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Abus Airdrop

Abus Airdrop

23.05.23 09:28 1.186Text: Lukas Waringer
Lukas Waringer

Name: Lukas Waringer

Alter: 26 Jahre

Größe: 181 cm

Schrittlänge: ca. 85

Gewicht: ca. 63 kg

Fahrstil/ -können: always pushing the limits. bergab schneller als bergauf.

Klicke für alle Berichte von Lukas Waringer
Fotos: Erwin Haiden
Fullface-Newbie fährt Fullface-Newcomer. Eindrücke aus der Praxis mit Abus erstem Integralhelm für Mountainbiker.23.05.23 09:28 1.722

Abus Airdrop

23.05.23 09:28 1.7221 Kommentare Lukas Waringer
Lukas Waringer

Name: Lukas Waringer

Alter: 26 Jahre

Größe: 181 cm

Schrittlänge: ca. 85

Gewicht: ca. 63 kg

Fahrstil/ -können: always pushing the limits. bergab schneller als bergauf.

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Erwin Haiden
Fullface-Newbie fährt Fullface-Newcomer. Eindrücke aus der Praxis mit Abus erstem Integralhelm für Mountainbiker.23.05.23 09:28 1.722

Die Gravity-Linie der Sicherheitsexperten aus Wetter wächst. Unlängst wurde sie um den YouDrop, einen Fullface-Helm mit abnehmbarem Kinnbügel, erweitert. Anleihen konnte das Nachwuchs-Modell dabei erstmals in den eigenen Reihen nehmen, denn vergangenen Herbst kam ja Abus lange angekündigte Fullface-Premiere namens AirDrop auf den Markt. Und eben diesen Neuling für alles, was mit Speed und Airtime auf dem Mountainbike zu tun hat, pflanzten wir zu Testzwecken auf das Haupt eines Vollvisier-Anfängers – Newcomer trifft Newbie, sozusagen.

Konzipiert für abfahrtsorientierte und sprungfreudige Fahrer und Fahrerinnen, soll der Abus AirDrop besten Schutz bei angenehmem Tragekomfort und guter Belüftung bieten.
Es gibt den 800 Gramm (Gr. S/M) wiegenden Helm in zwei verschiedenen Varianten: einmal mit Notruffunktion als AirDrop MIPS QUIN in Schwarz zum Preis von 359,95 Euro, und klassisch als AirDrop MIPS in sechs verschiedenen Designs um € 299,95.

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QUIN Technologie

Mit dem Rotationsaufprallschutz MIPS sind somit alle Modelle ausgestattet. Der Unterschied zwischen den beiden Versionen liegt in einem smarten (und nachrüstbaren!) Feature, welches auf der Helmrückseite angebracht ist und über einen Akku gespeist wird, der rund einen Monat Laufzeit hat.
Ein kleiner Mikrochip mit fünf Sensoren misst die Bewegung und kann via Smartphone mit der dazugehörigen App verbunden werden. In der App können Kontaktdaten für Notfälle eingestellt werden. Überschreiten die Bewegungskräfte ein bestimmtes Limit, erkennen also die Sensoren einen Sturz, startet die App einen Countdown, nach dessen Ablauf die Notfallkontakte benachrichtigt werden – Aufenthaltsort inklusive. Eine gute Sache, wenn man öfter allein am Trail unterwegs ist!
Sollte der Sensor fehlerhaft ausgelöst worden sein oder der Sturz glimpflich ausgegangen sein, so kann man die Notfallkette unterbrechen.

Die Fakten

Bei der Herstellung setzt der deutsche Produzent auf das InMold-Verfahren. Das bedeutet, dass die äußere Schale und das innenliegende, stoßabsorbierende EPS in einem Arbeitsschritt verbunden werden.
Mittels Zoom-Ace-FF Verstellsystem am Hinterkopf kann man den Kopfumfang anpassen. Dank einer strukturverstärkenden Innenkonstruktion namens Anti-Cage erlangt der Helm extrem hohe Stabilität. Dadurch können größere Aussparungen für Lüftung und Gehör umgesetzt werden.
Über die insgesamt elf Luftein- und sechs Luftauslässe wird eine gute Belüftung - auch beim Bergauffahren - sichergestellt. Die Ambient Sound Channels sorgen dafür, dass man Umgebungsgeräusche natürlich wahrnehmen kann.

An der Unterseite des Kinnbügels befindet sich eine etwas weichere Schutzkante, die bei einem Sturz etwas schonender für die Schlüsselbeine sein soll. Das Visier ist höhenverstellbar, bietet ausreichend Platz für eine Action-Kamera, kommt mit einer Sollbruchstelle und löst sich somit bei einem Unfall ab.
Festgeschnallt wird der AirDrop Helm über einen Doppel-D-Ring, welcher einen hohen Tragekomfort verspricht. Die waschbaren Wangenpolster im Helminneren gibt's in zwei Größen - diese sind im Lieferumfang enthalten.

Tech Specs

Zertifizierungen: CPSC, DIN EN 1078 Verschluss: Doppel-D-Ring
Größen: S/M (52-58 cm), 
L/XL (58-62 cm)
Anpassung: Zoom-Ace-FF Verstellsystem, Wangenpolster in 2 Größen
Gewicht: 800 g inkl. QUIN-Sensor (Gr. S/M) Specials: MIPS, QUIN, verstellbares Visier mit Sollbruchstelle, Schlüsselbein-Schutzkanten, Ambient Sound Channels
Bauweise: In-Mold mit Acti-Cage-Strukturverstärkung Ventilation: 11 Lufteinlässe,
6 Luftauslässe
Farbe: Black velvet matt  Preis:  € 359,95 UVP
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Die Praxiseindrücke

Ich war auf der Suche nach einem sicheren Helm, der nicht allzu schwer und heiß sein sollte. Verwöhnt durch den Tragekomfort von Halbschalen-Modellen, war ich anfangs etwas skeptisch. Als ich den Helm allerdings aufsetzte und über das Stellrad am Hinterkopf an meinen Kopf anpasste, verblasste sofort ein Teil meiner anfänglichen Zweifel.
Ich fühle mich zwar etwas eingeengt durch den ungewohnten Kinnbügel und die dicken Wangenpolster, doch das Gewicht ist erstaunlich niedrig. Auch mit Langhaarfrisur habe ich beim AirDrop MIPS keine Komforteinbußen. Das Stellrad und der Doppel-D-Verschluss versprechen eine genaue und schnelle Anpassung des Helms. Also – Brille auf und ab auf den Trail!

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Ich habe den Helm gemeinsam mit einer Brille von Scott getestet. Es gab keine Komplikationen wegen der Brillengröße oder ähnlichem. Die Goggle sitzt fest, verrutscht nicht und passt sich formschön dem Helm an. Und der Helm wiederum bietet viel Komfort, ohne dabei vom Anspruch auf hohe Sicherheit abzuweichen.
Sowohl in schnellen Anliegerkurven, über ruppige Wurzelteppiche als auch bei Sprüngen bleibt er stets an seiner Position und vermittelt ein gutes Gefühl.
Auch Umgebungsgeräusche hört man tadellos. Einziger Audio-Kritikpunkt ist die etwas eingeschränkte Wahrnehmung von Geräuschen hinter einem. Deshalb nehme ich den Helm bei längeren Forststraßen Uphill-Passagen runter. Das verspricht nicht nur mehr Frischluft, sondern erleichtert auch die Kommunikation.

Fazit: Der Abus AirDrop MIPS ist ein komfortabler Fullface-Helm mit guter Belüftung, modernem Design und smarten Features. Für die schnelle Trailtour alleine oder eine Style-Session im Bikepark ist er genau die richtige Wahl. Würde ich allerdings eine längere Tour bei heißen, sommerlichen Temperaturen planen, so würde ich lieber zu einem Halbschalen-Helm greifen.

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