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Magura Vyron MDS-V3

Magura Vyron MDS-V3

22.11.22 07:45 9Text: PM, NoManFotos: MaguraErgonomischer, logischer, schneller, dichter. Mit der dritten Vyron-Generation präsentiert Magura eine komplette Neuentwicklung der drahtlosen Vario-Sattelstütze.22.11.22 07:45 928

Magura Vyron MDS-V3

22.11.22 07:45 9283 Kommentare PM, NoMan MaguraErgonomischer, logischer, schneller, dichter. Mit der dritten Vyron-Generation präsentiert Magura eine komplette Neuentwicklung der drahtlosen Vario-Sattelstütze.22.11.22 07:45 928

Sechs Jahre ist es nun her, dass Magura den Kreis elektronisch steuerbarer Fahrradkomponenten um ein wesentliches Bauteil erweiterte: Mit der Vyron präsentierten die Schwaben die erste – und nebst RockShox Reverb AXS bislang einzige – mit Funkfernbedienung ausgestattete Vario-Sattelstütze auf dem Markt. (Für Interessierte: der BB-Test aus 2017)
Nunmehr geht die kabellose Dropper Post innen wie außen runderneuert in ihre dritte Evolutionsstufe. Dank intuitiver Bedienlogik, schneller Reaktions- und Ausfahrgeschwindigkeit, hoher Widerstandsfähigkeit (IP67-Zertifizierung) und veränderbarem Hub soll die Vyron MDS-V3 benutzerfreundlicher und zuverlässiger denn je sein.
Ein Testmodell zwecks Überprüfung dieser Behauptungen ist unterwegs. Hier vorerst alle Fakten zum Update.

 Weg mit deiner Festnetzstütze 

Kabelloses Sattelabsenken ohne Aufladen - klingt doch verführerisch, oder?

Neue Bedieneinheit und -logik

Als Black Beauty mit dezentem Branding kommt der eLECT-Nachfolger aus dem Karton. Während die Vario-Stütze selbst ihre maßgeblichen Neuerungen jedoch vorrangig innen verbirgt, macht die Remote auch nach außen hin sofort klar, dass sich einiges geändert hat.
Die Fernbedienung, zuvor eher einem Mini-Controller nachempfunden und via Gummiringen am Lenker zu befestigen, hat sich zu einem ergonomischen Trigger gewandelt, der an der Lenkerunterseite platziert und per Daumenhebel bedient wird. Alternativ kann die Einheit mittels optionaler Magura Shiftmix-Schelle oder Sram Matchmaker auch direkt am Bremsgriff montiert werden. Ein Schutzring aus Aluminium soll für hohe Widerstandsfähigkeit bei Stößen oder Stürzen sorgen.

Logisch und gewohnt wie ein Schaltvorgang ist auch die Funktionsweise geworden: Solange der Bedienhebel an der Remote betätigt wird, kann die Sattelstütze verstellt werden. Die Kommunikation zwischen Remote und Dropper Post erfolgt dabei neuerdings per Bluetooth. Dies soll den Vorgang im Vergleich zur früheren ANT+ Funktechnologie deutlich beschleunigen.

Neue Hydraulik

Weil aber nur heiße Luft rauskäme, wenn zwar schnell gesprochen, aber nicht ebenso rasch reagiert wird, wurde auch das Innenleben der Stütze neu entwickelt und ein schnellerer Stellmotor inkludiert.
Beides soll den Ölfluss zwischen den Kammern optimieren und eine blitzschnelle Absenkung der Stütze ermöglichen. Jedenfalls ist man nicht mehr, wie zuvor, auf das feste Zeitintervall des Stellmotors angewiesen.

Neues Batteriekonzept

Die Ladebuchse ist einem gedichteten, verschraubten Deckel gewichen, unter dem eine austauschbare CR2 Lithiumbatterie Platz hat. Primärer Vorteil dieses Wechsels der Energieversorgung, die übrigens eine Lebensdauer von mindestens einem Jahr aufweisen soll: Das System wird dichter und somit widerstandsfähiger - wovon auch die IP67-Zertifizierung zeugt.
Matsch, Feuchtigkeit und Schmutz sollen der Elektronik folglich nichts mehr anhaben können, gemäß der bestätigten Schutzklasse müsste die Vyron V3 sogar kurze Tauchgänge überleben. Für die typischen Bedingungen auf Trails, und seien sie noch so hart und feucht, scheint die Vario-Stütze damit gerüstet.

Tech Specs

Material: Aluminium Batterie: CR2 in Sattelstütze, CR2032 in Remote, austauschbar, Laufzeit ca. ein Jahr
Länge: 396/421/446/471 mm Fernbedienung: Wireless Remote Control
Verstellbereich: 100/125/150/175 mm Montage: separate Klemmschelle, Magura Shift-Mix, Sram Matchmaker
Travel-Option: von 175 auf 150 mm bzw. von 125 auf 100 mm (und umgekehrt) Dichtigkeit: IP67-Zertifizierung
Mindesteinstecktiefe: 120 mm Gewicht: 700 g Sattelstütze, 40 g Remote, Angaben +/- 5% ohne Batterien
Setback: 0 mm Preis: € 579,90 UVP

Neue Vielfalt

Die Vyron MDS-V3 ist in zwei Durchmessern (31.6 und 30.9 mm) und vier verschiedenen Hubvarianten (100/125/150/175 mm) erhältlich und eignet sich somit bereits ab Werk für Einsatzbereiche von Cross Country bis Enduro sowie alle Rahmengrößen.
Darüber hinaus lässt sich der Verstellbereich durch den – angeblich ganz einfachen - Wechsel des Tauchrohrbodens anpassen, und zwar entweder von 175 auf 150 mm oder von 125 auf 100 mm. Der Vorgang soll mit dermaßen geringem Aufwand verbunden sein, dass sich die Stütze im Handumdrehen an ein anderes Fahrrad montieren lässt. Wenn’s stimmt, wäre dies hinsichtlich Kosten und Flexibilität natürlich ein interessanter Aspekt. Wir werden im beizeiten folgenden Test ein Auge darauf haben ...

Apropos Kosten: Der UVP der laut Hersteller rund 740 Gramm (Stütze + Remote) wiegenden Magura Vyron V3 liegt bei € 579,90. Sie ist bereits im Fahrradfachhandel bestellbar und wird voraussichtlich ab Dezember ausgeliefert.
Bis zum 28.02.2023 können die ersten 1.000 Kunden ihre neue Vyron übrigens auf www.magura-vyron.com für einen kostenfreien Intervallservice im Wert von € 139,- registrieren. Der Servicetermin ist frei wählbar und wird nach ca. einer Saison Nutzung empfohlen.


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