PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kollision am radweg- chancen auf schadenersatz



enno v.s.
21-06-2013, 19:22
hallo
ein freund und ich waren heute mit dem rennrad auf dem radweg von linz richtung ottensheim unterwegs- kurz vor dem tunnel ottensheim kommt uns eine junge dame entgegen mehr auf unserer seite als auf ihrer-
ich rufe- sicher schon 50 m vorher- sie schlendert noch mehr rüber-ich schreie laut und komm dann gerade noch äußerst rechts vorbei - kurz danach hör ichs nur noch krachen-
die dame und mein freund kollidieren eindeutig auf unserer seite- wir sind hintereinander nicht nebeneinander gefahren!
polizei gerufen-

die junge dame scheinbar mit eltern und geschwistern unterwegs spricht nur russich-

rad kaputt- also ziemlich zerschert- vorderrad ne acht- scheinbar "nur" abschürfungen,prellungen - jedoch beim röntgen stellt sich raus: mittelhand gebrochen

so: irgendwer erfahrungen hier ?
- wird wahrscheinlich schwierig da schmerzensgeld bzw. geld fürs rad zu bekommen, oder?

mit sportlichen grüssen

Siegfried
21-06-2013, 19:29
Was schwierig zu klären sein wird, ist die Verschuldensfrage.
Meiner Einschätzung nach wird jeder seinen Schaden zu tragen haben. Schmerzensgeld wirds keines geben.

Aus der Geschichte wird sich wenn, dann nur mit hohem Aufwand und ungewissem Ausgang Kapital schlagen lassen.

Hugo Notti
21-06-2013, 19:59
Vielleicht ist die Frau ja versichert und die Versicherung zahlt einfach, soll schon mal passieren. Wenn es nicht so einfach geht, kommt es wohl darauf an, wer den besseren Anwalt und den längeren Atem hat.

Unter "Kapital schlagen" verstehe ich "Gewinn machen", und sowas halte ich in diesem Zusammenhang für unmoralisch. Aber einfach auf seinem Schaden sitzenzubleiben, ohne irgendetwas zu unternehmen halte ich für dumm. Ein kaputtes Fahrrad und eine gebrochene Mittelhand sind ja keine Bagatellen mehr.

enno v.s.
21-06-2013, 20:05
Aus der Geschichte wird sich wenn, dann nur mit hohem Aufwand und ungewissem Ausgang Kapital schlagen lassen.

es geht hier nicht kapital daraus zu schlagen, sonder darum für unverschuldeten schaden und schmerzen wenigstens soviel geld zu bekommen ,dass das rad wieder fährt!!

es war zum glück kein teures rad und kein teurer laufradsatz
bei meinem rad hätts anders ausgesehen....

Siegfried
21-06-2013, 20:22
es geht hier nicht kapital daraus zu schlagen, sonder darum für unverschuldeten schaden und schmerzen wenigstens soviel geld zu bekommen ,dass das rad wieder fährt!!


50/50, jeder zahlt seins, fertig ;)

tenul
21-06-2013, 20:46
50/50, jeder zahlt seins, fertig ;)

“Seins“ ist gut, ich finde schon, dass der Freund des TE etwas schon unschuldig zum Handkuss gekommen ist.

[Gesendet.]

Siegfried
21-06-2013, 20:46
“Seins“ ist gut, ich finde schon, dass der Freund des TE etwas schon unschuldig zum Handkuss gekommen ist.

[Gesendet.]

Eh, aber beweisen musst es können.

riffer
22-06-2013, 09:06
Nachdem alles aufgenommen ist, wird ja wohl eine Meldung bei der Versicherung erfolgt sein/erfolgen, Rechtschutzversicherung wenn vorhanden kontaktieren - ich würde es schon versuchen, da zum Recht zu kommen. Ohne Rechtschutz ist es je nach Position der Verischerung (muss man aber schon mal abklären, bevor man gar nichts versucht) vermutlich auch nicht die Anstrengung wert, kann schon sein. Aber wieso sollte man seinen Schaden nicht versuchen von der verschuldenden Person zumindest teilweise ersetzt zu bekommen...?

berggassigeher
22-06-2013, 11:27
Zwei Anmerkungen aus der Praxis:

Russin? Dann wird - wenn's überhaupt eine Versicherung gibt - auch die Versicherung russisch sein. Selbst wenn man einen österreichischen Gerichtsstand schafft. Spätestens beim exekutieren wird's schwierig. Das exe-Verfahren wird man nämlich in Russland führen müssen (außer die Dame hat Wohnsitz und nennenswertes Vermögen oder Einkommen in Ö)

Eventuell hat dein Freund eine eigene Unfallversicherung. Dann rasch Meldung machen ohne zuviel auf Fremdherschulden hinzuweisen. Je nach Verdicherungssumme geht sich hier möglicherweise zumindest die radreparatur aus.

Zum beseisthema: immer schwierig. Erfolgschancen im zivilverfahren hängen stark von den aussagen der beteiligten ab. Gibt's Fotos, die die unmittelbare unfallsituation zeigen? Zb wo und wie liegen die Räder?

Mit Rechtsschutzversicherung würd ich's jedenfalls machen (Vorsicht: ZUERST nach Deckung fragen - macht der Anwalt oder Versicherungsvertreter). Ohne würd ich s nur machen, wenn es Beweismittel gibt und die Dame Einkommen oder Vermögen in Ö hat (mit exe-Verfahren in Russland hab ich so meine Erfahrung. Das einzig wirksame ist, das Urteil und seine Forderung an private Schuldeintreiber zu verkaufen. Kostet 30% der Förderung. Restliche 70% kriegst du gleich. Die wissen, dass sie ihr Geld kriegen. Das wegen einem Unfall zu inszenieren muss dein Freund mit deinem gewissen vereinbaren können).

Sind meine Überlegungen, wenn ich in dieser Situation wäre. Als Anwalt macht man - nach entsprechender Aufklärung - aber das, was der Mandant will. Dann erstreitet man eben einen Titel (Urteil), der real wahrscheinlich nicht durchsetzbar ist

xLink
23-06-2013, 18:32
wie stoppt man eigentlich ein Rad, dass auf einen zufährt?
Vorher stehenbleiben und im Bedarfsfall das ankommende Rad mit dem Fuß auf's Vorderrad / Steuerrohr stoppen?

peho40
23-06-2013, 22:05
also ich hoffe, das deine schilderung die "russin" liest. und dann euch auf schadenersatz verklagt.

(ist schon eine interessante lebenseinstellung, einer erkannten gefahr NICHT auszuweichen. was so die hitze so alles anrichten kann? und dann noch die chuzpe zu haben, noch schadenersatz zu wollen...für diese komplett intelligenzbefreite aktion.)

Flo
23-06-2013, 22:31
also ich hoffe, das deine schilderung die "russin" liest. und dann euch auf schadenersatz verklagt.

(ist schon eine interessante lebenseinstellung, einer erkannten gefahr NICHT auszuweichen. was so die hitze so alles anrichten kann? und dann noch die chuzpe zu haben, noch schadenersatz zu wollen...für diese komplett intelligenzbefreite aktion.)

Selten so ein sinnbefreites Posting gelesen....

enno v.s.
24-06-2013, 07:12
also ich hoffe, das deine schilderung die "russin" liest. und dann euch auf schadenersatz verklagt.

(ist schon eine interessante lebenseinstellung, einer erkannten gefahr NICHT auszuweichen. was so die hitze so alles anrichten kann? und dann noch die chuzpe zu haben, noch schadenersatz zu wollen...für diese komplett intelligenzbefreite aktion.)

vielen dank für diesen äußerst konstruktiven beitrag
hoffe dir passiert nie so etwas :mad:

peho40
24-06-2013, 08:45
hallo
ein freund und ich waren heute mit dem rennrad auf dem radweg von linz richtung ottensheim unterwegs-

kurz vor dem tunnel ottensheim kommt uns eine junge dame entgegen mehr auf unserer seite als auf ihrer-
ich rufe- sicher schon 50 m vorher- sie schlendert noch mehr rüber-ich schreie laut und komm dann gerade noch äußerst rechts vorbei - kurz danach hör ichs nur noch krachen-
die dame und mein freund kollidieren eindeutig auf unserer seite- wir sind hintereinander nicht nebeneinander gefahren!
polizei gerufen-

die junge dame scheinbar mit eltern und geschwistern unterwegs spricht nur russich-

rad kaputt- also ziemlich zerschert- vorderrad ne acht- scheinbar "nur" abschürfungen,prellung

zusammengefasst

rennrad: bedeutet wohl eine gewisse geschwindigkeit (und das schreien wohl ein weiteres indiz)
50m: DER bremsweg schlechthin. wurde offensichtlich nicht genutzt.sondern ein ausweichmanöver war offensichtlich die einzige möglichkeit
also wenn mein vis-a-vis so gar keine erkennbare reaktion setzt (stöpsel im ohr, taub, blind, schlafend, dem kreislaufzusammenbruch nahe, was weiss ich...) dann bleib ich halt stehen. die dinger dafür sind am lenker zu finden.

jetzt mir zu unterstellen, mein beitrag wäre unqualifiziert ist euer gutes recht. denkt aber immer dran: was hab ich davon, im recht zu sein, dafür gibts jetzt eine körperverletzung und ein kaputtes rad...
(und du kennst doch das sprichwort: der klügere gibt nach... )

zwartrijder
24-06-2013, 09:10
Eh, aber beweisen musst es können.

Was sagt uns der Vertrauensgrundsatz?

Wenn ich schon vorher ein paar mal schreien muss - dann stimmt ja meistens irgendwas nicht - oder?
Da hast du deinen Freund ordentlich "reinlassen" :mad:

Für die Zukunft oder um solche Situationen zu vermeiden - HANDZEICHEN geben!! - denn Hinten siehst du nichts!! - sonst könnte dein Freund noch auf die Idee kommen von DIR Schadenersatz zu fordern.

MalcolmX
24-06-2013, 10:34
Ohne dabei gewesen zu sein, kann man die Situation wohl kaum beurteilen.
So einen Zusammenstoß absichtlich zu provozieren, wird wohl kaum jemand machen. Und die Situation wurde offensichtlich fehleingeschätzt - aber wer weiss schon, wie er selber reagieren würde.
Ob die 50m jetzt wirklich objektiv 50m waren, oder einfacvh knapp vor dem Zusammenstoß in Aufregung, ist auch eine andere Geschichte.

Ich würde sehr wohl versuchen, der Versicherung der Unfallgegnerin den Schaden samt Schmerzensgeld in Rechnung zu stellen. Dafür gibt es ja eine Haftpflichtversicherung. Ohne Rechtsschutz würde ich mir allerdings zumindest einen befreundeten Juristen hinzuziehen.

stetre76
24-06-2013, 13:08
nur mal so in die Runde geworfen:
wenn man im Spital behandelt wird - und hier ist auch noch ein Mittelhandbruch dabei - MUSS das Spital Anzeige erstatten.
Da die Daten der Unfallgegnerin ja bekannt sein dürften, Polizei war ja auch vor Ort, geht jetzt eh alles einen geordneten Weg.

eines muss ich aber schon auch sagen - wenn der mir Entgegenkommende überhaupt nicht reagiert, dann bleib ich auch stehen und verlass mich nicht auf irgendwelche Ausweichmanöver, denn die können, müssen aber nicht funktionieren und vor allem reagieren solche Personen meist sehr unvorhersehbar

Flo
24-06-2013, 13:18
Ich in der Realität ist es praktisch nicht möglich jeder potentiellen "erkannten Gefahr" auszuweichen.

Wenn dem so wäre müsste man, egal ob auf der Straße oder am Radweg, egal ob mit dem Auto
unterwegs oder selbst am Rad, wahrscheinlich jeden Kilometer 1x prophylaktisch stehen bleiben
oder zumindest auf unter 5km/h runterbremsen. Egal ob der Grund dafür der Autofahrer ist, der
trotz Stopp-Schildes auf die Haltelinie zurollt, oder der Fußgänger der am Radweg geht oder
Radtourist der dir zwar offensichtlich ins Gesicht sieht aber trotzdem in der Mitte des Radweges
fährt. Wenn das ein Pheo40 so praktiziert dann ist er wohl eine Ausnahmeerscheinung welche
ich in der Realität eher noch selten zu Gesicht bekommen habe..

enno v.s.
24-06-2013, 13:39
zusammengefasst

rennrad: bedeutet wohl eine gewisse geschwindigkeit (und das schreien wohl ein weiteres indiz)
50m: DER bremsweg schlechthin. wurde offensichtlich nicht genutzt.sondern ein ausweichmanöver war offensichtlich die einzige möglichkeit
also wenn mein vis-a-vis so gar keine erkennbare reaktion setzt (stöpsel im ohr, taub, blind, schlafend, dem kreislaufzusammenbruch nahe, was weiss ich...) dann bleib ich halt stehen. die dinger dafür sind am lenker zu finden.

jetzt mir zu unterstellen, mein beitrag wäre unqualifiziert ist euer gutes recht. denkt aber immer dran: was hab ich davon, im recht zu sein, dafür gibts jetzt eine körperverletzung und ein kaputtes rad...
(und du kennst doch das sprichwort: der klügere gibt nach... )

1.danke für den hinweis wo die bremsen sind
2. ab der oberösterreichisch niederösterreichischen grenze dürftem wohl alle radtouristen sich an das rechstfahrgebot halten und immer aufmerksam nach vorne schauen
3. wenn ich am donaudamm zw. asten und linz (speziell zw. plesching u. Linz)bzw. ottensheim- wo so oder so immer alarmbereitschaft ist- ich immer stehen bleiben würde wenn mir irgendwelche halbschwindlichen entgegenkommen, dann könnt ichs rad tragen...
4. er hat sie gesehen.... und für handzeichen war so oder so keine zeit mehr
5. scheinbar empfiehlt es sich einen" wie fahr ich richtig rad-kurs" in nö zu absolvieren

vielen dank für die hinweise

enno v.s.
24-06-2013, 13:42
Ich in der Realität ist es praktisch nicht möglich jeder potentiellen "erkannten Gefahr" auszuweichen.

Wenn dem so wäre müsste man, egal ob auf der Straße oder am Radweg, egal ob mit dem Auto
unterwegs oder selbst am Rad, wahrscheinlich jeden Kilometer 1x prophylaktisch stehen bleiben
oder zumindest auf unter 5km/h runterbremsen. Egal ob der Grund dafür der Autofahrer ist, der
trotz Stopp-Schildes auf die Haltelinie zurollt, oder der Fußgänger der am Radweg geht oder
Radtourist der dir zwar offensichtlich ins Gesicht sieht aber trotzdem in der Mitte des Radweges
fährt. Wenn das ein Pheo40 so praktiziert dann ist er wohl eine Ausnahmeerscheinung welche
ich in der Realität eher noch selten zu Gesicht bekommen habe..

daaaaaaannnnkkkeeeee !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :)

zwartrijder
24-06-2013, 14:01
Ich in der Realität ist es praktisch nicht möglich jeder potentiellen "erkannten Gefahr" auszuweichen.

Wenn dem so wäre müsste man, egal ob auf der Straße oder am Radweg, egal ob mit dem Auto
unterwegs oder selbst am Rad, wahrscheinlich jeden Kilometer 1x prophylaktisch stehen bleiben
oder zumindest auf unter 5km/h runterbremsen. Egal ob der Grund dafür der Autofahrer ist, der
trotz Stopp-Schildes auf die Haltelinie zurollt, oder der Fußgänger der am Radweg geht oder
Radtourist der dir zwar offensichtlich ins Gesicht sieht aber trotzdem in der Mitte des Radweges
fährt. Wenn das ein Pheo40 so praktiziert dann ist er wohl eine Ausnahmeerscheinung welche
ich in der Realität eher noch selten zu Gesicht bekommen habe..

das kommt jetzt ganz drauf an wo du wohnst - bei uns in der Wachau ist es sehr von Vorteil nicht immer zu glauben im Recht zu sein - als Radfahrer ziehst du immer den Kürzeren (siehe Mittelhandknochenbruch)
du kannst also auf Teufel komm raus fahren - oder aber umsichtig fahren

zwartrijder
24-06-2013, 14:07
1.danke für den hinweis wo die bremsen sind
2. ab der oberösterreichisch niederösterreichischen grenze dürftem wohl alle radtouristen sich an das rechstfahrgebot halten und immer aufmerksam nach vorne schauen
3. wenn ich am donaudamm zw. asten und linz (speziell zw. plesching u. Linz)bzw. ottensheim- wo so oder so immer alarmbereitschaft ist- ich immer stehen bleiben würde wenn mir irgendwelche halbschwindlichen entgegenkommen, dann könnt ichs rad tragen...
4. er hat sie gesehen.... und für handzeichen war so oder so keine zeit mehr
5. scheinbar empfiehlt es sich einen" wie fahr ich richtig rad-kurs" in nö zu absolvieren

vielen dank für die hinweise

Brauchst du nicht zu belegen - es wird von vielen Gruppen empfohlen zB. Kanaldeckel, parkende Autos, Gegenverkehr usw. mit entsprechenden Handzeichen an zu zeigen. Ich denke das ist nicht nur hier in Niederösterreich so. Ich konnte das bereits in Mallorca beobachten (da dachte ich noch: was machen die da mit den Händen?) - auch in Tirol haben mich die Handzeichen irritiert.
Sogar bei manchen Rennen werden Handzeichen gegeben... diese Zeit sollte immer sein ... 50 m ...

enno v.s.
24-06-2013, 14:12
Brauchst du nicht zu belegen - es wird von vielen Gruppen empfohlen zB. Kanaldeckel, parkende Autos, Gegenverkehr usw. mit entsprechenden Handzeichen an zu zeigen. Ich denke das ist nicht nur hier in Niederösterreich so. Ich konnte das bereits in Mallorca beobachten (da dachte ich noch: was machen die da mit den Händen?) - auch in Tirol haben mich die Handzeichen irritiert.
Sogar bei manchen Rennen werden Handzeichen gegeben... diese Zeit sollte immer sein ... 50 m ...

ganz ehrlich : mit dir lohnt es sich nicht hier zu diskutieren- ich kenne die regeln und die handzeichen und ich wende sie auch an- genau lesen dann schreiben!!!
und: wenn wir auf teufel komm raus gefahren wären, wär wahrscheinlich nicht nur die mittelhand kaputt.....
ich benutze diese radweg immer in äußerster alarmbereitschaft und sehr umsichtig....
ich bin in der glücklichen lage m. ca 23 km/h noch nicht am limit unterwegs gewesen zu sein

amen!

Blackburger
24-06-2013, 14:15
Ich in der Realität ist es praktisch nicht möglich jeder potentiellen "erkannten Gefahr" auszuweichen.

Wenn dem so wäre müsste man, egal ob auf der Straße oder am Radweg, egal ob mit dem Auto
unterwegs oder selbst am Rad, wahrscheinlich jeden Kilometer 1x prophylaktisch stehen bleiben
oder zumindest auf unter 5km/h runterbremsen. Egal ob der Grund dafür der Autofahrer ist, der
trotz Stopp-Schildes auf die Haltelinie zurollt, oder der Fußgänger der am Radweg geht oder
Radtourist der dir zwar offensichtlich ins Gesicht sieht aber trotzdem in der Mitte des Radweges
fährt. Wenn das ein Pheo40 so praktiziert dann ist er wohl eine Ausnahmeerscheinung welche
ich in der Realität eher noch selten zu Gesicht bekommen habe..

das sehe ich genau so. ich fahre auch häufig dort. würde ich es wie von peho empfohlen praktizieren müssen, könnte ich zu fuss gehen. Man muss dort eh schon bei jeder Kreuzung beinahe anhalten weil du dort anstatt Radfahrerüberfahrten, Vorrang geben oder sogar Stopp hast :f:. ich hab manchmal das gefühl dass die radtouristen, in anbetracht ihres nahenden tagesettappenzieles in eine art wahnsinn verfallen.

Wenn ich von dieser Sichtweise ausgehe, wären diese vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen und ich müsste mich so verhalten wie peho40 meint. Normalerweise muss man aber davon ausgehen können dass ein Erwachsener Verkehrsteilnehmer sich auch regelkonform verhält...

ekos1
24-06-2013, 14:36
oder der Fußgänger der am Radweg geht oder
Radtourist der dir zwar offensichtlich ins Gesicht sieht aber trotzdem in der Mitte des Radweges
fährt.
Einer der Gründe warum der trainierende Radrennfahrer ganz offiziell die Straße benützen darf und wie ich meine , aus Selbstschutz, auch sollte .Denn wenn man manchmal im Bereich Donaukanal , Insel usw. an stark frequentierten Tagen u. Zeiten Einzelne u. kl. Gruppen mit >30 durch das Gewusel von Spaziergängern , Hunden , Kindern u. sonstigen Benützern der Wege schießen sieht als gebe es kein Morgen ist ja ein Wunder das man nich andauernd von sollchen Unfällen liest .

Blackburger
24-06-2013, 14:44
Einer der Gründe warum der trainierende Radrennfahrer ganz offiziell die Straße benützen darf und wie ich meine , aus Selbstschutz, auch sollte .Denn wenn man manchmal im Bereich Donaukanal , Insel usw. an stark frequentierten Tagen u. Zeiten Einzelne u. kl. Gruppen mit >30 durch das Gewusel von Spaziergängern , Hunden , Kindern u. sonstigen Benützern der Wege schießen sieht als gebe es kein Morgen ist ja ein Wunder das man nich andauernd von sollchen Unfällen liest .

dort die fahrbahn zu benutzen käme einem spaziergang auf der westautobahn gleich... Kinder, Spaziergänge, Hunde sind dort ohnehin kaum ein Thema und sollten auch entsprechend vorsichtig berücksichtigt werden.

ekos1
24-06-2013, 15:03
Das man die Örtlichkeiten berücksichtigen muß ist ja klar und ich weiß auch wie schwierig bis unmöglich es ist an denen von mir genannten Strecken auf eine Straße auszuweichen . Man ist halt m.M. nach mit defensiven u. doppelt vorsichtigem Verhalten besser drann .

Flo
24-06-2013, 15:24
das kommt jetzt ganz drauf an wo du wohnst - bei uns in der Wachau ist es sehr von Vorteil nicht immer zu glauben im Recht zu sein - als Radfahrer ziehst du immer den Kürzeren (siehe Mittelhandknochenbruch)
du kannst also auf Teufel komm raus fahren - oder aber umsichtig fahren

Wenn du mich schon zitierst sollte es zum Zitat einen Zusammenhang geben.

Blackburger
24-06-2013, 15:29
Das man die Örtlichkeiten berücksichtigen muß ist ja klar und ich weiß auch wie schwierig bis unmöglich es ist an denen von mir genannten Strecken auf eine Straße auszuweichen . Man ist halt m.M. nach mit defensiven u. doppelt vorsichtigem Verhalten besser drann .

das ist schon klar, das sagt einem ja der überlebensinstinkt alleine schon. nichts desto trotz ist es dann meines erachtens wenn doch mal was passiert schon so dass die schuld bei dem vollpfosten liegt, welcher nicht mal das rechtsfahrgebot anwendet.

ich fahre halt äußerst rechts, auf sicht und wenn ich überhole mach ich einen schulterblick, etc. das sollte man im sinne des § 3 StVO vom gegenüber auch erwarten können....

zwartrijder
24-06-2013, 15:40
und jeder der nicht rechts fährt - Vertrauensgrundsatz!

In einem Forum kann und soll diskutiert werden, sonst hätten wir ja alle die selbe Meinunng, was wiederum einigen hier gefallen würde ...

Blackburger
25-06-2013, 09:27
und jeder der nicht rechts fährt - Vertrauensgrundsatz!



auf radwegen fährt man schon mal nebeneinander und somit links, da wären viele radfahrer vom vertrauensgrundsatz ausgenommen. man kann schon erwarten dass ein/e erwachene/r radfahrer/in im stande ist auszuweichen....

robert_i
25-06-2013, 11:05
Ich will mich hier nicht zu sehr an der Diskussion beteiligen (klappt auch so schon recht gut) aber:

Bei Formulierungen wie "habe schon X m vorher gesehen dass sie schlendert" oder "hab schon 50 m vorher geschrien aber nichts ist passiert" sollte man sehr vorsichtig sein! Da heißts dann schnell man hätte die Gefahr rechtzeitig erkennen können/müssen (Vertrauensgrundsatz). Hat mir jedenfalls mal ein befreundeter Polizist gesagt!

zwartrijder
25-06-2013, 12:49
auf radwegen fährt man schon mal nebeneinander und somit links, da wären viele radfahrer vom vertrauensgrundsatz ausgenommen. man kann schon erwarten dass ein/e erwachene/r radfahrer/in im stande ist auszuweichen....

Natürlich kannst du das erwarten - siehe ersten Beitrag ...

Blackburger
25-06-2013, 14:55
Natürlich kannst du das erwarten - siehe ersten Beitrag ... genau und darum müsste sie schadenersatzpflichtig sein ;-)

zwartrijder
25-06-2013, 15:48
genau und darum müsste sie schadenersatzpflichtig sein ;-)

Ich meinte damit - er kann es erwarten liegt aber dann auf der Schnauze wenn es dann nicht so ist ...

PLR
27-06-2013, 18:18
Also meiner Meinung nach wärs nur fair, wenn die Verursacherin den Schaden übernehmen muss. Vertrauensgrundsatz hin oder her, ich würde es für ein Armutszeugnis für unsere Justitz halten, wenn der Vertrauensgrundsatz als "Schutzschirm" für Erwachsene die ihren Aufmerksamskeitspflichten nicht nachkommen, herangezogen wird. Wahrscheinlich wird man die Situation zwar wirklich nur beurteilen können wenn man direkt dabei war, aber ich denke auch, dass man sich bei einem Erwachsenen Menschen darauf verlassen kann, dass er rechtzeitig wieder in seiner Spur fährt, wär ja was anderes bei einem Kleinkind. Und wenn es aber nicht so ist und dadurch zu einem Unfall kommt, so gehört diese Person erst recht aus dem Verkehr gezogen und für sämtliche verursachte Schäden zur Rechenschaft gezogen, aber nicht auch noch geschützt. Da ists ja kein Wunder wenn die Deppen langsam überhand gewinnen, wenn man tun und lassen kann was man will, weil man auf Grund der Ausnahme aus dem Vertauensgrundsatz dann ja eh nur seinen eigenen Schaden zahlen muss.

Siegfried
27-06-2013, 20:31
Und ich glaub noch immer, dass nix dabei raus kommt, und jeder seinen Schaden selber zahlt.

zwartrijder
27-06-2013, 20:44
Und ich glaub noch immer, dass nix dabei raus kommt, und jeder seinen Schaden selber zahlt.

Der TO wird uns am laufenden halten.

wo-ufp1
04-09-2013, 22:32
Gibts etwas neues?

enno v.s.
09-09-2013, 09:40
guten morgen
ja es gibt was neues:

die rechtsschutzversicherung hat das geprüft und ist schlussendlich den langen und wahrscheinlich mühsamen weg der klage nicht gegangen.
nach einmaligen nachhaken gabs dann einen prozesskostenersatz in der höhe von 1000,. euro.
davon entfallen ca. 500,- auf helm u. rad

die gebrochene hand schmerzt immer noch beim radfahren trotz verheilten bruch und wird, so die expertenmeinung, wohl oder übel noch etwas länger weh tun

mit sportlichen grüssen

milestone
09-09-2013, 12:30
Danke für die Bestätigung KEINE Rechtsschutzversicherung abzuschließen.
Für die Beiträge die ich mir da seit Jahrzehnten spare kaufe ich mir das geilste Rennrad dass es gibt und zahle im Fall der Fälle noch locker ein Rennrad und Schmerzensgeld für einen Geschädigten obendrauf.

Blackburger
09-09-2013, 12:53
die rechtsschutzversicherung hat das geprüft und ist schlussendlich den langen und wahrscheinlich mühsamen weg der klage nicht gegangen.
nach einmaligen nachhaken gabs dann einen prozesskostenersatz in der höhe von 1000,. euro.
davon entfallen ca. 500,- auf helm u. rad



a klassiker...

gute besserung!

MalcolmX
09-09-2013, 13:06
Danke für die Bestätigung KEINE Rechtsschutzversicherung abzuschließen.
Für die Beiträge die ich mir da seit Jahrzehnten spare kaufe ich mir das geilste Rennrad dass es gibt und zahle im Fall der Fälle noch locker ein Rennrad und Schmerzensgeld für einen Geschädigten obendrauf.

gut, es kann auch was schlimmeres passieren, wogegen man sich zu Wehr setzen muss.
Wenn man ein sinnvolles persönliches Netzwerk diesbezüglich hat (also Freunde, die in verschiedenen Bereichen Anwälte sind) dann halte ich es auch für verzichtbar, handhabe es selber auch so... analog dazu mit der Zusatzkrankenversicherung und Ärzten in Familie oder Freundeskreis.

milestone
09-09-2013, 13:30
gut, es kann auch was schlimmeres passieren, wogegen man sich zu Wehr setzen muss.
Wenn man ein sinnvolles persönliches Netzwerk diesbezüglich hat (also Freunde, die in verschiedenen Bereichen Anwälte sind) dann halte ich es auch für verzichtbar, handhabe es selber auch so... analog dazu mit der Zusatzkrankenversicherung und Ärzten in Familie oder Freundeskreis.

Sooft ich das sehe tritt eine Rechtsschutzversicherung immer nur dann für einen ein, wenn das eh eine gmahte Wiesen ist - in allen anderen Fällen in denen es heikel oder schwierig wird tun die genau nix. Das Leid und den Ärger übernehmen die auch nicht, das muss man immer selbst aushalten. Ich hätte längst eine solche Versicherung wenn man sicher sein könnte dass die genau dann tätig werden und sagen egal was ist wir werden es durchsetzen oder es zumindest versuchen.
Einen Prozeß zu führen bei dem der Ausgang klar ist, da brauche ich keinen der sich nachher damit brüstet mich unterstützt zu haben. Das ist meine Wahrnehmung bezüglich Rechtsschutz und anderer Versicherungen.

daybreak
09-09-2013, 13:58
die rechtsschutzversicherung hat das geprüft und ist schlussendlich den langen und wahrscheinlich mühsamen weg der klage nicht gegangen. nach einmaligen nachhaken gabs dann einen prozesskostenersatz

Verstehe ich nicht ganz, und bin neugierig - Prozesskostenersatz kann das mangels Prozess nicht sein. Du hattest keine RS-Deckung und ein Prozess geht sich in der Zwischenzeit auch nicht aus. Meinst du Schadenersatz? Den zahlt aber nicht die RS-Vers, sondern vielleicht die Haftpflicht des Gegners. Aber war das nicht ein Russe o.ä.?

Blackburger
09-09-2013, 14:05
Verstehe ich nicht ganz, und bin neugierig - Prozesskostenersatz kann das mangels Prozess nicht sein. Du hattest keine RS-Deckung und ein Prozess geht sich in der Zwischenzeit auch nicht aus. Meinst du Schadenersatz? Den zahlt aber nicht die RS-Vers, sondern vielleicht die Haftpflicht des Gegners. Aber war das nicht ein Russe o.ä.?

Ich denke gemeint ist im konkreten Fall ein Prozesskostenablöseangebot. Dh die Rechtsschutzversicherung würde einen Prozess zahlen, weil sie vertraglich verpflichtet ist, zahlt dem Mandanten jedoch 1000 Euro wenn er es nicht macht, da ihnen das Risiko "einzufahren" zu groß ist.

marty777
09-09-2013, 14:14
Klingt komisch, ist aber so. Die eigenen Rechtsschutzversicherung zahlt dir Geld, damit sie selber nicht für die vermutlich teureren Prozesskosten aufkommen muss - wenn sie im Prozess selber wenig Chancen auf Geld sieht.

MalcolmX
09-09-2013, 14:36
Regressieren die dann bei der Gegenpartei, oder nicht?

marty777
09-09-2013, 15:48
Nein. Der Fall liegt dann bei den Akten.
Sie ersparen sich dadurch lange Prozesse (die eben noch teurer werden könnten). Das wird von Erbsenzählern, oder Software gestützt durchgerechnet. Letztlich rechnet es sich für die Versicherungen.

daybreak
09-09-2013, 16:55
Achso, danke. Das war wohl vernünftig, weil man von einem Drittstaats-Unfallgegner eh nichts bekommen wird.

Wolfg@ng
10-09-2013, 08:47
@milestone:

Ich würde nie mehr auf eine RS-Versicherung verzichten wollen. In den letzten Jahren hatte ich leider einige unschöne Erlebnisse, wo mir die RS sehr wohl den "Arsch gerettet" hat. Darunter waren unter Anderem der Konkurs meines letzten Arbeitgebers, bei dem ich ohne RS ziemlich blöd geschaut hätte, da wäre mir viel Geld verloren gegangen, auch vor "besten Freunden" schützt der RS. Hier kommen doch Prozesskosten zusammen, da kannst du dir gleich mehrere "geilste Superradln" kaufen.

Das Problem an sich ist ja nicht, dass du die Prozesskosten nicht ersetzt bekommst, weil die muss ja die Verliererpartei zahlen. Das Problem ist, dass DU die Prozesskosten VORHER auslegen musst um sie nachher (u.U. mit einer neuerlichen Zivilklage) wieder zurück zu bekommen.

Aber Bitte, wenn du so "gestopft" sein solltest, gleich mal nur so ein paar tausend Euro auf den Tisch zu legen, nur damit du - weil der Gegner gegen das Urteil Einspruch erhoben hat - in die nächste Instanz gehen kannst.... ja klar, dann fährst du aber sowieso schon nur die geilsten Räder und Autos. Dann hast du das Geld sowieso.

Und nur mal zur Größenordnung: wenn dir jemand 1000,- Euro schuldet, dann darfst du schon mal mit 500,-- Euro Anwaltskosten rechnen, nur damit eine Klage und ein Exekutionsantrag gestellt wird. Wird Einspruch erhoben, kannst weiter ein paar Hunderter drauf legen. Und das bei einem Streitwert von grad mal 1000,- Euro.

Und jetzt rechne dir mal aus, wenn du verletzt bist bei einem unverschuldeten Unfall, der Gegner gibt nichts zu und widerspricht dir. Was glaubst du, welche Kosten du statt der RS auslegen darfst, wenn du klagen musst, wenn der Streitwert durch Schmerzensgeld und KH-Kosten bei vielleicht mal 20-50000,- Euro liegt? Das zahlst du nicht mehr leicht aus eigener Tasche - da darfst du dir einen Kredit nehmen, nur damit du mal überhaupt eine Klage einbringen kannst, im anderen Fall schaust einfach durch die Finger. Oder umgekehrter Fall, du wirst (vielleicht zu Unrecht) geklagt - du könntest dich nicht einmal wehren, weil du es nicht bezahlen könntest. So schauts aus.

Also gib bitte niemanden hier öffentlich einen Rat, dass eine RS-Versicherung sowieso nur Blödsinn ist. Das kommt nämlich auf die Umstände an.

Tirolerhut85
10-09-2013, 09:36
Sooft ich das sehe tritt eine Rechtsschutzversicherung immer nur dann für einen ein, wenn das eh eine gmahte Wiesen ist - in allen anderen Fällen in denen es heikel oder schwierig wird tun die genau nix. Das Leid und den Ärger übernehmen die auch nicht, das muss man immer selbst aushalten. Ich hätte längst eine solche Versicherung wenn man sicher sein könnte dass die genau dann tätig werden und sagen egal was ist wir werden es durchsetzen oder es zumindest versuchen.
Einen Prozeß zu führen bei dem der Ausgang klar ist, da brauche ich keinen der sich nachher damit brüstet mich unterstützt zu haben. Das ist meine Wahrnehmung bezüglich Rechtsschutz und anderer Versicherungen.

Ich kann dir hinsichtlich deiner Wahrnehmungen zu RS-Versicherungen nicht zustimmen. Insbesondere gibt es in einem Zivilverfahren höchst selten (eigentlich gar nicht) "a gmahte Wiesen". Das Obsiegen oder Unterliegen in einem Zivilprozess ist immer eine Frage der Beweislage und obliegt die Entscheidung bei Unfällen wie ihn der TE schilderte ausschließlich der richterlichen Beweiswürdigung. Auch regelmäßig hierzu erstellte Sachverständigengutachten können nicht immer zur wesentlichen Aufklärung des Sachverhalts beitragen.

Sämtliches Vorbringen einer Prozesspartei stellt in der Regel eine subjektive Ansicht dar. An dieser orientiert sich auch die RS-Versicherung und gewährt je nach dem versicherten Risiko die Kostendeckung oder nicht. Sofern das Risiko allerdings vom Versicherungsvertrag umfasst ist, kann der Versicherer nicht nach Gutdünken die Kostendeckung ablehnen. Der Versicherte hat einen vertraglichen Rechtsanspruch auf die Leistungserbringung des Vertragspartners und kann dies bei ungerechtfertigter Ablehnung durch den Versicherer einklagen.

Selbst wenn es die Fälle ungerechtfertigter Ablehnung durch RS-Versicherer gibt, so stellt dies meiner Erfahrung nach einen äußerst geringen Anteil dar. Ich für meinen Teil erachte die Möglichkeit eine RS-Versicherung abschließen zu können und mich gegen dieses Risiko absichern zu können als äußerst sinnvoll. Es gibt nichts schlimmeres als unverschuldet (Verkehrsunfall, etc) in einen Schadenersatzprozess verwickelt zu werden um in der Folge durch die entstandenen Prozesskosten vielleicht auch noch in den Privatkonkurs zu schlittern.

NoControl
05-10-2016, 14:46
1,2 - 1,8 meter abstand zu parkednen autos sind angebracht ... VWG urteil!!
https://www.radlobby.at/oesterreich/bahnbrechendes-urteil-zu-anti-dooring-abstand

NoDoc
05-10-2016, 15:34
Ich für meinen Teil erachte die Möglichkeit eine RS-Versicherung abschließen zu können und mich gegen dieses Risiko absichern zu können als äußerst sinnvoll. Es gibt nichts schlimmeres als unverschuldet (Verkehrsunfall, etc) in einen Schadenersatzprozess verwickelt zu werden um in der Folge durch die entstandenen Prozesskosten vielleicht auch noch in den Privatkonkurs zu schlittern.

Die ABWEHR von Ansprüchen obliegt jedoch der Haftpflichtversicherung, da hilft dir die RS wenig bis nix!!

Viele sportliche Aktivitäten sind zwar haftpflichtmäßig (auch) über die "Haushalts"versicherung abgedeckt, ich würde aber wirklich jedem dringend empfehlen, betreffend Haftpflicht kompetente Beratung eines Versicherungsprofis in Anspruch zu nehmen und dabei auch abklären, ob z.B. Schäden, die ihr im Rahmen eines Rennens verursacht, gedeckt wären usw.

RS braucht man im Wesentlich dann, wenn man selbst gerichtlich aktiv werden will.

speedy
06-10-2016, 17:16
Und wenn man wegen der "normalsten Sache der Welt" (Radfahren auf Forststraßen und Waldwegen) geklagt wird (wegen Besitzstörung) - kommt da eine RS-Versicherung für die Kosten auf?

NoDoc
06-10-2016, 17:34
Und wenn man wegen der "normalsten Sache der Welt" (Radfahren auf Forststraßen und Waldwegen) geklagt wird (wegen Besitzstörung) - kommt da eine RS-Versicherung für die Kosten auf?

Kommt erstens darauf an, welche Sparten du versichert hast und zweitens, wie die Ausgangslage ist. Wenn du tatsächlich auf der Forststraße betreten wurdest und man dir das nachweisen kann, dann wird die RS im Regelfall wegen "Aussichtslosigkeit" aussteigen.