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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Der Plan klingt ambitioniert, ehrenwert und naiv zugleich: Ein UCI Stage Race für Profis und Amateure durch Jordanien, Ägypten, Israel und Palästina, das als Friedensfahrt nicht nur sportliche, sondern auch politische bzw. vor allem soziale Akzente setzen will. Binnen sieben Tagen sollen bei dem Straßenbewerb im März 2018 insgesamt 681 km zurückgelegt werden, die Veranstalter hoffen auf 500 Starter.Edit Okt. 2017: Erstauflage verschoben auf 2019, vgl. Posting #10Edit Jän. 2019: Projekt aus Sicherheitsgründen annuliert, vgl. Posting #12
Hinter der Idee steht federführend Gerhard Schönbacher, als Ex-Profi und langjähriger Organisator von Alpentour- und Crocodile Trophy kein Unbekannter in der Szene. Im israelischen UCI-Kommisär Ido Eindor fand er einen lokal verankerten Mitinitiator, nach vier Jahren Vorbereitungs- und Überzeugungsarbeit sind aber auch der jordanische, ägyptische und palästinensicher Radsportverband mit im Boot. Und auch die vier Innenministerien haben ihre Zustimmung – etwa für Polizeieinheiten, welche die Straßen sperren und absichern werden – gegeben.
Um eventuelle organisatorische Stolpersteine, infrastrukturelle Notwendigkeiten und streckentechnische Möglichkeiten auszuloten, aber auch das Projekt insgesamt bekanntzumachen, fand Ende April ein Pre-Event mit einem knappen Dutzend Teilnehmern, darunter Orica-Scott-Profi Annemiek van Vleuten, statt.Bereits im Rahmen dieser vier Tage fand im Kleinen statt, was die Middle East Peace Tour ab 2018 vorerst für die Dauer von fünf Jahren sodann im Großen leisten soll: inmitten einer verfahrenen politischen Situation vor allem Begegnungen ermöglichen und einen gesellschaftlichen Prozess anstoßen; durch „ganz normale, funktionierende Sachen“, wie es Eindor formuliert – etwa gemeinsam Rad zu fahren und über Materialfragen, Streckendaten und Taktik zu diskutieren.In einer Region, in der die Bürger des einen Landes in das andere normalerweise gar nicht einreisen, geschweige denn, sich frei auf den jeweiligen Straßennetzen bewegen dürfen, alles andere als selbstverständlich.
"Sport ist eine bestimmende Kraft in der Welt, und es gibt Millionen Sportler auf unserem Planeten. Wenn sich nur ein paar hundert davon im Rahmen dieses Rennens für den Frieden stark machen, hätten wir eine starke Stimme", erläutert Schönbacher den Hintergedanken der Middle East Peace Tour.Daneben gefällt speziell den Locals natürlich auch der touristische und damit wirtschaftliche Aspekt sowie die Chance, den Nahen Osten auf andere Weise denn als Krisenregion in die Medien zu bringen.
An den Details für die Anmeldung - Preise, Klassen, Service-Leistungen, UCI-Kategorie etc. - wird soeben gefeilt. Bereits fixiert sind der Termin (9.-15.3.2018) und der Streckenverlauf:Der siebentägige Bewerb startet, spektakulär situiert vorm steinernen Halbrund des römischen Amphitheaters in Amman, mit einem Rundstreckenrennen und bleibt nach dem Auftakt in der Hauptstadt und einem Transfer ans Tote Meer für zwei weitere Tage in Jordanien. Ins zweite Etappenziel Petra, der weltberühmten antiken Ausgrabungsstätte, geht es dabei über 1.200 Höhenmeter (von - 400 auf + 800 m), die Fahrt nach Aqaba ans Rote Meer führt hingegen vorrangig bergab.Sodann steht ein Einzelzeitfahren über 25 Kilometer in Ägypten am Programm, anschließend folgt mit der Königsetappe die Fortsetzung in Israel: Entlang des atemberaubend schönen Erosionskraters von Mitzpe Ramon (vgl. auch die immer noch fesche BB-Story aus der Region) geht die Strecke über zahlreiche Anstiege von Eilat in die Wüste Negev. Der vorletzte Tag führt von Mitzpe Ramon wieder tendenziell bergab, nach Neve Zohar. Und als grande finale wartet die Fahrt entlang der Festung Masada und des Toten Meeres weiter ins palästinensische Autonomiegebiet, über Jericho ins Ziel nach Jerusalem.
Alle Infos, News und Voreinschreibe-Möglichkeit unter www.meptour.com
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