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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Yamaha produziert bereits seit fast 30 Jahren E-Bikes. Schon 1989 entwickelten die Japaner den ersten elektrischen Tretunterstützungsmotor und präsentierten 1993 mit dem Yamaha PAS ("Power Assist System") das weltweit erste Serien-E-Bike, das für den Einsatz auf Wegen zur Arbeit und zum Einkaufen gedacht war. Als später vollgefederte E-Mountainbikes erstmals auf den Markt kamen, waren Bosch, Panasonic und Yamaha die dominierenden Motorenhersteller. Hauptsächlich fanden die Yamaha-Motoren in den E-MTBs von Haibike, Lapierre und Giant Verwendung - eigene E-MTBs gab es lange Zeit nicht.Vor zwei Jahren präsentierte Yamaha schließlich mit dem YDX-MORO ihr erstes vollgefedertes E-MTB. Doch in Europa mussten wir bis 2023 auf die aktuelle Variante warten. Diese trägt den Namen Yamaha MORO 07 und hat denselben Rahmen und dieselbe Batterie wie das originale MORO, wurde jedoch mit den neuesten Shimano- und Dämpfungskomponenten sowie einer schärferen Lackierung verfeinert.Nachdem NoPain das Yamaha MORO 07 bereits letztes Jahr bei der Präsentation in Spanien ausprobieren durfte (klickt hier für seine Praxiseindrücke), überließen wir das finale Produktionsbike dem YouTuber und E-Mountainbiker Mr. EIT für einen Intensivtest.Aber, who the Fuck ist Mr. EIT?
Mr. EIT macht wöchentliche YouTube-Videos, ist Technologist, Kaffeetrinker, Super-Modell, E-Mountainbiker und alles dazwischen.Mr. EIT YouTube ChannelMr. EIT Online ShopMr. EIT InstagramAber bevor ihr irgendeinen "fetzngeilenscheiss" bestellt, oder euch in einem seiner vielen Testvideos verliert, zieht euch jetzt seinen Beitrag zum Yamaha MORO 07 rein. Kurzweilig, ehrlich und schonungslos.
100% DigitalContent in Eigenproduktion.
Das MORO 07 ist ein E-Mountainbike, das sowohl für SUV-Fahrten als auch für anspruchsvolles Gelände konzipiert wurde und den leistungsstarken Yamaha PW-X3-Motor mit einem maximalen Drehmoment von 85 Nm integriert. Sein Alleinstellungsmerkmal ist der einzigartige und stark polarisierende "Dual-Twin-Rahmen" mit geteiltem Ober- und Unterrohr. Dieser beherbergt den Akku und das Federbein offen und mittig, was eine hohe Steifigkeit, gutes Feedback sowie ein präzises Fahrgefühl ermöglichen soll.In Kombination mit dem kompakten Antriebssystem ergibt sich ein eigenständiges und schlankes Design, welches mit der guten Bodenfreiheit und einem kompakten Radstand ein spielerisches Handling ermöglicht. Das MORO 07 ist hierzulande in drei Rahmengrößen (S, M, L) und jeweils in zwei Farben (Icon Blue, Raven/Silver) erhältlich.
Das MORO 07 bietet einen Federweg von 160 mm mit einer RockShox Lyrik Federgabel an der Front und 150 mm mit einem RockShox Super Deluxe Select+ Dämpfer am Heck. Yamaha setzt auf ein agiles 27,5-Zoll-Laufrad-Setup, um die Agilität zu maximieren. Die stabilen Alufelgen sind mit 2,6″ dicken Maxxis-Reifen ausgestattet, während für die Bremskraft Magura MT5 Scheibenbremsen sorgen. Geschaltet wird mit einer 12-fach Shimano XT.
* Herstellerangabe 24,3 kg
In Rahmengröße L und mit dem 500 Wh Akku beträgt das gewogene Gewicht 23,3 kg. Der Akku lässt sich optional zum Laden entnehmen. Neben den drei Unterstützungsmodi und einem speziellen E-MTB Modus können sich Einsteiger über einen äußerst gut funktionierenden Automatikmodus freuen. Dieser verbessert das Ansprechverhalten des starken Yamaha PW-X3 Motors im Gelände nochmals.
Das neben dem Vorbau montierte Yamaha Interface X schafft ein aufgeräumtes Cockpit. Es verfügt über ergonomische Tasten zur Auswahl der Unterstützung sowie eine farblich gekennzeichnete Anzeige für den Unterstützungsmodus und den Ladezustand des integrierten 500-Wh-Akkus. Das Interface X ist über Bluetooth mit vielen Smartphone-Apps und Fahrradcomputern verschiedener Marken kompatibel.
Yamaha bezeichnet ihr Display als "Interface", weil es eben kein Display ist.
Das MORO 07 ist in drei Rahmengrößen erhältlich. Bei einer Körpergröße von 175 cm fühlte sich die Größe M für NoPain angenehm an. Mr. EIT ist einige Zentimeter größer und fuhr das Rad in Large.Die Rahmengeometrie des MORO 07 kann für ein normales Trailbike als durchschnittlich bezeichnet werden. Zwar könnte man annehmen, dass das Bike mit 160 mm Federweg vorne und 150 mm hinten in erster Linie auf Abfahrten ausgerichtet ist, jedoch fuhr es sich dank des relativ kurzen Radstands und einem einigermaßen steilen Lenkwinkel von 66,2° recht agil. Selbst die mit 465 mm ziemlich langen Kettenstreben störten nicht, sondern verliehen dem Bike überraschend gute Klettereigenschaften.
Für Diskussionen sorgte der tabellarisch angegebene Sitzrohrwinkel von 70,2°, der zumindest auf dem Papier sehr flach erscheint. Vermutlich gibt Yamaha hier den "tatsächlichen Sitzrohrwinkel" an und nicht den "effektiven Sitzrohrwinkel", welcher durch eine virtuelle Linie zwischen der Tretlagerachse und der Oberseite des Sitzrohrs gemessen wird. Wir gehen davon aus, dass der effektive Winkel größer ist, denn das Rad meisterte problemlos auch steilste Anstiege.
Yamaha E-Bikes sind hauptsächlich über das Yamaha Motorrad-Händlernetzwerk oder online über den Yamaha Webshop erhältlich. In beiden Fällen haben Kunden die Möglichkeit, das Rad entweder beim Händler abzuholen oder es direkt nach Hause liefern zu lassen. Da alle E-Bikes in Europa auf Lager sind, soll die Lieferzeit in der Regel nicht länger als 5-7 Tage betragen.Insgesamt gibt es vier Möglichkeiten, ein Yamaha eBike zu erwerben, bei denen ausschließlich ausgewählte Händler involviert sind. Diese erhalten bei jedem Vertragsabschluss eine Verkaufsprovision, unterstützen den Kunden bei der Übernahme und stehen ihm auch bei Reparaturen, Garantiefällen oder dem Service zur Verfügung. Die E-Bikes können bei ausgewählten Yamaha Motorradhändlern zur Probe gefahren werden. Yamaha plant zudem, auf ihrer Webseite eine intelligente Händlersuchfunktion anzubieten, mit der interessierte Kunden online recherchieren können, welches Testbike bei welchem Händler in welcher Größe und Farbe verfügbar ist.
Der Vertrieb erfolgt fast ausschließlich über Yamahas Motorradhändlerund den Yamaha Webshop.
Der Yamaha PW-X3 Motor gehört zu meinen persönlichen Top 3 Antrieben und ist definitiv das Highlight des gesamten Fahrrads. Allerdings täten die Japaner gut daran, das Design ihrer künftigen E-MTBs weniger stark an ihren Motorrädern zu orientieren. Selbstverständlich ist die Optik Geschmackssache, doch die "Motocross-Optik" bringt auch handfeste Nachteile für E-Mountainbiker mit sich, wie beispielsweise die fehlende Möglichkeit zur Trinkflaschenmontage. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Laufräder, beziehungsweise deren außerordentlich flache Felgenbetten, welche die Reifenmontage zum Kraftakt machen. Ambitionierte Fahrer sollten in Erwägung ziehen, die Laufräder gegen einen höherwertigen Satz auszutauschen. Der 500 Wh Akku ist grundsätzlich in Ordnung, liegt jedoch am unteren Ende des Spektrums. Leider fehlen hier vielfältigere Akku-Optionen. Andere Bike- und Motorenhersteller bieten in dieser Hinsicht eine deutlich größere Auswahl.Yamaha hätte das Potenzial, sein E-MTB auch außerhalb ihrer Kernzielgruppe, den Motorradfahrern, zu verkaufen. Der PW-X3 Motor ist durchzugsstark und wird dennoch in keinem der Unterstützungsmodi je wirklich laut. Das Fahrverhalten spricht ebenfalls für sich: Das Bike meistert Anstiege besser als viele Mitbewerber mit deutlich moderneren Geometrien. Auch bei Abfahrten bietet das Rad dank der ab Werk verbauten 2.6er Reifen viel Sicherheit und Reserven. Im direkten Vergleich zum Mitbewerb ist die Ausstattung angesichts des aufgerufenen Kaufpreises überdurchschnittlich (lediglich die No-Name Laufräder fallen negativ auf).Yamaha zeigt mit diesem Bike, dass man E-MTBs auch anders konzipieren kann und hebt sich damit auch optisch von der Masse ab. Wenn man sich auf das Design einlässt, erhält man ein spaßiges Bike, das nicht jeder hat.
In wenigen Minuten gratis inserieren – mit Fotos, Preis und Spion-Reichweite in der Bikeboard-Community.
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