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Eröffnung Trail Park Wienerwald

Eröffnung Trail Park Wienerwald

17.03.16 11:03 25.998Text: Luke BiketalkerFotos: Luke Biketalker, fairplayfoto.net / markuskDer Trail Park Wienerwald ist eröffnet. Zwei Trails warten in Weidlingbach darauf, durchsurft zu werden.17.03.16 11:03 26.022

Eröffnung Trail Park Wienerwald

17.03.16 11:03 26.022 Luke Biketalker Luke Biketalker, fairplayfoto.net / markuskDer Trail Park Wienerwald ist eröffnet. Zwei Trails warten in Weidlingbach darauf, durchsurft zu werden.17.03.16 11:03 26.022

Es ist vollbracht. Am 15. Juli 2016 konnte ein sichtlich stolzes Team nach langer Bauzeit und noch viel längerer Planungsphase den neu geschaffenen Trail Park Wienerwald offiziell eröffnen. Vertreter aller beteiligten Interessengruppen - als Initiator selbstredend allen voran der Verein Wienerwald Trails mit seinen unzähligen Freiwilligen, aber natürlich auch das Management des Biosphärenpark Wienerwald, die Österreichischen Bundesforste, das Stift Klosterneuburg, das Forstamt der Stadt Wien sowie die Verantwortlichen des Wienerwald Tourismus - waren zu diesem Anlass am Fuße der Trail Area versammelt.
"Die Trail Area Weidlingbach ist ein ungewöhnliches Gemeinschaftsprojekt", erklärt WWT Vereinsobmann Alexander Arpaci, bevor er das symbolische Band durchtrennt und damit die beiden Strecken in Weidlingbach den Bikern übergibt.

Grundeigentümer und Interessenvertreter schufen die Rahmenbedingungen. Doch ohne das Engagement und den Schweiß der Mitglieder des Vereins Wienerwald Trails sowie unzähliger anderer freiwilliger Helfer hätten weder Flow- noch Fun-Line Gestalt annehmen können. Gut fünfeinhalb Monate, von Anfang Februar bis Mitte Juli, waren Helfer im Wald aktiv. 27 Baggertage, 26 offizielle Bautage mit mehr als 100 unbezahlten Helfern an Wochenenden, sowie 40 Bautage unter der Woche, organisiert in Kleinbautrupps - in Summe häuften sich gut 4.000 Arbeitsstunden an.

Und was in Weidlingbach unter viel Schweiß und wohl noch weitaus mehr Muskelkater geschaffen wurde, kann sich mehr als nur sehen lassen. Die Flow-Line schlängelt sich in 69 gebauten Anliegern mit fünf Wellen über 1.9 km durchs Waldgebiet und überwindet dabei 175 Hm. Über ebenso viele Höhenmeter, ob des stärkeren Gefälles jedoch gut 400 m kürzer, führt die Fun-Line. 35 Anlieger, acht Tables, fünf Kamelwellen, eine Hip und zwei Stepdowns warten auf Freunde der etwas flotteren Gangart.

Chapeau Wienerwald Trails - Mit derart gelungenen Dialogen zwischen Grundeigentümern, Forstwirtschaft und Mountainbikern, sind wir schon gespannt, was die Zukunft noch so für Überraschungen bereithält ...

Wir bauen einen Park

Wir bauen einen Park

17.03.16 11:03 25.998Text: NoMan, Luke BiketalkerFotos: NoMan, Luke Biketalker, Markus Wessig, Markus Kreiner, WWT-FacebookDie Trail Area Wienerwald nimmt Gestalt an. Die Bauarbeiten für ihre ersten beiden Strecken in Weidlingbach haben begonnen. More to come - sofern die Community auch weiterhin so begeistert anpackt wie jetzt. Eine Reportage vom großen Buddeln.

Wir bauen einen Park

17.03.16 11:03 NoMan, Luke Biketalker NoMan, Luke Biketalker, Markus Wessig, Markus Kreiner, WWT-FacebookDie Trail Area Wienerwald nimmt Gestalt an. Die Bauarbeiten für ihre ersten beiden Strecken in Weidlingbach haben begonnen. More to come - sofern die Community auch weiterhin so begeistert anpackt wie jetzt. Eine Reportage vom großen Buddeln.

Samstag, 10 Uhr, Schauplatz Weidlingbach. Etliche Autos und Bikes, aber noch mehr Schaufeln, Rechen, Spitzhacken und Äxte samt zugehöriger Hände und Füße versammeln sich am Fuße des Tafelbergs, beim Schranken an der Forststraße, welche direkt beim Haus Steinrieglstraße 62-64 in den Wald abzweigt. Es ist Bauzeit für den Trailpark Weidlingbach, dem Pilotprojekt des Vereins Wienerwald Trails.
Via Facebook, Whatsapp-Gruppe und Mundpropaganda hat derselbe zur Mithilfe aufgerufen. Und etliche Vereinsmitglieder, Freunde, und solche, die es noch werden wollen, sind dem Aufruf mit Kind und Kegel gefolgt. Nun warten sie darauf, einem Bautrupp zugeteilt zu werden und sich Hände und Bekleidung schmutzig zu machen.

Der Bautag - es ist der fünfte von vielen, die noch folgen werden - beginnt mit einer Wanderung. Nach der Ausgabe des fein säuberlich in einem Spind verwahrten Werkzeugs marschieren die ersten Helfer Richtung Trail. Einige sind alte Bekannte, andere haben einander noch nie gesehen. Hände schütteln, vorstellen, small talk. Es dauert nicht lange, bis der Schmäh' rennt.
Welches Werkzeug für die anstehenden Aufgaben denn das Beste sei, will ein Neuankömmling von den bereits versierten Trailbuildern wissen. Was nun überhaupt am Plan stehe, interessiert eine weitere Helferin. Ob's schon Unfälle gegeben habe, fragt feixend ein Dritter. "Ja, die Opfer haben wir oben verscharrt, also Längshügel nicht öffnen", repliziert schlagfertig ein Stammgast vom vorigen Wochenende.

  • WerkzeugausgabeWerkzeugausgabe
    Werkzeugausgabe
    Werkzeugausgabe
  • und Lagebesprechung.und Lagebesprechung.
    und Lagebesprechung.
    und Lagebesprechung.
  • Bauleiter Berti weist den Weg.Bauleiter Berti weist den Weg.
    Bauleiter Berti weist den Weg.
    Bauleiter Berti weist den Weg.

 Wer kommt, ist da - und gern gesehen.  

Trailbuilder willkommen!

Weidlingbach ist eine Katastralgemeinde Klosterneuburgs in Niederösterreich - keine drei Kilometer Luftlinie von der Wiener Stadtgrenze entfernt. Baugründe sind hier rar und teuer, das Ruhebedürfnis hoch. Die Gegend ist Europa Schutzgebiet (Natura 2000) und UNESCO-Biosphärenpark in einem - Parkplätze, Gasthäuser, WC-Anlagen? Njet.
Und doch sind zwei Grundstücke der Siedlung Bühne für ein hierzulande erstmaliges Ereignis: Auf ihnen wird, ganz ohne speziell touristischem Hintergrund und vorangegangener Flächenumwidmung, ein sogenannter "single use" Trailpark für Mountainbiker gebaut. Legal. Öffentlich zugänglich. In einem Wald im Sinne des Forstgesetzes.

Das Bauvorhaben
  • Geplant sind zwei Strecken mit je 175 Hm: ein einfacher Flow-Trail ("Family") mit vielen Kurven, Wellen und Spaßgarantie für alle, und ein anspruchsvollerer "Fun-Trail" inkl. Airtime - Tables, Hips, Drops - auf den Spuren des alten, illegalen Weges. Vom Wanderweg in der Mitte sind beide räumlich getrennt, was nebst der kompletten Neutrassierung des Family-Trails durch eine teilweise Verlegung des alten Trails im unteren Bereich erreicht wird. Holzbauten sind nicht gestattet, ein Meter Niveauunterschied darf sein.
    Geplant sind zwei Strecken mit je 175 Hm: ein einfacher Flow-Trail ("Family") mit vielen Kurven, Wellen und Spaßgarantie für alle, und ein anspruchsvollerer "Fun-Trail" inkl. Airtime - Tables, Hips, Drops - auf den Spuren des alten, illegalen Weges. Vom Wanderweg in der Mitte sind beide räumlich getrennt, was nebst der kompletten Neutrassierung des Family-Trails durch eine teilweise Verlegung des alten Trails im unteren Bereich erreicht wird. Holzbauten sind nicht gestattet, ein Meter Niveauunterschied darf sein.
    Geplant sind zwei Strecken mit je 175 Hm: ein einfacher Flow-Trail ("Family") mit vielen Kurven, Wellen und Spaßgarantie für alle, und ein anspruchsvollerer "Fun-Trail" inkl. Airtime - Tables, Hips, Drops - auf den Spuren des alten, illegalen Weges. Vom Wanderweg in der Mitte sind beide räumlich getrennt, was nebst der kompletten Neutrassierung des Family-Trails durch eine teilweise Verlegung des alten Trails im unteren Bereich erreicht wird. Holzbauten sind nicht gestattet, ein Meter Niveauunterschied darf sein.

Das ist insofern bemerkenswert, als diese Konstellation ziemliches Neuland darstellt. Bisherige Bikeparks entstanden meist im Umfeld von Skigebieten bzw. Seilbahnanlagen, die bereits im Zug ihrer Errichtung umgewidmet wurden. Auch stehen mehrheitlich potente Geldgeber und Betreiber (Tourismusverbände, Bergbahnen) sowie professionelle Interessen (Trailbaufirmen, Agenturen) hinter den Projekten, und selten nur wird öffentlicher Grund genützt.
In Weidlingbach hingegen ist ein Verein am Werk, der Österreichische Bundesforst – nebst dem Stift Klosterneuburg – am Zug und ein Haufen freiwilliger Helfer zugange.

Vom Traum zur Realität

Im Herbst 2013 hat sich auf Initiative des Forstwissenschafters Alexander Arpaci der Verein Wienerwald Trails gegründet (Bikeboard hat berichtet). Sein Ziel: ein modernes, attraktives MTB-Angebot im Wienerwald zu schaffen. Durch unermüdliches Lobbying und Netzwerken gelang es, alle für die Realisierung dieser Vision maßgeblichen Institutionen an einen Tisch und in eine Arbeitsgemeinschaft zu bringen (vgl. den zweiten großen BB-Bericht).
Und dann begann das große Warten. Ursprünglich vorgesehen für Ende August 2015, wurde es Jänner 2016, bis endlich der maßgebliche Bescheid der Bezirkshauptmannschaft eintrudelte. Denn behördlich eingestuft als "Sportanlage" im Sinne des NÖ Naturschutzgesetzes, bedurfte es einer naturschutzrechtlichen Bewilligung der Streckenbauten basierend auf einer Naturverträglichkeitsprüfung samt positivem Gutachten sowie einer befristeten Rodungsbewilligung. Letztere hat mit dem tatsächlichen Fällen von Bäumen nichts zu tun sondern wird benötigt, um Waldboden für andere Zwecke als die Waldbewirtschaftung nutzen zu können. Klingt insgesamt recht langwierig und kompliziert? War es auch. Aber seit der Bescheid da ist, geht alles sehr schnell ...

  • Vorbildlich: Kaum genehmigt, informierten große Tafeln am Trail-Beginn und -Ende andere Nutzergruppen über das Vorhaben. Für die Anrainer gab's einen eigenen Info- und Diskussionsabend.
    Vorbildlich: Kaum genehmigt, informierten große Tafeln am Trail-Beginn und -Ende andere Nutzergruppen über das Vorhaben. Für die Anrainer gab's einen eigenen Info- und Diskussionsabend.
    Vorbildlich: Kaum genehmigt, informierten große Tafeln am Trail-Beginn und -Ende andere Nutzergruppen über das Vorhaben. Für die Anrainer gab's einen eigenen Info- und Diskussionsabend.

Der Tafelberg hat sich aufgrund seiner Historie - bereits seit ca. zehn Jahren wurde hier fleißig, allerdings illegal, gebaut und der "Weidlingbachtrail" infolge dessen immer stärker frequentiert - und des Entgegenkommens der Grundstücksbesitzer zum Startpunkt für die Modernisierung des ostösterreichischen MTB-Wegenetzes im Wienerwald entwickelt. Freiwillig als Leuchtturmprojekt ausgesucht hätte ihn der Wienerwald Trails Verein nicht. Und während sich die Karawane der Freiwilligen plaudernd und scherzend durch den Wald bewegt, wird klar, warum: zu weit abgelegen, keine Infrastruktur.
Das regte nicht nur den - berechtigten - Unmut von Anrainern oder Rettungskräften, die bei aller prinzipiellen Freude über das Engagement junger Menschen u.a. kreuz und quer parkende Autos, weggeworfenen Müll oder schwierige Bergeeinsätze bei Unfällen befürchten. Das stellt auch die Bautrupps vor spezielle Herausforderungen. Alles hier muss händisch auf den Berg geschafft werden - vom Tisch für die halbmitt' aufgebaute Jausenstation bis zum Treibstoff für die beiden Bagger. Bei knapp 200 Meter Höhenunterschied zwischen Trail-Einstieg und Lagerplatz auf den ersten Blick kein Problem. Wer hingegen den Weg mehrmals mit Hacke, Schaufel und Rechen auf der Schulter gegangen ist, bekommt eine Ahnung von der Dimension. Und ist praktischerweise auch gleich aufgewärmt und somit bereit für die Aufgaben, welche die Truppleiter zu vergeben haben.

 "No dig, no ride!" 

Das Mantra der Helfer

David ist einer von ihnen, Philipp ein anderer. Beide gehören zu den Weidlingbachtrail-Urgesteinen und waren bereits am früheren, illegalen Geschehen federführend beteiligt. Dass "ihr Trail" nunmehr nicht bloß zähneknirschend geduldet, sondern sogar offiziell gewollt wird, erfüllt sie mit Freude. Und das zahlreiche Erscheinen der freiwilligen Buddler quittieren sie mit Dank. Keinerlei Unmut, dass andere nun auf dem Silbertablett serviert bekommen, wofür sie jahrelang diskutiert und geschuftet haben? Von wegen: "Wir stehen sehr hinter dem Community-Gedanken. Es bringt ja nichts, etwas nur für sich zu haben", meint Rastaman Phil.

Sprach's und empfängt die nächste Truppe, die ihm David von weiter unten schickt. Während die Vorhut bis ganz nach oben zum "Trail clearen" geschickt wurde, bleibt dieses Trio an Ort und Stelle, um Gleiches hier im Mittelteil zu tun: die letzten Spuren der jüngst durchgeführten Durchforstung beseitigen, Korridor von Geäst und Totholz freiräumen, Laub rauskehren, auch den Streckenrand säubern, damit sichere Sturzzonen entstehen.
Wieder ein paar Meter weiter unten feilt ein weiteres Trio an einem bereits als solchen erkennbaren Anleger. Sie sind Immer-schon-Biker, Von-Anfang-an-Vereinsmitglieder, und natürlich jetzt, da es endlich losgeht, mit Feuereifer dabei. Sie wollen heraus aus der Illegalität, helfen gern und möchten teilhaben an dem, was hier passiert. Sorge, dass ihnen das Endergebnis nicht zusagen wird, haben sie keine. "Hier war's vorher schon witzig, warum soll's nachher schlechter sein?" vertraut Georg den Fähigkeiten der Bauleiter.

  • Pause!
    Pause!
    Pause!
  • Die Mittelstation ist für vieleDie Mittelstation ist für viele
    Die Mittelstation ist für viele
    Die Mittelstation ist für viele
  • ein beliebter Aussichtspunkt.ein beliebter Aussichtspunkt.
    ein beliebter Aussichtspunkt.
    ein beliebter Aussichtspunkt.
  • und zur Brotzeitund zur Brotzeit
    und zur Brotzeit
    und zur Brotzeit
  • ... gut gefüllt.... gut gefüllt.
    ... gut gefüllt.
    ... gut gefüllt.
  • Naja, meistens jedenfalls.Naja, meistens jedenfalls.
    Naja, meistens jedenfalls.
    Naja, meistens jedenfalls.
Magic machines

Apropos Fähigkeiten: Auch zwei Raupenbagger mit Böschungslöffel sind seit Ende Februar im Einsatz, nach dem 15. März müssen sie aus Gründen des Brutschutzes verschiedener Vogelarten aus dem Wald verschwunden sein. Bis dahin obliegen ihnen die groben Arbeiten - und davon gibt es genug.
Wellen graben, Tables aufschütten, Kurven formen oder Anleger festdrücken gehören zu den technisch einfacheren Aufgaben. Ungleich schwieriger ist das Ausgraben der teils monströsen Wurzelstöcke. Knirschend graben sich dabei die Schaufeln ins Erdreich, schmatzend gibt die Hydraulik Laut. Kippbewegung nach links, dann nach rechts, einmal vorne ansetzen, einmal hinten. Mal erwischt nur ein Zacken der Schaufel das anvisierte Stück Holz und rutscht wieder ab, ein andermal verhängt sich der Greifarm so fest im Baumstrunk, dass es den ganzen Bagger aushebt und durchrüttelt.

Ein Knochenjob, nicht nur für die beiden angemieteten Maschinen, deren beste Tage eindeutig schon vorüber sind. Benny, im Brotberuf Veranstaltungstechniker und zwischen winterlicher und sommerlicher Hochsaison gerade verfügbar, hockt - wie auch Kollege Emmy - seit zwei Wochen beinahe täglich an den Hebeln. Mit drei Jacken schützt er sich in der notdürftig per Plastikfetzen und Gaffa Tape verglasten Kabine vor der Kälte, mit Musik vor dem Lärm. Gegen den verspannten Rücken durch die permanenten Schieflagen ist hingegen kein Kraut gewachsen.
Was ihn antreibt, hier und dergestalt seinen Jahresurlaub zu verbringen? "Das Endergebnis", grinst der Klosterneuburger Mountainbiker voll gespannter Erwartung.

  • Nicht gut ...Nicht gut ...
    Nicht gut ...
    Nicht gut ...
  • aber behebbar.aber behebbar.
    aber behebbar.
    aber behebbar.
  • Gar nicht gut ...Gar nicht gut ...
    Gar nicht gut ...
    Gar nicht gut ...
  • aber was soll's.aber was soll's.
    aber was soll's.
    aber was soll's.
  • Benny und Co.Benny und Co.
    Benny und Co.
    Benny und Co.
  • richten ihre Maschinenrichten ihre Maschinen
    richten ihre Maschinen
    richten ihre Maschinen
  • immer wieder her, als ob immer wieder her, als ob
    immer wieder her, als ob
    immer wieder her, als ob
  • sie zaubern könnten!sie zaubern könnten!
    sie zaubern könnten!
    sie zaubern könnten!

Was die Baggerfahrer Benny, Emmy und Wochenendverstärkung Mathias anfangen, beenden die anderen Helfer in mühevoller Handarbeit. Etwa 40 Freiwillige haben sich bis zu Mittag an den einzelnen Baustellen im Wald verteilt. Präsenzdiener, Pensionisten, Biker, Partner von Bikern, Vater-Sohn Gespanne, ganze Familien, Studenten, Angestellte und Handwerker. Sie alle rücken dem Waldboden mit mehr oder minder schwerem Gerät zu Leibe und machen sich - lachend, scherzend, oder auch fluchend - Stück für Stück zu einem kleinen Teil dessen, was in naher Zukunft ein großer und vor allem von höchster Ebene legalisierter Spielplatz für Mountainbiker wird.

 "Richtig Spaß hat man nur mit Freunden." 

Community-Gedanke statt Besitzanspruch bei Weidlingbachtrail-Urgestein Phil
Nächste Runde

Eine Woche später, Sonntag, 12 Uhr. Das Wetter ist eher ungemütlich, und doch trudeln auch an diesem Tag mehr und mehr Bauwütige ein. Es sind bei weitem nicht nur Vereinsmitglieder. Noch nicht mal ein MTB nennt jeder Helfer sein Eigen. Und so buddelt auch an diesem Wochenende wieder eine denkbar heterogene Truppe von Menschen zwischen ungefähr drei und 70 Jahren, insgesamt gut 30 Leute, im Weidlingbacher Gatsch.
Viele treibt quasi die Neugierde zum Arbeitseinsatz. Franz aus der Oststeiermark z.B. nützt einen Besuch bei seiner Tochter, um sich en detail mit dem Freizeitvergnügen seines Schwiegersohnes vertraut zu machen. Selbst Nebenerwerbslandwirt und als Waldbesitzer bei der Holzbringung mit Wegerechten und Sicherungspflichten befasst, interessiert ihn das Thema außerdem beruflich. Wieder andere nützen das Trailbau-Projekt für einen Familienausflug samt Hund. Und manche lassen sich selbst von Kalamitäten wie einer lädierten Schulter oder drei (!) frisch gerissenen Backenzähnen nicht aufhalten. "Wenn ich sehe, welche Dimensionen das angenommen hat, kommt Euphorie auf", schwärmt Patrick, seiner geschwollenen Backe zum Trotz.

  • Berti,Berti,
    Berti,
    Berti,
  • Patrick,Patrick,
    Patrick,
    Patrick,
  • Phil,Phil,
    Phil,
    Phil,
  • David, Benny,David, Benny,
    David, Benny,
    David, Benny,
  • und wie sie alle heißen ...und wie sie alle heißen ...
    und wie sie alle heißen ...
    und wie sie alle heißen ...
  • sind, so oft es geht, g'stellt -sind, so oft es geht, g'stellt -
    sind, so oft es geht, g'stellt -
    sind, so oft es geht, g'stellt -
  • ob's (fast) regnetob's (fast) regnetob's (fast) regnet
    ob's (fast) regnet
    ob's (fast) regnet
  • ... oder schneit.... oder schneit.... oder schneit.
    ... oder schneit.
    ... oder schneit.
  • Ebenfalls Stammgäste:Ebenfalls Stammgäste:Ebenfalls Stammgäste:
    Ebenfalls Stammgäste:
    Ebenfalls Stammgäste:
  • Vater und Söhne.Vater und Söhne.Vater und Söhne.
    Vater und Söhne.
    Vater und Söhne.
  • Und A.A. war freilich auch schon da ...Und A.A. war freilich auch schon da ...Und A.A. war freilich auch schon da ...
    Und A.A. war freilich auch schon da ...
    Und A.A. war freilich auch schon da ...

Die Baggerarbeiten am Family-Trail sind abgeschlossen und derselbe mit Absperrbändern fein säuberlich abgesichert. Bis zur Brutschutz-Deadline am 15.3. konzentriert sich deshalb alles auf den anspruchsvolleren Fun-Trail mit seinen höheren Erdbauten, vielen Steilkurven und abwechslungsreichen Drops.
"Wir haben einen Korridor für die Streckenführung genehmigt bekommen, in dem können wir uns bewegen. Für Anlieger und Wellen haben wir am Family-Trail einen Spielraum von +/- 50 cm, am Fun-Trail sogar einen Meter. Holzbauten sind nicht erlaubt", erklärt der vereinsinterne Bauleiter Berti die wesentlichen Richtlinien.

Während wir uns als Beobachter noch dick eingehüllt hinter der Kamera verstecken, schwingen andere alsbald in sommerlichen Kleidern die Schaufel. Wie man eine Kurve zu fahren hat, darüber sind sich die meisten einig. Doch wie legt man sie tatsächlich an? Darüber lässt sich gar herrlich philosophieren. Dort Material abtragen, andernorts wieder aufschütten. Hier etwas in die Höhe ziehen, da ein wenig nivellieren. Wo letzte Woche noch ein konturenloser Erdhügel seiner Bestimmung harrte, prangt heute ein ausgewachsener Table. "Und wohin soll jetzt das Wasser abrinnen?", steht plötzlich als Frage im Raum.
In der Tat ist der ausgesprochen feuchte Lehmboden am Tafelberg die vielleicht größte Herausforderung bei der Errichtung der beiden Trails. Gott sei Dank schafft ein Truppleiter an jeder der Baustellen Klarheit. Sie haben sich mit Entwässerungskanälen, versteckten Senken, Quer-Neigungen und Traversen im Steilhang befasst, wissen um nötige Radien oder mögliche Linien und geben ihr Know-how auch gerne weiter, sodass am Ende eines Bautages praktisch alle den Wald schlauer verlassen, als sie ihn betreten haben.
Davon abgesehen, dass auch zufällig des Weges kommende Spaziergänger voll der Bewunderung und des Zuspruchs für das Treiben im Wald am Tafelberg sind und im Zuge der aufkeimenden Gespräche viel Neues erfahren.

  • Family Project: Family Project:
    Family Project:
    Family Project:
  • Die Arpacis großDie Arpacis groß
    Die Arpacis groß
    Die Arpacis groß
  • und klein buddelnund klein buddeln
    und klein buddeln
    und klein buddeln
  • ihre Kurve fein.ihre Kurve fein.
    ihre Kurve fein.
    ihre Kurve fein.
  • Wöd: die elektrische (!)Wöd: die elektrische (!)Wöd: die elektrische (!)
    Wöd: die elektrische (!)
    Wöd: die elektrische (!)
  • Scheibtruhe für Schwertransporte.Scheibtruhe für Schwertransporte.Scheibtruhe für Schwertransporte.
    Scheibtruhe für Schwertransporte.
    Scheibtruhe für Schwertransporte.
  • Nicht minder leiwand: die von RadStefan handgemachten Trailbau-Tools.
    Nicht minder leiwand: die von RadStefan handgemachten Trailbau-Tools.
    Nicht minder leiwand: die von RadStefan handgemachten Trailbau-Tools.
  • Funny future: Das wird Funny future: Das wird Funny future: Das wird
    Funny future: Das wird
    Funny future: Das wird
  • ein Table. Das auch.ein Table. Das auch.ein Table. Das auch.
    ein Table. Das auch.
    ein Table. Das auch.
  • Hier bitte umlegen undHier bitte umlegen undHier bitte umlegen und
    Hier bitte umlegen und
    Hier bitte umlegen und
  • schlängeln. schlängeln. schlängeln.
    schlängeln.
    schlängeln.
  • Sprung!Sprung!Sprung!
    Sprung!
    Sprung!

Als sich nach der späten Mittagspause die auf halber Höhe errichtete Labe langsam leert und die fleißigen Handwerker wieder zu ihren Bautrupps schlendern, machen wir uns auf den Weg nach Hause. Im Wald wird noch bis 17 Uhr weitergewerkt. Es ist noch viel zu tun.
Wer Zeit und Lust hat, sich während der folgenden Wochen und Monate in Erdhügeln zu verwirklichen, ist gerne eingeladen, dies zu tun. Denn mit jeder helfenden Hand rückt die für den Sommer geplante Eröffnung näher. Und bekommen Turns in einer Trail Area nicht umso mehr Reiz, je mehr eigener Schweiß in so manchem Streckenabschnitt steckt?

An dieser Stelle aber ein wichtiger Hinweis: Auch, wenn ihr's kaum noch erwarten könnt: Bereits jetzt auf den halbfertigen Trails eure Lines zu ziehen, schadet dem Baufortschritt. Noch ist der Trailpark Weidlingbach eine feuchte Lehmgrube und kein einziges der Erdbauwerke gefestigt. Abgesehen davon, dass es aktuell eher unlustig ist, dort herumzukurven, würdet ihr damit auch die bislang getanene Arbeit zerstören. Von sicherheitstechnischen und rechtlichen Aspekten ganz abgesehen. Also: Habt noch etwas Geduld und steckt eure Energien lieber in das Schwingen von Werkzeug!

Nächste Schritte, nächstes Fest

Coming soon ...

Übrigens: Die bislang illegalen Zubringer von den offiziellen MTB-Strecken (Kahlenbergerdorf und Hameau) werden bis zum Opening ins Wegenetz aufgenommen. Darüber hinaus laufen konkrete Planungen zu weiteren gebauten Strecken sowie der Freigabe etlicher Naturtrails - mehr dazu in Kürze auf diesem Kanal!

Aber so unermüdlich das Ehrenamt auch waltet: Das alles kostet Geld. Einreichunterlagen, Gutachten und Behörden-Eingaben haben rund 12.000 Euro verschlungen, die Baggermiete schlägt mit ca. 3000 Euro zu Buche – diverse Kleinteile wie Trichter, Kanister oder neue Hydraulikleitungen noch gar nicht eingerechnet. Werkzeug musste, sofern nicht dankenswerter Weise gespendet, angeschafft werden, Motoren brauchen Treibstoff, Infotafeln wachsen nicht von alleine im Wald, und für die detaillierte Trail-Beschilderung wird's mit Luft und Liebe erst recht nicht getan sein.
Darum freut sich der Wienerwald Trails Verein nicht nur jederzeit über Neuzugänge und deren Mitgliedsbeiträge, Spenden und verkaufte T-Shirts (Unterstützungsmöglichkeiten s. hier). Er richtet auch erneut eine Party aus, deren Erlöse direkt dem Verein zukommen.
Abgesehen davon ist es nach allem, was bislang erreicht wurde, aber auch einfach höchste Zeit, mal wieder ordentlich zu feiern. Die Gelegenheit dazu gibt's am 2. April beim BikeFest!, das gleichzeitig die offizielle AfterParty des Rathausplatzfestivals ist, wo der Verein außerdem eine Info-Ecke am Stand des Lines Mag hat. Los geht's ab 22:00 Uhr im Loft (Lerchenfeldergürtel 37, 1160 Wien) auf zwei Floors und mit sechs DJs. VVK 5 Euro (Jugendinfo Wien), AK 7 Euro.


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  1. #1
    früher mal Weltmeisterin Avatar von NoMan
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    Apr 2002
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    Wir bauen einen Trail - Weidlingbach

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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von grey
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    super Artikel!

  3. #3
    Geht das? Avatar von NoWhere
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    530
    Sehr feiner Bericht, danke!
    LG, Nowhere


    Ich bin ein Kind ein deppates, in meinem Hirn da scheppat es.

  4. #4
    for a better now Avatar von m0le
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    Wenn man mir gesagt hätte, dass ihr die Fotos braucht hät ich sie in brauchbarer Auflösung hochgeladen und nicht in Facebook Größe.

    "Don't drink, don't smoke, don't fuck! At least you can fucking think!"
    Ignore-List: 35

    Suche: 35mm Film, 120er Rollfilm, 600er Polaroid Film

    Biete: Canon 50mm f1.8 II

  5. #5
    früher mal Weltmeisterin Avatar von NoMan
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    1.675
    Wenn man mir gesagt hätte, dass ihr die Fotos braucht hät ich sie in brauchbarer Auflösung hochgeladen und nicht in Facebook Größe.
    das hat ja bis gestern niemand gewusst
    ich nehm's auch gern nachträglich (1600 px lange seite, bidde ) und tausch sie aus ... danke an dieser stelle auf direktem wege und nicht bloß über mittelsmänner fürs hergeben, detto an den Kornlosen
    NoMan

  6. #6
    for a better now Avatar von m0le
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    überall und nirgendwo
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    Zitat Zitat von NoMan Beitrag anzeigen
    das hat ja bis gestern niemand gewusst
    ich nehm's auch gern nachträglich (1600 px lange seite, bidde ) und tausch sie aus ... danke an dieser stelle auf direktem wege und nicht bloß über mittelsmänner fürs hergeben, detto an den Kornlosen
    Schick ich euch am Abend!

    "Don't drink, don't smoke, don't fuck! At least you can fucking think!"
    Ignore-List: 35

    Suche: 35mm Film, 120er Rollfilm, 600er Polaroid Film

    Biete: Canon 50mm f1.8 II

  7. #7
    Gymbo Avatar von JIMMY
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    ..na g'spannt bin werden demnächst auch zum gatsch spielen erscheinen....

  8. #8
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    schöner Bericht und noch viel schöneres Projekt! War erst 2x draußen helfen, macht aber gewaltig Laune die Strecke entstehen zu sehen und sich schonmal all den Spass vor zu stellen, den man dort haben wird

  9. #9
    have fat crema, KvdW Avatar von espresso
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    Wienerwood
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    Oida, wie geil ist das denn. 2.500 Meter von der Haustür entfernt der Einstieg zum Trail

    Ist an mir bisher völlig vorbeigegangen.

    Hab mich gleich mal als Vereinsmitglied beworben.
    Leider hab ich dieses Wochenende keine Zeit, werde aber bei einem der nächsten Termine mitgraben!

    Und die elektrische Scheibtruchn is a Waunsinn

  10. #10
    aluminati Avatar von st. k.aus
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    land_of_XVI
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    ein hoch dem Berti !!

    > zu verkaufen ¦ to sell <


    "show your bike some love and it will show the love back." Eric, niner bikes

    the most important vehicle is a bicycle - it is necessary!



  11. #11
    the slacker fka markusk Avatar von NoGrain
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    Zitat Zitat von espresso Beitrag anzeigen
    Oida, wie geil ist das denn. 2.500 Meter von der Haustür entfernt der Einstieg zum Trail
    wohnst auf da windischhüttn?

    immer wieder faszinierend wie viel öffentlichkeitsarbeit man machen kann und immer noch leute mit "naheverhältnis" (in welcher form auch immer) nicht erreicht.. drum.. weitersagen!

  12. #12
    -Simplon rider- Avatar von Herbstl78
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    echt voll super was ihr da macht,
    ist ja nicht gerade einfach sowas zu verwirklichen bei uns!

  13. #13
    fatti con le mani Avatar von NoAhnung
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    Zitat Zitat von espresso Beitrag anzeigen
    Oida, wie geil ist das denn. 2.500 Meter von der Haustür entfernt der Einstieg zum Trail
    bei mir ists dieselbe entfernung wo bist denn daheim? wir könnten mal einen espresso trinken ..

    @nograin&co: der trail wird sicher großartig!!
    ich als neo-mtbler bin schon soooo gespannt.. ihr seid a wahnsinn
    wenn ihr noch eine helfende hand braucht, ich hätt ab mitte april wieder mehr zeit, vorher gehts leider nur schlecht.
    bei interesse, pn
    Geändert von NoAhnung (19-03-2016 um 20:07 Uhr)
    „Wo woa mei Leistung?“

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  14. #14
    König der Kettenstreben Avatar von KungFuChicken
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    Zitat Zitat von espresso Beitrag anzeigen
    Oida, wie geil ist das denn. 2.500 Meter von der Haustür entfernt der Einstieg zum Trail

    Ist an mir bisher völlig vorbeigegangen.

    Hab mich gleich mal als Vereinsmitglied beworben.
    Leider hab ich dieses Wochenende keine Zeit, werde aber bei einem der nächsten Termine mitgraben!

    Und die elektrische Scheibtruchn is a Waunsinn
    Hab gerade deinen Antrag bearbeitet, du wohnst ja wirklich unmittelbar daneben.

    Sorry, dass es so lange gedauert hat. Ich war leider krank.

  15. #15
    Registrierter Benutzer Avatar von kitzi
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    Hi

    also echt geile Sache wa ihr da machts!

    Ab wann plant ihr offizielle Freigabe des Trails??
    Happy to be in Graz!

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