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Geschrieben

herrlicher Thread :rofl::toll:

 

Prinzipiell red ich mir das ganze so ein:

- Koffein kann leistungssteigernd wirken indem es die Aktivität steigert (is durchaus vom physiologischen Standpunkt aus nachvollziehbar - http://de.wikipedia.org/wiki/Koffein)

- Zucker kann leistungsförndernde Wirkung haben, wenn der Blutzuckerspiegel wegen der Belastung eh schon niedrig ist und/oder die Glykogenreserven in Muskel und Leber ziemlich am Ende sind.

 

 

Letztlich wird aber die Leistungsfähigkeit eh durch die VO2Max (bzw. genauer das was sich in der VO2Max widerspiegelt) etc. begrenzt. Wenn also der Körper eh schon am Limit ist, wird man seine Aktivität nicht mehr großartig steigern können.

(ich will da jetzt nicht ausschließen, dass man da nicht 1% rauskitzeln kann, aber statistisch kann man das wohl schwer an einem selbst nachweisen, weil da 1000 andere Faktoren auch mitspielen)

 

Letztlich wird einem der Zucker im RedBull auch nur was bringen, wenn die Versorgung zu diesem Zeitpunkt nicht ganz ausreichend ist. Sind die Glykogenreserven noch entsprechend vorhanden und der Blutzucker nicht runtergegangen, kanns auch keine positive Wirkung entfalten, ganz im Gegenteil würden mir sogar 3 imho gute Gründe dagegen einfallen:

- um das RedBull entsprechend zu transportieren, abzubauen und resorbieren bedarf es Energie, da das Herz-Kreislauf-System aber eh schon am Limit arbeitet, muss also oxygeniertes Blut, das sonst zu den Muskeln gebracht werden könnte, dem Gastrointestinaltrakt zugeführt werden.

- trinkt man 250ml Redbull innerhalb weniger Minuten, würde die dadurch resorbierte Glukosemenge den Blutzuckerspiegel auf ca. 600mg/dl erhöhen - da man gerade Sport betreibt und ein Teil wohl gleich dem Muskel zugeführt wird, würde der Peak wohl Hausnummer 400mg/dl betragen. Das wäre aber für den Körper noch immer inakzeptabel hoch (über 200 wird er ihn nicht rauflassen) -> er wird auf alle Fälle Insulin ausschütten, was aber eigentlich in jeder Hinsicht ungünstig ist (die Ausschüttung (bzw. automatische Nachproduktion) selbst bedarf Energie, das Insulin anthagonisiert (zumindest teilweise) letztlich die günstigen Hormone Adrenalin, Glukagon, etc., der Einbau als des Blutzuckers als Glykogen verbraucht Energie, Insulin senkt den Blutzucker wohl weiter als notwendig (aus der Funktionsweise derartiger Rückkopplungsmechanismen im Körper lässt sich schließen, dass die Annäherung an den Idealwert sozusagen nicht asymptotisch sondern nur "einpendelnd" erfolgen kann)

- Blutzucker zu verstoffwechseln ist aber letztlich weniger effektiv als die Glukose aus dem Glykogen zu verstoffwechseln (vereinfacht gesagt besteht nämlich Glykogen nicht aus Glukose, sondern aus Glukose-6-Phosphat. Die Glukose aus dem Blut muss man erst zu Glukose-6-Phosphat phosphorylieren um sie "energiegewinnenden" Stoffwechselwegen (egal ob aerobe oder anaerobe) zugänglich zu machen.

Konkret bringt die anaerobe Glykolyse (also bei zu wenig Sauerstoff und unter Laktatbildung, läuft bei hohen Leistungen auf alle Fälle zu einem Teil mit) von 1 Molekül Glukose (also Zucker aus dem Blut) 2 ATP-Moleküle (das ATP ist jenes Molekül, das letztlich die Energie für die Muskelkontraktion und div. andere Vorgänge bereitstellt), die anaerobe Glykolyse von 1 Molekül Glukose-6-Phosphat aus dem Glykogen aber 3 ATP-Moleküle, also 50% mehr!

(- während man trinkt, kann man nicht atmen (weniger O2 Aufnahme, Gefahr von Seitenstechen) :D )

 

 

Daher ist halt meine Schlussfolgerung:

- es ist verständlich, dass die WADA Koffein von der Doping-Liste gestrichen hat, ich kann mir zwar durchaus ein bisschen eine Leistungssteigerung vorstellen, aber diese ist wohl relativ gering und begrenzt durch die Nebenwirkungen bei zu hoher Koffeineinnahme

- RedBull dürfte im Allgemeinen günstige Auswirkungen haben, besonders wenn man müde und ausgelaugt ist, nicht aber, wenn "einfach nur die Muskeln müde sind", weil sie am Limit arbeiten.

- man kann durchaus lange und - wie ich glaube auch - richtige pseudomedizinische Argumentationen führen, egal in welche Richtung, nur weil man bei einem Produkt ein paar logische Gründe für oder gegen eine Leistungssteigerung findet, heißt das noch lange nicht, dass es sich so verhält.

 

Subjekt hab ich auch das Gefühl einer Leistungssteigerung. Beim normalen Fahren trink ichs zwar nicht, aber z.B. bei einer Bergtour am Gipfel ausrasten und gemütlich ein RedBull schlürfen um wieder Energie zu tanken und die Konzentration für die Abfahrt zu erhöhen, ist meiner Erfahrung nach günstig.

 

Aja, Taurin ist ja auch drin, ich kann mir aber unter der Wirkungsweise nichts vorstellen.

 

Gute Nacht, ich danke allen, die bis hierher gelesen haben ;):wink:

Geschrieben

Glaub eher das es an der teilweise Überdosierung einiger Vitamn B´s ist.

Vitamine der B-Gruppe sind besonders wichtig für den Energiestoffwechsel, so zum Beispiel für den Auf- und den Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. B-Vitamine wirken sich auch positiv auf die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit aus.

 

Was ích so im Kopf habe, ist in einer Dose Red Bull 200% der empfohlenen Tagesdosis von Vitman B12 drinnen, und das ist wie zuvor schon beschrieben für den Energiestoffwechsel wichtig.

Geschrieben
Glaub eher das es an der teilweise Überdosierung einiger Vitamn B´s ist.

Vitamine der B-Gruppe sind besonders wichtig für den Energiestoffwechsel, so zum Beispiel für den Auf- und den Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. B-Vitamine wirken sich auch positiv auf die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit aus.

 

Was ích so im Kopf habe, ist in einer Dose Red Bull 200% der empfohlenen Tagesdosis von Vitman B12 drinnen, und das ist wie zuvor schon beschrieben für den Energiestoffwechsel wichtig.

aha! :eek: also B12 ist gut.

Eine Frage nebenbei: Wolt nicht extra an Thread öffnen: Was ist, wenn man zuviel Magnesium zu sich nimmt :confused:

Geschrieben
Glaub eher das es an der teilweise Überdosierung einiger Vitamn B´s ist.

Vitamine der B-Gruppe sind besonders wichtig für den Energiestoffwechsel, so zum Beispiel für den Auf- und den Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. B-Vitamine wirken sich auch positiv auf die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit aus.

 

Was ích so im Kopf habe, ist in einer Dose Red Bull 200% der empfohlenen Tagesdosis von Vitman B12 drinnen, und das ist wie zuvor schon beschrieben für den Energiestoffwechsel wichtig.

Für den Energiestoffwechsel ist vieles wichtig, net nur Vitamine der B-Gruppe, aber schon gar net Werbeaussagen.;)

Geschrieben
herrlicher Thread :rofl::toll:

 

Prinzipiell red ich mir das ganze so ein:

- Koffein kann leistungssteigernd wirken indem es die Aktivität steigert (is durchaus vom physiologischen Standpunkt aus nachvollziehbar - http://de.wikipedia.org/wiki/Koffein)

- Zucker kann leistungsförndernde Wirkung haben, wenn der Blutzuckerspiegel wegen der Belastung eh schon niedrig ist und/oder die Glykogenreserven in Muskel und Leber ziemlich am Ende sind.

 

 

Letztlich wird aber die Leistungsfähigkeit eh durch die VO2Max (bzw. genauer das was sich in der VO2Max widerspiegelt) etc. begrenzt. Wenn also der Körper eh schon am Limit ist, wird man seine Aktivität nicht mehr großartig steigern können.

(ich will da jetzt nicht ausschließen, dass man da nicht 1% rauskitzeln kann, aber statistisch kann man das wohl schwer an einem selbst nachweisen, weil da 1000 andere Faktoren auch mitspielen)

 

Letztlich wird einem der Zucker im RedBull auch nur was bringen, wenn die Versorgung zu diesem Zeitpunkt nicht ganz ausreichend ist. Sind die Glykogenreserven noch entsprechend vorhanden und der Blutzucker nicht runtergegangen, kanns auch keine positive Wirkung entfalten, ganz im Gegenteil würden mir sogar 3 imho gute Gründe dagegen einfallen:

- um das RedBull entsprechend zu transportieren, abzubauen und resorbieren bedarf es Energie, da das Herz-Kreislauf-System aber eh schon am Limit arbeitet, muss also oxygeniertes Blut, das sonst zu den Muskeln gebracht werden könnte, dem Gastrointestinaltrakt zugeführt werden.

- trinkt man 250ml Redbull innerhalb weniger Minuten, würde die dadurch resorbierte Glukosemenge den Blutzuckerspiegel auf ca. 600mg/dl erhöhen - da man gerade Sport betreibt und ein Teil wohl gleich dem Muskel zugeführt wird, würde der Peak wohl Hausnummer 400mg/dl betragen. Das wäre aber für den Körper noch immer inakzeptabel hoch (über 200 wird er ihn nicht rauflassen) -> er wird auf alle Fälle Insulin ausschütten, was aber eigentlich in jeder Hinsicht ungünstig ist (die Ausschüttung (bzw. automatische Nachproduktion) selbst bedarf Energie, das Insulin anthagonisiert (zumindest teilweise) letztlich die günstigen Hormone Adrenalin, Glukagon, etc., der Einbau als des Blutzuckers als Glykogen verbraucht Energie, Insulin senkt den Blutzucker wohl weiter als notwendig (aus der Funktionsweise derartiger Rückkopplungsmechanismen im Körper lässt sich schließen, dass die Annäherung an den Idealwert sozusagen nicht asymptotisch sondern nur "einpendelnd" erfolgen kann)

- Blutzucker zu verstoffwechseln ist aber letztlich weniger effektiv als die Glukose aus dem Glykogen zu verstoffwechseln (vereinfacht gesagt besteht nämlich Glykogen nicht aus Glukose, sondern aus Glukose-6-Phosphat. Die Glukose aus dem Blut muss man erst zu Glukose-6-Phosphat phosphorylieren um sie "energiegewinnenden" Stoffwechselwegen (egal ob aerobe oder anaerobe) zugänglich zu machen.

Konkret bringt die anaerobe Glykolyse (also bei zu wenig Sauerstoff und unter Laktatbildung, läuft bei hohen Leistungen auf alle Fälle zu einem Teil mit) von 1 Molekül Glukose (also Zucker aus dem Blut) 2 ATP-Moleküle (das ATP ist jenes Molekül, das letztlich die Energie für die Muskelkontraktion und div. andere Vorgänge bereitstellt), die anaerobe Glykolyse von 1 Molekül Glukose-6-Phosphat aus dem Glykogen aber 3 ATP-Moleküle, also 50% mehr!

(- während man trinkt, kann man nicht atmen (weniger O2 Aufnahme, Gefahr von Seitenstechen) :D )

 

 

Daher ist halt meine Schlussfolgerung:

- es ist verständlich, dass die WADA Koffein von der Doping-Liste gestrichen hat, ich kann mir zwar durchaus ein bisschen eine Leistungssteigerung vorstellen, aber diese ist wohl relativ gering und begrenzt durch die Nebenwirkungen bei zu hoher Koffeineinnahme

- RedBull dürfte im Allgemeinen günstige Auswirkungen haben, besonders wenn man müde und ausgelaugt ist, nicht aber, wenn "einfach nur die Muskeln müde sind", weil sie am Limit arbeiten.

- man kann durchaus lange und - wie ich glaube auch - richtige pseudomedizinische Argumentationen führen, egal in welche Richtung, nur weil man bei einem Produkt ein paar logische Gründe für oder gegen eine Leistungssteigerung findet, heißt das noch lange nicht, dass es sich so verhält.

 

Subjekt hab ich auch das Gefühl einer Leistungssteigerung. Beim normalen Fahren trink ichs zwar nicht, aber z.B. bei einer Bergtour am Gipfel ausrasten und gemütlich ein RedBull schlürfen um wieder Energie zu tanken und die Konzentration für die Abfahrt zu erhöhen, ist meiner Erfahrung nach günstig.

 

Aja, Taurin ist ja auch drin, ich kann mir aber unter der Wirkungsweise nichts vorstellen.

 

Gute Nacht, ich danke allen, die bis hierher gelesen haben ;):wink:

 

mahe...da hat aber wer brav die prof. goldenberg vorlesungen besucht und im löffler nachgelesen.... :D

(ich hab das dia mit den gluc wandlungswege zu gluc-6-p und dergleichen...)

 

viel spass bei da sip1 ;)

Geschrieben

wenn man "leer" ist, wirkt red bull tatsächlich leistungssteigernd. hab mir vergangenen samstag auch erstmals nach knapp 200 km am renner eins gegönnt und danach den erwarteten zucker- (und koffein)boost erlebt.

 

was ich nicht so toll finde ist der nachgeschmack beim rülpsen und eine ganz seltsame art von durst, die nach dem trinken gekommen ist. ich bleib daher in zukunft beim bewährten cola.

Geschrieben
Was ist, wenn man zuviel Magnesium zu sich nimmt :confused:

 

scheisserei bekommst:D

 

jep, darum kann man magnesium auch schlecht überdosieren, das ist recht praktisch :D

 

red bull macht nicht dick- sind ja nur kohlenhydrate.

 

:confused: zuviel KH = blaad, ganz einfach.

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