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Ausfahrt mit Lene Byberg


Gran Canaria, Dezember 2009 Gegen Ende meiner Aklimatisierungs-Ausfahrt werde ich am letzten Hügel von einer Specialized Dame brutal überrollt. "Oida, neben der schau ich langsam aus... und blad." schießt es mir durch den Kopf. Allerdings erkennt man auf den ersten Blick, dass es sich um einen "Pro" handelt. Es muss sich einfach um einen Pro handeln ;-). Beispielsweise um Lene Byberg - wie mir schon einige Stunden später von mehreren Facebook Freunden bestätigt wird. Ich hacke mich prompt auf ihre Homepage um eine gemeinsame Ausfahrt zu vereinbaren - alles im Dienste von Bikeboard.at, versteht sich. Zwei Tage später ist es soweit und ich treffe sie und ihren Freund "wind shield" Sondre Norland beim Mc Donalds im Puerto Rico.

Nachdem das obligatorische Foto der bezaubernden Norwegerin mit ihrem Specialized Trainingsrennrad geschossen ist, begeben wir uns auf einen 3-Stunden Roller und Lene plaudert aus dem Nähkästchen. Sie zeigt sich über die vergangene Saison und ihre Erfolge sehr zufrieden, meinte aber, dass sie es kurzzeitig ein wenig übertrieben (too many races, too much travel) hat und bei einigen wichtigen Rennen nicht mehr die notwendige Power hatte. Außerdem sendet sie eine freundliche, aber bestimmte "Kampfansage" gegen ihre gute Freundin Lisi Osl, der sie es in der kommenden Saison etwas schwerer machen will.

Doch machen wir ein paar Blicke hinter die Kulissen. Was isst denn ein Profi während der 3-stündigen Trainingsausfahrt? Powerbar, Maxim, High5, oder eine streng geheime Rezeptur? Die Antwort ist einfach: nichts.
Und wie verhält es sich mit dem Getränk? Auch einfach: Wasser. Allerdings mit je zwei Kapseln "Crampfix", einem Pulver das die wichtigsten Salze/Mineralstoffe und Vitamine enthält, die beim Training hinausgeschwitzt werden. Ideal bei heißen Temperaturen wenn Fettstoffwechsel am Programm steht.

Materialtechnisch verwendet Lene ein Specialized Ruby Rennrad mit Compact Kettenblättern von Rotor. Das sind diese ovalen Kettenblätter, die schon während der Tour de France beim Cervelo Test Team für Furore sorgten. Hier zeigten sich Lene und Sondre „einig“. Während er sie ausschließlich zum TT verwendet, aber auf dem normalen Rennrad nicht wirklich als angenehm empfindet, sieht sie es genau umgekehrt und weiß ihre Vorteile am Renner zu schätzten. *Tschonng* Scheinbar auch die Nachteile, denn beim Compact sind die Abstände zwischen dem 34er und 50er etwas zu groß, so dass bei jedem 10. umschalten die Kette abspringt.

Der geplante 3-Stünder ging äußerst stressfrei nach 80 Kilometern und einer Bergwertung (Palmitos Park) wieder in Puerto Rico zu Ende. Es war nicht immer leicht bergauf „auf lässig“ dranzubleiben, Sondre ging es ähnlich, bergab war es aufgrund des Gewichtsunterschieds schon einfacher. Lene hat nun ihre Saison offiziell gestartet und bleibt jetzt noch eine Woche auf G.C., bis es weiter nach Südafrika geht. Sie grüßt alle Bikeboarder und ganz besonders ihren Weltcup Liebling Lisi Osl.

www.lenebyberg.no


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