Scott Spark DC 2027 - Erste Erfahrungen

Scott Spark DC 2027 - Erste Erfahrungen

10.09.26 16:00 1.584Text: Martin RauscherMartin Rauscher

Martin Rauscher Alter: 28 Größe: 190 cm Schrittlänge: 93 cm Gewicht: 74 kg Fahrstil/-können: Racer, Brauchbare Leistungen in XCO und Marathon

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Fotos: Rupert Fowler, Piper Albrecht, Benoit Grandjean, Scott Sports
140 mm vorne, 138 mm hinten und erstmals eine eigenständige Rahmenplattform: Das neue Scott Spark DC will mehr sein als ein aufgebohrtes XC-Bike - unser erster Fahreindruck im direkten Vergleich zum Scott Spark RC.10.09.26 16:00 6.204

Scott Spark DC 2027 - Erste Erfahrungen

10.09.26 16:00 6.2044 Kommentare Martin RauscherMartin Rauscher

Martin Rauscher Alter: 28 Größe: 190 cm Schrittlänge: 93 cm Gewicht: 74 kg Fahrstil/-können: Racer, Brauchbare Leistungen in XCO und Marathon

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Rupert Fowler, Piper Albrecht, Benoit Grandjean, Scott Sports
140 mm vorne, 138 mm hinten und erstmals eine eigenständige Rahmenplattform: Das neue Scott Spark DC will mehr sein als ein aufgebohrtes XC-Bike - unser erster Fahreindruck im direkten Vergleich zum Scott Spark RC.10.09.26 16:00 6.204

Der kundige Scott-Käufer und Bike-Nerd wird sich nach der Vorstellung des neuen Spark RC bestimmt gefragt haben, was aus dem klassischen Spark wird. Beim Vorgänger stellte Scott von Anfang an zwei Varianten vor: das reinrassige RC mit 120 mm Federweg an Front und Heck sowie das reguläre Spark ohne Namenszusatz. Letzteres unterschied sich im Wesentlichen nur durch eine Federgabel mit 10 mm mehr Hub. Später folgte das Spark ST (SuperTrail), bei dem der Gabel-Federweg um weitere 10 mm angehoben wurde. Darunter litt natürlich der ohnehin schon flache Sitzwinkel.

 Das ist von nun an Geschichte: Das neue Spark DC wurde von Grund auf für mehr Federweg an Front und Heck entwickelt. 

mehr ist mehr
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  • Rahmendetails Scott Spark DC 10Rahmendetails Scott Spark DC 10
    Rahmendetails Scott Spark DC 10
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  • Verteckter Dämpfer vom Scott Spark DC 10Verteckter Dämpfer vom Scott Spark DC 10
    Verteckter Dämpfer vom Scott Spark DC 10
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  • hinterer Kotflügel Scott Spark DC 10hinterer Kotflügel Scott Spark DC 10
    hinterer Kotflügel Scott Spark DC 10
    hinterer Kotflügel Scott Spark DC 10
  • eleganter Hinterbau am Scott Spark DC 10eleganter Hinterbau am Scott Spark DC 10
    eleganter Hinterbau am Scott Spark DC 10
    eleganter Hinterbau am Scott Spark DC 10
  • Aufnahmepunkte am Oberrrohr des Scott Spark DC 10Aufnahmepunkte am Oberrrohr des Scott Spark DC 10
    Aufnahmepunkte am Oberrrohr des Scott Spark DC 10
    Aufnahmepunkte am Oberrrohr des Scott Spark DC 10
  • Oberrohr Detail Scott Spark DC 10Oberrohr Detail Scott Spark DC 10
    Oberrohr Detail Scott Spark DC 10
    Oberrohr Detail Scott Spark DC 10

Was bedeutet DC überhaupt?

DC steht für Down-Country und bezeichnet im Grunde ein abfahrtsoptimiertes Cross-Country-Bike. Bei den meisten Herstellern beschränkt sich diese Wandlung auf eine längere Gabel und robustere Komponenten: grobstolligere Reifen, standfestere Bremsen und – sofern das meist lange Sitzrohr es zulässt – eine Dropper-Post mit etwas mehr Hub.

Nicht so beim neuen Spark DC. Bis auf den Namensbestandteil und eine gewisse optische Ähnlichkeit haben die beiden Plattformen wenig gemein.

Der Rahmen und seine Geometrie wurden eigenständig und klar abfahrtsorientierter ausgelegt. Statt 120 mm wie beim RC stehen 140 mm Federweg an der Front und nominell 138 mm am Heck zur Verfügung. Dazu kommt ein größerer Dämpfer, mehr Platz für voluminöse Aftermarket-Dämpfer und eine Geometrie, die nicht erst durch eine längere Gabel in Richtung Trailbike gebogen werden musste. Scott selbst positioniert das DC dementsprechend als Gegenstück zum rennorientierten RC – XC-Effizienz und geringes Gewicht sollen bleiben, der Fokus liegt aber stärker auf technischem Gelände, langen Trail-Tagen und, ganz profan, Spaß statt Startnummer.

  • Scott Spark DC FactoryScott Spark DC Factory
    Scott Spark DC Factory
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  • Scott Spark DC 20Scott Spark DC 20
    Scott Spark DC 20
    Scott Spark DC 20

 Das Spark DC ist kein Spark RC mit Plateauschuhen. 

no high heels
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Eigenständiger Hinterbau

Die grundsätzliche Idee hinter dem Fahrwerk kennen wir vom neuen RC: Der Dämpfer liegt tief im Rahmen über dem Tretlager, dazu kommt ein Flex-Pivot-Hinterbau ohne zusätzliches Gelenk an den Sitzstreben. Beim DC wurde die Kinematik allerdings auf den größeren Federweg und den anderen Einsatzzweck abgestimmt.

Dabei ging es Scott laut eigenen Angaben nicht darum, um jeden Preis das niedrigste Rahmengewicht zu erzielen. Entscheidend sei vielmehr die Balance aus Gewicht, Festigkeit, Steifigkeit und Haltbarkeit. Die tiefe und zentrale Position von Dämpfer und Kinematik soll zusätzlich die Gewichtsverteilung verbessern: Masse, die sonst weiter oben im Rahmen sitzt, wandert in Richtung Tretlager. Das soll bei höherem Tempo für Ruhe sorgen, ohne das Bike beim Beschleunigen und in Kurven träge zu machen.

Scott nennt 138 mm Hinterradfederweg. Die Kinematik wurde mit einer gezielt ausgelegten Leverage-Kurve abgestimmt, die vor allem im mittleren Federwegsbereich Support liefern und am Ende des Hubs ein kontrolliertes Bottom-out-Verhalten ermöglichen soll. Gleichzeitig wurde der Anti-Squat so gewählt, dass der Hinterbau unter Last genügend Vortrieb bietet, ohne bei technischen Anstiegen unnötig Traktion zu verschenken. Beim Pumpen und in Kurven soll wiederum ausreichend Gegenhalt vorhanden sein.

Ein interessantes Detail sind die Lagerösen am speziell abgestimmten Dämpfer. Sie sollen die Reibung an den Befestigungspunkten reduzieren und damit das Ansprechverhalten auf kleine Schläge sowie im ersten Teil des Federwegs verbessern. Das klingt auf dem Papier nach einer Kleinigkeit, passt aber zum eigentlichen Entwicklungsziel: nicht maximale Steifigkeit an jeder Stelle, sondern ein Rahmen-Fahrwerks-System, das Grip und Kontrolle liefert.

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Mehr Trail heißt nicht einfach mehr Federweg

Ähnlich wie beim RC betrachtet Scott auch beim DC die Nachgiebigkeit des Rahmens als Teil des Gesamtsystems. Rahmen-Compliance und gezielt abgestimmte Steifigkeit sollen zusammenarbeiten, anstatt den Rahmen schlicht in alle Richtungen maximal steif zu bauen. Die Parallele zum bereits vorgestellten RC ist offensichtlich: Dort war „Grip = Speed" eines der zentralen Themen der Präsentation. Beim DC steht naturgemäß weniger die letzte Sekunde auf der Rennstrecke als berechenbarer Grip auf losem und technischem Untergrund im Vordergrund.

Interessant ist außerdem die konstruktive Freiheit rund um den Dämpfer. Der Rahmen bietet genügend Platz für deutlich potentere Aggregate als ein klassisches XC-Fully. Offiziell nennt Scott unter anderem RockShox SIDLuxe XL beziehungsweise SIDLuxe XL Flight Attendant, Fox Float, Öhlins TTX22M.2 und sogar RockShox Super Deluxe als kompatibel. Die Dämpferaufnahme arbeitet mit Standardösen und 20 × 8 mm Hardware.

Serienmäßig ist das Spark DC auf 140 mm Federweg an der Front ausgelegt, laut Scotts technischem Datenblatt wurde der Rahmen aber auch mit 150-mm-Gabeln getestet. Wer das DC später noch etwas stärker in Richtung Trail trimmen möchte, steht damit zumindest rahmenseitig nicht gleich an. Auch bei den Reifen gibt es Reserven: Freigegeben sind bis zu 2,6 Zoll Breite. Am Antrieb sind maximal 34 Zähne vorne bei 55 mm Chainline vorgesehen; das Tretlager ist erfreulicherweise ein klassisches BSA 73. Damit wird aus der Sache deutlich mehr als nur eine Federwegsübung.

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  • "Save the Frame" Lenkeranschlag links"Save the Frame" Lenkeranschlag links
    "Save the Frame" Lenkeranschlag links
    "Save the Frame" Lenkeranschlag links
  • und Lenkeranschlag rechtsund Lenkeranschlag rechts
    und Lenkeranschlag rechts
    und Lenkeranschlag rechts
  • komplett interne Kabelführungkomplett interne Kabelführung
    komplett interne Kabelführung
    komplett interne Kabelführung
  • oder klassischer durch den Steuersatzoder klassischer durch den Steuersatz
    oder klassischer durch den Steuersatz
    oder klassischer durch den Steuersatz

Schrauber dürfen aufatmen

Weitere clevere Features:
  • Flexible Leitungsführung: Wahlweise durch den Steuersatz (für Masochisten) oder klassisch seitlich am Steuerrohr in den Rahmen.
  • Klassische, austauschbare Sattelstützklemmung: Im Gegensatz zur integrierten Lösung des RC setzt Scott beim DC auf eine konventionelle 34,9-mm-Klemmung für die 31,6-mm-Sattelstütze.
  • Dämpfer-Kompatibilität: Platz für großvolumige Dämpfer mit Ausgleichsbehälter.
  • Volle Dropper-Freiheit: Ausreichend Einstecktiefe für extralange Variosattelstützen über alle Rahmengrößen hinweg.
  • Gerade die alternative Leitungsführung ist eine erfreuliche Kleinigkeit. Wer ein möglichst cleanes Cockpit will, darf weiterhin alles durch den Steuersatz stopfen. Wer sein Bike hingegen selbst zangelt und beim Lagertausch nicht gleichzeitig die halbe Bremsanlage zerlegen möchte, führt die Leitungen über das Steuerrohr-Emblem klassisch in den Rahmen. Danke.
  • Auch sonst scheint Scott diesmal stärker an die Werkstatt gedacht zu haben. Schrauben und Einstellpunkte sind laut Hersteller direkt zugänglich, Drehmomentangaben finden sich unmittelbar an den entsprechenden Stellen. HMX-Rahmen bekommen zusätzlich CeramicSpeed-SLT-Lager, bei den HMF-Modellen kommen gedichtete Edelstahllager zum Einsatz.
  • KettenführungKettenführung
    Kettenführung
    Kettenführung
  • „Save the Day"-Kit„Save the Day"-Kit
    „Save the Day"-Kit
    „Save the Day"-Kit
  • Fork-Lock AnschlagsbegrenzungFork-Lock Anschlagsbegrenzung
    Fork-Lock Anschlagsbegrenzung
    Fork-Lock Anschlagsbegrenzung
  • Sag-IndicatorSag-Indicator
    Sag-Indicator
    Sag-Indicator
  • SRAM Flattop KetteSRAM Flattop Kette
    SRAM Flattop Kette
    SRAM Flattop Kette
  • Syncros IC-M200-SL2 HMF CarbonSyncros IC-M200-SL2 HMF Carbon
    Syncros IC-M200-SL2 HMF Carbon
    Syncros IC-M200-SL2 HMF Carbon
  • Syncros Silverton CF2 Carbon LaufräderSyncros Silverton CF2 Carbon Laufräder
    Syncros Silverton CF2 Carbon Laufräder
    Syncros Silverton CF2 Carbon Laufräder
  • Stau-, Werkzeug- und DämpferfachStau-, Werkzeug- und Dämpferfach
    Stau-, Werkzeug- und Dämpferfach
    Stau-, Werkzeug- und Dämpferfach
  • Syncros Griffe und SRAM AXS Rocker Pod ControllerSyncros Griffe und SRAM AXS Rocker Pod Controller
    Syncros Griffe und SRAM AXS Rocker Pod Controller
    Syncros Griffe und SRAM AXS Rocker Pod Controller
  • SRAM X0 Eagle XS-1295, 10-52 Z.SRAM X0 Eagle XS-1295, 10-52 Z.
    SRAM X0 Eagle XS-1295, 10-52 Z.
    SRAM X0 Eagle XS-1295, 10-52 Z.
  • Maxxis Forekaster 29x2,4" vorneMaxxis Forekaster 29x2,4" vorne
    Maxxis Forekaster 29x2,4" vorne
    Maxxis Forekaster 29x2,4" vorne
  • Maxxis Rekon 29x2,4" hintenMaxxis Rekon 29x2,4" hinten
    Maxxis Rekon 29x2,4" hinten
    Maxxis Rekon 29x2,4" hinten
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Altbekanntes, sinnvoll weiterverwendet

Bewährte Details des Spark RC bleiben erhalten: zusätzlich gedichtete Lager, der integrierte Dämpfer, das Rahmenstaufach mit „Save the Day"-Kit sowie zwei Ausstattungsvarianten mit RockShox Flight Attendant.Das Staufach sitzt hinter einer magnetisch gehaltenen Unterrohrabdeckung. Darin finden sich, je nach Modell, ein leichter Ersatzschlauch, Pumpe und Reifenheber. Dazu gibt es ein Multitool mit 6-mm-Inbus, T25 und dem für die jeweilige Dämpferverstellung passenden kleinen Innensechskant. Die integrierte SAG-Anzeige wurde ebenfalls übernommen.

Auch der Lenkwinkel lässt sich wie beim RC über die Steuersatzschalen um ±0,5° verändern. Ein abnehmbarer Lenkanschlag verhindert im Fall des Falles, dass Lenker oder Bremshebel Bekanntschaft mit dem Oberrohr machen. Ein praktisches Detail des RC vermisse ich allerdings: Das Spark DC hätte das Potenzial gehabt, endlich ein 140-mm-Bike mit Aufnahmen für zwei Flaschenhalter zu werden. Warum Scott die Montagemöglichkeit am Sitzrohr weggelassen hat, bleibt unverständlich. Zwar hätten dort aufgrund des kürzeren Sitzrohrs je nach Rahmengröße nur kompaktere Flaschen Platz gefunden, besser als nur eine Flasche wäre es allemal gewesen. Immerhin bietet die Unterseite des Oberrohrs, wie beim RC, Befestigungspunkte für Mini-Taschen oder Tool-Straps.

Geometrie - Flach / -0,5°

Geometrie - flach / -0,5°SMLXL
Gabelversatz44 mm44 mm44 mm44 mm
Lenkwinkel64,5°64,5°64,5°64,5°
Steuerrohr90 mm100 mm115 mm130 mm
Oberrohr horizontal568 mm598 mm628 mm658 mm
Überstandshöhe739 mm738 mm756 mm773 mm
Tretlagerabsenkung-39 mm-39 mm-39 mm-39 mm
Tretlagerhöhe338 mm338 mm338 mm338 mm
Radstand1.182 mm1.218 mm1.254 mm1.291 mm
Sitzrohr380 mm400 mm440 mm470 mm
Sitzwinkel76,1°76,1°76,1°76,1°
Kettenstreben440 mm440 mm440 mm440 mm
Reach431 mm461 mm491 mm521 mm
Stack599 mm608 mm622 mm636 mm
Max. Sattelstützen-Einstecktiefe287 mm307 mm348 mm378 mm

Geometrie - Standard / 0°

Geometrie - Standard / 0°SMLXL
Gabelversatz44 mm44 mm44 mm44 mm
Lenkwinkel65,0°65,0°65,0°65,0°
Steuerrohr90 mm100 mm115 mm130 mm
Oberrohr horizontal569 mm599 mm629 mm659 mm
Überstandshöhe739 mm738 mm756 mm773 mm
Tretlagerabsenkung-38 mm-38 mm-38 mm-38 mm
Tretlagerhöhe339 mm339 mm339 mm339 mm
Radstand1.177 mm1.213 mm1.250 mm1.286 mm
Sitzrohr380 mm400 mm440 mm470 mm
Sitzwinkel76,2°76,2°76,2°76,2°
Kettenstreben440 mm440 mm440 mm440 mm
Reach430 mm460 mm490 mm520 mm
Stack600 mm609 mm623 mm637 mm
Nachlauf127 mm127 mm127 mm127 mm
Gabellänge551 mm551 mm551 mm551 mm
Max. Sattelstützen-Einstecktiefe287 mm307 mm348 mm378 mm

Geometrie - Steil / +0,5°

Geometrie - steil / +0,5°SMLXL
Gabelversatz44 mm44 mm44 mm44 mm
Lenkwinkel65,5°65,5°65,5°65,5°
Steuerrohr90 mm100 mm115 mm130 mm
Oberrohr horizontal570 mm600 mm630 mm660 mm
Überstandshöhe739 mm738 mm756 mm773 mm
Tretlagerabsenkung-37 mm-37 mm-37 mm-37 mm
Tretlagerhöhe339 mm339 mm339 mm339 mm
Radstand1.173 mm1.209 mm1.245 mm1.281 mm
Sitzrohr380 mm400 mm440 mm470 mm
Sitzwinkel76,3°76,3°76,3°76,3°
Kettenstreben440 mm440 mm440 mm440 mm
Reach429 mm459 mm489 mm519 mm
Stack602 mm611 mm625 mm638 mm
Nachlauf124 mm124 mm124 mm124 mm
Gabellänge551 mm551 mm551 mm551 mm
Max. Sattelstützen-Einstecktiefe287 mm307 mm348 mm378 mm
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Modellpalette und Preise

Scott bringt das neue Spark DC in fünf Modellvarianten: Spark DC Factory, DC 10, DC 20, DC 30 und DC 40. An der Spitze steht das Spark DC Factory mit leichterem HMX-Carbonrahmen und entsprechend hochwertiger Ausstattung. Direkt darunter folgt das von uns gefahrene Spark DC 10 mit HMF-Carbonrahmen, RockShox Pike Ultimate und SIDLuxe XL Ultimate samt elektronischem Flight Attendant sowie SRAM X0 Eagle AXS Transmission. Factory und DC 10 sind damit auch die beiden Flight-Attendant-Modelle der Baureihe.

Beim Spark DC 20, DC 30 und DC 40 bleibt es beim HMF-Carbonrahmen, die Ausstattung wird entsprechend der Preisklasse abgestuft. Statt der elektronischen Fahrwerksregelung kommt hier Scotts bewährtes TwinLoc-System mit Descend, Traction Control und Lockout zum Einsatz; je nach Modell kombiniert Scott dafür Fahrwerkskomponenten von Fox beziehungsweise RockShox sowie unterschiedliche SRAM- und Shimano-Antriebsgruppen. Allen fünf Modellen gemeinsam bleiben die neue DC-Rahmenplattform, 140 mm Federweg vorne, 138 mm hinten, die verstellbare Geometrie und die wesentlichen Rahmenfeatures. Die komplette Komponentenliste und sämtliche Modellvarianten finden sich wie gewohnt auf der Scott-Website.

Preise

Modell Farbe Preis (UVP)
Scott Spark DC Factory Carbon Black € 11.499,-
Scott Spark DC 10 Mist Blue € 8.499,-
Scott Spark DC 20 Lemon Yellow € 5.699,-
Scott Spark DC 30 Carbon Black € 4.699,-
Scott Spark DC 40 Tender Green € 3.699,-
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Erster Fahreindruck: Massa Marittima

Nach der offiziellen Premiere darf ich es verraten: Bei den Testfahrten im April in Massa Marittima saß ich nicht nur auf dem RC. Nach zwei Tagen auf der Rennfeile bot sich die Gelegenheit, direkt auf das Spark DC umzusteigen.
Bergauf fehlte im ersten Moment die gewohnte Spritzigkeit des RC. Das lässt sich jedoch simpel auf zwei Faktoren zurückführen:

Reifenwahl: Statt der schnellen Maxxis Aspen rollt das DC auf einer Kombination aus Maxxis Forekaster vorne und Rekon Race hinten.

Fahrwerks-Setup: Das RockShox Flight Attendant verzichtet im Werkszustand auf das automatische Blockieren (Lock-Modus) und wechselt selbstständig nur zwischen „Open" und „Trail".
Beides lässt sich anpassen, steht dem Charakter des Bikes im Auslieferungszustand aber extrem gut. Durch das potentere Fahrwerk würde man den Aspen-Reifen im groben Geläuf schlicht überfahren – sofern man nicht Nino Schurter heißt. Auch der automatisch aktivierte Lock-Modus würde auf technischen Trails unnötig Grip und Komfort kosten. Für lange Asphalt- oder Schotteranstiege lässt sich der Lockout ohnehin jederzeit manuell über den linken SRAM Pod Controller aktivieren. Wer möchte, schaltet den Drei-Stufen-Automatismus einfach über die AXS-App frei.
Schon auf der ersten Abfahrt zeigte sich: Das Spark DC ist kein künstlich hochgebocktes XC-Bike, dessen Klettereigenschaften unter übermäßigem Gabel-Federweg („Overforking") leiden. Es klettert ähnlich souverän wie das RC, nur eine Spur gelassener.

Tech Specs Scott Spark DC 10

Modell Scott Spark DC 10
Farbe Mist Blue
Größen S, M, L, XL
Testgröße XL
Rahmen Spark DC HMF Carbon Gen5, verstellbarer Lenkwinkel, Fork Lock, BSA, UDH, 12x148 mm, 55 mm Chainline
Federweg 140 mm vorne / 138 mm hinten
Gabel RockShox Pike Ultimate Flight Attendant, Charger 3.1, 3P, 15x110 mm
Dämpfer RockShox SIDLuxe XL Ultimate Flight Attendant, Large Air Can, 3P, Bearing Hardware 20x8 mm
Fahrwerkssteuerung RockShox Flight Attendant
Schaltwerk SRAM X0 Eagle AXS Transmission, 12-fach
Schalthebel SRAM AXS Rocker Pod Controller
Kurbel SRAM X0 Eagle Transmission, Spindle Powermeter, DUB, 55 mm Chainline, 32 Zähne
Tretlager SRAM DUB BSA 73 MTB Wide
Kette SRAM X0 Eagle Transmission
Kassette SRAM X0 Eagle XS-1295 Transmission, 10--52 Z.
Bremsen SRAM Motive Silver, 4-Kolben
Bremsscheiben SRAM HS2 Centerlock, 180/180 mm
Lenker Syncros IC-M200-SL2 HMF Carbon, 20 mm Rise, 7° Backsweep, 760 mm
Sattelstütze Syncros SP-M301-AL2 +RAD 2.0, 31,6 mm
Sattel Syncros Tofino R 2.0, CrMo Rails
Steuersatz Syncros/Acros Angle Adjust ±0,5°, Fork Lock, Edelstahllager, IS52
Laufräder Syncros Silverton CF2 Carbon, 30 mm Innenweite, Tubeless Ready, 24H, XD
Reifen vorne Maxxis Forekaster 29x2,4", 120 TPI, 3C MaxxTerra, EXO, Tubeless Ready
Reifen hinten Maxxis Rekon 29x2,4", 120 TPI, 3C MaxxTerra, EXO, Tubeless Ready
Extras Syncros Save The Day Kit IS-M100, Syncros Tool & Tubeless Handlebar Kit, SRAM AXS Powerpack
Herstellergewicht ca. 12,3 kg, Gr. M, Tubeless, ohne Save The Day Kit
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Lang ist nicht gleich träge

Bergab überzeugt das Bike auf ganzer Linie. Der beste Beweis: Nino Schurter war weiterhin auf dem RC unterwegs. Während er mir am Vortag nach wenigen Kehren uneinholbar enteilte, hielt sich der Rückstand dieses Mal in vertretbaren Grenzen.

Gewöhnung erforderte anfangs lediglich die serienmäßige Dropper-Post mit satten 225 mm Hub – auf meinen eigenen Bikes fahre ich gewöhnlich 170 mm (zum Vergleich: das 2019er Scott Ransom Enduro wurde in Größe XL noch mit 150 mm Hub ausgeliefert).

Ebenfalls überrascht hat mich der Blick in die Geometrietabelle: Der Reach des getesteten XL-Rahmens liegt je nach Steuersatz-Einstellung bei rund 520 mm, gut 20 mm länger als bei meinen gewohnten Rädern. Hätte ich diese Werte vorab studiert, wären mir im Hinblick auf die Wendigkeit auf den verwinkelten Trails von Massa Marittima sicherlich Zweifel gekommen. Auf dem Trail zeigt sich jedoch: Die Geometrie ist hervorragend ausbalanciert und verblüffend agil.

 Das Spark DC ist kein künstlich hochgebocktes XC-Bike. Es klettert ähnlich souverän wie das RC -- nur eine Spur gelassener. 

Martins erste Eindrücke in Massa Marittima
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RC oder DC?

Damit wird die Trennung der beiden Spark-Modelle wesentlich klarer als bei der letzten Generation. Wer Rennen fährt, maximale Beschleunigung sucht und bergab nur so viel Bike mitschleppen möchte wie unbedingt notwendig, findet im Spark RC weiterhin die Rennfeile.

Das DC gibt dafür ein wenig von dieser letzten Spritzigkeit her und bekommt im Gegenzug Reserven, die sich nicht nur aus 20 mm zusätzlichem Federweg erklären. Flacherer Lenkwinkel, deutlich längere Geometrie, 140/138 mm Fahrwerk, längere Dropper, kräftigere Reifen und die Möglichkeit, einen richtig potenten Dämpfer einzubauen, ergeben in Summe ein anderes Rad.
Und trotzdem bleibt genügend Spark übrig.

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Einordnung

Als passionierter Racer fiel meine Wahl für den Dauertest letztlich auf das Spark RC. Für die rennfreie Zeit hätte ich allerdings absolut nichts dagegen, wenn mir Scott noch ein Spark DC für ausgiebige Trail-Wochen vor die Tür stellt.

Das Spark DC hat großes Potential, ein Bike für Leute zu werden, die nur ein Rad besitzen wollen oder können. Es fährt bergauf noch immer deutlich näher am Cross-Country-Bike als am Trailbike, bietet bergab aber genügend Reserven, dass man sich nicht bei jeder gröberen Linie fragen muss, ob das jetzt eigentlich noch zum Einsatzgebiet gehört. Oder anders gesagt: Während das RC wissen möchte, wie schnell man von A nach B kommt, interessiert sich das DC offenbar stärker dafür, was zwischen A und B noch alles herumliegt. Wäre da nur ein zweiter Flaschenhalter ...

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