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Bosch Smart System - News 2022

Bosch Smart System - News 2022

31.08.21 13:53 4.067Text: PM, NoManFotos: BoschPer 750 Wh-Akku, App-Anbindung und minimalistischer Steuerungseinheit in die Zukunft - der Motoren-Marktführer präsentiert eine neue Systemgeneration.31.08.21 13:53 4.174

Bosch Smart System - News 2022

31.08.21 13:53 4.1741 Kommentare PM, NoMan BoschPer 750 Wh-Akku, App-Anbindung und minimalistischer Steuerungseinheit in die Zukunft - der Motoren-Marktführer präsentiert eine neue Systemgeneration.31.08.21 13:53 4.174

Individueller, digitaler, mobiler, und überhaupt … abseits der gängigen Marketing-Schlagwörter sind die soeben vorgestellten Neuheiten von Bosch vor allem eines: anders. Sie arbeiten mit von den bisherigen Kommunikationsstrukturen abweichenden Standards, weshalb der Stecker des einen Systems nicht in die Ladebuchse des anderen passen, der Charger vom alten nicht mit dem neuen funktionieren, die Display-Halterung von hie nicht mit jener von da reden wird. Aber alles der Reihe nach.
Der Performance Line CX Motor wird in Details angepasst, alle anderen Bestandteile eines modernen Pedelecs – Batterie, Bedieneinheit, Display und App – erfahren für das Modelljahr 2022 maßgebliche Updates, welche das sogenannte „smarte System“ zu einer eigenen und künftig tonangebenden Produktlinie machen.

750 Wh Batterie


Für die Weichreiten-Fans an erster Stelle: Mit dem PowerTube 750 hält ein in den Rahmen integrierbarer Akku Einzug ins Portfolio, der für wirklich viele Höhenmeter und wirklich weite Strecken (max. 140 km bei Idealbedingungen, 60-100 km im gemischten "Normalbetrieb") ausgelegt ist. Die neue Lithium-Ionen-Batterie mit namensgebenden 750 Wh soll sich durch eine besonders hohe Energiedichte auszeichnen und benötigt rund sechs Stunden, um sich wieder vollständig aufzuladen und etwas mehr als zwei Stunden für 50%. Der zugehörige Charger arbeitet mit 4A, Schnellladegerät ist (vorerst) keins erhältlich.
Das neue Flaggschiff wiegt ca. 4,4 kg und baut rund 70 mm länger als der bisher größte Akku mit 625 Wh. Für die Modelljahre 2023/24 sollen auch kleinere PowerTubes (und wohl auch günstigere Displays) basierend auf dem neuen System folgen, den E-Bike-Herstellern wird die schlaue, modellabhängige Kombination des dann modularen Systems obliegen.

Neue Steuerungseinheiten

Bosch rückt allerdings weniger die neue Batterie in den Vordergrund, als das Gesamtsystem, dessen Einzelteile durch die eBike Flow App miteinander verbunden sind.
Over-the-air-Updates garantieren deren immer neuesten Stand und sollen das eBike-Erlebnis kontinuierlich und mit nur einem Fingertipp (statt wie bisher u.U. mittels Gang zum Händler) um innovative Features erweitern. Außerdem lassen sich mit der App Fahrmodi individuell anpassen (Stärke der Unterstützung, Dynamik, maximale Geschwindigkeit und maximales Drehmoment), Aktivitäten automatisch, ohne einen Startknopf drücken zu müssen, aufzeichnen und deren Daten anschließend auswerten, exportieren oder mit Fitness-Apps wie etwa Apple Health teilen.

Auf dem Homescreen (vgl. Bild Nr. 6) bündelt die eBike Flow App alle wichtigen Informationen – vom Verbindungsstatus des eBikes über die Anzeige des nächsten Service- Termins bis hin zum aktuellen Ladezustand des Akkus. Ebenso ist dort die Gesamtkilometerleistung des Antriebs ersichtlich und wie sie sich auf die unterschiedlichen Fahrmodi verteilt.
Designmäßig kann die Benutzeroberfläche übrigens vom E-Bike-Hersteller mittels Farben, Logos und Bildern modifiziert und an den eigenen Markenauftritt angepasst werden. Erhältlich ist die eBike Flow App ab Herbst 2021 zum Download für Android und iOS, vorerst in Deutsch, Englisch und Französisch, weitere Sprachen folgen. Und: Bosch verspricht für die Zukunft weitere Features, welche „das eBiken sicherer, smarter und individueller machen“, so Claus Fleischer, der hierfür in der live von der Eurobike gestreamten Präsentation mehrfach das Schlagwort „Connected Biking“ bemüht.

  • Die neue LED Remote vereint Infos zu Fahrmodi und LadestandDie neue LED Remote vereint Infos zu Fahrmodi und LadestandDie neue LED Remote vereint Infos zu Fahrmodi und Ladestand
    Die neue LED Remote vereint Infos zu Fahrmodi und Ladestand
    Die neue LED Remote vereint Infos zu Fahrmodi und Ladestand
  • ... und ist ebenso mit der eBike Flow App verbunden, wie das... und ist ebenso mit der eBike Flow App verbunden, wie das... und ist ebenso mit der eBike Flow App verbunden, wie das
    ... und ist ebenso mit der eBike Flow App verbunden, wie das
    ... und ist ebenso mit der eBike Flow App verbunden, wie das
  • tastenlose Kiox 300 Farbdisplay, das auf Wunsch weitere Daten preisgibt.tastenlose Kiox 300 Farbdisplay, das auf Wunsch weitere Daten preisgibt.tastenlose Kiox 300 Farbdisplay, das auf Wunsch weitere Daten preisgibt.
    tastenlose Kiox 300 Farbdisplay, das auf Wunsch weitere Daten preisgibt.
    tastenlose Kiox 300 Farbdisplay, das auf Wunsch weitere Daten preisgibt.

Per Bluetooth kommuniziert die Applikation mit einer weiteren Neuerung: der LED Remote. Die minimalistische Bedieneinheit signalisiert mittels LEDs in unterschiedlichen Farben die jeweils angewählte Unterstützungsstufe und dient natürlich auch dazu, diese mittels kurzem Daumendruck zu ändern. Darüber hinaus informiert sie mittels fünfstufiger Skala über den Ladezustand.
Wer mehr Daten angezeigt haben möchte, greift zum Kiox 300 Display. Auch dieses bleibt dank Over-the-Air-Updates stets aktuell und wird, selbst tastenlos, über die LED Remote gesteuert. Außerdem ist der clean designte Farbbildschirm auch mit der eBike Flow App verbunden. Für die flexible Positionierung am Lenker sorgt eine eigene Display-Halterung.


Die Drive Unit Performance Line CX erhält äußerlich einige kosmetische Änderungen, innerlich wurde die Elektronik - speziell die Verbindung zur Batterie - auf den neuen Standard umgestellt. Die restliche Hard- und Software bleibt jedoch unverändert, mithin auch die 85 Nm Drehmoment des Gen.4-Motors.
Mit Tour+ hält allerdings noch ein neuer Fahrmodus Einzug, der vor allem auf sportive Tourenbiker zugeschnitten ist. Er sorgt für mehr Reichweite durch eine höhere Eigenleistung.

Coming soon: Diebstahlschutz

Für die nähere Zukunft verspricht Bosch außerdem weitere Funktionen, welche an die Nachrüstung mit dem sogenannten ConnectModule gekoppelt sein werden – allen voran ein akustischer Alarm, um bei unauthorisierter Bewegung des E-Bikes ev. Diebe abzuschrecken sowie eine Tracking-Funktion in der App, um den ungewollt genommenen Weg des Rades gegebenenfalls nachverfolgen zu können.
Auch Features wie ein SOS-Ruf oder die Kompatibilität mit elektronischen Schaltlösungen sind laut Fleischer bereits in Arbeit, nicht alle künftigen Funktionen werden gratis sein. Langfristig gedacht, sieht der Geschäftsleiter im eBike der Zukunft einen voll vernetzten, digitalen Hub, der sich auf Basis von Daten auf die persönlichen Bedürfnisse der Fahrer*innen einstellt. „Es passt sich unserem Fahrstil an, schlägt Routen vor, die uns Spaß machen und leitet uns sicher von A nach B. Es lernt unsere Vorlieben und Interessen kennen und bietet so ein perfekt auf uns zugeschnittenes eBike-Erlebnis“, erklärt Fleischer.

Harter Schnitt

Das aktuelle System wird laut dem Geschäftsleiter von Bosch eBike Systems in der Produktion für den OEM-Bereich noch zwei bis drei Jahre koexistieren. Anschließend wird auf das für die Ersatzteilversorgung nötige Niveau reduziert.
Software-Updates für aktuelle Produkte sollen in den nächsten Jahren nur noch erfolgen, sofern mit sinnvollem Ressourcen-Einsatz machbar. Jüngstes Beispiel: die ebenfalls auf der Eurobike präsentierte Wettervorhersage-Funktion am Nyon-Computer.


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