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Geschrieben

Mit etwas Verzögerung noch eine Fotolieferung zu meinem Lieblingsthema der letzten acht Tage: die Tet-Vorbereitungen in Vietnam.

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Die allerorts feil gebotenen, dann durch die Städte chauffierten Zitrusbäume aller Art - von kleineren Qumkwat- und Mandarinensträuchern bis zu mehreren Meter hohen Pampelmusenbäumen - und rosa knospenden Pfirsichbäume sowie die zugehörigen Settings waren veritable Stimmungsaufheller angesichts der grauen trüben Tage.

 

 

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Geschrieben

Der Tag sollte mit einem Kaffee (den es beim - bescheidenen - Frühstücksbuffet nicht gegeben hat) beginnen. Also auf in ein "Lucky Kaffee" (3. Foto), die Hardware stimmt schon mal. Auch steht Cappuccino und Espresso zweisprachig auf der Karte - also bestellt. Auf dem Handy der Bedienung kann ich noch alles mögliche aussuchen, bestehe aber auf dem was auf der Karte steht. Wir bekommen einen riesigen, sogar halbwegs trinkbaren Cappuccino und ein ebenso großes Kakaogetränk - dafür ist das alles viel billiger als auf der Karte steht (?). So gestärkt radeln wir zuerst an tanzenden Senioren vorbei, dann nach Durchquerung eines riesigen Industriegebiets durch die Landschaft bis zu einem Polizeiposten vor einer Ortseinfahrt, wo der übliche Passcheck etwas länger dauert. Verkehr übrigens sehr gesittet,  was deshalb nicht weiter verwunderlich ist, weil es andauernd irgendwo blitzt und blinkt. Am vorletzten Foto beachte man die deckenartigen Überzüge, nit denen sich die Leute hier vor der Kälte (es hat tagsüber knapp unter 20 Grad) am Moped schützen.  

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Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb Golo:

Der Tag sollte mit einem Kaffee (den es beim - bescheidenen - Frühstücksbuffet nicht gegeben hat) beginnen. Also auf in ein "Lucky Kaffee" (3. Foto), die Hardware stimmt schon mal. Auch steht Cappuccino und Espresso zweisprachig auf der Karte - also bestellt. Auf dem Handy der Bedienung kann ich noch alles mögliche aussuchen, bestehe aber auf dem was auf der Karte steht. Wir bekommen einen riesigen, sogar halbwegs trinkbaren Cappuccino und ein ebenso großes Kakaogetränk - dafür ist das alles viel billiger als auf der Karte steht (?). So gestärkt radeln wir zuerst an tanzenden Senioren vorbei, dann nach Durchquerung eines riesigen Industriegebiets durch die Landschaft bis zu einem Polizeiposten vor einer Ortseinfahrt, wo der übliche Passcheck etwas länger dauert. Verkehr übrigens sehr gesittet,  was deshalb nicht weiter verwunderlich ist, weil es andauernd irgendwo blitzt und blinkt. Am vorletzten Foto beachte man die deckenartigen Überzüge, nit denen sich die Leute hier vor der Kälte (es hat tagsüber knapp unter 20 Grad) am Moped schützen.  

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Man beachte die Dichte der jeweiligen Elektrofahrzeuge im Bild

Geschrieben

Ja - hier ist die Hälfte der Autos und fast alle 2Räder elektrisch. Allerdings wird viel weniger bis kaum gehupt (im Vergleich zum sonstigen SO-Asien) und die Dinger hört man nicht. Wir sind (der Einfachkeit halber, das Hotel ist sehr gut mit gratis Waschmaschine und Trockner, 22 Euro mit Frühstück ist für den Standard geschenkt) in Qinzhou geblieben und haben die südliche Umgebung erkundet. Nicht aufregend-eher eine einzige große Baustelle- nur der Abstecher in ein Mangroven Vogelschutzgebiet war ganz nett. (Sogar mit ein paar km Gravel, absolute Seltenheit hier, da - wie in Vietnam - fast alles asphaltiert oder betoniert ist). Die roten Zettel an der Wand am 4. Foto scheinen eine Art Amtstafel zu sein.

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Geschrieben
Am 11.2.2026 um 19:36 schrieb NoNick:

Ist das MÜLL am strassenrand? In CHINA?!?!

Kein Unterschied zu den anderen Ländern hier. Im Zentrum und vor Amtsgebäuden und Denkmälern blitzsauber aber in der Peripherie und in der Pampa liegt oft Müll. Die 3 Fotos sind iauf 10 km aufgenommen, könnte natürlich täglich 100e liefern. Es ist aber nicht so, dass es keine Müllabfuhr oder Mülltonnen gäbe (das gibt es sogar in Laos), aber entweder zu viel Müll oder zu wenig oft entleert oder beides. Die Bewusstseinsbildung wird bei vielen noch dauern.

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Geschrieben
Am 13.2.2026 um 17:01 schrieb Golo:

 Müllabfuhr 

Gibt's - und grenzt angesichts der Müllberge schon an Sisyphos-Arbeit.

 

Hier 2 Fotos aus beliebigen vietnamesischen Städten:

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Diese Kompanie entsorgt Müllberge der Kreuzfahrtschiffe in der Halong-Bucht : 

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Und so schaut die Flotte der Müllabfuhr in Qinzhou (China) aus:

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Last, but not least: Die Vorarbeit - Einsammeln des Mists am Strand oder Straßenrand, Trennen, Abliefern ... - wird zumeist von sehr armen Menschen übernommen, die sich so ein bissl Geld dazu verdienen. 

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Geschrieben

Wir sind jetzt wieder in Vietnam. Die Rückfahrt zur Grenze war abschnittsweise landschaftlich annehmbar - aber es gibt sicher schönere Ecken in China. Überraschend war nur wie viel Platz den 2Rädern zur Verfügung steht - zumindest in dem Eck sind die Überlandstrassen grosszügigst ausgebaut. In Vietnams Grenzstadt haben wir einen fast sofort abfahrenden Minibus nach Hai Phong gecheckt (Radmitnahme war kein Problem) und uns so die Rückfahrt auf schon bekannter Strecke erspart. Jetzt geht es wieder Richtung Süden weiter, da wegen Tet die laotische Botschaft in Hanoi die ganze Woche geschlossen hat und wir eine Grenze mit VOA brauchen. 

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Geschrieben

Ein trauriges Kapitel ist der Kaffee in China - mit ein paar Bildern gibt es so etwas wie einen Cappuccino (fast 1/2 Liter drunter geht es nicht). T0s Wunsch nach einem Espresso (der oft auch so auf der Karte steht) endete immer in einem Desaster (einer Menge schwachbrauner Flüssigkeit,  die man mit viel Wohlwollen noch als Nachmittagskaffee der herzkranken Oma betrachten kann). Die anderen Bilder sind wieder aus Vietnam,  da ist das Kaffeeproblem zwar auch vorhanden, aber in den größeren Orten lösbar.

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Geschrieben

Ein paar Fotos von unserem heutigen Besuchs eines Tempels in der Nähe von unserem Übernachtungsort Phu Ly. Wir haben mit einem kurzen Stop gerechnet- aber die Besichtigung war eine mehrstündige Aktionmit 2 x Bootsfahren und 200 HM in Radschuhen. 

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Geschrieben

Momentan kommen wir nur schleppend voran Richtung Süden/laotische Grenze. Vor allem gestern hat sich anfängliches Nieseln zu einem einstündigen Landregen entwickelt,  den wir mitten im Nirgendwo abwarten mussten und haben uns dann in der nächsten Stadt ein Zimmer gesucht (was jetzt zu Tet nicht so einfach wie sonst ist). Heute ist es beim zeitweiligen Nieseln geblieben und das war gut so - einige der sonst so seltenen Gravelabschnitte waren überraschenderweise dabei. Auf dem nur ganz leicht feuchten Boden sogar gut zu fahren. Vor einem ernstzunehmenden Schauer haben wir dann 1) ein ungarisch/franz. Pärchen auf 50 kg - Rädern, die schon 2 Jahre unterwegs sind, getroffen und 2) noch trocken die Stadt Hac Thanh erreicht. Morgen soll sich das Wetter bessern - schauen wir mal 

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Geschrieben (bearbeitet)

TENUL HAT NEUE SOCKEN!!!! 

 

Hab ich glaubt. Mir hats die gestreiften so ins Gedächtnis gebrannt, dass ich echt glaubt hab, Sie trägt zum ersten Mal andersfärbige ... 🤦‍♂️

Aber, der Irrtum hatte was Gutes. Hab den ganzen Thread jetzt von Anfang an nochmal durchgschaut. Wie reiseführer lesen, ohne immer einen Tag auf die Fotos des nächsten Tages warten zu müssen :D 

 

Bearbeitet von shroeder
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb feristelli:

Den ganzen Thread noch einmal von vorne ... und immer voller Fokus auf die Socken ... naja, wie Reiseführer lesen eben 🤔

 

:D

 

Nachdem ich das Thema quasi studiert hab kan ich dir versichern, dass man ned auf allen Bildern Socken sieht :look:

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb shroeder:

Nachdem ich das Thema quasi studiert hab kan ich dir versichern, dass man ned auf allen Bildern Socken sieht :look:

Ob du es glaubst oder nicht: ich hab sogar eine ziemliche Auswahl an Socken mit (zu viele). :))

Da das Gewand nach Wetter ausgewählt wird, haben sich während der "Kältewelle" der letzten Wochen die hohen gestreiften Socken bestens bewährt. Zudem ist es einfacher, nach dem Laundryservice wieder dieselben Teile anzuziehen als jedesmal den Tailfin zu durchstöbern und neu zu sortieren.

Geschrieben

Gestern haben wir übrigens nach gefühlt 1000 Kilometern endlich wieder ein gut ausgestattetes Radgeschäft gefunden, um zwei dringend benötigte Schläuche zu kaufen. 

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Zwar hatten wir bis dato nicht übermäßig viele Pannen, allerdings ist die Versorgungslage mit geeigneten Gravel-/Rennrad-/29er-Schläuchen überraschender Weise mehr als mau.

Natürlich gibt es Butylschläuche zu kaufen. Aber - wer hätte das gedacht? - die Vietnamesen verbauen sogar in den stylischsten Rennradfelgen zu 90% Autoventile!

So mussten wir bis jetzt also fleißig unsere Schläuche picken / picken lassen - mehr als uns lieb war. (Vulkanisiert wird hier fast gar nicht mehr, auch die Reifentandler arbeiten mit Pickzeug.)

PS: Mit dem Tubolito-Setup bin ich übrigens auch eingefahren, weil beide meiner Ventilschäfte undicht wurden und nirgendwo Schraubensicherung zwecks Selbsthilfe aufzutreiben war.

 

 

 

Geschrieben

Eine Fahrtunterbrechung erfolgte durch eine Einladung und spontane Führung in einem Kloster - der Mönch (oder Abt ?) war ein netter Typ und wollte uns nach einem Imbiss noch eine Riesenschachtel Süßigkeiten mitgeben - haben wir im Hinblick auf die Platzkapazitäten abwehren können. Gemeinsames Foto muss aber immer sein. Heute haben wir kurz einem Volleyball-Turnier (tolle Stimmung, die ganze Umgebung vom Kleinkind bis zur Uroma haben zugeschaut) beigewohnt und beim nächsten Kloster gab es scheussliches, aber vielfärbiges Eis.

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Geschrieben
Am 22.2.2026 um 19:03 schrieb Golo:

Eine Fahrtunterbrechung erfolgte durch eine Einladung und spontane Führung in einem Kloster - der Mönch (oder Abt ?) war ein netter Typ und wollte uns nach einem Imbiss noch eine Riesenschachtel Süßigkeiten mitgeben - haben wir im Hinblick auf die Platzkapazitäten abwehren können. Gemeinsames Foto muss aber immer sein.

Paar Fotos auch dazu - das Kloster geht übrigens aufs 17. Jh zurück, wurde aber während des Krieges fast vollständig zerstört. Bis auf wenige Details - etwa eine große Glocke oder die geschnitzten Türen des Haupttempels - wirkt die Anlage daher auf den ersten Blick wie neu, wenngleich sie im historischen Stil errichtet wurde.

 

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Geschrieben

Die Fahrt nach Süden ist jetzt beendet - morgen geht es Richtung Westen zur laotischen Grenze. Da wir ja vor ein paar Wochen die gesamte Küste in die andere Richtung beradellt haben, sind wir jetzt nur die landschaftlich schönen Abschnitte am Meer gefahren und haben sonst auf der Hauptstraße Kilometer gemacht (und gegen den Wind gekämpft).

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Geschrieben

Mit den zwei KollegInnen aus China haben wir im gleichen Hotel übernachtet - auch sonst haben wir immer wieder mal Reiseradler getroffen (und heute auch einen Vietnamesen auf Titanrahmen). Und seit langem hat sich der Nebel mal verzogen und an einem sonnige Tag wirkt die Umgebung gleich etwas interessanter. 

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Geschrieben

Mit dem Verlassen der Küstenebene ändert sich die Landschaft grundlegend und die Fahrt wird anspruchsvoller. Hier an der ehemaligen Grenze N/S Vietnam waren die Kämpfe am intensivsten und entsprechend groß ist die Dichte an Gedenkstätten. 

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Geschrieben

Über eine zuerst auf 2 km sehr steile, dann nur mehr schlechte Gravelpiste seiende Nebenstrasse geht es in den Regenwald und in den Nebel bis ins geschichtsträchtige Khe Sanh.

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Geschrieben

Von dort (die Hütten waren unser Quartier,  nachdem das etwas komfortablere Hotel daneben von einer Gruppe österr. Motorradfahrer besetzt war) ging es nach dem Besuch des ehemaligen Flugfeldes mit angeschlossenem kleinen Museum dann über die Grenze nach Laos. Die teils von einer früherer Reise schon bekannte Straße sind wir noch bis Xepon (der nächste Ort mit halbwegs annehmbarem Hotel) geradelt und - nachdem die Berglanschaft in eine eher öde Savanne ausgelaufen ist - haben wir die letzten 150 km bis Savannaketh am Mekong mit dem Bus zurückgelegt (und dabei radelmässig nichts versäumt). Die südliche Straße über das Bolavenplateau und die nördliche Straße von Thakhet aus sind als Radverbindung nach Vietnam viel attraktiver (und weniger befahren).

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