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Test: Ducati MIG-RR

Test: Ducati MIG-RR

20.05.19 00:02 4.508Text: NoPainFotos: NoPain, DucatiFahrtest von Ducatis E-Enduro in der abwechslungsreichen, vielschichtigen und besonders gatschigen Landschaft rund um Bologna.
Plus: Besuch des Ducati-Museums20.05.19 00:02 7.207

Test: Ducati MIG-RR

20.05.19 00:02 7.207 NoPain NoPain, DucatiFahrtest von Ducatis E-Enduro in der abwechslungsreichen, vielschichtigen und besonders gatschigen Landschaft rund um Bologna.
Plus: Besuch des Ducati-Museums20.05.19 00:02 7.207

Nach unserer ersten Begeisterung über die Präsentation vom Ducati MIG-RR auf der EICMA Motorradmesse könnte man meinen, es gäbe zum E-MTB der Italiener nicht mehr viel zu sagen - jedoch weit gefehlt! Wir erfuhren noch mehr interessante Hintergründe, durften (bzw. mussten) es über technische Trails jagen und - last but not least - fand die Präsentation in den heiligen Hallen Ducatis in Bologna, genauer gesagt inmitten von Borgo Panigale, statt. So nahm Bikeboard-Oberhaupt NoPain all seinen Mut zusammen, warf sämtliche Bedenken vor offenen Oberschenkelhalsbrüchen über Board und erklärte das neue Ducati MIG-RR, welches in enger Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen Thok E-Bikes entstand, zur Chefsache.

Ducatis (Motorfahrrad-)Geschichte

Unsereiner kennt die Ducati Motor Holding S.p.A. in erster Linie als italienischen Motorrad-Hersteller und Betreiber eines der erfolgreichsten Werksteams in der Moto-GP. Die Wenigsten wissen allerdings, dass sich das im Jahr 1926 von Antonio Ducati gegründete Unternehmen zunächst mit Bauteilen für Radios, Mikrofonen, Filmprojektoren und Rechenmaschinen beschäftigt hat.

  • 1926: Ducatis erstes Produkt - ein Radio-Kondensator (li.u.)1926: Ducatis erstes Produkt - ein Radio-Kondensator (li.u.)
    1926: Ducatis erstes Produkt - ein Radio-Kondensator (li.u.)
    1926: Ducatis erstes Produkt - ein Radio-Kondensator (li.u.)
  • 1935: Ducati Dufono Mikrofon1935: Ducati Dufono Mikrofon
    1935: Ducati Dufono Mikrofon
    1935: Ducati Dufono Mikrofon
  • 1939: Ducati Duconta Rechenmaschine1939: Ducati Duconta Rechenmaschine
    1939: Ducati Duconta Rechenmaschine
    1939: Ducati Duconta Rechenmaschine
  • 1940: Filmprojektor 16 mm mit Ton1940: Filmprojektor 16 mm mit Ton
    1940: Filmprojektor 16 mm mit Ton
    1940: Filmprojektor 16 mm mit Ton

Um nach Ende des Zweiten Weltkrieges dem Drang nach Massenmotorisierung in Italien gerecht zu werden, begann Ducati 1946 damit, einen 48 cm³ großen Viertaktmotor namens Cucciolo in Lizenz zu fertigen. Die genügsamen Motoren verbrauchten nur rund einen Liter Sprit auf 100 Kilometer, leisteten maximal 1,5 PS und beschleunigten die gleichnamingen Motorfahrräder auf 50 km/h.

Noch im selben Jahrzehnt begann die eigene Entwicklung kompletter Fahrzeuge. Design, Konstruktion und Fertigung der Modelle erfolgen bis heute in Bologna.

  • 1946–1956: Ducatis erste Fahrräder mit Motorunterstützung lauteten auf den Namen Cucciolo1946–1956: Ducatis erste Fahrräder mit Motorunterstützung lauteten auf den Namen Cucciolo1946–1956: Ducatis erste Fahrräder mit Motorunterstützung lauteten auf den Namen Cucciolo
    1946–1956: Ducatis erste Fahrräder mit Motorunterstützung lauteten auf den Namen Cucciolo
    1946–1956: Ducatis erste Fahrräder mit Motorunterstützung lauteten auf den Namen Cucciolo
  • Einzylinder, 4-T, 2 Ventile, 48 cm³, 1.5 PSEinzylinder, 4-T, 2 Ventile, 48 cm³, 1.5 PSEinzylinder, 4-T, 2 Ventile, 48 cm³, 1.5 PS
    Einzylinder, 4-T, 2 Ventile, 48 cm³, 1.5 PS
    Einzylinder, 4-T, 2 Ventile, 48 cm³, 1.5 PS
Impressionen aus dem Ducati Museum in Bologna

Ducati + Thok MIG-R = Ducati MIG-RR

Das junge italienische Unternehmen Thok E-Bikes wurde im Jahr 2015 von Ex-MTB-Downhill-Profi Stefano Migliorini (hier oben links im Bild) und Livio Suppo gegründet. Letzterer, seines Zeichens MotoGP-Teammanager, führte in seiner Amtszeit das japanische HRC-Team sechsmal zum Hersteller- und gleich fünfmal zum Fahrer-WM-Titel. Außerdem brachte er zuvor Ducati in die MotoGP und feierte dort mit Casey Stoner den ersten und einzigen WM-Titel des italienischen Herstellers. Auf seine guten Kontakte zur Ducati Familie ist es wohl auch zurückzuführen, dass die Italiener gemeinsam mit der Marke Thok ihren nächsten großen Schritt in Richtung Massenmotorisierung, diesmal per MTB mit Elektromotor (vgl. 1946 mit Waffenrad und 4-Takt-Verbrennungsmotor), machen wollen. Die Zusammenarbeit zwischen Ducati und Thok E-Bikes basiert auf einem dreijährigen Lizenzvertrag.

Bei der Entwicklung der Thok E-Bikes haben neben Mastermind Stefano, der seine Bikes ausgiebigst und am liebsten auf den anspruchsvollen Trails in Finale Ligure testet, aber auch noch andere, teils einschlägig bekannte Italiener ihre Hände mit im Spiel: Aldo Drudi und Paolo Picchi von D-Performance, dem legendären Designstudio von "VR46" (Grafik & Design), Luca Burzio, ein Industriedesigner mit großer Leidenschaft und Kenntnis der Mountainbikebranche (Geometrie & technische Lösungen), sowie Giuseppe Bernocco und Sebastiano Astegiano, beide Geschäftsführer der TCN-Gruppe (Entwicklung von Alu- und CNC-Teilen).

 Performance meets style 

Ducati MIG-RR powered by Thok

Ducati MIG-RR Technik

Grundsätzlich basiert die Ducati auf dem 2017 vorgestellten Thok MIG-R E-MTB, erhielt aber neben dem rassigen Ducati-Design, zahlreichen Detailverbesserungen, einer hochwertigeren Ausstattung und neuen Federelementen auch Laufräder mit unterschiedlichen Durchmessern. So arbeitet nun vorne ein 29er Mavic E-XA Drifter Laufrad mit einer Fox 36 Float Factory Kashima Federgabel mit 170 mm und hinten ein 27,5" Laufrad mit einem Fox DPX2 Factory Kashima Dämpfer mit 160 mm. Als weitere Highlights sind der Oversize-Carbonlenker von Renthal, die grippigen Maxxis Minion DHF/DHR EXO+ Reifen, 4-Kolben-Shimano Saint Bremsen, der Shimano XT-Antrieb mit 11 Gängen inkl. 11-46er Kassette, die versenkbare Race Face Turbine Dropper Sattelstütze und der solide Vorbau sowie Lock-on Griffe mit Ducati-Logo aufzuzählen.

Der gut verarbeitete Rahmen mit innenverlegten, klapperfreien Zügen und sauberen Schweißnähten entspricht prinzipiell jenem vom Thok MIG-R, wurde allerdings durch einen minimal geänderten U-Link am Rocker an die neue Geometrie angepasst und erhielt eine aufwendige Lackierung. So wurde der Alu-Rahmen gebürstet, partiell grundiert, in Ducati-Rot lackiert, mit Decals versehen und nachträglich nochmals mit einer dünnen Schicht Klarlack geschützt.

  • Ducati MIG-RRDucati MIG-RR
    Ducati MIG-RR
    Ducati MIG-RR
  • Powered by ThokPowered by Thok
    Powered by Thok
    Powered by Thok
  • Designed by D-PerfDesigned by D-Perf
    Designed by D-Perf
    Designed by D-Perf
  • Das Steuerrohr trägt stolz das Ducati Corse LogoDas Steuerrohr trägt stolz das Ducati Corse Logo
    Das Steuerrohr trägt stolz das Ducati Corse Logo
    Das Steuerrohr trägt stolz das Ducati Corse Logo
  • Tiefer Schwerpunkt dank des unterhalb vom Unterrohr angebrachten AkkusTiefer Schwerpunkt dank des unterhalb vom Unterrohr angebrachten Akkus
    Tiefer Schwerpunkt dank des unterhalb vom Unterrohr angebrachten Akkus
    Tiefer Schwerpunkt dank des unterhalb vom Unterrohr angebrachten Akkus
  • Verzögert wird nun per 4-Kolben-Shimano Saint Bremsen vorne und hintenVerzögert wird nun per 4-Kolben-Shimano Saint Bremsen vorne und hinten
    Verzögert wird nun per 4-Kolben-Shimano Saint Bremsen vorne und hinten
    Verzögert wird nun per 4-Kolben-Shimano Saint Bremsen vorne und hinten
  • 203 mm Discs vorne und hinten203 mm Discs vorne und hinten
    203 mm Discs vorne und hinten
    203 mm Discs vorne und hinten
  • Die Laufräder von Mavic stellten sich in Tests als sehr stabil herausDie Laufräder von Mavic stellten sich in Tests als sehr stabil heraus
    Die Laufräder von Mavic stellten sich in Tests als sehr stabil heraus
    Die Laufräder von Mavic stellten sich in Tests als sehr stabil heraus
  • TPS Thoks Progressive System (Horst Link)TPS Thoks Progressive System (Horst Link)
    TPS Thoks Progressive System (Horst Link)
    TPS Thoks Progressive System (Horst Link)
  • Die Fox Federelemente sprechen sensationell soft anDie Fox Federelemente sprechen sensationell soft an
    Die Fox Federelemente sprechen sensationell soft an
    Die Fox Federelemente sprechen sensationell soft an
  • Überarbeitete Akkuhalterung  mit Sichtfenster zum Ablesen des LadezustandsÜberarbeitete Akkuhalterung  mit Sichtfenster zum Ablesen des Ladezustands
    Überarbeitete Akkuhalterung mit Sichtfenster zum Ablesen des Ladezustands
    Überarbeitete Akkuhalterung mit Sichtfenster zum Ablesen des Ladezustands
  • Shimano Steps E-8000 250 Watt Motor mit 70 Nm und 504 Wh AkkuShimano Steps E-8000 250 Watt Motor mit 70 Nm und 504 Wh Akku
    Shimano Steps E-8000 250 Watt Motor mit 70 Nm und 504 Wh Akku
    Shimano Steps E-8000 250 Watt Motor mit 70 Nm und 504 Wh Akku

Gleichgeblieben ist das Herzstück des E-MTBs mit Shimanos kompaktem Steps E-8000 Motor und dem kopfüber, unterhalb des Unterrohrs positionierten Akkus, was für einen tieferen Schwerpunkt sorgt, das Handling im schwierigen Gelände verbessert und Platz für einen kleine Trinkflasche innerhalb des Rahmendreiecks schafft. Darüberhinaus verfügt das MIG-RR gegenüber der Thok-Schwester über eine verbesserte Akkuaufnahme, ein Sichtfenster zum Ablesen des Akku-Ladezustands und einen besser erreichbaren und mit weniger Kraftaufwand bedienbaren Ein/Aus-Taster. Das Display blieb mit dem SC-E8000 gleich, der Modi-Wechsel funktioniert nun allerdings mit der SW-E6010-R Schalteinheit, welche wir üblicherweise vom E-6000 kennen. Hier wollte man allerdings nicht ein paar Euros sparen, sondern die Bedienung des Shimano-Computers vereinfachen - denn die Schalteinheit vom E-6000 verfügt über einen dritten, mittig angebrachten Knopf zum Umschalten der Anzeige.

Ausstattung

Man mag über Kooperationen zwischen Motorrad- (bzw. Auto-) und Fahrradherstellern denken, was man möchte; beim MIG-RR handelt es sich nicht nur um ein Ducati-gebrandetes Statussymbol, sondern um ein waschechtes und hochperformantes E-Enduro mit lupenreinster Ausstattung und einem relativ niedrigen Gesamtgewicht von 22,5 Kilogramm (ohne Pedale und Flaschenhalter).

Ducati MIG-RR

Rahmen Hydroform Aluminium Rahmen 6061 T4 T6 mit 160 mm Federweg, TPS Thok Progressive System (Horst Link), in vier Größen Gabel FOX 36 Float 29 Factory Series Kashima, FIT4 3 position, 170 mm, customized tuning for Ducati
Schalteinheit Shimano Steps SW-E6010-R Computer Shimano Steps SC-E8000
Motor Shimano Steps E8000 250W, 70 Nm (250W) Akku Shimano Steps 504 Wh
Dämpfer FOX DPX2 Factory Kashima Series, 160 mm, customized tuning for Ducati Bremsen Shimano Saint, 4 calipers, 203 mm vo/hi
Antrieb Shimano XT, 11-fach, XT Kassette 11-46 Kurbel Shimano 170 mm mit 34 Zähnen
Laufräder Mavic E-XA Drifter 29”x30 mm vorne, 27.5"x35 mm hinten Reifen Maxxis Minion DHF EXO+ 29"x2.6 vorne, Maxxis Minion DHR EXO+ 27,5"x2.8 hinten
Lenker Renthal 35 Fatbar Lite Carbon Griffe Ducati Design Lock-On Grip
Vorbau Ducati Design CNC Alu Oversize Pedale Flat Alu-Pedale
Sattelstütze Race Face Turbine Dropper post 120-150 mm Sattel Ducati Design
Gewicht 22,5 kg (Herstellerangabe) Preis € 6.250,- UVP

Geometrie

Um sich vom "hausinternen" Mitbewerber zu unterscheiden, wollten die Ducati-Verantwortlichen neben dem Design und bewährten Rennsport-Komponenten noch mehr den sportlichen Charakter ihres Bikes herausstreichen. Deshalb verbrachte Stefano viele Stunden sowohl in der Werkstatt als auch am Trail und probierte verschiedenste Varianten mit unterschiedlichen Laufradkombinationen und Federwegen aus. Schlussendlich empfand er folgende Kombination als optimal: 29“ Vorder- und 27,5“ Plus-Hinterrad, 170 mm Federweg vorne sowie 160 mm hinten. Aufgrund der geänderten Federelemente und der aktuellen Kinematik musste der U-Link am Rocker neu entwickelt werden.

Das Re-Enginieering und das adaptierte MX-Laufradkonzept haben sich allerdings ausgezahlt. Abgesehen davon, dass der Lenkwinkel eine Spur flacher und das Tretlager höher ausfielen, sieht das MIG-RR nun auch optisch wie eine echte Enduro aus. Ein echter Leckerbissen mit garantiertem Downhill-Spaß.


Geometrie

  S (154 - 165 cm) M (165 - 174 cm) L (174 - 184 cm) XL (> 184 cm)
Oberrohr A 560 mm 585 mm 615 mm 650 mm
Sattelrohr D 400 mm 435 mm 470 mm 520 mm
Steuerrohr K 100 mm 100 mm 130 mm 150 mm
Lenkwinkel F 65,7° 65,7° 65,7° 65,7°
Sitzwinkel G 74,5° 74,5° 74,5° 74,5°
Kettenstreben E 450 mm 450 mm 450 mm 450 mm
Tretlager Drop H 16 mm 16 mm 16 mm 16 mm
Tretlager Höhe M 358 mm 358 mm 358 mm 358 mm
Radstand I 1.172 mm 1.197 mm 1.228 mm 1.265 mm
Reach B 405 mm 426 mm 450 mm 479 mm
Stack C 596 mm 606 mm 624 mm 642 mm
Lenkerbreite 780 mm 780 mm 780 mm 780 mm
Vorbaulänge 50 mm 50 mm 50 mm 50 mm
Kurbellänge 170 mm 170 mm 170 mm 170 mm
Gabeloffset L 51 mm 51 mm 51 mm 51 mm

Fahreindrücke aus Bologna

Sich mit mir über das kinematische Verhalten eines Enduro-Bikes im Grenzbereich zu unterhalten, ist in etwa so, wie von einem von Geburt an blinden Menschen mehr über das Sonnenlicht zu erfahren. Nichtsdestotrotz bin ich in der Lage, größere Unterschiede zu erfahren, Meinungen von Dritten gegeneinander abzuwägen und mir ein stimmiges Gesamtbild zu machen, wenngleich es mir nicht möglich ist, die Performance auch nur annähernd auf die Straße bzw. in den Gatsch zu bringen.

Positiv fiel mir als Kenner des Thok MIG-R der Wechsel auf 29 Zoll vorne und 27,5" hinten auf. Obwohl das jetzt um 16 mm höhere Cockpit das Lupfen des Vorderrads etwas begünstigte, überwogen die Vorteile bergauf und ganz besonders bergab beim Überrollen von Hindernissen und generell bei der Kontrolle. Absolut einig waren sich auch sämtliche Journalisten über das Ansprechen der Federelemente. "Smooooth" meinte der Engländern, "Suuupersoft" die Germanen und was die Spanier, Italiener und Franzosen davon hielten, habe ich nicht verstanden. Ihrer Mimik zufolge waren sie ebenfalls zufrieden und so schloss ich mich mit einem "Leiwand" der Experten-Meinung an. Ebenfalls positiv überraschend - zumindest für mich als Roadie - war der immens hohe Grip der Maxxis Reifen.

  • UpUp
    Up
    Up
  • DownDown
    Down
    Down

Wir fassen zusammen: Geometrie, Kinematik, Federelemente, Laufräder und Reifen top. Es gab also keine Ausreden; einziger limitierender Faktor war wie immer der Fahrer. In puncto Geometrie fiel mir erneut auf, dass der Rahmen mit seinem Reach eher auf der kurzen Seite ist. Wer sich also zwischen zwei Größen wiederfindet, kann meiner Meinung nach ruhig zum größeren Rahmen greifen - zu lange wird er einem ziemlich sicher nicht.

Wie bei seinem Pendant sorgt auch beim MIG-RR der sportliche Shimano E-8000 Motor für die nötige Power - sein Akku mit 504 Wh befindet sich ebenso gut erreichbar, unterhalb des Unterrohrs, inklusive einem Sichtfenster zum Ablesen des Ladezustands und einem besser erreichbaren Ein/Aus-Taster. Als mein Akku den letzten Strich der Ladeanzeige erreichte, wurde dieser aus Sicherheitsgründen getauscht. Ich hatte wohl den Boost-Modus zu oft bemüht. Bei dieser Gelegenheit konnte ich mir persönlich ein Bild über die Funktionsweise der neuen Akkuaufnahme machen. Resultat: der vollkommen verdreckte Akku konnte wirklich sehr rasch ausgetauscht und die Akkuhalterung trotz aller Matschablagerungen wieder sicher eingesetzt und verschlossen werden.


Das Ducati MIG-RR wird ab sofort zu einem Listenpreis von 6.250 Euro über das Ducati Händlernetz (136 Händler innerhalb Europas) vertrieben. Zudem kann es auch online unter www.ducati.com bestellt und wahlweise beim Händler abgeholt oder an die Heimadresse versandt werden.

Zwischenfazit nach 25 Kilometern am Trail

Einsteiger und anspruchsvolle Fahrer dürfen sich auf ein in vier Größen erhältliches E-MTB mit edelstem Auftritt, niedrigem Gewicht, sehr tiefem Schwerpunkt, kurzem Radstand und agilem, aber präzisem Handling freuen.


Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Test: Ducati MIG-RR

    Einer meiner absoluten Lieblings-Press-Launches. Ich steh mirs halt auf die Italiener: Style, Performance, Essen, Wein...

    Und auch beim MIG-RR haben sie meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Auf jeden Fall haben sie nun ein würdiges E-MTB im Portfolio. Ich hoffe sie kommen in den Motorrad-Werkstätten auch einigermaßen mit dem Support zurecht. Motorräder sind zwar mittlerweile schon sehr kompliziert, aber die Reparatur von Fahrrädern ist auch nicht immer trivial.
    Geändert von NoPain (20-05-2019 um 01:09 Uhr)

  2. #2
    Bird of Prey Avatar von prolink88
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    echt Nettes Teil. bei Ducati hätte ich einen Höheren Preis vermutet

    bei dem Hinterbau sehe ich keine Progressive anlenkung. wie kommen die auf sowas
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  3. #3
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Zitat Zitat von prolink88 Beitrag anzeigen
    echt Nettes Teil. bei Ducati hätte ich einen Höheren Preis vermutet

    bei dem Hinterbau sehe ich keine Progressive anlenkung. wie kommen die auf sowas
    100%ig sicher bin ich mir in diesem Punkt leider nicht, aber ich denke es soll ein plakativer Hinweis sein, dass Thok seine Federbeine (beim Ducati von Fox) mit Shims und Co progressiv abstimmen ließ. Oder anders gesagt: das „Thok Progressive System“ bezieht sich auf die progressive Federkennlinie des Federbeins.

  4. #4
    Bird of Prey Avatar von prolink88
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    ok das mag sein. allerdings ist damit nicht viel progression möglich.
    Gutes Verkaufsargument halt
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