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Scott Foil Ultimate RC 2023 im Langzeittest

Scott Foil Ultimate RC 2023 im Langzeittest

02.01.23 07:33 7.086Text: Hannes LedererFotos: Erwin HaidenGeduldsprobe zuerst, Freudenfest dann. Seit Oktober sitzt unser wattstärkster Tester auf Scotts neuem Aerorenner in der Topversion. Und hofft nach Erscheinen des Reviews eigentlich nur auf eines: dass Scott auf die Abholung seines superschnellen, superedlen und erbaulich komfortablen Testbikes noch ein, zwei Jahre vergessen möge ...02.01.23 07:33 7.207

Scott Foil Ultimate RC 2023 im Langzeittest

02.01.23 07:33 7.20743 Kommentare Hannes Lederer Erwin HaidenGeduldsprobe zuerst, Freudenfest dann. Seit Oktober sitzt unser wattstärkster Tester auf Scotts neuem Aerorenner in der Topversion. Und hofft nach Erscheinen des Reviews eigentlich nur auf eines: dass Scott auf die Abholung seines superschnellen, superedlen und erbaulich komfortablen Testbikes noch ein, zwei Jahre vergessen möge ...02.01.23 07:33 7.207

Es hat dann doch länger gedauert als gedacht. Eigentlich sollte ich das neue Scott Foil RC schon im Sommer für einen Langzeittest bekommen. Aber was lange währt, wird ja bekanntlich endlich gut. Ungeduld ist eine meiner Tugenden, es war nicht leicht; aber Anfang Oktober hatte das Warten schließlich ein Ende.
Zu meiner großen Überraschung und Freude wurde tatsächlich das Ultimate geliefert. Nicht kleckern, sondern klotzen! Ganz nach meinem Geschmack.

Wie manchen vielleicht bereits beim ersten Foto aufgefallen ist, war die Laune beim Fotoshooting bestens. Es soll hier aber nicht der Eindruck entstehen, dass nur geblödelt wurde. Nota bene: So ein Langzeittest ist eine ernste Angelegenheit und wird stets mit voller Ernsthaftigkeit und Sachlichkeit durchgeführt. Weder Mensch noch Material werden dabei geschont.
Aber #noshortcuts zum Trotz sei den denkenden Zellen und tippenden Fingern an dieser Stelle eine kleine Abkürzung gestattet: Wer in Sachen Technik jedes noch so kleine Detail über Scott neue Aerowaffe wissen möchte, dem lege ich hiermit meinen Bericht von der Präsentation im schönen Italien nahe.
Für alle anderen hier eine nicht ganz so ausführliche Zusammenfassung der meiner Meinung nach wichtigsten Neuerungen, speziell auf das Foil RC Ultimate bezogen.

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 21% schneller, 9% leichter, 10% bequemer 

To make a long story short
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Aerodynamik

Wie von einem waschechten Scott Foil nicht anders zu erwarten, wurde ein enormer Aufwand betrieben, um das Rad nach den aktuell gültigen Vorschriften der UCI aerodynamisch zu optimieren. Ziel war es, nicht das schnellste Frameset für den Windkanal zu entwickeln, sondern unter Berücksichtigung der drei Elemente Rad - Komponenten - Fahrer das schnellstmögliche Komplettsystem zu entwerfen.
Grundlage hierfür waren die 2021 überarbeiteten UCI Regeln und die zweite Generation des Foil. In enger Zusammenarbeit mit Simon Smart von Drag2Zero wurde die führende F01 Airfoil Technologie bis an die Grenzen der UCI Vorschriften ausgereizt. Jedes Rohr am Rad wurde optimiert, um so wenig Luftwiderstand wie möglich zu produzieren.

Geometrie

XXS (47) XS (49) S (52) M (54) L (56) XL (58) XXL (61)
Oberrohr (mm) 520 530 540 550 565 580 600
Lenkwinkel (°) 70,5° 71° 72° 72,5° 73° 73,3° 73,3°
Sitzrohrwinkel (°) 74,5° 74,5° 74° 73,6° 73,3° 73° 72,5°
Kettenstrebe (mm) 412 412 412 412 412 412 412
Tretlagerabsenkung (mm) 70 70 70 70 70 70 70
Steuerrohr (mm) 103 108 121 141 161 181 199
Überstandshöhe (mm) 746 760 779 801 820 838 853
Sattelrohr (mm) 452 482 502 523 542 560 572
Radstand (mm) 988 994 991 993 1000 1009 1023
Stack (mm) 505 511 527 548 568 589 606
Reach (mm) 380 388 389 389 395 400 409

Egal ob Ausreißer bei der TdF oder Einzelkämpfer bei der Feierabendrunde: Wirklich jeder und jede profitiert von der verbesserten Aerodynamik. Auf einer Wegstrecke von 40 km und einer Geschwindigkeit von 40 km/h spart das System Fahrer & Rad im Vergleich zum Vorgänger satte 1:18 Minuten.

Konkret bedeutet das einen Luftwiderstand von 206 Watt bei 45km/h (Tour, Ausgabe 09/22 - Rad plus Dummyhaxen). Und damit ganze 10 W weniger als sein Vorgänger. Damit ist es unter den Top 10 der schnellsten jemals getesteten Rennräder, zumindest wenn es nach dem Tour-Magazin geht.

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Creston IC SL Aero Cockpit

Einen großen Anteil an der ausgezeichneten Aerodynamik hat das neue Cockpit.
Der Lenker ist praktisch das Bauteil, welches die Luft als erstes schneidet. Hier lässt sich quasi am meisten herausholen.
Mit der Weiterentwicklung der bekannten Creston IC SL Vorbau-Lenker-Kombi konnte die Aerodynamik an dieser Stelle um 6 W verbessert werden. Der Lenker sieht also nicht nur schnell aus, er ist es auch. Die Struktur am Lenker verbessert den Grip, auch mit schwitzigen Händen. Mit den Unterarmen sollte man sich jedoch nicht auflegen: slippery when wet! Außerdem legt man sich damit nur unnötig mit der UCI an, und mit der ist nun wirklich nicht zu spaßen.

Alle Kabel sind selbstverständlich innen verlegt und gut vorm Wind geschützt. Das gilt sowohl für alle elektronischen wie auch mechanischen Schaltungen.
Drop und Reach des Lenkers wurden mit 75 mm/125 mm zum Vorgänger unverändert gelassen. Die Lenkerbreite wurde bei allen Modellen der Zeit angepasst und an den Hoods 2 cm schmäler gemacht. Der Flare wurde nicht genannt, aber eigene Messungen ergaben, dass der Lenker in den Drops exakt 2 cm breiter wird.
Aerodynamisch passend gibt es eine brandneue integrierte Computerhalterung in zwei Längen.

Tech Specs

Rahmen Foil RC Disc HMX SL, Road Race Geo, austauschbares Ausfallende, internes Kablerouting Gabel Foil Disc HMX SL, 1” exz. Steuerrohr
Größen 47, 49, 52, 54, 56, 58, 61 cm Kurbel Sram Red Powermeter, 48/35 Z.
Steuersatz Acros AIF-1138 Tretlager Sram DUB PF Road 86.5
Vorbau/Lenker Syncros Creston iC SL Aero Kassette Sram Red XG1290, 10-33 Z.
Schalthebel Sram Red eTap AXS HRD 2x12 Kette Sram Red 12-f
Schaltwerk Sram Red eTap AXS 12-f Bremsen Sram Red eTap Disc, Sram CL XR Rotor, 160 mm vo/hi
Sattelstütze Syncros Duncan SL Aero CFT Umwerfer Sram Red eTap AXS 2x12
Sattel Syncros Belcarra V-Concept 1.0 Reifen vo. Schwalbe Pro One Microskin, TL-Easy, 700x25C
Laufräder Zipp 454 NSW Reifen hi. Schwalbe Pro One Microskin, TL-Easy, 700x28C
Gewicht 7,3 kg Preis € 13.999,- UVP

Duncan SL Aero Seatpost

Sattelrohr und Sattelstütze sind nun auch deutlich massiver als beim Vorgänger. Was aerodynamisch aussieht, ist meist unkomfortabel und sorgt dafür, dass Chiropraktikern die Arbeit nicht so schnell ausgeht. Nicht aber so bei der neuen Duncan SL Aero CFT. Das Kürzel am Ende dieses Zungenbrechers steht dabei für Komfort.

Für mich ist die neue Duncan SL Aero CFT Sattelstütze eines der absoluten Highlights des Rades.
Was auf den ersten Blick wie ein einziges Teil aussieht, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als zwei bzw. drei Teile. Die eigentliche Sattelstütze ist dabei nur der vordere Teil. Dieser ist gerade mal 19 mm schmal. Dies ermöglicht guten Flex und ist sozusagen das Puzzlestück für den Komfort des neuen Foil.
Der zweite Teil, deutlich breiter und ebenfalls aus Carbon, wird einfach hinten dazugegeben. Für die richtige Positionierung ist ein kleiner Zapfen vorhanden.
Der Drehpunkt dieses Systems liegt exakt 109 mm unterhalb der Sattelklemmung - laut Scott der Sweetspot für ausgezeichneten Komfort, ohne dabei zu viel zu flexen.

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Aber was macht man nun mit dem Loch zwischen Drehpunkt und Sattelklemme? Man kam auf die grandiose Idee, ein Rücklicht unterzubringen. Perfekt an die aerodynamische Form der Sattelstütze angepasst, wird das Licht in die Lücke gesteckt und rastet mit einem Klick ein.
Leider lag das Licht bei meinem Testrad nicht bei, weil aufgrund der unterschiedlichen StVO-Bestimmungen der Zielländer eine gesetzeskonforme Bestückung ab Werk nicht möglich ist. Bei der Präsentation war ich aber einer der wenigen Glücklichen, die das Licht bereits testen durften. Fazit: Funktioniert, schmeichelt den Augen und erhöht die Sichtbarkeit im Straßenverkehr: Note 1+
Es hat einen Output von 20 Lumen und bietet in der nicht StVO zulässigen Variante drei Leuchtmodi. Die Leuchtdauer beträgt je nach Modi acht bis 22 Stunden. Geladen wird per USB C, das Gewicht liegt bei knappen 40 g. Kostenpunkt der Zusatzanschaffung: ein Euro für jedes Gramm, mithin € 40,-.

Kleine Weisheit aus der Praxis: Während der Testdauer ist mir die Sattelstütze mehrmals ein wenig in den Rahmen gerutscht. Eine kleine Recherche ergab: Das maximale Anzugsmoment liegt bei 10 Nm. Mit freier Hand war ich viel zu vorsichtig. Daher empfehle ich unbedingt die Verwendung eines Drehmomentschlüssels. 10 Nm sind deutlich mehr als ich jemals anziehen würde, man darf also nicht zimperlich sein. Seither ist auch nichts mehr verrutscht.

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Carbon Layup

Das Frameset des neuen Foil RC Ultimate, bei dem Scotts hochwertigste HMX SL Carbonfaser verwendet wird, wiegt in Größe 54/M 915 g. Die Gabel, ebenfalls aus HMX SL, kommt auf 445 g. Alles lackiert, inklusive Kleinteilen und gekürztem Gabelschaft.
Die Steifigkeit beträgt bei allen Modellen im Tretlager 60 N/mm und im Steuerkopf 92 N/mm - die gleichen Werte wie beim Scott Addict RC, welches nach Rücksprache mit den Profis vom Team DSM optimale Steifigkeitswerte besitzt.

Menschen mit schwachen Nerven und hohem Blutdruck rate ich, folgenden Absatz bitte zu überspringen ...

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13.999 und keinen Euro weniger werden für das neue Scott Foil RC Ultimate veranschlagt.
Ich lasse diese Zahl unkommentiert im Raum stehen und hoffe insgeheim, dass Scott bereits auf mein Testrad vergessen hat. Ich hätte wirklich nichts gegen einen Langzeitest von ein oder zwei Jahren.

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Ausstattung des Ultimate

Bestückt mit der Topgruppe von Sram, bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Die Red schaltet völlig kabellos und sehr präzise. Die Bremsen beißen gut und kontrolliert. Die Übersetzung ist sowohl für flaches als auch für bergiges Terrain bestens geeignet. Dennoch habe ich ein paar kleine Kritikpunkte.
Als Besitzer der aktuellen Shimano Topgruppen Ultegra/Dura Ace war ich anfangs über die relativ langsamen Schaltvorgänge der Sram Red überrascht. Nicht, dass man sich daran nicht gewöhnen würde, aber im direkten Vergleich, back to back, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Ein weiterer Grund, warum ich Shimano jederzeit Sram vorziehen würde, sind die Schaltknöpfe oben an den STI. Gerade in der Übergangszeit und im Winter bleibt das Display des Tacho schön sauber, während es bei Sram Schaltgruppen immer versifft und verrotzt ist, wenn ich mit den Händen über das Display streiche.
Was mir hingegen bei Sram besser gefällt, ist das Schalten mit dicken Handschuhen. Wo nur ein Schalter ist, kann man nur einen Schalter erwischen. Ein Verschalten, wie es bei Shimano manchmal passieren kann, ist so ausgeschlossen.

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All-in ging man mit den Zipp 454 NSW. Auf den Punkt gebracht: atemberaubende Optik, sehr niedriges Gewicht und fantastische Fahreigenschaften. Von meiner Seite gibt es hier nichts zu bemängeln. Würde Geld keine Rolle spielen, hätte ich wohl zum selben Laufradsatz gegriffen.
Die Zipp spielen ihre Stärken sowohl bei Nordwest-Wind in der Pannonischen Tiefebene als auch an den steilen Rampen der Ausläufer der östlichen Alpen gekonnt aus. Wer jetzt meint, „was weiß denn dieser Flachländler aus dem Osten schon über steile Anstiege“, dem empfehle ich einen kleinen Abstecher zum Steyersberger Schwaig. Um hier nur ein Beispiel zu nennen ...

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Wie es sich fährt

Besonders neugierig war ich auf die Fahreigenschaften des neuen Foil. Ich konnte es zwar schon ein paar hundert Kilometer auf italienischen Straßen testen, aber zuhause, wo man jede Straße schon mehrere tausend Mal gefahren ist, jeden Belag in und auswendig kennt und mit jedem Schlagloch per Du ist, ist das nochmal ganz was anderes.

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Die Zipp 454 rollen vorne auf 25er und hinten auf 28er Schwalbe Pneus. Im Gegensatz dazu bin ich auf meinem eigenen „alten“ Scott Foil vorne wie hinten auf 28er unterwegs. Dennoch ist für mich in Sachen Komfort nicht wirklich ein Unterschied zu merken. Weder vorne noch am Heck.
Das deckt sich mit dem Versprechen einer 10-prozentigen Verbesserung des Komforts. Oder besser gesagt, trotz des massiven Sattelrohrs erfüllt die Konstruktion der Sattelstütze ihren Job wie versprochen. I like.

Übrigens, um ein etwaiges Knacken zu vermeiden empfiehlt Scott, die Sattelstütze etwa alle 1.000 km auseinander zu nehmen, zu reinigen, neu zu fetten und wieder einzubauen.
Dieser Empfehlung bin ich bei meinem Test selbstverständlich nicht nachgekommen. Auch nach über 2.000 km auf zum Teil versifftesten herbstlichen Straßen, bei Wind und Regen, knackt nichts.

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Das Handling ist rasiermesserscharf, aber auch gutmütig genug für die entspannte Feierabendrunde.
Meine anfängliche Skepsis dem Cockpit gegenüber ist inzwischen völlig verflogen. Die Tragfläche liegt gut in der Hand und fügt sich perfekt in das Gesamtbild des Foil RC. Außerdem: Wenn es schnell macht, dann bin ich immer dafür zu haben.
Im Antritt zeigt der Aerorenner ebenfalls keine Schwächen. Und wenn die Steifigkeit für ein Kraftpaket wie Sam Welsford vom Team DSM (den ich bei der Präsentation kennenlernen durfte), neben dessen Oberschenkel meine wie Spaghetti wirken, gut genug ist, dann auch für mich.

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Fazit

Lorem ipsum dolor
Modelljahr: 2023
Testdauer: über 2.000 km, still counting
Preis: € 13.999,- UVP
+ verdammt schnell
+ komfortabel
+ für einen Aerorenner geringes Gewicht
+ Handling
+ ich steh' auf die Optik
o Verfügbarkeit?
o Wenn nur der Preis nicht wäre ...
BB-Urteil: schnell, schneller, Foil - und bequem ist's auch

Das neue Scott Foil RC Ultimate geht All-in und bietet viel Rad für viel Geld.
Edle Teile kombiniert mit edlem Look. Jede Runde zaubert ein kleines Lächeln auf die Lippen.

Ob ich mir das neue Scott Foil kaufen würde? Hier ein klares Ja.
Ich würde aber zum Modell mit Dura Ace oder Ultegra greifen. Selbst wenn Geld keine Rolle spielt, so bietet vor allem die günstigere Variante mit Ultegra viel Tuningpotenzial und ein klein wenig Spielraum für Individualität der Anbauteile.

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Ein unproportioniertes Radlgebilde - Warnung vor Augenkrebsgefahr für die armen Mitfahrer - das rückwärtige Gestell möchte man fast  sagen...schaut zusammengebastelt aus - und eine Sattelstütze die man alle 1000km warten soll - also bitte - da ist ja noch ein Pinarello fescher...

 

Das Faktor Ostro  ist optisch mindestens so flott - und dazu auch noch schön!

 

Der Lenker liegt vorm breiteren Fahrer im Wind - hier gehts nur um Kosmetik - am meisten bringen die neuen Gabelscheiden mit 8 cm...bei die schwachsinnigen theoretischen Windkanaltests mit aufgeblasenen Beinen ohne Oberkörper am Sattel - da wird der Lenker schon was bringen ohne die Hände drauf - und dann noch das skurrile Konstrukt für den Garminziegel  - bitte  viele nasse Fetzen werfen.

 

Das der Preis für ein echtes schon wegen der 7,3kg - ohne Pedale und Flaha bitte - viel zu hoch ist -ist nona auch der schweren Sram geschuldet - selber schuld möchte man sagen. Man erinnere sich an Kapis Aeroad - wenn sogar ein Edelbastler ein leichteres und konkurrenzfähiges Aerorad hinkriegt - warum soll man dann solche Unsummen für so ein schiaches Scott ausgeben???

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vor 10 Stunden schrieb generall:

Ein unproportioniertes Radlgebilde - Warnung vor Augenkrebsgefahr für die armen Mitfahrer - das rückwärtige Gestell möchte man fast  sagen...schaut zusammengebastelt aus - und eine Sattelstütze die man alle 1000km warten soll - also bitte - da ist ja noch ein Pinarello fescher...

 

Das Faktor Ostro  ist optisch mindestens so flott - und dazu auch noch schön!

 

Der Lenker liegt vorm breiteren Fahrer im Wind - hier gehts nur um Kosmetik - am meisten bringen die neuen Gabelscheiden mit 8 cm...bei die schwachsinnigen theoretischen Windkanaltests mit aufgeblasenen Beinen ohne Oberkörper am Sattel - da wird der Lenker schon was bringen ohne die Hände drauf - und dann noch das skurrile Konstrukt für den Garminziegel  - bitte  viele nasse Fetzen werfen.

 

Das der Preis für ein echtes schon wegen der 7,3kg - ohne Pedale und Flaha bitte - viel zu hoch ist -ist nona auch der schweren Sram geschuldet - selber schuld möchte man sagen. Man erinnere sich an Kapis Aeroad - wenn sogar ein Edelbastler ein leichteres und konkurrenzfähiges Aerorad hinkriegt - warum soll man dann solche Unsummen für so ein schiaches Scott ausgeben???

Da hats dir wiedermal dezent die Sicherungen gfetzt, herrlich zu lesender Frust 👍

 

In einem Punkt geb ich dir recht, das Factor ist das schönste Aerobike.

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vor 8 Stunden schrieb marty777:

Kurbel 48/35?

Kleiner als Compactkurbel? Wie heißt das dann?

Das ist bei SRAM seit Einführung von 12s, also seit 2019(!) Standard und mit ein Grund warum ich bei 12s wieder auf Shimano umsteigen werde.

Kurbel 33/46 od 35/48 od 37/50

Kassetten bigennen alle bei 10 und gehen bis 28/33/36

 

Ich würde es als "Ultracompact" bezeichnen, SRAM nennt es wohl  "Deep Range".

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vor 12 Stunden schrieb generall:

Ein unproportioniertes Radlgebilde - Warnung vor Augenkrebsgefahr für die armen Mitfahrer - das rückwärtige Gestell möchte man fast  sagen...schaut zusammengebastelt aus - und eine Sattelstütze die man alle 1000km warten soll - also bitte - da ist ja noch ein Pinarello fescher...

 

Das Faktor Ostro  ist optisch mindestens so flott - und dazu auch noch schön!

 

Der Lenker liegt vorm breiteren Fahrer im Wind - hier gehts nur um Kosmetik - am meisten bringen die neuen Gabelscheiden mit 8 cm...bei die schwachsinnigen theoretischen Windkanaltests mit aufgeblasenen Beinen ohne Oberkörper am Sattel - da wird der Lenker schon was bringen ohne die Hände drauf - und dann noch das skurrile Konstrukt für den Garminziegel  - bitte  viele nasse Fetzen werfen.

 

Das der Preis für ein echtes schon wegen der 7,3kg - ohne Pedale und Flaha bitte - viel zu hoch ist -ist nona auch der schweren Sram geschuldet - selber schuld möchte man sagen. Man erinnere sich an Kapis Aeroad - wenn sogar ein Edelbastler ein leichteres und konkurrenzfähiges Aerorad hinkriegt - warum soll man dann solche Unsummen für so ein schiaches Scott ausgeben???

man könnte es auch abkürzen:

 

das ist eindeutig der fiat multipla unter den fahrrädern. dem hat die marketingabteilung auch ein paar wunderargumente angedichtet. war trotzdem schiach.

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Mich erinnert es an das Cervelo S5, nachdem Cervelo punkto Hässlichkeit schon ziemlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, schreckt mich das Scott nicht mehr wirklich und die technischen Lösungen (Sattelstütze, Vorbau/Lenker) sind zumindest nicht so ein Griff ins Klo wie beim Canyon Aeroad.

 

cerv-lo-s5

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vor 5 Minuten schrieb kapi:

Mich erinnert es an das Cervelo S5, nachdem Cervelo punkto Hässlichkeit schon ziemlich alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, schreckt mich das Scott nicht mehr wirklich und die technischen Lösungen (Sattelstütze, Vorbau/Lenker) sind zumindest nicht so ein Griff ins Klo wie beim Canyon Aeroad.

 

cerv-lo-s5

Bianchi Oltre, die abgeknickten Pinarellos....an Hässlichkeit herrscht kein Mangel in der Radwelt.....aber wenns schnell macht...

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vor 2 Stunden schrieb hermes:

man könnte es auch abkürzen:

 

das ist eindeutig der fiat multipla unter den fahrrädern. dem hat die marketingabteilung auch ein paar wunderargumente angedichtet. war trotzdem schiach.

Diese Ehre gebührt aber dem neuen Bianchi Oltre. 😉

 

 

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Beim Cervelo sind wenigstens die vertikalen Winkel noch.. fast... gleich - beim Scott ist das ein windschiefes  Stanglwerk - da war der angesprochene Fiat Mulitpla noch ansehnlich dagegen.

Ich frag mich aber wirklich wer auf ein Rennrad mit dem er Rennen gewinnen will ausgerechnet die im so bezeichneten Spitzfeld mit Abstand schwerste 12er Gruppe draufschraubt, der werden oh nen Mehrkosten 500 bis 600g verschenkt.

 

Ich fahre sie ja selber am Roubaix -weil es doch deutlich billiger als mit einer DA war - und schalten tut man wegen der großen Bandbreite der Kassette damit eh meistens nur hinten - quasi einfach auf zweifach (schon wegen dem eher unglücklichen Umwerfer) - das geht schon ganz gut - nur vom gepriesenen Vorteil des 12 fach, nämlich kleinere  Gangabstände hat man mit z.B. der 10/33 Kassette fast nix und mit der 10/36 noch weniger - was in meinem Fall allerdings für ein Langstreckenreiserad für schlechte Straßen nicht echt ein Problem ist.

 

 

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vor 8 Minuten schrieb generall:

.....

Ich frag mich aber wirklich wer auf ein Rennrad mit dem er Rennen gewinnen will ausgerechnet die im so bezeichneten Spitzfeld mit Abstand schwerste 12er Gruppe draufschraubt, der werden oh nen Mehrkosten 500 bis 600g verschenkt.

.....

500-600g???

 

Laut hier sind es 79g

https://www.cyclist.co.uk/buying-guides/10459/shimano-dura-ace-vs-sram-red-etap-axs

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vor 6 Stunden schrieb kapi:

Das ist bei SRAM seit Einführung von 12s, also seit 2019(!) Standard und mit ein Grund warum ich bei 12s wieder auf Shimano umsteigen werde.

Kurbel 33/46 od 35/48 od 37/50

Kassetten bigennen alle bei 10 und gehen bis 28/33/36

 

Ich würde es als "Ultracompact" bezeichnen, SRAM nennt es wohl  "Deep Range".

Was genau ist das Problem (außer dem Faktum, dass ein 10er Ritzel mächtig Verlustleistung schluckt)?

Bearbeitet von Wolfgang Steinbach
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vor 3 Stunden schrieb generall:

Beim Cervelo sind wenigstens die vertikalen Winkel noch.. fast... gleich - beim Scott ist das ein windschiefes  Stanglwerk - da war der angesprochene Fiat Mulitpla noch ansehnlich dagegen.

Ich frag mich aber wirklich wer auf ein Rennrad mit dem er Rennen gewinnen will ausgerechnet die im so bezeichneten Spitzfeld mit Abstand schwerste 12er Gruppe draufschraubt, der werden oh nen Mehrkosten 500 bis 600g verschenkt.

 

Ich fahre sie ja selber am Roubaix -weil es doch deutlich billiger als mit einer DA war - und schalten tut man wegen der großen Bandbreite der Kassette damit eh meistens nur hinten - quasi einfach auf zweifach (schon wegen dem eher unglücklichen Umwerfer) - das geht schon ganz gut - nur vom gepriesenen Vorteil des 12 fach, nämlich kleinere  Gangabstände hat man mit z.B. der 10/33 Kassette fast nix und mit der 10/36 noch weniger - was in meinem Fall allerdings für ein Langstreckenreiserad für schlechte Straßen nicht echt ein Problem ist.

 

 

Mir gefällt das Scott auch nicht besonders. Sieht aus wie an die Mauer gefahren.

Aber das S5, vor Allem das hier gepostete, ist eine richtige Zumutung.

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vor 2 Stunden schrieb Wolfgang Steinbach:

Was genau ist das Problem (außer dem Faktum, dass ein 10er Ritzel mächtig Verlustleistung schluckt)?

Genau das ist das Problem und wenn man vorne 46/48/50 hat, schluckt das auch nochmals mehr als 50/52/53, dazu mehr Verschleiß, weitere Gründe sind:

-Einweg PM bei der RED

-sehr wenige Kettenblätter von Fremdherstellern

-im Gegensatz zu Shimano braucht man einen anderen Freilauf

-Optik

 

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vor 38 Minuten schrieb kapi:

-im Gegensatz zu Shimano braucht man einen anderen Freilauf

Bei den Freiläufen von Shimano musst aber auch mal durchblicken.

 

Da gibts den alten road/MTB HG, dann den neuen 11x road HG, den microspline, den ganzneuen 12x der aus irgendeinem Grund anders sein muss, obwohl die Kassetten auch auf alte 11x HGs passen und für die nächste GRX wirds dann wahrscheinlich (wenn man sich die neuen Patente so ansieht) wieder einen neuen Freilauf geben, auf den dann micro-Ritzel passen.

 

Da find ichs mit sram eigentlich simpler. Gut, sie habens bissl verkompliziert mit XD und XDR, aber die sind zumindest breit entabliert und von so ziemlich jedem Anbieter zu haben.

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vor 43 Minuten schrieb fahrradler:

Bei den Freiläufen von Shimano musst aber auch mal durchblicken.

 

Da gibts den alten road/MTB HG, dann den neuen 11x road HG, den microspline, den ganzneuen 12x der aus irgendeinem Grund anders sein muss, obwohl die Kassetten auch auf alte 11x HGs passen und für die nächste GRX wirds dann wahrscheinlich (wenn man sich die neuen Patente so ansieht) wieder einen neuen Freilauf geben, auf den dann micro-Ritzel passen.

 

Da find ichs mit sram eigentlich simpler. Gut, sie habens bissl verkompliziert mit XD und XDR, aber die sind zumindest breit entabliert und von so ziemlich jedem Anbieter zu haben.

Mich interessieren nur die Rennradgruppen und da bringt man auf die 11 fach Freiäufe (auf alle!) alle 11+12s Shimano Kassetten drauf!

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