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TRP DH R Evo + Propain Ekano

TRP DH R Evo + Propain Ekano

27.08.20 06:03 6.120Text: Erwin Haiden, Luke BiketalkerFotos: Erwin HaidenDie neue DH R Evo ist mit 223 mm großen und 2,3 mm dicken Scheiben ein solider Anker und gerade recht für ein potentes Geschoss wie das Propain Ekano.27.08.20 06:03 6.258

TRP DH R Evo + Propain Ekano

27.08.20 06:03 6.2581 Kommentare Erwin Haiden, Luke Biketalker Erwin HaidenDie neue DH R Evo ist mit 223 mm großen und 2,3 mm dicken Scheiben ein solider Anker und gerade recht für ein potentes Geschoss wie das Propain Ekano.27.08.20 06:03 6.258

Was dem Volkswagen sein Porsche, ist für den heimlichen Komponenten-Riesen Tektro sein TRP. Zugegeben, ganz so krass ist der Boutique-Anspruch von TRP dann doch nicht. Doch zur bildlichen Veranschaulichung tun geringfügige Übertreibungen nun mal Wunder. Sollten die geneigten Leser nun den Anspielungen zu Tektro und deren High-End Tochter TRP so gar nicht folgen können, sei an dieser Stelle um Verzeihung gebeten.
Wir beginnen nochmal ganz von vorne, präziser gesprochen im Jahr 1986. Damals gründeten die drei Freunde Gary und Leo Chen sowie Aver Tsai das Unternehmen Tektro. Ihre erste Produktionsstätte in Changhua hatte die Größe eines Basketballfeldes und klingt irgendwie nach amerikanischem Start-Up-Traum aus der heimischen Garage - bloß, dass der Traum ein Taiwanesischer war. Mit ihren strikten Unternehmenswerten - zuverlässig arbeiten, kreativ gestalten, effizient verwalten und gleichbleibend auf höchstem Qualitätsniveau produzieren - im Rücken, fertigten bald 20 Mitarbeiter Monat für Monat 50.000 Cantilever-Bremsen. Heute hat Tektro freilich nur noch wenig mit der einstigen „Mini-Fabrik“ gemein. Produktionsstätten und Entwicklungsbüros in Taiwan und China beschäftigen stolze 1.600 Mitarbeiter.

Was geblieben ist, ist der hohe Anspruch an sich selbst. So durchläuft 2020 jede einzelne Bremse, die die Werke von Tektro verlässt, strenge Tests. Ohne diese wird nichts an Kunden ausgeliefert. Innerhalb seiner Produktionsschienen arbeitet ein 28-köpfiges Testteam mit rund 300 Prüfständen an der 100-prozentigen Qualitätssicherung.
Und an der Spitze des eigenen Qualitätsanspruchs steht seit dem Jahr 2006 die Tochterfirma TRP. Während Tektro den breiten OEM-Markt fokussiert, zielt TRP klar auf den High-End Sektor und ist mit Bremsen und Antrieben auch längst im Mountainbike- und Downhill-Weltcup etabliert.

 29" vorne, 27,5" hinten, 170mm Gabel, Stahlfederdämpfer, Lenkwinkel 64,6° Grad 

Unser Propain Ekano Testbike

TRP DH-R Evo

Um endlich die Brücke zur TRP DH-R Evo zu schlagen, ist ein Sprung in den Sommer 2018 nötig. Intense Team-Fahrer Neko Mulally war damals - wie das gesamte Team - bereits auf TRP Bremsen unterwegs und wurde per Zufall auf ein E-Bike-Projekt der Taiwanesen aufmerksam. Die TRP-Entwicklunsabteilung brachte damals gerade eine neue, E-MTB spezifische, hydraulische Scheibenbremse zur Serienreife - mit 2,3 mm starken und im Durchmesser bis zu 223 mm großen Rotoren. Ein großer Sprung gegenüber den üblichen 1,8 mm Scheiben mit maximal 203 mm Durchmesser.
Der Wandel im DH-Weltcup von 26 über 27.5 hin zu 29“ war an den Bremsscheiben mehr oder minder spurlos vorübergegangen. Die Räder wurden immer laufruhiger, die Kurse steiler und schneller - nur bei der Bremspower blieb alles unverändert. Logisch, dass Mulally hier Lunte roch. Seine Begeisterung weckte auch die Neugierde von Teamkollege Aaron Gwin. Der war von der TRP E-MTB, so der etwas unkreative Name der ursprünglich für den E-MTB Einsatz konzipierten Bremse, mit ihren 223/2.3 mm Discs so begeistert, dass er mit ihr noch im selben Jahr bei der UCI Downhill-WM in Lenzerheide an den Start ging. Nach seinem 5. Rang in der Schweiz hatten beim Weltcupauftakt 2019 in Maribor bereits sämtliche TRP gesponserten Downhill-Teams die neue Bremse am Rad.

Propain Ekano

In unserem Test verzögert die TRP mit dem Propain Ekano ein potentes E-Bike vom Feinsten. Vor allem der bergab-orientierten MTB-Gefolgschaft dürfte der Name Propain mittlerweile ein Begriff sein. Der auf den Gravity- und Trail-Bereich spezialisierte deutsche Direktversender punktet seit Jahren mit hoher Qualität, gutem Preis-/Leistungs-Verhältnis und einem der umfangreichsten Online-Konfiguratoren am Markt.
Mit dem Ekano wagen die Baden-Württemberger ihren ersten Schritt in den heiß umkämpften Markt der E-MTBs. Typisch für Propain, ist auch am Ekano die Zahl der Varianten und Möglichkeiten groß. Allen Versionen gemein ist ein schön gearbeiteter Alu-Rahmen mit innenliegenden Zügen, integriertem 504 Wh Akku und Shimano Steps E8000 Motor. Propains Pro 10 Hinterbau ermöglicht dank unterschiedlichem Dämpferhub zwei Varianten des E-Fullys mit 150 mm (57,5 mm Hub) respektive 165 mm (62,5 mm Hub) Federweg. Ein Flip-Chip in der Dämpferaufnahme sowie ein spezifisches Ausfallende erlauben zusätzlich den Einbau von 27.5 oder 29" Laufrädern.
Entsprechend groß gibt sich die Auswahl im Konfigurator. Das Ekano 165 kommt mit 170 mm Gabel und kann als 29", 27.5" oder Mullet Bike mit kleinem Hinterrad und großem Vorderrad konfiguriert werden. Das Ekano 150 kommt mit passender 150 mm Gabel und steht ebenfalls in drei Laufrad-Kombinationen zur Wahl. Ein Rahmen, sechs Möglichkeiten, wenn man so möchte. Da dürfte sich für jeden Geschmack das passende Setup finden lassen.

Weil Haltbarkeit bei Propain ein großes Thema ist, sind alle Lager am Hinterbau mit hochwertigen Dichtungen versehen, der Rocker wird mittels Gummischutz vor Schmutz beschützt. Im vorderen Rahmendreieck haben die Entwickler auch an ausreichend Platz für einen Flaschenhalter gedacht. Allerdings sollte man hier bei der Wahl des Modells an den Zugang zur etwas knapp bemessenen Ladebuchse denken. Für unseren TRP-Test schöpften wir natürlich aus dem Vollen und griffen zum Ekano 165 AL Mix mit 170 mm RockShox Lyric Ultimate und Super Deluxe Coil Select+. Zwei unterschiedlich große Stans ZTR Baron Felgen halten mit Schwalbes E-Aushängeschild Eddy Current in 29 x 2.6" und 27.5 x 2.6" Bodenkontakt. Die unglaublich sanft laufende Bikeyoke Revive Stütze bietet 160 mm Hub, dazu paart Propain für unser Testrad Anbauteile von Sixpack.
Preislich beginnt das Ekano 165 bei etwa 4.170 Euro, besagter Preis lässt sich mit entsprechenden Häkchen im Konfigurator bis auf etwa 6.300 Euro hochtreiben. Unser nicht ganz der Serie entsprechender Bremsen-Tester liegt irgendwo in der finanziellen Mitte.
Mehr zu den Rädern, den diversen Ausstattungsoptionen sowie den ob veränderlicher Gabellängen und Laufradgrößen doch recht unterschiedlichen Geometrien unter www.propain-bikes.com.

 Alles am Ekano leitet bergab auf die schnelle und direkte Linie 

Keine Zeit für Spielereien

Die Fahreindrücke sagen: Das Bike liegt extrem satt auf dem Trail und überzeugt mit hoher Laufruhe. Der Hinterbau saugt alles weg und bleibt auch bei langsamer Geschwindigkeit nicht an Wurzeln oder Steinen hängen. Das lässt viel Raum und Zeit für kreative Linien ... Reach und Lenkwinkel sind aber trotzdem moderat gehalten und erhalten so ein gewisses Maß an Agilität. Sprich: Das Ekano ist kein Flatout-Bomber, sondern ein recht vielseitiges Rad, das sich ob des neutralen Hinterbaus auch ohne Strom gut treten lässt.
Enge Passagen verlangen dann aber doch nach Nachdruck. Und der Hinterbau ist eher auf Traktion denn auf Pop ausgelegt. Die Front ist sehr hoch, was das Radl vor allem in steilerem Gelände und über hohe Stufen bevorteilt. Wer flachere Trails sein Zuhause nennt, könnte die Front mit einem Lenker ohne Rise oder einem umgedrehten Vorbau tiefer bringen. Aber das ist natürlich Geschmackssache ...

Von Fahrern für Fahrer

Bremsen-Features im Überblick
  • neu entwickelte Bremsbeläge
  • Performance-Mineralöl bis 230° C hitzebeständig
  • druckstabilere 5 mm Bremsleitungen
  • neue CNC Adapter
  • 223/220/203/180/160/140mm Rotoren mit 2,3 mm Stärke
  • optimierter E-Bremssattel mit verbessertem Ölfluss
  • neuer 9 mm Bremshebelkolben
  • ergonomischer 1-Finger Bremshebel mit werkzeugloser Hebelweiten-Verstellung
  • Gewicht: 310 g (Vorderbremse ohne Rotor und Adapter)
  • Preis: Einzeln: 199 € / Satz: 398 €
  • Web: trpcycling.com

Um den Teams und in weiterer Folge den Kunden das bestmögliche Produkt - auch für den Einsatz am Nicht-E-Bike - bieten zu können, reiste das Entwicklungsteam zu Teamcamps und war bei den Worldcups in Maribor, Leogang, Les Gets und Snowshoe vor Ort. Es diskutierte mit Fahrern und vor allem auch Mechanikern, beobachtete und hörte zu - und suchte gewissenhaft nach einer Lösung, die Bremsleistung und Wartungsfreundlichkeit an die Ansprüche im Weltcup anzupassen, respektive diesen gerecht zu werden. Das Team sollte nicht mit einem fertigen Produkt konfrontiert, sondern aktiv in dessen Entwicklung einbezogen werden. Eine Bremse von Fahrern für Fahrer, wenn man so möchte.
Was dann unter Scott DH Factory-Rider Brendan Fairclough bei der legendären Red Bull Rampage debütierte, war eine von Grund auf neu entwickelte Bremse: die DH-R Evo.

Was ist nun neu, an der DH-R Evo

Die Scheiben mit bis zu 223 mm Durchmesser (223, 220, 203 und 180 mm stehen zur Wahl) sind nicht nur deutlich größer, sondern auch von Hand merklich dicker. Gegenüber den üblichen 1,8 mm sind die 2,3 mm Stärke der TRP Scheiben in etwa mit Kupfer- und Zwei-Euro-Münzen vergleichbar.
47 % höhere Seitensteifigkeit und 8 % bessere Hitzebeständigkeit verspricht der Hersteller allein durch die gewonne Materialstärke. Vom größeren möglichen Durchmesser - bitte Freigaben an Rahmen und Gabel beachten - und der daraus resultierenden Bremspower erst gar nicht zu sprechen.

Die Teamfahrer verlangten auch nach einem optimierten 1-Finger Hebel samt werkzeugfreier Hebelweiten-Verstellung. Der Alu-Bremshebel wurde demnach nicht nur in seiner Ergonimie überarbeitet, sondern auch mit Laserbohrungen versehen, um Halt und Bremsgefühl weiter zu verbessern.
Die größte Herausforderung im Entwicklungsprozess war es wohl, den Ölfluss im Bremssattel neu zu gestalten. Die E-Bremssättel verfügen nun über eine verbesserte Ölflussgeschwindigkeit, eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit an der Hinterradbremse, sind einfacher zu entlüften und stabiler gebaut. Am Geber wurden dazu 9 mm Bremskolben implementiert. Sie bieten ein geändertes Übersetzungsverhältnis und somit ein deutliches Plus an Power. Perfekt für 1-Finger Hebel und vor allem auch für weniger Kraftaufwand und somit reduzierten „Arm-Pump“.

 223 mm Scheibendurchmesser und 2,3 mm Stärke vorne, hinten verzögert eine ebenso dicke 203 mm Bremsscheibe 

kinetischer Energie-Umwandler

Um dem höheren Druck durch die geänderte Übersetzung gerecht zu werden, kommen neue 5 mm Hydraulikleitungen zum Einsatz. Sie sind in ihrer Oberfläche auch auf eine interne Zugverlegung hin optimiert. Und dann wäre da noch ein gänzlich neues Mineralöl im Systemkreislauf. Dieses bietet dank geringerer Viskosität nicht nur höhere Fließgeschwindigkeiten, sondern ist auch bis 230° hitzebeständig („Standard“ sind etwa 180°).
Eine Auswahl an neuen Belägen mit mehr Belagstärke, verbesserter Hitzebeständigkeit und vor allem verkürzter Einbremszeit gehören ebenfalls zum Paket. Und wenn wir schon bei den Pads sind - sollte auf Tour mal kein TRP-Pad zur Hand sein, verrichten zur Not auch Shimano-Pads ihren Dienst. Ein weiteres Zeichen dafür, das bei TRP der zufriedene Kunde vors Geschäft geht.

  • 22,2 kg ohne Akku und etwas über 25 kg mit Akku22,2 kg ohne Akku und etwas über 25 kg mit Akku
    22,2 kg ohne Akku und etwas über 25 kg mit Akku
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  • wollen ordentlich gebremst werdenwollen ordentlich gebremst werden
    wollen ordentlich gebremst werden
    wollen ordentlich gebremst werden
  • 223 mm Scheibe in 2,3 mm Stärke vorne223 mm Scheibe in 2,3 mm Stärke vorne
    223 mm Scheibe in 2,3 mm Stärke vorne
    223 mm Scheibe in 2,3 mm Stärke vorne
  • 203 mm Scheibe in 2,3 mm Stärke hinten203 mm Scheibe in 2,3 mm Stärke hinten
    203 mm Scheibe in 2,3 mm Stärke hinten
    203 mm Scheibe in 2,3 mm Stärke hinten

In der Praxis

Auf ein potentes und entsprechend schweres eMTB gehören ohne Kompromisse ordentliche Bremsen, die für entsprechende Verzögerung, aber auch für Standfestigkeit sorgen. Hatten wir 2019 mit der günstigen Tektro Orion 4P in Ischgl noch unsere Not, ist die TRP DH-R Evo eine komplett andere Liga - und das sowohl hinsichtlich Verarbeitung als auch Performance.

Das Propain Ekano haben wir für unsere Zwecke über die Trails in Nauders, Südtirol, Lienz und über unsere Hausberge gejagt. Es hat sich gezeigt, dass das Ekano für diesen Testeinsatz genau das richtige Bike ist, mit solider Motor-Unterstützung bergauf, die im steilen Gelände auch mal dosiert gebremst werden will, aber vor allem mit mächtig Rumms bergab. Der Stahlfederdämpfer spricht fein an und mit 170 mm an der Front ist in der Regel der Fahrer das limitierende Element.

Die TRP verrichtet dabei unbeeindruckt ihre Dienste, egal ob Wurzelteppiche, ruppige Anbremsrillen auf diversen Trails oder trockener Asphalt, auf dem man voll in die Eisen gehen kann. Zwar hinterlassen diverse Dauerbremsereien über steile Rampen die üblichen Verfärbungs-Spuren (jenseits der 200-300°C, keine Ahnung, ob das wir waren) an der Scheibe, aber auf die Performance hat das kaum spürbaren Einfluss - vorausgesetzt, die Bremse ist ordentlich gewartet.

Das Bremsgefühl liegt irgendwo zwischen Magura und Sram. Also ist weder extrem knackig, noch auffallend weich, sondern in der gut disponierbaren Mitte, und auch in "Paniksituationen" sicher und präzise. Beeindruckend ist vor allem, dass die Bremse auch nach hunderten Metern Dauerbremserei in steilem Gelände immer noch extrem präzise verzögern kann und sogar dann noch ein Hinerradversetzen und Ähnliches erlaubt. Hinsichtlich Standfestigkeit also u.a. ein Tipp für "Schleicher"!

Die neuen, organischen Beläge zeigen ein recht gutmütiges Verhalten, sind fein dosierbar und bieten aber im Fall der Fälle trotzdem ausreichend Power. In unserem Test hatten wir auch kurz die metallischen Beläge im Bike, die deutlich härter und kompromissloser ankern und deshalb wesentlich mehr Gefühl im Bremsfinger fordern. Für die meisten Biker werden die organischen Beläge die bessere Wahl sein.

Die Einfinger-Bremshebel liegen gut in der Hand, lassen sich in der Weite regulieren und sind grundsätzlich gediegene, solide Zeitgenossen. Für kleine Hände könnten sie noch einen Tick kompakter und geschwungener sein, auch gibt's gelegentlich Situationen, da man sich Griptape wünscht, um sie sicherer umfassen zu können. Die benötigten Handkräfte gehören aber definitiv mit zu den Geringsten am Markt - eine feine Sache!

Die Kombination Propain Ekano mit TRP DH-R Evo hat uns auf unseren Touren viel Spaß bereitet, war auch bei diversen bergaborientierten Fotoeinsätzen ein idealer Begleiter, und vor allem strahlte die TRP im steilen, alpinen Gelände trotz der über 25 kg Bike-Gewicht stets eine gewisse Gelassenheit aus.
Gepaart mit der recht sicheren Bank in Sachen Ersatzteilversorgung - zur Not passen ja auch Shimano-Beläge, ergibt sich Gesamteindruck, für den sich das Wort "beruhigend" aufdrängt ... im Umfeld eines Bremsentests wohl eine der besten Zuschreibungen, die einem Probanden passieren kann!

Fazit

TRP DH-R Evo
Modelljahr: 2020
Testdauer: 1 Monat / 220 km
Preis: € 398,- UVP für den Satz
+ mächtig Bremspower
+ Standfestigkeit
+ geringe Handkraft nötig
+ Mineralöl
o ergonomischer Bremshebel, für kleine Hände nicht ganz perfekt
BB-Urteil: Solide, standfest und schnörkellos

Die TRP DH-R Evo ist eine schnörkellose, aber äußerst potente Vierkolben-MTB-Bremse, die in unserem Test auch jenseits der Baumgrenze und nach etlichen Tiefenmetern keine Schwächen gezeigt hat. Zwar zählt sie mit 310 Gramm ohne Rotoren und Adapter (lt. Hersteller) nicht zu den absoluten Leichtgewichten, aber gerade auf eMTBs wie dem Propain Ekano oder auch auf Downhill-Bikes spielen ein paar Gramm auf oder ab ja kaum eine Rolle.

Dafür liefert die TRP genau da wo sie soll, nämlich im Hardcore-Einsatz – und dabei denke ich weniger an Downhill-Pros wie den TRP Botschafter Aaron Gwin, sondern an Durchschnitts-Biker am eMTB, die bergab in der Regel zwar nicht härter aber wesentlich länger auf der Bremse hängen als erfahrene und unerschrockene Biker. Letztere können sich aber ebenso über Standfestigkeit wie gute Dosierbarkeit und dank Mineralöl einfache Wartbarkeit freuen.


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