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Praxistest: Mavic Allroad Pro Carbon SL mit Contec FastAir TL Ventilen

Praxistest: Mavic Allroad Pro Carbon SL mit Contec FastAir TL Ventilen

13.06.22 05:08 38Text: gabriwaFotos: Can Engin, Erwin HaidenUnsere Langzeiterfahrungen mit den edlen Gravellaufrädern aus Frankreich. Inklusive Michelin-Reifen, dem Vergleich der Contec Tubeless Ventile vs. Standard und einer Nagelprobe für das Stan's NoTubes Sealant.13.06.22 05:08 1.305

Praxistest: Mavic Allroad Pro Carbon SL mit Contec FastAir TL Ventilen

13.06.22 05:08 1.3051 Kommentare gabriwa Can Engin, Erwin HaidenUnsere Langzeiterfahrungen mit den edlen Gravellaufrädern aus Frankreich. Inklusive Michelin-Reifen, dem Vergleich der Contec Tubeless Ventile vs. Standard und einer Nagelprobe für das Stan's NoTubes Sealant.13.06.22 05:08 1.305

Was ist gelb, kommt aus Frankreich und sorgt für erhöhten Puls bei eingefleischten Radfans? Nein, es ist nicht Lance Armstrongs B-Probe aus dem Anti-Doping-Labor, sondern das Traditionsunternehmen Manufacture d'Articles Vélocipédiques Idoux et Chanel - besser bekannt unter dem Kürzel Mavic.

Mit den Allroad Pro Carbon SL zeigt Mavic, dass Luxus nicht nur auf exquisite Handtaschen, flamboyante Halstücher oder protzige Chaiselongues limitiert sein muss: Die stylischen Laufräder mit dem Willhaben-Effekt werten jeden Gravelhobel auf - nicht nur optisch, was allein schon Kaufgrund genug wäre, sondern auch technisch spielt diese Augenweide alle Stücke.

Mavic Allroad Pro Carbon SL (700c)

Die hochwertigen, für rauhe Untergründe entworfenen Carbonfelgen, gepaart mit aerodynamisch optimierten, doppelt konifizierten Messerspeichen kommen inklusive Mavic Naben auf gerade einmal 1.445 Gramm. Wer Mavic kennt, weiß natürlich, dass sich ihre Produkte nicht nur durch ihr Gewicht, sondern vor allem auch durch hauseigenen Patente auszeichnen.

Bei den Allroad Pro Carbon SL findet man hiervon einige: Zum Beispiel sind die angesprochenen Naben mit der “Instant Drive Technologie (IDT)” ausgestattet, durch welche das Engagement des Freilaufes verkürzt wird und bei lediglich 9° liegt.
Das “Isopulse Lacing System” verspricht eine bessere Kraftübertragung im Antritt und eine gleichmäßigere Speichenspannung durch die radiale Einspeichung auf der Antriebsseite und eine 2fach gekreuzte vis a vis. Tatsächlich interessant fand ich die - für mich - neuartige “QRM Auto Bearing Preload Technologie”, anscheinend eine Art von selbstadjustierenden Lagern in den Naben, die perfekte Leichtgängigkeit und minimalen Rollwiderstand versprechen - und das ganze ohne dass man selbst etwas dafür zu tun hätte. Magisch!

Die "UST Tubeless Technologie" gibt es ja schon seit 2017 bei Carbon Laufrädern von Mavic zu finden, und weil man das Rad bekanntlich nicht neu erfinden muss, trifft man diese auch 5 Jahre später bei vielen ihrer Produkte an. Interessanterweise hat Mavic bereits 1999 mit Tubeless Setups für Rennräder in Kooperation mit Michelin getüftelt - lange bevor dies überhaupt auch nur ansatzweise ein Thema gewesen wäre.

Jedenfalls sind die 25 Millimeter hohen und 23 Millimeter breiten (gemessen innen) nicht nur State of the Art, sondern schauen auch danach aus. Eine wirklich feine Sache, aber genug von den trockenen langweiligen Fakten - wie fährt sich das Zeug in Echt?

Mavic Allroad Pro Carbon SL

Felgen 28 Zoll Road, Hookless-Profil
ETRTO-Größe: 622x23tss (Rennrad)
Bereifung: UST Tubeless oder Drahtreifen
Felgeninnenbreite: 23 mm
Empfohlene Reifenbreite: 28 bis 64 mm
Bikeboard Empfehlung: 40 bis 45 mm
Profilhöhe: 25 mm (asymmetrisch)
Ventillochdurchmesser: 6,5 mm
Material: 100% Carbon (unidirektional)
Speichen Speichenzahl: je 24 vorne und hinten
Form: gerade, mit Aero-Profil, doppeldickend
Einspeichung: 2fach gekreuzt (VR), Isopulse (HR)
Speichennippel: Aluminium, selbstsichernd
Material: Stahl
Naben Disc-Aufnahme: Center-Lock
VR: einstellbare gedichtete Industrielager (QRM+)
HR: selbstjustierende gedichtete Industrielager (QRM Auto)
Freilauf: Instant Drive 360 Shimano HG/Sram (umrüstbar auf Sram XD-R und Campa)
Achs-Material & Nabenkörper (VR und HR): Aluminium
VR-Achse: 12mm-Steckachse, umrüstbar auf Schnellspanner mit Adaptern oder auf 15 mm Steckachse (Tausch der Achse)
HR-Achse: 12x142-mm-Steckachse, umrüstbar auf Schnellspanner und 12x135 (mit optionalen Adaptern)
Gewichte Satz: 1.445 Gramm (Herstellerangabe)
Vorderrad: 670 Gramm
Hinterrad: 775 Gramm
Gewichtslimit 120 Kilogramm Systemgewicht
Lieferumfang UST-Ventil und Zubehör, Tubeless-Felgenband, Bedienungsanleitung
Preis € 2.000,- UVP

 Oldie but goldie. 

Mavic Allroad Pro Carbon SL (700c)

Mavics Gravel-Laufräder in der Praxis

Zugegeben, recht viele Kilometer konnte ich bisher noch nicht abspulen - aber dafür waren die knapp 300 zurückgelegten wirklich erfreulich. Die Laufräder performten sowohl auf der Straße als auch abseits asphaltierter Wege wirklich so, wie man das von einem Qualitätsprodukt erwarten würde. Vor allem die Laufruhe und das exakte Lenkverhalten gefielen mir besonders gut, egal ob bei flotten Abfahrten auf Asphalt oder technisch anspruchsvollen Singletrails, die Felgen gaben perfektes Feedback vom Untergrund und ließen sich durchaus als "confidence inspiring” beschreiben. Auch auf losem Terrain absorbierten die Carbonfelgen Schwingungen und Stöße und boten somit mehr Komfort als vergleichbare Produkte.

Die Qualität der Fertigung ist über jeden Zweifel erhaben. Auch nach einigen Wurzelpassagen, die ich wohl besser hätte tragen sollen, liefen die Laufräder noch immer perfekt rund, Seiten- oder Höhenschlag gab es keinen. Ein Indiz dafür, dass ich mittlerweile doch auch schon alt werde liegt in meiner Begeisterung für den dezent leisen Freilauf, der in seinem beruhigenden Klangbild stark an Eric Satie erinnerte. Eine Wohltat für die Ohren, und technisch betrachtet ein Juwel für sich.

Preis: 2.000 Kröten
Gewicht: 1.445 Gramm lt. Hersteller
Erhältlich wahlweise in 700C oder 650B sowie mit allen möglichen Adaptern für Achsstandards

Contec FastAir TL Ventil vs. Mavic Standard

Mavics mitgelieferte Tubeless-Ventile passten sich wie erwartet perfekt an das Bett der UST-Felgen an und waren in der Installation denkbar einfach zu handhaben. Für diesen Test haben wir am hinteren Laufrad die originalen Mavic-Ventile verbaut und vorne das neue Contec Tubeless Ventil FastAir TL Road.

Die Idee hinter Contecs Neuentwicklung bestand darin, ein Ventil zu entwerfen, das dank seines größeren Luftdurchlasses die Tubeless Montage auch ohne Kompressor ermöglichen sollte. Durch diese Bauweise stellt auch das Nachfüllen mit Tire Sealant weniger Gefummel und Patzerei dar - in der Theorie zumindest.
Ein Problem, auf das ich aufmerksam wurde, ist, dass die Ventile sich nicht mit allen Pumpenköpfen gleich gut vertrugen. Standpumpen mit klassischem Quetschkopf etwa eigneten sich ideal, Minipumpen hingegen, bei denen man den Kopf nur auf das Ventil drückt, gingen leider (oft) gar nicht.

Die Installation wurde im kürzlich erschienenen Tubeless Workshop Artikel bereits ausführlich beschrieben, im Grunde genauso wie bei klassischen Ventilen auch.

Contec Fast Air TL vs. Presta Slow Air

FastAir TL Road

  • Die stylische Kappe aus weichem Gummi schützt den Mechanismus wirkungsvoll vor Schmutz.Die stylische Kappe aus weichem Gummi schützt den Mechanismus wirkungsvoll vor Schmutz.
    Die stylische Kappe aus weichem Gummi schützt den Mechanismus wirkungsvoll vor Schmutz.
    Die stylische Kappe aus weichem Gummi schützt den Mechanismus wirkungsvoll vor Schmutz.
  • Die Kappe ist nicht verschraubt und kann einfach abgezogen werden.Die Kappe ist nicht verschraubt und kann einfach abgezogen werden.
    Die Kappe ist nicht verschraubt und kann einfach abgezogen werden.
    Die Kappe ist nicht verschraubt und kann einfach abgezogen werden.
  • Ein paar Umdrehungen am Ventilkopf reichen, um Luft nachzupumpen, Tubeless-Flüssigkeit einzufüllen oder die Luft (per sanftem Fingerdruck) abzulassen.Ein paar Umdrehungen am Ventilkopf reichen, um Luft nachzupumpen, Tubeless-Flüssigkeit einzufüllen oder die Luft (per sanftem Fingerdruck) abzulassen.
    Ein paar Umdrehungen am Ventilkopf reichen, um Luft nachzupumpen, Tubeless-Flüssigkeit einzufüllen oder die Luft (per sanftem Fingerdruck) abzulassen.
    Ein paar Umdrehungen am Ventilkopf reichen, um Luft nachzupumpen, Tubeless-Flüssigkeit einzufüllen oder die Luft (per sanftem Fingerdruck) abzulassen.

Standard Presta

  • Im Vergleich dazu besitzt das herkömmliche Presta-Ventil einen deutlich komplizierteren Aufbau.Im Vergleich dazu besitzt das herkömmliche Presta-Ventil einen deutlich komplizierteren Aufbau.
    Im Vergleich dazu besitzt das herkömmliche Presta-Ventil einen deutlich komplizierteren Aufbau.
    Im Vergleich dazu besitzt das herkömmliche Presta-Ventil einen deutlich komplizierteren Aufbau.
  • Zur Tubeless-Montage (Befüllen & Aufpumpen) muss der Ventilkern herausgeschraubt werden.Zur Tubeless-Montage (Befüllen & Aufpumpen) muss der Ventilkern herausgeschraubt werden.
    Zur Tubeless-Montage (Befüllen & Aufpumpen) muss der Ventilkern herausgeschraubt werden.
    Zur Tubeless-Montage (Befüllen & Aufpumpen) muss der Ventilkern herausgeschraubt werden.
  • Je nach verwendeter Tubelessmilch und Nutzungsdauer kann der Ventilkern zum Verkleben neigen.Je nach verwendeter Tubelessmilch und Nutzungsdauer kann der Ventilkern zum Verkleben neigen.
    Je nach verwendeter Tubelessmilch und Nutzungsdauer kann der Ventilkern zum Verkleben neigen.
    Je nach verwendeter Tubelessmilch und Nutzungsdauer kann der Ventilkern zum Verkleben neigen.

Wichtige Hinweise vor der Montage bzw. vor der Fahrt

  • FastAir TL Road: Der clever designte Ventilkegel verhindert Verstopfungen, ist aber möglicherweise nicht mit allen TLR-Felgenprofilen kompatibel (vgl. links: FastAir TL Road mit bereits gekürztem Extraktionsschlauch, rechts: das originale Mavic Tubeless-Ventil)FastAir TL Road: Der clever designte Ventilkegel verhindert Verstopfungen, ist aber möglicherweise nicht mit allen TLR-Felgenprofilen kompatibel (vgl. links: FastAir TL Road mit bereits gekürztem Extraktionsschlauch, rechts: das originale Mavic Tubeless-Ventil)
    FastAir TL Road: Der clever designte Ventilkegel verhindert Verstopfungen, ist aber möglicherweise nicht mit allen TLR-Felgenprofilen kompatibel (vgl. links: FastAir TL Road mit bereits gekürztem Extraktionsschlauch, rechts: das originale Mavic Tubeless-Ventil)
    FastAir TL Road: Der clever designte Ventilkegel verhindert Verstopfungen, ist aber möglicherweise nicht mit allen TLR-Felgenprofilen kompatibel (vgl. links: FastAir TL Road mit bereits gekürztem Extraktionsschlauch, rechts: das originale Mavic Tubeless-Ventil)
  • FastAir TL Road Ventile funktionieren mit allen gängigen Pumpen mit Quetschkopf und auch mit vielen Gewindeaufsätzen (Bsp. Lezyne ABS Flip-Thread). Allerdings gibt es auch einige Minipumpen mit äußerst kompakten Gewindeaufsätzen, die nicht passen.FastAir TL Road Ventile funktionieren mit allen gängigen Pumpen mit Quetschkopf und auch mit vielen Gewindeaufsätzen (Bsp. Lezyne ABS Flip-Thread). Allerdings gibt es auch einige Minipumpen mit äußerst kompakten Gewindeaufsätzen, die nicht passen.
    FastAir TL Road Ventile funktionieren mit allen gängigen Pumpen mit Quetschkopf und auch mit vielen Gewindeaufsätzen (Bsp. Lezyne ABS Flip-Thread). Allerdings gibt es auch einige Minipumpen mit äußerst kompakten Gewindeaufsätzen, die nicht passen.
    FastAir TL Road Ventile funktionieren mit allen gängigen Pumpen mit Quetschkopf und auch mit vielen Gewindeaufsätzen (Bsp. Lezyne ABS Flip-Thread). Allerdings gibt es auch einige Minipumpen mit äußerst kompakten Gewindeaufsätzen, die nicht passen.

Contec FastAir TL Ventile

  FastAir TL Road FastAir TL MTB
Ventiltyp Presta Schrader
Ventilloch-Durchmesser 6 mm 8 mm
Felgenhöhe 40, 50, 65 mm S (13,5-21,5 mm)
M (21,5-29,5 mm)
L (29,5-37,5 mm)
Preis € 27,95/28,95/29,95 UVP € 27,95/29,95/31,95 UVP

Die Nagelprobe

Von den Michelin Power Gravel konnte ich mich zu Beginn des Jahres bereits überzeugen; die hervorragende Performance dieses Top-Reifens zum Preis eines Mittelklasse-Pneus hatte mich dazu veranlasst, ihn als meine erste Wahl für diesjährige Gravelausfahrten und Events zu erküren. Erhältlich in zwei Farbschemata, entweder mit braunen Flanken oder - wie es sich eigentlich gehört - komplett schwarz machte der Reifen eine gute Figur und mit der simplen, aber effektiven Profilierung war er (fast) jedem Terrain gewachsen - soweit alles bekannt.

In puncto Qualität und Sicherheit habe ich jedoch eine neue Episode zu erzählen, die den Reifen in meinen Augen nochmals zu einem klaren Gewinner macht. Bei einer entspannten Ausfahrt durch das hügelige Hinterland des Mostviertels, irgendwo zwischen Herzogenburg und Inzersdorf ob der Traisen, bemerkte ich ein eigenwilliges Geräusch am Rad. Unüberhörbar hing es direkt mit der Drehung des hinteren Laufrades zusammen; ein metallisches Klacken, als würde eine gebrochene Speiche gegen eine Strebe schlagen.

“Shit - die neuen Mavic bei der dritten Ausfahrt gekillt”, so mein erster Gedanke. Also blieb ich stehen und inspizierte die Speichen. Nachdem auf den ersten Blick weder an Felge, Nabe oder Speichen irgendwelche Mängel ersichtlich waren, konnte der eigentlich Grund dann doch recht schnell identifiziert werden. Ein etwa 60 Millimeter langer Ankernagel hatte sich eine neue Heimat in der Lauffläche beziehungsweise Seitenwand meines Michelins gefunden. Oasch gelaufen, keine Frage - der anfängliche Ärger machte jedoch recht schnell Platz für Faszination von der superben Leistung der Stan’s Notubes Dichtmilch, welche eine Weiterfahrt trotz Nagel (!) für fast 150 Meter ermöglichte, und den Druck im Reifen auf erstaunlich hohem Niveau hielt.

Nichtsdestotrotz musste der Nagel raus, dieses Umstandes war ich mir natürlich bewusst, also wurde dieser gleichsam eines unliebsamen Partygastes kurzerhand mit purer Gewalt entfernt - zurück blieben zwei Einstichlöcher am Reifen, zu groß, um weiterfahren zu können. Also wartete ich kurz, bis die Luft gänzlich entfleucht war, um den Reifen mit Hilfe eines Ersatzschlauches wieder fahrbereit zu bekommen.

Warum bauscht dieser Sandstraßen-Stefan die Geschichte eines Schlauchwechsels auf, als wäre es das letzte Abendmahl? Weil die Dichtmilch plötzlich beide Löcher verschlossen hatte, deshalb! Ziemlich unerwartet und besser noch - ziemlich zuverlässig!
Zum Glück hatte ich am hinteren Laufrad das konventionelle Mavic-Ventil, sonst wäre ich mit meiner Minipumpe schön blöd da gestanden. Denn die Contec-Ventile konnten mit meiner Minipumpe bzw. dem Pumpenkopf nicht besonders gut. So ließ sich der Reifen ohne Murks Hub für Hub geschmeidig und präzise wieder in die Flanken wuchten. Glück im Unglück. Und das Beste an der Geschichte? Die 100 Kilometer bis nach Hause gingen sich auch noch aus.

Michelin Power Gravel TLR

Michelin Power Gravel TLR

Widerstandsfähigkeit, Performance und Grip auf Asphalt und im Gelände - das Versprechen der Michelin Gravelreifen klingt verlockend. Optisch erinnert der Power Gravel verdächtig an eine der unzähligen Iterationen des G-One von Schwalbe - relativ feingliedrige, gleichmäßig angeordnete Noppen zieren den Querschnitt des Reifens.
Auf einen schnell rollenden Mittelstreifen wird verzichtet, dennoch merkt man auch bei zügigeren Ausfahrten auf hartem Untergrund, dass der Reifen sauber dahinzischt. Wir vermuten, es liegt an der relativ dünnen Karkasse in Kombination mit einer gut abgestimmten Gummimischung. Das präferierte Einsatzgebiet des Power Gravel ist aber ohnehin die Schotterpiste. Der "Bead 2 Bead Protek” Pannenschutz funktioniert eigentlich recht gut; seitdem wir die Reifen tubeless fahren, hatten wir keinerlei Probleme. Die vorhin angesprochenen Gummimischung hört auf den Namen "X-Miles Compound”, und tatsächlich waren wir bereits 10 Meilen und mehr damit unterwegs. Alles top!

Der Michelin Power Gravel ist exklusiv für 700c erhältlich, dafür aber in zwei Farbvarianten und in vier Breiten: 33 (UCI/Cyclocross), 35, 40 und 47 Millimeter stehen zur Wahl, und so sollte sich für jeden Anwendungsfall der richtige Pneu finden lassen.

Michelin Power Gravel TLR

  Tubeless Ready
Dimensionen & Farben 700x33c Black Competition (Schwarz)
700x35c Black Competition (Schwarz)
700x40c Black Competition (Schwarz)
700x47c Black Competition (Schwarz)
700x47c Skin Competition (Classic)
Typ Faltreifen, TLR
Reifenmischung X-Miles Compound
Karkasse 3x120 TPI
Pannenschutz Bead 2 Bead Protek
Reifendruck 33c, 35c, 40c: 3 - 5 Bar
47c: 2,5 - 5 Bar
Gewichte* 700x33c Black 385 Gramm
700x35c Black 405 Gramm
700x40c Black 490 Gramm
700x47c Black 600 Gramm
700x47c Skin 590 Gramm
Preise ab 36 Euro

* Herstellerangaben: für die tatsächlichen Gewichte unserer Testreifen siehe die beiden Fotos unterhalb!

  • 47c Skin: 572 Gramm47c Skin: 572 Gramm
    47c Skin: 572 Gramm
    47c Skin: 572 Gramm
  • 47c Black: 585 Gramm47c Black: 585 Gramm
    47c Black: 585 Gramm
    47c Black: 585 Gramm

Zwischenfazit: Mavic + Contec FastAir TL Road + Stan's NoTubes

Mavic kann Tubeless - soviel kann mit Gewissheit behauptet werden.

Was die Contec FastAir Ventile betrifft, so finde ich sie eine nette Idee und die hochwertige Verarbeitung ist nice, aber für mich persönlich macht das Konzept wenig Sinn, da ich einerseits die Dichtmilch nicht über das Ventil auffülle und mir andererseits unterwegs keine Gedanken über die Pumpenwahl machen möchte.

Großartig performte die Dichtmilch von Stan's NoTubes, selbst bei Löchern die größer sind als jene im Österreichischen Haushaltsbudget.


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