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Bikeregion Osttirol

Bikeregion Osttirol

31.07.13 09:28 6.996Text: NoSaneFotos: NoSane, Bernd Mats, MoarhofAuf Weltmeisters Spuren: Wo die drei Gebirgszüge der Zentralalpen, Villgratner Berge und der Schobergruppe aufeinander treffen, kann das ideale Mountainbike-Revier nicht weit sein.31.07.13 09:28 6.996

Bikeregion Osttirol

31.07.13 09:28 6.996 NoSane NoSane, Bernd Mats, MoarhofAuf Weltmeisters Spuren: Wo die drei Gebirgszüge der Zentralalpen, Villgratner Berge und der Schobergruppe aufeinander treffen, kann das ideale Mountainbike-Revier nicht weit sein.31.07.13 09:28 6.996

Auf Weltmeisters Spuren

Wir begeben uns also ins Mountainbike-Revier des mehrfachen Marathon-Staatsmeisters, Europameisters und (Vize-)Weltmeisters Alban Lakata, der selbst der beste Beweis dafür ist, dass das Lienzer Umland ein guter Boden für starke Waden und knackige Abfahrten ist. Dass unsere Tourenvorschläge vom Albanator persönlich kamen, motiviert uns ebenso wie das traumhafte Abendpanorama der Lienzer Dolomiten bei unserer Ankunft.

Erste Blicke in die Umgebung lassen erahnen, welches Naturparadies uns erwartet. Jede Menge Höhenmeter garniert mit netten Abfahrten stehen uns bevor. Die charmante Altstadt von Lienz lädt nach anstrengenden Touren zum Flanieren und Verweilen ein. Hier gibt es selbst bei Schlechtwetter jede Menge zu sehen und zu unternehmen.

Biken und Rennradln in Lienz und Umgebung

Der Drauradweg (R1) ist mit Abstand die meist befahrene Radstrecke in und um Lienz. Der 366 km lange, in Sommermonaten gut frequentierte Weitwanderweg zählt sicher zu den schönsten Radwanderwegen Österreichs.

Für Rennradfahrer mit entsprechender Kondition bietet sich als Tagesausflug hingegen die Auffahrt über die Großglockner Hochalpenstraße via Heiligenblut zur Edelweißspitze (2571m) an - Kompaktkurbel empfehlenswert. Ein weiterer Abstecher zur Franz-Josefs-Höhe und Großglocknerblick am Rückweg schlägt sich mit einem Plus von 600 Hm zu Buche.

Für Mountainbiker gibt’s in Lienz und Umgebung einige gut beschilderte Touren. Die Auffahrten sind dabei größtenteils auf Asphalt und Schotter. Bergab geht’s meistens ebenso auf Asphalt und Schotter, gelegentlich auch auf technischeren Singletrails. Kartenmaterial und weitere Infos gibt’s beim Tourismusverband.

Zu Gast im Moarhof


Freitag nach Feierabend checken wir also im Hotel Moarhof ein, wo uns zum Abendessen ein 4-Gänge Menü der Extraklasse erwartet. Nach leckerem Gazpacho, reichlich Salat vom Buffet, einem zarten Steak und einer soliden Portion Nachspeisen vom Buffet später fühlen wir uns gerüstet für die ersten 1.500 Höhenmeter des nächsten Tages.

Das ebenfalls zum Hotel gehörige Moarhofstüberl wurde 2013 mit einer Haube im Gault Millau ausgezeichnet. Die letzten Sonnenstrahlen genießen wir auf der Terrasse bei einem gemütlichen Glaserl Rotwein aus der sorgfältig sortierten Weinkarte des Hauses.

Für Biker mit selbst mitgebrachtem Material gibt's einen Radkeller, für Familienurlauber und all jene, die spontan einen der Radwege der Umgebung erkunden möchten, auch einen Radverleih. Das "Alpinarium”, die Sauna- und Wellness-Erlebniswelt des Hotels, soll uns in den kommenden zwei Tagen erholungs-technisch noch wertvolle Dienste leisten.

Tour 1: Hochsteinhütte - Drei Zinnen Blick - Russenweg


Mit einem üppigen Frühstück gestärkt, begeben wir uns Richtung Leisach. Am Weg nach Italien blockiert im Juni 2013 noch ein großer Felssturz den Drautal-Radweg. Wir biegen vorher Richtung Reiteralm ab - von da an geht's bergauf. Genaugenommen ca. 1.300 Höhenmeter zur Hochsteinhütte. Zuerst führt der Weg auf Asphalt, danach weiter auf Schotterwegen und etwas steiler werdend. Nach einer meditativen Auffahrt erreichen wir die Hochsteinhütte und genießen das Panorama jenseits der Waldgrenze und erhaschen sogar einen fernen Blick auf die Drei Zinnen.

Eine krosse Forelle und ein paar Niggelen (eine lokale Spezialität) später freuen wir uns auf die Abfahrt über den so genannten Russenweg. Im Winter ein beliebter Schitouren-Anstieg, kann man den Russenweg als anspruchsvollere Alternative zur Abfahrt über die Forstwege sehen. Dabei wechseln lose Felsen mit weichem Waldboden, treffen aussichtsreiche Lichtungen auf kleine Wasserdurchfahrten im dichten Wald.
Vor dem letzten Drittel der Abfahrt strecken wir unsere Füße in einen eiskalten Teich, der im Winter die Schneekanonen speist. Von da an empfiehlt sich für weniger geübte Biker und Hardtail-Fahrer die Weiterfahrt über den Forstweg. Fully-Fahrer und Technik-Fans werden auf der direkten Route unterhalb der Sommerrodelbahn ihren Spaß haben. Am altehrwürdigen Schloß Bruck vorbei findet unsere Tour einen würdigen Ausklang bei einem der beliebten Eisgeschäfte in der Lienzer Altstadt.

Hier findet ihr den GPS-Track zu dieser Tour

Tour 2: Lienzer Hütte


Unsere zweite Tour führt uns ins Debanttal. Zuerst geht’s wenige Kilometer Richtung Nußdorf, bevor wir kurz vorm Iselsberg dem Debantbach Richtung Norden folgen. Ziel und Motivation zugleich ist die Mittagsjause auf der Lienzer Hütte. Bis zur Jausenstation “Zur Säge” auf 1.140 m Seehöhe führt der Weg auf Asphalt und geht danach auf einer morgentlich schattigen Forststraße weiter. Die Lienzer Hütte ist von da an die einzige bewirtschaftete Hütte auf unserem Weg bergauf an den Fuß des Hochschober (3.240 m), und so pedalieren wir auf den kommenden 800 Höhenmetern entspannt Richtung Mittagsrast.

Mit müden Beinen und Riesen Hunger im Bauch erreichen wir unser Ziel und genießen eine grandiose Jause unter den letzten Sonnenstrahlen, bevor das Wetter ein wenig unbeständiger wird.

Einen Kaiserschmarrn später klappern wir die ersten Kilometer bergab auf unserem Aufstiegsweg. Nach Überquerung des Nußdorfer Bachs auf Höhe der Nußdorfer Alm (1.400 m) erwarten uns auf den nächsten 10 km noch an die 400 Höhenmeter bis zum Zettersfeld, bevor es dann über 1.000 Höhenmeter am Stück bergab geht. Wir entschließen uns noch kurzfristig für eine Einkehr in der Faschingsalm. Frischem Brot samt handgedrehten Würsteln aus hauseigener Mangalitza-Zucht oder einer frisch gefangenen Forelle aus den Teichen der Familie Bachlechner können wir einfach nicht widerstehen.

Ein Marillen-Mandel-Parfait mit Erdbeerragout sorgt für zusätzliche Gravitation am kommenden Downhill. Wer für den Weg übers Zettersfeld zu müde ist, kann auch den direkten Weg über den Nußdorfer Berg nehmen. Der Erlebnisweg Nußdorfer Berg ist eine abwechslungsreiche und spannende Alternative für geübte Fully-Fahrer und Techniker.

Hier findet ihr den GPS-Track zu dieser Tour

Sportliche Erweiterung unserer beiden Etappen

Für alle jene, die etwas mehr Zeit in Lienz und Umgebung verbringen möchten, bietet Osttirol-Tourismus unter anderem die geführte 4-Hütten-Tour an. Übernachtet wird dabei immer auf ca. 2.000 m Seehöhe, am ersten Abend auf der Lienzer-Hütte, die zweite Nacht im Anna Schutzhaus und am letzten Abend auf der Hochsteinhütte.

Zu den drei Übernachtungen gibt’s Leihrad, Hütten-Panorama, Frühstück und jede Menge Höhenmeter inklusive.

Preis: ab € 329,- pro Person, buchbar ab 4 Personen

Fazit, Ausblick, Potenzial

Osttirol und speziell die Gegend um Lienz bietet sporthungrigen Abenteurern eine Menge: Klettern, Wandern, Radwandern, Mountainbiken und vieles mehr. Was unsere beiden Touren angeht, haben wir gesehen, welches Potenzial in der Region steckt. Die wunderbaren Aufstiege mit Bergpanorama trösten ein wenig darüber hinweg, dass die offiziell ausgeschilderten Abfahrten meistens über einfache Forststraßen oder asphaltierte Wege führen. Nichtsdestotrotz gibt es auch anspruchsvollere Trails wie den von uns befahrenen Russenweg. Dazu kommen eine Menge attraktiver Alternativen Richtung Großglockner und Drei Zinnen.

Wir empfehlen auf jeden Fall, sich vor Ort beim Tourismusverband über die aktuellen Möglichkeiten zu informieren und dort gegebenenfalls einen Guide zu buchen, der auf das individuelle Fahrkönnen angepasste Abfahrten wählt.

Ein liftunterstützter Aufstieg durch die Lienzer Bergbahnen ist zwar prinzipiell möglich, aber das Streckennetz für Federwegsfans und Enduristen ist im Moment noch überschaubar. In Anbetracht des Erfolges anderer großer Mountainbike-Destinationen in Österreich ist eine weitere Liberalisierung in Osttirol aber vielleicht nur mehr eine Frage der Zeit. Das Potenzial dieser Region ist jedenfalls enorm.

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  1. #1
    Admin Avatar von NoSane
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    Bikeregion Osttirol

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  2. #2
    Tirolerbua Avatar von stefant
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    869
    Osttirol ist halt einfach der schönste Fleck auf Erden!
    Mir doch WUARSCHT!!!!!!









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  3. #3
    Genickzwirbler 8-) Avatar von Adamn
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    1.264
    Osttirol isch holt oanfoch geil ;-)

    Vielleicht frischt ein Genickzwirbler deine Erinnerung auf

  4. #4
    a proud pascullisti :-) Avatar von witti
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    Das war ja mehr ein Kulinarik-Trip :-)
    Und über das Foto Nr. 41 muss ich wohl noch länger grübeln - vor allem die Position, von wo Du fotografiert hast ....
    lg
    Thomas

  5. #5
    Admin Avatar von NoSane
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    Zitat Zitat von witti Beitrag anzeigen
    Das war ja mehr ein Kulinarik-Trip :-)
    Und über das Foto Nr. 41 muss ich wohl noch länger grübeln - vor allem die Position, von wo Du fotografiert hast ....
    lg
    Thomas
    ... war mir beim Schreiben gar nicht so bewusst ...

    @41: Nach so vielen Höhenmetern waren wir optisch ein wenig angeschlagen