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Scott Plasma 6 2021

Scott Plasma 6 2021

19.10.20 05:21 6.193Text: Luke BiketalkerFotos: Jochen Haar, Pushing LimitsTriathleten dürfen nervös an ihren Fingern kauen - Scott schickt mit dem Plasma 6 eine neue Waffe in den Kampf gegen die Uhr.19.10.20 05:21 6.203

Scott Plasma 6 2021

19.10.20 05:21 6.2031 Kommentare Luke Biketalker Jochen Haar, Pushing LimitsTriathleten dürfen nervös an ihren Fingern kauen - Scott schickt mit dem Plasma 6 eine neue Waffe in den Kampf gegen die Uhr.19.10.20 05:21 6.203

Um die Marketing-Claims des neuen Scott Plasma 6 vorherzusehen, genügt ein flüchtiger Blick auf dessen Silhouette. Klar ist die Waffe mit dem Zeitfahrlenker bis ins kleinste Detail aerodynamisch optimiert. Um das schnellste Pferd im Stall der Triathlon-Räder zu werden, wurden zusätzlich möglichst vielfältig einstellbare Cockpitpositionen realisiert. Und schließlich versteckte man auch noch sämtliche Wasservorräte vor dem "Feind" Wind.
Zeitfahrspezialisten müssen bei so viel aerodynamischer Innovation aber leider passen. Denn entgegen dem Plasma 5 verfehlt das neue Plasma 6 in vielerlei Hinsicht die gestrengen Regularien der traditionsverhafteten UCI. Somit bleibt das Rad der Triathlongemeinde vorbehalten.

Im Zentrum der Entwicklung stand von Tag 1 an die aerodynamische Gesamtperformance. Und zu dieser trägt bekanntlich nicht nur das Rahmenset, sondern vor allem auch die Fahrposition einen beträchtlichen Teil bei. Darum arbeitete das Team des hauseigenen Anbauteil-Spezialisten Syncros intensiv an einer maximal einstellbaren Kombination aus Base Bar, Extensions und Sattelpositionen. Mit Feedback von Sebastian Kienle und Alistar Brownlee entstand so ein Rad, dass sich an jede Distanz und Anatomie perfekt anpassen lassen soll.
Am Rahmen selbst wurde viel für die optimale Integration des Hinterreifens getan. Umso näher der Reifen am Rahmen, desto aerodynamischer das Rad - unabhängig von Reifen- und Laufrad-Wahl erlauben so sechs unterschiedliche Dropout-Positionen einen maximal kleinen Abstand von Reifen zu Rahmen.
Völlig konträr, so erklärt es Scott, verhält es sich am Vorderrad. Zwar wäre das Rad am schnellsten, wären Vorderrad und Unterrohr stets in einer Linie. Das funktioniert in der Praxis aber nur eingeschränkt. Darum griff man zur laut eigenen Messungen zweitschnellsten Variante und versuchte die Lücke, sprich den Abstand, zwischen Rad und Unterrohr zu vergrößern. Besagte "Lücke" soll das schnellste Setup im Fahrbetrieb liefern.

Ein weiteres großes Thema war jenes der Integration. Schließlich gehört Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme zum A & O des Triathlons. Darum begnügt sich das Plasma 6 auch nicht mit zwei Flaschen hinter dem Sattel - wobei es auch dieses Feature unterstützt. Stattdessen ist ein eigenes Hydration- und Nutrition-System in Rahmen und Cockpit integriert. Gels finden in der Aero-Box über dem Tretlager Platz, hinter dem Steuerrohr sitzt eine integrierte Flasche die es erlaubt, via Trinkhalm zu trinken, ohne die Aero-Position zu verlassen. In der Finne hinter der Sattelstütze bleibt schließlich noch weiterer Platz für Kleinteile.

Bevor jetzt das große Geheule um die Preise losbricht sei gesagt: Die Stückzahl macht den Preis. Und bei Nischenprodukten, wie es ein Triathlonrad nun mal darstellt, sind besagte Stückzahlen entsprechend gering. Wohl mit ein Grund, weshalb für 6.999 Euro auch erst das Rahmenset (!) des Plasma 6 den Besitzer wechselt. Zum UVP von 8.999 Euro findet sich mit dem Plasma 6 RC das günstigste Komplettrad der Familie. Das High-End Modell Plasma 6 Premium schlägt schließlich mit beachtlichen 14.999 Euro zu Buche.


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