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Evil Eye Vizor HR Pro

Evil Eye Vizor HR Pro

20.06.22 08:30 493Text: NoManFotos: Erwin HaidenMade in Linz und loved by NoMan: die Halbrand-Brille mit großem Sichtfeld und kleinem Rahmen für alles zwischen langem Trailabenteuer und kurzem Ortstafelsprint. 20.06.22 08:30 1.010

Evil Eye Vizor HR Pro

20.06.22 08:30 1.0101 Kommentare NoMan Erwin HaidenMade in Linz und loved by NoMan: die Halbrand-Brille mit großem Sichtfeld und kleinem Rahmen für alles zwischen langem Trailabenteuer und kurzem Ortstafelsprint. 20.06.22 08:30 1.010

Der Zeitgeist ist ein Hund. Aktuell gebietet er, sich in Sachen Augenschutz riesige, bunt spiegelnde und jedenfalls einteilige Gläser auf die Nase zu klemmen, gehalten von möglichst auffällig geformten Rahmen und gepaart mit einem Gesichtsausdruck, der auch die überzogendste Inszenierung für die Social Media dieser Welt noch als täglich übliche Routine erscheinen lässt.
Aber gut, man muss die Trends der Stunde ja nicht allesamt mitmachen. Und mitunter könnte man nicht mal, wenn man wollte – Stichwort Physiognomie.
Nehmen wir z.B. das durchaus vorkommende Faktum, das jemand, unabhängig von den markant vorstehenden Knochen und Knorpeln, welche es darin sonst noch so gibt, ein sehr schmales Gesicht hat. POC Devour? Völlig lächerlich in einer solchen Visage. Oakley Sutro? Vergiss es lieber gleich. Davon abgesehen, dass all diese und etliche andere Styler-Brillen aufgrund ihrer breiten Rahmen einfach vom grundsätzlich kleinen Kopf plumpsen.

Stylish, trotzdem schmal

Auftritt Evil Eye mit dem Halbrand-Modell Vizor HR, alternativ – und dann ohne dem HR-Kürzel im Namen – auch mit Vollrand-Gestell zu haben.
Dieses verfügt nämlich nicht nur über einige der oben erwähnten Must-Haves (verzichtet dankenswerter Weise aber auch auf manche), sondern weist in Größe S auch nur die vergleichsweise geringe Rahmenbreite von 130 mm auf. Das sind beispielsweise 7 mm weniger als beim Performance-Modell Traileye und immerhin noch 6 mm mehr als bei der in XS erhältlichen „Jugendbrille“ Trace NG.
Erziehungsberechtigtenehre gerettet, Poser-Minimalanforderungen erfüllt.

In der zweiten erhältlichen Größe misst die Vizor 135 mm. Anders formuliert: Für breite Vollmond-Gesichter wird das Modell auch in L kein perfect match.
Wer sich bezüglich Optik daheim im stillen Kämmerlein ein Bild machen möchte, kann die Brille sozusagen online probieren. Sie zählt nämlich zum – kontinuierlich wachsenden – Kreis jener Modelle, für die Evil Eyes virtueller Try-On funktioniert.
Zu haben ist die Halbrahmenbrille in sechs feschen Farben um 225 bzw. 289 Euro, abhängig von der inkludierten Filtertechnologie (Details s.u.).

 Riesiges Sichtfeld, hohe Flexibilität, zurückhaltendes Design 

Was wir mögen

Der Rahmen besteht, wie immer bei Evil Eye, aus dem robusten und leichten PPX-Material. Er wird ebenso im Silhouette-Werk im oberösterreichischen Linz gefertigt wie die großflächigen Polycarbonatscheiben, die er obenrum umschließt.
Anders als bei der ebenfalls mit durchgehenden Gläsern ausgestatteten Traileye verschwindet die Nasenauflage nicht vollständig hinter den Filtern; auch sind Letztere an den äußeren Ecken kantig nach oben gezogen. Beides unterstützt einen etwas kompakteren, zurückhaltenderen Eindruck - zumal auch die obere Fassung recht dezent geformt ist.

An den Bügeln hingegen wird die Vizor HR flächig-breit. Seitlich trotzdem schmal ausgeführt, schlüpfen die angenehm gekrümmten Haltevorrichtungen gut und druckfrei auch unter Helme, deren Schläfenschutz so tief ansetzt, wie bei All Mountain- bzw. Enduro-Modellen der Fall.
Aber auch für Einsätze auf der Straße ist die Brille wunderbar geeignet. In tief geduckter Körperhaltung von anderen Verkehrsteilnehmern dauergefährdet, lernt man das riesige Sichtfeld besonders zu schätzen.

Flexibler Durchblick

Funktionell ist alles an Bord, was man von Evil Eye kennt und sich von einer Sportbrille dieser Preisklasse erwartet:
  • Tri.Fit: Ermöglicht die Einstellung des Winkels von Filter zu Bügel in drei unterschiedlichen Positionen zur Individualisierung der Passform und Anpassung an verschiedene Sportarten.
  • Double-snap nose bridge: Die Nasenauflage kann in zwei unterschiedliche Positionen eingestellt werden. Weiche und zugleich rutschfeste Materialien garantieren bequemen Sitz und sicheren Halt.
  • Sweat bar: Ein (abnehmbares) Stirnpolster verhindert, dass Schweiß in die Augen gelangt.
  • Lens lock-system: Die technisch ausgefeilte Filter-Fixierung garantiert sicheren Halt und gleichzeitig einen einfachen Wechsel der Filter. Mit dickeren Handschuhen ist die hier vorliegende Version allerdings etwas fummelig zu bedienen.
  • Traction grip: Die Schuppenstruktur an den Bügelenden sorgt für einen sicheren und rutschfesten Sitz der Brille.
  • Quick release hinge: Bei hoher Belastung löst sich der Bügel vom Rahmen, anstatt zu brechen. Er kann sofort und einfach wieder eingeklickt werden.
  • Ventilation system: Die Belüftungstechnologie lenkt die Luft so, dass eine Beeinträchtigung der Sicht verhindert, Feuchtigkeit abgeleitet und ein Beschlagen des Filters verringert wird – und zwar jeweils sehr effektiv. Probleme mit unerwünschtem Luftzug, v.a. für Linsenträger ein wesentlicher Faktor, traten keine auf.
  • Die Bügel sind Die Bügel sind
    Die Bügel sind
    Die Bügel sind
  • dreifach verstellbar,dreifach verstellbar,
    dreifach verstellbar,
    dreifach verstellbar,
  • die Nosepads zweifach.die Nosepads zweifach.
    die Nosepads zweifach.
    die Nosepads zweifach.
  • Verriegelung aufklappen (mitunter fummelig),Verriegelung aufklappen (mitunter fummelig),
    Verriegelung aufklappen (mitunter fummelig),
    Verriegelung aufklappen (mitunter fummelig),
  • Scheibe aus der oberen Fassung ziehen:Scheibe aus der oberen Fassung ziehen:
    Scheibe aus der oberen Fassung ziehen:
    Scheibe aus der oberen Fassung ziehen:
  • der Schnellwechsel-Mechanismusder Schnellwechsel-Mechanismus
    der Schnellwechsel-Mechanismus
    der Schnellwechsel-Mechanismus
  • Der Schweißfänger ist abnehmbar.Der Schweißfänger ist abnehmbar.
    Der Schweißfänger ist abnehmbar.
    Der Schweißfänger ist abnehmbar.
  • Der Bügel löst im Sturzfall aus,Der Bügel löst im Sturzfall aus,
    Der Bügel löst im Sturzfall aus,
    Der Bügel löst im Sturzfall aus,
  • und ist dann schnell wieder drin.und ist dann schnell wieder drin.
    und ist dann schnell wieder drin.
    und ist dann schnell wieder drin.

Was die erhältlichen Filtertechnologien betrifft, bilden die (verspiegelten) Vario-Versionen die Topvarianten, die preislich mit 289 Euro zu Buche schlägt. Wahlweise gibt es sie als ganz "normale", selbsttönende Scheibe, welche sich stufenlos und in überzeugender, auch trailtauglicher Geschwindigkeit den Lichtverhältnissen anpasst. Alternativ ist zudem die Light Stabilizing Technologie an Bord, und zwar entweder auf blau verspiegelten Scheiben, die sich eher im braunen Farbspektrum aufhalten (LST bright oder LST blue light), oder auf den purpurfarben verspiegelten (LST bright) mit tendenziell grauer Tönung.
Ohne Selbsttönungs-Funktion stehen zwei dunkle, rotbraune Varianten zur Wahl: die LST active in entweder silver od. blue mirror; Preispunkt jeweils 225 Euro.

Und übrigens: Auch für Biker mit Sehschwäche ist diese Evil Eye geeignet: Via Clip oder Adapter ist die Brille auch mit optischen Verglasungen kompatibel.

Fazit

2021 wurde die Vizor HR mit dem German Design Award ausgezeichnet. Die Jury lobte u.a. die energetischen, geschwungenen Linien des modularen Augenschutzes, welche sich mit dem großen Sichtfeld und den vielen "klickbaren" Komponenten zu einem benutzerfreundlichen, hochfunktionellen Ganzen fügen.
Dem ist an dieser Stelle eigentlich nichts mehr hinzuzufügen - außer vielleicht der nochmalige Hinweis: gilt vor allem für schmale Gesichter.


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