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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dopingfreigabe Ja/Nein



theBikeMike
16-02-2002, 21:39
Serv's!!!

Da der Marco schon begonnen hat, wollt ich mal fragen, wie ihr hier zur Freigabe von Doping im Sport (Radsport speziell) steht!

Marco & Bike
16-02-2002, 22:13
NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN NEIN..............NEIN!!!:D

Schöne Grüße Marco!!!
:jump: :jump: :jump:

realbiker
16-02-2002, 22:34
Zum Wohle des Sports !!!;)

Ich finde man sollte noch viel strenger kontrollieren und viel härtere Strafen verhängen !:mad:

Marco & Bike
16-02-2002, 23:13
Realbiker sagts!!!

ich bin seiner meinung!:)

Schöne Grüße Marco!!!
:jump: :jump: :jump:

Nox
16-02-2002, 23:39
niemals soll das lizensiert werden.
ich finde, so wie Dopingsünder zurzeit behandelt werden, das ist sogar noch zu milde!

Die sollten meiner Meinung nach gar nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen dürfen. An diesen Trottln hat der ganze Sport zu leiden.
Ich denk nur an die eine Tour de France (99 oder wann das war) wie dann nicht mehr besonders viele Teams übrig geblieben sind, die nicht gedopt waren. Dann ist es ja kein Wunder, dass der Radsport oft von den Leuten als 'Dopingsport Nr.1' gesehn wird.

*tz*, ich find Doping einfach sch...

Racy
17-02-2002, 01:21
@Nox
Bin auch der Meinung das die "Sportler" die Dopen gar nicht teilnehmen dürfen,egal welche Sportart das jetzt ist, ist ja irgendwie unfär den anderen gegenüber.

Wieso gibts bei den MTB-Marathons in Ö keine Dopingkontrollen? Weis das wer? Oder gibts sies eh?

MfG. Race-Driver:D

realbiker
17-02-2002, 09:33
... gibts des bei den MAs ned weils 1.) um "nix" geht und 2.) weil Dopingkontrollen verdammt teuer sind !:mad:

Leider, denn ich vermute mal es würde einige geben, die dann auffliegen würden .......... !:(

HALTET DEN SPORT SAUBER !;)

Dominik
17-02-2002, 15:40
Dopingfreigabe- Nein!
Derzeitige Kontrollen- ungenügend- leider!

Länge der Sperren- ausreichend, wenn sie eingehalten werden! Wenn dann ein Sportler genaus so rückwirkend gesperrt wird, dass er bei der Tour gerade wieder startberechtigt ist, macht sich der Verband selbst lächerlich und schwach!

Den Dopingsünder wie einen Verbrecher behandeln?
Nein!
Ich kenne einige Sportler, die mit verbotenen Substanzen (Anabolika, etc.) gearbeitet haben und z. T. auch erwischt worden sind und dafür bestraft wurden.
Privat sind das trotzdem ganz nette Leute. Die eine ganz normale Familie etc. haben. Von Verbrechern ist da keine Spur!
Sie haben einfach versucht, ihr Leistungspotential zu erhöhen!
Halt mit verbotenen Methoden!

Deshalb finde ich, dass das Zivilverfahren auf den Sport angewandt, nicht gerechtfertigt ist!

Doping ist ja in Wahrheit Auslegungssache! Kreatin ist erlaubt, Hormone nicht!
Eigenblutdoping ist nicht erlaubt, obwohl nichts Fremdes zugeführt wird!

sg
Dominik

Christoph
17-02-2002, 15:55
Kreatin ist meines Wissens nach im Frühling vor den Olympischen Spielen in Sidney auf die Dopingliste gesetzt worden weil endlich nachgewiesen wurde das es zu Herzschädigungen kommen kann. Da hat's damals eine entsprechende Info auf der ÖRV-HP gegeben.

Ich bin auch der Meinung das Doping weiterhin verboten bleiben soll. Aber ohne strafrechtliche Konsequenzen für den Sportler. Wenn, dann nur für die Mediziner, wenn diese wissentlich schädigende Medikamente an Sportler verabreichen ohne diese über die möglichen Risiken zu informieren.

Allerdings sollte ein Sportler der des Dopings überführt wird meiner Meinung nach lebenslang für alle Sportarten gesperrt werden.
Denn was ist wenn dieser nach Ablauf seiner Sperre, dann angeblich clean, wieder so gute Ergebnisse bringt, wie im gedopten Zustand?
Da muß doch sofort wieder der Eindruck entstehen das dieser Sportler weiterdopt, nur diesmal eben "besser". Und darunter leidet die Glaubwürdigkeit der ganzen Sportart.

manitou
17-02-2002, 18:32
das problem doping sollte auch von der anderen seite betrachtet werden:

warum dopen spitzensportler, wenns sie wissen, das es schädlich ist?

man sollte den hebel bei den veranstaltern von großsportereignissen (tour de france, usw...) ansetzen, denn die sind mitschuld an den dopingsünden

die strecken werden immer attraktiver, aber nur fürs publikum, die fahrer müssen immer mehr leisten, die müssen leistungen vollbringen, die ohne doping fast nicht mehr zu vollbringen sind.

auch bei den sponsoren ist eine teilschuld zu suchen. die anforderungen an die sportler werden immer größer, nur die aller, allerbesten kommen zur kohle.

das ist eine zwickmühle für den sportler, da geht ohne doping garnix mehr.

aber das gilt nur für den spitzensport, wennst dort erwischt wirst, verlierst du deinen job, und des is für die meisten, alles, was sie haben - ich finde lebenslange sperren zu hart.

wers nicht weiß, in österreich hats voriges jahr auch einen dopingfall gegeben, bei den mädels, eine sehr gute fahrerin wurde erwischt, konnte nix dafür und kam nach angedrohter langen sperre mit einem blauen auge davon.

nicht alle dopingsünder sind auch wissentliche sünder.

schmeisst nicht alle in einen topf.

anders ist es bei den hobbysportlern - da ist es - siehe doping stop it - nicht entschuldbar, da bin ich für lebenslang!!!

theBikeMike
17-02-2002, 19:48
Stimmt, die Verantwortlichen sind auch schuld, natürlich nicht alleine, aber mitschuld allemal.

Bei der TdF oder einer anderen Rundfahrt kannst ohne Doping vorne gar nicht oder nur mehr schwer mitfahren.

Auf msporting.com (http://www.msporting.com) gibts über Doping nen Artikel, bez. EPO usw.

pagey
17-02-2002, 20:02
wasn das für eine frage ?? wer zu doping greift is ein vollkoffer und hat ihn keiner sportart was verloren ...leider gibts ja sportarten wo kaum eine rohne auskommt....solche leut ghören für immer gsperrt weil die haben es ned kapiert !!!!

soulman
17-02-2002, 20:47
nun isses aber so daß man mit verboten nicht immer den effekt erzielt, den man vorgehabt hat. auch mit einer freigabe würde sich nix bessern. dann dopt jeder und der, der das beste rezept und den besten dopingberater und das meiste geld hat, der gwinnt! na super!

folgende überlegung:
was ist wenn doping freigegeben wird und jeder soll dopen bis ihm die adern platzen...wurscht! allerdings wird rigoros kontrolliert, aber nicht gesperrt, sondern jeder dem doping nachgewiesen werden konnte, erhält je nach art und länge der strecke ein gewisses maß an strafminuten.

na was glaubts was sich dann tut, wenn derjenige der ständig gewonnen hat, plötzlich nur mehr um den 10.-15. platz herum hereinfährt und die ewig hinten waren sind auf einmal der winner.

im ersten moment schauts aus als hätt i jetzt an denkfehler drin, aber lassts euch des amal auf der zunge zergehen....

da anziche schas dabei is, daß dopingkontrollen ziemlich teuer sind und dadurch die startgelder f. marathons wie wir sie fahren wahrscheinlich ziemlich raufschnalzen täten. falls man uns jemals kontrollieren wollen würde. wenn nicht, dann is eh alles für d' fisch und die, die jetzt immer vorne sind wärens dann auch.

wurscht, jedenfalls is doping a schas und die die dopen, denen sollen 17 salzgurkerln aus'n hirn wachsen, daß ma's glei kennt!

pagey
17-02-2002, 21:41
Original geschrieben von soulman
wurscht, jedenfalls is doping a schas und die die dopen, denen sollen 17 salzgurkerln aus'n hirn wachsen, daß ma's glei kennt!

muhahahahahaha !!!!:D :D :D

christoph01
18-02-2002, 15:12
also, ich glaub nicht, dass grossveranstaltungen wie tdf "schuld" am doping sind. erstens glaub ich gar nicht, dass die strecken immer schwieriger werden. bei der tour fahrens eh immer die gleichen berge - der galibier ist heute nicht höher als vor 30 jahren. zu bewältigen sind die strecken auch ohne doping. nur gwinnen kannst halt fast nicht mehr ohne doping.
aber wer dopt, der hat auch bei einem 50km zeitfahren vorteile, und nicht erst bei einer 250km etappe mit 4000hm.
das problem ist das geld und der (übertriebene) ehrgeiz der sportler.
die derzeitigen doping-kontrollen sind ja auch eine farce,
man hinkt ständig hinterher, ein paar werden erwischt, die meisten nicht. ein paar der "erwischten" sind womöglich sogar unschuldig ...

007
18-02-2002, 18:26
Diesen Text hab ich grad im Netz gefunden.
Ja und Hände weg von Kreatin und der ganzen Scheiße!!!!!!!

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Kreatin - Wo liegt die Grenze zum Doping?
Ein Präparat steht seit längerem im Mittelpunkt dieser Diskussion: Kreatin.

Es handelt sich um eine biologische Verbindung der Aminosäuren Arginin, Methionin und Glycin. Je mehr Kreatin vorhanden ist, desto länger kann der Muskel auf hohem Niveau Leistung erbringen, ohne dass Übersäuerung und Leistungsabfall entstehen. Wer sich Kreatin in hoher Dosis zuführt, erhöht so die Energiedepots seiner Muskeln.

Ulrich Haas, der Vorsitzende der deutschen Anti-Doping-Kommssion, will Kreatin am liebsten auf die Dopingliste setzen lassen. Grund: Kreatin werde in „widernatürlich hohen Dosen konsumiert" und sei daher ein „von außen zugeführtes Mittel zur Leistungssteigerung".
Fakt ist: Der Organismus selbst kann Kreatin herstellen, außerdem ist es in Fleisch und Fisch enthalten.
Der Wiener Sportmediziner Professor Paul Haber sagt, beim Kreatin handelt es sich um ein „Nahrungsbestandteil, den man auch in Mischkost findet und somit nicht um Chemie oder Pharmazie, „sondern um den Versuch der Ernährungswissenschaft, das Beste herauszuholen". Kurzum, Kreatin sei „in Wahrheit völlig harmlos", so Professor Haber. Wer Kreatin auf die Dopingliste setzen wolle, könne auch gleich ein Verbot von Vitamin B verlangen. Spitzensportler wie Katja Seizinger, Manfred Nerlinger, Franziska van Almsick oder Marc Blume haben sich unverblümt als Kreatin-Nutzer geoutet. Nach Experten-Einschätzung konsumieren 70 bis 80 Prozent aller Schnellkraftsportler Kreatin. Und auch unter ambitionierten Freizeitsportlern boomt Kreatin gewaltig. Offen bleibt die Frage: Doping oder nicht? Solange sich die Experten nicht einig sind, gibt es weiterhin in jeder Apotheke Kreatin-Tabletten.

Ulrich Haas, fordert im Nachrichtenmagazin Focus, den "Muskelturbo" möglichst schnell auf die Liste der verbotenen Substanzen zu setzen. In widernatürlichen hohen Dosen konsumiert, sei Kreatin eindeutig "ein von außen zugeführtes Mittel zur Leistungssteigerung und somit schon aus ethisch-moralischen Gründen zu verbieten". Der Leiter des Instituts für Dopinganalytik in Köln, Wilhelm Schänzer, geht davon aus, daß mittlerweile "mindestens 70 bis 80 Prozent der Athleten in Schnellkraftsportarten Kreatin nehmen".
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mehr unter www.sportunterricht.de

007

theBikeMike
18-02-2002, 22:59
Könnten die Bikeboarder, die für "Ja" gestimmt haben, bitte ihre Begründung abgeben.
Tät' mich nämlich wirklich interessieren und falls man anonym bleiben will, kannst dich eh abmelden und dann posten (als unregisterd).

Oder geht das nicht mehr?

manitou
19-02-2002, 11:34
wie im bericht von 007 herauszulesen ist, is des kreatin nur was für schnellkraftsportler.

für uns ausdauerfritzis stellt sich eh nicht die frage, ob ma des brauchen, es bringt nämlich gleich garnix, njiente, nada, nix.

viel wichtiger is, das ma net auf die werbung von die ganzen elektrolyt-trankln reinfallt und glaubt, des kreatin usw. braucht ma.

URLI
19-02-2002, 14:26
Hallo Leute

meine meinung is jeder der dopt soll es von mir aus weiter tun er tut seinem körper nix gutes und gerade bei und amateuern die das halt doch aus spass und einer menge ehrgeiz machen gaub i macht des ganze gar keinen sinn. aber manche brauchen des und die sollen des zu ihrer selbsbefridiegung doch machen nur sollte dann bei folgeerscheinungen die krankenkasse aussteigen und der depp sie den ganzen scheiss selber zahlen.

i für mi was was i drauf hab und des zählt i bin auch glücklich ohne sieg bei den top-six.

bei die profs kann ma des glaub i net alles auf den sportler schieben denn glaubts wirklich der weiss was a den ganzen tad zum essen kriegt? de werden gar net wissen was da alles drinen ist.

es wird halt immer der gewinnen der mit noch unerkannten preparaten arbeitet und der ist meist der mit der meisten mäusen.

cu

phgruber
20-02-2002, 00:55
dass man da einfach JA oder NEIN sagt. Deswegen mache ich auch nicht in der Umfrage mit, möchte aber ein paar Sachen hier anmerken, die zu der Thematik dazugehören:

1. Was versteht man unter Doping-Verbot? Heißt das nur, dass man bestraft wird, wenn man Präparate aus der Doping-Liste nimmt?

Es gibt noch genügend Präparate, die zwar nicht auf der Doping-Liste stehen, aber trotzdem ziemlich gefährliche Folgewirkungen haben können und die Rennergebnisse beeinflussen. Heuer nimmt ein Sportler ein Präparat, wozu ihm seine professionelle sportmedizinische Betreuung rät und wenn das Präparat verboten wird ist er auf einmal ein Doper ...

Man sollte Dopen nicht davon abhängig machen, ob die eingenommenen Präparate auf einer Liste stehen oder nicht, denn es wird nie eine aktuelle Liste mit allen gefährlichen Mitteln haben und es wird immer Uneinigkeit geben bezüglich der Grenze zwischen voller sportmedizinischer Betreuung und Doping. Andererseits kann man eine wissenschaftliche Kontrolle nur anhand objektiver Kriterien (einer Liste) durchführen ... Man braucht also eine Liste, die aber wohl nie 100%ig richtig sein wird ...

2. Wenn man Doping endgültig beseitigen möchte, müsste man auch einmal den "Hobby"-Sektor untersuchen. Ich bin mir sicher, dass da ein paar auch schon Mittelchen einnehmen, doch hier gibt es ja keine Kontrollen. Ein endgültiges Beseitigen von Doping müsste daher mit Dopingkontrollen auf allen Ebenen einhergehen, was allerdings zur Folge hätte, dass ein Hobby-Marathon nicht mehr wirtschaftlich durchzuführen wäre, denn man kann einfach nicht alle überprüfen ...

FAZIT: Das Ganze erinnerst stark an das klassische Gefangenendrama. Soll man Restriktionen setzten (sprich Listen, Kontrollen, Strafen, ...) oder soll man die Leute moralisieren, damit sie verstehen, warum Doping eine schlechte Sache ist und damit sie dann schlussendlich deswegen nicht dopen, weil es verboten ist, sondern deswegen, weil es eben schädlich ist.

Die zweite Variante (Moralisieren) wäre sicher nicht schlecht, doch kann man alle Beteiligten moralisieren (wohl nicht)?

ZURÜCK ZUR UMFRAGE: In meinen Ausführungen liegt eine Erklärung, warum einige Leute auch mit JA gestimmt haben: Eine Doping-Freigabe bedeutet nicht gleichzeitig, dass man für Doping ist, sondern vielleicht nur, dass man glaubt, dass es bessere Mittel gegen Doping gibt als eine starre und nie richtige Doping-Liste.

irieman420
31-07-2002, 19:09
grundsätzlich glaube ich, dass sich viele wundern würden, wenn der tatsächliche prozentsatz aller dopenden hochleistungssportlicher bekannt werden würde! ich kann mir beim besten willen nicht mehr vorstellen, dass irgendein PROFISPrITZENsportler keine verbotenen substanzen einnimmt.

allerdings macht mich das in keinster weise traurig, denn die typen die in der heutigen zeit ein rennen gewinnen (nicht nachweisbar gedopt), würden auch gewinnen, wenn KEINER dopt, es sind einfach die besten sportler der welt!!!

doping in diesem leistungsbereich setzt bei knapp 100 % erreichter natürlicher leistungsfähigkeit an, d.h. diese sportler sind in diesem bereich ungefähr gleich stark. mit doping verschiebt sich die leistungsstufe nach oben, aber ich glaube nicht, das wesentlich andere sportler aufs podest kommen!

oder glaubt wirklich jemand, wenn ein muehlegg (DU BIST UND BLEIBST DER BESTE :D ) bei den olympischen spielen erwischt wird nachdem er gewonnen hat, das der sportler auf platz 2 mit vielleicht ein paar sekunden mehr am buckl nur mit omas müsli fährt???

die sportler sind das letzte glied in der kette (allerdings zugegebenermassen obliegt es ihrem verantwortungsbereicht ob sie dopen oder nicht) und die verlogenheit hört nicht am ende auf.

wer die dopinggschicht mit muehlegg verfolgt hat, dem ist vielleicht selbiges aufgefallen. ich glaub auf zdf war eine reportage über doping. sie erzählten, dass man in einem gewissen rythmus dopt, dass es somit nur wenige tage gibt, an denen das zeug nachweisbar ist. sie haben auch lang und breit erklärt, dass man VOR den saisonhöhepunkt dopt. desweiteren erzählten sie, dass sie mühleggs saison schon länger beobachtet haben und sie wussten desweiteren, dass er, wenn er den letzten bewerb auch noch gewinnen wolle, am ruhetag NACHdopen, NACHdopen musste!...CUT / nächster beitrag...das arme unschuldslamm, herr trainer der deutschen nationalmannschaft, ist bitter enttäuscht über das verhalten von muehllegg, kann es gar nicht verstehen, blablabla, und auf die frage: solln muehlleg die beiden zuvor gewonnen medaillen aberkannt werden? - antwortete herr trainer unschuldslamm: nein, ich glaube nicht, dass johann zuvor schon gedopt hat!

mein nächster gedankenschritt war: kennen sich die medien wirklich besser aus als nationalteamtrainer? wissen etwa nur die medienexperten, dass gezielt zu saisonhöhepunkten hin kuren gemacht werden? kennen die medienleute etwa die zeiten der wirkung von spezifischen medikamenten besser und wissen etwa nur sie, dass nachgedopt wurde???

die apotheke fährt mit, irieman keine lösung weiss fürs problem, trotzdem gerne tdf und giro schaut, weil ohnehin die besten gewinnen

viva johann viva johann viva johann viva johann viva johann

johann der dopeIngsuender: :) :p :D :eek: :sm:

markob
31-07-2002, 20:38
Ich kann mich auch nur dem Großteil der Postings anschließen.

Doping hat im Sport (nicht nur im Spitzensport) absolut nix verloren! Wobei jedoch wirklich auch gesagt werden muss, wo befindet sich die Grenze des Dopings? irieman420 hat die Vorfälle bei den Olympischen Spielen angesprochen. Hier ist die Definition von Doping unter anderem "jegliche Manipulation des Blutes, die zur Leistungssteigerung führt". Ich bin kein Mediziner, aber es gibt sicher auch natürliche Möglichkeiten, z.B. mehr Sauerstoff ins Blut zu bekommen und dadurch die Leistung zu steigern. Ist das dann auch Doping? Werden zukünftig Höhentrainingslager verboten?

Was das Doping im Profi-Radsport betrifft: HAL9000 und ich sind mit einem ehemaligen, sehr bekannten Profi Radfahrer bekannt. Von ihm haben wir erfahren, dass im Prinzip jeder Profi-Fahrer, der vorne mitfährt Doping betreibt (in welcher Weise auch immer). Da er strikt gegen Doping ist und gesehen hat, dass man ohne verhältnismäßig wenig Chance hat, hat er mitten in der Saison seine Karriere beendet. Das ist zwar schon ein paar Jahre her, ich befürchte jedoch, dass sich daran nicht viel geändert hat.

CU,

markob

Potschnflicker
31-07-2002, 20:55
@Markob

Und das hat Didi Hauer vorher nicht gewusst, was sich da abspielt?????

MfG Potschnflicker

HAL9000
31-07-2002, 23:21
Original geschrieben von Potschnflicker
Und das hat Didi Hauer vorher nicht gewusst, was sich da abspielt?????
es ist nicht der hauer!

aber er hats halt versucht ohne und hat gesehen, dass es nicht
funktioniert.

derjenige ist trotzdem noch ein ass am rad - und immer noch das
gleiche knochengestell wie zu seinen aktiven zeiten. :)

CU,
HAL9000

Potschnflicker
01-08-2002, 08:41
@HAL9000

Ob Didi Hauer, oder ein anderer Fahrer:

Es spricht eindeutig für ihren Charakter, hier nicht mitgemacht zu haben!

Aber wussten die vorher wirklich nicht, wie es in diesem Bereich zugeht?

MfG Potschnflicker

HAL9000
01-08-2002, 09:16
Original geschrieben von Potschnflicker
... Aber wussten die vorher wirklich nicht, wie es in diesem Bereich zugeht? ...
kann mir nicht vorstellen, dass nicht...

wir haben da nur nicht weiter nachgehakt, weil - wie du schon
richtig festgestellt hast - es eindeutig für seinen charakter spricht,
dass er da nicht mitgemacht hat und er auch so offen und ehrlich
war, überhaupt darüber zu sprechen.

von vielen hört man ja: neeeeiiiin, ich dope nicht/habe nie/werde nie, ...
oder: da sage ich nix dazu, wer bist du überhaupt...

ob er das, was er uns erzählt hat, auch in ein(e) mikrofon/kamera
sagen würde, haben wir auch nicht gefragt, weiss ich auch nicht.
wahrscheinlich würden die aussagen da ein wenig vorsichtiger
ausfallen. würde ich, wenn ich insider wäre, ehrlicherweise
wahrscheinlich auch so machen.

CU,
HAL9000

Potschnflicker
01-08-2002, 13:44
Interessant war vor einiger Zeit ein Interview mit Toni Rominger (nach seiner Karriere als Aktiver):

Auf die Frage, ob er jemals gedopt habe, antwortete Rominger so:
"Ich bin dreihundertmal kontrolliert worden, dabei waren die Ergebnisse immer negativ".

Lässt doch Schlussfolgerungen zu, oder?

MfG Potschnflicker

SirDogder
01-08-2002, 13:51
@The BikeMike: ich habe mit JA gestimmt

Begründung:

1) Doping ist de facto schon lange freigegeben. Ich glaube dass es (fast) keinen Spitzensporter gibt der nicht dopt. Dass die nicht erwischt werden, liegt einfach an der Kontrollmöglichkeit.

2) Schau Dir mal einen Bodybuilder an. Ohne Mitteln würden die nie so ausschauen, siehe good old Weissmüller Johnny, denn allein mit Muskeltraining kriegst nie solche Muckies.

3) lügen wir uns doch nicht in den eigenen Sack. Doping im Spitzensport entsteht primär durch die Wirtschaft, dort werden Produkte geschaffen, die Nischen (eigentlich der komplette Absatz) für diese Produkte werden durch Werbung konstruiert und für Werbung brauchst du Werbeträger. Ohne Werbung kein Spitzensport, wie er heute existiert. Abgesehen davon, dass die Sportindustrie selbst ein Teil der Wirtschaft ist.

4) Ich glaube, dass eine Freigabe von Doping bewirken würde, dass allen Konsumenten endlich aufgeht in welcher Welt wir eigentlich leben.

So jetzt werde ich wahrscheinlich von allen niedergeknüppelt -

Nur so viel noch: Ich selbst würde das Zeug nie anrühren.

Aber: Kann man jemanden einen Vorwurf machen, der seinen Körper selbst vorsätzlich kaputt macht? Es handelt sich schließlich um seinen eigenen Körper.
Wäre darauf die Antwort ja, dann müsste man vom Rauchen bis Alkohol bis ja.. eigentlich auch so manche Sportart, wenn nicht alle von vornherein verbieten.


SirDogder

phgruber
01-08-2002, 14:08
Das Dopingproblem ist zu groß und zu kompliziert, um es mit einfachen Verboten und Dopinglisten lösen zu können.

Man muss in die Richtung kommen, dass die Sportler nicht mehr dopen, weil es verboten ist, sondern weil es langfristig schädlich für den eigenen Körper ist.

Daher also plädiere ich für eine Dopingfreigabe, weil die derzeitige Situation (sauberer Sport, weil die Tests negativ sind) ist schon ein bisschen lächerlich.

Allerdings ist das auch nicht so einfach, denn

1. ein Alleingang von einer einzelnen Sportart ist sehr unwahrscheinlich, doch leider ist es noch unwahrscheinlicher, dass eine sportartenübergreifende Institution (à la UCI) einen solchen Schritt macht

2. gibt es sehr viele noch nicht volljährige Sportler im Wettkampf, die vielleicht noch nicht langfristig genug denken bzw. deren Eltern/Betreuer aus übertriebenem Ehrgeiz solche Mitteln sofort einsetzen würden

LÖSUNG: ???

christoph01
01-08-2002, 14:26
würde auch eher für JA stimmen.
weil der derzeitige zustand den radsport ruiniert.
es ist wie mit dem zölibat, das gibt es zwar auch (auf dem papier), aber wer hält sich dran ??

@phgruber:

ich kann mir nicht vorstellen, dass wir jemals soweit kommen,
dass die sportler vernünftig werden und sie sagen:
naja, wir würden schon gerne dopen, weils was bringt,
aber wenns gesundheitsschädlich ist, dann natürlich nicht.

hat es nicht heuer einen rally-fahrer gegeben, der ernsthaft
überlegt hat, sich einen finger amputieren zu lassen,
nur damit der wieder früher einsatzfähig ist.
heilung hätte nämlich länger gedauert, als amputation.

in anbetracht dessen sehe ich schwarz, dass hier jemals vernunft einkehrt.

Max
08-08-2002, 21:50
wenn ihr im büro sitzt und eine arbeit machen / einen auftrag erledigen müsst, würdet ihr dann nicht auch jedes mittel nützen, um diese arbeit möglichst gut und schnell zu verrichten?


@ bodybuilding: es is doch blödsinn, dass biker anabolika nehmen, sind ja keine kraftsportler. es werden mehr ausdauerfördernde (EPO, PFC)) und aufputschende (Koffein, Asthmasprays,....) mittelchen genommen. was aber viele nicht wissen, EPO ist ein körpereigenes hormon der nebennierenrinde, das die produktion von roten blutkörperchen (sauerstofftransport!!) fördert. EPO kann man übern arzt ganz legal in einer apotheke erhalten. menschen mit zuwenigen erythrozyten tun dies zum beispiel. der hämatokritwert gibt den anteil fester bestandteile (hauptsächlich eben die roten blutkörperchen, aber nicht nur) an. hier is der nachteil von EPO: da normale sportler keinen zu niedrigen hämatokrit haben, kann sich das blut bei EPO-missbrauch so stark verdicken, dass es mitunter zum tod führt. weiters schädigt EPO die nieren extrem. irgendson spitzenrennradler (weiß den namen jetzt nicht) konnte vor ca. 5 jahren glaub ich nach einem sturz nicht gleich behandelt werden, da seine nieren zu kaputt waren.
bei der uci ist ein hämatokrit über 50 ein beweis dafür, dass EPO eingenommen wurde, was aber nicht immer der fall ist. die norwegischen schistars ham zB übern winter blut ausgetauscht und es mit sauerstoff anreichern lassen. völlig legal und man hat auch mehr sauerstoff im blut. nachteil: teuer, zeitaufwendig. komisch ist jedoch, dass zB die schwelle bei langläufern bei 55 liegt, wahrscheinlich wegen dem höhentraining, damit hebt sich der H-wert auch. mein H-wert liegt bei 43,6. spitzensportler können also unter kontrolle des arztes ihres vertrauens (der das EPO oder PFC in der apotheke holt) den H-wert gezielt auf 49 bringen. die anhebung kostet ca. 40.000 ös, das halten pro woche 10.000 ös. ich sag einmal, dass das die mehrheit aller spitzensportler im ausdauerbereich (nicht nur biker) tun. wenn man davon ausgeht, dass ein normaler mensch eine H-wert bis ca. 45 hat (außer kolumbianer: 47), macht eine EPO-kur im "legalen" rahmen den unterschied zw. einem hobbyisten und einem tour-sieger aus. ich denke, wenn man des öfteren diverse leistungstests bei ein und demselben sportmediziner macht und ein vertrauliches verhältniss hat, is es kein problem an EPO zu kommen. aber ich glaube, es macht für die mehrheit keinen sinn sich zu dopen, schon gar nicht für marathons. die spitzenrennradler und -mountainbiker sind quasi zu doping gezwungen, sofern das die konkurrenten auch tun, sonst sind sie zwar clean, reißen aber nix. man darf nicht vergessen, dass die pro´s den sport HAUPTBERUFLICH machen und davon leben müssen, sprich: keine ergebnisse = nix zu essen. wennst schon dopen musst um in ö mitzufahren, bist eh arm dran. in ö gabs ja 1997 den konkreten fall, dass ein fahrer (keine namen) wegen doping gesperrt wurde, jetzt aber wieder vorne mitfährt (trotz seines fortgeschrittenen alters). aber was hat er jetzt noch zu verlieren (außer seiner gesundheit)?? er is gut, bis er erwischt wird und aufhört. man kann nur hoffen, dass doping irgendwann aus der welt geschafft wird, doch es ist ein ewiges katz-und-maus-spiel zw. den chemikern und den fahndern. man muss sich allerdings auch die frage stellen, woher das problem kommt. zum einen ist es sicher der sportliche ehrgeiz, doch andererseits haben auch die firmen, sponsoren, veranstalter, das fernsehen, die zuschauer und teams schuld. sponsoren und teams fordern von den fahrern immer größere leistungen, immer mehr, immer mehr. auch die zuschauer, denn wer will 50 jahre lang diesselben zeiten bei bewerben sehen?!? und wer würde nicht für einen tour de france sieg dopen, um das preisgeld einzuheimsen, für immer vom ruhm zu leben und in den büchern unsterblich zu sein? tragen da nicht die zuschauer und fans mitschuld? schaun wir mal zur formel 1: jedes jahr gibt es neue, bessere, stärkere motoren. das führte irgendwann zu den turbomotoren mit den irrsten ps-zahlen, bis die FIA eingriff. neue stundenrekorde auf der bahn, sprintzeiten unter 10 sekunden, skiflugweiten über 200 m,.... kein wunder, dass die sportler unter existenzdruck / druck der medien und sponsoren zu illegalen mitteln greifen, zumal die teams die möglichkeiten hierzu bieten. doch im gegensatz zu motoren is es bei menschen schwieriger, fast unmöglich die leistung zu limitieren. und die veranstalter locken mit immer höheren preisgeldern, siehe leichtathletik (zB 100 m sprint, golden league - meetings mit 50 kilo purem gold). das bestrafen von dopingsündern is auch wieder eine eigene geschichte. ich glaube francesco casagrande wars, auf jeden fall wurde ein topfahrer vor ein paar jahren im april positiv getestet. er ließ die b-probe nocheinmal von der uci testen (übrigens sind die testlabors hoffnungslos überfüllt, da es nur 2 offizielle gibt, eins davon in lausanne). das abermals positive ergbniss wurde ihm mitgeteilt. mittlerweile is es anfang juni. er hat das recht, in einem unabhängigen institut die probe nochmal untersuchen zu lassen. wieder positiv, benachrichtigung des verbandes und des fahrers. es ist august, der fahrer hat allerdings in der zwischenzeit am 8. august ein weltcuprennen gewonnen. das urteil wird im september ausgesprochen, und zwar 9 monate bekommt er. also fast ausschließlich in der rennfreien zeit, wo er nur trainiert und sich lachend auf die nächste saison vorbereitet. doping im sport wird es immer geben. traurig, aber wahr. in ö kann man aber auch ohne doping zum glück vorne dabei sein (siehe christoph soukup, jörg scheiderbauer, michi weiss). obwohl es auch sportler gibt, von denen es anzunehmen is (wiederum will ich keine namen nennen). aber: wenn man schon in ö dopen muss.....was muss dieser sportler doch für ein erbärmliches würstchen sein, wenn er sogar schon bei unserem hobbetten-elite-starterfeld nachhelfen muss?!?!?!?!?
mich hat beim EM-team relay heuer nur gewundert, dass der franz. junior auf den elitefahrer hinter ihm nur 7 sec. bei 15 min pro runde verlor und die führung somit nicht abgab...........hmmmmmmmmmm, so ein müsli will ich auch haben.....

p.s.: 80% aller deutschen fussballer sind "asthmatiker"!!!!!


UM EINS KLARZUSTELLEN: ICH BIN STRIKT GEGEN EINE DOPINGLEGALISIERUNG!!!!!!!!! dann würde ja noch eine weit größere menge an sportlern alles einwerfen, was sie bekommen, ohne rücksicht auf verluste und gesundheit. so wie es jetzt ist isses doch am besten: den ohnehin nicht komplett unterbindbaren dopingkonsum im spitzensport hält man in grenzen, anstatt die risiken zu leugnen und doping freizugeben.

stay clean!

SirDogder
09-08-2002, 09:13
@ Max:


doch es ist ein ewiges katz-und-maus-spiel zw. den chemikern und den fahndern. man muss sich allerdings auch die frage stellen, woher das problem kommt. zum einen ist es sicher der sportliche ehrgeiz, doch andererseits haben auch die firmen, sponsoren, veranstalter, das fernsehen, die zuschauer und teams schuld. sponsoren und teams fordern von den fahrern immer größere leistungen, immer mehr, immer mehr. auch die zuschauer, denn wer will 50 jahre lang diesselben zeiten bei bewerben sehen?!?

Ganz meine Rede! Wir (Fans) sind sicher mitschuld an der ganzen Misere und können uns nicht einfach selbst aus Schuld entlassen.

Ein mit Aqua-Pur gedopter
SirDogder

irieman420
09-08-2002, 09:36
sers max!

gebe dir in vielerlei ansichten recht. nur zwei dinge: überleg einmal was passiert, wennst mit epo oder verwandtem zeug dopst, kannst mehr sauerstoff transportieren, blablabla, also muskeln könnten über maxniveau versorgt werden. aus diesem grund musst du den muskelaufbaufördernde präparate einnehmen!

ich würde die österreichische eliteszene nicht so runtermachen -

"was muss dieser sportler doch für ein erbärmliches würstchen sein, wenn er sogar schon bei unserem hobbetten-elite-starterfeld nachhelfen muss?!?!?!?!? ". in diesem starterfeld stehen aber eben der herr soukop und weiss, und ich war mit christoph bei e2 rennen in italien und habe gesehen, wir er dem damaligen weltmeister schlicht um die ohren gefahren ist. das niveau ist inzwischen absolut top, besser wirds nur, wenn die fahrerbetreuung verbessert wird (physio, massage, tcm, ernährung, technik, blablabla) und das leute als authoritätspersonen wirken, die ein top fachwissen, aber auch gefühl für den umgang mit sportlern haben. teilweise kommt mir vor, dass sportler als maschinen angesehen werden und dabei wird vergessen, dass eine absolute topleistung nur mit einem augeglichenen geist geleistet werden kann.

und alle die denken, in österreich fahrn nur wappler, sollen bitte ein rennen gewinnen, ist schwer genug, kannst mir glauben

:D :D :D

Max
09-08-2002, 10:03
in zypern heuer hat der michi (weiss) auch alle hergebirnt. weisst du wieso? weil er in einer frühform war, während sich die anderen noch vorbereitet haben. und bei irgendeinem marathon hat der siegi bauer den sauser und meirhaeghe mörder hergebirnt. und trotzdem sind sie besser.

du weisst nie, ob die pro´s immer voll fahren. zB wenn er am sonntag 3 h gelände fahren muss, aber nicht mehr als 80% seines maximalpulses, und dann bietet ihm der veranstalter des garda-see festivals 10.000 euros nur fürs mitfahren (publikumsmagnet, sponsorenmagnet), na klar wird er mitfahren

christoph01
09-08-2002, 10:33
ich glaub, dass wir (die fans) die geringste "schuld" an der ganzen doping-schei.. tragen.
die entscheidung zu dopen, trifft der sportler selbst. oder ev. wird ihm was untergemix von den betreuern, ohne dass ers merkt, vielleicht gibts so was auch - keine ahnung. aber in dem fall ist auch nicht der fan schuld.

wenn ich mit 120 durchs ortsgebiet fahr od. 10km geisterfahrt auf der A2 mach, nur um ein paar haberern zu imponieren, kann ich auch nicht sagen: naja, meine haberer haben mich dazu angestachelt, ich konnte gar nicht anders.

ich glaub, die fans nehmen sich hier zu wichtig.
Ganz österreich jubelt, wenn der h. maier gwinnt. aber der gwinnt nicht für österreich, der gwinnt für sich selbst.

problem ist, dass - ganz allgemein - ein nicht geringer teil der menschen bescheisst, wenns irgendwie geht. und das in allen lebensbereichen (politik, wirtschaft und auch im sport).
und dageben bist machtlos.
und alle reden sich irgendwie raus - der politiker braucht wählerstimmen, der firmenchef faselt irgendwas von "shareholer value" usw.

martin
09-08-2002, 10:33
@christoph01
kann Dir nur recht geben!

früher wurden über 400 km gefahren pro etappe der tdf! lests amal das buch "giganten der landstrasse" da glaubst teilweise du liest einen dopingbericht der 98er tour, daweil handelt es aus den pioniertagen der tdf! dieses buch ist zwar "nur" ein roman aber es beweist den ewigen dopingmissbrauch.

als bei der heurigen tour richard virenque, seineszeichen der hartnäckigste dopingleugner des unseligen 98er festina teams, die königsetappe gewonnen hatte und seinen obligaten dopingtest überwunden hatte wachelte er übermütig mit seinem attest umher! er postulierte: mein hämatokritwert ist 39! ihr seht man muß nicht gedopt sein um die schwerste etappe der welt zu gewinnen!
rumsas wiederum wurde als dritter der heurigen tour (!) zwei mal getestet und war beide male negativ! nach ende der tour wurde dann seine frau verhaftet da in ihrem auto "enorme mengen" dopingmittel gefunden wurden. epo und wachstumshormone sollen darunter gewesen sein! ihre rechtfertigung war, diese mitteln sein für ihre kranke mutter bestimmt! diese arme frau muß aber ziemlich krank sein!
also: gedopt wurde immer, gewusst hat das auch immer jeder, die nationalen und internationalen verbände genauso wie die ioc oder auch der öoc und natürlich die societe de tour de france!
welche "idole" schon mal positiv getestet wurden könnt ihr Euch mal auf folgender seite anschauen:

http://perso.respublica.fr/cyclismedopage/

auch wenns nicht französisch könnts, klickts Euch durch. ihr werdets staunen über die liste!
doping ist betrug! und wahrscheinlich hast ohne doping heut nicht den funken einer chance. sport schaut für mich aber anders aus!!!!

cu im gatsch, martin

Jackass
09-08-2002, 10:42
Also ich finde man sollte die Dopingsünder nicht allzu sehr verurteilen. Erstens mal ist ein sehr sehr langer Weg um überhaupt mmal ein Profi zu werden und glaubt ihr denn die Dopingsünder trainieren nicht hart. Es bleibt ihnen ja oft keine Wahl zwischen dopen oder letzter werden. Schließlich geht es ja um viel Geld. Ich möchte nicht wissen wie es in den Profiteams wirlich zugeht. Es herrscht sicher ein enormer Erfolgsdruck und die Profis versuchen halt alles um diesem Ansprüchen gerecht zu werden. Also ich bin zwar für keine Freigabe aber es sollte nicht so hart gerichtet werden.

martin
09-08-2002, 10:43
@max

der sportler war ein gewisser marco pantani! bei dem habens im spital festgestellt das sein hämatokritwert bei 62 liegt!!!! drum habens ihn nicht operieren können! ich glaub das war 1995. drei jahre später hat er dann den giro und die tour gewonnen, im gleichen jahr! das war die skandaltour 98!! pantani war damals bei allen proben negativ! der hatte da glaub ich den dr. ferrari als arzt. den hat armstrong heut auch als berater!

cu im gatsch, martin

Max
09-08-2002, 13:41
stimmt der dr. ferrari wars. weisst du was der lance gesat hat, als man ihn fragte wieso er den dottore im betreuerstab habe, wo ihm doch der umgang mit dopingmittelchen quasi hinter vorgehaltener hand zugeschrieben wurde? armstrong: "ich kann das nicht bestätigen. ich habe ihn nur weil er so gute trainingstips gibt......" so, jetzt kann sich jeder seinen teil denken. aja, lance arbeitete viel nach und während seiner krankheit mit anabolen stereoiden, um die verlorene muskelmasse wieder aufzuholen. wenn er nach der ganzen krankheit und arbeit mit super ärzten (er wird sich gewiss nicht irgendwen ausgesucht haben, sondern jem., dem er vertrauen kann und von dem er sich zugang zu gewissen mittelchen wie anabole stereoide vorstellen kann) eine gewisse vertrauensbasis hat (und die kohle passt), kann er ja noch weiter ein paar sachen ordern. und so schlecht werden die ärzte nicht sein, dass sie ihm was geben, was jeder idiot nachweisen kann.

und so nebenbei könnt ihr euch auch mal fragen, wieso der lance seine cornflakes immer mit alpro soja milch isst........................

michl
09-11-2002, 21:46
Biker nehmen sehr wohl Anabolika (anabole Steroide)!!!

Der Hauptgrund liegt in der anabolikainduzierten Einflussnahme auf den Proteinstoffwechsel. Bei intensiven Belastungen geht Arbeitsmuskulatur verloren, die in der Regenerationsphase wiederhergestellt werden muß. Diese Vorgang wird durch Anabolika massiv beschleunigt und ermöglicht dem Athleten, hohe Anforderungen besser zu verkraften. Die Dosierungen sind jedoch im Vergleich zum Kraftsportler wesentlich niedriger, will man ja lediglich die Herstellung von verlorengegangenem Eiweiß, nicht jedoch einen Muskelzuwachs erreichen!

streibl-bua
04-10-2003, 13:34
i bin do strikt dagegen, dass doping erlaubt werden soll! i moan wos hot denn des donn no für an sinn??

lg streibl-bua

irie movemant
04-10-2003, 14:18
..aber der thread ist ja noch aktuell, sowie das thema doping.
muss mich aber eh zusammennehmen um nicht 3h zu tippen.
*anabole steroide haben auch im ausdauersport ihren nutzen
*johann museew wär auch fast krepiert als er sich bei paris roubaix die kniescheibe brach, den sein blut war dick wie sirup und unlängst habens einen tierarzt! in belgien erwischt der auch nett geplaudert haben dürfte. wenn nur die hälfte davon stimmt, na servas.
*und vor gaub ich 2 jahren hatten einige österreicher vorm wc in houffalize erhöhte hämatokritwerte und durften nicht starten
*und ein österr xc-racer war mal nach den öm sehr sehr lange nicht auffindbar...fuhr damals in einem int. team!

ABER: zitat hans holdaus und der ist ja ein vehementer gegner des dopings und geh damit auf die stellung iriemans ein:
"auch wenn johann mühlegg gedopt war, er muss trainiert haben wie ein tier!"
und sowas kann man auch geltend machen für leute wie museew, ....und wie sie alle heissen.
sie sind die besten!

Schipfi
04-10-2003, 14:24
I bin a gegen doping! weil was macht des dann noch für einen sinn! dann dürften die Siege nicht mehr an einen fahrer gehen, sondern an die Pharmafirma die dem Sportler das Präperat zur Verfügung gestellt hat!

Thom@s
04-10-2003, 14:44
Original geschrieben von irie movemant

"auch wenn johann mühlegg gedopt war, er muss trainiert haben wie ein tier!"
und sowas kann man auch geltend machen für leute wie museew, ....und wie sie alle heissen.
sie sind die besten!

und genau dass ist der springende punkt!!

ich hasse es, immer öfter leute zu hören, die schlicht und einfach keine ahnung haben und sagen, dass die enormen sportlichen leistungen nur auf doping zurückzuführen sind :mad:

doping bringt ein paar wenige prozent mehr leistung, diese entscheiden über sieg oder niederlage, deshalb dopt im spitzensport auch fast jeder (gibt echt nur sehr sehr sehr wenige sportarten, in denen man heutzutage noch ohne doping in die weltspitze kommt!).

gäbe es kein doping, befänden sich heute die sportlichen leistungen noch auf dem niveau der 60er (eigentlich auf dem niveau der 50er weil in den 60ern wurde auch schon gedopt :( ).

aber es wird nur allzugerne darauf vergessen, welch entberungsreiches leben spitzensportler führen. ein leben, in dem du auf alles verzichten musst, was dir und deinen sportlichen leistungen auch nur im entferntesten schaden könnte!

ab dem punkt wo du profi wirst, tust alles für deinen sport!

Thom@s
04-10-2003, 14:48
Original geschrieben von Schipfi2k
dann dürften die Siege nicht mehr an einen fahrer gehen, sondern an die Pharmafirma die dem Sportler das Präperat zur Verfügung gestellt hat!

oft ist es leider so :rolleyes:

als hobbyfahrer zu sagen, doping ist dumm, dopingsünder gehören lebenslang gesperrt etc. halte ich für dumm!

versetzt euch mal in die lage eines profisportlers ;)

streibl-bua
05-10-2003, 19:22
Original geschrieben von therealracebike
oft ist es leider so :rolleyes:

als hobbyfahrer zu sagen, doping ist dumm, dopingsünder gehören lebenslang gesperrt etc. halte ich für dumm!

versetzt euch mal in die lage eines profisportlers ;)

nua bled dass du koa profi bist :D :rolleyes: :devil:

cya!

Daniel
05-10-2003, 19:34
Zum Thema passend:
Ein kleiner Literatur-Tipp für den Winter:
Paul Kimmage, "Raubeine rasiert"

Kurzbeschreibung:
Paul Kimmage war einer von 4 irischen Profis im Straßenradsport in den 80er Jahren! Als Domestique u.a. von Stephen Roche schildert er seine Karriere!
Ich find, eines der besten Bücher die ich je gelesen hab! Jetzt seh ich auch die Dopingproblematik aus einem bisserl anderen Blickwinkel! Wennst lest wie die Fahrer bei 3 Wochen Tour de France leiden.... :f: :f:

LG & stay clean
Danny

irieman420
05-10-2003, 20:23
...grundsätzlich glaube ich, dass so und so ein wirklicher großteil der profis, zumindest der erfolgreichen, voll bis oben hin sind, d.h. das verbot so und so nur am papier steht, aber nicht eingehalten wird...

eine freigabe würde wahrscheinlich an der situation wenig ändern, da so und so schon fast alles verwendet wird...ich bin eigentlich nur deshalb dagegen, weil ich die menschen, die sich in diesem "strudel" befinden, für zu engstirnig bis hin zu dumm halte, und sich einige wahrscheinlich in den tod spritzen würden...

das dopingverbot sehe ich als selbstschutz für die "nichtdiekonsequenzenbenkenden"...

die große problematik bei freigabe wäre allerdings die jugend und einsteiger, die direkt gezwungen werden würden, auch zu dopen ... nur stellt sich mir hier wieder die frage: ist das jetzt anders? ;)

irie ites

adal
05-10-2003, 23:50
Die Dopingkontrollen sind eine Farce. Bei den Hormonen gibt es für jede Anwendung Präperate die nicht getestet werden (Zeus statt Testo, Wachs wird noch nicht getestet, Insulin wird nie testbar sein, SDH nicht testbar ...), bei den Aufputschpräperaten ist gerademal das älteste Zeug (reine Amphetamine und Derivate) auf der Liste und beim Blutdoping (bzw. Epo) wird nur der Hämatokrit getestet (max. 50), da werden halt alle mit 49,9 getestet (3/4 Stunde habens Zeit sich auf den unangekündigten test vorzubereiten, da kann man sich genug Wasserlösung zum Verdünnen reinlaufen lassen).

Keine Ahnung wie mans bekämpfen soll ...

Treffen tuts eigentlich nur noch die ohne Geld, oder ohne Hirn. Bin froh, dass ich kein Leistungssportler bin.

SirDogder
06-10-2003, 11:27
Bin für absolute Dopingfreigabe.

irieman420
06-10-2003, 11:59
...und ich bin für totale dopefreigabe :D :D :D ...

SirDogder
06-10-2003, 12:34
Original geschrieben von irieman420
...und ich bin für totale dopefreigabe :D :D :D ...

Meine Bbb-b-bilze griagst ned!!!

:D

Matthias
06-10-2003, 13:47
Original geschrieben von adal
....Keine Ahnung wie mans bekämpfen soll ...


Oh, da gäbe es einfach eine Methode:
Bei jedem Wettkampf die ersten 10 des Rankings plus 5 weitere per Los und auch regelmäßig im Training auf die unterschiedlichsten Parameter.
Dann kannst quasi keine "Aufladephase" machen, wenn der Athlet mehrere Wochen keinen Wettkampf bestreitet, hat er gleich einige Trainingskontrollen am Hals...

.. so würde sich das Problem auf jeden Falle eindämmen lassen, jedoch ist das alles eine Kostenfrage!

adal
06-10-2003, 15:19
Original geschrieben von judma
Oh, da gäbe es einfach eine Methode:
Bei jedem Wettkampf die ersten 10 des Rankings plus 5 weitere per Los und auch regelmäßig im Training auf die unterschiedlichsten Parameter.
Dann kannst quasi keine "Aufladephase" machen, wenn der Athlet mehrere Wochen keinen Wettkampf bestreitet, hat er gleich einige Trainingskontrollen am Hals...

.. so würde sich das Problem auf jeden Falle eindämmen lassen, jedoch ist das alles eine Kostenfrage!

Prüfen auf was? Die wichtigsten Hormone sind nicht kontrollierbar.

Extravaganza
06-10-2003, 15:42
doping in diesem leistungsbereich setzt bei knapp 100 % erreichter natürlicher leistungsfähigkeit an, d.h. diese sportler sind in diesem bereich ungefähr gleich stark. mit doping verschiebt sich die leistungsstufe nach oben, aber ich glaube nicht, das wesentlich andere sportler aufs podest kommen!

Schöner Beitrag....Du sprichst mir aus der Seele...

irieman420
06-10-2003, 16:36
...doping setzt bei ... blablabla ... das ist genau das, was man überall lernt und lesen kann - ist glaube ich nicht viel mehr als wunschdenken...

im endeffekt aber glaube ich wie du auch nicht, dass gänzlich andere fahrer vorne wären...auch wenn viele oder die allermeisten bumm zu sind, sie bleiben einfach die besten... ;)

irie

Christoph
06-10-2003, 16:42
Original geschrieben von Jan
doping in diesem leistungsbereich setzt bei knapp 100 % erreichter natürlicher leistungsfähigkeit an, d.h. diese sportler sind in diesem bereich ungefähr gleich stark. mit doping verschiebt sich die leistungsstufe nach oben, aber ich glaube nicht, das wesentlich andere sportler aufs podest kommen!
Genau. Es ist ja nicht so, dass man Dopingmittel einschmeisst und anschließend gleich mal 3km/h schneller fährt.
Meistens geht's ja bei Doping nur darum, den Körper noch intensiver trainieren zu können.
Wenn also alle Sportler gedopt sind, dann ist der vorne, der am härtesten trainiert. Und das ist mit großer Wahrscheinlichkeit der gleiche Sportler der auch am härtesten trainieren und vorne sein würde, wenn es keine Dopingmittel gäbe. :p

soulman
06-10-2003, 17:07
...eben und genau darum sag ich:
legalize doping!
somit wird die gschicht entkriminalisiert, es wird dann jeder dopen und irgendwann werdens draufkommen dass die ganze doperei nix mehr bringt, sondern allenfalls ein paar jahre an lebenszeit kostet.

leider gibts keine langzeitstudien, die belegen können dass menschen die längere zeit im spitzensport gedopt haben eine geringere lebenserwartung haben.

ich kann mir rein medizinisch nicht vorstellen dass ein spitzensportler, mit einem herz so gross wie das einer kuh und einem ruhepuls einer schildkröte im winterschlaf mit 70 jahren keine probleme hat.
ich wünsch einem jeden dieser menschen ein hohes alter bei vollster gesundheit.
nur vorstellen kann i mir's halt ned.

Bine01
06-10-2003, 17:32
Find nicht das man Doping legalisieren sollte!
Die Hobbyfahrer können es auch ohne Freigabe nehmen und Profis werdens eher weniger brauchen!!

LG Bine01

criz
06-10-2003, 17:49
bei allem verständnis für die argumente für dopingfreigabe (keine vollständige kontrolle möglich, selbstverantwortung der sportler,...), aber irgendwo müssen grenzen gesetzt werden. oder wollt ihr genetisch hochgezüchtete und mit chemikalien vollgestopfte sportler sehen? es geht ja nicht nur um anabolika, da kann man ja noch viel weiter gehen... für mich ist das ein horrorszenarium. dann können wir gleich roboter gegeneinander antreten lassen...

Extravaganza
06-10-2003, 18:04
Original geschrieben von criz
. oder wollt ihr genetisch hochgezüchtete und mit chemikalien vollgestopfte sportler sehen? es geht ja nicht nur um anabolika, da kann man ja noch viel weiter gehen... für mich ist das ein horrorszenarium. dann können wir gleich roboter gegeneinander antreten lassen...

...ist es nicht zum Teil jetzt schon so? der "Konsument" will Rekorde sehen...schneller, höher, weiter...der 08/15-TV-Konsument hat doch keine Ahnung von hartem Training, abgesehen davon interessierts ihn auch nicht, wie lange sich wer für irgendwas schinden hat müssen...

criz
06-10-2003, 18:12
ja, aber es hält sich noch in grenzen. immerhin ist eine vera lischka noch durch :l: entstanden (sag ich mal so ;) ) und nicht in einem Reagenzglas. Kennt wer Brave New World von Aldous Huxley??

Extravaganza
06-10-2003, 18:17
Original geschrieben von criz
ja, aber es hält sich noch in grenzen. immerhin ist eine vera lischka noch durch :l: entstanden (sag ich mal so ;) ) und nicht in einem Reagenzglas. Kennt wer Brave New World von Aldous Huxley??

achso...daher weht der Wind...hab Dich falsch verstanden...nun ja, ich kenn das Buch, um nicht zu sagen, es ist eins meiner Lieblingsbücher...abwegig ist die Vorstellung keineswegs...aber dann gäbe es immer noch zwei verschiedene Ligen...außerdem ist mir das jetzt ein bissl zu abgespaced...Dopen tun (beinah) alle im Spitzensport...und Mittel dagegen gibts ganz einfach keins...Prohibition hat sich im Laufe der Jahre in vielerlei Hinsicht als das falsche Rezept herausgestellt...

criz
06-10-2003, 18:31
ich will damit nur sagen dass man sich über die konsequenzen einer dopingfreigabe/keine kontrollen bewußt sein sollte. und setzt man die grenzen nur ein bißchen höher hat man wieder das selbe problem wie jetzt, der sportler steht mit einem bein im kriminellen...

Waldfetzer
06-10-2003, 19:26
Mich verblüfft es, dass man so eine Umfrage überhaupt stellt.

Waldfetzer

irieman420
06-10-2003, 21:40
...mich stört eigentlich nur, dass doping scheinbar nicht unter drogenkonsum fällt (koks, heroin, etc.)...so kann sich ein topbiker ruhig mal eine straße reinziehen und was passiert, sechs monate sperre...aber wehe man "smoked hily" verlierst gleich alle rechte...

ich habe sieben jahre lang in einem bekannten hardcorefitnesstempel trainiert und erlebt wie sich die substanzen auf die menschen und der verhaltensweisen auswirken...die werden per se waffenscheinpflichtig :D

die italienische rechtvariante klingt da schon fairer... ;)

adal
07-10-2003, 00:07
Also ich kenn noch aus dem Studio ein paar Stoffer - einige mit Bühnenerfolgen - die waren während der Kur genauso friedlich wie sonst.

Kommt stark auf den Typ an, aber Testo macht nicht unbedingt gefährlich, das halt ich für ein Gerücht. Einige nehmens vielleicht als Ausrede ...

irieman420
07-10-2003, 12:03
...im normalfall gebe ich dir (adal) recht, da reissen sie sich zusammen...ich habe einige zeit einen behandelt (3. österreichische staatsmeisterschaft) und habe alle emotionalen tiefpunkte und nunmehr totaler körperlicher verfall (blut schei..en, blut spucken, lilagelbe pickel, kalkablagerungen eines 70jährigen, permanent schmerzen) miterlebt

ich habe einen jungen "sportler" miterlebt, der auf entziehungskur (!!!) gehen musste, der unglaubliche auszucker hatte...ein trauerspiel!

dopen meinentwegen, aber nur unter ärztlicher kontrolle!

Bine01
07-10-2003, 13:14
Ich finde, dass Doping nicht mal unter Ärztlicher Kontrolle legalisiert werden sollen!!!!!!!!!!!
Es ruiniert doch nur den Körper auf lange Sicht gesehen!!!!

LG Bine01

Roadrookie
07-10-2003, 13:26
Original geschrieben von irieman420

erlebt wie sich die substanzen auf die menschen und der verhaltensweisen auswirken...die werden per se waffenscheinpflichtig




Verwechselst du das jetzt nicht? Die meisten Jungs die sich Hormone reinziehen sind sowieso naturtrüb, da kann man meist gar nimmer sagen woher die diversen Regungen kommen.


vG
Franz

SirDogder
07-10-2003, 14:32
Original geschrieben von Bine01
Ich finde, dass Doping nicht mal unter Ärztlicher Kontrolle legalisiert werden sollen!!!!!!!!!!!
Es ruiniert doch nur den Körper auf lange Sicht gesehen!!!!

LG Bine01

Wenn ein Spitzensportler an seinem Körper Raubbau betreiben will, tut er es sowieso. Kontrolle oder nicht.

Siehe Fall Audem (da war zwar kein Doping im Spiel, aber trotzdem).

Gedopt wird jetzt schon, wie man immer wieder hören kann. Warum also nicht legalisieren.

Und: Für seinen Körper ist jeder selbst zuständig.

irieman420
07-10-2003, 21:47
nein, ich glaube nicht, dass ich was verwechsle...ich habe das über längere zeit beobachten können, mit zunahme der dosierungen bis hin zu dauereinnahme diverser präparate haben sich verhaltensweisen und denkweisen stark verändert!...ist aber logisch...

rasta ites

pinkpanther
13-01-2005, 00:29
dopingfälle in österreich (http://derstandard.at/?url=/?id=1915733)

adal
13-01-2005, 06:59
Original geschrieben von manitou
man sollte den hebel bei den veranstaltern von großsportereignissen (tour de france, usw...) ansetzen, denn die sind mitschuld an den dopingsünden


Das Argument halte ich für völlig daneben.

Jede Strecke ist gleich schwer, es kommt aufs Tempo an. Die TDF wäre von der Strecke schon ok, nur ob manche Alpenabschnitte sauber mit einem 40er Schnitt :rolleyes:

Andererseits ist gerade auf einer leichten 120km Flachetappe nur für Sprinter was zu holen und gerade dort hilfts Doping.

Also Streckenschwierigkeit, Länge und Doping zu verbinden ist nicht, sonst würd ja bei 2000m Verfolgung auf der Bahn nicht gedopt werden, da dort die Strecke sicher nicht zu schwer ist (hab sogar ich bewältigt - wenn auch nur 1/3 so schnell).

Mein Zugang wär ein anderer: Profisport ist ein Beruf, wer sich nicht an die Regeln hält, ein Betrüger. Daher würde ich Verträge ausarbeiten, in denen sich Profis privatrechtlich verpflichten, mit ihrem Privatvermögen für Sauberkeit gradezustehen.

Die Proben würde ich generell einfrieren und erst nach 2 Jahren öffnen, damit die Dopingfahnder eine Chance bekommen. Die farce derzeit erwischt ja nur die Dummen oder Armen (die sich keine nicht-gelisteten Präperate leisten können)

Und wer nach 2 Jahren erwischt wird, wird vom Verband auf 3 durchschnittliche Jahreseinkommen in dem Sport geklagt. Sämtliche Erfolge seit der Probe werden aberkannt.

Die jetzigen Tests sind lächerlich, zu jedem Produkt gibts Alternativen.

texx
13-01-2005, 10:30
Original geschrieben von manitou
man sollte den hebel bei den veranstaltern von großsportereignissen (tour de france, usw...) ansetzen, denn die sind mitschuld an den dopingsünden

die strecken werden immer attraktiver, aber nur fürs publikum, die fahrer müssen immer mehr leisten, die müssen leistungen vollbringen, die ohne doping fast nicht mehr zu vollbringen sind.

das sehe ich ein bisserl anders. nur weil die autobahn gerade ist, fahre ich ja auch nicht mit 200 durch den tunnel. verboten ist verboten. soviel eigenverantwortung darf man auch von spitzensportlern erwarten. meine meinung halt.

zur umfrage: ich bin gegen eine freigabe. für die (absoluten) spitzensportler selbst wäre es wohl noch das geringste problem. die haben ja in der regel ärzte. problematisch wirds in den unteren klassen (bis hin zu hobbysportlern). wenn die großen vorbilder regelmäßig spritzen, tuns die nacheiferer auch, nur wissen die in der regel nicht, was sie tun.

ganz abgesehen davon würde flächendeckendes doping meiner inerpretation vom sport- und wettkampfgedanken widersprechen. sieger wären meist wohl nicht die besten, sondern jene, die sich die besten ärzte leisten können.

maosmurf
13-01-2005, 10:35
das imho WIRKLICH traurige an doping:

ständig werden neue mittel auf die liste gesetzt. dadurch sind die drogenerzeuger genötigt, SCHNELL was neues, den komitees noch unbekanntes zu entwickeln. meist werden diese chemikalien dann rausgegeben, ohne je ausgiebig GEPRÜFT worden zu sein! und da tritt das problem auf: sportler haun sich pulverln eine deren langzeitwirkung NIEMAND kennt...

Reini Hörmann
13-01-2005, 11:08
ich denke das doping schon lange freigegeben ist, aber nicht für alle...
es ist die macht des geldes, die dahintersteckt und es gibt und gab geschützte bereiche im sport...

es ist ein heikleis thema, ein abgelutschtes und es wird nie verschwinden...deshalb sag ich nicht viel mehr dazu..ausserdem sollte man auf klagen gefasst sein, würde man sich zu weit aus dem fenster lehnen...

solange es sport gibt, der im tv übertragen wird..und wo solche unmengen von geld umgesetzt werden, wie in keinem anderen bereich..
wieviele menschen würden ihre arbeit verlieren, würde es keinen sportler geben, der in knapp 40 minuten den mont venotuox hinfaufbrettert??????

wieviel geld würde die wirtschaft verlieren, müsste er auf die spektakulären übertraungen verzichten, die uns das tv im sommer und winter in die häuser liefert...150 kmh in kitz bei der abfahrt..gemessen wird bei 130 denn 150 ist zu gefährlich...deshalb misst man dort, wo es "langsamer" ist...was für eine ambivalente welt???????

es zählt nicht und niemals das einzelschicksal, selbst lance wird verschwinden und ein anderer held wird kommen...es zählt nur die masse, an geld...und an offenen händen, die was hineingelegt bekommen wollen...


und, ich würde keine frage stellen, oder über eine solche abstimmgen lassen, die von vorne herein beantwortet ist..

es wird nie eine doping freigabe geben (können)


ps: ich bin kein verbitterter übergebliebender, ich liebe den sport..aktiv und passiv, aber ohne das schwarz, würde es kein weiss geben..das ist mir klar!

Reini Hörmann
13-01-2005, 11:19
Andererseits ist gerade auf einer leichten 120km Flachetappe nur für Sprinter was zu holen und gerade dort hilfts Doping.

Also Streckenschwierigkeit, Länge und Doping zu verbinden ist nicht, sonst würd ja bei 2000m Verfolgung auf der Bahn nicht gedopt werden, da dort die Strecke sicher nicht zu schwer ist (hab sogar ich bewältigt - wenn auch nur 1/3 so schnell).

Mein Zugang wär ein anderer: Profisport ist ein Beruf, wer sich nicht an die Regeln hält, ein Betrüger. Daher würde ich Verträge ausarbeiten, in denen sich Profis privatrechtlich verpflichten, mit ihrem Privatvermögen für Sauberkeit gradezustehen.

Die Proben würde ich generell einfrieren und erst nach 2 Jahren öffnen, damit die Dopingfahnder eine Chance bekommen. Die farce derzeit erwischt ja nur die Dummen oder Armen (die sich keine nicht-gelisteten Präperate leisten können)
@theo


bitte, ...doping hilft nicht mehr auf einer 120 km flachen strecke nur weil sprinter dickere beine haben..das ist mit verlaub blödsinn...am berg ist der hubraum wohl das wichtigste..(HK)

auf der bahn müsste, wenn es passiert genauso ander gedopt wie trainiert werden...

warum sollen die sportler immer die opfer sein..???
es soll ja schon geschehen sein, das gerade der, von dem der sportler den vertrag kriegt, ihn mit ärztlicher hilfe versorgt hat..der sportler sogar dafür in einen topf zahlen musste, nur um dann, wenn er positiv geht, sofort und ohne wéitere rechte gekündigt wird..

dann wird er in der öffentlichkeit an den pranger gestellt, kann seine schulden nicht mehr zahlen..kommt nicht unter, gerät privat extrem unter druck, wird vors gericht gezerrrt, nicht verurteilt aber von den medein schuldig gesprochen..bravo...dann ist seine gesundheit dahin und er ist ja selber schuld..oder? und man kann sich ja immer noch umbringen..

wer gut dasteht..sind die leute die mit ihm geld verdient haben, bis er nicht mehr zu brauchen war...toll..

also, bis auf den letzten absatz war der beitrag kein lesbarer für mich..was sonst für deine beiträge ganz und garnicht gülitg ist..

lg reini

wrongway
13-01-2005, 11:22
Sag nein zu doping!!!!!!!!! :s: :s: :s: :s: :s: :s:

adal
13-01-2005, 11:32
Profisport, der Sieg interessiert weniger, das Geld mehr. Ich denke die Vorstellung, sein Vermögen zu verlieren ist Abschreckung genug.

Sofortige Kontrollen können nie wirkungsvoll werden, von jedem Medikament kann eine Modifikation auftauchen, die zunächst nicht testbar ist, 2 Jahre brauchen die Kontrollore etwa, um den Rückstand aufzuholen.

Alle Kontrollen im gleichen Jahr (egal ob Training oder WK) treffen NUR die Dummen oder die Armen.

Ist gleich wie in der Wirtschaft, jeder Vorstand kann/könnte eine gefakte Erfolgsbilanz vorlegen. Der Grund, warum das in den westlichen Industrieländern nur wenige tun ist, dass Wirtschaftsprüfer etc. im Nachhinein draufkommen könnten. Zur gleichen Zeit, hätten die auch keine Chance. Das braucht seine Zeit ...

Würde auch die Kosten dramatisch reduzieren, die Abnahme und das Einfrieren kostet wenig, danach könnten die Dopingfahnder andere Anzeichen (Änderungen im Körpergewicht, Leistungsentwicklung) interpretieren und dann gezielt testen - wie in der Wirtschaftsprüfung auch. Ich traue mir jederzeit zu, ein System zu entwickeln, mit dem die Anzahl der Doper innerhalb von 5 Jahren unter 10% geht. Drunter wirds nie gehen, aber ich schätze, dass das in manchen Sportarten einer 1/10ung des Problems entspricht.

Würde es auch sehr begrüßen, wenn wenigstens 5% der AK Sportler getestet würden, würd mich sehr interessieren, wies da zugeht.

adal
13-01-2005, 11:36
Original geschrieben von Reini Hörmann
[B]bitte, ...doping hilft nicht mehr auf einer 120 km flachen strecke nur weil sprinter dickere beine haben..das ist mit verlaub blödsinn...am berg ist der hubraum wohl das wichtigste..(HK)

1. Hab ich nicht EPO Doping geschrieben sondern allgemein.
2. Ist gerade im Sprint der Abstand zwischen gedopten und nicht gedopten besonders groß (da ein Schnellkraft/Kraftelement und dort der relative Unterschied am größten - siehe Bankdrücken - Weltbestleistung > 320kg, Weltbestleistung sauber 220kg)

Meine Aussage sollte nur sagen, dass die Streckenlänge und Schwierigkeit nichts mit Doping zu tun hat, die Geschwindigkeit entscheidet.

Jeder kann jede TDF Etappe fahren, die Frage ist nur wie schnell (ich brächt wahrscheinlich ein Zelt zum Übernachten :D ).

Reini Hörmann
13-01-2005, 11:40
lieber theo...

da du erst mit 40ig zum sport gekommen bist;o),
fehlt dir das wissen über den werdegang eines sportlers der dann noch dazu mit soviel talent gesegnet ist, dass er profi werden kann..

und ich rede nicht von einem pseudoprofi in österreich, der sich pro nennt, weil er in einer kränklichen liga sportelt und nix hakelt..

nur wer beim ams gemeldet ist und nebenbei sport betreibt, ist noch lange kein profi...

aber nehmen wir an er ist einer geworden..da hat er über 15 jahre nicht ans geld gedacht..und hat auch kein vermögen das er verlieren könnte..mit 21ig...

aber das besprechen wir einmal bei einem bier, wenn du es wirklich wissen willst...

tatsache ist, die im rampenlicht stehen, verdienen das wenigste geld und riskieren alles..die dahinter..verdienen weit weit mehr, und riskieren so gut wie nichts..

deine repressalien würden nur die falschen treffen...doping wird niemals freigegeben...niemals aufhören existent zu sein..und niemals werden alle überführt werden..aus vielen gründen..damit müssen wir leben...

adal
13-01-2005, 11:41
Original geschrieben von Reini Hörmann
[B]warum sollen die sportler immer die opfer sein..???

Die Sportler sind die Opfer, derzeit gibt es praktisch einen Zwang zu dopen. Leider ist es der einzige Weg, die Fakten lassen sich nicht leugnen, Aberkennung von Siegen tut nur im gleichen Jahr weh, die Labors zur Erzeugung der Derivate sind aber 2-3 Jahre vor den Kontrolloren. Daher sind die aktuellen WK und Trainingstests fürn Hugo.

Ich könnt :k: wenn ich wieder einen höre, "Ich bin sauber, ich wurde noch nie erwischt".

Insulin, das stärkste anabole Hormon, wird noch immer nicht gscheit getestet, obwohl möglich wär. STH, Schildrüsenhormon, Wachs (da gibts glaub ich jetzt sogar einen Test auf 1-2 Präperate) ... alles derzeit mehr oder weniger gefahrlos (bzg. Test) zu verwenden.

Aber in 2 Jahre - wenn man will - sicher nachweisbar.

Reini Hörmann
13-01-2005, 12:00
Original geschrieben von adal
Die Sportler sind die Opfer, derzeit gibt es praktisch einen Zwang zu dopen. Leider ist es der einzige Weg, die Fakten lassen sich nicht leugnen, Aberkennung von Siegen tut nur im gleichen Jahr weh, die Labors zur Erzeugung der Derivate sind aber 2-3 Jahre vor den Kontrolloren. Daher sind die aktuellen WK und Trainingstests fürn Hugo.



speziell wenn dich vorher wer anruft und fragt, ober er auf eine kontrolle vorbeikommen darf!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!ß

Ich könnt :k: wenn ich wieder einen höre, "Ich bin sauber, ich wurde noch nie erwischt".

Insulin, das stärkste anabole Hormon, wird noch immer nicht gscheit getestet, obwohl möglich wär. STH, Schildrüsenhormon, Wachs (da gibts glaub ich jetzt sogar einen Test auf 1-2 Präperate) ... alles derzeit mehr oder weniger gefahrlos (bzg. Test) zu verwenden.

insulin ist leicht nachweissbar, hoch gefährlich, wird aber getestet..gab ja schon etliche die deshalb gesperrt wurden..

hgh kann nicht gesichert überprüft werden..derzeit...angeblich, und im traning sowas zu testen wäre fast unmöglich weil viel zu teuer...
aber weisst du was das zeug kostet..???? das muss einmal einer verdienen, dass er sich das reinschieben kann....!!!!


Aber in 2 Jahre - wenn man will - sicher nachweisbar.

vielleicht, aber da ist für den sieg schon alles erhalten worden..medien, ruhm geld, verträge und wenn er alt genug ist, ist er zurückgetreten..sportlich ist es dann wurscht..allerdings bin ich ein gegner, dopingsünder zu straftätern zu machen..

find ich nicht lustig, wenn bei pädophilen die tat verjährt...wenn auch nach längerer zeit, bei dopingsündern aber zwei jahre lang der verdacht schwebt..

ausserdem ist es gegen das versteinerungsprinzip und das hat schon seinen sinn...

aber man könnte sicher darüber diksutieren..nur, wer will das bezahlen, wer hat soviel geld..?

adal
13-01-2005, 12:24
Original geschrieben von Reini Hörmann
..allerdings bin ich ein gegner, dopingsünder zu straftätern zu machen..

Betrug ist Betrug.

Was ist der Unterschied, ob ich im Pokern ein Ass im Ärmel hab, oder beim (Profi)radln ein Spritzerl im Trikot ist doch egal. (Amphetamine sind ja aus der Diskussion verschwunden - weils nicht mehr genommen werden? oder weils so simpel ist Derivate zu erzeugen ???)

Und wenn man endlich akzeptiert, dass die unangekündigste Trainingskontrolle nur hilft, wenn man weiss wonach man sucht, helfen nur zeitverzögerte Tests.

Und da der Ruhm dann bereits genossen ist, muss man auf die Kohle zugreifen - einzige Chance - oder Freigabe. (=Rauswurf aus Olympia ...) Oder die Verlogenheit geht weiter.

Was sind die Alternativen? Weiter Verlogenheit, ehrliche Tests (zeitverzögert, privatrechtlich aufs Vermögen abgesichert - hat übrigens nichts mit "Straftäter" zu tun) oder Freigabe. Fällt wem sonst noch was ein?

adal
13-01-2005, 12:28
Original geschrieben von Reini Hörmann
ausserdem ist es gegen das versteinerungsprinzip und das hat schon seinen sinn...

Jurist bist keiner ... Genau diese Probleme umgehst mit privatrechtlichen Haftungsverträgen :)

Reini Hörmann
13-01-2005, 12:37
Original geschrieben von adal
Betrug ist Betrug.

Was ist der Unterschied, ob ich im Pokern ein Ass im Ärmel hab, oder beim (Profi)radln ein Spritzerl im Trikot ist doch egal. (Amphetamine sind ja aus der Diskussion verschwunden - weils nicht mehr genommen werden? oder weils so simpel ist Derivate zu erzeugen ???)


der unterschied liegt darin, dass der der sich das ass in den ärmel schiebt...(den supersportler) nicht bestraft wird..sonder nur das ass selber...soweit solltest den durchblick schon haben...


Und wenn man endlich akzeptiert, dass die unangekündigste Trainingskontrolle nur hilft, wenn man weiss wonach man sucht, helfen nur zeitverzögerte Tests.


das hast du falsch verstanden..es werden auch unangekündigte kontrollen angekündigt..denk dir alles weitere..hast den film geshen:
"the untouchables" ;o)

Und da der Ruhm dann bereits genossen ist, muss man auf die Kohle zugreifen - einzige Chance - oder Freigabe. (=Rauswurf aus Olympia ...) Oder die Verlogenheit geht weiter.


die verlogenheit wird weitergehen...

Was sind die Alternativen? Weiter Verlogenheit, ehrliche Tests (zeitverzögert, privatrechtlich aufs Vermögen abgesichert - hat übrigens nichts mit "Straftäter" zu tun) oder Freigabe. Fällt wem sonst noch was


wie oben schon..wegen der verlogenheit..und es ist schön, dass DU mir erklärst, wo der unterschied vom abgb zum stgb liegt..
ob so ein vertrag nicht sittenwidrig wäre..wenn ihn mir einer gibt, der mir das zeug reindrückt.. das wäre dann auch zeitverzögert zu klären..
ich weiss die antwort und du auch..

ausserdem würde das doping sofot veschwinden, könntest du mit den mitteln und mit dem sport kein geld verdienen..
also:
keine tv übertragungen mehr
ein werbeverbot für sportler die was gewinnen
blut urin haar gewebsproben abnehmen..einfrieren..hundert jahre aufheben..jedes jahr überprüfen...

(das ist jetzt bitte nicht ganz ernst, für die besonders empfindlichen..)

mehr fällt mir leider nicht ein..

nochwas..was stellt der denn an der gedopte sportler..wen betrügt er, den anderen gedopten sportler?
die zuschauer..die krankenkasse weil er vor seiner pension eh stirbt..?
und was stellen die leute im hintergrund an...
diese diskrepanz ist es, die mich stört wenn man die kleinen fische in die pfanne haut...




ein?

texx
13-01-2005, 13:11
Original geschrieben von maosmurf
ständig werden neue mittel auf die liste gesetzt. dadurch sind die drogenerzeuger genötigt, SCHNELL was neues, den komitees noch unbekanntes zu entwickeln

das ist so nicht richtig. rudhard klaus maier, leiter des instituts für dopinganalytik in kreischa, weiß anderes zu berichten (und der wirds wohl hoffentlich wissen). in seiner bisherigen laufbahn ist ihm erst EIN EINZIGER fall ins reaganzglas gekommen, bei dem man von einem originär NEUEM STOFF sprechen konnte, der explizit für den verwendungszweck doping entwickelt wurde. leider ist mir der name der substanz entfallen.

weil der markt für doping - man glaubt es kaum - zu klein ist (so maier), würde sich das kaum jemand leisten können. rechnen würde es sich ohnehin nicht.

substanzen, die zum doping eingesetzt werden, wurden ursprünglich für vollkommen andere zwecke entwickelt. epo zum beispiel wurde für krankheiten entwickelt, bei denen der körper zu wenig des körpereigenen erythropetin (in der niere) produzieren kann, und deshalb zu wenige rote blutkörperchen im blut sind (anämie, krebs, nierenkrankheiten). von sportlern als kunden war bei der entwicklung keine rede (zumindest offiziell).

Reini Hörmann
13-01-2005, 13:21
@texx

ich dachte bisher THG wäre ein neuer stoff gewesen, der speziell für den markt "sportler" im labor als rein syntetisches steroid hergestellt wurde..das ist aber wissen aus der zeitung..und deshalb nicht sicher fundiert..

das vorneweg der dopingverteiler liegt sicher nicht im finden neuer stoffe, sondern im nutzen neuer medikamente die auf den markt kommen und den "gesunden" menschen leistungsfähiger machen..wie eben epo oder aransep..insulin etc...

das problem ist das geld für gute tests und das eben manche stoffe noch nicht sicher nachgewiesen werden können...

texx
13-01-2005, 14:34
Original geschrieben von Reini Hörmann
[Bdas problem ist das geld für gute tests und das eben manche stoffe noch nicht sicher nachgewiesen werden können... [/B]

sehe ich genauso. hängt auch - soweit ich das aus meinen schlauen büchern als nicht-mediziner nachvollziehen kann - miteinander zusammen:

wie du sagst, kann man viele stoffe entweder nicht nachweisen, oder viel eher, körpereigene stoffe von exogenen substanzen der gleichen bauart nicht (so leicht) unterscheiden. bei der leidigen hamilton-geschichte war das ja mit epo angeblich erstmals der fall. NUR: um sowas nachweisen zu können, bedarf es der gentechnik. jetzt beißt sich die katze in den schwanz: dns-tests sind nämlich teuer.

maosmurf
13-01-2005, 15:04
Original geschrieben von Reini Hörmann
das vorneweg der dopingverteiler liegt sicher nicht im finden neuer stoffe, sondern im nutzen neuer medikamente die auf den markt kommen und den "gesunden" menschen leistungsfähiger machen.. hm das is die zweite variante. is größtenteils richtig.
ich kann der aussage von hrn. maier aber nur wenig glauben schenken. er persönlich kennt sich sicher damit aus (keine frage) aber ich vermute dass er es anders gemeint hat. meines wissens zufolge kommen STÄNDIG neue substanzen auf den markt.

oft sind es jedoch nur ganz kleine abweichungen von einem älteren, bereits bekannten stoff. die molekülstruktur wird nur geringfügig geändert, um das "neue" mittel "legal" zu machen (was nicht bekannt ist, kann auch nicht verboten sein - leider)

fullspeedahead
13-01-2005, 15:43
2 Dinge muss man aber noch beachten:

1. es ist nicht immer der Sportler selbst, der das Präperat nimmt bzw. davon Bescheid weiß. Die DDR-Sportlerinnen haben zunächst nicht verstanden, warum ihnen ein Bart wächst.
Ebenso bin ich mir sicher, dass gerade in früheren Fällen der Teamarzt ein neues Mittel irgendwo reingegeben bzw. bei den üblichen medizinischen Checks untergemischt hat und dadurch den Sportler zum Wohle des Teams ausgenutzt hat!

2. eine qualitative Unterscheidung zwischen gedopt / nicht gedopt reicht nicht aus. Die Strafen müssen zwar gleich ansetzten, aber es sollte unvergleichlich höhere Strafen für solche geben, die echt professionell und in hohem Maße gedopt haben und solche, die wie der Hans Knauss überhöhte Werte haben!

adal
14-01-2005, 00:26
Original geschrieben von fullspeedahead
... solche, die wie der Hans Knauss überhöhte Werte haben!

Genau, bei guten Ausreden (Grippemittel, neuartige Killerspinnen legen seltsame Substanzen in Bananen ab, manipulierte Gummibären, Colgate Wachs, Nahrungsergänzungsmittel, manipulierten Trinkflaschen, thermische Reaktion in der Gulaschsuppe, gedopten Expartner geküsst, genetischer Freak der körperfremde Stoffe aus sich heraus generiert) sollen die Strafen so wie bisher ausfallen (Sperre in der wettkampffreien Zeit).

Nur die Sportler, die ehrlich zugeben, was sie gemacht haben, gehören strengstens bestraft.

maosmurf
14-01-2005, 01:30
@ fsa: man kann net halbert schwanger sein!

Bloody Mary
02-02-2005, 02:16
-

revilO
02-02-2005, 08:38
Nachdem die einzig wirklich wirksame Methode, nämlich das Einfrieren der Proben über Jahre hinaus, nicht zum Einsatz kommt, muss davon ausgegangen werden, dass keiner der vom Sport auch nur am Rande Profitierenden Interesse daran hat, dass das Dopingproblem beseitigt wird.

Nachdem es für einen Athleten (selber oder mit Hilfe von Betreuern jeder Art), der im Tross der Besten ständig dabei ist, ein Leichtes wäre, Beweise gegen so manchen Konkurrenten zu sammeln, muss davon ausgegangen werden, dass kaum einer eine weiße Weste hat und dass die Angst vor einem sofortigen Ausschluss aus dieser Subgesellschaft, die jeder Regelverstoß gegen ihre ungeschriebenen Gesetze unweigerlich mit sich bringt, enorm sein muss.

Reini Hörmann
02-02-2005, 08:58
Original geschrieben von revilO
Nachdem die einzig wirklich wirksame Methode, nämlich das Einfrieren der Proben über Jahre hinaus, nicht zum Einsatz kommt, muss davon ausgegangen werden, dass keiner der vom Sport auch nur am Rande Profitierenden Interesse daran hat, dass das Dopingproblem beseitigt wird.

Nachdem es für einen Athleten (selber oder mit Hilfe von Betreuern jeder Art), der im Tross der Besten ständig dabei ist, ein Leichtes wäre, Beweise gegen so manchen Konkurrenten zu sammeln, muss davon ausgegangen werden, dass kaum einer eine weiße Weste hat und dass die Angst vor einem sofortigen Ausschluss aus dieser Subgesellschaft, die jeder Regelverstoß gegen ihre ungeschriebenen Gesetze unweigerlich mit sich bringt, enorm sein muss.


ich denke: das ist 100% richtig! als vermutung natürlich..

das mit dem einfrieren ist halt auch so eine sache...wer trägt die kosten, wo wird es, wie lange...und vor allem wie sicher gegen unbefugten zugriff aufbewahrt..???!!!
(selbst vergehen oder verbrechen im strafrecht verjähren nach einer gewissen zeit..aus gutem grunde..manche schon nach 6 monaten..das ist zu bedenken...)

skylandair
02-02-2005, 11:52
Original geschrieben von Christoph
Kreatin ist meines Wissens nach im Frühling vor den Olympischen Spielen in Sidney auf die Dopingliste gesetzt worden weil endlich nachgewiesen wurde das es zu Herzschädigungen kommen kann. Da hat's damals eine entsprechende Info auf der ÖRV-HP gegeben.


Also ich hab jetzt lange im Google gesucht. Da steht überall dass Kreatin NICHT auf der Dopingliste des IOC steht.

Aber:
Problematisch ist sicherlich, dass bei der Synthese des Kreatin aus Sarcosin und Cyanamid infolge schlechter Reaktionsführung Nebenprodukte auftreten können. Creatinin, der Kreatin-Metabolit, Dicyandiamid und Dihydrotriazin wurden vor allem bei Kreatin chinesischen Ursprungs gefunden.
Nebenwirkungen werden vor allem in Form einer Gewichtszunahme durch vermehrte Wasserretention im Muskel und in Form von Muskelverhärtungen und Krämpfen beschrieben. Andere Quellen schreiben die Ursache für diese Krämpfe einer ungenügenden Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr während der Kreatin-Supplementation zu.
Im Frühjahr diese Jahres wurde von der französischen Agentur für Nahrungsmittelsicherheit auf mutagene und carzinogene Effekte hingewiesen.
Und hier schließt sich der Kreis wieder. Rufen wir uns noch einmal die Eckpfeiler der Doping-Definition des IOC ins Gedächtnis:
"Doping ist die Verwendung einer Substanz, die potenziell gesundheitsschädlich für den Athleten ist oder fähig, dessen Leistung zu steigern."
Zwar ist Kreatin dezidiert auf verbotener Substanzen zu finden. Aber der Aspekt der Leistungssteigerung und der Schädigung der Gesundheit durch sehr hohe Dosen ist schwer wegzudiskutieren. Letztendlich ist Kreatin bis jetzt kein Dopingmittel im strengen Sinn, Kreatin ist die Gratwanderung, der Graubereich.

Matthias
02-02-2005, 12:06
Steht auch nix in der WADA-liste, dass Kreatin verboten wäre...

http://www.antidoping.at/doc/wada_list.pdf

Leiti
02-02-2005, 12:33
Original geschrieben von theBikeMike
Stimmt, die Verantwortlichen sind auch schuld, natürlich nicht alleine, aber mitschuld allemal.

Bei der TdF oder einer anderen Rundfahrt kannst ohne Doping vorne gar nicht oder nur mehr schwer mitfahren.

Auf msporting.com (http://www.msporting.com) gibts über Doping nen Artikel, bez. EPO usw.


Naja, wenn alle einen 30er Schnitt fahren weils schneller nicht mehr können, dann sagt auch keiner was ...

Und wenn es in der F1 zu viel regnet, dann muss halt langsamer gefahren werden.

NoWin
02-02-2005, 12:40
Original geschrieben von Leiti
Naja, wenn alle einen 30er Schnitt fahren weils schneller nicht mehr können, dann sagt auch keiner was ...

Oh doch, dann kommt der NoWin und gwinnt die Tour :D

Matthias
02-02-2005, 12:41
Original geschrieben von NoWin
Oh doch, dann kommt der NoWin und gwinnt die Tour-Etappe :D Oba a nur von Alpe d'Huez obi zua....:D:D

skylandair
02-02-2005, 12:57
Carzinogen bedeutet krebserzeugend . Carzinogen wirken können physikalische Faktoren wie z.B. radioaktive Strahlung, aber auch eine Vielzahl chemischer Substanzen wie PAK, die besonders in Tabakrauch aber auch in Auto- und Industrieabgasen vorkommen.


Mutagenität ist die Eigenschaft einer Substanz, auf die Erbsubstanz einzuwirken und Veränderungen hervorzurufen, die vererbt werden; mutagene Substanzen sind auch häufig kanzerogen.


Wer dieses Zeug noch bei sich zu Hause hat, bitte nicht ins Klo kippen. Denkt an die Fische.

Bloody Mary
02-02-2005, 17:22
ich bin für freigeben - dann ists wenigst um ein ganzes stück ehrlicher und dieses falsche saubermann - getue im sport nimma so ein thema. und wenn dann das absolute chaos ausbricht - gut so!!!
vielleicht ändert sich dann mal was, zeit wärs ja (scho lang).

Max
02-02-2005, 17:55
wäre sicher die beste lösung..... doping für alle, eine öffnung des marktes, immer mehr produkte, der preis geht runter, schlechte (LEBENSGEFÄHRLICHE) qualität kommt auf den markt. junge sportler und nachwuchs-fahrer werfen ohne wissen alles ein was geht. TOLL, GANZ TOLL.

das problem wird man leider nicht in absehbarer zeit in den griff bekommen. aber zum glück bedingt der hohe preis eine gewisse selektion, da sich nicht jeder diese potenziell tödlichen mittel leisten kann/will.
eine legalisierung bewirkt neben den o.a. effekten auch eine verharmlosung der mit der einnahme verbotener substanzen verbundenen risiken.

denk mal daran, was wäre, wäre LSD etc. keine verbotene droge mehr. "ah geh, is eh erlaubt, komm, magst auch was? kann ja nix passieren, sonst wär's ja verboten." so schnell kannst gar nicht schauen, würden massenweise menschen an einer überdosis sterben

Bloody Mary
02-02-2005, 18:57
so sterben auch schon viel zu viele menschen an drogen - das fängt schon mit zigaretten und alkohol an und die sind nicht verboten.
ich glaube nicht, daß dann so viel mehr auf einmal einschneiden würden was geht . nur weils nicht mehr stafbar ist? geben dann alle automatisch ihr hirn ab und riskieren ihre gesundheit?
und warum sollte dadurch der preis runter gehn?

heutzutag kriegst ja eh so gut wie alles, wennstas wirklich haben willst. und warum sollte es dann mehr schlechte qualität geben? ES GIBT schon genug wirklich fieses, verschnittenes zeug - viel günstiger natürlich. das ist wirklich gefährlich, ist aber so auch schon existent."...zum glück bedingt der hohe preis eine gewisse selektion, da sich nicht jeder diese potenziell tödlichen mittel leisten kann/will..." - glaubst Du, nur die teuren mittel sind potentiell tödlich? und diese art von selektion ist dann ok oder wie?

und angenommen, es würden dann wirklich so viele leut an einer überdosis sterben - wie lange glaubst würd das denn so gehn? das wär doch wohl die offensichtlichste art der abschreckung.
und medikamentenmißbrauch wird ja auch schon bis zum exzeß betrieben.

ich glaube, daß jede art von tabuisierung und kriminalisierung die sache noch schlimmer macht. richtige AUFKLÄRUNG über sämtliche substanzen und deren wirkungsweise wäre wichtig!

Max
02-02-2005, 19:22
Original geschrieben von Bloody Mary
so sterben auch schon viel zu viele menschen an drogen - das fängt schon mit zigaretten und alkohol an und die sind nicht verboten.
ich glaube nicht, daß dann so viel mehr auf einmal einschneiden würden was geht . nur weils nicht mehr stafbar ist? geben dann alle automatisch ihr hirn ab und riskieren ihre gesundheit?

Ja, sie geben ihr hirn ab. vielleicht nicht wir, die wissen, dass es gefährlich ist, aber denke an generationen danach, die mit dem wissen über die legalität von dopingmittel aufwachsen. glaubst du die lassen sich lange abschrecken nur weil mama und papa sagen wie böse und schlimm das ist?
nein, da wird original drauf gehustet. doch der mantel der illegalität und die furcht vor möglichen strafen schreckt sicher mehr leute ab


und warum sollte dadurch der preis runter gehn?

überleg mal: wenn es durch das verbot schwieriger ist, sich die dinger zu besorgen, sie herzustellen, sie aus einem pharmakonzern unbemerkt raus zu kriegen, leute zu schmieren, ein illegales netzwerk auf zu bauen und genrell die angebotene menge gering ist, ist der preis klarerweise hoch.
wenn jetzt jede firma auf teufel-komm-raus vollgas produziert, sinkt der preis klarerweise auf grund der größeren produzierten menge (SKALENEFFEKTE!). durch die öffnung wird auch der konkurrenzkampf zw. den firmen härter, und das lässt die preise genauso fallen

heutzutag kriegst ja eh so gut wie alles, wennstas wirklich haben willst. und warum sollte es dann mehr schlechte qualität geben? ES GIBT schon genug wirklich fieses, verschnittenes zeug - viel günstiger natürlich. das ist wirklich gefährlich, ist aber so auch schon existent."...zum glück bedingt der hohe preis eine gewisse selektion, da sich nicht jeder diese potenziell tödlichen mittel leisten kann/will..." - glaubst Du, nur die teuren mittel sind potentiell tödlich? und diese art von selektion ist dann ok oder wie?

bitte lies meine aussage noch einmal genau durch: die aussage dahiner ist, dass der hohe preis schon mal einen gewissen prozentsatz an pot. käufern eliminiert (weisst du was ne EPO-kur kostet??). ich habe nicht behauptet, dass nur die teuren mittel tödlich sind. die sind wohl sogar - richtig angewendet - weniger gefährlich als irgendson billig-ramsch. jedoch muss man bedenken, dass DIE DOSIS hauptsächlich für die risiken verantwortlich ist. in der richtigen dosis ist auch kochsalz tödlich

und angenommen, es würden dann wirklich so viele leut an einer überdosis sterben - wie lange glaubst würd das denn so gehn? das wär doch wohl die offensichtlichste art der abschreckung.

wieviele menschen sterben an lungenkrebs und wieviele rauchen dennoch? wieviele auto-tote gibt es jährlich und dennoch fahren wir alle auto?
jeder denkt sich, IHN erwischt es nicht. sorry, aber deinem "argument" führt sich selbst ad absurdum

ich glaube, daß jede art von tabuisierung und kriminalisierung die sache noch schlimmer macht. richtige AUFKLÄRUNG über sämtliche substanzen und deren wirkungsweise wäre wichtig! wiederum mein beispiel mit rauchen und trinken. jeder kennt die risiken, jeder ist sich durch aufklärung der gefahren bewusst. und wen kümmerts? es ist nunmal gesellschaftlich akzeptiert, und das nimmt die angst. eine entkriminalisierung von dopingmittel nimmt genauso die angst vor ihnen. und so wie es exzessive alkoholiker und kettenraucher gibt, so wird es genauso ein heer an ambitionierten sportlern geben, die nach dem motto "je mehr, desto besser" alles und in rauen mengen einwerfen. und das mit fatalen folgen

joerg37
02-02-2005, 20:14
Original geschrieben von criz
... oder wollt ihr genetisch hochgezüchtete und mit chemikalien vollgestopfte sportler sehen? ...

Meiner Meinung nach das stichaltigste Argument gegen Doping! Wer würde sich die TdF noch anschauen, wenn er im Resultat die Art und Menge der Dopingmittel lesen würde. Keiner würde mehr Achtung vor den Helden - weiß eh, gibt immer weniger Achtung vor den Spitzenradfahren :mad: - haben und die großen Werbekuchen würden sich auch gleich verabschieden. :rolleyes:
Vielleich gar nicht einmal sooo schlecht! Geht's um weniger, würde die Motivation zu Dopen gleich einmal geringer ;)

Nur meine bescheidene Meinung zum Thema. Zur Umfrage: einer der 17 mit verzweifelten JA, weil so kanns nicht mehr weiter gehen! Einen temporären Versuch wäre es wert!? Und jetzt könnts mi :s:

Bloody Mary
02-02-2005, 20:47
es verdienen vielzu wiele viel zu viel geld damit - ob direkt oder indirekt.
und der pharmaindustrie, ärzten usw würds ja echt erbärmlich gehn, könntens kein geld mehr verdienen mit all den dummen.
und wo kämen wir denn hin, wenn die sportlichen volkshelden plötzlich (noch) merkwürdig(er) aussehn.
ändert si jo eh nix, oiso sch..... ma halt drauf.

[to whom it may concern:wenigst hab diesen thread nicht auch ich wieder reaktiviert, puh, glück gehabt!! werd jetzt immer brav aufs datum schauen. aber im notfall könnts mi ja sperren und mein gesamtes geschreibsel BESEITIGEN]

Max
02-02-2005, 22:58
ich glaube dennoch, dass die zahl der EPO-benutzenden sportler in keiner relation zu den millionen menschen, die aus medizinischen gründen EPO brauchen, steht. auch die korrumpierenden ärzte sind prozentuell gesehen eher gering....

Bloody Mary
02-02-2005, 23:02
siehe bike 02 - superguter artikel!

ja, die dosis machts und mißbrauch solls keiner sein

Reini Hörmann
03-02-2005, 08:15
@max

völlig richtig..

freigabe des dopings heisst die freigabe des kinder und jugenddopings..
(das ja eh auch passiert..was noch viel schlimmer ist, als einer sucht es sich selbst aus..)

und die konzerne verdienen mit doping mittel sicher geld, aber nichts im vergleich zu den quadrillionen die sie wegen kranker verdienen..

und es verdienen viel zu wenige leute viel zu viel geld...

TomCool
03-02-2005, 08:21
Original geschrieben von Reini Hörmann
und es verdienen viel zu wenige leute viel zu viel geld...

Stimmt. Es sollten viel mehr Leute viel zu viel Geld verdienen.

Ich zum Beispiel.

;) :D

revilO
03-02-2005, 09:05
es verdienen vielzu wiele viel zu viel geld damit

das "wiele" lässt ohnehin darauf schließen, dass wenige gemeint war, denn alles andere ist wohl ein großer Unsinn

das Einkommen der meisten Spitzensportler steht in keinster Relation zum Raubbau, den sie mit ihrer Gesundheit treiben

gar nicht zu reden von Trainern, Betreuern, Mechanikern, Pflegern etc...

auf einige wenige mag das "zu viel verdienen" zutreffen

Bloody Mary
03-02-2005, 11:01
danke! soll heissen viel zu wenig viel zu viel, aber die sinds halt leider auch, die das sagen haben.
und solang die masse da mehr oder weniger freiwillig mitmacht, ändert sich sicher nichts.
aber wie ich eh schon mal erwähnt hab, kinder und jugendliche - vor allem natürlich die talentierten - kommen auch jetzt schon damit in berührung.
sicher ist das stimmen für ja eine verzweiflungstat meinerseits, aber wenn sich nicht ganz grundlegend was ändert, wird sich gar nix dran ändern und das kanns ja auch nicht sein.

Reini Hörmann
03-02-2005, 11:09
es ändert sich nur, wenn die betroffenen, nicht allein die sportler, was ändern wollen..
und da die keinesfalls wollen, wird sich der sport nicht ändern..eher zerstört er sich selbst der sport....wie es ja schon fast einmal der fall war..

damals hat man den kampf gegen das doping verloren...bei den grossen razzien, die nur junkies und kaum (gerade mal kleine) dealer getroffen haben...

der zug ist abegfahren..winke winke..

(freigabe wär nur zuträglich..und würde einen eilzug draus machen..)

Boschl
03-02-2005, 11:13
... VODA wosn des für ein Bild ?

Bloody Mary
03-02-2005, 11:15
Original geschrieben von Bloody Mary

und der pharmaindustrie, ärzten usw würds ja echt erbärmlich gehn, könntens kein geld mehr verdienen mit all den dummen.


bezieht sich in erster linie auf alkohol-,tabak-und medikamentenmißbrauch, das sind ja unvergleichlich mehr menschen als beim doping.
aber auch hier ist die aufklärung über die gefahren nicht optimal und nachdrücklich, denn wenns an jeder ecke tschick zu kaufen gibt und alk in (so gut wie) jedem lebensmittelgeschäft - was kann denn daran dann so schlimm sein? und bei medikamenten is ja auch schon schlimm genug.
das problem ist halt, daß sicher die, die daran verdienen, ne stakre lobby und kein interesse daran haben, daß sich da was ändert.

Reini Hörmann
03-02-2005, 11:20
Original geschrieben von Boschl
... VODA wosn des für ein Bild ?


das ist die verlorene wette gegen revilO......

i glaub i wor der meinung, der blade jan gwinnt gegen den lance die tour 04...

und eigentlich müsst i a leiberl anziagn mit dem logo.." i love nussi" owa des hot er mir erlassen, wennst alle nussis kennst..dann waast wie hoart des sein kaun..;o) und insofern bin i eam zumindest des schuldig..wos a a waunsinn is...;o)

NoWin
03-02-2005, 11:27
Original geschrieben von Reini Hörmann
owa des hot er mir erlassen, wennst alle nussis kennst..dann waast wie hoart des sein kaun..;o)
Überhaupt solche die vorne und hinten ein "o" haben :rofl:

revilO
03-02-2005, 12:01
@Reini

passt, super :D

wuwo
03-02-2005, 12:40
Original geschrieben von NoWin
Überhaupt solche die vorne und hinten ein "o" haben :rofl:


mit 2 t dazwischen. jo, do host recht. ;)