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Größe: 175 cm Schrittlänge: 84 cm Gewicht: 70 kg Fahrstil/-können: Rennrad & Gravel, gute Ausdauer, wenig Power, volles Risiko bergab - wird allerdings selten belohnt
Von der Prototypen-Erstellung zur Serienfertigung mittels 3D-Druck: Neben der Luft- und Raumfahrt sowie der Automobilindustrie setzen vermehrt Firmen anderer Branchen auf diese Technologie - auch das Linzer Unternehmen Silhouette International, seines Zeichens Produzent und Lizenzbesitzer von "Adidas Sport Eyewear". So brachten die Österreicher diesen Herbst mit der Adidas Evolver 3D_F und der Aspyr 3D_F zwei Modelle auf den Markt, deren Rahmen und Bügel komplett mittels 3D-Druck geformt wurden.
3D-Druck bietet neue Möglichkeiten zur Konstruktion von komplexen Designs, wie beispielsweise der Diamantraster-Struktur der Adidas Evolver 3D_F und Aspyr 3D_F. Dabei kam die sogenannte „Digital Light Synthesis“ zur Anwendung, eine der modernsten Formen der 3D-Drucktechnologie, bei der über 500 individuell aufgebaute Streben mit dem Einsatz von Licht, Sauerstoff und hoch entwickeltem Pulvermaterial konstruiert wurden.Nicht nur, dass diese revolutionäre Bauweise Fassung und Bügel sehr steif und stabil machen, sie resultiert darüberhinaus in einem geringen Rahmengewicht von nur 10 Gramm - ergibt in Summe den leichtesten Funktionsrahmen, den Adidas Sport Eyewear jemals angeboten hat. Zu den weiteren Highlights zählen die austauschbaren und 2-fach verstellbaren Nasenauflagen, rutschfeste Kontaktpunkte an den Bügelinnenseiten und eine beispiellose Ventilation. Die spezielle, eigenentwickelte Oberflächenbehandlung soll Rahmen und Farbe vor UV-Strahlen, Temperaturschwankungen, Verfärbungen oder Schweiß schützen.
Da die Technologie mit steigenden Stückzahlen nicht günstiger wird - denn der erste Druck des Produkts kostet genauso viel wie der Tausendste - wirkt sie sich selbstverständlich auf den Verkaufspreis aus. Dieser liegt im Falle der seit September 2018 erhältlichen Evolver 3D_F bei 300 Euro.
Rule #37
Ich habe mich für die Evolver 3D_F in Weiß und ohne der LST-Linsen-Technologie entschieden. Klar wären noch lebendigere Kontraste und weniger ablenkende Veränderungen von hell zu dunkel immer von Vorteil, dafür aber sehen meine Gläser in Chrome-Mirror stylisher aus. Und Style zählt.Entgegen anderer Adidas Sportbrillen gibt es die Evolver nur in Unisize und ich würde sie in erster Line Menschen mit mittelgroßen bzw. großen Gesichtern empfehlen. Allerdings ist es völlig egal, ob ihre Nase schlank, breit, gerade oder schief ist - mit den einstellbaren Nasenflügeln lässt sich die Brille fast immer so anpassen, dass sie perfekt sitzt. Hilft gar nichts mehr, befindet sich ein zweites Paar mit größeren und besser haftenden Nasenpads im Lieferumfang.Einmal aufgesetzt, überzeugt die Brille mit ihrem sensationell niedrigen Gewicht und rüttelfreien Sitz, denn die Brillenbügel besitzen eine hohe Spannkraft, ohne an den Schläfen bzw. hinter den Ohren zu drücken. Das liegt wohl einerseits an ihrem Federgewicht, andererseits an den weich gummierten Bügelenden. Auch bei sportlicher Betätigung - ich hatte sie bei diversen MTB-Touren und beim Joggen auf - war stets ein sicherer Sitz gewährleistet, selbst dann, wenn ich die Bügel über einer Thermohaube und den Helmriemen (Rule #37) trug.Ich müsste lügen, würde ich behaupten, einen Unterschied beim Schwitzen bemerkt zu haben, jedoch liefen mir die Gläser selten bis nie an. In Anbetracht ihrer Größe und im direkten Vergleich zu meinen anderen Brillen (Jawbreaker, Windbreaker, Flight Jacket, Evil Eye, Zonyk Pro und Zonyk Aero Pro) handelt es sich bei der Evolver 3D_F wohl um den am besten belüfteten Brillenrahmen in meinem privaten Sortiment - ideal für Schwitzer. Wie lange die superleichten aber recht filigranen anmutenden Standardscharniere den Alltag und meine zwei Kinder überleben, bleibt abzuwarten.
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