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UST-Road: Mavic Comete Pro Carbon SL Disc und Yksion PRO UST

UST-Road: Mavic Comete Pro Carbon SL Disc und Yksion PRO UST

14.01.18 17:03 8.794Text: Luke BiketalkerFotos: Erwin HaidenSchlauchlos glücklich? Wir haben Mavics Rennrad-UST-System auf und abseits der Straße ausgeführt.14.01.18 17:03 9.056

UST-Road: Mavic Comete Pro Carbon SL Disc und Yksion PRO UST

14.01.18 17:03 9.056 Luke Biketalker Erwin HaidenSchlauchlos glücklich? Wir haben Mavics Rennrad-UST-System auf und abseits der Straße ausgeführt.14.01.18 17:03 9.056

Tubeless. Am Mountainbike möchte ich es nicht mehr missen, viele scheinen damit am Gravel ebenfalls glücklich zu werden. Aber am Rennrad? Vielleicht mag es an den doch recht hohen Abfahrtsgeschwindigkeiten gepaart mit ungastfreundlich staffierten Sturzräumen liegen, dass meine Begeisterung zu Reifenexperimenten am Straßenrad in der Vergangenheit mitunter eher gedämpft ausfiel. Vielleicht liegt es aber auch an den ewiggestrigen Scheuklappen, welche mir, kaum in den hautengen Aero-Kit geschält und im knallharten Rennradsattel sitzend, auf magische Weise die periphere Sicht verschleiern. Wer weiß das schon. So oder so hatte sich Mavic nach langer Beobachtungszeit gemeinsam mit Entwicklungspartner Hutchinson dazu entschlossen, dem Straßensport einen Schlauchlos-Standard, UST Tubeless, zu spendieren. Die Vorteile schlauchloser Reifen dürften bereits weitläufig bekannt sein. Mit den Vor- und Nachteilen von Mavics UST-Technologie hatte sich NoPain vor wenigen Monaten bereits ausführlich in diesem Video beschäftigt.

Unser Werksbesuch im französischen Annecy samt eingehenden Gesprächen mit dem dort ansässigen Entwicklungsteam und Besichtigung des Testlabors liegt zwar bereits zwei Jahre zurück, das damals gewonnene Vertrauen in die Entwicklungsarbeit, Qualität und Sicherheit bei Mavic reichte aber aus, um bedenkenlos in die schlauchlose UST-Testphase zu starten.

Universal System Tubeless?

Bereits im Jahr 1999 zeigten die Franzosen ihre Technologie erstmals am MTB. Nun bringt Mavic seine UST-Tubeless Technologie auch auf die Straßen dieser Welt. UST steht dabei für "Universal System Tubeless" - ein patentiertes System, das eine zertifizierte und vor allem standardisierte Verbindung zwischen Laufrad und Reifen darstellt. Die französischen Laufradspezialisten vereinen damit Felge und Reifen und verzichten in Zukunft bei beinahe der gesamten Rennradkollektion auf den bisher obligatorischen Schlauch. Letzterer kann, so man möchte, natürlich nach wie vor auch in den neuen Modellen gefahren werden.

Der Schritt zum schlauchlosen System verspricht - wie bereits vor Jahren am MTB - unbestreitbare Vorteile gegenüber konventionellen Rennradsystemen. Bei gleichen Voraussetzungen soll das UST-System etwa 15 % weniger Rollwiderstand verursachen als ein mit Schlauch bestücktes System. Das lässt auch Spielraum bei Luftdruck und Fahrkomfort. Ganze 5 % Einsparung sollen bei einem um 15 psi - etwa 1 Bar - reduzierten Druck erhalten bleiben. Außerdem minimiert das System die Pannenanfälligkeit drastisch - wo kein Schlauch, dort auch kein Durchschlag. Gegenüber der der Kombination aus Reifen und Schlauch spart UST darüber hinaus auch etwa 40 g Gewicht pro Rad.

Ungeachtet der Performancevorteile investierte Mavic ebenso viele Jahre der Entwicklung in die Handhabung und Sicherheit seines neuen UST-Systems. Leser mit Tubeless-Erfahrung wissen wohl zu bestätigen, dass das Setup ohne Schlauch - je nach Reifen/Felgen Kombi - nicht immer so spielerisch von der Hand geht, wie man sich das wünscht. Mit UST soll sich dies nun drastisch ändern. Auf Basis unzähliger Tests und Simulationen wurden Durchmesser von Reifen und Felge sowie die Beschaffenheit des Reifenwulstes präzise aufeinander abgestimmt. So konnte man die Fertigungstoleranzen im Durchmesser auf 0,2 mm reduzieren, die Varianzen im Wulst nach der Fertigung stark einschränken. Leichtere Montage und mehr Sicherheit sind das Ergebnis. Zwei umlaufende Kanten im Felgenbett sorgen darüber hinaus für eine schlüssige Passung des Reifens. Der Wulst rastet bei der Montage an den beiden Kanten ein und gibt mit einem eindeutigen Geräusch Feedback über den korrekten Sitz. Die Kanten sorgen auch dafür, dass im Falle einer Panne auf dem platten Reifen weitergefahren werden kann. Als erste Schlauchlostechnologie erfüllt das UST-System so die nach der ETRTO Norm gerichteten Radsport Normen ISO 4210/5775.

Mavic Comete Pro Carbon SL UST Disc

Felge: 3K-Carbon mit für Scheibenbremsen optimiertem Felgenprofil. UST Tubeless oder Drahtreifen kompatibel
Maße: ETRTO-Grösse: 622 x 19 tc (Rennrad); 64 mm Höhe; 19 mm Innenbreite
Nabe: VR: einstellbare gedichtete Industrielager (QRM+), HR: selbstjustierende gedichtete Industrielager (QRM Auto)
Maße: Vorderrad: 12 mm Achsen Innenmaß. Optional: Umrüstung auf Schnellspanner mit Adaptern oder mit Achstausch auf 15 mm Steckachse möglich
Hinterrad: 12 x 142 mm Steckachse, Umbaukit für Schnellspanner in Österreich nicht erhältlich
Freilauf: Shimano/Sram oder Campagnolo (mit optionalem Freilaufkörper umrüstbar für XD-Road)
Speichen: Stahl, doppelt konifizert; 24 Speichen je Laufrad; Einspeichung 2fach gekreuzt (VR), Isopulse (HR)
Gewichtsbeschränkung: 120 kg Systemgewicht
Gewicht: 1755 g (845/919 g VR/HR) ohne Reifen
Gewicht BB-Waage: 1806 g (855/951 g VR/HR) inklusive Ventile
Lieferumfang: 12-mm-Adapter (für VR); 12x142 mm-Adapter für Instant Drive 360-Naben (HR); 1 Flasche Mavic Sealant; Tubeless-Felgenband; Multifunktions-Einstellschlüssel; Disc-Befestigungsschrauben; UST-Ventil und Zubehör; Bedienungsanleitung
Preis: € 1.899,-
Comete Pro Carbon SL UST Disc & Yksion Pro UST

Montage, Befüllung, Fahrergefühl und Pannenprobe - für all dies musste Mavics neuer Comete Pro Carbon SL UST Disc, einer von insgesamt 12 UST-Tubeless Laufradsätzen im Sortiment, seinen Kopf hinhalten. Wie gehabt liefern die Franzosen ihre Rennradlaufräder - im Gegensatz zum MTB-Pendant - als Komplettrad aus. Wohl auch, weil Mavic aktuell noch die Exklusivrechte an der UST-Norm besitzt. Im kommenden Jahr soll der Standard dann sämtlichen interessierten Drittanbietern zur Verfügung stehen. Will man den Standard exakt so fahren, wie vom Erfinder gedacht, bleibt zur Zeit somit nur der Griff ins hausinterne Reifensortiment. Für den sportlichen Straßeneinsatz umfasst dieses aktuell kurz und knackig den Yksion Pro UST. 25 mm sowie 28 mm Breite stehen im Aftermarket zur Wahl. Ausgeliefert wird der Hochprofilsatz Comete Pro Carbon SL ausschließlich mit 25er Gummis, für welche dessen Profil auch nach NACA-Richtlinien abgestimmt wurde. Im Schulterschluss mit dem 26 mm Außenprofil der Carbonfelge folgt das Konzept so dem aktuellen State of the Art der aerodynamischen Integration von Reifen und Felge. Gute Aero-Werte versprechen auch die vielen Stunden im Windkanal, deren Ergebnis eine gute Balance aus Luftwiderstand und Seitenwindanfälligkeit sein soll.

Je 24 Speichen verbinden Felge und Nabe. Während das Vorderrad klassisch 2fach gekreuzt aufgebaut ist, rollen die Hinterräder im Isopulse-Schema (rechts radial, links 2fach gekreuzt) eingespeicht aus dem Werk. Mavic verspricht sich daraus eine gleichmäßigere Speichenspannung am rechten und linken Nabenflansch, was sich einerseits in höherer Steifigkeit und somit besserer Kraftübertragung, andererseits in geringerem Wartungsaufwand auswirkt. Letzteren verspricht auch die neue Freilaufgeneration Instant Drive 360 mit reduziertem Gewicht, minimierter Reibung und schnellem Kraftschluss. Zwei Sperrklinken mit 40-facher Verzahnung sorgen für einen schnellen Formschluss nach 9°. Das alte Vorgängersystem brauchte da noch 3° mehr, und war gut 40 g schwerer. Die Achsadapter sorgen für Kompatibilität mit allen gängigen Achsstandards und Freilaufkörpern. Sind am Hinterrad doppelt gedichtete QRM Auto Lager mit automatischer Justierung des Lagerspiels verbaut, können die QRM+ Lager fein eingestellt werden - je nach Ansprüchen leichtläufig für flotte Rennen oder minimal strammer für bessere Abdichtung in schlechten Witterungsbedingungen.

Mavic Yksion PRO UST

Karkasse: 127 TPI, Tubeless Ready Versionen: 700x25c/700x28c
Gummimischung: 11 Storm, Single Compound BB-Gewicht (25 mm): 251 g
Schutzlage: Superior: Nylon (von Wulstkern zu Wulstkern) Preis: € 59,00

Natürlich darf man von einer 64 mm hohen Felge keine Gewichtsrevolution erwarten. Doch mit 1755 g (VR ca. 845 g, HR ca. 910 g) liegen die Comete Pro im Vergleich zur Konkurrenz angesichts ihres Preises im akzeptablen Bereich. Zwar sind einige (teils nur 60 mm hohe) Laufräder gute 150 g leichter, dafür aber auch um einiges teuerer. Unsere gewogenen Gewichte liegen etwas über der Werksangabe, beinhalten allerdings auch die montierten Ventile samt Felgenband (!).

Hinsichtlich der Fertigungstoleranzen unterscheiden die Franzosen für ihre UST-Felgen - und das ist einer der Knackpunkte des UST-Systems - mit 621,95 +/- 0,35 mm die 0,5 mm Varianz der ETRTO klar. Noch enger setzt man sich den Standard für die Reifen. Zusätzlich zu den engen Toleranzen setzt Mavic bei seinen UST-Felgen auf 5,2 mm hohe Seitenwände und einen mit 4,5 mm besonders tiefen Kanal in der Felgenmitte, um das Aufziehen der Reifen zu erleichtern. Eine kleine Kante an beiden Seiten „fixiert“ die Reifenwulst am Felgenhorn. Im unwahrscheinlichen Fall eines Platten soll der Reifen dadurch auf der Felge verbleiben. Anders als Tubeless Ready-Systeme, die (je nach Reifen-Felgen Kombi) erst durch Zugabe von Latexmilch dicht werden, sollte am UST-System die Milch lediglich im Pannenfall zu Tragen kommen. Luftdicht ist das System auch so.

Die Mavic Yksion Pro UST mit der neuen 11 Storm Mischung sollen auf den optimalen Kompromiss aus Rollwiderstand und genügend Grip unter allen Bedingungen hin entwickelt worden sein. Leider liegen uns zum Rollwiderstand noch keine unabhängigen Testdaten vor. Was das Popometer und die von Mavic zur Verfügung gestellten Daten sagen, dazu später mehr..

Montage

Durch die bereits erwähnten streng gewählten Toleranzen gestaltet sich die Montage der UST Reifen auf der UST Felge tatsächlich deutlich vereinfacht. Hinsichtlich der Toleranzbereiche versucht das Groß der Hersteller die Sicherheit in den Vordergrund zu spielen. Soll heißen: TLR-Felgen haben die Tendenz hinsichtlich ihres Durchmessers am größeren, Reifen die Tendenz am kleineren Ende der ETRTO-Skala zu landen. Dass sich so die Montage nicht unbedingt erleichtert, wenn nicht gar zum Ding der Unmöglichkeit avanciert, scheint klar. Mitunter gefährlich kann es werden, erwischt man eine "kleine" Felge und einen "großen" Pneu. Zwar lässt sich so der Reifen bestimmt leicht aufziehen, wird dann allerdings schwerlich Dicht zu bekommen sein, und könnte durch den hohen am Rennrad gefahrenen Druck von der Felge springen...Mit UST, den engen Toleranzen und der Tatsache, dass das gesamte System aus einer Hand stammt, hat Mavic diese Probleme gelöst. Einfaches Aufziehen, sicherer Sitz und, sollte doch mal ein Schlauch die Tour retten müssen, einfache Demontage. Reifenheber erleichtern zwar die Montage, sind aber nicht unerlässlich.

  • Die Laufräder kommen mit vorinstalliertem Felgenband.Die Laufräder kommen mit vorinstalliertem Felgenband.
    Die Laufräder kommen mit vorinstalliertem Felgenband.
    Die Laufräder kommen mit vorinstalliertem Felgenband.
  • Die Montage der Reifen kann zwar mit Technik und Kraft auch ohne Reifenheber funktionieren. Leichter geht es aber doch mit.Die Montage der Reifen kann zwar mit Technik und Kraft auch ohne Reifenheber funktionieren. Leichter geht es aber doch mit.
    Die Montage der Reifen kann zwar mit Technik und Kraft auch ohne Reifenheber funktionieren. Leichter geht es aber doch mit.
    Die Montage der Reifen kann zwar mit Technik und Kraft auch ohne Reifenheber funktionieren. Leichter geht es aber doch mit.
  • Eine gewöhnliche Standpumpe genügt, um die Reifenwulst satt und deutlich hörbar zu setzen.Eine gewöhnliche Standpumpe genügt, um die Reifenwulst satt und deutlich hörbar zu setzen.
    Eine gewöhnliche Standpumpe genügt, um die Reifenwulst satt und deutlich hörbar zu setzen.
    Eine gewöhnliche Standpumpe genügt, um die Reifenwulst satt und deutlich hörbar zu setzen.
  • Nun lassen wir die Luft wieder ab, entfernen den Ventileinsatz und bereiten die Dichtmilch vor.Nun lassen wir die Luft wieder ab, entfernen den Ventileinsatz und bereiten die Dichtmilch vor.
    Nun lassen wir die Luft wieder ab, entfernen den Ventileinsatz und bereiten die Dichtmilch vor.
    Nun lassen wir die Luft wieder ab, entfernen den Ventileinsatz und bereiten die Dichtmilch vor.
  • Die Dichtmilch kommt in kleinen Fläschchen, und könnte theoretisch auch damit in den Reifen gefüllt werden.Die Dichtmilch kommt in kleinen Fläschchen, und könnte theoretisch auch damit in den Reifen gefüllt werden.
    Die Dichtmilch kommt in kleinen Fläschchen, und könnte theoretisch auch damit in den Reifen gefüllt werden.
    Die Dichtmilch kommt in kleinen Fläschchen, und könnte theoretisch auch damit in den Reifen gefüllt werden.
  •  Nach ausgiebigem Aufschütteln empfiehlt sich allerdings die weitere Befüllung der Reifen mit der mitgelieferten Spritze. Nach ausgiebigem Aufschütteln empfiehlt sich allerdings die weitere Befüllung der Reifen mit der mitgelieferten Spritze.
    Nach ausgiebigem Aufschütteln empfiehlt sich allerdings die weitere Befüllung der Reifen mit der mitgelieferten Spritze.
    Nach ausgiebigem Aufschütteln empfiehlt sich allerdings die weitere Befüllung der Reifen mit der mitgelieferten Spritze.
  • 30-50 ml Dichtmilch einfüllen, den Aufsatz der Spritze VORSICHTIG abziehen30-50 ml Dichtmilch einfüllen, den Aufsatz der Spritze VORSICHTIG abziehen
    30-50 ml Dichtmilch einfüllen, den Aufsatz der Spritze VORSICHTIG abziehen
    30-50 ml Dichtmilch einfüllen, den Aufsatz der Spritze VORSICHTIG abziehen
  • und den Ventileinsatz erneut eindrehen. Jetzt noch Luft einpumpen, und los geht's!und den Ventileinsatz erneut eindrehen. Jetzt noch Luft einpumpen, und los geht's!
    und den Ventileinsatz erneut eindrehen. Jetzt noch Luft einpumpen, und los geht's!
    und den Ventileinsatz erneut eindrehen. Jetzt noch Luft einpumpen, und los geht's!

Mittels gewöhnlicher Pumpe befüllt, ploppen die Reifenwülste irgendwo zwischen 2,5 und 3,5 bar deutlich hörbar ins Felgenhorn. Eigentlich sollten sie so bereits dicht sein - der Einsatz von Milch wird aber sowohl vom Hersteller als auch von uns empfohlen. Schlussendlich kann der angepriesene Pannenschutz nur damit realisiert werden. Also nochmals Luft raus, Ventileinsatz aus den mitgelieferten Ventilen entfernen und mit der ebenfalls im Lieferumfang befindlichen Spritze etwa 30-50 ml Tubeless-Milch wie in der Fotostrecke beschrieben in den Reifen füllen. Das Ventil sollte dabei stets an der tiefsten Stelle stehen. Des weiteren ist es empfehlenswert, darauf zu achten, mit der Spritze nicht zu viel Luft in den Reifen zu drücken, da diese beim Abziehen des Spritzenaufsatzes Dichtmilch zurückdrücken kann - und die Sauerei will wirklich niemand. Genauso wenig sollte man Druck von oben auf das Laufrad ausüben, solange der Ventileinsatz nicht wieder eingeschraubt und der Reifen mit Luft befüllt ist - ja, mitunter sind wir ungeschickt...
Auch sollte man die mitgelieferten Ventile mit großem Innendurchmesser und in richtiger Länge verwenden. Schraubt man auf (zu) kurze Tubelessventile Ventilverlängerungen, so verringert sich der Durchmesser, die Milch rinnt nicht wie gewollt in den Reifen und...naja, Sauerei eben.

Was wir eigentlich sagen möchten? Hält man sich gestreng an die Ratschläge der Gebrauchsanweisung und des selbsterklärenden Videos auf der Mavic Homepage (ganz unten), geht die Montage ohne Pleiten, Pech und Pannen vonstatten. Wer meint, eigene Ideen würden besser funktionieren, hat erst einiges zu putzen, bevor er dann doch wie vorgeschlagen verfährt.

Unterwegs

Für den Testzeitraum durften sich die Comete Pro Carbon SL UST Disc mit den montierten Yksion Pro UST an einem Specialized Venge Disc austoben, waren also in Steckachsen-Konfiguration (Schnellspanner wären seitens der Naben durch einen kleinen Umbau ebenso möglich) verbaut. Die Laufräder selbst überzeugen mit guten Steifigkeitswerten und entsprechendem Vortrieb. Mit 64 mm Profilhöhe fühlen sie sich - no na - auf flachem, leicht welligem Geläuf deutlich wohler als bei langen, langsamen Anstiegen. Hat man es eilig, nehmen die Comete viel Tempo mit, und auch wenn sie vom Hersteller ausdrücklich nicht für den Einsatz abseits geteerter Wege empfohlen sind, hielten sie trotz +80 kg Fahrergewicht und wenig zimperlichem Fahrverhalten auf wirklich schlechten Strecken und sich neuerdings Gravel schimpfenden Schotter- und Feldwegen anstandslos mit. Für die Lager wohl auf Dauer kein Leckerbissen, zur Veranschaulichung der Robustheit des Laufradsatzes jedenfalls ein Statement. Weniger überzeugen konnten die Comete da in ihrer beworbenen Seitenwindunanfälligkeit. In mittelstarkem bis starkem Wind und unabhängig von der eigenen Fahrgeschwindigkeit verlangen die Mavic doch nach deutlich festerer Hand als die besten Konkurrenten. Mitunter muss da der Griff zur Flasche bis zum nahenden Anstieg warten. Erscheint Aiolos in gelassenerer Gemütslage, präsentieren sich die Comete Pro Carbon SL UST Disc entsprechend ihrer Höhe als unkomplizierter und vielfältiger Begleiter für flache Rennen, schnelle Ausfahrten und Triathlons.

Aero hin, Aero her - weshalb wohl die meisten Leser dieser Zeilen in den Beitrag geklickt hatten, so die wage Vermutung, sind weniger die Laufräder als das UST-Konzept samt Pneus. Eines gleich vorneweg - trotz ernsthafter Bemühungen konnten wir über den Testverlauf keine Probleme, Pannen und Pleiten heraufbeschwören. Aber der Reihe nach.

Mavic weist an seinen UST Produkten via Aufkleber eindringlich darauf hin, den maximalen Luftruck von 6 Bar nicht zu überschreiten. Eine Missachtung "may cause serious injury and damage". Mit nackt gewogenen 82 kg waren die ersten Ausfahrten ein Herantasten an den idealen Luftdruck. Nach Experimenten bis zu (ebenfalls pannenfreien, aber doch etwas undefinierten) 4,5 Bar, pendelte sich der Luftdruck bei allroundtauglichen 5,5 bis 5,8 Bar ein. Interessante Side-Note: Mavic hat eine App Entwickelt, welche basierend auf Reifensystem, Einsatzgebiet, sportlichem Anspruch sowie Felgen- und Reifenbreite den Idealen Luftdruck ermittelt - die Empfehlung für unser UST-Setup? 6,5 Bar... wir haben bei Mavic urgiert, und die Entwickler werden sich des Problems annehmen - einstweilen gilt der Hinweis, dass stets den Angaben auf Felge und Reifen, nicht jenen der App Folge zu leisten ist. Dies nur als kleiner, vielleicht sachdienlicher Sicherheitshinweis.

Etwas ungewohnt zeichnet sich das Bild am Mavic Yksion PRO UST im Fahrbetrieb. Kein charakteristisches Woom-Womm der Aero-Laufräder beim Beschleunigen, keine Vibrationen, die sämtliche Informationen vom Untergrund ungefiltert in den Körper leiten und ein Gefühl von Geschwindigkeit vorgaukeln. Stattdessen fühlen sich die UST-Reifen in direkten Vergleich mit Clinchern und Schlauch stark gedämpft an. Das sorgt einerseits für sehr satte Straßenlage und viel Grip, andererseits auch für - gefühlt - weniger Geschwindigkeit. Eine sensomotorische Täuschung, die nicht nur der Blick auf den Tachometer, sondern auch Physik und Publikationen aus jüngerer Zeit widerlegen. Nur allzu leicht lässt man sich - zumindest am Rennrad - irreleiten, und verwechselt den rauen Ritt auf Messers Schneide durch einen übermäßig harten Reifen mit Geschwindigkeit. Unter realen Bedingungen abseits von glattgeschniegelten Laborwalzen ist es im Gegenteil der niedrigere Luftdruck, der den Reifen auf rauem Asphalt und sämtlichen anderen Untergründen laienhaft gesprochen geschmeidiger und damit schneller macht. Ein prall gefüllter Reifen "springt" hingegen über den Untergrund, und erhöht somit den Rollwiderstand - die Vorteile des pneumatischen Reifens gegenüber dem Vollgummi-Pendant gehen damit großteils verloren.

  • Die Grafik zeigt einen Auszug aus Mavics internen Messungen, die sich großteils mit unserem Popometer decken. An der Y-Achse der gemessene RoWi bei 30 km/h, an der X-Achse als Parameter für den Grip die maximale Geschwindikgeit, bis zu welcher der Testpilot eine standardisierte, nasse Li-Re Kombination noch fahren konnte. Ohne Bestätigung zu haben, gehen wir davon aus, dass alle Reifen bis auf den ausdrücklich als 23 mm ausgewiesenen S-Works in 25 mm getestet wurden. Dies erklärt wohl auch das etwas schwächere Abschneiden des Speci-Pneus. Der Benchmark-Reifen GP 4000S II von Conti (wohl mit Schlauch) und der Schwalbe One TL Easy liegen im RoWi vor dem Yksion PRO UST, selbiger kann sich allerdings im Grip absetzen. Gegenüber dem Non-UST Modell zeigt sich ein deutlich geringerer RoWi. Mavic räumt ein, diesen Grip-Vorteil nur unter nassen Bedingungen ausspielen zu können. Im Trockenen schenken sich die High-Performance Reifen aller Hersteller wenig, und der Speed im Parcours wird eher durch das Fahrkönnen des Piloten bestimmt.
    Die Grafik zeigt einen Auszug aus Mavics internen Messungen, die sich großteils mit unserem Popometer decken. An der Y-Achse der gemessene RoWi bei 30 km/h, an der X-Achse als Parameter für den Grip die maximale Geschwindikgeit, bis zu welcher der Testpilot eine standardisierte, nasse Li-Re Kombination noch fahren konnte. Ohne Bestätigung zu haben, gehen wir davon aus, dass alle Reifen bis auf den ausdrücklich als 23 mm ausgewiesenen S-Works in 25 mm getestet wurden. Dies erklärt wohl auch das etwas schwächere Abschneiden des Speci-Pneus. Der Benchmark-Reifen GP 4000S II von Conti (wohl mit Schlauch) und der Schwalbe One TL Easy liegen im RoWi vor dem Yksion PRO UST, selbiger kann sich allerdings im Grip absetzen. Gegenüber dem Non-UST Modell zeigt sich ein deutlich geringerer RoWi. Mavic räumt ein, diesen Grip-Vorteil nur unter nassen Bedingungen ausspielen zu können. Im Trockenen schenken sich die High-Performance Reifen aller Hersteller wenig, und der Speed im Parcours wird eher durch das Fahrkönnen des Piloten bestimmt.
    Die Grafik zeigt einen Auszug aus Mavics internen Messungen, die sich großteils mit unserem Popometer decken. An der Y-Achse der gemessene RoWi bei 30 km/h, an der X-Achse als Parameter für den Grip die maximale Geschwindikgeit, bis zu welcher der Testpilot eine standardisierte, nasse Li-Re Kombination noch fahren konnte. Ohne Bestätigung zu haben, gehen wir davon aus, dass alle Reifen bis auf den ausdrücklich als 23 mm ausgewiesenen S-Works in 25 mm getestet wurden. Dies erklärt wohl auch das etwas schwächere Abschneiden des Speci-Pneus. Der Benchmark-Reifen GP 4000S II von Conti (wohl mit Schlauch) und der Schwalbe One TL Easy liegen im RoWi vor dem Yksion PRO UST, selbiger kann sich allerdings im Grip absetzen. Gegenüber dem Non-UST Modell zeigt sich ein deutlich geringerer RoWi. Mavic räumt ein, diesen Grip-Vorteil nur unter nassen Bedingungen ausspielen zu können. Im Trockenen schenken sich die High-Performance Reifen aller Hersteller wenig, und der Speed im Parcours wird eher durch das Fahrkönnen des Piloten bestimmt.

Hat man sich erstmal an dieses vermeintlich trägere Fahrgefühl gewöhnt, wird man mit viel Fahrkomfort und genügend Sicherheitsreserven belohnt. Kein Schlagloch wurde ausgelassen, und selbst Ausflüge in Gravel-Revier und Wald steckten die Reifen ohne jedwedes Murren weg. Mavic selbst gibt an, den Reifen und die Storm 11-Mischung nicht gezielt auf minimalst möglichen Rollwiderstand getrimmt zu haben. Viele Reifen, die sich zu sehr auf diesen fokussieren, verlieren im Gegenzug an (Kurven-)Grip. Ein Kompromiss, denn die Entwickler hier nicht gehen wollten. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz, so ergaben die hausinternen Messungen, hinken die Yksion PRO UST den besten Reifen im RoWi zwar etwas hinterher, schneiden aber im Kurvengrip deutlich über dem Durchschnitt ab. Wobei auch in Bezug auf obenstehende Grafik betont werden sollte, dass es sich bei all den in Relation gesetzten Reifen um High-End Ware handelt, und eine "schlechtere" Performance nach wie vor nicht als schlecht eingestuft werden sollte. Wie auch immer, decken sich die Angaben von Mavic ziemlich mit unseren Erfahrungen, scheinen also realistisch zu sein. Der Yksion rollt etwas schlechter als etwa die Benchmark Continental GP 4000 II oder Schwalbes Tubeless Ready One TL Easy. In der Grafik liegt das Grip-Niveau (getestet wurden Li-Re Kurven auf konstant nasser Fahrbahn, das Ergebnis ist die Geschwindigkeit, bei der der Testfahrer auf der Go**** gelandet war) zwei km/h über dem Conti. Im Testbetrieb hätten wir die beiden auf Augenhöhe gesehen. Ungeachtet der vorliegenden Daten und unserer Wahrnehmung blicken wir ersten unabhängigen Messungen gespannt entgegen.

Gegenüber den alten Non-UST Yksions, welche des Sommers einige Zeit in an einem Testbike durch die Redaktion gerollt waren, sind die UST Reifen in 25 mm ein großer Schritt nach vorne, sowohl was den Rollwiderstand, als auch - Luftdruckbedingt? - Grip und Komfort betrifft. Von der unglaublich hohen Pannensicherheit erst gar nicht zu sprechen...Bloß etwas lebendiger könnten sich die Reifen dann doch anfühlen.

Fazit

Mavic UST Road
Modelljahr: 2018
Testdauer: 4 Monate
+ Montage (wenn streng nach Anleitung & mit Originalteilen)
+ Pannensicherheit
+ Grip & Sicherheitsreserven
+ Dämpfung & Fahrkomfort
+ Preis
+ RoWi-Potential gegenüber Clincher & Schlauch
o Springen andere Hersteller auf den Standard auf?
- Reifen fühlt sich nicht ganz so "lebendig" an (auch wenn ihn gerade das wohl schnell macht)
BB-Urteil: Zukunftsträchtiger Standard.

Universal System Tubeless also: Jahre nachdem diverse Hersteller mit gemischtem Erfolg bereits Tubeless-Angebote auf den Markt brachten, entschieden sich die Franzosen nun, einen (hoffentlich) bald einheitlichen Standard für Tubeless-Systeme zu schaffen. Mavic hat die mitunter auftretenden Probleme des aktuellen Angebotes erkannt, analysiert und - so scheint unser initialer Eindruck - großteils gelöst zu haben.
Montage und Setup, sofern korrekt und streng nach Anleitung durchgeführt, sind denkbar unkompliziert; Fahrverhalten, Leistungsfähigkeit und Pannensicherheit ergeben einen Mix, der - wenn man danach sucht - schwer zu schlagen erscheint. Klar, so gut wie keine Furcht vor Schlaglöchern, Kanaldeckeln und spitzem Unrat, auch wenn die vor einem liegende Straße mal wieder wenig mit der Definition der Produktentwickler zu tun hat, ist ein klares Plus, vor allem für schwere Fahrer. Der Einsatzbereich der Reifen erweitert sich durch den geringeren Druck, den erwähnten Grip und die gute Dämpfung; gerade im Training und auf Tour ist man längst nicht auf gepflegte Wege angewiesen. Der Reifen verliert über den Zeitraum einer Woche etwa 1 Bar. Dies liegt, wie auch der grundsätzliche „Pflegebedarf“, absolut im grünen Bereich. Keinerlei Pannen, auch nicht bei testweise extrem niedrigem Druck, sprechen für das UST-System.
Das „nie wieder mit Schlauch“-Gefühl, welches am MTB im Hinterkopf schwebt, will sich auf den reinen Straßenbetrieb beschränkt allerdings noch nicht wirklich einstellen - mal sehen, was passiert, wenn andere Hersteller auf den UST-Zug aufspringen, und die Lieblings-Asphaltschneider des Redaktionsteams (so die Hoffnung) verfügbar werden. Sucht man gerade nach einem Tubeless-Setup, wagen wir uns hinsichtlich Qualität, Robustheit und Pannensicherheit, die System-Kombi aus Mavic Laufrädern und Reifen durchaus zu empfehlen.


Ergebnis 1 bis 12 von 12
  1. #1
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    krieglach
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    UST-Road Test: Mavic Comete Pro Carbon SL UST Disc und Yksion PRO UST

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  2. #2
    rund und gsund Avatar von NoFlash
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    Das Konzept gefällt mir sehr gut, wenn es wirklich funktioniert und andere Reifenhersteller nachziehen gibts für mich eigentlich fast keinen Grund mehr andere Laufräder zu kaufen.
    Wie verhält es sich bei Seitenwind verglichen mit den DT Swiss ARC 62?
    Einziger Kritikpunkt sind für mich die Decals, sieht furchtbar aus. Kann man die entfernen?

  3. #3
    Zitat Zitat von NoFlash Beitrag anzeigen
    Das Konzept gefällt mir sehr gut, wenn es wirklich funktioniert und andere Reifenhersteller nachziehen gibts für mich eigentlich fast keinen Grund mehr andere Laufräder zu kaufen.
    Wie verhält es sich bei Seitenwind verglichen mit den DT Swiss ARC 62?
    Einziger Kritikpunkt sind für mich die Decals, sieht furchtbar aus. Kann man die entfernen?

    ist die arc dicut schon wer von uns gefahren? du vielleicht selber?
    ich bin ja immer noch am fahren was die anyroad betrifft - schlauchlos - ust - bisher ohne tadel und pannen...
    bei rennradreifen mit mehr als 6bar druck bin ich nach wie vor skeptisch - heim kommst schon, aber wenn das loch größer als 1mm ist, werden nicht viel mehr als 3-4 bar drinnen bleiben...zunmindest wars bei den Schwalbe one so

  4. #4
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    Wenn die Laufräder noch nicht auf der Heimreise sind, kann ich den Karton nochmals aufmachen, und nach den Decals schauen.

    Ich kenn die DT Swiss nur aus zweiter Hand, aber wirklich beeindruckt hat mich die Seitenwindstabilität der Mavics nicht. Wobei ich doch auch eher selten mit Felgenhöhen jenseits der 60 mm unterwegs bin...

  5. #5
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    Mehr als 6 bar Druck spielts beim UST-System eh nicht. 6 bar ist die absolute Obergrenze von Mavic. Ich hab mich sehr bemüht, aber leider auch beim Graveln keine Löcher reinbekommen . Spricht für den Reifen, aber hätte mich schon auch interessiert, ob es dann noch abdichtet. In der Simulation ists ja nicht spannend, da funktioniert ja meistens alles wie gewünscht...

  6. #6
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    Gibt es schon andere Reifenhersteller die kompatible Reifen anbeiten?

  7. #7

  8. #8
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    Eine Frage noch, *Sir!*
    Wieviel Kilometer waren es denn?*
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  9. #9
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    Toller Bericht mal wieder - Danke!!!

    Ich habe mir den LRS nun gekauft, möchte aber lieber Conti Grandprix TT (mit Schlauch) fahren... und bekomme die werksseitig montierten Yksion partout nicht von der Felge demontiert. Zwei Abende, diverse Blasen an den Fingern und unzählige Flüche später habe ich es noch immer nicht geschafft den Reifen über diese im Felgenbett liegenden "kleinen" Höcker zu drücken. Die Reifen sind so eng am Felgenhorn, dass ich auch keinen Reifenheber dazwischen bekomme. Selbst der Trick sich auf den Reifen zu stellen und die Felge zu sich heranzuziehen funktioniert nicht.

    Das muß doch irgendwie gehen, zumal ich den LRS im Triathlon verwenden will und da schlimmstenfalls auch mal einen Platten reparieren und einen Schlauch einziehen muß.

    Habt ihr dazu irgendeine Idee?

  10. #10
    Frohnatur Avatar von NoPain
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    Kann dir eigentlich nur raten, etwas beherzter an die Sache ranzugehen. Kann eigentlich nur an deiner "Technik" liegen. Habe die UST Reifen von diversen Gravel-Laufrädern und auch von den Comete immer wieder auf- und abgezogen und es hat durchwegs recht easy funktioniert.

  11. #11
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    Zitat Zitat von NoPain Beitrag anzeigen
    Kann dir eigentlich nur raten, etwas beherzter an die Sache ranzugehen. Kann eigentlich nur an deiner "Technik" liegen. Habe die UST Reifen von diversen Gravel-Laufrädern und auch von den Comete immer wieder auf- und abgezogen und es hat durchwegs recht easy funktioniert.
    OK, ich bin nicht gerade Hulk - aber im Rahmen meiner Möglichkeiten war ich schon beherzt. Die 25mm des Reifens kann man nicht so gut fassen, aber selbst draufstellen (sogar mit Schuhen!) hat nicht funktioniert. Ich habe auch schon etwas Schwalbe Tire-Fit in die Felgenflanke laufen lassen weil ich gehoffte habe es würde dann besser flutschen. Aber nix da

    "Technik" ist mit beiden Daumen drücken, bzw mit Zeige/Mittel/Ringfinger ziehen. Ist eigentlich egal... funktioniert beides nicht. Falls Du noch irgendeinen Tipp hast, wäre ich seeeehr dankbar.

    Sollte mit das jemals gelingen präventiv schon mal die Frage "wird es denn mit einem Conti GP4000 bzw TT besser gehen?"

  12. #12
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    OK, geschafft... und es lag tatsächlich an meiner "Technik": der Trick war es, den Reifen zunächst vom Ventil ausgehend auf beiden Seiten gleichzeitig zur gegenüberliegenden Seite zu ziehen. Dadurch ergeben sich dann die 1-2mm die gefehlt haben um ihn über das Felgenhorn zu drücken. So klappt es, und die Contis lassen sich auch gut aufziehen

    Da im Thread noch die Frage nach den Decals gestellt wurde: die sind aufgeklebt und ich bin mir zu 99% sicher, dass man die rückstandsfrei abziehen kann. Inzwischen hat Mavic aber auch ein neues Design welches sehr neutral ist https://shop.mavic.com/de-de/comete-...html#1028=3283 Ich würde mich nicht wundern wenn in Kürze auch verschiedenfarbige Decals zum nachrüsten angeboten werden.