ob 0,5s Aufzeichnung oder 1s Aufzeichnung ist wahrscheinlich irrelevant, rein theoretisch könnte ich mir vorstellen, dass WKO+ Normalized Power geringfügig anders berechnet. Ich nehme auch an, dass das PC7 die Daten mit den vom PM übermittelten Zeitstempeln aufzeichnet und nicht "interpoliert" wie es der Garmin machen muss. Nur Vermutungen und wahrscheinlich irrelevant, bein meinen Leistungswerten sowiso.

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Ich habe mich einfach nur gefragt, warum der Garmin z.B. beim Powertap das statische Drehmoment anzeigt und beim SRM nicht. Mit dem statischen Drehmoment kann man diesen Kalibrierungstest durchführen was ich aus reiner Neugierde bei meinem SRM gerne gemacht hätte. Das ist aber nicht möglich, weil das SRM im offiziellen Protokoll die Daten schlicht und einfach nicht anbietet und der Garmin das statische Drehmoment somit nicht anzeigen kann. Deshalb die Frage, ob das PC7 das statische Drehmoment vielleicht anzeigen kann - ich selber habe kein PC7, die Antwort darauf ist aber wie immer RTF - read the fucking manual.

 

Weiters habe ich bei meinen ersten Aufzeichnungen bei der Auswertung mittels WKO+ festgestellt, dass es immer wieder diese "Nullpeaks" gibt, bei denen die TF einbricht und Leistung 0 wird, obwohl ich ganz sicher bin, dass ich an diesen Stellen keine Pausen hatte:

log1.png

 

Und dann gibt es immer wieder diese Lücken in der Datenaufzeichnung:

log2.png

 

Von diesen Lücken habe ich ziemlich viele im File. Daher wollte ich rausfinden, ob mein TF Magnet falsch montiert ist, das SRM die Daten falsch sendet, es Datenübertragungsfehler gibt oder ob der Garmin die Daten lückenhaft aufzeichnet. Erstere zwei kann ich nach den Analysen mit dem ANT+ Daten Logger ausschließen, für letztere zwei muss ich noch ein wenig Software schreiben, damit ich das feststellen kann.

 

Mit dem Edge 800 bin ich ansonsten super zufrieden. Ob 0,5s Aufzeichnung oder 1s Aufzeichnung ist wahrscheinlich irrelevant, rein theoretisch könnte ich mir vorstellen, dass WKO+ Normalized Power geringfügig anders berechnet. Ich nehme auch an, dass das PC7 die Daten mit den vom PM übermittelten Zeitstempeln aufzeichnet und nicht "interpoliert" wie es der Garmin machen muss. Nur Vermutungen und wahrscheinlich irrelevant, bein meinen Leistungswerten sowiso.

 

Also ohne TF gibts natürlich auch keine Watt, das geht Hand in Hand. Ich hatte mal das gleiche Problem mit einem ANT+ Sensor (mit der Geschwindigkeit, die das SRM ja bekommen möchte). Siehe http://nyx.at/bikeboard/Board/entry.php?116-SRM-Geschwindigkeits-Messung

Das Problem hatte ich nur mit dem PC6. Hat sich dann mit dem Wechsel des ANT+-Sensors gelöst.

 

Mittlerweile fahr ich nur mehr mit dem Garmin und nehme die Geschwindigkeit vom Satelliten. Selbst wenn der Garmin keine Speed bekommt (z.B. Indoor oder im Wald) funktionieren die anderen Werte ohne Probleme. Die Daten werden jede Sekunde gespeichert (falls du am Garmin den Speicherintervall: 1 Sekunde eingestellt hast) und dann in die .fit Datei geschrieben. Egal was der Garmin für NP, TSS, Durchschnitts-Watt oder Durchschnitts-TF anzeigt - sobald du die Daten ins WKO+ importierst, werden sie anhand der gespeicherten Werte völlig neu berechnet. So können mitunter große Differenzen rauskommen, falls du z.B. beim Garmin die Watt ohne NULL speicherst. Beim WKO+ wird der Wattschnitt dann mit den Nullen ausgerechnet, etc.

 

Diese Watt-Lücken darf es aber eigentlich nicht geben. Ich hätte beim SRM eigentlich auf einen Fehler bei der TF-Übertragung getippt. Kann es nicht sein, dass der TF-Magnet von der Kurbel erkannt wird und die Daten auch brav versendet werden, aber aufgrund von einer Empfangsschwierigkeit vom Garmin nicht erfasst werden können? Falls du immer solche Probleme hast, montier den Garmin mal auf den Flaschenhalter... dann muss er in jedem Fall nahe genug am Magneten sein. Hast du beim Garmin auch TF-ANT+ auf "keine" eingestellt?

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Ich hätte beim SRM eigentlich auf einen Fehler bei der TF-Übertragung getippt. Kann es nicht sein, dass der TF-Magnet von der Kurbel erkannt wird und die Daten auch brav versendet werden, aber aufgrund von einer Empfangsschwierigkeit vom Garmin nicht erfasst werden können?

Im ANT+ Protokoll welches das SRM PM verwendet werden TF und Power indirekt im gleichen Datenpaket versendet. Zudem werden die Daten ja immer bei jeder Pedalumdrehung aktualisiert. Bei falsch montiertem Magnet, wenn der Mangent zu schwach ist oder bei Empfangsproblemen der Head Unit kann es nicht sein, dass z.B. nur Power aber nicht TF übertragen wird, es ist immer beides oder nix.

 

Theoretisch können die Lücken also von Empfangsproblemen des Garmins herrühren, praktisch hab ich mir selber ein Ei gelegt - die Lücken kommen von der Skalierung des Diagramms in WKO+. Ich habe hier 0-200 eingestellt, dort wo die lücken im Graph sind, sind die Werte höher. In der Tabelle sind alle Werte vorhanden, der Garmin hat also alle Daten empfangen.

 

Bleibt also nur noch die Frage, weshalb ich in Abschnitten, bei welchen ich speziell versucht habe, die TF konstant zu halten und nicht zu pausieren, diese "Nullpeaks" drinnen habe, die TF also einbricht obwohl ich eigentlich versucht habe, die TF konstant zu halten.

Bearbeitet von ssuats
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Nein, es fehlen keine Werte, es ist lediglich so dass die TF von 105 auf 35 einbricht und damit natürlich auch die Leistung. Das ist nur deshalb seltsam, weil ich mir sicher bin, dass ich in diesen Abschnitten explizit darauf geachtet habe, die TF > 100 zu halten, also brav am kurbeln war.

 

Ähnliches wird in diesem Blog unter "Power Spikes" bei einem Quarq PM beschrieben, bei einem Power2Max soll es das nicht geben.

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Der p2m hat ja auch keinen magneten. ;-)

 

Ich hab nach wie vor den magneten in verdacht. Entweder zu schwach, zu weit weg von der kurbel oder der garmin empfängt doch nicht alle daten und speichert dann pro sekunde zu wenig umdrehungen. Ich würde zuerst den magneten putzen und näher zur kurbel. Und wenn das nix hilft, den garmin näher zur kurbel. Bei 120 umdrehungen pro min sinds ja 2 pro sekunde, wenn datenpakete verloren gehen, dann würden kadenz und power absinken.

 

Wenn in technischer hinsicht was dagegen spricht tuts mir leid, aber ich denke der grund ist banal.

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Den Magneten kann ich ausschließen, das habe ich mit dem ANT+ Daten Logger, mehreren Magnetpositionen und unterschiedlich großen Magneten geprüft. Mittlerweile bin ich mir auch sicher, dass es nicht ein technisches Problem mit dem SRM oder dem Garmin ist. Beide manchen genau das was sie machen sollen und machend das auch richtig.

 

Ich vermute mittlerweile dass es einfach mit der Art und Weise zu tun hat, wie beim SRM die TF gemessen wird, nämlich 1x pro Umdrehung, damit können kurzzeitige Schwankungen eben zu diesen TF einbrüchen führen.

 

Wenn das P2M einen Accelerometer für die TF Berechnung verwendet, besteht zumindest theoretisch die Möglichkeit, das solche kurzzeitigen Schwankungen sich nicht so direkt auswirken, weshalb das P2M diese Peaks nicht hat. Zudem vermute ich, dass beim P2M die Power Werte direkt in der Kurbel berechnet werden und da minimal geglättet werden. Die Power Werte werden dann direkt an den Garmin gesendet, der bekommt dann diese Einbrüche erst gar nicht mit. Etwa so in der Art, wie wenn man sich beim Garmin im Zusammenhang mit dem SRM den 3s Durchschnitt anzeigen lässt. Nur Vermutungen.

 

Danke jedenfalls für deine Tipps!

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Ich habe mich einfach nur gefragt, warum der Garmin z.B. beim Powertap das statische Drehmoment anzeigt und beim SRM nicht. Mit dem statischen Drehmoment kann man diesen Kalibrierungstest durchführen was ich aus reiner Neugierde bei meinem SRM gerne gemacht hätte. Das ist aber nicht möglich, weil das SRM im offiziellen Protokoll die Daten schlicht und einfach nicht anbietet und der Garmin das statische Drehmoment somit nicht anzeigen kann. Deshalb die Frage, ob das PC7 das statische Drehmoment vielleicht anzeigen kann - ich selber habe kein PC7, die Antwort darauf ist aber wie immer RTF - read the fucking manual.

 

Mit PC7 kannst du sowohl Drehmoment auslesen als auch Slope und Nullpunkt selbst editieren. D.h. den PM komplett selbst "eichen", was bei P2M und PT nur durch den Hersteller möglich ist (= Einschicken, warten & zahlen)

 

Siehe Bedienungsanleitung ab Seite 18 bzw. 74.

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