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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elektrofahrräder umweltfreundlich ?



werner5
13-07-2009, 17:29
Weil das umweltfreundliche Elektrofahrrad grad so schön im Staatsfunk beworben worden ist, stelle ich mir die kritische Frage ob das mit der Umweltfreundlichkeit auch stimmt!

Wie sieht die Energie/Umweltbilanz wirklich aus, hat jemand Zahlen ?

Mir geht derzeit nur so durch den Kopf:

- Stromherstellung per se ist nicht immer umweltfreundlich (Atomstrom)
- Akkus sind meist chemische Zeitbomben....


Marketing-Gag ?

lg
Werner

NoSe
13-07-2009, 17:49
viel besser es fahrt einer mit dem elektrofahrrad als mit dem 2-takt moperl oder dem auto. und wer weiss, vielleicht isses ja solarstrom mit dem das dings aufgeladen wird, oder?

Letscho
13-07-2009, 17:53
- Stromherstellung per se ist nicht immer umweltfreundlich (Atomstrom)


das "immer" kannst uneingeschränkt weglassen. Atomstrom ist ausserdem relativ umweltfreundlich.

Zu deiner Frage: verglichen mit Verbrennungsmotoren ist Elekrizität egal aus welchem Kraftwerk praktisch immer umweltfreundlicher. Noch dazu bei der (im Vergleich) minimalen Energiemenge um die es sich handelt.

AB
13-07-2009, 18:02
Genau das hab ich mir auch schon gedacht... sicher sind die Elektrobikes umweltfreundlicher wie Autos, aber sicher nicht so umweltfreundlich wie normale Räder.

werner5
13-07-2009, 18:07
Ich bin auch nicht "strikt" dagegen.....
und die Grundidee ist sicher gut....

aber ich "liebe" es halt soclhe Werbebotschaften ein bischen kritisch zu durchleuchten, auch wenn ein Kärntner (Letscho) das bei diesem Thema vielleicht gar nicht will, denn schließlich ist in besagtem ORF-Bericht speziell über die Kärntner Elektro-Fahrrad Initiative berichtet worden, ein Schelm wer da böses denkt :devil:

Generell sind aber alle derzeitigen Strom-statt Fosil Diskussionen eigentlich eine Wette auf die Zukunft, nämlich dass ein Weg gefunden wird Strom einfach/günstig und nicht fossil zu erzeugen
DERZEIT gibt es diesen Weg (zumindest in der notwendigen Menge) noch nicht.

Selbstverständlich ist auch der Begriff "Umweltfreundlich" etwas schwammig....

Die Energiebilanz bzw. die Energiebereitstellung für den Motor ist eine Sache,
die Herstellung und entsorgung des Gerätes schon wieder eine andere und die sollte doch auch zur Umweltfreundlichkeit zählen ?

Wenn jetzt wie angekündtigt 700.000 (hoffentlich erinnere mich da richtig) Elektor-Fahrräder über den Ladentisch gehen werden, wieviele davon werden nach einigen Jahren und kaum 1000km am Tacho wieder entsorgt werden müssen ..... die Sondermülldeponien werden sich über die akkus freuen und anständige Entsorgungsprämien kassieren!


lg
Werner

NoSe
13-07-2009, 18:13
nächstes jahr bei der KT sollten die vorausfahrzeuge keine mopperln sondern e-bikes sein, da muss auch der vorausfahrer ordentlich einetretn.

werner5
13-07-2009, 18:17
"richtig" interessant wäre die Sache ja wenn das Ding OHNE Steckdose laufen würde, nur durch so "geile" Sachen wie

- Rückgewinnung von Bremsenergie
- abzwacken von ein paar Watt in der Ebene
- Photovoltaik im Rahmenlack etc.

und das OHNE eine Chemiefabrik (Akku) mitführen zu müssen

ventoux
13-07-2009, 19:47
Gegenüber einem Auto auf jeden Fall.Allein schon aus gewichtstechnischen Gründen.
Beim E-Fahrrad bewegen sich ~25kg gegenüber einem Auto mit ~1300kg.
Das muss man sich schon manchmal eher die Frage stellen ist der öffentliche Verkehr umweltfreundlicher wenn ich mir manch fast leere zigtonnenschwere Zuggarnitur ansehe.
Aber eine E-Lok raucht nicht und sieht somit umweltfreundlich aus:confused:

viper999
13-07-2009, 20:26
hat jemand einen link über solche e-bikes:
hersteller , werbung, technik etc...

lg markus

Norb
13-07-2009, 20:37
Wennst willst, kannst E-Bikes von

Flyer http://www.flyer.ch/
Raleigh
Giant
bei uns ausprobieren.
Vorher halt anmelden, damit sie nicht unterwegs sind.
Ich mag besonders den Panasonicantrieb von Flyer und Raleigh.



hat jemand einen link über solche e-bikes:
hersteller , werbung, technik etc...

lg markus

viper999
13-07-2009, 20:57
Wennst willst, kannst E-Bikes von

Flyer http://www.flyer.ch/
Raleigh
Giant
bei uns ausprobieren.
Vorher halt anmelden, damit sie nicht unterwegs sind.
Ich mag besonders den Panasonicantrieb von Flyer und Raleigh.

hmmm - wie sieht´s da mit der 100%igen (oder gar 150%) unterstüzung aus, wenn ma selbst de leistung für (sagen wir mal) 35km/h bring? flitz ma dann gemütlich mit an 70er durch de gegend - wär irgedwie lässig.

lg

grey
13-07-2009, 21:07
hmmm - wie sieht´s da mit der 100%igen (oder gar 150%) unterstüzung aus, wenn ma selbst de leistung für (sagen wir mal) 35km/h bring? flitz ma dann gemütlich mit an 70er durch de gegend - wär irgedwie lässig.

lg

so weit ich weiß..
gibts welche mit 25km/h beschränkung und welche mit 45 (zulassungspflichtig in D und ch)

bei den teilen gehts eher darum gschmeidig mit 25km/h dahinzuradeln völlig irrelevant ob gegenwind oder und ne steigung dagegenarbeiten

hab mal ein liegerad mit BionX glaub ich ausprobiert.. geht ab wie sau ;) du hast das gefühl als hättest du superkräfte :rofl:

NoAhnung
13-07-2009, 21:13
100%ig umweltfreundliche mobilität funktioniert nur per pedes und barfuß:D und da stellt sich auch die frage nach der art und herkunft der zusätzlich notwendigen nahrung

alles andere ist ein kompromiss, obs jetzt die herkunft der räder ist (auch ich fahr mit einen china-titanrahmen in die arbeit:rolleyes:).

aber die sinvolle begrenzung des übels ist der anfang der umfassenden nachhaltigkeit.

es gibt soviele zu berücksichtigenden faktoren, z.b. flächenversiegelung durch asphaltstrassen, da wirds mir als bekennder rr-fahrer sogar ein wenig mulmig...
oder die notwendigkeit der wegstrecken, oder die auslastung und akzeptanz von öffentlichen; macht eine klimatisierung der u-bahnen sinn, wenn sie eine attraktivitätssteigerung mit sich bringt?

atomkraft als relativ umweltfreundlich:eek: hinzustellen sehe ich als besonders kurzsichtig, viele kommende generationen werden sich ob des aufwands und der kosten der "end"lagerung die haare raufen. ganz zuschweigen von der beschaffung(und des damit verbundenen co2 aufwands) der endliche ressource uran... schade dass lediglich regerative ressourcen einer umfassenden lebenszyklus-co2-aufwandsanlayse unterzogen werden.

das wort verzicht sollte im raum stehen, aber das nehmen entscheidungsträger und politiker gar ungern in den mund, schließlich muss die wirtschaft florieren.:f:(ich mag das speib smiley nicht sonst hätt ichs verwendet) wachstum als selbstzweck, wofür? nur damits für alle ein bissi mehr wird und sich keiner über die ungleiche verteilung aufregt...
ok, ich schweife ab.

photovoltaik stand im raum, wie klärt man die entsorgungsfrage? bis vor kurzem bezeichneten gut informierte kreise diese dinger als sondermüll am dach. wie sieht deren betrachtung über den lebenszyklus aus? gut, in richtung sonnenenergienutzung wird schon sehr viel geforscht, gut so :toll:

stromspeicherung ist ein nach wie vor ungelöstes problem, die akkutechnologie steckt in den kinderschuhen, aber forschung wird fast immer nur dann ausreichend finanziert wenn sie kurzfristig wirtschaftlich verwertbar ist.
ohne effizienter energiespeicherung werden netzunabhängige mobilitätsysteme nie wirklich effzient funktionieren...

die angesprochenen elektrofahrräder sind definitiv ein schritt in die richtige richtung, damit wird eine bisher in der mobilität ungeahnte effizienz erreicht (beförderte netto- zur bruttomasse) trotz all ihrer schwächen.

publik und gesellschaftich attraktiv machen solcher neuen konzepte kombiniert mit dem sinnvollen einsatz althergebrachter fortbewegungsmittel sowie eine anpassung der notwendigen mobilität durch sinnvolle raumplanung und maßvolle verantwortungsbewuste einschränkung(!) des einzelnen und des gütertransports ist meiner meinung nach ein richtiger weg in eine nachhaltige mobilitätszukunft. überhaupt in eine nachhaltige zukunft über generationen hinweg. es gibt noch viel zu tun.

aber die geschichte lehrt uns ja, dass der mensch sich nur dann anpasst wenn die negativen konsequenzen direkt vor der haustüre stehen und klar ersichtlich sind. das ist dann wieder ein soziales oder evolutionsthema...

sorry für soviel text aber das wollt ich mal loswerden! es bleibt spannend!:wink:

fullspeedahead
13-07-2009, 23:34
die Akkus sind sicherlich ein Thema aber es stellt sich halt die Frage, womit mans vergleicht (Fahrrad/Öffis/Mopperl/Auto/etc)

Wichtiger Vorteil in der Stadt ist halt der Wegfall direkter Emissionen bei allen Elektromobilen im Vergleich zu Verbrennungsmotoren.

FloImSchnee
13-07-2009, 23:48
- abzwacken von ein paar Watt in der EbeneGenau da werden aber die meisten auch Unterstützung wollen.

Ohne Steckdose wird's kaum gehen.

ventoux
14-07-2009, 01:20
[/SIZE][/SIZE]

ungeahnte effizienz erreicht (beförderte netto- zur bruttomasse) trotz all ihrer schwächen.

maßvolle verantwortungsbewuste einschränkung(!) des einzelnen und des gütertransports

Genau das sind für mich die Punkte die es zu lösen gilt.
Ein Bsp zum Gütertransport:Wir machen Zigarettenpapier, der Zellstoff dafür kommt aus Spanien, dann wird es in Finnland geprägt und von dort nach China gebracht. Irre:confused:
Solche Beispiele gibt es zur Genüge.

<MM>
14-07-2009, 01:51
Um welchen Bericht geht es eigentlich? :)

Norb
14-07-2009, 07:29
Du beschreibst es recht gut.....
Wir bereiten aber auch einen "Aufrüstsatz" für das bestehende "alte"
MTB vor, damit kann man dann richtig Spass haben.. ;-)

Habe ein Raleigh im Test, welches erst bei 45 aufhört zu unterstützen....
Also bis dahin hast mächtigen "Rückenwind"...


so weit ich weiß..
gibts welche mit 25km/h beschränkung und welche mit 45 (zulassungspflichtig in D und ch)

bei den teilen gehts eher darum gschmeidig mit 25km/h dahinzuradeln völlig irrelevant ob gegenwind oder und ne steigung dagegenarbeiten

hab mal ein liegerad mit bionix glaub ich ausprobiert.. geht ab wie sau ;) du hast das gefühl als hättest du superkräfte :rofl:

GrazerTourer
14-07-2009, 07:34
Erst letzte Woche bin ich mit dem Radl in die Arbeit gefahren (rund 42km eine Richtung - darum fahre ich das recht selten). In der Stadt war ein Herr im Anzu mit Elektrobike vor mir. Da ich um 6 Uhr in der Früh nicht viel davon halte sonderlich flott zu fahren, hat mich eine Geschwindigkeit mit rund 30-32km/h schon erstaunt. Aufrecht sitzend, nicht schwitzend im Anzug sah das recht lustig aus. Mich hat begeistert wie flott der Herr - ohne sich irgendwie anzustrengend - mit dem Teil gefahren ist. Besonders bemerkenswert war allerdings, daß er mich bei jeder Kreuzung im wahrsten Sinne des Wortes stehen gelassen. Ich hätte da schon ordentlich kräftig starten müssen um mit ihm auf den ersten 40m mitzuhalten.

Für den täglichen Gebrauch in die Arbeit dürften die Teile ein absoluter Hit sein!

A´dorfer
14-07-2009, 08:07
- Stromherstellung per se ist nicht immer umweltfreundlich (Atomstrom) :eek: Is´ er nich´ :confused:



- Akkus sind meist chemische Zeitbomben....
Nur wegen dem Herrn Fischer seiner Deponie :devil:

Ausserdem wollen die Rohstoff zur Herstellung solcher auch mal gefördert werden.



Marketing-Gag ?


Wie vieles andere. :o


lg
Werner

no comment :devil:

peregrin
14-07-2009, 09:32
Okay, jetzt hat ventoux die Stelle zwar auch schon aufgegriffen, trotzdem stell ich jetzt mein gestern vorbereitetes Posting rein:


anpassung der notwendigen mobilität durch sinnvolle raumplanung und maßvolle verantwortungsbewuste einschränkung(!) des einzelnen und des gütertransports ist meiner meinung nach ein richtiger weg in eine nachhaltige mobilitätszukunft.
Ich denk in diesem Aspekt liegt der Schlüssel zum Erfolg, wobei ja die Weichen vor allem speziell mit der Verkehrsplanung gestellt werden. Jeder neue Verkehrsweg bedeutet eine Änderung der umgebenden Struktur. Die Politik hat leider (in fast allen Fällen) bis heute nicht gelernt, Ursache und Wirkung auseinanderzuhalten.

Wenn ich mir zB nur meine nähere Umgebung anschau: Da gibt es Tullner, die fahren bis nach Wien und zurück. Obwohl Tulln am Arbeitsmarkt ganz klar expandiert hat, sogar eine FH dort stehn hat und mit der Nahversorgung um Häuser besser dasteht als Klosterneuburg. Dann gibt es Politiker, die sehen das Übel im Zuwachs des Durchreiseverkehrs und behandeln die Symptome, indem Entlastungswege, Umfahrungen u. dgl. gebaut werden. So wird das natürlich langfristig nie was ...
Das soll nur ein Beispiel sein, Konsorten gibt es im ganzen Land.

Es gibt Studien, die aussagen, dass *seit Jahrzehnten* zwei Konstanten vorherrschen:


Ein jeder bestreitet 3-4 Wege pro Tag
Er benötigt dazu in Summe 60-90 Minuten


Daraus lässt sich folgern, dass die Mobilität eigentlich in etwa die gleiche geblieben ist.
Was hat sich verändert? Die Wege wurden länger, die Reisegeschwindigkeiten erhöht, und *simultan* dazu hat sich der Arbeitsmarkt verlagert, die Nahversorgung (und vor allem deren Belieferung) in ein hemmungsloses Gemetzel um minderwertiges Masseneinerlei verwandelt und soziale Strukturen sowie Freizeitgestaltung sind natürlich auch im Wandel, wenn man sich ja eh schon täglich auf die Reise über zig km zum Job macht.
Immerhin konnte man früher den Alltag genauso bestreiten wie heute - jedoch im engeren Kreis und auf kürzeren Distanzen. Heute kann man ohne größere Probleme als Besserverdiener quer durch Österreich pflügen, weil man hier schläft, aber dort eine wichtige Besprechung wartet.
Man muss ja auch bedenken, dass speziell im Dienstleistungssektor eigentlich heute energetisch viel bessere Möglichkeiten vorherrschen, als das noch vor 20 Jahren war. Mit email, webshops und all dem Zeug kann man doch eine Vielzahl von Wegen sparen. Trotzdem steigt das Verkehrsaufkommen im motorisierten Individualverkehr immer weiter und Alternativen wie Öffentliche, Rad und Fuß haben scheinbar keine Chance mehr - eben weil wir in durch und durch an den Autoverkehr angepassten Strukturen leben. Natürlich spielt da auch die geschulte Bequemlichkeit des Einzelnen eine Rolle.

Eine weitere - für mich interessante - Beobachtung ist, dass in den letzten 15 Jahren der mittlere Kraftstoffverbrauch bei PKWs um gerade 8% gesunken ist (hab ich einmal im deutschen Fernsehen gesehen, wie fundiert das genau ist, kann ich nicht sagen). Nicht, weil die Motorenentwickler solche Wappler sind (die reißen sich sogar einen Haxn aus), sondern weil ganz einfach der Leistungsbedarf gestiegen ist. Überall, wo bei Autowerbungen grüne Logos mit Blattln und Kosenamen wie "Efficiency" "Eco" u. dgl. angebracht sind, kann man das wie eine Botschaft "Du darfst schneller und weiter fahren, bist aber keine größere Sau als vorher" auffassen.

Noch ein Wort zu Elektrofahrzeugen, um die gehts ja eigentlich:
So setzt sich die Energieerbringung in Österreich zusammen (2005): http://www.eva.ac.at/(de)/publ/pdf/efluss05.pdf
Ca. 19 % der Energieträger sind also CO2-neutral. Sauber hat mans also nur beim Fahren - da wo der Strom herkommt, hingegen nicht. Und eins ist sicher: Die Gesundheit unsrer Erde kennt keine politischen Grenzen.
Dass die effiziente Gewinnung von Lithium in Bolivien schon jetzt mit einer drohenden Ausbeutung beim Abbau verbunden ist, hmm, weiß nicht, vielleicht interessiert das ja auch noch wen ... der Boom kommt ja erst.

NoAhnung
14-07-2009, 10:29
das von dir verlinkte energieflussbild von 2005 (von unserer homepage;)) bezieht sich aber auf die in österreich umgesetzte gesamtenergie. beim strom schauts schon ein bissl anders aus. siehe hierzu (http://www.e-control.at/portal/page/portal/medienbibliothek/oeko-energie/dokumente/pdfs/stromkennzeichnungsbericht-2008.pdf) den stromkennzeichnungsbericht der e control (für 2007). auf seite 13 ist gesamtösterreich dargestellt, auf seite 15 gibts eine übersicht zu den einzelnen anbietern inkl. emissionsfaktoren.
mitzuberücksichtigen wären dann noch saisonale und tageszeitliche schwankungen. wenn man das elektrofahrrad nachts in der schwachlastperiode aufläd sind die damit verbundenen emissionenen sicher geringer als im jänner am montag um 8h früh.

aber sonst kann ich mich dir nur vollinhaltlich anschließen. das mim lithium in bolivien wusste ich noch gar nicht.

werner5
14-07-2009, 11:57
Interessante Aspekte!!

mx-orange
14-07-2009, 12:07
Die Diskussion geht a bissl an der Sache vorbei.

Natürlich ist es umweltfreundlicher mit dem Fahrrad ohne E-Unterstützung zu fahren.
Das E-Fahrad ist aber wesentlich umweltfreundlicher als Auto, Moped und wahrscheinlich auch den Öffis,
und darum geht's doch: Leute nicht mehr in tonnenschweren Stahlkisten mit Verbrennungsmotoren durch die Gegend zu karren.

NoAhnung
14-07-2009, 12:43
das das e-radl besser ist als der pkw liegt sowieso auf der hand.

'mein' umweltranking des personenverkehrs (ohne quantifizierung, ohne anspruch auf vollständigkeit)
1. wegstrecke vermeinden
2. zu fuß
3. mim radl
4. mim elektrofahrrad (?) inkl. mittreten oder ohne? welche geschwindigkeit?
5. öffentlich mit bahn (je nach auslastung)
6. offentlich mit dem bus (je nach auslastung)
7. mit dem pkw
8. mit dem linienflugzeug
9. mit dem privatjet oder hubschrauber :D

wo der schiffsverkehr einzuordnen ist hab ich mir als binnenländler nicht überlegt :)

und dieses ranking, über den lebenszyklus betrachtet, gilt es zu diskutieren und zu hinterfragen. steht das elektrofahrrad wirklich vor den offis, welche folgeauswirkung der beschaffung und entsorgung bzw. recyklierung kommen hinzu (cradle to cradle anstatt cradle to grave betrachtung) und wo bleibt die umfassende nachhaltigkeit?

mit verbrennungsmotoren (ca. 30% wirkungsgrad) mehr als eine tonne zu bewegen um 1 oder 2 personen zu transportieren und das oft nur für wenige kilometer ist sicher kein nachhaltiges zukunftsszenario, soviel ist in jedem fall fix.

und menschen mit nicht ganz so ausgeprägter fitness über das elektrofahrrad einen attraktiven umstieg zu ermöglichen halt ich für höchst sinnvoll.:U:

NoControl
14-07-2009, 12:49
das das e-radl besser ist als der pkw liegt sowieso auf der hand.

'mein' umweltranking des personenverkehrs (ohne quantifizierung, ohne anspruch auf vollständigkeit)
1. wegstrecke vermeinden
2. zu fuß
3. mim elektrofahrrad (?) inkl. mittreten oder ohne? welche geschwindigkeit?
4. öffentlich mit bahn (je nach auslastung)
5. offentlich mit dem bus (je nach auslastung)
6. mit dem pkw
7. mit dem linienflugzeug
8. mit dem privatjet oder hubschrauber :D

wo der schiffsverkehr einzuordnen ist hab ich mir als binnenländler nicht überlegt :)

und dieses ranking, über den lebenszyklus betrachtet, gilt es zu diskutieren und zu hinterfragen. steht das elektrofahrrad wirklich vor den offis, welche folgeauswirkung der beschaffung und entsorgung bzw. recyklierung kommen hinzu (cradle to cradle anstatt cradle to grave betrachtung) und wo bleibt die umfassende nachhaltigkeit?

mit verbrennungsmotoren (ca. 30% wirkungsgrad) mehr als eine tonne zu bewegen um 1 oder 2 personen zu transportieren und das oft nur für wenige kilometer ist sicher kein nachhaltiges zukunftsszenario, soviel ist in jedem fall fix.

und menschen mit nicht ganz so ausgeprägter fitness über das elektrofahrrad einen attraktiven umstieg zu ermöglichen halt ich für höchst sinnvoll.:U:

wo in dem ranking ist das herkömmliche farrad?? :rolleyes:

NoAhnung
14-07-2009, 12:57
des is untergegangen :rolleyes:
natürlich vorm elektroradl, tät ich sagen.

NoControl
14-07-2009, 13:04
des is untergegangen :rolleyes:
natürlich vorm elektroradl, tät ich sagen.

:toll:
wobei zu berücksigten wäre das ein radfahrer einen erhöhten stoffwechsel hat, damit möglicherweise mehr pupst und somit auch mehr CO2 ausscheidet ,oder?? :D

NoAhnung
14-07-2009, 13:34
:toll:
wobei zu berücksigten wäre das ein radfahrer einen erhöhten stoffwechsel hat, damit möglicherweise mehr pupst und somit auch mehr CO2 ausscheidet ,oder?? :D

das hab ich in meinem post gestern schon anfangs kurz angerissen... ;)

peregrin
14-07-2009, 14:26
von unserer homepage;)
Ein Spaß. Das Internet is a ned so groß, wie ma glaubt. :sm:
Na gut, da hab ich mich dann ja ziemlich vertan. Somit steht ja der Strom verglichen mitn Sprit doch um einiges besser da. Wobei man zufolge Berichten wie diesem (http://www.zeit.de/2008/26/U-Oekostrom) offenbar auch skeptisch sein muss, was alles als "erneuerbar" durchgeht.

Frage am Rand: Wieso wird bei dem Sankey-Chart von euch (2005) nicht die Wasserkraft einfach zur erneuerbaren Energie dazugezählt?

ad Bolivien: Da gabs einmal einen Artikel auf orf.at, find ihn nimmer.
Zur wirtschaftl. Bedeutung steht da bissl was:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Bolivien/lithium.html
und
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Bolivien/lithium2.html
Es ist so, dass die globalen Lithiumvorkommen gut verteilt sind, aber (dzt.) nirgends so effizient wie im bolivianischen Salzsee gewonnen werden können.


Die Diskussion geht a bissl an der Sache vorbei.
Das Thema heißt doch "Elektrofahrräder umweltfreundlich?".

Ich würde sagen, es ist tatsächlich notwendig, das Thema Mobilität so umfassend wie nur irgendwie möglich anzusehen. Wie NoAhnung schon gesagt hat, ein Life Cycle Assessment ist das eine, wo man sich von einem Produkt von Rohstoffgewinnung über Produktion, Distribution, Nutzungsphase und Nachnutzungsphase über jedes Detail den Kopf zerbricht.
Beim Elektrofahrrad sind wie gesagt zB Energiebereitstellung und Gewinnung/Entsorgung der Akkus ein Thema. Und natürlich, ob das Ding letztlich näher beim Moped oder näher beim Fahrrad liegt, was die "Unterstützung" bei der Nutzung angeht.

So richtig spannend wirds aber eben erst bei:

wo bleibt die umfassende nachhaltigkeit?
Bei einem Zahnbürschtl, einem Saftpackerl oder Schuhpasta lässt sich der Einfluss außerhalb des augenscheinlichen Aktionsradius noch rel. einfach eingrenzen. Bei einem Fahrzeug muss man weiter ausholen.

Beim MIV, wie wir ihn bisher kennen, werden Land und Leute auf viele versch. Arten in Mitleidenschaft gezogen (vgl. "Ich kann mein Fenster nicht offenstehn lassen, weil der Verkehr so laut ist." oder "Meine Gesundheitsministerin schenkt mir eine Feinstaubmaske." oder: Es gibt eigene Schilder, die vor wandernden Kröten warnen, um die Population aufrecht zu erhalten(*)).
Und bevor ich was überseh, würde ich aus Pragmatismus die E-Fahrräder lieber erst einmal dazuzählen. Und schaun, was gegenüber Auto, Motorrad, Moped tats. wegfällt.


Schön wäre ja schon einmal, wenn man die Dinger auf denselben Verkehrswegen wie mit Fahrrad benutzen kann und wenn die Geschwindigkeit irgendwie limitiert ist, sagen wir, gesetzlich mit der Geschwindigkeit, die man ohne Hilfsmotor zu bringen fähig ist, zB 35 oder so.
Fraglich wirds, wenn Marketingexperten meinen, mehr Leistung muss her. Dann hat man leise Motorräder - hmm.
Und für alle weiteren Einflüsse, die sich dann ergeben - siehe die vorigen Postings.


EDIT: (*) Da war natürlich dezenter Sarkasmus dabei, das sind nicht die wichtigsten Signale ... aber immerhin, Feinstaubmasken von Dräger gabs schon mal beim Hofer zu kaufen, falls ihr euch erinnert :) (nachdem ziemlich lang im Gesundheitsministerium darüber gebrütet worden war)

BAfH
14-07-2009, 15:36
hi zusammen

wollte eigentlich schon gestern meinen senf hier beisteuern - war dann aber doch zu faul :zzzz:

beim durchlesen der bisherigen kommentare und nach dem stricherlliste-machen bleiben viele punkte über, die man hinsichtlich elektrofahrräder und vorallem der angeblich so sauberen und umweltfreundlichen elektrischen energie in betracht ziehen muss

was mir besonders auch in`s auge gestochen ist, und was meines erachtens irgendwo auch eine der wurzeln des heutigen übels ist - die transportwege (dank globalisierung) und die arbeitswege von uns allen - es sind ja heute 60 km und mehr keine seltenheit mehr - jeder sitzt alleine im auto, weil man will ja nicht auf seine mobilität verzichten uswuswusw. :f:

irgendwie könnte man ja über dieses thema ewig und drei tage schreiben und man wäre noch immer nicht fertig und außerdem wird dann jedes wort und jeder satz in die waagschale geworfen und in seine einzelteile zerlegt

was mir ja bei diesen heutigen ökotrips/umweltfreundlich/energiesparen usw. sowas von auf den senkel geht, ist, dass niemand hergeht, und das ganze von vorne bis hinten ökologisch und energetisch ehrlich betrachtet - jeder betrachtet projekte so, wie sie einem in den kram passen und massig kohle damit verdient werden kann - was das ganze ja wieder verschlimmert unterm strich - lieblingsbeispiel: energiesparlampen :k: - sie sparen zwar im betrieb strom - wieviel mehr strom wird für die produktion verbraten (inkl. zurück bis zum rohstoffabbau durch kinderhände) und wieviel energie ist nötig, um das ganze umweltgerecht zu entsorgen bzw. zu verwerten - obwohl, teile einer energiesparlampe werden vielleicht sogar endgelagert werden müssen

ich habe vor einigen monaten beruflich mit einem biogasprojekt zu tun gehabt und habe mir die berechnung der umweltbilanz erklären lassen - die unterschiede von den einzelnen varianten zueinander usw. - wahnsinn - einen faktor geringfügig geändert und die anlage schlägt auf die andere seite aus, dass es ein graus ist - und schon hat man den benötigten grünen daumen - wieviel energie direkt und vorallem indirekt (das wird ja nur allzugerne vergessen) dafür verwendet und vergeudet wird, will ja keiner mehr wissen

zurück zum fahrradl mit strom aus der steckdose

wenn ich denke, dass heute schon panik davor gemacht wird, wie die stromversorgung in 20 jahren funktioniert (wenn es nach einigen geht wahrscheinlich ja gar nicht mehr), dann würde ich heutzutage soviel wie möglich an persönlicher energie in die entwicklung der "kalten fusion" (nur beispielshaft) stecken, um zumindest der energiezukunft beruhigter entgegenblicken zu können.

und wie gesagt - ... ewig und drei tage ...

LG

wolfi

NoAhnung
14-07-2009, 22:57
Frage am Rand: Wieso wird bei dem Sankey-Chart von euch (2005) nicht die Wasserkraft einfach zur erneuerbaren Energie dazugezählt?


das hat u.a. historische gründe, wasserkraft wird unterteilt in großwasserkraft aus meist älteren lauf- und speicherkraftwerken ab einer gewissen leistung und kleinwasserkraft. das deshalb weil die kleinwasserkraft noch weiter ausbaufähig ist wohingegen die großwasserkraft (gottseidank) aus ökologischer sicht schon fast an ihrer grenze angelangt ist. und um für diverse förderprogramme, die ja auf den ausbau der kleinwasserkraft abzielen, eine abgrenzung zu schaffen wurde diese unterscheidung gewählt.

ich müsst mich jetzt firmenintern schlau machen ob die kleinwasserkraft unter eurneuerbare oder wasserkraft geführt wird, aber das
dürfte der hintergrund sein.

beim stromanbieter wird ja auch zwischen naturstrom (z.b. verbund mit seinen donaukraftwerken) und ökostrom unterschieden. naturstrom kommt hauptsächlich aus großwasserkraft, ökostrom aus wasserkraft kommt von den gefördertern kleinen anlagen. prominentes beispiel ist die anlage beim einlaufbauwerk des donaukanals, in die historische wehranlage integriert.

ventoux
15-07-2009, 00:36
:toll:
wobei zu berücksigten wäre das ein radfahrer einen erhöhten stoffwechsel hat, damit möglicherweise mehr pupst und somit auch mehr CO2 ausscheidet ,oder?? :D

Beim pupsen wird Methangas ausgeschieden.Noch viel schädlicher in Bezug auf den Treibhauseffekt als CO2.

mr.chruris
15-07-2009, 07:42
Beim pupsen wird Methangas ausgeschieden.Noch viel schädlicher in Bezug auf den Treibhauseffekt als CO2.

Genau, deshalb werden ja auch bald die Milchkühe abgeschafft da die so viel Methangas ausblasen.

Is ma wurscht, kauf meine Milch eh im Supermarkt *lol* (nicht ernst nehmen).

Wenn dann alle mit Strom fahren ist es ähnlich wie bei den Pellets Heizungen.

Waren günstig, wurden gefördert. Heute sind sie genau so teuer wie Gas und die heimischen Produzenten kommen nicht mehr nach da zu wenig Holz( - Abfall) da ist.

Gehört zwar nicht ganz hier rein, aber schaut euch das abwrakprämien Gschichterl an:

Da wurde unter dem Mantel des CO2 einsparens nur die Autohändler und der Staat gesponsert.
Es wurden kaum "neue-alte" Autos (die auf Halde stehen) verkauft, sondern die Fabriken fuhren teils Sonderschichten um den Wunsch der Kunden zu befriedigen.

Jedoch jene Autos die Auf Halde stehen haben schon durch ihre Herstellung so viel CO2 produziert dass sie mind. 13 Jahre lang in Betrieb sein müssten um das zu kompensieren.

Wounded Knee
15-07-2009, 08:24
das hat u.a. historische gründe, wasserkraft wird unterteilt in großwasserkraft aus meist älteren lauf- und speicherkraftwerken ab einer gewissen leistung und kleinwasserkraft. das deshalb weil die kleinwasserkraft noch weiter ausbaufähig ist wohingegen die großwasserkraft (gottseidank) aus ökologischer sicht schon fast an ihrer grenze angelangt ist. und um für diverse förderprogramme, die ja auf den ausbau der kleinwasserkraft abzielen, eine abgrenzung zu schaffen wurde diese unterscheidung gewählt.

ich müsst mich jetzt firmenintern schlau machen ob die kleinwasserkraft unter eurneuerbare oder wasserkraft geführt wird, aber das
dürfte der hintergrund sein.

beim stromanbieter wird ja auch zwischen naturstrom (z.b. verbund mit seinen donaukraftwerken) und ökostrom unterschieden. naturstrom kommt hauptsächlich aus großwasserkraft, ökostrom aus wasserkraft kommt von den gefördertern kleinen anlagen. prominentes beispiel ist die anlage beim einlaufbauwerk des donaukanals, in die historische wehranlage integriert.

Sowohl die Großwasserkraft (Ausnahme sind evtl. Pumpspeicheranlagen) als auch die Kleinwasserkraft zählen grundsätzlich zu den erneuerbaren Energien. Es wird ja kein Rohstoff verbraucht .
Einen Unterscheid gibt es nur in den Förderungen: Gemäß Ökostromgesetz werden nur Kleinwasserkraftanlagen gefördert (bzw. durch die Novelle 08 auch "mittlere" Anlagen). Daher kommt der Begriff "Ökostrom". Der Grund ist aber nicht unbedingt, dass kleine Anlagen ökologischer wären (das ist in vielen Fällen ganz und gar nicht so!), sondern, dass Großwasserkraftanlagen auch ohne Förderung wirtschaftlich betrieben werden können.

NoAhnung
15-07-2009, 08:28
Wenn dann alle mit Strom fahren ist es ähnlich wie bei den Pellets Heizungen.

Waren günstig, wurden gefördert. Heute sind sie genau so teuer wie Gas und die heimischen Produzenten kommen nicht mehr nach da zu wenig Holz( - Abfall) da ist.

welcher quelle entnimmst du deine weisheiten? :rolleyes::confused::f:
und wenns so wäre, dann ists ja gar nicht so schlecht wenns was kosten, das bewirkt einen maßvollen umgang mit der ressource holz... auch beim heizen gilt: verbrauch vermeinden dann den rest durch erneuerbare ersetzen

Jedoch jene Autos die Auf Halde stehen haben schon durch ihre Herstellung so viel CO2 produziert dass sie mind. 13 Jahre lang in Betrieb sein müssten um das zu kompensieren.am besten kompensieren würden sies wenn sie gar nicht fahren würden, oder? :p
beim milliardengrab zwentendorf wars auch besser dass sies nie eingeschalten haben, denn des hätt auch nix kompensiert,sonder nur noch mehr probleme verursacht

NoAhnung
15-07-2009, 08:36
Sowohl die Großwasserkraft (Ausnahme sind evtl. Pumpspeicheranlagen) als auch die Kleinwasserkraft zählen grundsätzlich zu den erneuerbaren Energien. Es wird ja kein Rohstoff verbraucht .
Einen Unterscheid gibt es nur in den Förderungen: Gemäß Ökostromgesetz werden nur Kleinwasserkraftanlagen gefördert (bzw. durch die Novelle 08 auch "mittlere" Anlagen). Daher kommt der Begriff "Ökostrom". Der Grund ist aber nicht unbedingt, dass kleine Anlagen ökologischer wären (das ist in vielen Fällen ganz und gar nicht so!), sondern, dass Großwasserkraftanlagen auch ohne Förderung wirtschaftlich betrieben werden können.
tnx:wink:, so in etwa hätt ichs gmeint wenn ichs gestern noch formulieren hätte können...:U:
was meinst du zu der these dass speicherkraftwerke durch die von ihren stauseen emmitierten methanemissionen (anerobe zersetzung von eingeschwemmter biomasse im gegensatz zur aeroben im fließgewässer) eine negative co2(equv.) bilanz haben?

Wounded Knee
15-07-2009, 08:45
noch nie gehört...
aber auf unsere Speicherkraftwerke, würd ich mal meinen, trifft das nicht zu. Wir haben ja hauptsächlich Hochgebirgsspeicher - da werden keine großen Mengen an Biomasse eingeschwemmt und es herrschen somit auch keine anaeroben Verhältnisse.
ich denke, das könnte nur auf Spezialfälle (Speicher im mediterranen Bereich mit hoher Wassertemperatur) zutreffen.
Es müsste ja sonst auch jeder See eine negative Bilanz haben.

hast beruflich damit zu tun?

NoAhnung
15-07-2009, 09:00
hier (http://fisch-blog.blog.de/2008/09/13/methanemissionen-megastauseen-4722695/) findest du mehr, ist eher ein tropisches problem, ausgasen tut das methan aus den tiefengewässern bein druckabfall in der turbine, es gibt schon konzepte es aufzufangen und zu verstromen...

beruflich nicht direkt, bin gebäudetechniker bei der AEA (http://www.energyagency.at/)

aber mich interesiert einfach das thema und je mehr man in die tiefe geht desto komplexer wird die ganze gschicht. am besten man bleibt daheim und ernährt sich von selbstgezogenem gemüse (scherzal):D

Wounded Knee
15-07-2009, 09:11
danke!
ja, klar. im tropischen Bereich bzw. überall dort wo viel Vegetation überstaut wird ist das natürlich anders. Da spielt das sicherlich eine Rolle.
bin (beruflich bedingt) recht österreich-fixiert, hab daher automatisch nur an unsere Speicher gedacht...
lg
Gisela

peregrin
15-07-2009, 12:55
Lesestoff zum Thema:
http://www.vcoe.at/images/doku/vcoe_elektro.pdf


Österreichs Strom-Mix enthält 52 Prozent
Strom aus Wasserkraft – das Potenzial zur CO2-
Einsparung durch Elektro-Fahrzeuge ist also hoch.
Für ein Elektro-Auto mit 65 Prozent Wirkungsgrad
ergibt sich ein CO2-Ausstoß von 370 Gramm pro
Kilowattstunde, beim EU-Strommix wären es im
Vergleich 620 Gramm CO2.

Reini Hörmann
15-07-2009, 15:44
das das e-radl besser ist als der pkw liegt sowieso auf der hand.

'mein' umweltranking des personenverkehrs (ohne quantifizierung, ohne anspruch auf vollständigkeit)
1. wegstrecke vermeinden
2. zu fuß
3. mim radl
4. mim elektrofahrrad (?) inkl. mittreten oder ohne? welche geschwindigkeit?
5. öffentlich mit bahn (je nach auslastung)
6. offentlich mit dem bus (je nach auslastung)
7. mit dem pkw
8. mit dem linienflugzeug
9. mit dem privatjet oder hubschrauber :D

wo der schiffsverkehr einzuordnen ist hab ich mir als binnenländler nicht überlegt :)

und dieses ranking, über den lebenszyklus betrachtet, gilt es zu diskutieren und zu hinterfragen. steht das elektrofahrrad wirklich vor den offis, welche folgeauswirkung der beschaffung und entsorgung bzw. recyklierung kommen hinzu (cradle to cradle anstatt cradle to grave betrachtung) und wo bleibt die umfassende nachhaltigkeit?

mit verbrennungsmotoren (ca. 30% wirkungsgrad) mehr als eine tonne zu bewegen um 1 oder 2 personen zu transportieren und das oft nur für wenige kilometer ist sicher kein nachhaltiges zukunftsszenario, soviel ist in jedem fall fix.

und menschen mit nicht ganz so ausgeprägter fitness über das elektrofahrrad einen attraktiven umstieg zu ermöglichen halt ich für höchst sinnvoll.:U:

wir haben grade welche im test..koga myata und ktm..hab am nachmittag bei der hitze auch gleich flyer und kalkhoff ausprobiert..die alle untersützten nur das treten..das heisst, alles was man reintritt, wird vermehrt..bei etwa 27 KmH wirds mühseeliger weil sie nicht mehr helfen und die räder sehr schwer sind..

man kann sie aufmachen, mit sowas bin ich auch gefahren, die rollen dann ohne treten auch ganz gut, aber nicht ewig..und können schon locker mit 40 und mehr bewegt werden..manche legen bis etwa 600watt zu (mit eigenleistung)...was aber nicht mehr kfg konform wäre..

die umweltfreundlichkeit ist im vergleich zu fast allen andern verkehrsmitteln extrem gut - der staat fördert auch elektrobikes..bis 400 euro soweit ich eruieren konnte..

es gibt vom klapprad, über sportliche räder bis zum weltumrunder vieles im angebot..wer wieder einsteigen will, oder eine freundin hat, die gern mittrainieren will..kann viel freude dran finden..ich finde es mal grundsätzlich sehr gut..

NoSe
15-07-2009, 18:23
..ich finde es mal grundsätzlich sehr gut..

sag ich doch, da kannst du nächstes jahr bei der kt damit gleich des vorausfahrzeug machen, a bissl einetreten musst dann halt schon :wink:

Reini Hörmann
15-07-2009, 18:42
sag ich doch, da kannst du nächstes jahr bei der kt damit gleich des vorausfahrzeug machen, a bissl einetreten musst dann halt schon :wink:

da miass ma des ding owa auf 600 watt tunen..is schlecht wenn des vorausfahrzeug hinten noch foart..^^ war übrigens grade vor 14 tagen in ronda a bissl üben..is jo dein revier..:)

bikeopi
15-07-2009, 19:21
es kann nur eines geben: EROCKIT!:toll:

http://www.erockit.net/
http://www.youtube.com/watch?v=skk6AErTNOY

Reini Hörmann
15-07-2009, 19:30
es kann nur eines geben: EROCKIT!:toll:

http://www.erockit.net/
http://www.youtube.com/watch?v=skk6AErTNOY

ist ein motorrad aber cool..das würde als vorausfahrzeug schon gehen, die idee gefällt..nicht der umstand das es ein luxussegment bedienen soll und 25 000 euro kostet..

mr.chruris
15-07-2009, 19:34
welcher quelle entnimmst du deine weisheiten? :rolleyes::confused::f:
und wenns so wäre, dann ists ja gar nicht so schlecht wenns was kosten, das bewirkt einen maßvollen umgang mit der ressource holz... auch beim heizen gilt: verbrauch vermeinden dann den rest durch erneuerbare ersetzenam besten kompensieren würden sies wenn sie gar nicht fahren würden, oder? :p

beim milliardengrab zwentendorf wars auch besser dass sies nie eingeschalten haben, denn des hätt auch nix kompensiert,sonder nur noch mehr probleme verursacht

Wenn man aufmerksam und kritisch in den Medien liest findet man "solche Weisheiten".
Weiters hab ich einen Freund der Rauchfangkehrer ist und da kann ich sicher sein dass der kompetent ist. ( Es gibt zB. im südl. Burgenland eine Firma da stehen die Pelletsöfen haufenweise herum weil niemand mehr umrüstet da das Heizen damit zu teuer ist),

Mir scheint du hast nicht ganz verstanden darum nochmals :
Schon durch die Produktion dieser auf Halde stehenden Autos wurde so viel CO2 produziert dass sie mind. 13 Jahre fahren müssten - jetzt stehen sie herum und es wurden neue produziert die wieder CO2 verursacht haben.
Auch dioes sind keine Weisheiten von mir sondern Fakten aus einem Gespräch bei Talk of Town, wo einige kluge Köpfe darüber sinnierten.

Klar ist es besser wenn KEINE Autos fahren, ABER DANN DÜRFEN AUCH KEINE HERSTELLT WERDEN !

bikeopi
15-07-2009, 19:44
ist ein motorrad aber cool..das würde als vorausfahrzeug schon gehen, die idee gefällt..nicht der umstand das es ein luxussegment bedienen soll und 25 000 euro kostet..

genau genommen ein e-motorrad. ja leider ein bissl teuer...wär doch lässig damit durch die stadt zu brausen.:D:D:sm:

NoAhnung
16-07-2009, 09:22
pelletspreisvergleich (http://www.propellets.at/images/content/pdfs/200907_energietraeger_im_vergleich.pdf)
die abfüllpauschale beträgt übrigens €39, d.h. 0,13ct/kWh; fällt also nicht wirklich ins gewicht.

ich informiere mich lieber bei fundierten studien und offiziellen quellen, wenn das alle machen würden, würden nicht soviele pelletsheizungen auf halde stehen (was ich überdies bezweifle). außerdem sind die lagerbestände eines herstellers noch keine aussagekräftige verkaufsstatistik.

bez. verschrottungsprämie: sowieso ökoligisch wirkungslos da sie auf ein ganz anderes ziel bezogen ist. von einem mantel der co2 einsparung war in erster linie ja gar nicht die rede. eher die autoindustrie am leben zu erhalten. und das funktioniert eben nur wenn die produktion angekurbelt wird. so gesehen hat sie ihr ziel erreicht, ob für die halde oder für eine künstlich erzeugte nachfrage produziert wird ist ja sekundär, hauptsache es wird produziert. kurzsichtig, aber auf den ersten blick wirkungsvoll, oder?

das hat aber jetzt nicht gar soviel mit e-radln zu tun, sorry fürs off topic

peregrin
16-07-2009, 09:57
Kann man sich in Wien irgendwo eins zwecks Probefahrt ausleihen?

Interessieren täts mich schon einmal.

Norb
06-08-2009, 10:01
E-Bikes von Flyer, Giant, Raleigh gibts im Bikestore Wien Süd im
Test.
Voranmeldung wäre net schlecht....


Kann man sich in Wien irgendwo eins zwecks Probefahrt ausleihen?

Interessieren täts mich schon einmal.

noplan
14-09-2009, 11:33
update: http://www.krone.at/krone/S32/object_id__161457/hxcms/index.html

Kraeuterbutter
24-01-2010, 15:05
Update:
wer sich jetzt in Wien ein Elektrorzweirad (also auch Elektroroller) kauft kann sich von der Stadt Wien (es stehen Wahlen vor der Tür ;) ) 300,- Euro Förderung abholen
Hauptwohnsitz Wien ist Voraussetzung...


ansonsten:
hier wurde wegen umweltfreundlich der Strom den ja ein E-Bike braucht immer wieder angeführt...
ich denke im Vergleich zu allen anderen Verkehrsmitteln ist der wirklich zu vernachlässigen

ein Beispiel:
wer hat nicht Fernseher, Video, DVD, DVB-T-Box, Stereoanlage, WLan-Modem, ... oder was ähnliches zuhause ??

nur eines dieser Geräte im Standby mit 5Watt -> das sind an einem Tag mit 24h bereits 70Wh (!)

klingt ned viel, sind doch nur 0,07kWh (oder: ca 1cent)
ABER: bei einem E-bike reicht das bereits für 15km Unterstützung
damit kann man also bereits in die Arbeit und wieder heimfahren

oder: 2 Standbygeräte, 7 Tage die Woche an
=> 1700Wh bzw. 1,7kWh
=> damit kann man dann am Wochenende mit dem E-Bike bereits ne "kleine" 340km Radtour machen ;)

was ich damit sagen will: um den Stromverbrauch muss man sich beim E-bike wirklich die geringsten sorgen machen, ist zu vernachlässigen im Vergleich zu sovielen anderen Geräten in unseren Haushalten
gerade beim E-Bike kriegt man sehr viel Gegenwert für den Strom

bereits mit 1-2 eingesparte Autofahrten kann man Energiemässig betrachtet 1 Jahr lang Elektrofahrrad fahren
(da Autos ca. 100-200mal soviel Energie brauchen wie ein E-bike für selbe Strecke)

2Wochen lang mit dem Auto in die Arbeit fahren ? -> entspricht 10 Jahre lang mit E-Bike in die Arbeit fahren

Kraeuterbutter
24-01-2010, 15:36
dann ist mir noch was zu

Elektrorad vs. normales Rad eingefallen

im Ersten Augenblick gewinnt da das normale Rad natürlich sofort...
ABER: ist der Vorsprung auch wirklich so gross wie man meint ?

auch hier fallen mir wieder paar Sachen ein...
der Menschliche Körper ist nicht gerade ein Wirkungsgradwunder
mal abgesehen davon, dass er sogar beim unnützen rumliegen Energie verbraucht,
kommt er bei der mech. Arbeit meines wissens nicht über 25% Wirkungsgrad hinaus
und alles was man mehr am Radl strampelt will ja später wieder aufgefüllt werden

was handfestes:
ich fahre 50km mit dem ebike und
50km mit dem normalen Fahrrad

das fahren mit dem normalen Fahrrad hat mich mehr angestrengt,
weshalb ich mir zuhause dann ein Ei koche
um 1 Liter Wasser am E-Herd zum sieden zu bringen (ohne passenden Deckel) benötige ich ca. 500Wh
(mit einem Wasserkocher würde es auch mit 100Wh gehen)

für die 50km bei angenommen 5Wh/km aus der Steckdose (ich persönlich fahre meist mit 3Wh/km am Rad, mit Ladegerätwirkungsgrad sind wir dann bei aufgerundet 5Wh/km)
hab ich am Elektrorad aber nur 250Wh verbraucht
das Ei kann ich mir sparen, weils ned so anstrengend war

sprich: wenn ich als normalradler mir ein Ei am E-Herd mache brauch ich schon mehr Energie wie ich vorher mit dem Elektrorad auf 50km verfahren hätte
(das Ei stammt dann noch aus Bio-Freilandhaltung aus Tirol - Transportkosten)

Duschen:
da ich nicht mit dem E-bike gefahren bin und (mehr) geschwitzt habe muss ich noch duschen:
6l/min = durchschnittliche Dusche
kurze 3min lang
mit 40°C
==> schwupdiwup: weitere 750Wh verbraucht,
oder: 1min Duschen mit 40°C entspricht ca. 50km mit dem Elektroradl

und da könnte man noch viele Beispiele finden...
Auffüllen der Energie beim Menschen mit Bananen aus Südamerika, Birnen aus Spanien, Gulasch aus der Dose usw. usf.

da gabs mal nen Bericht, dass ein mittelgrosser Hund im "Unterhalt" (1 Jahr Dosenfutter und dessen Transport und Herstellung) mehr Energie "verbraucht" und somit für mehr CO2 verantworlich ist, wie ein Mittelklassewagen an CO2 durch Spritverbrennung im Jahr raushaut
und wenns beim Hund schon so ist, was ist dann erst beim Mensch

ich will damit nicht sagen, dass Elektroradl unbedingt umweltfreundlicher ist wie ein normales Radl,
aber in Extremfällen denke ich, kanns sogar wirklich soweit kommen
(man denke nur an ein Bad in der Wanne mit 200 Liter Wasser ( -> 8kwh - ogott ogott ... das wäre schonwieder Strom für über 1000km mit dem Elektroradl)

zu den Akkus: hier gibts ja auch Entwicklungen die hoffen lassen, z.b. Fepo4 (mit denen ich seit 2 Jahren auf meinem E-bike rumfahre)
Lebensdauer 8-10 Jahre
zyklenzahl: bis 5000

aber selbst wenns "nur" 1000 Zyklen sind, wären das immernoch gut 50.000km - 100.000km was am RAdl ja schon was ist
Giftstoffe (wie in Bleibatterien oder NiCd-Batterien) sind in den Fepo4 auch nicht enthalten, und Lithium wird ebenfalls weniger benötigt wie für "normale" Lipos wie wir sie aus unseren Handies/Schlepptops kennen

nagelt mich nicht auf die Zahlen fest, aber so verkehrt sind die sicher nicht

die Verbrauchswerte beim Elektrorad hab ich so selber ermittelt, bei Fahrten zur Arbeit bzw. längeren Überlandfahrten (mit einigen hm und 32kg schweren Anhänger im Schlepptau)

tomsel
25-01-2010, 13:18
ich denk mal ein e Fahrrad:confused::l: ist wenn es richtig genutzt wirt schon Umwelt freundlich . Aber es ist ja immer noch die Herstellung solcher räder wie Umweltschädlich ist die wie viel co2 wird da ausgestoßen?? :confused:

grey
25-01-2010, 14:02
sicher weniger als bei einem auto.

edwardje
25-01-2010, 15:08
sicher weniger als bei einem auto.

Wenn mann Schaut wieviel ein auto an energie verliert durch die ganze übersetztungen. Ich glaube das bei ein Auto c.a. 40 Prozent tatsachlich in bewegung umgesetzt wird und die andere 60 Prozent verschwinden in wärme u.s.w. Zweitens. Ich bin 53 Kg schwer und schleppe (wenn Ich auto fahre) noch eine satte 1100KG auto mit, was eigentlich sehr unsinnig ist. Weil die ganze energie verloren geht in al dessen Metal und Schrott was Ich mitnehmen muss. :du:

Ein Elektrofahrrad wiegt zwischen 22 und 28 KG und der antrieb ist meistens direkt in der Nabe. Also der Energieverlust ist viel geringer.:klatsch:

Ich bin der Meinung das die Autotechnologie schwerstens verältert ist und das selbst moderne auto's nicht modern sind. Es wird zeit für alternative. Und ein elektrofahhrad ist für die kürzere strecken sicher so was. :toll:

Übrigens was haltet Ich von solche: http://www.go-one.de/html/home.html

grey
25-01-2010, 15:17
ich hätt gern so ein fahrzeug.
aber ganz ehrlich, um 5000€ kauf sogar ich mir ein auto.

tomsel
25-01-2010, 15:47
sicher weniger als bei einem auto.

Hier gehts ja nicht um Autos

grey
25-01-2010, 16:01
genau, sondern um fahrzeuge.

da ja ein elektrofahrzeug gerade die leute vom auto wegbekommen soll, sofern man keine großtransporte durchzuführen hat, ist es sehr wohl auch mit einem auto oder zmd. moped zu vergleichen.

mit was willstes denn sonst vergleichen, zu fuss gehen?

erstens ist der co2 scheiss sowieso sinnlos zweitens brauchst halt mal irgendeinen energiespeicher.
ob das jetzt öl, ein akku oder wasserstoff ist, ist egal.

kannst dir ja 500m² regenwald kaufen damit dein co2 seelenfrieden wiederhergestellt ist, die umwelt wirds dir danken.
um deinen co2 seelenfrieden bei einem auto wiederherzustellen musst schon etwas mehr wald kaufen ;)

Kraeuterbutter
25-01-2010, 20:01
Wenn mann Schaut wieviel ein auto an energie verliert durch die ganze übersetztungen. Ich glaube das bei ein Auto c.a. 40 Prozent tatsachlich in bewegung umgesetzt wird und die andere 60 Prozent
schön wärs...

Benzinmotor (indirekte Einspritzung), 25 - 35 %.
Benzinmotor (Direkteinspritzung), bis 37 %.
Dieselmotor (Nebenbrennraum), 35 - 40 %
Dieselmotor (Direkteinspritzer), bis 45%

allerdings sind das die Wirkungsgrade des Motors alleine,
MAXIMALE Wirkungsgrade (!)
da kommen dann noch Nebenaggregate hinzu,
Getriebe, usw. usf.

in der Praxis rennt der Motor auch nicht ständig im maximal-Wirkungsgradbereich
wenn man sich Energiegehalt von z.b. Benzin ausrechnet und
Verbrauch auf 100km
dann kommt man auf deutlich geringere Wirkungsgradwerte


------------


Ein Elektrofahrrad wiegt zwischen 22 und 28 KG und der antrieb ist meistens direkt in der Nabe. Also der Energieverlust ist viel geringer.
mit selberschrauben (sind hier im Forum ja viele unterwegs die sich auch Räder selber zusammenstellen, und wer ne V-Brake oder HS33 richtig montieren kann, kann auch nen Nabenmotor ans Radl schrauben)
sind aber auch 13kg oder noch weniger möglich



wegen dem Wirkungsgrad der Nabenmotoren:
jein
zum einen höherer Maximal-Wirkungsgrad da keine Verluste durch die Kettenschaltung
auf der anderen Seite aber weniger Wirkungsgrad am Berg,weil der Motor mehr "gewürgt" wird (er ist entweder für Speed oder für Berg optimiert)
Fahrrad mit Mittelmotor hat hier vorteile, da der Motor die Schaltung mitverwenden kann, und somit dann z.b. ca. 400% Übersetzungsbandbreite nutzen kann,
ergo am Berg bis zu 4mal mehr Drehmoment hat als in der Ebene bei max. speed


Aber es ist ja immer noch die Herstellung solcher räder wie Umweltschädlich ist die wie viel co2 wird da ausgestoßen??
tja.. sicher eine Frage..
nur soviel: der Tesla Roadster wird bei gesitteter Fahrweise mit Äquivalent von 1,7l/100km angegeben...
super sparsam im Vergleich zu unseren jetztigen Benzinkutschen könnte man denken...

ABER: E-Bike (Beispiel Flyer-Serie mit 26V-10Ah-Akkupack, quasi Standard) hat nen Akku verbaut, der ca. 210mal kleiner ist

also selbst ein so sparsames Auto wie der elektro-Tesla (solche Autos werden uns ja als die Rettung in der CO2-Geschichte von der Politik verkauft) braucht 200mal grösseren Akku
=> ein Tesla-Roadster-Akku entspricht ca. 200 Pedelec-Akkus (!)

ansonsten: wenn man als Akku Fepo4 verwendet: die Recourcen sind hier kaum begrenzt, es wird sehr wenig Lithium benötigt
Herstellung ist relativ umweltfreundlich und keine Giftstoffe enthalten
Lebensdauer sehr hoch (3mal so lange wie Handy oder Laptopakkus)

ansonsten zur Herstellung: wäre interessant mal so einen Carbon-Renner (der leicht sein soll, nochmal 2kg Gewicht sparen damits den Berg leicht raufgeht) mit einem Elektrorad mit Stahlrahmen (bergauf hilft eh der Motor, paar kg mehr ist da kein Beinbruch)
zu vergleichen

was Haltbarkeit (viele Jahre) und Herstellungsenergieaufwendung betrifft (eben: Stichwort Kohlefaser-Rahmen)

Kraeuterbutter
25-01-2010, 20:07
noch ne interessante Rechnung im Internet gefunden die irgendwie die Irrwitzigkeit manch unserer Autos von heute aufzeigt:



geht um den neuen Audi A8 quatro 4,2l

Der neue A8 wiegt mit Top Ausstattung etwa 2 Tonnen. Mit Energieerhaltungssatz gilt:

W (Arbeit in Wattsekunden) = 0,5 x m (Masse in Kg) x v² (Geschwindigkeit in Meter pro Sekunde)

Anhand der Formel errechnet sich näherungsweise, dass das 2 Tonnen Schiff schon mit einer (Voll-) Bremsung von 200 auf 100Km/h mit 0,6 kWh die Bremsscheiben heizt.

0,6kwh = 600Wh (!!!)

mit dieser Energiemenge komme ich fast 200km weit mit meinem Elektroradl (!)

(wenn ich Ladegerätwirkungsgrad miteinbeziehe immernoch ca. 150km weit)

sprich: ein Deutscher mit 200km/h auf der Autobahn der seinen Audi A8 auf 100km/h runterbremsen muss (Wohnwagen vor der Nase, was weiß ich)
-> verbraucht gleich viel wie ich auf 150km Pedelec-Fahrt

Kraeuterbutter
25-01-2010, 20:11
ad Go-One:

mir gefällt optisch ja dieses hier sehr gut:

http://www.fortschritt-fahrzeugbau.de/design.htm

http://www.fortschritt-fahrzeugbau.de/pic/design1.jpg

ist nicht so sehr auf minimalen Luftwiderstand getrimmt, schaut mir lustiger aus

UpHillEdd
25-01-2010, 21:06
noch ne interessante Rechnung im Internet gefunden die irgendwie die Irrwitzigkeit manch unserer Autos von heute aufzeigt:



geht um den neuen Audi A8 quatro 4,2l

Der neue A8 wiegt mit Top Ausstattung etwa 2 Tonnen. Mit Energieerhaltungssatz gilt:

W (Arbeit in Wattsekunden) = 0,5 x m (Masse in Kg) x v² (Geschwindigkeit in Meter pro Sekunde)

Anhand der Formel errechnet sich näherungsweise, dass das 2 Tonnen Schiff schon mit einer (Voll-) Bremsung von 200 auf 100Km/h mit 0,6 kWh die Bremsscheiben heizt.

0,6kwh = 600Wh (!!!)

mit dieser Energiemenge komme ich fast 200km weit mit meinem Elektroradl (!)

(wenn ich Ladegerätwirkungsgrad miteinbeziehe immernoch ca. 150km weit)

sprich: ein Deutscher mit 200km/h auf der Autobahn der seinen Audi A8 auf 100km/h runterbremsen muss (Wohnwagen vor der Nase, was weiß ich)
-> verbraucht gleich viel wie ich auf 150km Pedelec-Fahrt


Hallo Leute,

Erlaube mir meine Meinung zum Thema niederzuschreiben,

Hab mich auch schon mit dem Thema E-Bike / E-Moped befasst, währ ja ein tolles Gefühl mal im Raum Graz schnell 35km zum Kumpel zu fahren, ohne Auto. Selber hab ich keines, nur Firmenwagen. Fahre höchstens 1000km Privat im Jahr und leider 9000km für Firma.

Bin vorerst davon abgekommen da mir das Risiko eines Unfalles bei Überlandfahrten zu hoch ist wenn da die PKW mit 70-100 sachen vorbeibrausen. Und überall komm ich über Seitenwege auch nicht hin.
Weiters, das ist zwar gewohnheitssache, mus ich auch auf die Zeit schaun und darf mich beim Kumpel nicht verplappern.
Wenns dann schon finster ist und ich muss noch 35km Kurbeln, is auch blöd....!

Und, ein eingefleischter E-Biker wird von einem "Vollbremser" wieder zunichte gemacht, energetisch !

Ergo, wir sollten alle unsere Gewohnheiten überdenken, weniger Autofahren, (1000km, ich hab ein ruhiges Gewissen!!) der typische Pensionist der auch zu Fuß gehen könnte fährt beiweitem mehr.

Wer kann soll vieleicht mal 2 Einkaufssackerl 800m heimtragen !
Oder, ich fahr praktisch nie extra zum Baumarkt, erledige immer mehrere Dinge gleichzeitig .etc., etc., etc. !

Spart zu hause Energie indem richtig gelüftet wird und schmeisst die Glühbirne raus und ersetzt diese durch LED.

Fazit:

E-Rad oder Moped bringt nix, zu gefährlich für regelmässigen Gebrauch.

Wo kommt für die Masse der Strom her ??

Wenn ALLE etwas weniger herrumfahren bringt`s mehr !

So werden nur Symptome bekämmpft (hoher Energieverbrauch), nicht die Ursachen (Verhalten)

ABER: Irgendwie sind wir alle in einer seltsamen und geradezu krankhaften Energiespardiskusion gefangen.

Sorry, etwas lang geworden.

LG, UpHillEdd

Kraeuterbutter
25-01-2010, 23:42
Fazit:

E-Rad oder Moped bringt nix.....

Wo kommt für die Masse der Strom her ??

also wenn wirklich die Masse mit E-Rad oder E-Moped fahren würde...
da würde soviel Sprit eingespart werden, dass man mit einem kleinen Bruchteil davon locker das bissal Strom noch erzeugen könnte

auch die Chance es rein regenerativ zu schaffen wären viel viel höher
(für ein E-bike reicht 1-2qm Solarpanelfläche aus)

mit 10.000 eingesparten Autos (und deren Spritverbrauch) könnte man locker 1 Million E-bikes bestromen ;)


Wenn ALLE etwas weniger herrumfahren bringt`s mehr !
bedingt...
natürlich spart man am einfachsten, in dem man weniger (vor allem unnötig) fährt
aber wiederrum: selbst wenn man von 100 Fahrten 90 Fahrten einspart, ist das immernoch 10mal mehr Energieaufwand, wie wenn man die selben Fahrten mit z.b. einem Velomobil erledigt

und weils mit einem Velomobil/Fahrrad nicht ganz so leicht geht, werden die Fahrten sowieso auch weniger.. da überlegt man es sich zweimal, ob man wirklich wegen 2er Flaschen Bier noch 15km zum mit dem Auto zum Supermarkt fahren muss


eben weil 1 Autofahrt ca. 100 Velomobil-fahrten entspricht

natürlich ist mir klar, dass man nicht alle Fahrten einsparen kann..
auch ist es wohl nur für "Freaks" möglich oder zumutbar ein einzig vorhandenes Auto durch ein Velomobil zu ersetzen...
aber wenn wir uns eine kleine Familie anschauen, mit 2 Fahrzeugen..
in sehr vielen Fällen könnte sicher eines der Fahrzeuge durch ein Velomobil ersetzt werden, womit der Vater dann in die Arbeit fährt

ist in vielen Fällen auch einfach ne Frage der Organisation

ich bin z.b. vorletzten Sommer (Ferialjob) fast immer mit dem Fahrrad in die Arbeit gefahren
eigentlich weniger wegen Umwelt sondern wegen Spass...
mich hats irgendwie angezipft, dass ich täglich 30min hin und 30min zurück im Auto verschissen habe
bin dann die 30km hin und 30km zurück mit dem E-Bike gefahren, 600hm in Summe (ca. 1 Stunde jeh Wegstrecke)
bin einmal in der Woche auch mit normalen Fahrrad ohne Motor gefahren, aber ehrlich:
jeden Tag in der Woche hätte ich das ohne Motor nicht durchgedrückt...
mit Motor wars aber gut möglich

obwohl ich also mit dem Elektrofahrrad ca. doppelt so lange für den Arbeitsweg gebraucht habe wie mit dem Auto hatte ich nicht dieses "ich verscheisse zeit auf dem Arbeitsweg"-Gefühl...
im Gegenteil, der Tag kam mir länger und besser genutzt vor

klar: dafür muss man halt wahrscheinlich auch gerne Radfahren ;)


Wer kann soll vieleicht mal 2 Einkaufssackerl 800m heimtragen !
zufuss ?
also ich fahr selbst die 250m zum Hofer mit dem Radl ;)


aber ich kenne jemanden: der wohnt auch so ca. 800m von seiner Arbeitsstelle entfernt, in Sichtweite...
der steht jeden Tag in der Früh auf, geht runter vor die Haustür, startet den Wagen, damit er warm läuft und die Scheiben abtauen,
geht derweil rauf duschen und frühstücken,
und fährt dann die 800m mit dem warmen Auto zur Arbeit
:eek:
da stellen sich mir wirklich die nackenhaare auf

tane
03-02-2010, 18:46
das "immer" kannst uneingeschränkt weglassen. Atomstrom ist ausserdem relativ umweltfreundlich.

Zu deiner Frage: verglichen mit Verbrennungsmotoren ist Elekrizität egal aus welchem Kraftwerk praktisch immer umweltfreundlicher. Noch dazu bei der (im Vergleich) minimalen Energiemenge um die es sich handelt.

bleibt das so, wenn da noch die umweltbelastung durch batterien dazukommt? die bestehen nicht aus veilchenduft...

Kraeuterbutter
03-02-2010, 23:16
das ist sicher eine (wenn nicht die) wichtige Frage...

der Stromverbrauch eines E-bikes - wie hoffentlich gezeigt werden konnte - ist zu vernachlässigen (im Vergleich sovieler unserer Alltagsgeräte die sogar im Standby täglich mehr Strom verbrauchen als man in einem e-bike verfahren würde)

aber zurück zu den Akkus:
im Vergleich zu den Bleiakkus (in jedem Auto verbaut) oder Nicd-akkus enthalten Lithiumakkus keine giftigen Schwermetalle..

In einer Bleibatterie findet man sehr viel des giftigen Bleis.
Nur der recht hohen Recycling-Rate von über 90% ist es wohl zu verdanken, dass die nicht schon längst verboten sind.

In einem Lithiumpolymereakku oder Lithium-Eisen-Phosphat-Akkumulator hingegen findet man nur sehr geringe Mengen an Lithium.
Beim Lithium Polymere Akku sind ca. 120g metallisches Lithium/kwh nötig,
für einen Fepo4 sogar nur 40-50g/kwh

man liest immer was von Lithiumknappheit:
der Preis von Lithium hat sich in den letzten 10 Jahren aufgrund der Nachfrage VERZEHNFACHT !
statt 60 US$ / kg zahlt man inzwischen ca. 600 US$/kg

für den Preis eines Fahrradakkus ist das trotzdem recht unwichtig, weil:
für einen handel und marktüblichen 360Wh-Fahrradakku werden nur ca. 15-20g metallisches Lithium benötigt (Fepo4-Akku)

sollte der Lithiumpreis noch weiter steigen würde sich irgendwann auch die Gewinnung aus Meerwasser rentieren, wodurch die zur Verfügungstehende Menge quasi unbegrenzt wäre

zurück zur Umweltverträglichkeit:
an der Recyclebarkeit der Lithium-akkus wird gearbeitet, ob und inwiefern sie sich wirtschaftlich rentiert wird sich wohl erst noch zeigen

jedenfalls sind in den modernen Fepo4-Akkus keine giftigen Schwermetalle enthalten
ein Fepo4 kann in einem E-bike durchaus über 1000 zyklen und 10 Jahre halten, was einer km-Leistung von 50.000 - 100.000km entspricht

ich würde meinen: wenn man sich um die Akkus sorgen macht, muss man sich aber auch um die Fahrräder ansich Gedanken machen:
ein Stahlrahmenbike, wo der Stahlrahmen unter umständen 30 Jahre hält und danach wieder in den Hochofen geschmissen werden kann
ist sicher sehr viel Umweltfreundlicher wie irgendein Alu-Rahmen,
oder gar ein Carbonrahmen der nach der Nutzungsdauer als Sondermüll endet (und auch bei der Herstellung sehr energieaufwändig war)

(ich denke da mal an die Aufkleber auf vielen Carbon-Leichtteilen, z.b. Lenkerstange, wo empfohlen bzw. gefordert wird, sie nach 2 Jahren auszutauschen !
das ist dann nämlich Sondermüll !
und das wofür ? für ein paar Gramm gespartes Gewicht gegenüber Stahlbauteilen
da finde ich hat man von einem E-akku einen höheren Nutzen)

tane
04-02-2010, 06:44
daß wieder mal darüber nachgedacht wird, daß die echte energiebilanz unter dem LETZTEN strich gezogen werden muß! nicht alles was vordergründig "umweltfreundlich" ist bleibt es auch, wenn man nur hinter jede ecke sieht. (bei "alu vs. stahl" könnte man z.b. das geringere gewicht =weniger "transportumweltschäden" - kommt ja schließlich aus china - zugunsten des alus anführen...& ob alte stahlrahmen im "hochofen" zu was gut sind....keine ahnung)

Kraeuterbutter
26-02-2010, 23:54
grad im Web drübergestolpert:

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113434&stc=1&d=1267224512


http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113435&stc=1&d=1267224529]

Kraeuterbutter
27-02-2010, 11:30
hier mal was interessantes:

bei der Frage: "normales Fahrrad oder Pedelec"
sind sich alle sofort klar, das das normale Fahrrad weniger CO2-Ausstoss verursacht


hier ist man dieser Frage nachgegangen und zu einem intressanten Ergebnis gekommen:
http://www.dgs.de/fileadmin/files/FASM/2008.09-DGS-FASM-IFMA-CO2_Pedelec.pdf

man ist eben der Frage nachgegangen: erhöht das Benutzen von Pedelcs den CO2-Ausstoss ?
das Ergebnis: es verringert sogar den CO2-Ausstoß !


man hat z.b. für den Menschen einen Wirkungsgrad von 25% angenommen,
und ist - mit Deutscher Landwirtschaftszahlen als Grundlage - auf
folgende Zahlen gekommen:
http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113450&stc=1&d=1267265817


dies hat man jetzt in Relation zu Kohlekraftwerken, dem deutschen Energiemix und Windkraftwerken gesetzt:
http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113451&stc=1&d=1267265882

.
.
.

so..
und das ganze jetzt in mit Elektrorädern verheiraten:

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113452&stc=1&d=1267265968
133W für 22km/h werden bei einem normalen Tourenrad als benötigte Energie angenommen
beim Elektrorad sinds wegen des höheren Gewichts 10% mehr benötigter Energie

selbst wenn der Strom nur aus Kohlekraftwerken kommt, ist der CO2-Ausstoss beim normalen Fahrrad bereits mehr wie 3mal so hoch (normales Essen)

.
.
.


http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113453&stc=1&d=1267266101
wie schauts aus, wenn man sich "CO2-minimal" ernährt:

also hier hat man den deutschen Energiemix für Strom mit einer Person verglichen, die sich nur von Brot ernährt (keine Butter, Käse, Eier oder gar Fleisch)


.
.
.


und zu guter letzt:
http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113454&stc=1&d=1267266108
den "ich ess nur Brot" - Menschen mit Strom aus Windkraft

hier schauts noch schlechter aus (Elektrofahrrad verursacht 20mal weniger CO2)


ganz krass wirds, wenn man einen normalen Bürger mit normalen Essgewohnheiten (aber noch ohne so exotischen Dingen wie Bananen, Orangen, Weintrauben aus Spanien, ...)

mit einem von windkraft betriebenen Elektrofahrrad vergleicht:

der Mensch verursacht in der REchnung fast 100mal mehr CO2 wie das Elektrofahrrad (!!!)

man kommt zum Schluss:
um möglichst CO2-Neutral zu fahren, sollte man z.b. mit einem Elektrorad MÖGLICHST WENIG selber mittreten :zwinker:


wäre interessant, wie sich die Herstellung des Akkus noch in diese Rechnung einfügt...

aber ähnliches war ja vor kurzem auch mal auf der ORF-Seite:
da wurde geschrieben, dass ein mittelgrosser Hund mehr CO2 verursacht (industrialisierte Herstellung von Dosenfutter (Fleisch)) wie ein SUV mit 10.000km im Jahr

schon interessant

Svenja
25-03-2010, 14:37
hat jemand einen link über solche e-bikes:
hersteller , werbung, technik etc...

lg markus

Dies (http://www.elektrofahrrad.net/pedelec/) ist eine ganz nette Info Seite und nicht allzusehr mit Infos Überladen. Gibt einem einen kleinen Überblick über die Hersteller und einige Ihrer Modelle.

Gruß

Kraeuterbutter
25-03-2010, 15:40
ansonsten auch als Forum:

www.pedelec-forum.de
grösstes und wohl einziges deutschsprachiges Elektrorad-Forum

dort dann im Wiki schauen
auch die Nachrüstsets nicht außer Acht lassen
meiner meinung nach oft immernoch die bessere (und auch billigere) Variante mit mehr Möglichkeiten

GO EXECUTE
25-03-2010, 19:26
hier mal was interessantes:

bei der Frage: "normales Fahrrad oder Pedelec"
sind sich alle sofort klar, das das normale Fahrrad weniger CO2-Ausstoss verursacht


hier ist man dieser Frage nachgegangen und zu einem intressanten Ergebnis gekommen:
http://www.dgs.de/fileadmin/files/FASM/2008.09-DGS-FASM-IFMA-CO2_Pedelec.pdf

man ist eben der Frage nachgegangen: erhöht das Benutzen von Pedelcs den CO2-Ausstoss ?
das Ergebnis: es verringert sogar den CO2-Ausstoß !


man hat z.b. für den Menschen einen Wirkungsgrad von 25% angenommen,
und ist - mit Deutscher Landwirtschaftszahlen als Grundlage - auf
folgende Zahlen gekommen:
http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113450&stc=1&d=1267265817


dies hat man jetzt in Relation zu Kohlekraftwerken, dem deutschen Energiemix und Windkraftwerken gesetzt:
http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113451&stc=1&d=1267265882

.
.
.

so..
und das ganze jetzt in mit Elektrorädern verheiraten:

http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113452&stc=1&d=1267265968
133W für 22km/h werden bei einem normalen Tourenrad als benötigte Energie angenommen
beim Elektrorad sinds wegen des höheren Gewichts 10% mehr benötigter Energie

selbst wenn der Strom nur aus Kohlekraftwerken kommt, ist der CO2-Ausstoss beim normalen Fahrrad bereits mehr wie 3mal so hoch (normales Essen)

.
.
.


http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113453&stc=1&d=1267266101
wie schauts aus, wenn man sich "CO2-minimal" ernährt:

also hier hat man den deutschen Energiemix für Strom mit einer Person verglichen, die sich nur von Brot ernährt (keine Butter, Käse, Eier oder gar Fleisch)


.
.
.


und zu guter letzt:
http://nyx.at/bikeboard/Board/attachment.php?attachmentid=113454&stc=1&d=1267266108
den "ich ess nur Brot" - Menschen mit Strom aus Windkraft

hier schauts noch schlechter aus (Elektrofahrrad verursacht 20mal weniger CO2)


ganz krass wirds, wenn man einen normalen Bürger mit normalen Essgewohnheiten (aber noch ohne so exotischen Dingen wie Bananen, Orangen, Weintrauben aus Spanien, ...)

mit einem von windkraft betriebenen Elektrofahrrad vergleicht:

der Mensch verursacht in der REchnung fast 100mal mehr CO2 wie das Elektrofahrrad (!!!)

man kommt zum Schluss:
um möglichst CO2-Neutral zu fahren, sollte man z.b. mit einem Elektrorad MÖGLICHST WENIG selber mittreten :zwinker:


wäre interessant, wie sich die Herstellung des Akkus noch in diese Rechnung einfügt...

aber ähnliches war ja vor kurzem auch mal auf der ORF-Seite:
da wurde geschrieben, dass ein mittelgrosser Hund mehr CO2 verursacht (industrialisierte Herstellung von Dosenfutter (Fleisch)) wie ein SUV mit 10.000km im Jahr

schon interessant

Das is ja schon krank. Schmeiß ma jetzt alle unsere Räder weg und dürfen 2/3 der Pensionisten keine Bananen mehr essen ? :f:

"Schön" wie der Co2 Hype um sich greift :rolleyes:

I hab gerade meinen CO2 Ausstoß halbiert und produzier nur mehr CO1 :rofl:

Kraeuterbutter
25-03-2010, 20:28
ist auf jedenfall von der "technischen Seite" betrachtet interessant
weil man es so "rein vom Hausverstand" nicht annehmen würde..

aber wie sagte schon Albert Einstein:
„Der gesunde Menschenverstand (österr. Hausverstand) ist die Summe der Vorurteile, die man bis zu seinem 18. Lebensjahr angesammelt hat.“ ;)

und der "gesunde Menschenverstand" sagt natürlich jedem, dass fahren mit Elektrofahrrad viel mehr CO2 verursacht wie ohne Elektromotor
was eben - wenn man nachrechnet - so gar ned stimmt

die Sinn oder Unsinnhaftigkeit der ganzen CO2-Problematik mal außen vor
(im Vergleich zu Hausbrand usw. usf. sind das sowieso alles zu vernachlässigende Peanuts, egal ob Pedelec oder Fahrrad ohne Motor)

peregrin
25-03-2010, 20:58
So ganz happy bin ich mit dem Vergleich aber nicht, wenn er sich nur auf die Nutzungsphase der beiden Systeme bezieht ...

Kraeuterbutter
25-03-2010, 21:06
So ganz happy bin ich mit dem Vergleich aber nicht, wenn er sich nur auf die Nutzungsphase der beiden Systeme bezieht ...

natürlich, hast schon recht
hier ist die Akkuherstellung/Entsorgung sowie Motorherstellung ausgeklammert

geht rein um den Stromverbrauch
aber viele glauben ja bereits da, dass so ein Pedelec ach-so-viel Strom verbraucht

dabei reicht der Strom den die meisten Leute zuhause an Standbygeräten 24h lang laufen haben aus, um mehrmals die tägliche Strecke von/zur Arbeit (nur so als Beispiel) mit dem Pedelec zu fahren

der Stromverbrauch von einem Pedelec ist wirklich pipifax
das kochen eines Eies auf einem E-Herd in einem Topf ohne Deckel braucht mehr Strom wie man auf 20-30km mit einem Pedelec verbraucht

2min länger warm duschen braucht mehr Strom wie... usw. usf.
die Verhältnismässigkeiten sind vielen nicht klar...


mir sträubt es jedenfalls, wenn "echte Fahrradfahrer" (also ohne Motor), möglichst auch noch Sportler davon reden, dass Pedelec wenig umweltfreundlich wäre...
die selben Leute hauen dann ihr Carbon-super-duper-leicht-Mountainbike (das sie auch noch alle 5 Jahre wegen Leichtbau durch ein neues ersetzen müssen) am Wochenende in den VW-Sharan, um damit von Wien irgendwohin in die Berge zu fahren,
und freuen sich über ihr so umweltschonendes Hobby
:devil: