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Alpentour Trophy 2022

Alpentour Trophy 2022

27.06.22 08:41 1.136Text: PM, NoManFotos: Marekta Navratilova, Peter Maurer, Sportograf.comDie ganze Welt zu Gast in der Steiermark: Die Estin Greete Steinburg und der Kolumbianer Leonardo Paez holten die Gesamtwertung des diesjährigen MTB-Etappenrennens um Schladming. 27.06.22 08:41 1.182

Alpentour Trophy 2022

27.06.22 08:41 1.1821 Kommentare PM, NoMan Marekta Navratilova, Peter Maurer, Sportograf.comDie ganze Welt zu Gast in der Steiermark: Die Estin Greete Steinburg und der Kolumbianer Leonardo Paez holten die Gesamtwertung des diesjährigen MTB-Etappenrennens um Schladming. 27.06.22 08:41 1.182

Debütantin die eine, Wiederholungstäter der andere, erreichte die Estin Greete Steinberg - logischerweise - zum ersten Mal das oberste Treppchen beim steirischen Stage Race. Der Kolumbianer Leonardo Paez hingegen holte sich seinen bereits dritten Gesamterfolg bei der Alpentour Trophy. Mit dem Vorarlberger Daniel Geismayr schaffte es auch ein rot-weiß-roter Athlet auf das Podium. Der aktuelle Mountainbike-Marathon-Meister wurde Gesamtzweiter.

Paez punktgenau in Form

„Die Form für die Rundfahrt war einfach auf den Punkt genau. Ich bin echt happy, hatte die besten Beine und freue mich über den Erfolg“, erklärte der souveräne Gesamtsieger, der zuletzt 2019 das viertägige Rennen in der Region Schladming-Dachstein für sich entscheiden konnte. Im finalen Zeitfahren holte sich der zweifache Marathon-Weltmeister seinen dritten Tageserfolg in diesem Jahr. Einzig die Marathon-Etappe über den Hauser Kaibling ging an den Italiener Daniele Mensi. Mit diesem konstanten Auftreten sicherte sich der 39-Jährige auch den Sieg in der Bergwertung. In der Gesamtwertung betrug sein Vorsprung auf Geismayr über zehn Minuten.

„Leonardo war einfach in einer eigenen Liga. Ich bin zufrieden mit dem zweiten Rang, habe keine Fehler gemacht. Es ist eine harte Rundfahrt, aber wir fühlen uns als Athleten sehr wohl hier. Die Organisation ist perfekt“, berichtete der Vorarlberger Gesamtsieger von 2017, der sich mit konstanten Leistungen seinen Platz am Podium sicherte.
Mehr zu kämpfen hatte am Ende der Belgier Frans Claes, der den Showdown auf die Schafalm auf dem neunten Rang beendete, aber immerhin noch 1:29 Minuten an Vorsprung auf den Italiener Tony Longo in der Gesamtwertung ins Ziel rettete. Die beiden Steirer Manuel Pliem und David Schöggl beendeten das Einzelzeitfahren auf den Plätzen 16 und 17. Als zweitbester Österreicher in der Gesamtwertung landete Schöggl auf Rang 17, mit dem Oberösterreicher Lukas Kaufmann und Pliem platzierten sich noch zwei weitere Österreicher in den Top 20.

Premierensiegerin Steinburg technisch top

Mit einem vierten Tagesrang verteidigte Greete Steinburg ihre an den ersten beiden Tagen erkämpfte Führung in der Gesamtwertung der Frauen und krönte sich erstmals zur Siegerin des viertägigen Etappenrennens. „Ich habe nicht erwartet hier zu gewinnen“, war die von der landschaftlichen Schönheit der Schladming-Dachstein-Region begeisterte Estin überrascht über ihren Erfolg. „An den Anstiegen habe ich gelitten, da war ich auch nicht die Stärkste. Aber in den technischen Parts und bergab war ich sehr gut, und um hier schnell zu sein, musst du beides können“, erklärte sie weiter.
Den Tagessieg im Einzelzeitfahren hinauf zur Schafalm holte sich die Deutsche Vanessa Schmidt, die schon am Tag zuvor ihren ersten Etappenerfolg erzielen konnte und schlussendlich auf der Planai nochmals nachlegen konnte. „Der letzte Tag war ein Fest. Darauf habe ich mich seit dem Beginn an gefreut. Von Tag zu Tag lief es immer besser und jetzt bin ich richtig im Etappenmodus drinnen“, strahlte die 31-Jährige. Damit verbesserte sie sich in der Gesamtwertung noch auf den zweiten Platz hinter Steinburg und gewann auch die Bergwertung.
Die Tageszweite, die Schwedin Nellie Larsson, wurde Gesamtdritte.

Goldberger und 330 mehr

Im Windschatten all dieser Profis, oder auch weit abgeschlagen, nichtsdestotrotz hart um ihre Platzierungen in den Amateur-Klassen kämpfend, bestritten rund 330 weitere MTB-Fans aus aller Welt die 23. Auflage der Alpentour Trophy.
Ob als Duo in der Adventure-Wertung, solo in einer der vielen Altersklasse, oder am Ende zusammengezählt für eine Team-Platzierung: Das traumhafte Wetter, die grandiose Kulisse der Schladminger Tauern samt Dachsteinmassiv sowie das pompöse Rundherum bei den allabendlichen Buffets, Ehrungen, Verlosungen und Briefings im Kongresszentrum Schladming genossen sie alle gleichermaßen.

So auch Andreas Goldberger, der die Alpentour Trophy 2022 erstmals und als Vorbereitung auf seine Teilnahme an der Crocodile Trophy im November dieses Jahres bestritt.
Eine Stunde und 37 Minuten benötigte der frühere Skispringer für seine Auffahrt von Schladming auf die Schafalm. „Es war richtig hart. Die Hitze war brutal, wie im Backofen. Aber das war sicher eine gute Vorbereitung für Australien“, schmunzelte der Oberösterreicher im Ziel.
Ein zufriedenes Fazit über seine Veranstaltung zog auch Organisator Gerhard Schönbacher. „Wir haben eine tolle Partnerschaft mit der Region und ich freue mich immer wieder, wie herzlich Schladming die gesamte Alpentour-Familie aufgenommen hat. Es sind natürlich anstrengende Tage, aber wie Arbeit fühlt es sich nicht an. Ich freue mich schon wieder auf das nächste Jahr.“ Denn auch 2023 wird das Rennen wieder in der steirischen Bergregion stattfinden ...


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