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m.a.r.t.i.n
15-07-2019, 13:51
Hallo,

MTBen ist vielleicht nicht DIE Risikosportart, aber dennoch nicht ungefährlich.

In wiefern habt ihr euch schon mit dem Thema Risikomanagement befasst?

Wie hoch schätzt ihr euer persönliches Unfallrisiko ein, und wie kommt ihr zu der Einschätzung?

Tut Ihr etwas um das Risiko zu reduzieren? Was?


Und nebenbei würde mich eure Einschätzung zur verfügbaren Sicherheitsausrüstung interessieren. Helm wird wohl für jeden an erste Stelle der Sicherheitsausrüstung stehen. Aber wo stehen z.B. Handschuhe und Ellbogenschützer?

lg
Martin

GrazerTourer
15-07-2019, 14:55
Ich für mich hab folgende Rückschlüsse gezogen:
20+ Jahre MTBen -> 1x Finger gebrochen, 1x Handgelenk, 1x am großen Zeh rechts etwas irreparabel dauerhaft kaputt gemacht, 1x (heuer) mit einem blauen Auge und einer Aua Hand davon gekommen.

Finger: da hatte ich Campylo Bakta und mir war kotzübel -> da kann das Biken nix dafür. Mitten im Alpencross Schüttelfrost am Berg vor lauter krank und dann eben geflogen. Pech.
Handgelenk: Mit Fullface im Gewitter auf er Permanenten runter gestresst.
Zechen: Pech, aber an einem Tag wo ich 100% gefahren bin. Das war um 06:45 in der Früh eher wenig klug *gg* (mit dem Zechen beim Felsen eingefadelt bei flottem Tempo)
Hand heuer (Schwein gehabt): Pech und a bisserl auf zeit unterwegs...

Mein Fazit: ich fahre nur mehr 95% max. Da fall ich so gut wie nie hin. Mich prackts immer nur auf, wenn ich gerade wieder einmal sehr viel fahre und merke wie gut es geht. Dann geht man zum nächsten Löevel und das wird gefühlt 10x gefährlicher (merkt man aber erst danach).

Versicherung: Unfallversicherung mit 600% (6x100kEUR) und expliziter Erwähnung dass alle Arten von MTB inkludiert sind (es steht explizit "Downhill, auch Rennsport" drin).

Muss reichen....

m.a.r.t.i.n
15-07-2019, 15:45
Ich habe auch erst begonnen mich mit dem Thema zu beschäftigen. (Hatte letztes Jahr eine gebrochene Schulter)

Meine größten Erkenntnisse waren:
1) Speziell wenn ich einen Trail schon besser kenne, muss ich mir anschauen was neben dem Trail ist (Sturzräume), und dort bewusst vorsichtig (langsamer) fahren.
2) Schlüsselstellen versuche ich auch danach zu beurteilen wohin ich stürzen würde. Wenn mich ein Sturz das Leben kosten würde, steige ich viel viel früher ab.
3) Ziele einschränken: Speziell im Bikepark neige ich dazu um jeden Sprung zu hadern den ich auslassen muss. Davon will ich mich so weit es geht verabschieden. Man muss nicht irgendwann alle Sprünge des Bikeparks springen, wenn man auf die 40 zugeht. Lieber die kleinen Sprünge sicher fahren.
4) Nicht um Zeit fahren. Es hat keinen Mehrwert besonders schnell zu fahren, wenn es kein Rennen ist. Lieber Tempo rausnehmen und sauber fahren.
5) In unterschätzten Stellen aufmerksam sein. Da denke ich z.B. an Anleger. Die sind einfach zu flott zu fahren, aber wenn man rausfliegt, dann fliegt man so richtig.

Ansonsten mach ich die erste Abfahrt immer sehr zaghaft und schau wie es mir geht. Und so taste ich mich langsam heran. Bei nassen schmierigen Bedingungen fahre ich eher garnicht mehr.

Bei der Schutzkleidung sehe ich die Priorität so:
1) Helm Halbschale
2) Handschuhe (weil so wenig Nachteil)
3) Knie und Ellbogenschützer
4) Rucksack als Schutz für Rücken
5) Enduro Fullface Helm
6) Neckbrace
7) Protektorhemd

lg
Martin

Reini Hörmann
15-07-2019, 15:52
ich halte mtbiken insgesamt für sicherer, als rennrad fahren. mit risiko management befasse ich mich dort u da nicht - ich hab mein hirn auch am rad meist online...

GrazerTourer
15-07-2019, 19:17
ich halte mtbiken insgesamt für sicherer, als rennrad fahren. mit risiko management befasse ich mich dort u da nicht - ich hab mein hirn auch am rad meist online...

Also ich, als MTBer mit sehr sporadischen Ausflügen auf die Straße kann für mich sagen, dass MTBen viel viel viel sicherer ist. Auf der Straße hat man oft blöde Momente. Im Gelände so gut wie nie und außerdem hat man es da selbst in der Hand.

Hirn ist natürlich immer an, aber wenn man sich beim Biken ans Limit heran tastet, folgen Stütze zwangsläufig irgendwann. Ansonsten ist man vom Limit halt noch ein gutes Stück weg, oder man ist ein absolutes Talent.

Protektor Weste und Neckbrace verwende ich nicht. Knie, Protektor Rucksack und FF oder Halbschale müssen reichen. Alles andere schränkt mich ein am Rad und ich fahre schlechter.

Inigo Montoya
15-07-2019, 19:33
In wiefern habt ihr euch schon mit dem Thema Risikomanagement befasst?
Wie hoch schätzt ihr euer persönliches Unfallrisiko ein, und wie kommt ihr zu der Einschätzung?

relativ bald nach wiederbeginn mit dem mountainbike fahren. obwohl ich noch nie eine schwerwiegende verletzung davongetragen habe bin ich definitiv ein vielstürzer. es hat jahre gegeben, da bin ich jede zweite ausfahrt gestürzt und da wahren wilde einschläge dabei...


Tut Ihr etwas um das Risiko zu reduzieren? Was?

für mich der persönlich wichtigste faktor ist das material und die optimale abstimmung dessen. bei höherem tempo und sprüngen ist das exterm wichtig.
zweites thema ist speziell die oberkörper muskulatur als schutz. dementsprechend versuche ich zumindest regelmäßig trainieren zu gehen.
zum dritten versuche ich mich auf meine tagesverfassung zu verlassen. wenn ich mich nicht danach fühle wilde sachen zu springer /fahren dann tu ich das auch nicht. da muss sich das ego unterordnen.



Und nebenbei würde mich eure Einschätzung zur verfügbaren Sicherheitsausrüstung interessieren. Helm wird wohl für jeden an erste Stelle der Sicherheitsausrüstung stehen. Aber wo stehen z.B. Handschuhe und Ellbogenschützer?

mit handschuhen fahre ich immer. ich könnte auch garnicht ohne fahren, weil ich so an den handflächen schwitze, dass es garnicht anders geht.
im bikepark fahre ich immer fullface, knie, ellbogenschützer und rückenprotektor. leat brace habe ich, nutze ich aber aus bequemlichkeit nicht mehr. ich habe die erfahrung gemacht, dass die ellbogenschützer bei stürzen oft das meisste abbekommen. die sollten also wirkich gut sitzen.
am enduro fahre ich immer halbschale und manchmal trail knieschoner. aber da kommts natürlich darauf an was ich fahre.

Reini Hörmann
15-07-2019, 19:43
Also ich, als MTBer mit sehr sporadischen Ausflügen auf die Straße kann für mich sagen, dass MTBen viel viel viel sicherer ist. Auf der Straße hat man oft blöde Momente. Im Gelände so gut wie nie und außerdem hat man es da selbst in der Hand.

Hirn ist natürlich immer an, aber wenn man sich beim Biken ans Limit heran tastet, folgen Stütze zwangsläufig irgendwann. Ansonsten ist man vom Limit halt noch ein gutes Stück weg, oder man ist ein absolutes Talent.

Protektor Weste und Neckbrace verwende ich nicht. Knie, Protektor Rucksack und FF oder Halbschale müssen reichen. Alles andere schränkt mich ein am Rad und ich fahre schlechter.


ich hab weder talent fürs biken, noch komme ich ans limit-eben weil ich kein talent dafür habe.

heute war ich insgesamt 3h 40m graveln, davon 10min auf der straße u was mir da mit einem porsche cabrio- bergab hinten drauf auf kurviger strecke passiert ist, darf ich hier garnicht schreiben, wenn das jemand hier lesen würde, der meine frau kennt - würde sie sich vor sorge scheiden lassen..

ps: ich dachte immer, porsche hat eh shice bremsen ;)

bs99
15-07-2019, 19:49
Bei mir verhält es sich recht eindeutig.
MTB: 2x SchulterOP + 2x Implantat entfernen; 2x Nähen, ca. 20x Abschürfungen&Prellungen
RR: 1x Spritzenkur weil Rücken verkühlt und deshalb akut schmerzhafte Bandscheibenvorwölbung

Meine Risiko Prävention am MTB:
- wenn die Tagesform nicht passt, schwere Stellen nicht probieren bzw. nicht versuchen schnell zu fahren
- Drops/Sprünge nur wenn in der Komfortzone

Am RR:
- Bundesstraßen meiden
- niemals ganz rechts fahren (damit kein Kraftfahrer auf die Idee kommt sich vorbei zu quetschen)
- Blickkontakt mit Kraftfahrern suchen

bike charly
15-07-2019, 20:16
in 15 Jahren Leistungssport und rund 300 MTB XC/ Marathon Bewerben

kaum eine schwere Verletzung davon getragen ( Schotterausschlag gilt nicht )

2001 bei einer Trainingsfahrt mit den RR von einem Auto niedergemäht ..... Prellungen und Abschürfungen sonst zum Glück nichts .... :)

ricatos
15-07-2019, 21:24
Mein schlimmsten Unfall hatte ich am Weg zur Arbeit auf dem Radweg. Bei einer Überfahrt/Schutzweg hat mich ein Taxi voll abgeschossen und einige Meter auf der Motorhaube mitgenommen. Bis auf ein paar Prellungen und Bänder Dehnungen ist es noch glimpflich ausgegangen.
Am Bike bin ich relativ vorsichtig und schaue mir knifflige Stellen vorher an und fahre sie nur wenn ich mir absolut sicher bin, nicht zu stürzen. Genauso bei Sprüngen.
Bei normalen Trails nehme ich den Enduro Helm, lange Handschuhe und manchmal auch Schützer.
Im Park Fullface und Rückenschutz zusätzlich.
Ab einem gewissen Alter wird man auch überlegter und ruhiger und muss niemanden was beweisen.
In meiner Jugend hab ich außerdem beim Snowboarden und Skateboarden genug Verletzung abbekommen. Vom offenen Unterarm Bruch, Kieferbruch verschiedensten Bänder Verletzungen usw.

m.a.r.t.i.n
16-07-2019, 07:21
Also ich, als MTBer mit sehr sporadischen Ausflügen auf die Straße kann für mich sagen, dass MTBen viel viel viel sicherer ist. Auf der Straße hat man oft blöde Momente. Im Gelände so gut wie nie und außerdem hat man es da selbst in der Hand.
Hirn ist natürlich immer an, aber wenn man sich beim Biken ans Limit heran tastet, folgen Stütze zwangsläufig irgendwann. Ansonsten ist man vom Limit halt noch ein gutes Stück weg, oder man ist ein absolutes Talent.

Protektor Weste und Neckbrace verwende ich nicht. Knie, Protektor Rucksack und FF oder Halbschale müssen reichen. Alles andere schränkt mich ein am Rad und ich fahre schlechter.


Ja Rennrad und Mountainbike verhält sich da sehr unterschiedlich. Ich denke beim Rennrad gehts mehr um potentielle Unfallgegner und beim Mountainbike um Fehler in der Fahrtechnik. Was gefährlicher ist? Statistisch vielleicht das Rennrad. Praktisch kommts auf einen selbst an. Ich denke bei beiden kann man viel tun um Unfälle zu vermeiden. Danke für die coolen Inputs.

Ich fahre viel mit Neckbrace. Ist am Anfang schon ungewohnt - aber nachdem ich keine Backflips springe :)
sehe ich immer alles was ich sehen muss..

artbrushing
16-07-2019, 08:04
Ich denke stürzen ist mit dem RR eher sehr selten der Fall, in 4 Jahren RR fahren hatte ich einen Auffahrunfall in der Gruppe (bis auf einen kaputten Schalthebel und kleine Schürfungen ist nix passiert) und letztens einen kleinen Rutscher in einer total sandigen Kurve (auch nur kleine Schürfungen). Wenn man dann doch mal von einem Auto erwischt wird sind die Chancen auf Rollstuhl oder Sarg sehr groß.
Mit dem MTB stürz ich öfter mal. Meist sinds eher Hoppalas. Vor kurzem ist mir aber auch nach vielen Jahren wieder etwas passiert bei dem ich wahrscheinlich im Rollstuhl hätte landen können. Kannte die Strecke noch nicht so und bin über einen Sprung den ich nicht hätte nehmen sollen, hätte mir fast den Hals gebrochen :f:
Ansonsten sehe ich MTB auch eher als relativ sicher obwohl ich schon eher flott und technisch unterwegs bin.
Habe IMMER Helm, Handschuhe (Langfinger), Knieprotektoren und Rucksack an. Im Bikepark kommen Rückenprotektor und Ellbogenschutz dazu und natürlich FF statt Halbschale.

m.a.r.t.i.n
16-07-2019, 08:30
Ich denke stürzen ist mit dem RR eher sehr selten der Fall, in 4 Jahren RR fahren hatte ich einen Auffahrunfall in der Gruppe (bis auf einen kaputten Schalthebel und kleine Schürfungen ist nix passiert) und letztens einen kleinen Rutscher in einer total sandigen Kurve (auch nur kleine Schürfungen). Wenn man dann doch mal von einem Auto erwischt wird sind die Chancen auf Rollstuhl oder Sarg sehr groß.
Mit dem MTB stürz ich öfter mal. Meist sinds eher Hoppalas. Vor kurzem ist mir aber auch nach vielen Jahren wieder etwas passiert bei dem ich wahrscheinlich im Rollstuhl hätte landen können. Kannte die Strecke noch nicht so und bin über einen Sprung den ich nicht hätte nehmen sollen, hätte mir fast den Hals gebrochen :f:
Ansonsten sehe ich MTB auch eher als relativ sicher obwohl ich schon eher flott und technisch unterwegs bin.
Habe IMMER Helm, Handschuhe (Langfinger), Knieprotektoren und Rucksack an. Im Bikepark kommen Rückenprotektor und Ellbogenschutz dazu und natürlich FF statt Halbschale.

bei mir ist es auch eindeutig:
Rennrad: sturzfrei
MTB: 2x Rippenbruch/prellung, 1x gebrochene Schulter

Dabei bin ich eh kein Raser im Wald. Mir macht langsam & technisch mehr Spaß als schnell an den Bäumen vorbei. Nach meinem letzten Sturz habe ich meine Hometrails mal genauer betrachtet und doch einige Stellen gefunden wo man so richtig in den Baum knallen würde, wenn man die Linie verfehlt. Das war mir vorher nicht so bewusst, weil es Stellen sind, wo man die Linie normal nicht verfehlt.
Jetzt fahre ich dort einfach etwas vorsichtiger vorbei und konzentriere mich.

Am Rennrad fahre ich die letzten Jahre nur die gleiche Strecke in die Arbeit. Ich habe mir abgewöhnt auf die Zeit zu schauen. Das verleitet zu sehr zu spontanen "Abkürzungen" .

ricatos
16-07-2019, 09:51
Am MTB hatte ich letztes Jahr einen Sturz und auch nur weil ich so dumm war, und auf der Blue Line in Bratislava meine Strava Bestzeit aufstellen wollte. Total übermotiviert bin ich gleich in der ersten Kurve abgeflogen. Eine Kurve die ich normalerweise immer durchrolle um mich auf die restliche Strecke zu konzentrieren. Dank Ellbogenschützer und Fullface ist mir aber nichts passiert. Ohne Kinnbügel hätte ich aber bestimmt einige Wunden im Gesicht davongetragen.
War mir eine Lehre und mein erster und letzter Versuch mit dem MTB bergab auf Zeit zu fahren :f:

mike79
16-07-2019, 10:56
Dieses "wenn ich die Linie verfehle knalle ich in einen Baum" ...naja ist eigentlich beim Mountainbiken immer möglich oder?

Passieren kann immer was, egal was man so macht... Mag ich mir aber nicht immer drüber Gedanken und Sorgen machen, sonst bleibt der Spass auf der Strecke

Ich fahre immer mit Helm (eh klar) und Handschuhen aber selten mit den vorhandenen Knieschützern, Ellbogen Schützern oder dem Protektor Rucksack

Wahrscheinlich bin ich aber grundsätzlich keiner der schnellen Fahrer (Strava zeigts deutlich), wobei es teilweise schon Spass macht bergab klass Gas zu geben...da kommt dann so richtig der Flow auf und grundsätzlich fühle ich dabei auch relativ wohl und sicher

m.a.r.t.i.n
16-07-2019, 11:13
Dieses "wenn ich die Linie verfehle knalle ich in einen Baum" ...naja ist eigentlich beim Mountainbiken immer möglich oder?
...


Stimmt - der Wald ist voller böser Bäume. :) Aber es macht schon einen Unterschied ob der Trail einer fetten Eiche ausweicht oder nur ein paar Büschen oder Erdhügeln.. Egal - fix ist, dass es Stellen gibt, wo man einfach nicht stürzen will, und Stellen wo man einen Sturz in Kauf nehmen kann..

hermes
16-07-2019, 11:21
mich hat vor vielen jahren eine freundin, die am weißen hof (große reha-klinik) gearbeitet hat, gebeten, nur ja nie mit mtben anzufangen. rr bin ich damals schon gefahren, das hat sie weniger gestört. ich hab mich zwar nicht an ihren rat gehalten, aber mangels spaß in wien/umgebung das mtb bald wieder verkauft.
passieren kann immer was, vor zwei monaten bin ich am donauradweg bei regen aus einer kurve geflogen, weil ich in gedanken war - kein verkehr, niemand unterwegs, da war ich dann unkonzentriert.wenn verkehr ist, bin ich immer defensiv unterwegs bzw. wenn die straße eng ist oder mit gegenverkehr fahr ich soweit in der mitte, dass sich kein auto vorbeizwicken kann. das seh ich nämlich als größte gefahr für mich: wenn knapp überholt wird und dann doch was entgegenkommt, schwenkt jeder autofahrer automatisch nach rechts - und das wars dann für mich. sonst verlasse ich mich halt darauf, dass 30 jahre erfahrung mit dem rad im straßenverkehr einiges bringen.

ricatos
16-07-2019, 11:26
Stimmt - der Wald ist voller böser Bäume. :) Aber es macht schon einen Unterschied ob der Trail einer fetten Eiche ausweicht oder nur ein paar Büschen oder Erdhügeln.. Egal - fix ist, dass es Stellen gibt, wo man einfach nicht stürzen will, und Stellen wo man einen Sturz in Kauf nehmen kann..

Ich möchte an keiner Stelle stürzen. Egal ob dort ein Baum steht oder nicht. Stelle ich mir auch komisch vor, in eine Abfahrt zu gehen, mit dem Gedanken, dass ich an paar bestimmten Stellen stürzen kann, weil dort eh kein Baum steht.

m.a.r.t.i.n
16-07-2019, 11:52
Ich möchte an keiner Stelle stürzen. Egal ob dort ein Baum steht oder nicht. Stelle ich mir auch komisch vor, in eine Abfahrt zu gehen, mit dem Gedanken, dass ich an paar bestimmten Stellen stürzen kann, weil dort eh kein Baum steht.

So ist es ja nicht gemeint. Aber jeder unterscheidet instinktiv wo er absteigt, vorsichtig wird, oder Gas gibt.

Kleines Extrembeispiel: Eine Treppe runterfahren ist für mich mit dem MTB kein Problem. Auch nicht wenn man direkt danach 90° um die Ecke muss. Würde ich also fahren. Wenn ich aber um die Ecke muss, weil es sonst 100m senkrecht runter geht, fahre die Treppe nicht.
Und es gibt natürlcih nicht nur fahren oder absteigen. Es gibt auch ein Mittelmaß. etwas gefährlicher = etwas weniger Sturzrisiko nehmen.

Ich fahre aber auch nie auf 100% - nicht mal in einer weichen Wiese. Aber 90% schon oft. Aber immer 90% wäre für manche Stellen eben auch zu gefährlich..

bs99
16-07-2019, 15:31
Ich fahre aber auch nie auf 100% - nicht mal in einer weichen Wiese. Aber 90% schon oft. Aber immer 90% wäre für manche Stellen eben auch zu gefährlich..

Sehe ich am MTB bedingt so - ich finde 60% gefährlicher als 90-95%.
Wenn ich fast Anschlag aber in meiner Komfortzone fahre, bin ich hochkonzentriert und es passieren mir weniger Flüchtigkeiten als wenn ich nur durcheiere.

ricatos
16-07-2019, 15:42
mMn ist es wichtig immer aktiv zu fahren. Hatte schon Momente im Park wo ich das Gefühl hatte, nicht die 100%ige Kontrolle zu haben. Kurze Pause und ganz bewusst auf eine aktive Fahrweise achten, hat da enorm viel geholfen.

m.a.r.t.i.n
16-07-2019, 15:54
Sehe ich am MTB bedingt so - ich finde 60% gefährlicher als 90-95%.
Wenn ich fast Anschlag aber in meiner Komfortzone fahre, bin ich hochkonzentriert und es passieren mir weniger Flüchtigkeiten als wenn ich nur durcheiere.

Sehr guter Punkt! Und deckt sich auch mit der Flow Theorie https://wpgs.de/fachtexte/motivation/flow-erleben-theorie-csikszentmihalyi/

Wobei aber zwischen Über/ und Unterforderung schon noch eine gewisse Bandbreite ist. Ich denke wenn man an den gefährlicheren Stellen etwas mehr Puffer hat als an den normalen Stellen bringt das schon einen Zusatz an Sicherheit.

Ich freue mich über die Beteiligung an dem Thread. Es kann nicht schaden sich mal einfach nur Gedanken zu machen.

grey
16-07-2019, 17:28
Sehe ich am MTB bedingt so - ich finde 60% gefährlicher als 90-95%.
Wenn ich fast Anschlag aber in meiner Komfortzone fahre, bin ich hochkonzentriert und es passieren mir weniger Flüchtigkeiten als wenn ich nur durcheiere.

find ich eigentlich auch. Speed muss halt passen, fahren muss sich gut anfühlen und spaß machen. Wenn ich mich zwanghaft einbremse fahr ich auch nicht normal und baue deutlich mehr scheiße, genauso wie wenn man versucht über längerem Zeitraum am bzw. über dem Limit zu fahren..
Tagesverfassung bestimmt das bei mir dann auch noch recht extrem, dinge wie "noch eine abfahrt, dann pause" obwohl eigentlich schon fertig, müde und unkonzentriert versuche ich auch konsequent zu meiden, jedenfalls seitdem das Kreuzband weg ist.. ;)

weinbergrutscha
16-07-2019, 17:39
Bin vom Rennrad aufs Mtb/Gravel weil mir der Straßenverkehr zu gefährlich ist. Ich bin über 10 Jahre Rennen auf der Straße gefahren und auch dementsprechend gestürzt, aber nix war so heftig wie die 2x als mich ein Auto vom Rad geholt hat. Wobei das auch für einen Autounfall nix war. 1x frontal von links, ich über die Motorhaube, hab aber nur eine Rissquetschwunde am linken Augenlid gehabt ( wurde ambulant genäht). Beim 2ten x von hinten so knapp an mir vorbeigeschrammt dass er mich noch ein bissl mitgenommen hat beim bremsen.. konnt ein paar Tage die Schulter nicht bewegen, dann gings....
das mit dem Baum hat schon seine Berechtigung. Wenn man Straßenrennen fährt lernt man schnell dass es egal ist wie schnell man ist, der Aufprall auf die glatte Straße ist immer gleich, nur rutscht man länger je schneller man ist. gefährlich wird's wenn man auf ein Hindernis trifft ( Baum eben)..
Gefährlich ist immer die Geschwindigkeit, und auf der Straße ist man eben viel schneller unterwegs, kommt selbst ganz schnell in den tödlichen Bereich..

tomausgraz
22-07-2019, 08:13
Seit 2015 mit dem MTB unterwegs und mit letzter Woche auch meine erste schwere Verletzung mit einem Schlüsselbeinbruch erlitten. Beim Mountainbiken ist es nicht die Frage ob es einen mal einen erwischt, sondern wann. Bis dahin bin ich mit einer gewissen Portion Glück und einem Risikomanagement im Sinne von auf den Körper und Kopf hören eigentlich recht gut gefahren. Bei Drops und Gaps hatte ich mir schon eine richtig gute Selbsteinschätzung angeeignet. Was schon schwieriger umzusetzen ist, aber der Gesundheit im Falle der Fälle sehr förderlich sein kann, ist das auf Sicht fahren auf nicht offiziell gewarteten Trails. Neben Unwetter bedingten Schäden sind es für mich eigentlich v.a. Mensch gemachte Hindernisse, die auf einmal hinter einer Kurve oder Absprung lauern könnten. Was Schutzausrüstung angeht hab ich mir vor kurzem den Proframe für liftunterstütztes aber dennoch Trail lastiges Biken (viel bergab aber auch immer wieder bergauf) gekauft. Das Teil kann ich nur jedem empfehlen!
Das gebrochene Schlüsselbein hat mir übrigens weder ein Gap oder sonstige knifflige Schlüsselstelle eingebracht, sondern einfach ein kurze abschüssige Stelle die vor einem flachen Waldweg übersehen wurde. Übersehen ist natürlich gut, ich war für die Bedingungen und den Umstand, dass ich den Trail nicht kannte einfach zu schnell dran, sodass ich nicht mehr richtig reagieren konnte. Jetzt hab ich zumindest endlich mal Zeit, meine ganzen ungelesenen Bücher zu Hause anzugehen :s:

Ich spiel jetzt übrigens mit dem Gedanken, den DH zu verkaufen und mir stattdessen ein RR zu holen. Bei manchen Geschichten hier herinnen vergeht mir aber auch das :f:

m.a.r.t.i.n
22-07-2019, 09:26
Viele gute Inputs bis jetzt ich fasse mal zusammen was mir wichtig erscheint:

Prävention:
-) Nicht ans persönliche Limit gehen -> Reserven lassen
-) An exponierten Stellen weniger Risiko nehmen
-) bei der Bewertung ob eine Stelle fahren oder umfahren - Tagesverfassung beachten
-) Einrollen bevor man „Gas gibt“.
-) Zu langsam birgt die Gefahr aus langeweile unkonzentriert zu werden und schlampig zu fahren
-) aktiv fahren. Nicht aktiv fahren = müde -> Pause oder Schluss für heute
-) bei fremden Trails mit Hindernissen rechnen. Flotter geht die 2. Abfahrt
-) richtig gewartetes/abgestimmtes Fahrwerk

Schutz im Fall des Falles:
-) Unfallversicherung die explizit Mountainbiken (eventuell auch Downhill und Rennsport) abdeckt.
-) gute Oberkörpermuskulatur
-) Helm, Handschuhe, Knieschützer, Rückenschutz durch Rucksack scheint sehr beliebt zu sein. Im Bikepark Fullface… (So der Tenor)
Was eigentlich noch fehlt: Wenn alleine Unterwegs – livetracking oder jemandem bescheid sagen welche Route man geplant hat.

Rennrad Sturzprävention:
-) Routen an den Verkehr anpassen
-) Dämmerung meiden
-) nicht ganz rechts fahren um Überholmanöver der Autofahrer mitbestimmen zu können (Nur ohne Gegenverkehr überholen lassen)
-) Blickkontakt suchen – für die anderen mitdenken

beb73
22-07-2019, 10:50
Die Zusammenfassung bringts genau auf den Punkt.
Glück muss man natürlich auch noch haben, und schief gehen kann immer was.

mike79
22-07-2019, 10:55
Die Zusammenfassung bringts genau auf den Punkt.
Glück muss man natürlich auch noch haben, und schief gehen kann immer was.

Das betrifft eh das ganze Leben ;)

Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben :)
Alles mit ein wenig Abschätzung und halbwegs gesundem Menschenverstand dann passt das schon

tomausgraz
22-07-2019, 11:15
Viele gute Inputs bis jetzt ich fasse mal zusammen was mir wichtig erscheint:

Prävention:
-) Nicht ans persönliche Limit gehen -> Reserven lassen
-) An exponierten Stellen weniger Risiko nehmen
-) bei der Bewertung ob eine Stelle fahren oder umfahren - Tagesverfassung beachten
-) Einrollen bevor man „Gas gibt“.
-) Zu langsam birgt die Gefahr aus langeweile unkonzentriert zu werden und schlampig zu fahren
-) aktiv fahren. Nicht aktiv fahren = müde -> Pause oder Schluss für heute
-) bei fremden Trails mit Hindernissen rechnen. Flotter geht die 2. Abfahrt

Schutz im Fall des Falles:
-) Unfallversicherung die explizit Mountainbiken (eventuell auch Downhill und Rennsport) abdeckt.
-) gute Oberkörpermuskulatur
-) Helm, Handschuhe, Knieschützer, Rückenschutz durch Rucksack scheint sehr beliebt zu sein. Im Bikepark Fullface… (So der Tenor)
Was eigentlich noch fehlt: Wenn alleine Unterwegs – livetracking oder jemandem bescheid sagen welche Route man geplant hat.

Rennrad Sturzprävention:
-) Routen an den Verkehr anpassen
-) Dämmerung meiden
-) nicht ganz rechts fahren um Überholmanöver der Autofahrer mitbestimmen zu können (Nur ohne Gegenverkehr überholen lassen)
-) Blickkontakt suchen – für die anderen mitdenken

Beim herantasten von neuen Sachen (Sprünge, Drops etc.) hab ich immer mehrere andere Fahrer beobachtet um deren Geschwindigkeit sowie das Verhalten von Absprung und Landung zu beobachten. Sehe ich, dass der Absprung aufgrund ein Kompression davor zum kicken neigt, dreh ich den Rebound am Dämpfer vorsorglich schon mal um ein paar Klicks runter. Bei Sprüngen, die die sich geländetechnisch an einer exponierten Lage befinden, ists auch net blöd die Windsituation ein wenig zu beobachten. Wird z.B. am Semmering regelmäßig unterschätzt.

m.a.r.t.i.n
22-07-2019, 12:01
Beim herantasten von neuen Sachen (Sprünge, Drops etc.) hab ich immer mehrere andere Fahrer beobachtet um deren Geschwindigkeit sowie das Verhalten von Absprung und Landung zu beobachten. Sehe ich, dass der Absprung aufgrund ein Kompression davor zum kicken neigt, dreh ich den Rebound am Dämpfer vorsorglich schon mal um ein paar Klicks runter. Bei Sprüngen, die die sich geländetechnisch an einer exponierten Lage befinden, ists auch net blöd die Windsituation ein wenig zu beobachten. Wird z.B. am Semmering regelmäßig unterschätzt.

Danke! "runter" heißt langsamer nehm ich an. Die Recherche vor einem Sprung mach das auch so - am liebsten frag ich auch noch wen, der den Sprung kennt. Das Roadgap am Semmering ist recht windanfällig, wie man mir gesagt hat. Ich spring das auch echt nur, wenn kein Wind ist, ich mich sprungtechnisch super fühle. Und das ist meistens nur bei der 3./4./5. Abfahrt der Fall. Vorher bin ich noch nicht ausreichend eingerollt und nachher werde ich schon wieder müde :D

Ich denke mir aber zwischendurch immer, obs nicht klüger wäre, solche Sprünge garnicht zu machen. Meine Motivation ist besser zu werden. Aber wird man schneller besser, wenn man große Sprünge springt? Oder lernt man gleich schnell, wenn man bei den kleinen Sachen bleibt bis die langweilig werden?

Die Antwort wird wohl sein: Sobald es mehr als nur ein bisschen Überwindung kostet, bleiben lassen..

GrazerTourer
22-07-2019, 13:19
Das betrifft eh das ganze Leben ;)

Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben :)
Alles mit ein wenig Abschätzung und halbwegs gesundem Menschenverstand dann passt das schon

haha, das hab ich mir auch gedacht beim Lesen.

Seitdem es mich wieder einmal geschmissen hat und ich mit Gips und dann zwei aua Handgelenken herum getan hab, bin ich total beschissen unterwegs. Unflowig, bewusst langsamer, steif, "hinten nach". Fühlt sich oasch an und ist gefährlicher als sonst (wo ich echt so gut wie nie hinfall). Ich muss im Kopf bereit sein für Geschwindigkeit und vor allem Vertrauen in mich selbst haben. 20km/h sind unglaublich langsam im Vergleich zu 25, aber hinfallen tut gleich weh... Bei mir is es nach sowas einfach die mentale Komponente. Die kriegst aber net mit vorsichtiger sein in den Griff. Das musst anders lösen. Erst dann flutscht es wieder - und ist auch sicher.

Inigo Montoya
22-07-2019, 14:38
aus meiner sicht fehlt in der Liste das bike setup. das material muss passen. das ist mindestens so wichtig wie der kopf. hast du einen schleicher am vorderrad bist du ganz schnell in der botanik. sind die lager im hinterbau verschlissen hast du keinen grip am hinterrad und fliegst aus der kurve. ist die gabel lange nicht gewartet passt der grip am vorderrad nicht. reisst dir die kette bei einem zwischensprint liegst du auf der nase. das ist einfach alles extrem wichtig. da kann man noch so gut fahren, wenn das material nicht passt ist das ein risiko.


Sehe ich, dass der Absprung aufgrund ein Kompression davor zum kicken neigt, dreh ich den Rebound am Dämpfer vorsorglich schon mal um ein paar Klicks runter.
meiner einschätzung nach ist das die falsche herangehensweise. eine kickenden sprung kann ich besser gegensteuern, wenn ich beim absprung aktiver springe also im absprung ähnlich wie beim bunny hop das gewicht verlagere. das fahrwerk muss von haus aus so abgestimmt sein, dass es straff genug ist um mit dem zu erwartenden tempo die sprünge zu nehmen. gleichzeitig müssen gabel und hinterbau von der abstimmung harmonieren. ein langsamer rebound ist nur symptombekämpfung.

bbkp
22-07-2019, 15:22
am rennrad: tagfahrlicht. blinkend.zufallsmuster.
der seitenabstand beim überholen wird grösser, autotueren bleiben zu, und querverkehr steht frueher.

m.a.r.t.i.n
22-07-2019, 15:26
aus meiner sicht fehlt in der Liste das bike setup. das material muss passen. das ist mindestens so wichtig wie der kopf. hast du einen schleicher am vorderrad bist du ganz schnell in der botanik. sind die lager im hinterbau verschlissen hast du keinen grip am hinterrad und fliegst aus der kurve. ist die gabel lange nicht gewartet passt der grip am vorderrad nicht. reisst dir die kette bei einem zwischensprint liegst du auf der nase. das ist einfach alles extrem wichtig. da kann man noch so gut fahren, wenn das material nicht passt ist das ein risiko.


meiner einschätzung nach ist das die falsche herangehensweise. eine kickenden sprung kann ich besser gegensteuern, wenn ich beim absprung aktiver springe also im absprung ähnlich wie beim bunny hop das gewicht verlagere. das fahrwerk muss von haus aus so abgestimmt sein, dass es straff genug ist um mit dem zu erwartenden tempo die sprünge zu nehmen. gleichzeitig müssen gabel und hinterbau von der abstimmung harmonieren. ein langsamer rebound ist nur symptombekämpfung.

Danke - Fahrwerk & Wartung hatte ich vergessen und gerade noch ergänzt! Wobei ich denke, dass der Punkt erst ab einem sehr hohem Niveau so richtig zum tragen kommt. Ich muss mich bei der erste Abfahrt ohnehin so vorsichtig einrollen, weil ich erstmal rausfinden muss wie gut ICH heute funktioniere. (Dafür reicht ein ausgeschlagenes schlechtes Fahrwerk mit verölten Bremsen auch gerade noch) Und dann merke ich schon langsam ob mir beim Radl was nicht passt.

Wenn ich allerdings so gut drauf bin, dass ich auch bei der ersten Abfahrt schon die ärgsten Sachen runterballere, ists fatal, wenn das Radl nicht so tut wie es soll.
Wobei ein wenig Reserve für die eine oder andere Ungereimtheit wohl immer dabei sein sollte.
lg
Martin

artbrushing
22-07-2019, 17:07
Wenn nicht gerade ein Defekt Auftritt sollte das Werkl aber jederzeit Top laufen oder? Ich check in der Regel den Luftdruck der Reifen und ein Griff auf die Bremsen, sonst nix.
Und das Werkl rennt immer top

Inigo Montoya
22-07-2019, 20:36
Wenn nicht gerade ein Defekt Auftritt sollte das Werkl aber jederzeit Top laufen oder? Ich check in der Regel den Luftdruck der Reifen und ein Griff auf die Bremsen, sonst nix.
Und das Werkl rennt immer top
denke ich nicht. gibt genug probleme die schleichend auftreten wie z.b. verschlechterung des ansprechverhaltens bei gabel und hinterbau. oder diverse lager die langsam verschleissen. da sinkt dann grip oder grundtempo.
ich kenne auch genug leute die irgendwann draufkommen dass ihnen eine schraube am hinterbau fehlt. das kann im bikepark schon richtig unangenehme werden.

tomausgraz
22-07-2019, 20:42
aus meiner sicht fehlt in der Liste das bike setup. das material muss passen. das ist mindestens so wichtig wie der kopf. hast du einen schleicher am vorderrad bist du ganz schnell in der botanik. sind die lager im hinterbau verschlissen hast du keinen grip am hinterrad und fliegst aus der kurve. ist die gabel lange nicht gewartet passt der grip am vorderrad nicht. reisst dir die kette bei einem zwischensprint liegst du auf der nase. das ist einfach alles extrem wichtig. da kann man noch so gut fahren, wenn das material nicht passt ist das ein risiko.


meiner einschätzung nach ist das die falsche herangehensweise. eine kickenden sprung kann ich besser gegensteuern, wenn ich beim absprung aktiver springe also im absprung ähnlich wie beim bunny hop das gewicht verlagere. das fahrwerk muss von haus aus so abgestimmt sein, dass es straff genug ist um mit dem zu erwartenden tempo die sprünge zu nehmen. gleichzeitig müssen gabel und hinterbau von der abstimmung harmonieren. ein langsamer rebound ist nur symptombekämpfung.

Ist natürlich nicht der Weißheit letzter Schluss aber insbesondere Anfänger sind von einem vorne und hinten abgestimmten Fahrwerk sowas von weit entfernt. Ein wöchentlicher Blick in die FridayFails von Pinkbike lässt z.T. vermuten, dass die Leute dort mit einer Haselnussstauden als Dämpfungselement unterwegs sind. Aktives Springen wäre natürlich wünschenswert, entspricht halt nur beim Großteil nicht der Realität.

grey
22-07-2019, 20:52
Ich würde davon auch abraten, das ist keine gute Angewohnheit, jedenfalls wenn es über 2 placeboklicks hinaus geht. Vor allem, weißt ja dann nie wie es sich "richtig" anfühlt, selbstvertrauen bei sprüngen bekommst so auch keines weil du immer erst am dämpfer herumschrauben "musst" und du dir so antrainierst, dass es ja ohne nicht geht.

Fridayfails sieht man mMn. selten Sachen wo man zu 99,9% dem Bikesetup schuld geben kann, nur weil jemand einen deadsailor hinlegt, ist ja nicht zwangsläufig der hinterbau zu schnell.

NoNick
23-07-2019, 09:58
Wenn sich tomausgraz mit der Veränderung des Dämpfers vorm 8sprung wohler und sicherer fühlt, warum ists dann falsch? Unabhängig ob die Veränderung einen tatsächlich, technischen Einfluss hat.
Fühl ich mich wohl, bin ich ich entspannt und nicht verkrampft und das trägt mMn stark zur verletzungsvermeidung bei.

Inigo Montoya
23-07-2019, 10:11
Wenn sich tomausgraz mit der Veränderung des Dämpfers vorm 8sprung wohler und sicherer fühlt, warum ists dann falsch? Unabhängig ob die Veränderung einen tatsächlich, technischen Einfluss hat.
Fühl ich mich wohl, bin ich ich entspannt und nicht verkrampft und das trägt mMn stark zur verletzungsvermeidung bei.
weil die tatsächliche performance von gabel und dämpfer und damit der grip an vorder und hinterrad wichtiger sind als die momentane psychische verfassung.
was nutzt es dir wenn du den sprung stehst dir aber in der nächsten kurve das vorderrad wegschmiert?

mike79
23-07-2019, 10:19
weil die tatsächliche performance von gabel und dämpfer und damit der grip an vorder und hinterrad wichtiger sind als die momentane psychische verfassung.
was nutzt es dir wenn du den sprung stehst dir aber in der nächsten kurve das vorderrad wegschmiert?

Tipps das ganze gut und harmonisch einzustellen?
Hab jetzt nicht das empfinden das das Gesamtsystem bei mir harmonisch funktioniert
Wobei das größte Problem wohl am Rad sitzt :D

NoNick
23-07-2019, 10:25
weil die tatsächliche performance von gabel und dämpfer und damit der grip an vorder und hinterrad wichtiger sind als die momentane psychische verfassung.
was nutzt es dir wenn du den sprung stehst dir aber in der nächsten kurve das vorderrad wegschmiert?

Schreibt er dass das der fall ist od denkst du ein szenario weiter, dass in seinem fall vl gat nicht existiert?

m.a.r.t.i.n
23-07-2019, 11:10
weil die tatsächliche performance von gabel und dämpfer und damit der grip an vorder und hinterrad wichtiger sind als die momentane psychische verfassung.
was nutzt es dir wenn du den sprung stehst dir aber in der nächsten kurve das vorderrad wegschmiert?

Was du beschreibst gilt vielleicht für ein Downhill Rennen. Wenn man aber an einem normalen Bikeparktag auf die Schnautze fällt, weil das Fahrwerk ein paar Klicks verdreht ist, fährt man meiner Meinung nach viel zu hart am Limit.
Der Normalfall ist eher, dass du dich beim Springen vielleicht wohler fühlst, und die Kurven etwas langsamer fährst. Und wenn du dich in den Kurven wieder unwohl fühlen solltest, wirst du dein Setup wieder abändern, bis du einen guten Kompromiss hast.

Ich persönlich dreh nur sehr verhalten am Fahrwerk herum. Mir ist lieber dass es sich gewohnt anfühlt - auch wenn es nicht ganz optimal sein mag.

GrazerTourer
23-07-2019, 15:36
Was du beschreibst gilt vielleicht für ein Downhill Rennen. Wenn man aber an einem normalen Bikeparktag auf die Schnautze fällt, weil das Fahrwerk ein paar Klicks verdreht ist, fährt man meiner Meinung nach viel zu hart am Limit.

Seh ich auch so. ich hab letzte Woche so einen Tag gehabt. Das war zwar nach einem Sturz und ich war generell vorsichtiger unterwegs, aber ich war nach den ersten ~200hm sehr verunsichert. Da bin ich dann drauf gekommen, dass ich nach dem Schmieröl Service vielleicht auch wieder ein bisserl Zugstufendämpfung rein geben sollt bei der Gabel *gg* Ohne Zugstufendämpfung fährt es sich...hm...bescheiden. Wennst dann auch noch mental gerade ein Tief hast, ist das eine dumme Kombi *gg*

m.a.r.t.i.n
23-07-2019, 19:08
Was wohl auch das Verletzungsrisiko reduziert, wäre ein Sturztraining so wie Daniel Schäfer das beschreibt, könnte ich das eigentlich Mal ein bißchen üben. Am Besten gleich mit dem Sohnemann..
https://youtu.be/luPTX94MuYw

GrazerTourer
24-07-2019, 08:46
Achja, was ich vergessen hab: wenn ich eine Rennrad Runde mach, hab ich immer das Live Tracking von Garmin an und schick den Link meiner Frau. Beim MTBen is es meistens eindeutig wo ich bin, aber beim Rennrad überhaupt nicht.

trailmaster
24-07-2019, 10:50
Achja, was ich vergessen hab: wenn ich eine Rennrad Runde mach, hab ich immer das Live Tracking von Garmin an und schick den Link meiner Frau. Beim MTBen is es meistens eindeutig wo ich bin, aber beim Rennrad überhaupt nicht.
Das ist bei dir in der Ecke anscheindend echt notwendig: https://steiermark.orf.at/stories/3005740/

Zum Thema:
Standardmäßig fahr ich möglichst viel an Protektoren und versuch die ersten 2 Runs nicht zu übertreiben. Ob ich im Park was Neues probiere, hängt von der Tagesverfassung ab.

Ich achte immer darauf wie das Rad klingt bzw. auf die Geräuschkulisse. Wenn da was anders ist als sonst, hat´s, bei mir zumindest, immer irgendwas.

marty777
24-07-2019, 10:51
am rennrad: tagfahrlicht. blinkend.zufallsmuster.
der seitenabstand beim überholen wird grösser, autotueren bleiben zu, und querverkehr steht frueher.

Der Vollständigkeit halber:
In Österreich ist ein Blinklicht am Lenker verboten (nur Dauerlicht erlaubt).
Man "darf" aber genügend Abstand zu parkenden Autos halten (ich orientiere mich an der rechten Spurrinne in der Fahrbahn der Autos). Damit wird man auch kaum mehr überholt.

innocenta
24-07-2019, 12:02
im bikepark bin ich nicht unterwegs, aber passieren kann eh überall und immer was. Pech gehört halt auch dazu - hab ich mal beim schifahren erfahren müssen...unhappy triad im knie mit 2jährigem Reha-verlauf.

hats schon wen mit dem rucksackprotektor zerlegt und is der empfehlenswert? ich hab mich damals wegen dem gewicht dagegen entschieden.

voriges jahr hab ich zum 40er einen bell helm mit abnehmbaren kinnschutz geschenkt bekommen. ja, schaut am hardtail vielleicht lächerlich aus. aber in saalbach hab ich ihn mir für hacklbergtrail und co. gerne aufgeschnallt und man hat damit ein gutes gefühl. :-) wie hat meine Freundin gesagt: ein Körperteil kannst wieder annähen, aber beim gesicht machen wir keine Kompromisse :-)))))
und sonst fahr ich halt einfach angepasst (mit hardtail bist eh sowieso bissl eingeschränkt :-)). wirklich wildes is mir gsd noch nie passiert. steig aber auch jeden tag aufs Pferd, da kann auch immer was passieren. das darf man glaub ich nicht so im kopf haben.

innocenta
24-07-2019, 12:12
204134

:d:d:d

Bernd67
24-07-2019, 12:50
Helm, Handschuhe, Brille dürfen nie fehlen.

Im Alltag fahr ich fast immer mit Helm.

Bei hochalpinen Wochentouren Knie und Schienbeinprotektoren mit (hatte 2x ein ordentliches Cut am Knie, wegen unfreiwilligen Kniefall auf einen spitzen Stein). Protektorrucksack fürs Kreuz hab ich seit unlängst.

In Bikeparks je nach Anforderung bis zu "Vollpanzerung".

@hermes: deine Bekannte unterschätzt die Gefahren des Straßenradelns ....."normales" MTBen ist nicht so schlimm wie man glaubt.

Zu hohe Speed ist weder auf Straße noch offroad meins (einen Highspeed Abflug am Schotterwwg hatte ich einmal- zum Glück nur Bauchfleck am Schotter mit Jacke an)


i

ps: ich dachte immer, porsche hat eh shice bremsen ;)

Ist mir mal eingefallen: wenn man beim Porsche den ersten und den letzten Buchstaben weglässt........................... :devil:

m.a.r.t.i.n
16-12-2019, 16:56
Hier hat ein Segelflieger versucht Sportarten in ein Risiko-Verhältnis zu setzen. https://chessintheair.com/the-risk-of-dying-doing-what-we-love/

Downhill Mountainbiken wird da in etwas so gefährlich eingestuft wie freies Fliegen und Fallschirmspringen. Man kann jetzt sagen, die Berechnungsmethode (Todeswarscheinlichkeit/Stunde Sportausübung) lässt keinen ordentlichen Vergleich zu, oder die Datenbasis sei schwach.

Aber ich denke es stimmt schon, dass Downhill Mountainbiken und vielleicht auch das normale Mountainbiken mehr als nur alltägliches Risiko bergen, und deshalb auch anders gemanagt werden sollte als alltägliche Risiken. Wenn ich mit den Verletzungsthread anssehe, und beobachte wie oft die bekannten MTB Youtuber eigentlich so verletzt sind, bestätigt sich das..

GrazerTourer
09-01-2020, 13:20
Hier hat ein Segelflieger versucht Sportarten in ein Risiko-Verhältnis zu setzen. https://chessintheair.com/the-risk-of-dying-doing-what-we-love/

Downhill Mountainbiken wird da in etwas so gefährlich eingestuft wie freies Fliegen und Fallschirmspringen. Man kann jetzt sagen, die Berechnungsmethode (Todeswarscheinlichkeit/Stunde Sportausübung) lässt keinen ordentlichen Vergleich zu, oder die Datenbasis sei schwach.

Aber ich denke es stimmt schon, dass Downhill Mountainbiken und vielleicht auch das normale Mountainbiken mehr als nur alltägliches Risiko bergen, und deshalb auch anders gemanagt werden sollte als alltägliche Risiken. Wenn ich mit den Verletzungsthread anssehe, und beobachte wie oft die bekannten MTB Youtuber eigentlich so verletzt sind, bestätigt sich das..

Hmmm. eigentlich reicht da eine simple FMEA (https://en.wikipedia.org/wiki/Failure_mode_and_effects_analysis).

Sprich, das Produkt aus: Bedeutung ("Schwere") x Auftretenswahrscheinlichkeit x Detektierbarkeit

Wie schwer ein Fehler ist, ergibt sich teilweise aus der Sportart selbst. Ein Unfall mit einem Segelflieger ist meist sehr schwer bzw verläuft tödlich, während ein Radlunfall das eher nicht ist. Ich würd per se keine Sportart ausüben, wo fast jeder Fehler tödlich endet. Insofern kann DH MTB un Segelfliegen für mich nicht gleich risikohaft sein. Niemals. Skitouren gehen ist doch genauso wesentlich gefährlicher. Das Verletzungsrisiko ist bergab ähnlich wie beim DHlen (kommt immer auf die Fahrweise drauf an), jedoch hast du andere Faktoren die für sich schon eine riesen Gefahr bergen, die aber nicht in deinem direkten Einflußbereich sind. Sich nur Todeszahlen anzuschauen finde ich falsch.

Das was er da an Wahrscheinlichkeiten ausrechnet ist doch sehr seltsam. 2.9% Wahrscehinlichkeit in den nächsten 1000h beim MTBen zu sterben? Gleic wie beim Pragleiten? Aber nie im Leben....

m.a.r.t.i.n
09-01-2020, 15:22
Das was er da an Wahrscheinlichkeiten ausrechnet ist doch sehr seltsam. 2.9% Wahrscehinlichkeit in den nächsten 1000h beim MTBen zu sterben? Gleic wie beim Pragleiten? Aber nie im Leben....

Naja er schreibt ja nicht MTBen sondern Downhill MTB. Wenn man nur die Zeit rechnet die man tatsächlich Downhill verbringt schafft man vielleicht so 2h/Tag. Das heißt 3% dass man in den kommenden 500 Bikeparktagen tödlich verunglückt. Das ist ein Zeitraum von 10-20 Jahren Bikeparkfahren.
Der Artikel behauptet also aus 30 - 50 Downhillern erwischt es im Schnitt einen in seiner Bikeparkkarriere. Ob das realistisch ist?
Die Bikeparkbetreiber werdens wissen (aber nicht so gern verraten)

Wie auch immer - ich glaube auch dass die Statistik übertrieben ist. Aber in Wahrheit ist es egal üb es 2,9 oder 1% ist. Mit Sicherheit ist Downhill ein viellfach höheres Risiko als die alltäglichen Risiken mit denen wir im restlichen Leben umgehen - die wie eben das Fliegen in den Urlaub..

GrazerTourer
09-01-2020, 16:24
Naja er schreibt ja nicht MTBen sondern Downhill MTB. Wenn man nur die Zeit rechnet die man tatsächlich Downhill verbringt schafft man vielleicht so 2h/Tag. Das heißt 3% dass man in den kommenden 500 Bikeparktagen tödlich verunglückt. Das ist ein Zeitraum von 10-20 Jahren Bikeparkfahren.
Der Artikel behauptet also aus 30 - 50 Downhillern erwischt es im Schnitt einen in seiner Bikeparkkarriere. Ob das realistisch ist?
Die Bikeparkbetreiber werdens wissen (aber nicht so gern verraten)

Wie auch immer - ich glaube auch dass die Statistik übertrieben ist. Aber in Wahrheit ist es egal üb es 2,9 oder 1% ist. Mit Sicherheit ist Downhill ein viellfach höheres Risiko als die alltäglichen Risiken mit denen wir im restlichen Leben umgehen - die wie eben das Fliegen in den Urlaub..

Ja, man ha sicher ein deutlich erhöhtes Verletzungsrisiko, dass nicht zu vernachlässigen ist. Aber das Streberisiko ist denke ich immer noch mega klein *gg*

makamida
13-01-2020, 11:09
Ich bin auch eher vorsichtig, interessanterweise bin ich aber im Park schneller unterwegs als mit dem Enduro, weil ich mich auf dem DH-Bike und mit der ganzen Sicherheitsausrüstung sicherer fühle... Aber ehrlich, wenn ich im Alltag am Ring-Radweg oder am Donaukanal fahre, denke ich mir oft, dass mein Unfallrisiko da sehr viel höher ist, als im Wald oder im Bikepark... da sind eben alle unkonzentriert...
Schönen Tag,
Margarete

m.a.r.t.i.n
14-01-2020, 09:56
Ich denke man hat einfach vor Unfällen die ein Fremder verursacht mehr Angst, als vor selbstverschuldeten. Wieso eigentlich? Weil man denkt eigene Fehler sind besser vermeidbar als fremde Fehler. Sind sie aber auch nur begrenzt vermeidbar..

Meister-Yoda
14-01-2020, 10:24
So ganz kann ich mich mit der Statistik nicht anfreunden! Ich bin vom 21ten bis zum 31ten Lebensjahr sehr insteniv den Klettersport nachgegangen. Mit meinen schwersten Touren war ich schon am oberen Ende angesiedelt, doch gab es in meinem damaligen Bekanntenkreis (Klettern ohne Schitouren) keinen tötlichen Unfall und auch keine sehr schwere Verletztung! Wenn ich nun jetzt in meinen Bekanntenkreis (Radfahren) schaue, da hat es schon einige Radfahrer erwischt! Schwere Unfälle meist auf der Straße, beim MTB meist kleinere Verletzungen.
Ich hatte und habe das Glück, mich weder beim Klettern noch beim Radfahren, schwer oder mittelschwer Verletzt zu haben.

m.a.r.t.i.n
14-01-2020, 12:09
Ja die Methode mit dem Bekanntenkreis finde ich auch grundsätzlich nicht schlecht. Da es immer schwer ist heraus zu finden wieviele aktive Sportler es in der jeweiligen Sportart gibt tun sich die Statistiken da schwer.
Ein Segelflieger hat auf diese Weise mal mit der dummen und falschem Aussage: Die Fahrt zum Flugplatz gefährlicher als der Flug, aufgeräumt.
wenns wen interessiert: https://www.afg.ethz.ch/wp-content/uploads/documents/saferflying/Sicherheit_beim_Fliegen.pdf

Ich kenne aber niemanden (außer mich selber), der sich beim Radfahren schon schwer verletzt hat. Das liegt aber daran, dass ich einfach wenig Radfahrer kenne, weil ich das in meiner knappen Zeit meistens alleine mach. (Deshalb tausche ich mich hier wohl so gerne mit "meinen falschen Freunden" aus. :) )

Aber wenn ich mir die 3 deutschen MTB Youtuber ansehe, ist von denen eigentlich oft wer verletzt... (Leo Kast, Fabio Schäfer, Simon Cycle)... Naja Lukas Knopf tut sich zum Glück wenig weh - aber der ist noch mehr eine andere Liga...

Meister-Yoda
14-01-2020, 13:04
alleine in unserer Firma gibt es einige Radfahrer, sportlich ambitonierte, die schwere Unfälle mit dem Rennrad hatten. Meist in Verbindung mit einem Auto.

Beim Klettern ist es ja so, dass man es "grundsätzlich" nicht alleine betreiben kann, ausser man klettert immer nur freesolo, kannte ich aber keinen.

ruffl
14-01-2020, 13:16
Ich denke man hat einfach vor Unfällen die ein Fremder verursacht mehr Angst, als vor selbstverschuldeten. Wieso eigentlich? Weil man denkt eigene Fehler sind besser vermeidbar als fremde Fehler. Sind sie aber auch nur begrenzt vermeidbar..


Ich kann dazu nur von meiner Ski Erfahrung berichten. Bei den prozentual wenigen Skitagen die ich im Gebiet verbringe war ich bei bereits 3 Todesfällen durch Fremdbeteiligung als Passant dabei.
Wenn ich eine ambitionierte Line in den Westalpen befahre setzte ich mich zwar statistisch einem höheren Risiko aus hab es aber zu 100% in der Hand ob ich durch Eigenverschulden sterbe oder nicht.
Den Moment indem dich der 2,5m lange Holländer von hinten niederstreckt kannst du nicht selbst beeinflussen. Durch mentale Stärke und abrufen der Fähigkeiten kann ich den Moment indem ein Sturz zu 100% tödlich enden würde aber sehrwohl beeinflussen.

Für mich persönlich ist die Gefahr durch externe Einflüsse weit beängstigender als die Gefahr wegen mir selbst zu verunfallen.

GrazerTourer
15-01-2020, 09:25
Für mich persönlich ist die Gefahr durch externe Einflüsse weit beängstigender als die Gefahr wegen mir selbst zu verunfallen.

Für mich auch. Darum werd ich niemals ein Rennradler werden.

Das Gruseligste für mich waren die 24h MTB Rennen in München. Was da manche für ein unglubliches Risiko eingehen war sagenhaft. Ein paar Meter von unserem zelt weg war einer mit Verdacht auf genickbruch am Boden... dem ist ein anderer in seinm Stress zur Wechselzone ins Radl gerannt.

m.a.r.t.i.n
15-01-2020, 10:22
man darf nur nicht den Fehler machen, das Risiko deswegen geringer ein zu schätzen, nur weil man es selber in der Hand hat. Man darf nicht automatisch davon ausgehen weniger fehleranfällig zu sein als die anderen.
Dem Irrglauben verfällt man aber z.B. im Straßenverkehr sehr schnell. Da man im Straßenverkehr auf sehr viele andere trifft, sieht man bei den anderen auch mehr Fehler als bei einem selbst, sodass man den Eindruck hat, man würde sich überdurchschnittlich gut im Straßenverkehr bewegen.
Wenn man aber täglich ein paar 100 Autofahrern begegnet, und jeden Tag einmal einen Fehler mitbekommt, dann machen die anderen diesen Fehler, der einem selber vielleicht 1-2 mal im Jahr passiert - und schnell wieder vergessen ist - eh auch nicht öfter..

Aramis
23-01-2020, 22:12
Das Thema passt ja genau zu einer Umfrage die derzeit an der Sportuni Salzburg durchgeführt wird. Im Zuge eines Projekts wurde ein Fragebogen für Downhiller oder alle die schon mal einen Bikepark besucht haben oder regelmäßig besuchen entworfen. Falls sich da jemand angesprochen fühlt dann bitte das Projekt unterstützen und den Fragebogen ausfüllen und/oder an Personen weiterleiten für die dies zutrifft:

https://www.facebook.com/GoodRideInterreg/

yellow
13-02-2020, 16:58
Krass...
da soll es doch tatsächlich Leute geben, die haben gar kein Facebook
(und auch viele die sich angeblich aus irgendwelchen Datenbedenken abgemeldet haben sollen),
die können Dir/Euch gar nix reintippen in so eine Umfrage