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Bildbericht Grazer Bike-Opening Stattegg 2022

Bildbericht Grazer Bike-Opening Stattegg 2022

22.06.22 07:46 974Text: NoManFotos: Bernd Gruber/Mehrzweckraum.comMedaillenjagd und Nachwuchs-Gaudi, Breiten- und Spitzensport. Im Rahmen der 2. Sport Austria Finals lud Graz erneut zum facettenreichen MTB-Spektakel - mit den Österreichischen Meisterschaften im Eliminator und Short Track als Highlights.22.06.22 07:46 1.048

Bildbericht Grazer Bike-Opening Stattegg 2022

22.06.22 07:46 1.0483 Kommentare NoMan Bernd Gruber/Mehrzweckraum.comMedaillenjagd und Nachwuchs-Gaudi, Breiten- und Spitzensport. Im Rahmen der 2. Sport Austria Finals lud Graz erneut zum facettenreichen MTB-Spektakel - mit den Österreichischen Meisterschaften im Eliminator und Short Track als Highlights.22.06.22 07:46 1.048

Rund 250 Bewerbe wurden heuer am langen Fronleichnamswochenende unterm Dach der Sport Austria Finals in und um Graz ausgetragen. Mit dabei im multisportlichen Reigen der "gemeinsamen" Österreichischen Meisterschaften von insgesamt 28 heimischen Sportverbänden: das Bike-Opening Graz Stattegg.
Allerdings ging es bei dem schon traditionellen Stelldichein der MTB-Disziplin am Fuße des Schöckls längst nicht nur um Titelehren und Medaillenkämpfe, hatten doch auch Nachwuchs-Talente und Breitensportler ihre jeweiligen Auftritte. Höhepunkte des viertägigen Programms waren die beiden ÖMs im Eliminator und Short Track aber unbestrittener Weise schon - u.a. zu erkennen daran, dass der ORF mit Live-Berichterstattung anrückte.

Schöckl Gipfelsturm

Das diesjährige Opening begann mit einem Hochfest für alle Marathonisti: der 7. Schöckl Gipfelsturm rief! Sowohl zur Mountainbike Challenge als auch zum Austria Marathon-Cup (nur Classic-Distanz) zählend, warteten zweierlei Streckenlängen über 22 km/1.200 Hm bzw. 55 km/2.490 Hm auf alle Kletter- und Trail-Willigen. Gestartet wurde am Dorfplatz von Stattegg, das Ziel lag in luftiger Höhe, beim Alpengasthof Schöckl - wo nach dem knackigen Hillclimb mit Schleifen köstlicher Kaiserschmarrn und mehr gereicht wurde.
Besonders gemundet haben dürften diese Köstlichkeiten den Schnellsten der Classic-Distanz, Sabine Sommer und Gerald Grundner, sowie ihren Small-Pendants Nina Riemer und Martin Rauscher. Insgesamt lachte zum Auftakt exakt 100 Langstreckenfans die Sonne.

Österreichischen Meisterschaften Eliminator

Am Donnerstag Nachmittag folgte bereits der erste Höhepunkt des Wochenendes. Nachdem die Nachwuchsklassen von U13 bis U17 bereits am Vormittag die Höllbach Arena Heat um Heat in the heat – unterbrochen durch ein kurzes Sommergewitter – eingeweiht hatten, stiegen ab 13:00 Uhr die Großen in den Ring.
Und der hatte es in sich. Über so kreative Streckenpassagen wie „Wallrides“, „Evil Gravel“, „Hay Balllet“ oder „God’s Finger“ ging es auf einem Gemisch aus Schotter, Sand und Wiese sowie über künstliche Holzhindernisse kreuz und quer durch das zur Sportstätte umfunktionierte Rückhaltebecken – knackig auf und ab, kurvig hin und her, fordernd drüber und … nein, drunter gab’s da keins.

 Vier fahren los, zwei überleben 

Organisator Jürgen Pail erklärt den Eliminator-Modus

Bei den Herren standen im Finale nach Startattacke von Lokalmatador Theo Hauser und mehreren Führungswechseln mit Verfolger Kilian Feurstein die Zeichen auf Sprintentscheidung – mit dem besseren Ende für den Überraschungmann aus Vorarlberg. Dritter wurde Alexander Hammerle.
Bei den Damen, deren Start sich aufgrund eines neuerlichen Platzregens etwas verzögerte, wäre alles andere als ein Sieg der Favoritin Laura Stigger verwunderlich gewesen. Tatsächlich konnten Corina Druml und Katharina Sadnik die Titelverteidigerin aber anfangs durchaus fordern. Schlussendlich belegten die beiden Kärntnerinnen Platz zwei und drei.

Österreichische Meisterschaften Short Track

Die Chance zur Titelverteidigung, Teil 2 folgte für Laura Stigger schon tags darauf. Nach dem XCE stand am Freitag der XCC am Programm. Wieder staubte der Boden, hupten die Tröten, jubelten die Zaungäste, wummerten die Synthesizer-Klänge über das Areal. Und zum perfekt einsehbaren Wiesenkurs vom Vortag gesellte sich noch ein Stückchen Waldpassage, genannt „Holy Wood“, dazu.
20 Minuten Renndauer bei rund zweieinhalb Minuten Rundenlänge, giftige, kurze Anstiege, kräftezehrender Wiesenboden, keine Zeit zum Verschnaufen, dafür taktische Scharmützel und technische Herausforderungen im Detail: wer wählt die schnellere Linie, wer kommt mit mehr Schwung aus der Kurve heraus?

 I hoff' auf frische Hax'n 

Titelverteidigerin Laura Stigger nach Sieg Nr. 1 und vor ÖM Nr. 2

Das Damenrennen konzentrierte sich rasch auf ein Quartett, in dem neben den Playerinnen des Vortages auch Tamara Wiedmann mitspielte. Erst in der letzten Runde gelang es Laura Stigger, die entscheidende Lücke aufzumachen und bei brütender Hitze sowohl ihren Vorjahressieg zu wiederholen, als auch das Double zu fixieren. Corina Druml wurde Vizestaatsmeisterin, Tamara Wiedmann Dritte.
Bei den Herren fiel die Entscheidung, nachdem sich eine siebenköpfige Führungsgruppe allmählich auf das Führungsduo Max Foidl und Gregor Raggl reduziert hatte, überhaupt erst im Sprint. Letzterer schob sich mit einem beherzten Antritt ab der Zielkurve gerade noch vor den Wahl-Grazer, dessen Versuche, Raggl abzuschütteln, neun Runden lang nicht gefruchtet hatten. Dritter wurde – ebenfalls im Sprint, und zwar gegen Julius Scherrer – der XCE-Triumphator Kilian Feurstein.

Austria Youngster Cup

Die Großen hatten am Samstag Zeit zum Durchatmen. Die Kleinen ließen es dafür umso mehr krachen. Schließlich standen beim Austria Youngster Cup, der gleichzeitig auch ein Junior Challenge-Rennen war, den ganzen Tag über altersgerechte Prüfungen von U5 bis U17 am Programm.
Ob der Dorfplatz mit Geschicklichkeitsparcours für die Jüngsten, die Höllbach Arena für die Mittleren oder die berühmt-berüchtigten Trails des Schöcklmonster Bike-Terroirs für die Älteren - jede Gruppe hatte dabei ihre perfekte Spielwiese!

Auch umrahmte jeden Bewerb astreines Sommerwetter, und die gut gefüllten Starterreihen, motivierende Trommelklänge sowie manch fleißig gebrülltes "Hopp, hopp!" machten deutlich, dass Graz Stattegg nach Jahren der Aufbau-Arbeit wie kein anderer Race-Spot in diesem Land für hochkarätiges Herausfiltern von Talenten und erfolgreiche Nachwuchsarbeit steht.

Olympischer Cross Country

Deutlich lichter, vor allem bei den Elite-Herren und der U23, sodann am Abschlusstag die Starterreihen. Wiewohl es das fette Preisgeld und die namhaften Punkte eines olympischen Cross Countrys der UCI Kategorie C1 abzuholen galt.
Wenn schon nicht die Konkurrenz in numerischer Hinsicht, so war aber jedenfalls der Kurs selbst C1-würdig. Unter die Räder kamen die schwierigen, vielfach EM-erprobten Trails rund um den Lässerhof, gestartet wurde erstmals seit der Marathon-WM 2009 wieder, wie auch bereits bei den Nachwuchsklassen, vom Dorfplatz aus.

Laura Stigger machte den Hattrick – bloß diesmal ohne ÖM-Medaille – perfekt und siegte nach eineinhalb Stunden Renndauer souverän vor Tamara Wiedmann und Corina Druml. Schnellste Juniorin war Katrin Embacher.
Bei den Herren gelang Max Foidl, was ihm tags zuvor knapp verwehrt geblieben war. Er gewann acht Sekunden vor seinem Tiroler Landsmann Mario Bair und dem Slowenen Rok Naglič. Das U23-Rennen entschied dessen Landsmann Matic Kranjec für sich, schnellster Junior war Alexander Hammerle.

Sämtliche Ergebnisse sowie zahlreiche Videos zu den einzelnen Bewerben unter www.bike09.at


Medaillenjagd und Nachwuchs-Gaudi, Breiten- und Spitzensport. Im Rahmen der 2. Sport Austria Finals lud Graz erneut zum facettenreichen MTB-Spektakel - mit den Österreichischen Meisterschaften im Eliminator und Short Track als Highlights.
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