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nicht mehr sehr blond, immer noch blauäugig, schokosüchtiger denn je
Kompakte Form, überzeugende Auflösung – Garmin Edge 550 und 850 setzen künftig auf ein LCD-Display, wobei der 850 dies wie gehabt zusätzlich mit einem Touchscreen ergänzt, während der 550 nur via Tasten zu bedienen ist. Weitere Unterschiede zwischen den 449,99 bzw. 549,99 Euro kostenden Geräten gibt’s im Funktionsumfang. Doch zuerst zu den Gemeinsamkeiten:Die kleinen Schlauen besitzen das gleiche Gehäuseformat und folglich auch idente Abmessungen: 54,6 × 92,2 × 16,8 mm. Auch das neue LCD-Farb-Display ist bei beiden 2,7″ groß und mit 420 × 600 Pixel aufgelöst. Für präzises Navigieren unterstützen beide Geräte GPS, Galileo und Glonass (Multi-Frequenz-GNSS). Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller jeweils bis zu 12 Stunden bzw. bis zu 36 im Energiesparmodus.
Hinsichtlich der Funktionen neu sind beispielsweise die Verpflegungsalarme. In Verbindung mit optionalen Sensoren erhält man Hinweise zur Kohlenhydrat- und Flüssigkeitsaufnahme, die den aktuellen Fitnessstand, die Anforderungen der Strecke, sowie Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit einbeziehen. Wetterinformationen in Echtzeit berücksichtigen Wetterradar- und Windrichtungsdaten, welche über das gekoppelte Smartphone eintrudeln, und auch die GroupRide Funktionen wurden nochmals weiterentwickelt, damit man Statistiken wie Herzfrequenz, Leistung oder Trittfrequenz mit dem Gruppendurchschnitt vergleichen kann. Wer mit gekoppelter, elektronischer Schaltung fährt, kann im Nachgang eruieren, wieviel Zeit in welchem Übersetzungsverhältnis verbracht wurde. Für Gravity-Biker interessant sind die speziellen Aktivitätsprofile für Enduro-MTB und Downhill-MTB, die Dank fünf Datenpunkten pro Sekunde eine noch genauere Trackaufzeichnung ermöglichen – gut auch fürs exakte Messen von Splitzeiten. Im Enduro-Profil werden die Höhen- und Tiefenmeter sowohl einzelner Runs als auch gesamter Aktivitäten angezeigt. Das Downhill-Profil hingegen speichert automatisch eine Runde, sobald die Abfahrt beendet wurde und man in den Lift oder ein Shuttle eingestiegen ist.
Der Garmin Edge 850 offeriert neben dem doppelten Speicherplatz (64 vs. 32 GB) einige Funktionen, die der günstigere Ableger nicht beinhaltet. So kann auch dieses Modell, wie der Edge 1050, nunmehr klingeln. Außerdem dient der eingebaute Lautsprecher zur Wiedergabe von Sprachansagen. Kontaktloses Bezahlen via Garmin Pay ist ein weiteres Abgrenzungsmerkmal zum 550 - auch hier wurde offensichtlich vom großen Bruder abgekupfert.Last but not least erhält man für die 100 Euro Aufpreis einen GPS-Computer mit integriertem Routenplaner, der es gestattet, Strecken direkt auf dem Gerät zu planen - auch ohne Smartphone und Internetverbindung. Die neue Filteroption in der Streckenbibliothek erleichtert die Suche nach bereits geplanten Strecken.
Angefangen vom Design über die smarten Features bis hin zu den auslesbaren Kraftdaten gründlich überarbeitet wurde das pedalbasierte Powermess-System von Garmin. Woran dabei nicht gerüttelt wurde: Die Achse, die den Powermeter beinhaltet, ist mit verschiedenen Pedalsystemen kombinierbar: Shimano SPD, Look Keo oder SPD-SL. Der entsprechende Umbau soll bei der neuen Generation allerdings deutlich einfacher – es braucht nur einen Inbusschlüssel - und schneller vonstatten gehen.Die 436 bzw. 444 g wiegenden XC-Pedalkörper bestehen jetzt vollständig aus Metall für maximale Robustheit im Gelände. Die Road-Pedalkörper sind hingegen neu mit Carbon verstärkt, um ein geringeres Gewicht (312 bzw. 320 g) und eine hohe Steifigkeit zu garantieren.
Rally 110 Modelle sind mit einem einseitigen Leistungssensor ausgestattet, während die jeweils 8 Gramm leichteren 210 Modelle beidseitig messen und dadurch zusätzliche Leistungsmetriken wie die Rechts-/Links-Verteilung und Cycling Dynamics bieten. Mittels Upgrade-Achse ist ein nachträglicher Wechsel auf das beidseitige System möglich.Generell liegt die Messgenauigkeit laut Hersteller bei ±1 %. Damit die Werte auch bei starken Temperaturschwankungen (Stichwort Kalibrierungsdrift) präzise bleiben, erinnert die intelligente Pedal IQ-Funktion automatisch, wann eine Neukalibrierung sinnvoll ist.Darüber hinaus wurde den Pedalen ein Akku eingepflanzt. Voll aufgeladen, soll dieser eine Laufzeit von bis zu 90 Stunden liefern. Dank Schnellladefunktion sollen schon 15 Minuten am Strom genügen, um wieder bis zu 12 Stunden messend fahren zu können. Um den Akku zu schonen, wurde der Travel Modus ersonnen. Ist er aktiviert, interpretiert das beispielsweise in einer Radtasche reisende Pedal Erschütterungen nicht, wie sonst, als Aktivierungssignal.
Neue Kraftdaten liefern jenen, die sie zu interpretieren wissen, noch mehr Einblicke in die Performance und den Zusammenhang zwischen Leistung und Trittfrequenz. Mit detaillierten Daten zur Rechts-/Links-Verteilung, zur sitzend und stehend verbrachten Zeit, zur Power Phase (PP) sowie dem Platform Center Offset (PCO) erhält man mit beidseitig messenden Rally 210 Pedalen detaillierte Insights in das Fahrverhalten. Gemäß Garmin sind die Pedale auch mit ovalen Kettenblättern kompatibel und bieten auch mit einem solchen Setup valide Outputs. Ablesen lassen sich diese von Edge Fahrradcomputern, Garmin Smartwatches sowie kompatiblen Drittanbieterprodukten über ANT+ und Bluetooth. Mit der Garmin Connect App gekoppelt, erhält man Software-Updates, kann die Pedale kalibrieren oder Einstellungen ändern. Von Garmin-Produkten werden Software-Updates automatisch auf Rally Pedale übertragen. Preislich beginnen die Rally 110 bei 649,99 Euro. Das beidseitige System startet 450 Euro darüber, also bei € 1.099,99 und kann auch als Bundle für Straße und Offroad erworben werden, mit der Wahl zwischen beidseitig messenden RS- oder RK-Road-Powermetern und einem Satz XC-Offroad-Pedalkörpern. Zusätzliche RS-, RK- oder XC-Pedalkörper Wechsel-Kits sind separat erhältlich.
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