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Conway Xyron S 427 im Test

Conway Xyron S 427 im Test

07.05.21 06:38 3.737Text: Luke BiketalkerFotos: Erwin HaidenVielseitiges Touren- und Trail-Fully mit feinen Abfahrtseigenschaften und effizientem Vortrieb, das auch unplugged Spaß bringt.07.05.21 06:38 10.038

Conway Xyron S 427 im Test

07.05.21 06:38 10.038 Luke Biketalker Erwin HaidenVielseitiges Touren- und Trail-Fully mit feinen Abfahrtseigenschaften und effizientem Vortrieb, das auch unplugged Spaß bringt.07.05.21 06:38 10.038

Klare Linien auch abseits der erfrischend schnörkellosen Designsprache: Basierend auf Boschs aktuellem Performance CX fasst Conway seine entsprechend motorisierten E-Fullys zwar unter einem Dach als Xyron zusammen, dennoch werden die Familienzweige innerhalb des Stammbaums eindeutig abgegrenzt.
Zwar stets mit 27.5“ Reifen und 140/150 mm Federweg ausstaffiert, unterscheiden sich die Rahmen in Aluminium respektive Carbon über ihren Werkstoff hinaus. So ist das Xyron Carbon mit längerem Reach und kürzerem Steuerrohr sportlicher geschnitten, das Xyron Aluminium hingegen soll mit kompakterer Geometrie und entspannterer Auslegung Ein- und Aufsteigern sowie dem Profil klassischer Tourenfahrer entsprechen. Mit dem Kürzel „C“ samt Lichtanlage und Gepäckträger zum SUV „degradiert“, darf es als „S“ zeigen, was es sportlich auf dem Kasten hat.
Dem Aluminium-Zweig entspringend, haben wir uns das Xyron S 427 mit mächtigen TRP-Stoppern in die Redaktion geholt.

Äußerst gefällig herrschen am Alurahmen des Xyron eingangs erwähnte klare Linien vor. Ausgehend vom Steuer- über das Oberrohr, die Sitzstreben und hinunter bis zum hinteren Ausfallende könnte man mit dem Lineal beinahe eine schnurgerade Linie ziehen. Beinahe darum, weil das Oberrohr auf seinen finalen Zentimetern zum Cockpit hin dann doch noch einen kleinen Knicks vollzieht, diesen aber dank farblicher Akzente geschickt zu kaschieren weiß.
Sämtliche Rohre spielen gekonnt mit eckigen Geometrien und scharfen Kanten. Wären da nicht die sichtbaren Schweißraupen, könnte man den derart geformten Werkstoff aus langer Distanz mit Carbon verwechseln.

Den Entwicklern ist es gelungen, Dämpfer und Wippe trotz des Motors schwerpunktmäßig tief im Rahmen zu integrieren. Das Sitzrohr musste dafür aber zweigeteilt werden, um der unteren Dämpferaufnahme Raum zu schaffen. Eine flexible Gummiabdeckung an der Hinterseite des Sitzrohrs schützt darum die andernfalls Dreck und aufgewirbelten Trailbegleitern ausgesetzten Gleitflächen und Dichtungen des Dämpfers.
Um Rahmen und Hinterbau bleibt genügend Bauraum, um auch große, abfahrtslastige Dämpfer samt Ausgleichsbehälter unterzubringen.

Unauffällig genug, um während einer Testfahrt beim Überstreifen der Protektoren von einem Wanderer positiv überrascht darauf angesprochen zu werden, „versteckt“ sich der 625 Wh Akku im Unterrohr des Conway. Von unsichtbarer Elektronik zu sprechen, wäre klipp und klar gelogen - dazu ist der Bosch Performance CX Motor optisch von einem klassischen Tretlager einfach zu weit entfernt. Am Unterrohr, jenem Bereich, den ein Fahrradhersteller aktiv beeinflussen kann, kitzelten Conways Ingenieure aber tatsächlich das Maximum aus den vorgegebenen Maßen des Akkupacks heraus. So, wie sich das Unterrohr ins Licht stellt, könnte es beinahe auch einem massiv gezeichneten Enduro zugehörig sein.

Tech Specs

Rahmen: Conway Xyron Aluminium, 140 mm Federweg, Boost Kassette: Sram PG 1210 Eagle, 11-50 Z
Größen: S/M/L//XL Kette: Sram
Antrieb: Bosch Performance CX Laufräder: Rodi mit Ready 35 Felge, 35 mm
Batterie: Bosch Intube, 625 Wh Reifen: Schwalbe Magic Mary/Hans Dampf
Display: Bosch Purion Vorbau: Conway, 35 mm
Gabel: RockShox Pike Select. 150 mm Griffe: Conway
Dämpfer: RockShox Super Deluxe Select + Sattel: Conway 1489 Sport Light
Kurbel: Miranda Epsilon, 165 mm Sattelstütze: Contec Drop - A - Gogo, 31,6 mm
Lenker: Conway Low Rizer, 780 mm Bremse hinten: TRP DH-Evo, 200 mm
Bremse vorne: TRP DH-Evo, 200 mm Gewicht: 25,97 kg (BB-Messung)
Schalthebel: Sram SX Eagle, single click Preis: € 4.899,- UVP
Schaltwerk: Sram NX Eagle

Der Akku kann dabei zum Laden entweder im Rahmen verbleiben und direkt über eine Buchse links oben am Übergang zwischen Unter- und Steuerrohr ans Netz gehängt werden. Alternativ lässt er sich mit wenigen Handgriffen entfernen und so unterwegs gegen einen Zweitakku tauschen - oder eben zum Laden vom Keller mit in die Wohnung nehmen.
Dazu gilt es, die robuste und klapperfreie (!) Schutzabdeckung abzunehmen, danach in zwei Phasen erst mit Schlüssel, dann von Hand direkt am Akku die Verriegelungen zu lösen. Liest sich kompliziert, funktioniert aber tatsächlich rasch und einfach.

Geometrie

Mit 140 mm Federweg am Hinterbau und 150 mm Gabeln sowie großvolumigen 27.5“ Laufrädern platziert sich das Conway irgendwo im Graubereich zwischen All-Mountain und vielseitigem Touren- und Trailbike. Die Geometrie zeichnen die Deutschen dabei modern und ausgewogen, aber keinesfalls extrem.
66° Lenk- und 75° Sitzwinkel treffen in Größe Large auf 457 mm Reach und 613 mm Stack; das Sitzrohr darf mit 460 mm zwar nicht als kurz bezeichnet werden, ist in seiner Klasse aber dennoch am erfreulich kurzen Ende. Etwas weniger ginge natürlich zu Gunsten längerer Dropper immer. Die Kettenstrebenlänge ist über alle Größen hinweg auf 450 mm festgesetzt.

Geometrie

Größe Small Medium Large X-Large
Sitzrohrlänge (mm) 400 430 460 490
Oberrohrlänge (mm) 575 595 615 635
Kettenstrebenlänge (mm) 450 450 450 450
Lenkwinkel 66° 66° 66° 66°
Sitzwinkel 75° 75° 75° 75°
Reach (mm) 420 440 457 477
Stack (mm) 604 604 613 613
Radstand (mm) 1182 1202 1223 1243

Ausstattung

Stolze 25,97 kg bringt das Conway Xyron S 427 in Rahmengröße Large auf die Waage und ist dabei gemessen an der Ausstattung mit 4.899 Euro für eine Fachhandelsmarke im preislichen Mittelfeld angesiedelt.
Die Produktmanager spendieren dem Rad eine RockShox Pike Select mit 150 mm Federweg samt passendem Super Deluxe Select+ Dämpfer, Sram SX/NX Eagle Antriebsmix und schwerer PG1210 Eagle Kassette mit 11-50 Zähnen. Reserven, auch für richtig steile Uphills, bleiben am Rad somit zur Genüge. Für standesgemäße Verzögerung sorgen seit April dieses Jahres die unter Insidern für ihre Standfestigkeit gelobten TRP DH-Evo Bremsen mit mächtigen 203 mm Scheiben in 2,3 mm Stärke an beiden Naben.
Die Laufräder mit 35 mm Felge stammen aus den Regalen von Zulieferer Rodi, Schwalbe steuert dazu sein neues Dreamteam fürs Grobe, namentlich Magic Mary und Hans Dampf, bei. Cockpit und Anbauteile sind, wie auch der Sattel, von Conway gelabelt, die Contec Drop-A-Gogo Stütze mit 31,6 mm Durchmesser stammt ebenfalls aus dem Sortiment von Conways Mutter Hartje.

Aufgesessen

Mit 180 Körpergröße und 74,5 mm Sattelhöhe lässt sich am Conway in Large eine äußerst entspannte und durchaus langstreckentaugliche Fahrposition finden. Der Druck verteilt sich gleichmäßig zwischen Gesäß und Armen, Rücken- oder Schulter- sowie Handgelenksschmerzen bleiben so erfreulicherweise auch nach mehreren Stunden im Sattel aus. Die schlanken Griffe passen gut zu kleinen Händen, der Lenker lässt sich wie fast immer auf individuelle Vorlieben hin kürzen.
Beim Setup der Gabel sind RockShoxs Vorschläge am Tauchrohr relativ treffsicher, am Hinterbau ergab die Shockwizz-Abstimmung nach einigen Runden am Trail bei knapp über 90 kg für Fahrer + Ausrüstung 198 psi als optimalen Endwert - nur, falls jemand auf der Suche nach Ausgangswerten für das eigene Setup wäre.
Kleines Manko ab der Auslieferung: Der Akku ließ sich nur im ausgebauten Zustand laden, die im Rahmen integrierte Ladebuchse schien defekt.

An dieser Stelle würde ich auch noch gerne eine kleine Anmerkung zum Bosch Performance CX loswerden: Am Conway schien es, als sei das für den Performance CX typische Klappern im Freilauf über ruppiges Geläuf leiser als an anderen Rädern aus ältern Modelljahren. Das offizielle Statement von Bosch hierzu liest sich wie folgt:
"Die Performance Line CX ist ausgelegt mit hoher Leistungsdichte, einem hocheffizienten Getriebe und besonders leichtgängigen Zahnrädern. Gepaart mit einem geringen Gehäusegewicht, dünnen Wandungen und guter Wärmeabfuhr nach außen, können mechanische Geräusche in bestimmten Situationen dadurch auch eher nach außen dringen bzw. präsenter sein. Bosch befindet sich stets in enger Kooperation mit Fahrradherstellern, Partnern und Händlern und arbeitet kontinuierlich an der Optimierung der Produkte. So auch bei der aktuellen Performance Line CX: Aufgrund von Erfahrungen aus dem Feld und mittels geeigneter Maßnahmen konnte nun erreicht werden, dass die Drive Units etwas leiser geworden sind."

Mit Motor

Ja, mit knapp unter 26 kg ist das Conway kein Leichtgewicht. Trotzdem, und das mag nun vielleicht überraschen, würde ich es in seiner Auslegung als effizient bezeichnen. Die Sitzposition und der - abseits vom persönlichen Gefühl auch seitens der Auswertung im Shockwizz-Menü bestätigt - effektiv arbeitende Hinterbau sorgen für guten Vortrieb. Was die robusten, im Gelände erhabenen Reifen und vor allem die schweren Laufräder beim Beschleunigen an Energie fressen, kompensiert der Performance CX mit einem müden Lächeln.
Kappt der Motor jenseits der 25 km/h Grenze die Energiezufuhr, verspürt man zwar sehr wohl, dass man fortan selbst für die Leistung am Pedal verantwortlich ist; dennoch lässt sich das Tempo im Flachen gut aufrechterhalten. Dazu sollte man dann aber zumindest einen Gang zurückschalten und entsprechend die Trittfrequenz erhöhen, um die Beine nicht leerzusaugen.

Dass ein E-Bike gut bergauf marschiert, ist kein Geheimnis. Das Conway funktioniert aber auch abseits von Forststraßen recht zuverlässig - traktionsstarkem Hinterbau und gutem Druck am Vorderrad sei Dank. Allerdings sollte man sich seine Linien vorab überlegen.
Mit Druck auf der Kette und aktiver, möglichst geradliniger Fahrweise kommt man so gut wie überall durch. Sinkt das Tempo und steigt die Zahl der Lenkimpulse, weil man nach der Linie erst sucht, neigt die Kombination aus (bei langsamer Fahrt) etwas kippeliger Lenkung und dem ohne Finger auf der Hinterbremse aggressiv einsetzenden Motor in steilen Wurzel- und Geröllpassagen mitunter zu ungewollten Absteigern. Mit etwas Gewöhnung und besagt schwungvoller Fahrweise ließen sich über den Testzeitraum aber ausnahmslos alle Passagen meistern.
Insgesamt steht bei Bosch ein kräftiger Vortrieb im Fokus und wird von Kunden auch so gefordert. Die feine Klinge, sprich: ein möglichst natürliches Tretgefühl, versucht man zwar mit dem eMTB-Modus zu bedienen, tatsächlich haben hier aber andere Antriebskonzepte die Nase vorn.

Was wirklich überrascht, vom Gros der Interessenten wohl aber niemals genutzt wird, ist die Bergaufperformance des Conway bei deaktivierter Unterstützung. Trotz seiner 26 kg lässt sich das Xyron so auch über gemäßigte bis mittelsteile Trails bewegen, ohne sich, wie auf vielen anderen Rädern, ein Sauerstoffzelt unter der Akku-Abdeckung herbeizusehnen. Gemächlich und in kleinen Gängen klettert das Bike so auch schon mal stromlose 300 bis 400 Höhenmeter ohne Klagen. Ein vielleicht etwas sinnfreier Test, der aber trotzdem die Effizienz des Hinterbaukonzepts am Conway untermauert.

Mit Schwerkraft

Highlight des Conway ist auch bergab sein Hinterbau. Zwar funktioniert die Pike mit ihren 150 mm tadellos, hält die Unterarme, korrekt eingestellt, selbst auf ruppigen Passagen frisch und lässt bei gemäßigtem Tempo nicht den Wunsch nach mehr Steifigkeit à la Lyrik und Co. aufkommen - doch mit der Schluckfreudigkeit des Hinterbaus kann sie nicht mithalten.
Schläge jeder Größe werden einfach weggesaugt, die (Brems-)Traktion bleibt dabei auch in steilem Gelände hoch. So fühlt sich das Fahrwerk nach mehr als den angegebenen 140 mm an. Den Preis für so viel Schluckfreudigkeit bezahlt man mit etwas wenig Pop, was sich durch die langen Kettenstreben noch verstärkt. Aktive, verspielte Piloten werden den Dämpfer eventuell etwas straffer fahren müssen - die Zielgruppe des Bikes bleibt aber wahrscheinlich ohnehin bestmöglich mit beiden Reifen am Boden und profitiert so von der guten Kontrolle, die der schluckfreudige Hinterbau vermittelt.

Besagter Kontrolle spielt auch die zentrale Position des Fahrers in die Karten. Selbst mit zurückhaltender Körperhaltung und ohne aktiv Druck nach vorne aufbauen zu müssen, liefert das Conway viel Gefühl und Traktion am Vorderrad. Aggressiven Piloten könnte das Bike einen Tick zu kurz ausfallen, für Ein- und Aufsteiger ist die fehlerverzeihende Position am Bike aber ideal.
Einzig um ganz enge Kehren neigt das Vorderrad des Conway - wie auch bergauf - etwas zum Einknicken, verlangt dort nach einer weiteren Linienwahl, sprich: etwas mehr legen und drücken und weniger lenken.

Die traktionsstarken Schwalbe Magic Mary/Hans Dampf passen gut ins Konzept. Sie bleiben auf so gut wie allen Untergründen vorhersehbar und sind obendrein recht pannensicher. Ihr Gewicht spielt am E-Bike eine untergeordnete Rolle.
Wie die Schwalbe Pneus entstammt auch die verbaute TRP DH-Evo Bremse der abfahrtsorientierten Speedfraktion - genügend Reserven für das 140 mm Xyron sind damit gesichert. Wobei: Tatsächlich verdanken die TRP mit ihren 2,3 mm starken und bis zu 223 mm großen Rotoren ihre Geburt dem E-Bike-Trend. DH-Worldcupper Neko Mulally entdeckte die E-Bremse aber rasch für sich und überzeugte auch Aaron Gwin von der Performance der dickeren Scheiben (1,8 mm ist der Industriestandard) und der hohen Standfestigkeit des Systems. So gelangte die DH-Evo in den Weltcup und von dort wieder zurück ans E-MTB.
Wo auch immer die Bremse herkommt, sie ist auch nach hunderten Höhenmetern Dauerbremserei kaum in die Knie zu zwingen. Fading ist ihr ein Fremdwort, und auch am Ende langsam gefahrener Steilpassagen beißt sie konstant, leichtgängig und präzise zu, als wäre nichts geschehen. Der Druckpunkt liegt irgendwo zwischen Shimano und Sram, die Dosierbarkeit der Bremsleistung ist dabei enorm - perfekt für rutschige Untergründe. Wer von schwächeren Bremsen kommt oder gar seine erste Scheibenbremse in Händen hält, sollte sich mit der stark zupackenden TRP aber gemächlich vertraut machen. Im ersten Moment kann die Bremse schon mal für ein Aha-Erlebnis sorgen; hat man sich aber an die enorme Verzögerung gewöhnt, will man wohl kaum mehr zurück. Besitzer kleinerer Hände sollten auch ausprobieren, ob und wie sie mit dem langen Hebel zurechtkommen und die Bremse am Lenker eventuell ein Stück weit nach innen versetzen.

Der tiefe Schwerpunkt gibt Sicherheit in rutschigen Passagen, auch steile Stufen quittiert das Conway mit ausreichend Reserven, lässt erst gar keine Überschlagsgefühle aufkommen.
Die kleinen Laufräder sorgen für Wendigkeit am Trail, nur große Wurzelfelder und grobes Geröll lassen im direkten Vergleich einen Nachteil im Überrollverhalten gegenüber größeren 29ern aufkommen. Eine aktive Fahrweise kann diesen konzeptbedingten "Nachteil" (im Gegenzug ist das Rad wendiger) in den meisten Fällen kaschieren - und schult dabei ganz nebenbei die Fähigkeiten des Piloten. Ganz klar eine Frage des Geschmacks und Konzepts. Nicht umsonst koexistieren 29" und 27,5" friedlich nebeneindander. Wer gar nicht erst vor hat, mit dem Rad abseits flowiger Trails zu wüten, der kann sich die Gedanken darüber getrost sparen.
Mit beiden Rädern am Boden weiß das Conway auch sein Gewicht recht gut zu kaschieren, gibt auch über kleinere gebaute Sprünge sehr viel Vertrauen, sollte man sich hier herantasten wollen. Versucht man allerdings, ein Rad zu entlasten - sei es, um einen Baumstamm zu überrollen oder das Hinterrad in einer zu engen Spitzkehre zu lupfen - wird die Masse doch spürbar.

Wäre da nicht das allgemeine Problem der klackernden Performance CX Motoren (respektive deren durch die Kette bergab mitunter in Schwingungen versetzte Antriebswelle und Zahnräder), würde man auch bergab auf ruppigen Passagen keinen Mucks vom Xyron hören. Keine schlagende Kette an den Streben, keine rüttelnden Züge und Leitungen im Inneren, kein sich bewegender Akku - selbst die Akkuabdeckung am Unterrohr schluckt Geräusche aufgewirbelter Steinchen zuverlässig.

Fazit

Conway Xyron S 427
Modelljahr: 2021
Testdauer: 2 Wochen
Preis: € 4.899,-
+ Hinterbau
+ TRP Bremsen
+ Reichweite
+ Einsteigerfreundliche Geometrie
+ Effizientes Gesamtkonzept
+ Reifen
o Ein Motor mit natürlicherem Tretgefühl würde besser ins Konzept passen
- Gewicht
BB-Urteil: Effizienter Allrounder mit feinem Hinterbau

Asphalt, Forststraße, Wald- und Wiesenweg und einfache bis mittlere Trails, je nach Können des Piloten auch gerne mehr ... Das Conway Xyron S 427 verkauft sich zwar als SUV, hat aber tatsächlich weitaus größeres Potenzial. Der Hinterbau fühlt sich nach mehr als seinen 140 mm an, die neutrale Position über dem Rad gibt auch Einsteigern mit weniger versierter Technik viel Gefühl fürs Vorderrad. Einzige Schwäche am Trail ist das sowohl bergauf als auch bergab bei sehr langsamer Fahrt und in sehr engen Kehren etwas kippelige Vorderrad. Die meisten Besitzer werden aber wohl nie in die Situation kommen, dies zu bemerken.
Der Bosch Performance CX ist für seinen Schub bekannt und beliebt, verrichtet entsprechend kräftig seinen Dienst. Wer gerne den Berg hinaufgeschoben wird, wird daran seine helle Freude haben. Wie das gesamte Rad bieten auch Reifen und Bremsen enorme Reserven und ein hohes Sicherheitsgefühl.

Insgesamt präsentiert sich das Conway als klassisches Trail- und Tourenbike, kann mit seiner effizienten Sitzposition und dem feinen Hinterbau auch im Vortrieb punkten und funktioniert sogar für einige hundert Höhenmeter "unplugged".
Wenngleich etwas übergewichtig, kann es dennoch mit Fahrspaß und enormer Vielseitigkeit überzeugen.


Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
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    Conway Xyron S 427 im Test

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  2. #2
    Carbon statt Kondition :) Avatar von livestrong77
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    Guter Bericht!
    Das Bild mit der Waage zeigt 22,32 kg, im Text steht 25,97 kg.
    Was stimmt nun?

  3. #3
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    Zitat Zitat von livestrong77 Beitrag anzeigen
    Guter Bericht!
    Das Bild mit der Waage zeigt 22,32 kg, im Text steht 25,97 kg.
    Was stimmt nun?
    Die 22,32 kg auf Bild 10 sind ohne Akku. Auf Seite 13 sieht man das Gewicht des Akkus - zusammen gerundet ergibt das besagte 25,97 kg. Unsere Waage geht nur bis knapp 25 kg, darum müssen manche E-Bikes auf zwei Etappen gemessen werden

  4. #4
    Carbon statt Kondition :) Avatar von livestrong77
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    Aha, okay!
    Das Bild mit dem Akku habe ich dann wohl übersehen

  5. #5
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    Das Akku-Bild versteckt sich etwas in der Galerie. Muss man sich durchklicken um es zu sehen.

  6. #6
    kaFee Avatar von bbkp
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    Zitat Zitat von Luke Biketalker Beitrag anzeigen
    Unsere Waage geht nur bis knapp 25 kg, darum müssen manche E-Bikes auf zwei Etappen gemessen werden
    panaracer seal smart dichtmilch zu verschenken.

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von Scotty74
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    Schade dass auch hier immer mehr diesen unnötigen Errungenschaften -namens "E-bike" immer mehr Bühne bereit gestellt wird, -...gut, jedem das seine....

  8. #8
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    krieglach
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    Zitat Zitat von Scotty74 Beitrag anzeigen
    Schade dass auch hier immer mehr diesen unnötigen Errungenschaften -namens "E-bike" immer mehr Bühne bereit gestellt wird, -...gut, jedem das seine....
    Wurde zwar schon recht oft thematisiert, aber gerne nochmal: Wir decken die Bereich MTB, Rennrad/Gravel und eben auch E-Bike ab. Wer mag, der kann alles lesen. Wer sich auf ein oder zwei Themenbereiche fixieren möchte, für den haben wir einen Filter auf der Startseite. Mit einem Klick auf die entsprechende Sparte kann man sich damit zb. das Thema E-Bike aber auch das Thema MTB oder eben auch Rennrad/Gravel aus der persönlichen Wahrnehmung verbannen. Dann muss auch niemand der sich vielleicht doch dafür interessiert das doch schon recht langweilig gewordene Jammern zum E-Thema ertragen.
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  9. #9
    Asphalt ist Teufelswerk Avatar von muerte
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    Zitat Zitat von Luke Biketalker Beitrag anzeigen
    Wurde zwar schon recht oft thematisiert, aber gerne nochmal: Wir decken die Bereich MTB, Rennrad/Gravel und eben auch E-Bike ab
    Na super, und was is mit Dirt/Street?
    .
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  10. #10
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    Zitat Zitat von muerte Beitrag anzeigen
    Na super, und was is mit Dirt/Street?
    Da fehlt uns die Expertise im Haus. Sollte sich mal jemand von uns beim Versuch den sicheren Boden für große und kleine Sprünge zu verlassen zum Affen machen wollen - das wäre dann wohl dem Thema MTB zugeordnet