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Merida feiert 50er

Merida feiert 50er

02.05.22 07:04 805Text: PM, NoManFotos: MeridaVon der Produktionsstätte zur Marke, vom Image-Aufbesserer zum börsennotierten Unternehmen. Die Meilensteine des taiwanesischen Familienbetriebs.02.05.22 07:04 818

Merida feiert 50er

02.05.22 07:04 8187 Kommentare PM, NoMan MeridaVon der Produktionsstätte zur Marke, vom Image-Aufbesserer zum börsennotierten Unternehmen. Die Meilensteine des taiwanesischen Familienbetriebs.02.05.22 07:04 818

Ein Schild soll einst den Anstoß zur Gründung von Merida gegeben haben. Der Ingenieur Ike Tseng, so erzählen es die Firmenannalen, habe es während seiner USA-Reise an einer Werkstatttür eines Fahrradgeschäfts entdeckt: "Wir reparieren keine minderwertigen Fahrräder aus Taiwan" stand darauf. Der Ehrgeiz des Taiwanesen, den Ruf von Fahrrädern "made in Taiwan" zu verbessern, war geweckt.
1972 bewegte ihn sein Wunsch, gepaart mit einem hohen Qualitätsanspruch, dazu, eine eigene Fahrradfabrik zu eröffnen.

Stolz blickt Merida nun einerseits auf das zurück, was aus den bescheidenen Anfängen von damals entstanden ist. Und ist sich andererseits gewiss: Dieses halbe Jahrhundert war erst der Anfang ...

 We design, test, build. You ride 

Deutsches Engineering & Design trifft auf 50 Jahre Fertigungskompetenz aus Taiwan

Erst Produzent, allmählich Marke

Zu Beginn stellte das Werk seine Fertigungsanlagen und Lösungen als reine Produktionsstätte anderen etablierten Fahrradmarken zur Verfügung - effizient und gut geführt. Als eigenständige Marke betrachtete sich das Unternehmen anfangs noch nicht.
Erst im Laufe der Jahre entwickelte sich allmählich auch das Selbstverständnis, unter eigenem Namen eigene Entwicklungen zu vermarkten - internationales Vertriebsnetz und entsprechendes Marketing inklusive. 1988 gründete Ike Tseng die Marke Merida, kurz darauf schloss sich der Vertrieb in Norwegen als erster internationaler Partner der taiwanesischen Familie an.

  • 1995 wird das TIG-Schweißen von Aluminium eingeführt. Dieses Schlüsselelement in der Produktion findet sich namentlich auch in der bis heute erhältlichen MTB-Plattform MATTS (Merida Aluminium TIG-welding Technology System) wieder.1995 wird das TIG-Schweißen von Aluminium eingeführt. Dieses Schlüsselelement in der Produktion findet sich namentlich auch in der bis heute erhältlichen MTB-Plattform MATTS (Merida Aluminium TIG-welding Technology System) wieder.1995 wird das TIG-Schweißen von Aluminium eingeführt. Dieses Schlüsselelement in der Produktion findet sich namentlich auch in der bis heute erhältlichen MTB-Plattform MATTS (Merida Aluminium TIG-welding Technology System) wieder.
    1995 wird das TIG-Schweißen von Aluminium eingeführt. Dieses Schlüsselelement in der Produktion findet sich namentlich auch in der bis heute erhältlichen MTB-Plattform MATTS (Merida Aluminium TIG-welding Technology System) wieder.
    1995 wird das TIG-Schweißen von Aluminium eingeführt. Dieses Schlüsselelement in der Produktion findet sich namentlich auch in der bis heute erhältlichen MTB-Plattform MATTS (Merida Aluminium TIG-welding Technology System) wieder.
  • 1996 übernehmen ergänzend zu den Fachkräften Roboter das Schweißen - ein Novum in der Fahrradwelt.1996 übernehmen ergänzend zu den Fachkräften Roboter das Schweißen - ein Novum in der Fahrradwelt.1996 übernehmen ergänzend zu den Fachkräften Roboter das Schweißen - ein Novum in der Fahrradwelt.
    1996 übernehmen ergänzend zu den Fachkräften Roboter das Schweißen - ein Novum in der Fahrradwelt.
    1996 übernehmen ergänzend zu den Fachkräften Roboter das Schweißen - ein Novum in der Fahrradwelt.
  • Die Einführung von Magnesium als Rahmenmaterial 1998 war eine weitere Pionierleistung, gekrönt u.a. mit WM-Gold 2003 und Olympia-Gold 2004. Aufgrund der schwierigen Verarbeitung und des Siegeszugs von Carbon wurde sie jedoch nicht zum dauerhaften Erfolg.
    Die Einführung von Magnesium als Rahmenmaterial 1998 war eine weitere Pionierleistung, gekrönt u.a. mit WM-Gold 2003 und Olympia-Gold 2004. Aufgrund der schwierigen Verarbeitung und des Siegeszugs von Carbon wurde sie jedoch nicht zum dauerhaften Erfolg.
    Die Einführung von Magnesium als Rahmenmaterial 1998 war eine weitere Pionierleistung, gekrönt u.a. mit WM-Gold 2003 und Olympia-Gold 2004. Aufgrund der schwierigen Verarbeitung und des Siegeszugs von Carbon wurde sie jedoch nicht zum dauerhaften Erfolg.
  • 2011 wird eine neue, umweltfreundlichere Lackieranlage im zuvor bereits komplett renovierten Werk in Betrieb genommen.2011 wird eine neue, umweltfreundlichere Lackieranlage im zuvor bereits komplett renovierten Werk in Betrieb genommen.
    2011 wird eine neue, umweltfreundlichere Lackieranlage im zuvor bereits komplett renovierten Werk in Betrieb genommen.
    2011 wird eine neue, umweltfreundlichere Lackieranlage im zuvor bereits komplett renovierten Werk in Betrieb genommen.
  • 2018 bringt die Laserschnitt-Technologie kürzere Produktionszeiten, weniger Abfall und noch mehr Präzision.2018 bringt die Laserschnitt-Technologie kürzere Produktionszeiten, weniger Abfall und noch mehr Präzision.
    2018 bringt die Laserschnitt-Technologie kürzere Produktionszeiten, weniger Abfall und noch mehr Präzision.
    2018 bringt die Laserschnitt-Technologie kürzere Produktionszeiten, weniger Abfall und noch mehr Präzision.

 Allen die Möglichkeit geben, ihr Ziel auf die schönste Art und Weise zu erreichen 

Meridas Mission

Heute ist Merida in 70 Ländern tätig. Was das Unternehmen von vielen Mitbewerbern unterscheidet: Es hält den kompletten Produktionsprozess in eigenen Händen und ist nicht auf fremde Anlagen angewiesen.
Nicht zuletzt dank des hochqualifizierten und zukunftsorientierten R&D-Centers in Deutschland, gegründet 2001 in Magstadt, um vermehrt kreative Inputs aus den Kernmärkten einzubringen, wird eine beeindruckende Bandbreite an Rädern hergestellt: von Kinderrädern bis hin zu WorldTour- und MTB-Weltcup-Rennmaschinen - und zwar jeweils vom ersten Bleistiftstrich des Designkonzepts bis zum fertigen Produkt.

  • Mit dem Reacto präsentierte Merida 2012 sein erstes Aero-Bike.Mit dem Reacto präsentierte Merida 2012 sein erstes Aero-Bike.
    Mit dem Reacto präsentierte Merida 2012 sein erstes Aero-Bike.
    Mit dem Reacto präsentierte Merida 2012 sein erstes Aero-Bike.
  • 2017 wurde mit dem eOne-Sixty der erste Design & Innovation Award gewonnen.2017 wurde mit dem eOne-Sixty der erste Design & Innovation Award gewonnen.
    2017 wurde mit dem eOne-Sixty der erste Design & Innovation Award gewonnen.
    2017 wurde mit dem eOne-Sixty der erste Design & Innovation Award gewonnen.

Vom Weltcup zur Kundschaft

Der Profi-Radsport gehört zu den jüngeren Schwerpunkten der Geschichte Meridas. Den Anfang machte Sabine Spitz (GER) im Jahr 2000; 2001 und 2002 gesellten sich mit Gunn-Rita Dahle Flesja (NOR) und Irina Kalentieva (RUS) weitere Radsport-Ikonen zu dem rein weiblichen MTB-Weltcupteam. Ab 2004 erringt die Formation, um nicht minder legendäre Männer wie Jose Antonio Hermida (ESP) oder Ralph Näf (SUI) verstärkt, als Multivan Merida Biking Team eine beispiellose Anzahl an MTB-Weltcupsiegen und internationalen Auszeichnungen.
In den letzten Jahren begeisterte vermehrt die Welt des Straßenradsports auf WorldTour-Niveau die Fans. Erst sponserte das Unternehmen das 2013 gegründete Team Lampre-Merida. Anknüpfend an dessen Erfolge, schließt sich Merida 2017 dem Bahrain Cycling Project an. Vincenzo Nibali, von Anfang an im Bahrain-Merida Pro Cycling Team dabei und maßgeblich an dessen Gründung beteiligt, startete die Erfolgsgeschichte der Equipe direkt mit dem Gewinn eines der Monumente des Radsports, des Giro di Lombardia.
Meridas Kunden und Kundinnen profitierten unmittelbar von sämtlichen Engagements. Immerhin flossen die Erkenntnisse aus dem Profi-Betrieb beständig ins Sortiment ein und führten zu zahlreichen Produktentwicklungen. Entsprechend klingend die Namen von Bikes wie dem Reacto, O.Nine, Ninety-Six, Big.Nine, Silex, Scultura, aber auch eOne-Sixty & Co.

Obwohl Merida 1992 der erste börsennotierte Fahrradhersteller an der taiwanesischen Börse war, ist die Firma bis heute ein Familienunternehmen geblieben. Aktuell wird es von Ike Tsengs Sohn Michael geleitet.
Die Fahrrad-Branche, ihre Produktions- und Funktionsweise, ihre Erzeugnisse und ihr Stellenwert mögen sich in den letzten 50 Jahren stark verändert haben. Was geblieben ist, ist Meridas Anspruch, Fahrräder zu bauen, auf die man stolz sein kann. "Wir wollen allen die Möglichkeit geben, ihr Ziel auf die schönste Art und Weise zu erreichen, indem wir Bikes herstellen, die das einzigartige Gefühl bieten, das perfekte Rad zu fahren", so das Firmen-Credo.


vor 7 Stunden schrieb chriz:

Finde irgendwie wird die Marke immer noch unterschätzt. 

Dabei sind deren Räder absolut Top.

wird wohl, wie an Suntour daraun liegen, dass in nichtspezialisierten Sportgeschäften die Marke häufig anzutreffen ist. Hingegen wird Spcialized mMn komplett überbewertet, auch wenn die schon eit x Jahren mit Merida zusammenarbeiten

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vor einer Stunde schrieb NoNick:

wird wohl, wie an Suntour daraun liegen, dass in nichtspezialisierten Sportgeschäften die Marke häufig anzutreffen ist. Hingegen wird Spcialized mMn komplett überbewertet, auch wenn die schon eit x Jahren mit Merida zusammenarbeiten

Ist Merida nicht Anteilseigner bei Spezialiced?

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vor 12 Minuten schrieb chriz:

Ist Merida nicht Anteilseigner bei Spezialiced?

Wenn man Wikipedia glauben darf, dann war Merida Anfang der 2000er Jahre mit 49% an Specialized beteiligt.

Wenn ich lese, die Anteile wurden "größtenteils" zurückgekauft, dann kanns gut sein, dass Merida immer noch eine qualifizierte Minderheit am Unternehmen hält. Aber wer weiß das schon so genau :D

 

Ich persönlich habe mich für Merida nie besonders interessiert, obwohls die Bikes gleich ums Eck gegeben hat. Als ich es mir hätte leisten können, waren sie weder gewichts- noch geometriemäßig Vorreiter, und jetzt, wo sie das vielleicht sind, habe ich auf 2nd Hand gewechselt - und da ist Merida auch wiederum nicht dabei 😛 

 

Insgesamt ein Unternehmen, das irgendwie in den späten 1990er Jahren wohl mit Gunn Rita Dahle und José Hermia (Multivan Merida Cycling Team) zwei gute Zugpferde und viell. Technologietreiber hatte, aber inzwischen treten sie - zumindest für mich - radsportlich kaum durch Erfolge in den Vordergrund.

 

Mir sind noch die Unmengen an gebrochenen Magnesium-Rahmen in Erinnerung und das LRS-System, das zwar irgendwie gut gemeint, aber trotzdem nicht gut gemacht war, dann noch in Verbindung mit den unseligen SPV-Dämpfern, die es reihenweise zerschossen hat.... Da hatten sie echt keine gute Zeit.

 

Bei den Carbon-Rädern hab ich sie irgendwie noch mit dem Scultura in Erinnerung - das dürfte mal ein Meilenstein gewesen sein.

 

Was ich mich auch noch erinnern kann, ist, dass sie komponentenmäßig öfters ziemlich ins Klo gegriffen haben. Manitou Federelemente, die immer hintennach waren, FSA Kurbeln, bei denen die Lager a Schoan waren, dann die SRAM-Komponenten, die anfangs absolut unterschätzt waren....

 

Dafür sind sie Vollsortimenter, die man an jeder Straßenecke sieht und (weniger) Klasse statt Masse ist ja auch ein Erfolgsrezept.

Bearbeitet von Siegfried
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vor 39 Minuten schrieb Siegfried:

Wenn man Wikipedia glauben darf, dann war Merida Anfang der 2000er Jahre mit 49% an Specialized beteiligt.

Wenn ich lese, die Anteile wurden "größtenteils" zurückgekauft, dann kanns gut sein, dass Merida immer noch eine qualifizierte Minderheit am Unternehmen hält. Aber wer weiß das schon so genau :D

 

Ich persönlich habe mich für Merida nie besonders interessiert, obwohls die Bikes gleich ums Eck gegeben hat. Als ich es mir hätte leisten können, waren sie weder gewichts- noch geometriemäßig Vorreiter, und jetzt, wo sie das vielleicht sind, habe ich auf 2nd Hand gewechselt - und da ist Merida auch wiederum nicht dabei 😛 

 

Insgesamt ein Unternehmen, das irgendwie in den späten 1990er Jahren wohl mit Gunn Rita Dahle und José Hermia (Multivan Merida Cycling Team) zwei gute Zugpferde und viell. Technologietreiber hatte, aber inzwischen treten sie - zumindest für mich - radsportlich kaum durch Erfolge in den Vordergrund.

 

Mir sind noch die Unmengen an gebrochenen Magnesium-Rahmen in Erinnerung und das LRS-System, das zwar irgendwie gut gemeint, aber trotzdem nicht gut gemacht war, dann noch in Verbindung mit den unseligen SPV-Dämpfern, die es reihenweise zerschossen hat.... Da hatten sie echt keine gute Zeit.

 

Bei den Carbon-Rädern hab ich sie irgendwie noch mit dem Scultura in Erinnerung - das dürfte mal ein Meilenstein gewesen sein.

 

Was ich mich auch noch erinnern kann, ist, dass sie komponentenmäßig öfters ziemlich ins Klo gegriffen haben. Manitou Federelemente, die immer hintennach waren, FSA Kurbeln, bei denen die Lager a Schoan waren, dann die SRAM-Komponenten, die anfangs absolut unterschätzt waren....

 

Dafür sind sie Vollsortimenter, die man an jeder Straßenecke sieht und (weniger) Klasse statt Masse ist ja auch ein Erfolgsrezept.

Bahrain-Merida ist ja ziemlich erfolgreich, man denken nur ein Mohoric bei Mailand - San Remo. Das neue Scultura ist zurzeit eines der leichtesten und vielleicht besten RR am Markt. Aber irgendwie kann das Merida nicht vermarkten. Man stelle sich vor Speci hatte so gewonnen, was würde da jetzt abgehen.

Aber vermutlich hast Du Recht. Sie werden im günstigsten Preis Segment so viel Kohle machen das Ihnen das egal ist.

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