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Die Bike-Bauer aus Waterloo haben ein- oder zweimal über die Mitte ihrer Fully-Palette geschlafen. Und die Nächte dürften fruchtbar sein in Wisconsin, denn während anderswo Träume Schäume bleiben, präsentiert Trek für 2011 recht sinnvolle neue Details beim Fuel EX, Remedy und Scratch. Zum Drüberstreuen gibt es noch die Zusammenführung mit dem großen Gary Fisher, doch davon wurde ja schon an anderer Stelle berichtet.Nur einen Bergrücken von Morzine-Avoriaz, Ziel der 8. und Start der 9. Tour de France-Etappe, entfernt, reihten sich die Neuheiten nebeneinander und ließen sich in die umliegende Bergwelt entführen. Das Gebiet rund um Châtel lässt sich wohl am Besten mit "Eldorado" beschreiben. Mit ewigen Trails, riesigem Bikepark und atemberaubendem Panorama kommt man dort sicher an seine Grenzen und auf seine Kosten. Vor allem, wenn Untersätze wie die neuen Trek-Bikes zur Verfügung stehen. Aber nun mal langsam und schön der Reihe nach ...
Als erstes aus dem Hut gezaubert wurde die neue Auflage des Trailrunners Fuel EX, dem selbsternannten "ultimativen Singletrack Trail"-Bike. Gleich ins Auge stechen im Fall der 9.9-Version die DT Swiss Laufräder, der integrierte Unterrohrschutz beim Tretlager - "Carbon Armor" genannt - und die 2-fach Kurbel von SRAM mit 10-fach-Kassette.Aber manchmal steckt nicht nur der Teufel im Detail: der Carbon-Rahmen wurde an den besonders strapazierten Stellen mit einem um 25% wiederstandsfähigeren Spezial-Carbon verstärkt. Weil aber Spezial-Carbon etwas beliebig klingt, nennt man dieses Material bei Trek "OCLV Mountain", wobei OCLV für "Optimum Compaction, Low Void" steht.Ausschlaggebend für die verbesserten Eigenschaften von OCLV Mountain ist neben dem speziellen Layup der Carbonmatten und dem verwendeten Fasertyp das Harz, das die einzelnen Schichten zusammenhält. Die Stellen, an denen dieses Super-Carbon zum Einsatz kommt sind der untere Bereich des Unterrohrs und die Sattelstreben.Carbon, hier OCLV ohne Mountain, kommt am Fuel EX 2011 auch für die Kettenstreben zum Einsatz. In Summe wiegt der 2011er-Rahmen nun exakt 100 g weniger als das Vorjahres-Modell, ist dabei um 15% steifer und kommt auch schon mit den Zugführungen für eine vom Lenker bedienbare automatische Sattelstütze daher.
Ebenfalls getüftelt wurde zusammen mit Fox an den Federelementen. Beim DRCV Dämpfer (Dual Rate Control Valve) wurde die Kennlinie angepasst und bei den Gabeln wurde der Ölfluss dahingehend verändert, dass sie nun schneller und feiner ansprechen. Das Resultat: Die 120 mm Federweg fühlen sich im ruppigen Gelände rund um Châtel nach mehr an und auch die steilen und technischen Passagen muss man mit dem Fuel EX nicht fürchten.Dieser Suspension-Feinschliff findet sich auch am Remedy wieder. Remedy und Fuel EX teilen sich außerdem das neue ABP Convert System ("Active Braking Pivot"), mit dem durch den einfachen Austausch der Achsaufnahme und der Mutter sowohl Naben mit 142x12-Steckachsen als auch 135x5 Naben gefahren werden können.Last, but not least wird das Modellspektrum beim Fuel EX für 2011 um ein günstigeres Carbon-Modell erweitert, das Fuel EX 9.7.
Das nächste Federwegs-Level besetzt das Remedy seit einiger Zeit ziemlich erfolgreich, weshalb auch bei diesem Modell für 2011 nur an den Details gefeilt wurde. Feilen ist in Hinblick auf das Rahmengewicht immer eine gute Idee und so wurden am 9.9 die Sitzstreben aus Alu durch Carbon-Sitzstreben aus OCLV Mountain ersetzt. Gewichtsersparnis: 100 g gegenüber dem Vorjahresmodell.Die Führungen am Rahmen für die Lenkerbedienung einer automatischen Sattelstütze sind am Remedy obligatorisch, wird es doch mit einer Crank Brothers „Joplin“ ab Werk geliefert.Der Dämpfer wurde speziell für die doch etwas härtere Gangart am Remedy abgestimmt. Schnelle Schläge schluckt er nun besser, und für die wirklich dicken Dinger hat er genug Reserven.Die Auswahl wird in der kommenden Saison größer denn die Palette wird um ein Einsteiger-Carbon-Modell (9.7) und ein High End-Alu-Modell (9) erweitert.
Die Lücke zwischen Remedy und Session in puncto Federweg und Geometrie wurde 2010 mit dem Scratch geschlossen - zumindest fast. Im Modelljahr 2 wird das Unterfangen „Lückenschluss“ finalisiert. Die Trennung zwischen Scratch und Scratch Air erfolgt deutlicher und damit wird das Einsatzspektrum breiter.
Das Scratch Air 9 behält zwar die 160 mm Travel vorne, bereitgestellt werden sie aber von der nagelneuen Fox 36 Talas 160. Der Antrieb erfolgt über eine RaceFace 2-fach-Kurbel mit MRP-Kettenführung und Bashguard vorne und eine 10-fach-Kassette hinten.Laufräder von DT Swiss sorgen für den nötigen Rundlauf, die Crank Brothers Joplin gibt Bewegungsfreiheit bergab. Und damit der Rahmen schön fresh bleibt, wird auch hier das Unterrohr mit dunklem Kunststoff vor stark beschleunigten Gebirgsteilen geschützt.Mit der abwärtsorientierten Geomtrie und den Kletterhilfen Talas, 2-fach-Kurbel und ProPedal-Luftdämpfer ist das Scratch Air eine gute Wahl für alle, die es aus eigener Kraft richtig krachen lassen wollen. In den Läden werden zwei Modelle zu finden sein: Scratch Air 9 und Scratch Air 8.
Der Scratch Air-Zwilling Scratch wird 2011 erwachsen. Mit der neuen langhubigen Fox 36 Gabel mit 180 mm Federweg kann man so ziemlich allem, was sich vor einem auftut, oder besser gesagt abtut, gelassen gegenüberstehen. Auf der Dämpferseite bewährt sich weiterhin der custom tuned Fox DHX RC4.Für den Speed ist beim Scratch hautpsächlich Herr Newton verantwortlich, deshalb genügt eine RaceFace Atlas 1-fach-Kurbel mit MRP-Chainguide und Bashguard und eine 9-fach-Kassette. Das Unterrohrschild sucht man hier auch nicht vergebens.Zur Auswahl stehen das Topmodell Scratch 9 und eine Stufe darunter das Scratch 8.
Die Arbeit an den 2011er-Modellen stand bei Trek nach mehreren Jahren bemerkenswerter Neuerfindungen ganz im Zeichen der Modellpflege. Die vielen Detailverbesserungen haben dabei aber nichts mit Kosmetik zu tun und sind klar erfahrbar.Vor allem die Neuauflagen des Scratch und des Scratch Air gefallen auf den unzähligen Wegen durch den Bikepark. Aber auch das Fuel EX und das Remedy sollten auf der Packliste stehen, wenn das Reiseziel, wie Châtel, mit abwechslungsreichen und anspruchsvollen Trails aufwartet.
Zum Auftakt der diesjährigen Tour de France hat Trek seine 2011 Madone-Modellreihe der Weltpresse vorgestellt.Highlight ist das Madone 6 Series SSL, das mit einem neuen Carbon-Material - OCLV HexSL Carbon - Maßstäbe im Rahmenbau setzen soll und das Rahmengewicht der Madone 6 Series um neuerlich 100 Gramm senkt.
Daneben wurden aber auch die Rahmen der Madone 5 Series generalüberholt. Sie verfügen 2011 über die selben Technologien wie die Top-Rahmen (innenverlegte Züge, DupTrap-Sensor, E2-Gabel, BB90-Tretlager, Di2-Optimierung) und sollen dadurch signifikant leichter und steifer werden. Zudem soll sie ein rekordverdächtiges Preis-/Leisutngsverhältnis auszeichnen.Auch die Madone 4 Series wurde optisch überarbeitet und für 2011 mit zusätzlichen Features aufgewertet.Nähere Infos gibt's unter www.trekbikes.com
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