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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Balaton 200



Golo
02-04-2019, 10:44
Noch ein paar Fotos von unserem Auftritt in Ungarn am Samstag

Golo
02-04-2019, 10:58
Prachtvolles Wetter und kaum Wind - zudem war tenul wieder fit und nähert sich der Hochform.

Golo
02-04-2019, 11:03
Uns hat sich dann noch ein im gleichen Quartier wohnender russischer Randonneur (war sein erster 200er !) angeschlossen. Der Arme musste - da das Paket mit der kurzen Hose nicht rechtzeitig angekommen war - mit langer Hose fahren. Ansonsten eine gelungene Veranstaltung mit vielen (über 200 !) Startern - leider musste oft auf den unterirdisch schlechten ungarischen Radwegen gefahren werden. Aber es war interessant, einmal den See ganz zu umrunden - manche Ecke ist ganz nett.

marty777
02-04-2019, 12:03
Mit wenig Wind, sicher eine schöne Strecke. Würde sich mit dem Gravel Bike auch anbieten, wenn die Rad-Wege so schlecht sind.

tenul
02-04-2019, 13:04
Ja, die Reise zum Balaton hat sich sehr gelohnt. Frühlingsbeginn, Ortswechsel, Reisen... es gab genug Gründe.
Last but not least natürlich: das Radfahren!

Die Idee kam auf, weil ich nach dem Formtief der letzten Wochen und dem doch eher anspruchsvollen Brünn-200er fürs Selbstvertrauen einen "einfacheren" Brevet fahren wollte.
Angesichts der prachtvollen Wetterprognose - Sonne, Wärme und fast Windstille! - haben wir in letzter Minute also noch einen Startplatz ergattert.
Ich bin ja selbst nicht die große Langstreckenfahrerin, hege aber große Sympathie für selbige und für die entsprechenden Events. Und hie und da ein 200er passt mir gut ins Konzept - auch im Sinn einer Standortbestimmung und um einfach mal dahinzurollen.

Angesichts von über 220 extrem relaxten Teilnehmern - und wir mittendrin - sowie perfekter Organisation war die Stimmung schon vom Start weg cool und hat mich "im Kleinen" an die vibrierende Atmosphäre 2015 bei Paris-Brest-Paris erinnert. Zumal die ersten 130 Kilometer waren denn auch wirklich unterhaltsam und verflogen fast wie im Flug.
Schauen, staunen, sich auf die Strecke einstellen und Konzepte entwickeln (Radweg ja/nein? Nein!), die Teilnehmer studieren (Wird der 10-jährige Rennradler, der mit seinen Eltern unterwegs war, die volle Distanz schaffen?), die Vielfalt der Räder (Retro-Tandems, Liegeräder), die Laben, irgendwann eine Gruppe finden ... das bedeutete jede Menge Abwechslung.

Zäher wurde es, als all diese Dinge geklärt waren und am Südufer die Radwegbenützungspflicht zunahm, die Wege immer schlechter wurden, die Orte immer eintöniger. Speziell das Teilstück Richtung Ostufer zieht sich, man fährt erst ewig durch hässliche Wohngebiete mit Hochhäusern, dann gelangt man endlich wieder ins Grüne und trifft auf die schönsten Seegrundstücke, muss aber zur Kenntnis nehmen, dass der "Radweg" über die ärgste Piste mit kindskopfgroßen Schlaglöchern geführt wird.
Hier sind übrigens die einheimischen Insider - im Unterschied zu uns Touristen - auf der Bundesstraße gefahren. Eine ungarische Randonneurin meint dazu: "Ah, wenn ihr den See gesehen habt, dann seid ihr falsch gefahren."

Aber irgendwann hatten wir auch das geschafft und das Ziel rückte näher. Unser russischer Kollege muss gegen Ende zweite Luft bekommen haben und hat auf
den letzten 20 Kilometern noch ordentlich aufs Tempo gedrückt.

Hier noch ein paar Fotos von mir:

201626

tenul
02-04-2019, 13:07
Erweiterte Labe: :D201627
Die letzten 20 Kilometer. 201628 201629

Finished: 201630 201631

Tom Elpunkt
02-04-2019, 13:12
Wie ist denn das Tempo bei so einem Brevet? Findet sich da jeder eine Gruppe stellt man sich am Start schon so hin, wie man fährt? Wechselt man sich im Wind ab?

Golo
02-04-2019, 13:31
Alles ist möglich - gibt schnelle und langsame Gruppen, die Zweckgemeinschaften mit Unbekannten bilden sich nach den Kontrollstellen oder auch unterwegs immer wieder neu. Wenn man längere Zeit in einer Gruppe fährt, ist es schon Etikette, sich im Wind abzuwechseln (oder zumindest bei den FahrerInnen vorne zu fragen ob sie abgewechselt werden möchten). Spricht aber auch nichts dagegen, alleine (wie ich es gerne tue) zu fahren, man ist halt etwas langsamer, braucht sich dafür nicht so zu konzentrieren. Um einen Brevet in der Zeit zu fahren, muss man mit ca. 15 km/h unterwegs sein - Pausen nicht mitgerechnet. Meist geht es entspannt zu - die FahrerInnen, die das rein sportlich sehen, sind bei den div. Radmarathons besser aufgehoben.

tenul
02-04-2019, 13:47
Um einen Brevet in der Zeit zu fahren, muss man mit ca. 15 km/h unterwegs sein - Pausen nicht mitgerechnet.
Naja, eigentlich sind die Pausen mitgerechnet, dh die 15 km/h sind Bruttoschnitt. Zu schnell darf man aber auch nicht fahren.
Entsprechend lautete die Vorgabe für diesen Brevet:

Time limits: between 5 hours 53 mins and 13,5 hours

Soweit ich es aus der Ergebnisliste rauslesen konnte, blieben insgesamt 21 Fahrer unter 7 Stunden.
Die schnellsten Zeiten wurden von zwei Liegeradlern eingefahren, sie benötigten für die 200 km 6:27 bzw 6:29.
Insgesamt waren übrigens 5 Liegeradler am Start.

marty777
02-04-2019, 14:02
In OOE bei den Brevets gibt es Leute, die sieht man nur am Start (weil sie so flott sind). ;)
Die Leute die eine schnelle Zeit einplanen, sollten natürlich auch zuerst starten - damit es nicht so ein Durcheinander auf der Strecke gibt.

Bikerjenny
03-04-2019, 20:30
Erweiterte Labe: :D201627
Die letzten 20 Kilometer. 201628 201629

Finished: 201630 201631



:klatsch::klatsch:

Gratulation :toll: