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"Train hard, eat harder, speak hardest" - so das inoffizielle Motto des dritten 2RC/Bikeboard.at Trainingslagers auf Mallorca. Inklusive der Premiere von Cyclista, dem neuen Unternehmen rund um die Dünne und NoWin, welches sich dieses Jahr erstmals der Hotelbuchungen, des Radtransports und der Leihräder unserer BikeboarderInnen angenommen hat.
Eine völlig unparteiische und unvoreingenommene Umfrage hat die Bewertungshöchstnote von 1.0 ergeben: Hotel-> Top, Ultegra-Cube-Leihräder-> Top, gratis Powerbar Safteln und eine zuvorkommende Betreuung. Was passiert eigentlich auf so einem Trainingslager? Die allgemeine Vermutung geht wohl in Richtung "Training" - das stimmt auch bis zu einem gewissen Grad - allerdings repräsentiert sie nur einen Bruchteil der kollektiven Leistungen. In erster Linie wird gegessen. In der Früh Eierspeise, Rührei, harte Eier, Müsli, Brote mit Käse und Schinken. Dazu Kaffee, entweder Milchkaffee, Filterkaffee oder Espresso mit Honig, weißem Zucker, Rohrzucker oder Süßstoff. Toastbrote, Weißbrote, Croissants, Kuchen, Joghurt, Kekse, Früchte, Nüsse usw. Unter Tags müssen die Riegel herhalten, das Boschl Menü (Cola mit Mars) bei der letzten Tankstelle und der Proteinriegel zu Hause im Hotelzimmer. Dann auf einen Kaffee und eine Pizza (oder Bratwurst oder Kebab) und pünktlich um 18.30 geht's weiter mit dem Abendessen: Suppe, der erste Salatteller, der zweite Salatteller, die erste Hauptspeise, die zweite Hauptspeise, je nach Ausfahrtslänge die dritte Hauptspeise, roter Wein, ein Bierchen, die Früchte, der Käse, kurz noch die Dessertbar durchprobieren und ein Eis. Für den Weg vielleicht noch ein bis drei Schüsseln Milchreis und ein Café Americano mit drei oder vier Bieren an der Hotelbar *speub* und wieder einen Tag runtergebogen.Das war's schon? Nein - noch lange nicht - die zweite Hauptkomponente ist das Plaudern, Fragen, Erzählen und Raunzen. Unglaublich was ein Einzelner an einem Tag alles zu erleben vermag (Wind, Schlaglöcher, erste Pose, abgerissen, Loch zugefahren, Kante, etc.) und noch beeindruckender die Geschichten, welche abends bei Lagerfeuerromantik an der Hotelbar erzählt werden. Manche wissen alles, andere wiederum nichts. Und einige stellen Fragen um die bestgehütesten Geheimnisse des Radsports zu lüften. "Wird das immer so sein oder muss das so sein, was ist das und warum ist das so und warum geht das nicht, ist das wirklich alles was möglich ist?"Schlussendlich gibt's dann noch das tägliche Trainieren. Kurze Einheiten, mittlere Einheiten und lange Einheiten. Dazwischen der Ruhetag. Während annähernd jede Trainingseinheit einem "kleinen Rennen" gleichzusetzen ist, repräsentiert sich der Ruhetag (3-Stunden Ausfahrt zum Bergdorf "Orient") als echte Härteprüfung. Nirgends wird soviel Schweiß und Blut vergossen, wie in den endlosen Kehren hinauf zu diesem exklusiven Plätzchen spanischer Reinkultur. Nur wer alles auf der Scheibe fährt, ist des Orients würdig und der zweite Ankömmling ist bereits der erste Verlierer - so das ungeschriebene Gesetz des Ruhetages.Hier folgen nun einige Episoden die das Leben schrieb, sowie eine kleine Auswahl an Fotos, die unser NoSane während seines Aufenthaltes geschossen hat.
Nach einer Woche stahlhartem Training, Fressen, Tschicken und Dauer-Stänkern muss Boschl die Insel wieder verlassen. Sein Cyclista-Flughafen-Taxi wird ihn pünktlich um 18.25 Uhr vom Hotel abholen. Trotzdem möchte er sich den Küstenklassiker am letzten Tag nicht nehmen lassen. 190km und etwas mehr als 3.500 Höhenmeter gilt es zu absolvieren - Abfahrt 10 Uhr, die prognostizierte Zeit: sieben Stunden - da darf nicht viel schiefgehen, sonst wird's knapp.
12 wagemutige Athleten machen sich auf den Weg. Nach etwas mehr als einenhalb Stunden kommt es zur ersten Bergwertung auf das Kloster Lluc.
Beim Abendessen folgt wie immer eine umfangreiche Analyse des vergangenen Tages.
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