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Der Lieferumfang dieses Top-Fahrradcomputers gestaltet sich reichhaltig und bietet jedem ambitionierten Hobbetten wie auch Profi das gesamte Sortiment an Tools für eine lückenlose Leistungsinformation bzw. -überprüfung auf dem geliebten Zweirad. Mit von der Partie ist natürlich eine übersichtliche Software für die Auswertung danach. Kleine Hürde für die mit MacBook ausgestattete Testerin - die Software funktioniert nur auf PC. Gott sei Dank hat sich schnell eine derartige Virenschleuder gefunden. Handschuhe an, Mundschutz auf, geht scho.Der Sigma ROX 9.0Lieferumfang:-ROX 9.0 Computer + Halterung-Geschwindigkeitssender-Trittfrequenzsender-Brustgurt inkl. Elastikgurt-Befestigungsmaterial (O-Ringe, Power Magnet, Kurbelmagnet, Kabelbinder)-Software auf CD-USB Docking Station-40seitige BedienungsanleitungListenpreis ROX 9.0 > EUR 224,90 inkl. MWSt. (aktuell bei bikestore.cc im Angebot um EUR 184,99 inkl. MWSt., zzgl. Versand)Die Navigation erfolgt mittels klarer Strukturen, jedoch inklusive kleiner Eingewöhnungsphase für Sigma-Neulinge und kurzweiligen Hitzewallungen (Stichwort Doppelklick von Tasten zum Bestätigen von Eingaben) beim Navigieren durch den 5-stufigen Menübaum, der alle wesentlichen Bereiche eines zeitgemäßen Fahrradcomputers in dieser Kategorie abdeckt.
Die Montage ist auch ohne HTL Matura und Humboldt Werkmeister schnell und einfach durchführbar und dank zahlreicher O-Ringe und Kabelbinder im Lieferumfang sowie einem gnädigen Mann im Haus ruckzuck erledigt. Mann macht, Mädchen schaut begeistert zu und wirft in strategisch günstigen Momenten "Aaahs!", "Ooohs!" und Bussis ein. Die übersichtliche Bedienungsanleitung (40 Seiten) ist zwar dabei - aber gebraucht hat er sie natürlich nicht. Hüstel. Rein theoretisch wäre sie eine gute Unterstützung und ist praktischerweise nicht nur ausschließlich in digitaler Form vorhanden, wie bei manch anderen. Wem trotzdem alles spanisch vorkommt, der sollte vielleicht die deutsche Version lesen.
Nach der Eingabe der obligatorischen Daten zu Herr und Gscher wartet der ROX 9.0 mit einem tollen Schmankerl auf. Das in 3 Zonen unterteilte, sehr gut ablesbare Display, kann nun mit den eigenen "Favoriten" bestückt werden. Bis zu 7 Informationen können hier durch die angelaufende Radbrille auf einen Blick abgelesen werden. In meinem Fall Puls, Höhenmeter, Trittfrequenz, aktuelle Steigung, Geschwindigkeit, Abfall/Anstieg zur Durchschnittsgeschwindigkeit, Strecke). Definitiv ein großer Pluspunkt!Ein Sigma-spezifisches Asset ist das "Logbuch", mit dem in einstellbaren Sekundenabständen die Tourdaten aufgezeichnet bzw. Wegpunkte gesetzt und nachher über die Software grafisch darstellbar gemacht werden können. Für einen Leistungsvergleich (z.B. das sonntägliche Beuschlreißen am Hausberg) eine gute Sache. Eine standardisierte Aufzeichnung und deren grafische Darstellung in der Software hätte ich mir allerdings auch gewünscht, ohne jedesmal zuvor auch das Log-Buch aktivieren zu müssen. GPS hat der ROX 9.0 übrigens keines eingebaut.
Roll. Schau. Roll. Schau. Nix. Klassischer Vorführeffekt. Keine Anzeige der aktuellen Werte. Nochmal die Magneten und Abnehmer gecheckt. Roll. Schau. Roll. Schau. Nix. Dann das Naturschauspiel im 22. Wiener Gemeindebezirk: Ninscha macht den Eyjafjallajökull. Kompletter Ausbruch inklusive Trainings-Tourette. Pulswerte also sowieso schon im Arsch. Anschließend die (für den Sigma) lebenserhaltende Erkenntnis meinerseits, dass halt auch Computer eine Seele haben. So findet der erste Teil der Ausfahrt ohne Anzeige der Tourdaten statt. Dann halt nach Gefühl. Nach einer kleinen Pause in der Sonne und minimaler Korrektur der Magneten, erwacht das System dann beim erneuten Anrollen zum Leben. Ab dem Zeitpunkt sind wir beste Freunde. Nach meiner bis dato eher spartanischen Computerausstattung am Rad (gefühlte 3 Funktionen und Kabelverbindung), machen die übersichtliche Anzeige und die einfache Bedienung jetzt richtig Spaß. Die 3 Herzfrequenzzonen, die aufgrund der Benutzereingaben erstellt werden, melden sich brav, wenn ich wiedermal um jeden Preis einen frechen Pensionisten von meinem Hinterrad abschütteln will (bzw. umgekehrt) und dabei meinen Trainingspuls ignoriere.Die Signale sind dabei absolut störungsfrei - sogar neben der Bahntrasse hinaus Richtung Greifenstein, wo manche Sigma-Konkurrenten Werte anzeigen, die man in meiner Lieblings-Ärzteserie bereits Kammerflimmern nennt.Was er nicht so gern mag, der Sigma, ist Autofahren. Er kotzt mir zwar nicht den Kofferraum voll, dafür ich fast den Sigma, weil die Anzeige nach dem Auspacken und Losrollen wieder auf Null bleibt. Wieder Pulswerte wie bei einem Kaltstart auf die Eiserne Hand hinauf. Wieder Korrekturen am Abnehmer und Magneten. Weil ich mein Rad immer liebevoll zur Ruhe bette und kein Schumacher-Gen in mir trage, kann es bei der Autofahrt theoretisch zu keinen grenzwertigen Verschiebungen des Magneten am Vorderrad kommen, aber praktisch bringt erst eine minimale Korrektur ebendort bzw. das Abnehmen und erneute Einsetzen in die Halterung den ROX 9.0 dann wieder ins Gleichgewicht. Unser Testmodell ist diesbezüglich ein kleines Sensibelchen, wie es scheint. Und ich hab gedacht, ich bin hier die Zicke!
Auch hierfür war durch die perfekte Arbeitsteilung (Mann installiert, Mädchen lobt) kein Informatikstudium oder Humboldts Netzwerkadministrator von Nöten. CD rein. Software installieren. ROX 9.0 über die USB Dockingstation mit dem PC verbinden. Mittels großer Buttons und übersichtlicher Navigation werden die Daten aus dem Speicher des ROX 9.0 auf den Computer übertragen (wichtig ist dabei, alle Tourdaten mittels "Speichern" auch wirklich im Speicher ablegen). Die Auswertungen kann man sich dann ansehen bzw. sie strebermäßig exportieren (z.B.: für Excel).
Bis zu 7 Touren kann der ROX 9.0 übrigens im internen Speicher verwalten, dannach müssen die Daten auf den PC übertragen oder gelöscht werden, um neue Daten speichern zu können. Kleines Manko, die Trittfrequenz wird in die grafische Auswertung nicht integriert.
Die Note 1A können wir ob der Macken und einem Modell in diesem Preissegment nicht vergeben. Bei der eingehenden Webrecherche, ob derartige Probleme auch bei anderen Usern auftauchten, blieben wir ergebnislos. Die postende Internetgemeinde äußert sich durchwegs positiv, schwerwiegende Probleme meldet niemand. Aber am schlechten Kharma meines heiß geliebten Kuota kann's bitte auch nicht liegen, dass unser Testmodell sich so bitten lässt. Vielleicht hält mein Modell es auch ganz einfach mit dem guten, alten Spruch meiner Omi: Willst du gelten, mach dich selten!
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