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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lebensdauer/Ermüdung bei Alu MTB's



derschnellste
10-05-2014, 17:25
Hallo erstmal,

seit 9 Jahren fahre ich ein Simplon Mythos mit XT-Ausstattung, Ritchey WCS Alu Bauteilen und einer Fox F80X.
Das Rad hat ca. 20.000km (hauptsächlich Forstwege) hinter sich.

Grundsätzlich bin ich mit dem Rad super zufrieden, alles funktioniert noch wie am ersten Tag.
Natürlich werden die typischen Verschleissteile (Kette/Beläge/Reifen/Felgen) immer gewechselt.

Meine Frage ist, ob es bei Mountainbikes nennenswerte Alterungs- oder Ermüdungserscheinungen gibt, so dass man sich frühzeitig ein neues Rad zulegen soll, um Brüche zu vermeiden.

Ich bin schon auf eure Antworten gespannt!

Grüße
derschnellste

ekos1
10-05-2014, 21:49
Unbedingt ein neues und ich hole deines zur umweltgerechten Entsorgung jederzeit ab .:devil:

ventoux
10-05-2014, 23:22
Wird wohl schwierig zu beantworten diese Frage, weil ich denke das es keiner so genau sagen kann.
Aluminium ermüdet sicher irgendwann mal. Aber bei 20000km würde ich mir noch keine Sorgen machen.

funkmaster
11-05-2014, 15:00
Wenn du das Rad gut behandelt hast, und sämtliche Lager und Buchsen nicht zu sehr gearbeitet haben...viel Spaß bei den nächsten 40000


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xLink
11-05-2014, 21:37
Inspizier die paar kritischen stellen halt öfter.
Es kriegt ja zuerst meist Risse (welche dann flott wachsen) bevor es endgültig bricht.

derschnellste
11-05-2014, 22:34
Vielen Dank für die Antworten.
Dann werde ich mein Simplon noch weiterfahren, und den Rahmen einfach öfter inspizieren.

@ekos1:
Die umweltgerechte Entsorgung muss noch warten ;)

Karup
13-05-2014, 13:21
Also mein Kettler Alurad ist mittlerweile etwa 24 Jahre alt und wenn ich das richtig zusammengerechnet habe, sind fast 50.000km damit zusammen gekommen.
Glaube auch, das sicher noch einige km sammeln wird, bevor es ernste Schäden am Rahmen hat.

Ohne nun was falsches zu sagen, aber bei einem Markenhersteller sind gerade die "alten" Bikes nach meiner Meinung nach haltbarer als die neuen Superlite Alurahmen.

Wenn ich das Problem mit der Bremse hinten in den Griff bekomme, dann fahre ich das Ding als Stadtschlampe noch laaaange.

Siegfried
13-05-2014, 13:36
Ich glaube, dass die Sprödbrüche bei Aluminiumrahmen eher theoretischer Natur sind, und das "weicher" werden eher messtechnisch denn empirisch belegt ist.

Woran ich mich erinnern kann, ist, dass die Scandium-Legierungen eher bruchgefährdet waren, und die "wahnsinnig" leichten Alu-Rahmen; wobei das selige Scott Team Issue (damals leichtester Alu-Rahmen der Welt) diesbezüglich auch unauffällig war.

Was meiner Erfahrung nach kitzliger ist, sind Vorbauten und Lenker, wobei hier häufig eher anthropogene- als metallurgische Ursachen für Brüche verantwortlich sind ;)

Gili
13-05-2014, 16:48
also bei meinem Vater ist der Rahmen eines TREK 8000 SL vor ein paar Jahren gebrochen (Hinterbaustreben) - ohne Vorankündigung und auch nicht nach sooo vielen km. Ist wohl reine Glückssache, würd ich sagen! Brechen "kann" wohl jeder Rahmen, die Quote wird aber wohl auch nach 10 Jahren noch bei unter 1% liegen ;)

alf2
13-05-2014, 17:08
- Also im GT Forum hab ich festgestellt, dass die Brüche bei den Zaskars schon mit dem Alter zunehmen. Allerdings ist dort die Bruchstelle meist die Sattelklemme und die Räder sind meist über 15, teilweise über 20 Jahre alt.
- Was ich persönlich für viel kritischer halte sind Leichtbau Aluteile wie Lenker und Sattelstütze, die würde ich persönlich schon nach 5 Jahren kübeln!

PNB
16-05-2014, 13:28
Ich glaube, dass die Sprödbrüche bei Aluminiumrahmen eher theoretischer Natur sind, und das "weicher" werden eher messtechnisch denn empirisch belegt ist.


Es wird härter und spröder, nicht weicher.
Wie viel und wie schnell hängt u.a. von der chemischen Zusammensetzung und der Umgebungstemperatur im Laufe der Zeit ab.
Das habe ich zumindest in Erinnerung aus den Schulzeiten.

"Alle Angaben ohne Gewähr".