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Rocky Mountain Solo 2023

Rocky Mountain Solo 2023

21.04.23 12:59 2.443Text: NoMan
Lisi Hager

nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je

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Fotos: Margus Riga, Rocky Mountain
Erstmals präsentieren die Kanadier eine komplette Gravel-Serie. Ergänzend zum überarbeiteten Alu-Solo kommt eine Carbon-Plattform. Die Stoßrichtung für beide Varianten: Abenteuer.21.04.23 12:59 2.649

Rocky Mountain Solo 2023

21.04.23 12:59 2.6492 Kommentare NoMan
Lisi Hager

nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je

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Margus Riga, Rocky Mountain
Erstmals präsentieren die Kanadier eine komplette Gravel-Serie. Ergänzend zum überarbeiteten Alu-Solo kommt eine Carbon-Plattform. Die Stoßrichtung für beide Varianten: Abenteuer.21.04.23 12:59 2.649

Kanada, das steht in unseren Köpfen für Weite, Wildnis, Abenteuer. Und Rocky Mountain gilt auch Jahre nach dem ersten Hype um die Kultmarke aus Vancouver noch immer als Verkörperung all dessen - und mehr, Stichwort Frorider, Slayer, Wade Simmons, Brett Tippie, Richie Schley.
Vielleicht auch deshalb stiegen die MTB-Pioniere 2021 mit dem Gravelbike Solo vorerst nur zögerlich in die aufstrebende, glattgebügelte Interpretation des rauen Geländeradsports ein: Es gab das neue Rad lediglich in einer - für die kanadischen Carbon-Experten durchaus ungewöhnlich - Alu-Version mit zwei Ausstattungsoptionen.
Nun allerdings scheinen die Macher hinter den legendären Ahornblatt-Rädern doch vom Potenzial der Gravelbikes überzeugt. Sie bauen das Solo zur vollwertigen Produktlinie mit drei Carbon- und zwei Alu-Modellen aus (der auf den Fotos ersichtliche GRX-Vertreter ist für Rockys home trails only). Und diese ist, sonst wär's ja kein würdiges Rocky, gemacht fürs Grobe.

 Mach’ jede Fahrt zu einem Abenteuer 

Geh’ graveln, geh’ solo, proklamiert Rocky Mountain
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Made For Offroad

Bereits die zugrundeliegenden Normen machen klar, wes Geistes Kind das Solo ist: Getestet wurden die Rahmen nach Mountainbike-Prüfungsstandards. Die Geometriedaten versprechen u.a. mit ihrem relativ hohen Stack eine Wohlfühl-Position auch für jenes Klientel, welches normalerweise nicht gestreckt-sportiv fährt. Wer will, kann eine versenkbare Sattelstütze (27,2 mm) nachrüsten. Und vor allem zeugt die Reifenfreiheit vom Wunsch, geteerte Straßen bedenkenlos verlassen zu können. Mit Schutzblechen sind 700c-Reifen bis 40 mm möglich. Wer alternativ 29“ oder 650B fahren will, kann großzügige 2,0“- bzw. sogar 2,2“-Gummis montieren.

Was das neue Solo unabhängig vom Rahmenmaterial weiter auszeichnet, sind jede Menge Montagepunkte. Zwölf am Rahmen und acht an der Gabel, also 20 insgesamt, eröffnen ungeahnte Möglichkeiten für den Gepäcktransport, die Wasserbevorratung und das Zubehör-Tetris.
Basierend auf diesen Fakten, scheint es nicht übertrieben wenn Rocky meint: „Das Solo ist das perfekte Werkzeug, um zu entkommen, einige Kilometer zu sammeln und mehrtägige Fahrten zu einem Vergnügen zu machen.“

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Rahmen

Die Carbon-Modelle werden im Smoothwall-Herstellungsverfahren gefertigt und punkten gegenüber den Alu-Ablegern aus RMB 6061 Rohrsätzen mit erhöhter vertikaler Nachgiebigkeit. Verantwortlich hierfür zeichnen die tief ansetzenden Sitzstreben mit speziellen Flex-Zonen ebendort sowie im unteren Sitzrohr.
Beide Varianten werden durch Vollcarbon-Gabeln komplettiert, deren Enden von Fork Boots vor Beschädigungen geschützt werden. Unterrohr und antriebsseitige Kettenstrebe sind ebenfalls Protektoren-bewehrt.
Sämtliche Züge verlaufen geschlossen intern, wobei sie klassisch hinterm Steuerrohr bzw. an der Gabelkrone und nicht etwa via Steuerlager in den Rahmen eintreten. Anders als der Vorgänger sind die neuen Solos kompatibel mit zweifach-Antrieben einschließlich Di2 – allerdings nur jene aus Carbon.

  • Klassische, interne ZugverlegungKlassische, interne Zugverlegung
    Klassische, interne Zugverlegung
    Klassische, interne Zugverlegung
  • Fork Boots zwecks GabelschutzFork Boots zwecks Gabelschutz
    Fork Boots zwecks Gabelschutz
    Fork Boots zwecks Gabelschutz
  • Flex Zonen an Sitzrohr und -strebenFlex Zonen an Sitzrohr und -streben
    Flex Zonen an Sitzrohr und -streben
    Flex Zonen an Sitzrohr und -streben
  • Montagepunkte überallMontagepunkte überall
    Montagepunkte überall
    Montagepunkte überall

Geometrie

XS SM MD LG XL
Reach (mm) 376 383 392 396 408
Stack (mm) 538 567 586 621 645
Oberrohrlänge (mm) 520 540 560 580 605
Sitzrohrlänge (mm) 414 452 490 528 566
Lenkwinkel (°) 70 70,5 71 71,5 71,5
Sitzwinkel (°) 75 74,5 74 73,5 73
Steuerrohrlänge (mm) 100 130 150 185 210
Kettenstrebenlänge (mm) 425 425 425 425 425
Radstand (mm) 1021 1034 1046 1056 1076
Überstandshöhe (mm) 755 787 814 850 877
Tretlagerabsenkung (mm) 78 77 75 75 75

Geometrieseitig sollen über die fünf erhältlichen Größen hinweg regieren: Stabilität dank tiefem Tretlager, Komfort dank hohem STR (1,57 in Gr. L) und ein insgesamt fein ausbalanciertes Handling dank moderater Winkel und Werte.
Sowohl Schotterrennen, als auch Bikepacking und "alles dazwischen" soll folglich mit dem Solo laut Hersteller nicht nur möglich, sondern eine wahre Freude sein.

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Modelle und Preise

Im deutschsprachigen Raum werden lediglich drei der fünf für den internationalen Markt vorgesehenen Modelle mit Sram-Bestückung verfügbar sein. Für die beiden "Extreme" des Lineups, C90 und A30, heißt's, alternative Beschaffungswege aufzutun.

  • C90C90
    C90
    C90
  • A30A30
    A30
    A30

Internationales Flaggschiff wird jedenfalls das Solo Carbon 90 in edlem Blackberry Smoke/Foxy Lady/Black Dog mit Sram Force AXS samt XPLR-Übersetzung (42/10-44) und allerlei Carbonteilen, von Rocky Mountain Laufrädern samt WTB Venture TCS Reifen über Easton EC70 AX Lenker bis Easton EC70 Stütze.
Eher schwarz lackiert (genauer: Carbona Not Glue/Black Dog) kommt das gleich übersetzte Solo Carbon 70 mit Sram Rival AXS und ebenfalls allerlei feinem Kohlenstoff (u.a. Eastons EA70 Gravel-Laufradsatz), das hierzulande um 5.100 Euro zu haben sein wird.
Das ursprünglich ebenfalls zwölffach Rival-spezifizierte (aber mechanisch) Solo Carbon 50 um € 3.900,- muss laut jüngsten Informationen von Rocky Mountain hingegen mit einer 1x11 auskommen, weil Sram anscheinend den dahingehenden Produktionsplan geändert hat. Dieses Schicksal teilt der kreativ lackierte (Another Brick In The Wall/Wind Of Change) Carbon-Einsteiger mit dem 2.600 Euro kostenden Solo Alloy 50 in feschem Beige (Verzeihung: Bad To The Bone/One Bourbon, One Scotch, One Beer/Black Dog) oder Grün (genauer: Green River/Monster Mash).
Und ganz am Anfang der internationalen Produktpalette wird das ebenfalls in der Grün-Kombi gefärbte Solo Alloy 30 stehen, Sram Apex-betrieben, TRP Spyre-gebremst und, wie die gesamte Linie, WTB Venture TCS Light Fast Rolling-bereift (700 x 40c)

  • C70C70
    C70
    C70
  • C50C50
    C50
    C50
  • A50 beigeA50 beige
    A50 beige
    A50 beige
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